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Radfahrer Offline
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#892355 - 05/02/2012 19:15 Kleiner Leitfaden für Anfänger


Hallo,

aus den Fragen der Anfänger ersehe ich, dass es einige Dinge gibt, die absolut unklar sind. Mir ging es vor 3 Jahren ebenso.

Ich möchte das Pferd mal von hinten aufzäumen in der Hoffnung, dass Ihr eine Ahnung bekommt was Euch erwartet, wenn Ihr Teleskop X und Okular Y kauft.

Entscheidend für das, was Ihr sehen könnt, ist die Blende des Teleskops, also Brennweite geteilt durch Objektivdurchmesser. In Kurzform geschrieben z.B. f/6 oder f/10.

Objektivbrennweiten variieren von 400-2000mm, Okularbrennweiten von 3,5-50mm.
Selbstverständlich gibt es außerhalb dieser Grenzen auch noch einiges, das ist aber in der Regel dann mit einem Nachteil verbunden, z.B. Gewicht, Preis, Handlichkeit ect.

Die Okularbrennweite geteilt durch die Teleskopblende ergibt die Austrittspupille. Die sollte nicht kleiner sein als 0,7mm, andernfalls wird 1) das Bild zu dunkel und 2) das Bild unschärfer, weil eine sogenannte Leervergrößerung stattfindet. ( Wenn Ihr 40cm vor dem Fernseher steht, könnt Ihr auch nicht mehr Details erkennen als bei 1m Abstand ).
Bei einem f/10 Teleskop ist also ein 7mm Okular die sinnvolle untere Brennweite, bei einem f/6 4,2mm.
Daraus folgt dann die maximale Vergrößerung ( = Teleskopbrennweite/ Okularbrennweite ), z.B. bei einem Teleskop mit 100mm Öffnung und 1000mm Brennweite 143-fach. Hat das Teleskop 100/600 so ergibt das mit 4,2 mm Okularbrennweite ( AP = 0,7mm ! ) ebenfalls 143-fach. Die physikalisch sinnvolle Vergrößerung resultiert also allein aus der Öffnung und ist von der Teleskopbrennweite unabhängig.

Die obere sinnvolle Grenze der Okularbrennweite ist das 10-fache der unteren. Und hier fängt das Problem an. Es gibt kein 70mm Okular, aber sehr wohl ein 40er. Daraus resultiert aber das maximale Gesichtsfeld am Himmel.

Das scheinbare Gesichtsfeld des Okulars geteilt durch die Vergrößerung gibt das wahre Gesichtsfeld.
Bei unserem Beispiel also 1000/40 = 25-fache Vergrößerung.

Das scheinbare Gesichtsfeld (sGF) des Okulars geteilt durch die Vergrößerung = das wahre Gesichtsfeld (wGF) am Himmel.

Die sGFs reichen von 40° bis über 100°. 60° sollten es meiner Meinung nach schon sein (z.B. die Planetarys), 70° sind besser. Ergibt also z.B. 70:25= 2,8°. Zum Vergleich: der Daumen am ausgestreckten Arm deckt ca. 2° ab.

Nun kommen drei Wermutstropfen:
1) je größer das sGF desto teurer, größer und schwerer werden die Okulare. Das kann dann schon mal einige 100 Euro kosten und 1kg wiegen.
Schlimmer ist
2) das Brennweiten ab 35mm nur in 2“ Ausführung mit großem sGF möglich sind.
Bei 1,25“ Steckmaß ist das Rohr ( ein Okular ist sozusagen ein Rohr mit Linse ) einfach zu eng für ein großes Strahlenbündel. Bei 40mm ist das sGF bei 1,25“ nur max. 40°.
Rechnen wir: 40:25=1,6° , das sind recht wenig.

Teleskop 100/1000 mit 1,25“ Okular 1,6°
Teleskop 100/1000 mit 2“ Okular 2,8°
Teleskop 100/600 mit 1,25“ Okular 2,9°
Teleskop 100/600 mit 2“ Okular 4,7°

Fazit: ein f/10 Teleskop oder gar ein f/15 kann kein großes Feld zeigen, erst recht nicht mit 1,25“ Okularen, ein f/6 schon.

3)ein 2“ Okular allein reicht nicht. Wenn schon, dann muss der ganze Strahlengang mindestens 2“ haben, also Okularauszug, Blendrohr beim SC/Mak-Teleskop, Zenitspiegel ect.

Einen großen Ausschnitt am Himmel zu haben ist immer angenehm, für einige Objekte sogar nötig.
Am meisten braucht Ihr eine mittler Vergrößerung von 50 – 100 fach.
Die höchstmögliche Vergrößerung braucht Ihr für Planeten, enge Doppelsterne und mit Einschränkung am Mond.

