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#888120 - 23/01/2012 12:01
Gitterrohr vs. Volltubus
Mich würde interessieren welche der beiden Bauformen nur unter dem Gesichtspunkt Tubusseeing ab besten abschneidet, d.h. unter folgenden Vergleichsbedingungen: 1) Identische Optik 2) Streulicht spielt keine Rolle 3) Thermische Einflüsse durch die Körperwärme des Beobachters spielen keine Rolle 4) Die Optik ist vollständig ausgekühlt
Mir geht es hauptsächlich folgenden theoretischen Aspekt: Wenn ein Tubus quasi nicht mehr vorhanden ist (wie beim Gitterrohr), sollte es in der Form auch kein störendes Tubusseeing mehr geben, oder? Der Hintergrund ist die Überlegung meinen 8" Doboson zu einem Gitterrohr umzubauen, um einen optischen Vorteil zu erreichen. Die Transportabilität spielt bei dieser Teleskopgröße für mich eine untergeordnete Rolle…
Schöne Grüße Franz
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#888124 - 23/01/2012 12:28
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: FranzP]
Hi Franz,
wenn du eine vollständig ausgekühlte Optik unterstellst, dürft auch in einem isolierten Volltubus kein Tubusseeing mehr entstehen.
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CS Chris
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#888126 - 23/01/2012 12:32
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: FranzP]
Hallo Franz,
wo kein Tubus, da kein Tubusseeing. Ich habe selbst nicht sehr oft mit Gitterrohr beobachtet, aber mich im Bekanntenkreis damit auseinandergesetzt. Schon leichte Luftbewegung wird Dir Warmluftschlieren vor dem Hauptspiegel absaugen. Mit einer Socke hingegen hast Du ein ähnliches Verhalten wie beim Volltubus, abgesehen von Konvektionsströmungen, also sagen wir "Iso-Volltubus". Allerdings sehe ich einen Widerspruch zu Deiner Annahme "kein Beobachterseeing" - ohne Socke atmest Du da rein, oder Du redest von einem ferngesteuerten Teleskop.
Ich vermute aus allerhand Austausch mit Selbstbauern, dass es für Dich besser wäre, den vorhandenen Volltubus gegen einen isolierten Tubus z.B. aus Hartpapier mit einer weiteren Isolationsschicht (kann ja innenliegend sein) zu tauschen. Hier steht Dir eine Vielzahl an Materialien zur Verfügung: Kork, Styrodur, Styropor,... - wird dann alles mit Veloursfolie zugedeckt. Eine Anpassung von Tubusdurchmesser und Tubuslänge vor dem OAZ sollte bei so einer Maßnahme auch bedacht werden (-> Rockerbox-Neubau). Den vorhandenen Tubus könnte man alternativ von außen isolieren.
Clear Skies Sven
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Der Hammer, ich bin immer wieder fasziniert, wie frequentiert dieses Forum ist, und wie schnell hier die Antworten reinpurzeln. Und ich dachte immer, ich hätte ein selten anzutreffendes Hobby ;-)
D.h. auf Klartext, der einzige Vorteil eines Gitterrohr-Tubus bleibt die Transportabilität und rein optisch ist ein Volltubus zu bevorzugen.
LG Franz
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#888160 - 23/01/2012 15:16
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: FranzP]
Hallo Franz,
eigentlich heißt das nur, dass man sich mit beidem arrangieren muss, nur jeweils anders. Man muss nachdenken, was man tut.
Clear Skies Sven
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#888180 - 23/01/2012 16:42
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: FranzP]
D.h. auf Klartext, der einzige Vorteil eines Gitterrohr-Tubus bleibt die Transportabilität und rein optisch ist ein Volltubus zu bevorzugen. Hallo Franz, das sehe ich ganz anders - schau mal hier . Gruß, Jan
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Hallo Jan,
immer wieder eine Wucht mit deiner "Schüssel". Eine Frage hätte ich bezüglich des Gewichtes von ca 8kg. Wie Viel kg entfallen da auf den Spiegel und wieviel auf die Einarm-Konstruktion ? Ich bin dabei einen 13" f/4 Photo Newton zu planen und überlege ob ich einen Carbon Tubus oder gar solch eine Konstruktion anstreben sollte... Das Problem: Ich möchte meine G11 nutzen und will so leicht wie nur möglich bauen. Bei all der Planung ist mir immer wieder aufgefallen das eine Gitterrohrkonstruktion ziemlich viele Zwischenringe braucht um Parallaktisch nutzbar zu sein. Ob diese dann wirklich leichter ist als ein Carbon Tubus ist dann natürlich die Frage...
