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#892521 - 06/02/2012 09:24
Schrötertal am 05.02.'12
   
Hallo zusammen, gestern Abend habe ich mich mal bei gutem Seeing am Schrötertal mit den dazugehörigen Kratern Herodotus(rechts) und Aristarchus(links) versucht. Die Zeichnung entstand am 85/1900 Schiefspiegler bei 190-facher Vergrößerung. Leider musste ich die Zeichnung zum Hochladen komprimieren, was zu Lasten der Details geht. Hoffentlich sieht man noch was  Die Zeichnung entstand im Zeitraum von 21Uhr bis 22:30Uhr bei -16°C. Gruß, Stefan
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85mm f/22 Schiefspiegler auf ADM 100mm f/7 Refraktor auf ADM 250mm f/4,8 (Orion UK) Newton auf ADM
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Tolle Zeichnung Stefan! Schöne weiche Übergänge, plastische Darstellung der Krater und tolle Ausarbeitung der Rille. Mehr davon!  Alex
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#893105 - 07/02/2012 19:39
Re: Schrötertal am 05.02.'12
[Re: metal87]
Hallo Stefan,
als leidenschaftlicher Mondbeobachter gefällt mir Deine Skizze sehr gut. Nicht nur die zeichnerische Leistung (Hut ab) sondern auch die Umsetzung Deiner Beobachtung in die Skizze zeigt Deine Geduld in der Umsetzung in die dargestellten Details (besonders die sehr natürlich wirkende Grauschattierung).
Meine besondere Hochachtung, wenn ich die sibirische Kälte zum Beobachtungszeitpunkt berücksichtige. Ich habe ebenfalls am 5.02. das Schrötertal beobachtet und in der Kälte (-8°) gebibbert.
Eine "gefährliche" Frage an Dich: hättest Du die Details in deinem Refraktor oder Newton genau so gesehen wie mit dem Schiefspiegler?
Zusatzfrage: Ist Dein "Schief" ein Eigenbau?
Mein Vorsatz für 2012: Ich werde auch mal zum Bleistift greifen.
Jedenfalls würde ich mich über weitere Zeichnungen von Dir freuen!
Herzliche Grüße von
Sven
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Ich beobachte aus der Eifel mit 4"FH f13, C8 und Kutter 110 auf EQ6/FS2 mobil: Vixen GP/Berlebach Stativ und Eigenbausteuerung mit PIC16F628A
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Hallo Stefan,
gute Zeichnung, insbesondere die Krater oberhalb sind drauf. Bei Aristarchus sind die Kraterwände, ähnlich wie bei Copernicus, abgerutscht und sehen dadurch terassenförmig aus. Die hellen Flecken im Krater kommen gut raus. Die Zeichnung ist detailliert - da ich nur Sterne zeichne und vor dem Mond noch zurückschrecke (viele Details und Schattierungen) ziehe ich den Hut vor dem Ergebnis.
Erstaunlich, dass der 85mm Schiefspiegler bei 190fach noch so ein Bild liefert - ist AP doch bereits auf 0,44mm runter.
CS, Stefan
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#893205 - 07/02/2012 22:37
Re: Schrötertal am 05.02.'12
[Re: stefand]
Hallo an Euch drei, danke für eure lobenden Worte. Ob ihr es mir glaubt, oder nicht, dies war die erste Mondzeichnung seit ziemlich genau fünf Jahren. Eigentlich zeichne ich nur Galaxien, Sternhaufen und manchmal einen Planeten. Ist eben weniger aufwändig. Bei dem herrlichen Wetter letztes Wochenende kam dann mal, fast zwangsläufig, wieder spontan der Mond dran. Ich hab durch diese Zeichnung auch wieder die Lust an solchen Zeichnungen gewonnen. Eure Aufmunterung noch dazu, lässt mal bald wieder ein neues Ergebniss nachfolgen. Hallo Sven, die ein oder andere Schattierung hätte noch ein wenig genauer sein können, das Seeing hat da aber ein klein wenig was dagegen gehabt. Obwohl dieses an dem Abend ganz gut war. Sonst wäre die Zeichnung womöglich gar nicht entstanden. Mein ganz besonderes Augenmerk lag darauf, die Krater und anderen Erhebungen durch die Schattenwürfe so plastisch wie möglich darzustellen. Dass ist gar nicht mal so einfach...  Ich war aber selbst erstaunt, dass es so gut gelungen war. Bei dieser Ar...Kälte, hatte ich sogar zwischenzeitlich schon daran gedacht abzubrechen. Die Kälte kriecht irgendwann, trotz noch so warmer Kleidung überall durch. Aber Augen zu und durch...  Eine "gefährliche" Frage an Dich: hättest Du die Details in deinem Refraktor oder Newton genau so gesehen wie mit dem Schiefspiegler?