Alle Teleskope durch die Ihr von hinten schaut – Refraktor, SC, Mac – brauchen einen Zenitspiegel oder ein Amici-Prisma. Letzteres zeigt ein seitenrichtiges Bild und ist doppelt so teuer wie ein Spiegel der bei hoher Vergrößerung ein Tick schärfer, aber seitenverkehrt abbildet. Insbesonders bei großen Himmelsfeldern und am Mond sind mir die seitenrichtigen Bilder lieber. Bei Sternhaufen und Planeten ist es mir egal.

Der einzige Filter den ich uneingeschränkt empfehle, ist der Sky-Glow /Mondfilter, auch Neodym-Filter genannt. Er schluckt wenig Licht ( ca. 1/3 ), dunkelt aber den Himmel nachts und in der Dämmerung spürbar ab, vergrößert den Kontrast am Mond deutlich ( Mare ), an den Planeten nur etwas.

Bleibt noch der Sucher. Die klassischen 6x30 und 8x50 Sucher sind wenig hilfreich und nicht sehr justierstabil. Ich empfehle ein kleines Fernglas, z.B. 8x30 mit 7° Gesichtsfeld, damit kann man den Himmel viel schneller abscannen. Wenn Ihr gefunden habt was Ihr sucht ist das Teleskop mit einem Leuchtpunktsucher schnell ausgerichtet.


Jetzt kommen die Dessous. smile

Als Anfänger erscheint einem eine alt-azimutale Montierung wenig komfortabel aber die Nachführung per Hand ist genauso intuitiv und einfach wie bei einem Fernglas. Außerdem ist sie bei gleicher Stabilität billiger als eine equatoriale Montierung .

Die equatoriale Montierung ( EQ3/EQ5/EQ6 ect. ), auch paralaktische oder Deutsche Montierung genannt hat den Vorteil, dass man nur eine Achse nachführen muss und selbst das von einem kleinen Motor übernommen werden kann. Dies erkauft man sich durch einige Nachteile. Die Montierung muss zumindest mit einem Kompass grob nach Norden ausgerichtet werden und man braucht Gegengewichte mit ca. dem gleichen Gewicht wie das Teleskop mit Zubehör, d.h. Ihr müsst doppelt soviel schleppen.

Bleibt noch das Stativ. Das kann nicht stabil und schwer genug sein, am besten aus Holz, das dämpft die Schwingungen am besten. Mit einem guten Holzstativ seid Ihr auf der sicheren Seite.
Noch ein Wort zu den Platten mit denen manche Stahlstative gespreizt und gleichzeitig die Montierung festgeschraubt wird. Die haben einige Löcher in denen man Okulare aufbewahren kann. Klingt gut, ist es aber nicht.
1)ist der Lochdurchmesser nur so groß, dass man die unteren Abdeckkappen abnehmen muss, so ist die Linse ungeschützt, kann beschlagen und die Kappe muss anderweitig aufbewahrt werden.
2)ist es fummelig in der Dunkelheit das Okular exakt senkrecht ins Loch zu stecken.
Besser sind Platten die weiter unten eingehängt werden, keine Löcher haben dafür aber einen Rand. Dort kann dann auch anderes Zubehör gelagert werden.


Diese kleine Abhandlung richtet sich wirklich nur an Anfänger und die bitte ich um Ihre Kritik. Hat Euch das geholfen, ist etwas unklar oder überflüssig?

Ein letzter Rat noch: öffentliche Sternwarten/Planetarien sind schön anzusehen, helfen Euch aber nicht bei der Entscheidungsfindung. Auf Astromessen wird man von der Anzahl der Instrumente erschlagen, ausführliche Beratung wird man dort nicht finden. Am besten finde ich den Besuch bei Astrofirmen am Tag der offenen Tür. Die Auswahl ist groß genug um sich von manchem Traum zu verabschieden wenn man die Dinge persönlich angefasst hat und Ansprechpartner findet man auch.
Mit einem Hobbyastronomen nachts auf Tour gehen hilft Euch, den Himmel kennenzulernen und zu sehen, was mit dessen Teleskop geht und was nicht.

Gruß Uwe

hoch
copernicus Offline
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#892371 - 05/02/2012 19:48 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: Radfahrer]


Hallo Uwe,

ich bezweifle, dass deine Abhandlung einem Einsteiger hilfreich ist, im Gegenteil. Es sind einige Ungereimtheiten darin.

Mit "Objektivbrennweiten" meintest du bestimmt Teleskopbrennweiten. Spiegelteleskope haben kein Objektiv.

Die Leervergrößerung tritt bereits bei einer Vergrößerung ein, die dem Öffnungsdurchmesser in Millimeter entspricht. Darüber werden keine weiteren Details physikalisch aufgelöst, sie erscheinen nur größer und ggf. deutlicher. Der von dir veranschlagte Weet (AP = 0,7mm) wird für Planeten empfohlen, da er einen sinnvollen Kompromiss zwischen Abbildungsgröße, Beugungsunschärfen und Kontrast darstellt. Das entspricht auch meiner Erfahrung am Planeten.

Wie willst du bzw. ein Einsteiger es realisieren, ein größeres Fernglas als Sucher zu verwenden? die 8*50er gelten als guter Standard, sie ermöglichen eine sehr gute Orientierung a, Himmel. Oder gibt es ein Zubehörteil zur Montage, das ich nicht kenne?