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#888261 - 23/01/2012 20:28
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: yukons]
Wie Viel kg entfallen da auf den Spiegel und wieviel auf die Einarm-Konstruktion ? Hallo Jadran, der Hauptspiegel allein wiegt 3 kg. Bei all der Planung ist mir immer wieder aufgefallen das eine Gitterrohrkonstruktion ziemlich viele Zwischenringe braucht um Parallaktisch nutzbar zu sein. Ja - das macht die Aufhängung gewiss komplizierter und möglicherweise auch "biegeweich" gegenüber einer Volltubus- oder Trägerrohr-Konstruktion. Da muss man genau hinschauen, wie sich die Justierung beim Schwenken des Teleskops verhält. Gruß, Jan
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#888329 - 23/01/2012 23:16
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: FranzP]
D.h. auf Klartext, der einzige Vorteil eines Gitterrohr-Tubus bleibt die Transportabilität und rein optisch ist ein Volltubus zu bevorzugen. Warte mal bis zu stärkerem Wind ... Grüße fquadrat
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#888386 - 24/01/2012 10:05
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: fquadrat]
Hallo fquadrat,
meinst Du damit, dass der Gitterrohr bei Wind weniger wackelt, weil er keine so große Fläche darstellt?
LG Franz
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#888387 - 24/01/2012 10:07
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: fquadrat]
D.h. auf Klartext, der einzige Vorteil eines Gitterrohr-Tubus bleibt die Transportabilität und rein optisch ist ein Volltubus zu bevorzugen. Warte mal bis zu stärkerem Wind ... Grüße fquadrat Ist das so ? Ich kann mir gut vorstellen das ein Volltubus ein besseres Strömungsverhalten bei Wind aufweist als einzelne Gitterstäbe. Insgesamt nimmt sich das wohl nicht viel. Ein weiteres Problem einer Gitterrohrkonstruktion ist das Streulicht. Ohne eine Socke wird man in hellen Gebieten wohl nicht glücklich. Ich denke ebenfalls das der Hauptgrund für eine Gitterrohrkonstruktion das Gewicht ist.
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#888404 - 24/01/2012 10:48
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: yukons]
Ein weiteres Problem einer Gitterrohrkonstruktion ist das Streulicht. Ohne eine Socke wird man in hellen Gebieten wohl nicht glücklich. Das ist ein offenbar weit verbreiteter Irrtum! - Streulicht spielt nur dann eine Rolle, wenn es unmittelbar in die Kamera bzw. ins Okular kommt. Da der Blickwinkel aus dem Okularauszug aber im wesntlichen durch den Hauptspiegel "ausgefüllt" ist, kann höchstens aus einem relativ schmalen Bereich außerhalb das Spiegelrands Streulicht in den Okularauszug gelangen. Da der Hauptspiegel aber i.a. in einer dunklen Box gelagert ist, und man i.a. beim nächtlichen Beobachten bzw. Fotografieren keine Lichtquellen unmittelbar neben der Spiegelbox platziert, und der Boden unterhalb des Spiegels meistens sogar dunkler ist als der Himmelshintergrund, sollte Streulicht bei einer offenen Konstruktion in der Praxis kein Thema sein. Mit meinem völlig offenen Spiegelteleskop kann ich sogar ohne jede künstliche Abschattung tagsüber fotografieren, siehe dieses Beispiel . Bei einer Newton-Konstruktion könnte Streulicht noch neben dem Fangspiegel hereinkommen. Diese Möglichkeit gibt es bei meiner offenen Konstruktion ohne Fangspiegel gar nicht. Gruß, Jan
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Hallo Jan, klingt zunächst logisch. Nur ich habe die Erfahrung gemacht das der ganze Photo Klumpatsch, wie Netzteil, Steuerung, Handbox, MGEN Autoguider usw. doch recht viel Licht emmitiert. Ob dies wirklich keinerlei Einfluss hat... bliebe wohl zu testen. Aber wahrscheinlich hast du recht und das ganze ist zu vernachlässigen. Ausser man bewegt sich fotografisch in Gefilden wie meiner einer und meine Vereinskollegen. Wenn wir gemeinsam auf der Wise stehen sorgt regelmäßig jemand mit seiner Taschenlampe für Freude bei den anderen Mitgliedern  Da ist es dann doch recht praktisch einen Streulicht Schutz zu haben. Das würde mich trotzdem mal interessieren wie sich das mit dem Streulicht verhält.
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Moin Jan!
> Streulicht spielt nur dann eine Rolle, wenn es unmittelbar in die Kamera bzw. ins Okular kommt.