Zusatzfrage: Ist Dein "Schief" ein Eigenbau?
Mit dem Refraktor schwer zu sagen, hab am selben Abend den Mond mit diesem Gerät und einem 5mm Omegon LE beobachtet. Es gab eine brauchbare Abbildung, wäre auch möglich gewesen. Der Kontrast ist jedoch nicht so schön und das Bild ist irgendwie nicht so "ruhig", wie mit dem Schiefspiegler. Außerdem "verschmiert" der Farbfehler feine Details. Der Schief liefert ein sehr scharfes und klares Bild und zeigt gerade bei hohen Vergrößerungen eine sehr gute Leistung, trotz recht wenig Öffnung. Den Newton hatte ich gar nicht dabei. Das ist meine Lichtkanone für Deep-Sky. Außerdem bei der Kälte lange Auskühlzeit und Seeing-anfällig durch die große Öffnung. Dem "traue" ich aber allein schon wegen des schnellen Öffnungsverhältnisses und der geringen Fokustoleranz solche "entspannten" Abbildungen nicht zu. Das müsste ich jedoch erst mal durch einen Versuch beweisen. Vielleicht ist es auch anders.. Den "Schief" hatte ich mir extra für Planeten-, Mond- und Doppelsternbeobachtungen gebaut. Die anderen Teleskope verwende ich für diese Disziplinen fast gar nicht. Es hat sich aber in jedem Fall gelohnt. Eigentlich war es mal ein Experiment gewesen, "ob ich so was auch kann ?)". Die Spiegelfassungen habe ich von Gerd Neumann herstellen lassen, die Optik von Wolfgang Rohr rechnen lassen. Er kam auf einen Strehl von über 0,97. Die optischen Komponenten hatte ich nämlich schon, nur keine Daten. Die Spiegel entstammen ursprünglich einem Kosmos-Schiefspiegler, mehr weiß ich nicht. Hallo Stefan, Erstaunlich, dass der 85mm Schiefspiegler bei 190fach noch so ein Bild liefert - ist AP doch bereits auf 0,44mm runter.