Gerade Sternwarten gelten als DIE Anlaufstelle für angehende Hobbyastronomen, da man sich hier verschiedene Geräte markenunabhängig ansehen kann. Hier schwimmst du leider völlig gegen den Strom. Man könnte bei diesem Punkt den Eindruck bekommen, dass dieser Post von einem Händler stammt, der einen Tag der Offenen Tür veranstaltet. Sorry, aber so kommt es mir vor.

CS und VG Christian


Bearbeitet von copernicus (05/02/2012 19:49)
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Christian Leu
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hoch
Radfahrer Offline
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#892392 - 05/02/2012 20:21 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: copernicus]


Hallo Christian,

1) ja, ich meinte Teleskopbrennweiten.
2) ich will die Anfänger animieren, selbst ein wenig zu rechnen um sie von den unrealistischen Vergrößerungen abzubringen mit denen oft geworben wird.
3) ich empfehle KEIN größeres Fernglas sondern ein KLEINES mit AP 3-4mm
4) in der Sternwarte die ich besucht habe, war ein 100er Tak und ein 12er SC, wahrlich nichts für Anfänger.
5) ich bin Chemiker und habe mit dem Astrohandel nichts am Hut. Ich gebe nur die Erfahrungen weiter, die mir persönlich geholfen haben.

Gruß Uwe

P.S. Ich meinte, das Fernglas nicht ALS Sucher zu verwenden, sondern freihand damit den Himmel abzuscannen.


Bearbeitet von Radfahrer (05/02/2012 20:23)

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Sodiac Offline
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#892417 - 05/02/2012 21:04 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: Radfahrer]


Hallo zusammen,

ich finde die Idee eine Einsteigerleitfadens eignetlich TOP, aber mir ist auch etwas aufgefallen:

Ich dachte immer entscheidend für das WAS wir sehen können ist die Öffnung! Das Öffnungsverhältnis spielt eher eine Rolle bei der Fotografie (Belichtungszeit) und wie du (Uwe) schon geschrieben hast, bei der minimal sinnvollen Vergrößerung! Wobei man auch das nich pauschal sagen kann, da es auf den Anspruch ankommen und vor allem, was man am häufigsten Beobachten möchte. Bei Planeten und Mond und auch den kleinen DeepSky-Objekten ist es gar nicht schlimm, ein Öffnungsverhältnis von f/10 eines SC zu haben, bei Widefield-Beobachter sieht es schon wieder anders aus, da ist ein kleiner APO mit f/6 erheblich besser geeignet.

Anfänger von unrealistischen Werbe-Vergrößerungen abzubringen finde ich gut! Teleskop-Öffnung im mm = max sinnvolle Vergrößerung sollte als Faustformel jedem Einsteiger reichen.

Eine Sternwarte, unabhängig der Primäroptik zu besuchen hat trotzdem eine Menge Vorteile, denn man kann schon mal sehen, was eine gewisse Vergrößerung zeigen kann, und was nicht! Zumal sich an vielen kleineren Sternwarten auch eine Menge Hobby-Astronomen herumtreiben, die nicht selten auch ein eigenes Gerät im Gepäck haben, oder aber den Kontakt zu ortsansässigen Vereinen herstellen können. Dort ist man meiner Meinung nach erheblich besser aufgehoben als bei einem Tag der offenen Tür, denn auch dort werden "nur" die eigenen Produkte umworben...

Gruß Markus

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antaresxt Offline
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#892423 - 05/02/2012 21:11 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: Radfahrer]


Hallo Uwe,
Du hast nach Kritik gefragt, also sag ich was dazu.
Dein "Leitfaden" ist zwar gut gemeint, aber so gut wie überhaupt nicht „anfängertauglich“.
Eine gute Anfängereinführung muss wohl etwas langsamer angefangen und mit vielen Bildern illustriert werden. Wenn man neu in der Astronomie ist, hat man so gut wie keine Ahnung und sieht die Maximalvergrößerung als einziges Kriterium, leider.
Es ist viel zu viel auf einmal, ein Anfänger kann mit Ausdrücken wie Austrittspupille, Leervergrößerung usw. gar nix anfangen. Und die meisten wollen auch gar nicht irgendwas rechnen, schon gar nicht in der Art wie angegeben.