Kann ich als Ex-Gitterrohr-Besitzer nicht bestätigen. Da sich die meisten von uns hier sicherlich im städtischen Umfeld bewegen, wird man für eine kontrastreichere Abbildung um eine Socke nicht herumkommen. Es stört leider das allgemeine Streulicht, was durch den offenen Tubus seitlich direkt auf die Spiegel fällt. Weiterer Minuspunkt wäre dann noch das ewige Rumhantieren mit der Socke. Eine üble Fummellei, wie ich finde. Windanfälligkeit: Meine 12"-Lightbridge drehte sich wie eine Wetterfahne bei stärkerem Wind. Der weit von den Achslagern gelegene Angriffspunkt (der Hut nämlich) wirkt nunmal mit dem langen Hebel, egal ob Gitterrohr- oder Volltubus.
Meine Erkenntnis aus zwei Jahren mit dem Gitterrohr: In der Stadt und deren Umkreis bis 12" nur Volltubus. Darüber kann man einzig wg. der Zerlegbarkeit überlegen, sich Gitterrohr anzuschaffen. Ein Vereinskollege hier am Ort besitzt einen 14"-Dobson mit teilbarem Volltubus (Selbstbau). Das ist auch eine Überlegung wert.
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#888452 - 24/01/2012 14:57
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: winnie]
Es stört leider das allgemeine Streulicht, was durch den offenen Tubus seitlich direkt auf die Spiegel fällt. Und was passiert dann mit dem "seitlich direkt auf die Spiegel" fallenden Licht? Gruß, Jan
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Es stört leider das allgemeine Streulicht, was durch den offenen Tubus seitlich direkt auf die Spiegel fällt. Und was passiert dann mit dem "seitlich direkt auf die Spiegel" fallenden Licht? Gruß, Jan Das Licht war im "Sonder-Physik-Unterricht" und hat gelernt den optischen Gesetzen zu trotzen. 
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CS Chris
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#888475 - 24/01/2012 16:02
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: watkin]
Hi Zusammen,
da der Spiegel auch nicht im Sonderunterricht war, hat der auch ein gerüttelt Maß an Rauigkeit behalten. Je mehr, desto hell.
Clear Skies Sven
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> Und was passiert dann mit dem "seitlich direkt auf die Spiegel" fallenden Licht? Ich leuchte Dir mal mit der Taschenlampe seitlich auf den Spiegel, denn wirste sehen, was passiert... Erzähl mir bitte nicht, daß ein offener Tubus unter Stadtlichtbedingungen das Optimum wäre. Ich hab' doch selbst erlebt, wie mau das Bild bei offenen Guttertubus ist. Warum werden denn Socken benutzt, wenn's nicht nötig wäre?! "Sonderphysik" ist natürlich wieder ein schönes Totschlagargument. Besten Dank auch!  EOD
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#888578 - 24/01/2012 19:52
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: winnie]
Hi,
an meinem 16" Gitterrohrdobson kann schon mal Fremdlicht auf den Fangspiegel treffen und gehörig das Bild im Okular versauen. Bei nächster Gelegeheit kommt dort ein Streulichtschutz hin.
Gruß, Markus
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#888612 - 24/01/2012 21:18
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: helly]
... kann schon mal Fremdlicht auf den Fangspiegel treffen und gehörig das Bild im Okular versauen. Hallo Markus, kommt denn dann das "Fremdlicht" unmittelbar vom Spiegel oder eher aus dessen Umgebung ins Okular? Gruß, Jan
Bearbeitet von Jan_Fremerey (24/01/2012 21:53)
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Hallo Jan, das Konzept Deines "Spiegelfotoapparats" ist wirklich genial. Meine bisherigen Erfahrungen mit visueller Beobachtung am Teleskop zeigen bisher aber sehr deutlich Vorteile für einen isolierten, also thermisch und natürlich auch mechanisch beherrschten Volltubus auf, der auch gegen Stör-/Streulicht abschirmt und thermische Einflüse durch den direkt am Teleskop anwesenden Beobachter (also mich) ausschließt. Da mir aber andererseits die Erfahrung mit einen völlig offenen System fehlt, werde ich ziesbezüglich Abhilfe schaffen. Hier liegt ein brauchbarer 150/750er Spiegel rum. Der wird im laufe der nächsten Wochen (Monate) nur die allernötigsten Anbauten für Fangspiegel, Justierung und zum Erreichen des Fokus mit diversen Okularen erhalten. Dann schau ich mir das unter verschiedensten Bedingeungen an. Schluss mir Rätzelraten. Du hast mich einfach zu neugierig gemacht. Danke dafür. Gruß Günther
Bearbeitet von MootzGMS (24/01/2012 23:05)
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Überprüft, was immer auch geschrieben steht, wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht. Das mehrt die eigene Erfahrung und bringt so manche Offenbarung.