Das finde ich auch erstaunlich. Man kann mit diesem Teleskop im Verhältnis zur Öffnung sehr hoch vergrößern. Das Bild ist immer noch angenehm hell, sehr scharf und kontrastreich, wenn das Seeing es zulässt. Ich hatte ein 10mm Speers im Einsatz. Mit diesem Okular hat man außerdem ein schön größes Gesichtsfeld zur Verfügung. Entspannte Beobachtungen im hohen Vergrößerungsbereich sind somit möglich. Eure positiven Einschätzungen haben mir jedenfalls Lust auf mehr Mondzeichnungen gemacht. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich wieder zum Bleistift greifen und die nächsten Mondformationen aufs Papier bringen. PS: Könnt Ihr bestimmte Formationen Krater, Rillen, Berge etc. empfehlen, die es besonders lohnt, festzuhalten? Viele Grüße, Stefan
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Hallo Stefan, eine schöne Zeichnung! Dem "traue" ich aber allein schon wegen des schnellen Öffnungsverhältnisses und der geringen Fokustoleranz solche "entspannten" Abbildungen nicht zu. Das müsste ich jedoch erst mal durch einen Versuch beweisen. Vielleicht ist es auch anders.. Lass Dich überraschen...  , ich kenne den direkten Vergleich zwischen einem visuell ausgelegten 12"f4 (auch Orion Optik im ATM-Tubus) und einem noch visueller ausgelegten 8"f6. Der 12er gewinnt immer was die Detailvielfalt angeht, allerdings lohnt es sich beim Newton bei jeder sich bietenden Gelegenheit Barlow-Oku Kombinationen zu testen. Für Mond/Planeten verwende ich in meinem 8"f6 fast nur noch eine 2,8x Klee Barlow mit einem 16,7mm Olympus GSWH mit und ohne Günthers Zoomset. Genial scharf! Theophilus ist ein interessanter Krater, mit steigender Öffnung immer lohnender, zeigt aber auch schon im 80/1500 Refraktor einige Details. An den zerklüfteten Zentralberg schließt sich etwas wie eine Hügellandschaft an, die Hänge sind voller Rutschungen. Das sollte für Deinen Schief ein lohnendes Ziel sein. Viele Grüße Felix P.S.: wirklich richtig gutes Seeing um 10" am Mond ausreizen zu können gibt es ein- oder zweimal im Jahr, das kann erstmal dauern...danach gibst Du den Newton nie mehr her.
Bearbeitet von Felix42 (07/02/2012 23:18)
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Ein guter Newton kostet genauso viel wie ein Apo. Er hat nur mehr Öffnung.
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#893217 - 07/02/2012 23:46
Re: Schrötertal am 05.02.'12
[Re: Felix42]
Hallo Stefan,
auch von mir ein dickes Lob für deine Zeichnung.
Dass man beim Mond bei der Vergrößerung in Relation zur Öffnung noch gut beobachten kann, vorausgesetzt, die Optik inklusive Okular hat eine entsprechende Qualität, entspricht auch meiner Erfahrung:
Der Mond ist verglichen mit anderen Objekten extrem hell. Bei Vergrößerungen um V = D werden zwar zumindest rein physikalisch betrachtet alle mit der Optik auflösbaren Objekte dargestellt. Durch die starke Helligkeit werden Strukturen, die nur durch feine Helligkeitsabstufungen oder feine Grate an der Auflösungsgrenze getrennt sind, schlicht und einfach überstrahlt und somit vom Auge nicht aufgelöst, auch wenn die Trennung optik-physikalisch vorhanden ist.
Selbst bei der für Planeten als optimal angesehenen Vergrößerung von etwa V = 1,5*D (entspricht einer AP von ca. 0,7mm) erscheint der Mond ohne Filter oft noch zu hell, um alle physikalisch aufgelösten Details zu erkennen.
Eine weitere Steigerung der vergrößerung dämpft die Heeligkeit aufgrund der kleineren AP, und bei "schwächeren" Vergrößerungen überstrahlte Details werden trotz der Beugungsunschärfen erst jetzt erkennbar.
Am Mond nehme ich deshalb stets die stärkste Vergrößerung, die Seeing und Optikqualität eben noch zulassen.
CS und VG Christian
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Hallo Stefan,
deine bemerkenswert gut ausgeführte Zeichnung gefällt mir sehr, die ist ein paar Sterne wert! Die Details, die Ausführung und auch der Ausschnitt sind wunderbar. Jetzt vielleicht noch signieren und einsüden und es ist perfekt! Freue mich schon auf deine nächste Mondzeichnung.
CS Mike
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Hallo Stefan !
Respekt..!!!! Die Zeichnhung ist nicht nur fantastisch sondern bei -16° auch "cool" !!
Du suchst Vorschläge für Dein nächstes Bild ? Wie wärs mit der Regenbogenbucht ?