Es wäre produktiver dafür eine Artikelserie mit 10-20 Artikeln zu starten – keine leichte Aufgabe. Aber es gibt ja Bücher.
Die Tipps und Erfahrungen sind zwar in Ordnung, aber sie sind schon eher was für einen etwas Fortgeschrittenen, ein Teleskoperstkäufer sieht da nicht durch.
Auch widerspiegelt es eine persönliche Meinung wieder, mit der ich z.B. nicht überall ganz konform gehe. zwinker
Am besten ist es m.M. wohl, gemeinsam mit einem Anfänger beobachten und die Dinge am Gerät und Himmel erklären.
Ich hätte den Thread auch anders betitelt, z.B. „Meine Erfahrungen als Anfänger“ - denn wir haben alle unsere Erfahrungen gemacht und es ist absolut interessant die verschiedenen Meinungen zu hören bzw. lesen und dann natürlich ausgiebig zu diskutieren smile

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copernicus Offline
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#892445 - 05/02/2012 21:55 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: antaresxt]


Hallo,

@ Markus,
mit dem, was man mit welchem Öffnungsverhältnis sehen kann, war wohl gemeint, welche Objektklassen von welchem Öffnungsverhältnis besonders gut dargestellt werden, z.B. Planeten mit langsamem und großflächige Nebel mit schnellem Öffnungsverhältnis.

@ Uwe,

das mit dem Fernglas habe ich offenbar leider falsch verstanden.

Ich muss mich auch für das mit dem Astrohändler entschuldigen, aber solche Formulierungen wie in deinem letzten Absatz weren hier aufgrund unlauterer Werbungen "durch die Blume" leider oft missinterpretiert.

Dem Vorschlag mit der Artikelserie kann ich nur zustimmen. Ich hatte selbst mal versucht, alles Wesentliche in einem Website-Artikel unterzubringen. Das Ergebnis war, dass ich mehrere Artikel startete, die heute eine eigene Website bilden. Du siehst, es ist eine Menge "Holz", wenn es einsteigergerecht sein soll.

CS und VG Christian


Bearbeitet von copernicus (05/02/2012 21:56)
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Christian Leu
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Radfahrer Offline
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#892450 - 05/02/2012 22:08 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: antaresxt]


Hallo,

ich merke schon, gut gemeint ist das Gegenteil von gut.

@Markus

Was wir sehen können ist ein Zusammenspiel von Öffnung UND Brennweite.
Darauf wollte ich hinaus. Ein 12" als SC bringt´s als Anfänger auch nicht.

@antaresxt

Bücher, ich liebe Bücher ( mein Opa war Lektor ).
Die Anfängerbücher für Astronomie erzählen einem alles, aber hinterher ist man auch nicht schlauer. Das ist wie beim Erstklässler der die Buchstaben gelernt hat aber deshalb noch lange nicht die " Zeit " oder den " Spiegel " lesen kann.

Wichtig ist, das man verschiedene Geräte mal angesehen und am besten in der Hand gehabt hat. Wo und wie muss jeder selbst entscheiden, meine Meinung dazu habe ich gesagt.

Gruß Uwe

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helly Offline
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#892487 - 06/02/2012 01:02 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: Radfahrer]


Hallo Uwe,

> Entscheidend für das, was Ihr sehen könnt, ist die Blende des Teleskops, also Brennweite geteilt durch Objektivdurchmesser. In Kurzform geschrieben z.B. f/6 oder f/10.

genau anders rum: die Blende (das Öffnungsverhältnis) errechnet sich aus Öffnung dividiert durch die Brennweite.

> Die Okularbrennweite geteilt durch die Teleskopblende ergibt die Austrittspupille.

Okularbrennweite geteilt durch Blendenzahl, nicht Blende. Mit der Blende wird die Okularbrennweite multipliziert, um auf die AP zu kommen.
Besonders für Anfänger sollten auch solche Dinge korrekt widergegeben werden.

Gruß,
Markus

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tommy_nawratil Offline
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#892497 - 06/02/2012 06:30 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: helly]


Hallo

sorry wenn ich das so direkt formuliere: das oeffnungsverhaeltnis ist nicht in erster linie entscheidend fuer das was man sieht. sondern zu aller erst und ahch zh allerzweit und zu allerdritt die

OEFFNUNG

je dicker desto besser und desto mehr ist zu sehen: einfachste regel fuer einsteiger!

Alles andere kommt hinterher. dann scheiden sich die geister. aber lassen wir doch bitte den einen entscheidenden fakt wenigstens unangetastet. Ich kann prima planeten beobachten mit meinem f/5
newton und Auch grossflaechig galaxien anschauen. das geht. man braucht nur ein kurzbrennweitig okular.

Wollte eigentlich ruhe geben im urlaub aber das geht zu weit!
Mist handytastatur. Sorry.

Lg tommy


Bearbeitet von tommy_nawratil (06/02/2012 06:33)
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Sodiac Offline
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#892515 - 06/02/2012 09:04 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: Radfahrer]


Hallo Uwe,

gut gemeint ist gut gemeint, kann aber zu Verwirrungen führen!

Original geschrieben von: Radfahrer
Hallo,
Was wir sehen können ist ein Zusammenspiel von Öffnung UND Brennweite.
Darauf wollte ich hinaus. Ein 12" als SC bringt´s als Anfänger auch nicht.