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#888666 - 24/01/2012 23:18
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: FranzP]
Hallo Franz, meinst Du damit, dass der Gitterrohr bei Wind weniger wackelt, weil er keine so große Fläche darstellt? Ja, genau. Unabhängig von den aerodynamischen Kräften, über die ich zuwenig weiß, als daß ich sie einschätzen könnte, gibt es eine Menge Staudruck, der hauptsächlich von Windstärke, Widerstandbeiwert und Stirnfläche abhängt. Bei gegebener Windstärke und kreisförmigem Rohrquerschnitt ist der Staudruck dann proportional zur Stirnfläche. Bei einem geliehenen NGT 12.5 sind mir mal die Spiegel zugetaut. Die Idee, dem mit der "Socke" zu begegnen, hielt bis zum Aufkommen von stärkerem Wind. Ohne das Stoffteil war das Zittern schwächer. Grüße fquadrat
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#888682 - 25/01/2012 01:06
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: MootzGMS]
das Konzept Deines "Spiegelfotoapparats" ist ... ... im Grunde genommen nicht neu, wie dieses Foto aus dem Buch "Telscopes For Skygazing" von Henry E. Paul, 3rd ed., AMPHOTO, N.Y. 1976, S. 90, zeigt:  Dieser 10" Newton auf Holzträger ist eine frühe Arbeit des Autors selbst und offensichtlich für visuelle Beobachtungen konzipiert. Paul schreibt dazu: "These early efforts by the author actually were superior in optical performance to certain far more mechanically elegant and convenient later jobs." Anders - aber vermutlich ebenfalls nicht neu - sind bei meiner Konstruktion die Anbringung der Kamera unmittelbar auf der optischen Achse und damit der Fortfall des Fangspiegels. Weder habe ich bei Henry Paul etwas über Störungen durch Körperwärme gelesen, noch habe ich an meinen - inzwischen vier - offenen Teleskopen derartige Störungen wahrgenommen, es sei denn, ich hätte direkt in den Stahlengang hinein ausgeatmet. So etwas lässt sich aber - im Zweifelsfall - mit primitiven Mitteln (Mundschutz) verhindern. Nach Möglichkeit setze ich mich mit dem Laptop während der Aufnahmen nicht direkt unter das Teleskop. Vor einiger Zeit habe ich aber nach einem Schwenk des Teleskops meinen Sitzplatz nicht verlegt und saß direkt unter dem Trägerrohr. Aber selbst in dieser Situation konnte ich keine Verschlechterung des "Seeings" am Bildschirm beobachten. Vielleicht kann ja hier mal jemand ein Video posten, welches den anscheinend von vielen so gefürchteten Einfluss der Körperwärme am Teleskop demonstriert? Lieber Günther - Wenn Du Dein Vorhaben umsetzen willst, ein offenes Scope zu bauen, fände ich es in der Tat sehr spannend zu erfahren, welche Unterschiede Du gegenüber Deinen Instrumenten mit geschlossenen Tuben feststellen wirst. Gruß, Jan
Bearbeitet von Jan_Fremerey (25/01/2012 01:42)
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Hallo Jan, kommt denn dann das "Fremdlicht" unmittelbar vom Spiegel oder eher aus dessen Umgebung ins Okular? vom Hauptspiegel kann es ja nicht kommen. Der reflektiert ja nur Licht von der Öffnung im Hut auf den Fangspiegel. Licht, das von der Seite auf den Hauptspiegel fällt, gelangt nicht zum Fangspiegel. Es ist Licht aus der terrestrischen Umgebung, das direkt auf den Fangspiegel fällt, und sei es nur das gedimmte Netbook auf dem Stuhl daneben. Ähm, kann eigendlich nicht sein, da es aufgrund des Einfallwinkels auch nicht ins Okular gelangen kann. Dann muß es der Teil der Stangenbefestigung gegenüber des OAZs gewesen sein, die nicht geschwärzt ist. Muß ich bei Gelegenheit nochmal ausprobieren. Gruß Markus
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#888713 - 25/01/2012 09:10
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: helly]
Dann muß es der Teil der Stangenbefestigung gegenüber des OAZs gewesen sein, die nicht geschwärzt ist. Das würde ich auch vermuten. - Gruß, Jan
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#888729 - 25/01/2012 10:08
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: helly]
Hallo Markus,
das stimmt einfach nicht. Der Hauptspiegel hat keine ideale Oberfläche und erzeugt also selbst Streulicht. Das Streulicht von Objekten im Bildfeld ist unvermeidlich und nur durch bessere Oberflächenqualität zu reduzieren. Jenes aber was kunterbunt von überall her im offenen System auf den Spiegel trifft (und Dreck gibt's da auch noch, spätestens nach 10 Minuten) ist abschirmbar durch eine Socke, einen Tubus, etc.