CS Andi
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Die Schönheit der Dinge,lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet D.Hume
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Ein (erstauntes) Hallo an alle, vielen, vielen Dank für eure lobenden Worte  Da weiß ich gar nicht mehr was ich sagen, bzw. schreiben soll. Es bleibt mir wohl nur eins übrig, baldigst die nächste Zeichnung nachreichen, bei der nächstbesten Gelegenheit. Herzliche Grüße Stefan
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Servus
Mir gefällt deine Zeichnung auch sehr gut. Habe selber auch schon versucht eine Mondzeichnung herzustellen, aber das finale Bild war dann einfach total "comicmäßig". Vor allem die Darstellung der verschiedenen Graustufen und Schattierungen bereiteten mir Probleme. Vielleicht hättest du da einen Tipp?
LG Michael
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#895432 - 14/02/2012 22:43
Re: Schrötertal am 05.02.'12
[Re: WOBAFGKMRN]
Hallo Michael,
für die Darstellung von Schattierungen hätte ich vielleicht ein paar Tricks, an denen du dich bedienen kannst. Weit verbreitet ist die Einteilung der Hell-Dunkel Töne in Abstufungen. Bedeutet, 10 für schwarz, bzw. ganz dunkel und 1 für weiß, bzw. ganz hell. Alle anderen Graustufen musst du schätzen und dann anpassen. Genaue Beobachtung ist ganz wichtig!
Eine weitere Hilfe um Zeichnungen nicht "comicmäßig" aussehen besteht darin, mit den markantesten Formationen, Kratern, Rillen etc. zu beginnen. Dann geht man über zu kleineren Einzelheiten. Diese werden allesamt ganz dünn vorgezeichnet. So entsteht auch gleich die Aufteilung auf dem Blatt Papier. Vor allem kannst du noch leicht nachkorrigieren, wenn Proportionen etc. noch nicht ganz passen. -In der Regel neigt man ja dazu, auffällige Erscheinungen gleich komplett darstellen zu wollen. Zum Einen verheddert man sich schnell in winzigsten Einzelheiten und gibt nicht häuig dann gefrustet auf. Außerdem werden dadurch schnell die Kontraste zu hart und die Zeichnung somit nicht mehr "real". Das "Geheimnis" liegt wirklich darin, die Darstellung mit der gesamten Abbildung zu beginnen. Erst dann geht es zu den Feinheiten.-
Wenn dann die "Rohskizze" in Form von Umrisssen erstellt ist, beginnst du damit, die Schattierungen nach und nach vorsichtig einzutragen und anzupassen. Du kannst dann ruhig mit den ganz dunklen Gebieten beginnen. Jedoch diese nicht gleich ganz schwarz machen, sondern auch hier Stück für Stück heranarbeiten. Wenn diese dunklen Schatten vorgetönt sind, gehst du zu helleren Gebieten über und passt diese in deiner Zeichnung nach und nach an. Gebiete die ganz hell erscheinen nimmt man sich zum Schluss vor.
Das sind so ein paar Tipps die ich geben kann. Ansonsten ist wie erwähnt sehr genaue Beobachtung sehr wichtig. Du musst versuchen, dir das Gesehene für einige Sekunden einzuprägen um es dann aufs Papier zu bringen, dann wird durch eine erneute Beobachtung alles kontrolliert u.s.w. Das Zeichnen von Monddetails ist eben eine sehr ausführliche Angelegenheit.
Viele Grüße, Stefan
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Hallo
Danke für die vielen Tipps. Vor allem in diesem Absatz fand ich meine bisherige Vorgehensweise zu 100% wieder ->
"In der Regel neigt man ja dazu, auffällige Erscheinungen gleich komplett darstellen zu wollen. Zum Einen verheddert man sich schnell in winzigsten Einzelheiten und gibt nicht häuig dann gefrustet auf. Außerdem werden dadurch schnell die Kontraste zu hart und die Zeichnung somit nicht mehr "real"."
Ich werde also beim nächsten Mal versuchen, deine Tipps so gut wie möglich zu beherzigen. Mich würde auch noch deine Ausrüstung interessieren, also ob du Bleistifte in unterschiedlichen Härtegraden verwendest und wie du z.B. weiche Übergänge gestaltest? Ich setze da bisher einfach meine Finger zum Verwischen ein - ein genaues Arbeiten ist da leider nicht sehr gut möglich. Was ist denn von diesem "Papierwischern" zu halten? Funktionieren die gut?