Warum bringt der 12"er nichts? Ein Hobbyastronom, der sich seit Jahr und Tag mit unserem Sonnensystem beschäftigt und nun endlich die Früchte seiner täglichen Arbeit genießen will (sein erstes Teleskop kaufen) kann meiner Meinung nach sehr wohl zu einem 12"er SC greifen. Warum auch nicht? Wenn das Geld eine sekundäre Rolle spielt und man keinen 12" Newton haben möchte, weil das ein RIESEN-Klopper ist, warum dann nicht zu einem SC greifen (wobei auch der schon sshr gross ist!)?

Selbst mit der Brennweite von 3m lassen sich bei gut eingestelltem Sucher alle sichtbaren Planeten locker finden, da brauchts nicht mal GPS und GOTO ( Sonne und Mond sowieso!).

Nicht umsonst sieht jede Einsteigeranfrage hier im Forum anders aus... Der eine will mobil sein, der andere plant direkt die eigene Gartensternwarte und wieder ein anderer will hin und wieder auch mal Fotografieren. Natürlich ist ein 8" Dobson oder auch der 130/900 auf EQ- Montierung immer ein guter Tip, wenn man noch nicht weiss, wie die Reise tatsächlich hingehen soll, aber generell die großen/teuren Geräte als "untauglich für Einsteiger" abzustempel kann auch keine Lösung sein!

Gruß Markus

edit sagt:
Original geschrieben von: Radfahrer

Wichtig ist, das man verschiedene Geräte mal angesehen und am besten in der Hand gehabt hat. Wo und wie muss jeder selbst entscheiden...


Das kann ich nur voll und ganz unterstreichen!!


Bearbeitet von Sodiac (06/02/2012 09:04)

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copernicus Offline
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#892558 - 06/02/2012 11:50 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: Sodiac]


Hallo Markus,

Original geschrieben von: Sodiac
...oder auch der 130/900 auf EQ-Montierung immer ein guter Tip...


wenn auf den verbauten Kugelspiegel hingewiesen wird, das tut meines Wissens nach nur ein Händler.

Deshalb ist der Newton nicht ganz beugungsbegrenzt, auch wenn einige Erfahrungsberichte ihm eine gute Abbildungsqualität attestieren. Kann ich mir aber in Anbetracht der Umstände nicht wirklich vorstellen.

CS und VG Christian


Bearbeitet von copernicus (06/02/2012 11:51)
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KaStern Offline
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#892584 - 06/02/2012 13:30 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: Radfahrer]


Hallo Uwe,

oha, da erhebe ich Einspruch.

Antwort auf:
Entscheidend für das, was Ihr sehen könnt, ist die Blende des Teleskops, also Brennweite geteilt durch Objektivdurchmesser. In Kurzform geschrieben z.B. f/6 oder f/10.


Entscheidend ist in erster Linie die Öffnung des Teleskopes.

Antwort auf:
Das scheinbare Gesichtsfeld (sGF) des Okulars geteilt durch die Vergrößerung = das wahre Gesichtsfeld (wGF) am Himmel.


Leider berücksichtigt deine Berechnungsweise nicht daß die Okulare
zum Teil erheblich verzeichnen, zumeist kissenförmig.
Das scheinbare Gesichtsfeld eines Nagler beträgt um 82°,
aber das tatsächliche Gesichtsfeld SG entspricht nur dem SG
eines verzeichnungsfreien Okulares von um 68° SG (!)

Bei vielen weiteren WW-Okularen sieht es ebenso aus.
Wenn man das tatsächliche Gesichtsfeld errechenen möchte
muß man das über den FeldblendenDurchmesser des Okulares
mit Hilfe der arctan-Formel und unter Berücksichtigung
der Teleskopbrennweite tun.

CS,Karsten
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Radfahrer Offline
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#892657 - 06/02/2012 17:27 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: KaStern]


Hallo Karsten,

Original geschrieben von: KaStern


oha, da erhebe ich Einspruch.

Entscheidend ist in erster Linie die Öffnung des Teleskopes.



ja und nein. Formal hast Du recht, aber mein Beitrag ist für Anfänger bestimmt und ich schreibe wider den Öffnungs- und Vergößerungswahn.

Bevor ein Anfänger die Spiralarme einer Galaxie sieht braucht es mehr als ein großes Teleskop.Sonst empfiehlt jemand einen 10" und weil überall die max. Vergrößerung mit 2xD angegeben ist glaubt der dann, er könne Jupiter mit 500-facher Vergrößerung anschauen. Dass das dann so gar nicht gelingen will versteht er nicht.

Bei den Gesichtsfeldern habe ich mit 70° sGF gerechnet, da verzeichnet nichts.

Ich persönlich empfehle Anfängern wGF vor Öffnung/Vergrößerung.

Andromedagalaxie und Planeten sind zwei Extreme die schwer mit einem Teleskop zusammengehen.

Christian hat mich da richtig verstanden.

Gruß Uwe

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Terrorernie Offline
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#892672 - 06/02/2012 17:52 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: Radfahrer]


Original geschrieben von: Radfahrer


ja und nein. Formal hast Du recht, aber mein Beitrag ist für Anfänger bestimmt und ich schreibe wider den Öffnungs- und Vergößerungswahn.