Ich weiß nicht, wo dieser Denk-Kurzschluß herkommt.
Clear Skies Sven
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Hallo Sven, Der Hauptspiegel hat keine ideale Oberfläche und erzeugt also selbst Streulicht. Könntest Du das etwas präzisieren? In welchem Sinne ist die Oberfläche nicht iedal? und Dreck gibt's da auch noch, spätestens nach 10 Minuten) Also Dreck/Pollen/Fingerabdrücke sind wirklich das einzige, was ingendwie "hell" auf einem Spiegel ist. cs Kai
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#888755 - 25/01/2012 11:38
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: fraxinus]
Hallo Kai,
von der Theorie her muss ich Sven Recht geben. Wenn seitlich Licht auf den Hauptspiegl fällt wird dieser aufgrund seiner nicht perfekten Oberfläche (eine gewisse Rauhigkeit) dieses Licht diffus in alle Richtungen (auch zum Fangspiegel) streuen. Der bereits vorgeschlagene Test mit einer Tachenlampe sollte das schön zeigen.
In der Praxis muss das aber bei normalen Beobachtungsbedingungen kein Problem darstellen, da man eh versucht, möglichst im Dunkeln zu beobachten. Ein Problem sehe ich nur bei der Sonnenbeobachtung mit Baader-Folie....
LG Franz
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#888758 - 25/01/2012 12:02
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: helly]
Hallo Markus, ...vom Hauptspiegel kann es ja nicht kommen. Der reflektiert ja nur Licht von der Öffnung im Hut auf den Fangspiegel. Licht, das von der Seite auf den Hauptspiegel fällt, gelangt nicht zum Fangspiegel...
das gilt leider nur dann wenn der/die Spiegel klinisch sauber und die Reflexion selbst perfekt wären. Das ist aber praktisch nicht gegeben. Folglich sieht man die Spiegel im OAZ leicht aufgehellt, wenn irgendwelches Licht von der Seite drauffällt. Ein richtig dimensioniertert Volltubus mit wirksamer Schwärzung auch bei streifendem Lichteinfall wirkt daher insbesondere für die Beobachtung von lichtschwachen DS- Objekten merklich konstrastfördernd. Gruß Kurt
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#888783 - 25/01/2012 13:43
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: FranzP]
Hallo Franz, Ein Problem sehe ich nur bei der Sonnenbeobachtung mit Baader-Folie.... Im Gitterrohrtubus - ja! aufgrund seiner nicht perfekten Oberfläche (eine gewisse Rauhigkeit) Was habt ihr nur für Spiegel, ist ja grauenhaft  dieses Licht diffus in alle Richtungen (auch zum Fangspiegel) streuen. Genau! In alle Richtungen
Bleibt in Richtung Fangspiegel aber nicht viel übrig. Mag sein, dass man direkt unter eine Straßenlaterne ein Problem bekommt. Sowas kann ja immer irgendwie vermeiden. Ich kann mich jedenfalls erinern, Sachen wie Cassiopeia A bei voller Beleuchtung im Hinterhof gesehen zu haben. Also sooo schlimm kann's nicht sein. Was aber wirklich grandois stören würde, das wäre direktes Licht ins Okluar. cs Kai
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Hallo Sven, Ich weiß nicht, wo dieser Denk-Kurzschluß herkommt. der kommt daher, daß ich bei Fremdlicht eher an weiter entfernte Bauernhöfe denke, deren Licht bei horizontnäherer Beobachtung den Fangspiegel trifft, als an z.B. den Mond, der mir von der Seite auf den Hauptspiegel scheinen kann. Beim Mond habe ich eigendlich auch Bedenken, aber das eine mal bei Halbmond keine negativen Einflüsse feststellen können (die Spiegel waren nagelneu und blitzeblank; jetzt lieber nicht genau draufschauen), bei Sternen und weiter entfernter Zimmerbeleuchtung aber nicht, da viel zu schwach. Das Netbook aber könnte schon hell genug gewesen sein (war auch ein paar Monate später), damit dessen Licht - vom Fangspiegel gestreut - den Kontrast völlig in den Keller gingen ließ. Wie gesagt, ich muß es noch mal ausprobieren. Gruß, Markus
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#888835 - 25/01/2012 17:00
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: helly]
.... ich fasse nochmals für die (bzw. meine) Praxis zusammen:
1) DeepSky guck ich nur wenns gscheid Dunkel ist und auch nicht bei Mondschein, also keine Nachteile mit Gitterrohr
2) Sonnenbeobachtung nur mit Socke sinnvoll
Nochmals Danke für die rege Beteiligung!