...aber nur weil Du "wider" irgendetwas schreibst, heißt es doch nicht dass es richtig ist was Du schreibst!

Dein Artikel vermittelt dem geneigten Leser ein m.E. falsches Bild von der Abhängigkeit von 'was man hat' und 'was man sieht'!

Und ein wesentliches Kapitel - dunkler Beobachtungsstandort - ist gar nicht angesprochen worden (außer mit dem Hinweis, dass ein Filter schon helfen kann). Egal ob f/6 oder 10" - ohne dunklen Himmel und dunklem Beobachtungsstandort sieht man (bei gutem Wetter und Seeing) mit beiden nicht viel zwinker

Aber mach weiter!!! Ich finde es klasse, dass Du dich so mit dem Thema auseinadersetzt. Vielleicht ist der Rat das "Ganze" in kleine Pakete aufzuteilen nicht schlecht udn hilft Dir sich noch intensiver mit den Faktoren zu beschäftigen.

Also, weiterhin viel Erfolg,

Ernie
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tommy_nawratil Offline
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#892870 - 07/02/2012 06:41 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: Terrorernie]


Hallo uwe

aber du schreibst "entscheidennd fuer das was ihr sehen koennt ist die blende"

und nimmst damit ohne beleg in anspruch dass das eine allgemeingueltige erwiesene grundtatsache ist.

Damit liegst du leider vollkommen falsch und traegst zur verwirrung der einsteiger bei.

Deine guten absichten und deine erfahrunhen in ehren aber sowas soll man nicht so unbedarft schreiben. nur weil man selber gegen einen "oeffnungswahn" ist. das ist schlicht eine physikalisch bedingte grundtatsache. Mit 20cm oeffnung sieht man mehr als mit 10cm.

Ausser wenn der deckel drauf ist.

Und dann gleich mit okularen fuer ein paar hundert euro weitermachen. schoene aussichtn fuer anfaenger.

Okulare mit 70 grad sgf zb erfles verzeichnen sogar ziemlich stark uebrigens. mir scheint du solltest dich erst mal selber informieren bevor du tipps abgibst die nur jene zu interpretieren wissen die sich gut aiuskennen.
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tommy_nawratil Offline
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#892871 - 07/02/2012 06:45 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: Terrorernie]


Hallo uwe

bitte nicht uebel nehmen wenn ich sowas lese muss ich einfach laut geben.

Gute und klare nacht
tommy
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alexw231 Offline
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#892885 - 07/02/2012 08:26 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: tommy_nawratil]


Guten Morgäähn miteinander,

also irgendwie finde ICH diesen Thread (ich meine den Anfangspost) für Anfänger nicht so hilfreich...

Da geht es anfangs um Blende (dieser Begriff kommt doch eher aus der Fotographie, oder?), dann ein kurzer Abstecher zu Okularbrennweiten mit Erklärung der Austrittspupille und Vergrößerung, anschließend wird das scheinbare und wahre Gesichtfeld erwähnt, dann folgen wieder allgemeine Erläuterungen zum Unterschied Reflektor / Refraktor mit darauffolgender Filterempfehlung und abschließend wird noch ein Fernglas und ein Leuchtpunktsucher zum Auffinden der gewünschten Objekte empfohlen.
Nun folgen noch Hinweise auf Montierungen und Stative.
Das ganze im großen und ganzen im Fließtext durchmischt mit ein paar Zahlen und mathematischen Zusammenhängen.
gruebel

Sorry, aber irgendwie ist das in meinen Augen für Anfänger nicht so sehr geeignet...
Hab das gestern mal nen Kumpel (Elektrotechnikingenieur und keine Ahnung von Astronomie) lesen lassen und der hat nur gemeint:
"...Häää?..."

Bitte nicht falsch verstehen, die Idee an sich ist gut und von Dir ambitioniert aufgegriffen worden, nur sollte man dies nicht in einem bald im Archiv verschwindenden Thread tun und zudem auch nicht unterschiedliche Wissensniveaus vermischen.

Vielleicht macht es doch eher sinn, so ne Art Online-Workshop zu bilden, bei dem man sich gemeinsam auf einen Leitfaden einigt und diesen dann unter astronomie.de einstellt.
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Gruss und CS,
Alex

Wer seinen Blick zwanghaft auf das Unvollkommene richtet, wird zwangsläufig depressiv.
(Andreas Tenzer)

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Sodiac Offline
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#892920 - 07/02/2012 10:43 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: Radfahrer]


Original geschrieben von: Radfahrer

... mein Beitrag ist für Anfänger bestimmt und ich schreibe wider den Öffnungs- und Vergößerungswahn.


Das macht die ganze Sache aber nicht richtiger! Ein 90/900 Refraktor wird dir nicht das zeigen, was z.B. ein 8" SC zeigt! Beide haben das gleiche Öffnungsverhältnis, wobei auch das Äpfel mit Birnen vergleichen ist, da der Refraktor nicht von Obstruktion betroffen ist... Ganz nebenbei, finde ich, hat es wenig mit Wahn zu tun, einem Einsteiger ein 8" Dobson oder wegen meiner auch einen 10"er zu empfehlen, sofern die Anfoderungen passen! Die Geräte zeigen das, was vor einiger Zeit nur wenigen Vorbehalten war, zu einem moderaten Preis.