LG Franz
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#889022 - 26/01/2012 10:45
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: Kurt]
... sieht man die Spiegel im OAZ leicht aufgehellt ... Hallo Kurt, wenn ich nachts unter freiem Himmel stehe, erscheint mir dieser stets heller als die Gegenstände am Boden, und der Horizont setzt sich als dunkle Silhouette vom Himmel ab. Kann das nicht eine Erklärung für Deine oben zitierte Beobachtung sein? Gruß, Jan
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#889055 - 26/01/2012 13:30
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: FranzP]
Hi Zusammen, ist ja nett, dass ihr das so auf die leichte Schulter nehmt, aber denkt doch mal realistisch und stellt fest, dass ihr mindestens eine Halbkugel voll aufgehelltem Himmel seht, eventuell noch mit "Objekten" drin und der Spiegel streut das diffus wieder auf eine Halbkugel - da sind wir mit "verteilt sich doch" schon wieder quitt. Dann noch lokale Gemeinheiten, Mond, Venus ... Na, und dann sieht man's halt, wenn man nicht wirklich einen bescheuert dunklen Beobachtungsort hat. Und wer hat den schon - bzw. und wer den hat sollte den nicht verallgemeinern. Viele Grüße & Clear Skies Sven
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#889056 - 26/01/2012 13:34
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: Kurt]
Hallo Kurt, das gilt leider nur dann wenn der/die Spiegel klinisch sauber und die Reflexion selbst perfekt wären. Das ist aber praktisch nicht gegeben. Folglich sieht man die Spiegel im OAZ leicht aufgehellt, wenn irgendwelches Licht von der Seite drauffällt. Ein richtig dimensioniertert Volltubus mit wirksamer Schwärzung auch bei streifendem Lichteinfall wirkt daher insbesondere für die Beobachtung von lichtschwachen DS- Objekten merklich konstrastfördernd. ich bin 100%ig deiner Meinung. Viele Grüße, Karsten
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... denkt doch mal realistisch und stellt fest, dass ihr mindestens eine Halbkugel voll aufgehelltem Himmel seht, eventuell noch mit "Objekten" drin und der Spiegel streut das diffus wieder auf eine Halbkugel - da sind wir mit "verteilt sich doch" schon wieder quitt. Hallo Sven, der von Dir gewählte herablassende Ton des "Experten" sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Objekte im optischen Einfangbereich der Spiegel und der Himmelshintergrund selbst an den Spiegeln nicht nur diffus gestreut sondern nach den Gesetzen der Optik reflektiert und somit einer konstruktiven Abbildung zugeführt werden. Ein aufgehellter Himmel erscheint deshalb auch im Okular oder auf dem Chip heller als die Silhouette des Horizonts. Gruß, Jan
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#889070 - 26/01/2012 14:17
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: yukons]
Hallo Jadran,
Schon ein recht niedriges Stück "Verblendung" deckt eben eine Menge Quadratgrad ab - also kann es einem je nach Standort reichen. Fotografisch kann man Streulicht auch nett abziehen (in Grenzen).
Clear Skies Sven
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Hallo Sven, ist ja nett, dass ihr das so auf die leichte Schulter nehmt, aber denkt doch mal realistisch und stellt fest,... Wie wär's mit einem Experiment, statt immer nur alles passend zurechtzudenken? Habe gerade einen Oberflächenspiegel in schräger Sonnenbeleuchtung mit etwas Abstand durch ein Papprohr beobachtet. Das Papprohr verhindert den Lichteinfall in direkter Reflexionsrichtung. Was soll ich sagen, der Spiegel wirkt deutlich schwärzer als schwarzer Samt. Ein Foto hab ich auch, kann man hier leider nicht gescheit einstellen. Das würde bedeuten, dass sichbare, geschwärzte Tubusteile mehr Streulicht produzieren als der Spiegel selbst. Zur Ausgangsfrage: Bei einem 8" Newton würde ich die Frage Volltubus oder Gitterrohr vorallem an Körperwärme und Tubusseeing festmachen. Gerade die Dinge, die ausgeschlossen wurden. Volltubus wäre unter Abwägung aller Einflüsse sympatischer. Bei größeren Newtons wäre es eindeutig die Gitterbauweise. Viele Grüße Kai
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#889074 - 26/01/2012 14:31
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: FranzP]
Sonnenbeobachtung nur mit Socke sinnvoll Hallo Franz, es geht auch ohne Socke, indem man nämlich das Sonnenschutzfilter am Eingang des Okularauszugs platziert - z.B. so . Gruß, Jan
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Hallo Jan,
huuuiii....