Original geschrieben von: Radfahrer

Sonst empfiehlt jemand einen 10" und weil überall die max. Vergrößerung mit 2xD angegeben ist glaubt der dann, er könne Jupiter mit 500-facher Vergrößerung anschauen. Dass das dann so gar nicht gelingen will versteht er nicht.


Aus deinem Eingangspost wird aber auch nicht deutlich, warum das eventuell nicht funktioniert! Bei gutem Seeing und dunklem Beobachtungsstandort sollte das machbar sein, nur ist meist das Seeing nicht ausreichend gut um nicht ins Leere zu vergrößern, dass es gar nicht gelingen sollte, ist aber auch "leicht" übertrieben. Wenn man nicht schon mit 500facher Vergrößerung versucht Jupiter zu finden, stellt auch ein Einsteiger schnell beim Okularwechsel fest, dass seeingbedingt 250fach besser ausschaut als 500fach. Spätestens bei einem Blick hier in´s Forum wird dann auch klar, dass es vermutlich am Seeing lag und nicht am Teleskop.

Original geschrieben von: Radfahrer

Andromedagalaxie und Planeten sind zwei Extreme die schwer mit einem Teleskop zusammengehen.

Christian hat mich da richtig verstanden.


Verstanden habe ich dich auch so! Es kommt immer darauf an, WAS jemand beobachten möchte und danach sollte dann neben aller möglichen anderen Randbedingnungen eine Empfehlung erfolgen. Häufig kommt die Anforderung gut am Planeten und Mond und da kommen ganz andere Geräte in´s Rennen als z.B. bei der Anforderung Planetarische Nebel oder DeepSky!

Gruß Markus

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juristicus Offline
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#892924 - 07/02/2012 11:07 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: Sodiac]


Hallo,

Original geschrieben von: Sodiac
Ganz nebenbei, finde ich, hat es wenig mit Wahn zu tun, einem Einsteiger ein 8" Dobson oder wegen meiner auch einen 10"er zu empfehlen, sofern die Anfoderungen passen! Die Geräte zeigen das, was vor einiger Zeit nur wenigen Vorbehalten war, zu einem moderaten Preis.


ich glaube, dass das manchmal ein Problem in der Beratung ist. Ein Einsteiger von Damals hat sich die Finger bis zum Ellenbogen abgeleckt für einen 114er Newton und kann heute eventuell nicht nachvollziehen, warum man nicht gleich zu 8" greift, der -gemessen an den alten Preisen- für nen Appel und n' Ei zu haben ist. In manchen älteren Beratungen hatte ich schon den Eindruck, dass in diese Richtung beraten wurde und man soz. seine Kindheitsträume über Anfänger verwirklicht. Oft sind da, worauf Markus hinweist, die Anforderungen aus den Augen verloren worden. Aber das nur am Rande.

Was ich mir bei diesem Thema (als nahezu noch Anfänger) denke: Warum muss hier das Rad neu erfunden werden? Es gibt genug Einsteigerseiten, die man hier verlinken kann, das bringe ich nie in einen Thread rein. Meine Lieblingsseite ist z.B. die hier: http://www.hobby-astronomie.com/beobachtung.html (und ja, ich werde nicht müde, immer wieder darauf zu verlinken laugh )

Hat alles drin, was der Einsteiger braucht und wissen MUSS. Diese nur exemplarisch für etliche weitere Seiten, die ich persönlich aber von der Übersichtlichkeit und Lesbarkeit nicht ganz so gut finde (ich vermeide den Ausdruck designtechnische Totalentgleisung, letztlich kommt es ja auf den Inhalt an zwinker ).

Viele Grüße
Markus
_________________________

hoch
watkin Offline
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#892930 - 07/02/2012 11:30 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: juristicus]


Leitfaden hin oder her ...

Es gibt doch schon zahlreiche (vielleicht schon zu viele), sehr gut ausgeführte Einsteigerseiten und -artikel auf die in Beratungsthreads oft verwiesen wird. Warum also das Rad neu erfinden?
M.E. lesen die wenigsten Einsteiger diese Artikel ausführlich, und so wird es auch mit einem weiteren "Leitfaden" geschehen.

Btw.: Warum sollten sie auch?
Für die in den Einsteigertreads immer wieder gleichen Fragen, finden sich immer ausreichend "Dumme" (ich schließe mich da ein), die sie beantworten, obwohl erkennbar ist, dass Suchfunktion, Google und die geposteten Links geflissentlich ignoriert wurden.
Warum also selbst essen, wenn sich andere darum kloppen einem die Suppe in den Mund zu löffeln?
Ein weiterer Leitfaden wird daran nichts ändern.