Also... Gesetzmäßigkeit: Je kleiner die Rauigkeitsstrukturen, desto größer ist deren Streuradius und desto geringer die Gesamtsumme des gestreuten Lichts. Das heißt glatt lohnt sich schon und da liegt der Vorteil vom Amateurspiegel und gemächlicher Politur - oder meinetwegen auch 25 Anläufen bis die Parabel passt. Dann ist das Ding sauglatt.
Weiteres gesetz: Nichts was Du visuell betrachtest, kann im Teleskop heller erscheinen, als mit freiem Auge. Das ergibt sich aus der Minimalvergrößerung die vom Irisdurchmesser des Beobachters vorgegeben wird. Da ein Teleskop durch die "Existenz optischer Flächen" auch Lichtverluste erleidet, kann man die Aussage erweitern zu: "Im Teleskop is' immer dunkler als draußen!" Auf dem Chip gilt was anderes! Jedoch, was Dir im Okular heller erscheint, dürfte nur der kräftigere Kontrast zwischen Feldblende(-nrand) und Himmelshintergrund sein im Vergleich zu Horizont und Himmelshintergrund am Horizont. Da liegt nämlich Dunst zwischen, der aufgehellt wird. Übrigens vom Streulicht...
Sorry, aber - is nunmal so. Licht kommt nicht aus der Steckdose - bei korrekter Bedienung.
Clear Skies Sven
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#889077 - 26/01/2012 14:40
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: fraxinus]
Hallo Kai,
es ist sehr leicht möglich, dass geschwärzte Tubusteile mehr Streulicht produzieren als der Spiegel. Ja, wenn ich mir den üblichen Mattlack so anschaue, dann sage ich: Natürlich, spar Dir den Beweis! Allerdings baut man Teleskope daher nach möglichkeit so, dass am Ende des Strahlengangs keine direkt beleuchteten schwarzen Flächen zu sehen sind. Selbst geschwärzte Linsenränder sollten idealerweise durch passende Linsen-Übergrößen abseits des Strahlengangs liegen. Schau Dir mal Blendenzeichnungen von Teleskopen an. Gerade beim Refraktor immer wieder gut zu sehen - und beim Spiegel nicht umgesetzt: Der Blick vom Okular aus fällt immer auf schwarze Flächen, die durch die Öffnung nicht beleuchtet werden können. Jedenfalls wenn der Tubusdurchmesser und die Blendenpositionierung sowie -anzahl stimmen.
Clear Skies Sven
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Hallo Jan, das ist aber nicht idiotensicher! Wenn man das Teleskop aus der Sonne dreht, brät man sonstwen! Ist vielleicht eher was für eine Kuppel - und zugegeben, denselben Mist kann man auch mit einem offenen Herschelkeil machen. Clear Skies Sven
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#889081 - 26/01/2012 14:47
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: FranzP]
Mich würde interessieren welche der beiden Bauformen nur unter dem Gesichtspunkt Tubusseeing ab besten abschneidet, ... Hallo Franz, diese von Dir eingangs gestellte Frage beantwortet sich ja eigentlich fast schon von selbst: Tubus-Seeing schließt man am besten aus, indem man gar keinen Tubus verwendet. Die Frage war hier offenbar inzwischen ein wenig "untergegangen" (worden). Andererseits finde ich die von Deiner Frage ausgelöste Diskussion durchaus interessant. Deshalb: Dank und Gruß, Jan
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Hallo Sven, es ist sehr leicht möglich, dass geschwärzte Tubusteile mehr Streulicht produzieren als der Spiegel. Ok, halten wir das mal fest. Und ich ging einen Schritt weiter: schwarzer Samt! Was Du Jan schreibts, das klingt irgendwie seltsam: Je kleiner die Rauigkeitsstrukturen, desto größer ist deren Streuradius und desto geringer die Gesamtsumme des gestreuten Lichts. In welcher Größenordnung sieht Du diesen Streuradius? Als Spiegelschleifer kann ich Dir versichern, dass ein Spiegel, dessen Teilflächen auch nur wenige Bogensekunden in die "falsche Richtung" zeigen, einige führende Nullen im Strehl hat. Das heißt glatt lohnt sich schon und da liegt der Vorteil vom Amateurspiegel und gemächlicher Politur - oder meinetwegen auch 25 Anläufen bis die Parabel passt. Dann ist das Ding sauglatt. Mit Verlaub, Du hast keine Ahnung! cs Kai
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#889090 - 26/01/2012 15:21
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: fraxinus]
Hallo Kai,
aaalso...
1. Samt: So schwarz ist Samt auch nicht - sonst würdest Du es ja nicht sehen. Du kannst aber Falten, Faserrichtung, etc. erkennen. Ergo ist das nicht schwarz.
2. Diese Aussage habe ich nicht nur von einem Feinoptiker sondern auch von einem 2. mündlich erhalten und sogar mein Lieblingsspiegeltester und dessen Lieblingskritiker finden diesen Punkt untereinander unstrittig: Der Anteil Streulicht wird mit feinerer Rauigkeit weniger, aber der Streuwinkel wird größer, zufälliger, diffuser. Es geht nicht um das, was für uns im Strehl abgebildet wird, denn den können wir nur makroskopisch festhalten. Es geht um Micro-Rauigkeit. Die kann man nur wegpolieren. Also da, wo noch ein Klotz aus zwei Atomen zuviel rumliegt, da wo die Alubedampfung aufgrund falscher Technik Kristalle aus ein paar Atömchen gemacht hat, all sowas. Das macht Streulicht!
3. Doch, da hab ich Ahnung: Amateurspiegel werden länger poliert als Industriefertigung. Der Amateur nimmt sich oft auch mehr Zeit, die Parabel genauer zu treffen. Es wird länger poliert (also "in Summe mehr") und dadurch wird der Spiegel im Micro-Bereich eben glatter. Jürgen Schmoll hat hier im Forum auch mal treffend was zum Thema "abpfeiffen" geschrieben, was noch vor der Politur Microstrukturen zu-"schlämmen" soll. Spielt alles in dieselbe Richtung. Dein Winkel mit Reflexionsgesetz und Bogensekunden kommt da gar nicht zum Tragen, weil das makroskopisch ist.
Sorry again, aber einfach mal informieren und dann von Ahnung sprechen. Hat mich auch gefuchst - hab ich gefragt und begriffen. Mach nach!
Clear Skies Sven
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Hallo Sven, Der Anteil Streulicht wird mit feinerer Rauigkeit weniger, aber der Streuwinkel wird größer, zufälliger, diffuser. Das ist in der Tat unstrittig. Du wolltest mir aber weißmachen, dass der Streuwinkel irgendwo im (mehrstelligen) Grad-Bereich liegt. (ganze Halbkugel...) Das ist nicht haltbar. Wir reden von Spiegeln und nicht von Beugungsgittern  Natürlich wirst Du argumentieren, dass sich dennoch ein paar Lichtquanten dorthin verirren, wenn es irgendwie schräg an einem Atombuckel abrutscht... egal. Zu dem Rest schreib ich nichts mehr. Wenn Du unbedingt Weisheiten über Amateurspiegel aus zweiter und dritter Hand zu besten geben musst, nur zu, ist Deine Sache. cs Kai
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#889133 - 26/01/2012 17:06
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: fraxinus]
Hallo Kai, Wir reden von Spiegeln und nicht von Beugungsgittern Ein ausgezeichneter Hinweis! Genau das ist ein guter Erklärungsansatz. Du wirst auch mit Buckelrutschen nicht weit kommen, dafür sind die Strukturen zu klein. Wenn Du der Meinung bist, dass Amateurspiegel eine größere Mikrorauigkeit haben als weniger lang polierte Industriespiegel, freue ich mich auf Begründungen, Messungen... Ansonsten würde ich davon ausgehen, dass eine längere Politur asymptotisch immer Näher an das Optimum des Substrats (oder jenem nach Bedampfung) heranführt. Clear Skies Sven
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Hallo Sven, Ein ausgezeichneter Hinweis! Genau das ist ein guter Erklärungsansatz. Du wirst auch mit Buckelrutschen nicht weit kommen, dafür sind die Strukturen zu klein.
Sorry, Du sprichst in Rätseln. Wenn Du der Meinung bist, dass Amateurspiegel eine größere Mikrorauigkeit haben als weniger lang polierte Industriespiegel,... Hör doch auf, mir irgendwelche Aussagen in den Mund zu legen... ... die ich dann auch noch begründen und vermessen soll. Hast Du schon mal irgendwas an einem Spiegel gemessen, ausser Durchmesser und Dicke? So, und nun isses wieder gut. Thema ist für mich durch. Sonst wird es noch peinlich für Dich und mich, ich höre schon die Chipstüten ploppen  Viele Grüße Kai
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#889154 - 26/01/2012 18:16
Re: Gitterrohr vs. Volltubus
[Re: fraxinus]
Hallo Kai,
dann interview doch einfach wen, den Du kennst und dem Du das nötige zutraust, sollte mich freuen. Vielleicht schreibst Du mal den Kurt an, der sich hier auch schon geäußert hat.
Clear Skies Sven
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