Mein Resümee: vergebene Liebesmüh.
_________________________
CS
Chris

Wer behauptet "Das geht nicht!", sollte nie jemanden stören, der es gerade tut.

hoch
Sodiac Offline
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#892941 - 07/02/2012 12:12 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: juristicus]


Hallo,

Original geschrieben von: juristicus


ich glaube, dass das manchmal ein Problem in der Beratung ist. Ein Einsteiger von Damals hat sich die Finger bis zum Ellenbogen abgeleckt für einen 114er Newton und kann heute eventuell nicht nachvollziehen, warum man nicht gleich zu 8" greift...


genau! Da liegt der Hase im Pfeffer begraben. Einen 8" Dobson bekommt man schon für unter 400 € und 6" um 250 €. Wenn einem angehenden Hobby-Astronomen die Illusion der Wohnzimmerastronomie (das Teleskop ist ein Möbel und wenn ich Lust habe schau ich mal zum Fenster raus) genommen wurde, dann sind das Summen, die ich für den Einstieg in ein Hobby nicht als überzogen erachte.

Wenn ich mir so den Deepsky-Reiseführer mit seinen ganzen Zeichnungen und Instrumentenangaben anschaue, dann ist eigentlich jedes dieser Objekte mit einem 6" f/5 Newton gut zu erreichen. Es muss nicht unbedingt ein 8" sein und auch nicht unbedingt eine dt. Montierung , aber mit diesen Geräten macht Astronomie selbst im dunken Vorstadtgarten schon sehr sehr viel Spass! Und darauf sollte es ankommen. Ein Einsteiger sollte verdammt viel Spass dabei haben, wenn er das erste Mal durch das Okular schaut. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, welch Glücksgefühl sich breit gemacht hat, als ich mit meinem ersten Teleskop vom Mond (der war schon phänomenal gross) auf Saturn geschwenkt (o.k. es war eine Reise mit Umwegen) habe und dann auch noch die Ringe sehen konnte! Das ging und geht zweifelslos immer noch mit 130/1000 Newton auf Wackelmonti und mit RA-Motor sogar recht komfortabel, die Frage ist halt nur, ob ein 8" Dobson für das gleiche Geld nicht doch das geeignetere Instrument sein kann...

CS Markus


Bearbeitet von Sodiac (07/02/2012 12:13)

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copernicus Offline
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Beiträge: 943
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#892960 - 07/02/2012 13:15 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: Sodiac]


Hallo zusammen,

oft ist es in der Tat so, dass viele die oft mühe- und liebevoll konzipierten Einsteigerseiten nicht lesen oder für eine Beratung keine Geduld haben. Meine Erfahrungen als Webmaster sind z.B. die folgenden:

Immer wieder bekomme ich auf die Kontaktadresse meiner Einsteiger-Seite Fragen gestellt, die auf der Website im Prinzip beantwortet werden. Natürlich beantwortet man diese, dann auch mit einem Link zur entsprechenden Unterseite.

Oder:

"Ich habe Ihre Website gelesen. Können Sie mir als erfahrener Amateurastronom ein Teleskop empfehlen?"

In der Antwort erfrage ich die Rahmenbedingungen (Beobachtungsplatz, Fahrzeug, evtl. schon vorhandene Erfahrungen und equpimkent wie Fernglas, ggf. Vorlieben etc., die für eine Wahl eines passenden Teleskops nötig sind), um eine seriöse Empfehlung abzugeben. Dann kommt oft keine Antwort mehr. So ernst kann das Interesse dann offenbar doch nicht sein, oder der Einsteiger ist mit sowas zu ungeduldig.

Ich würde für das Forum folgendes als ggf. sinnvoll erachten:

Ganz oben in die entsprechenden Foren-Listen könnte man einen Thread mit entsprechendem Titel permanent fixieren, in den die Webmaster Ihre Einsteigerseiten mit einer kurzen Schwerpunktbeschreibung verlinken. Da würden ggf. viele Fragen von vornherein beantwortet werden, vorausgesetzt, der Interessent liest das.

Ich würde nicht sagen, dass es "zu viele" Einsteigerseiten gibt. Es ist doch wie mit Büchern: Jeder hat seinen eigenen Stil, den er am besten versteht und mit dem er am besten klar kommt. Und solche, die auf persönlichen Erfahrungen basieren, kann man ja im Prinzip nie genug haben. zwinker

CS und VG Christian


Bearbeitet von copernicus (07/02/2012 13:15)
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Christian Leu
www.AstroPlatz.de
www.hobby-astronomie.com
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loginov Online   content
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#893064 - 07/02/2012 18:11 Re: Kleiner Leitfaden für Anfänger [Re: juristicus]


Hi Markus,

leider habe ich auch bis heute gebraucht, um über deine verlinkte Spitzenseite für Anfänger zu stolpern. Insofern: verlinke bitte bitte stets weiter auf diese Seite... Gut gemachte Einsteigerinformationen, auf denen Newbies hier im Forum dann etwas zielgerichteter aufbauen können!

Hobby-Astronomie.com

Gruß

Logi
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