LG Michael
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#895596 - 15/02/2012 15:45
Re: Schrötertal am 05.02.'12
[Re: WOBAFGKMRN]
Hallo Michael, ja, die Wischer sind gut! Es hat sich da seit Leonardo nicht viel verändert. Aus meinen Unizeiten, Grundstudium, in denen wir viel, sehr viel mit Bleistift, Kohle, Rötel, Kreide etc. gequält wurden, von Akt bis Architektur, kann ich dir zu einem Satz guter Bleistifte von 2 bis 8 B, einem oder zwei in H, einem Weiß und auch diesen Wischern bedenkenlos raten: Papierwischer Darüber hinaus sollte das Papier nicht zu dünn und nicht zu glatt sein. Ein Skizzenblock wie für Aquarellzeichnung ist gut, einer für Markersketches eher nicht. Es empfiehlt sich, wie schon geschrieben wurde, ganzheitlich zu zeichnen. Erst die große Form, dann die Aufteilung, danach die hellsten und dunkelsten Bereiche festlegen (nicht gleich schwarz ausführen!), dann langsam von hell zu dunkel schraffierend oder „schummernd“ (wie es mein alter Prof nannte) arbeiten. Dabei immer wieder den Blick auf das Ganze richten, nicht gleich an Details festhalten und auf keinen Fall sofort fette Outlines setzen. Lichter können nachträglich mit Weiß oder einem weichen Radierer gesetzt werden (ich schwöre immer noch auf Knete, nichts nimmt so gut weg und ist so einfach einzusetzen) Herzlich, Olaf
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#895600 - 15/02/2012 16:00
Re: Schrötertal am 05.02.'12
[Re: Cor_Caroli]
Hallo Vielen Dank, dann werde ich mich mal dementsprechend ausrüsten. Weil bisher besteht meine Ausrüstung fürs Zeichnen aus einem Minenbleistift und einem HB-Bleistift. Funktionierte bisher bei Sonne , Planeten und Deepsky ganz gut, nur am Mond habe ich bereits bemerkt, dass da die Graustufen nicht so werden wie ich das gerne haben würde. Ja und dann fehlt eigentlich "nur" mehr die Praxis *gg* . LG Michael
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#895622 - 15/02/2012 16:34
Re: Schrötertal am 05.02.'12
[Re: Cor_Caroli]
Hallo Olaf, habe eine Frage, du schreibst: Papier nicht zu dünn und nicht zu glatt sein Wenn ich grobes Papier nehme und die fertige Zeichnung abfotografieren möchte, sieht das am Computerbildschirm immer sehr roh und unschön aus, bei glattem Papier ist das nicht so der Fall. Mir ist nicht klar worin der Vorteil von nicht glattem Papier ist? CS Mike
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#895641 - 15/02/2012 17:05
Re: Schrötertal am 05.02.'12
[Re: MikeWölle]
Hi Mike, das stimmt, das Papier soll keine Struktur haben. Zeichenkarton ist schon gestrichen, also glatt. Es gibt aber Unterschiede im Griff eines Papiers. Wir haben früher in der Layoutphase noch viel mit Markern gescribbelt (gezeichnet) Markerzeichnungen kennt man aus der Automobilwelt. Neue Fahrzeuge werden auch heute noch gern von Hand mit Stift und Airbrush gefrickelt. Wahre Künstler darunter. DAS Papier ist sehr glatt und dicht, damit es nicht blutet. Die Markertinte neigt dazu, stark in offenes Papier auszulaufen. Genau das ist aber für eine Bleistiftzeichnung eher kontra. Graphit braucht eine gewisse raue Oberfläche, um zu greifen. Deshalb ist Zeichenkarton für Illustrationen mit Kreide, Kohle oder Graphit etwas „griffiger“, wenngleich trotzdem glatt. Skizzenbuch Viele Grüße, Olaf
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#895728 - 15/02/2012 22:23
Re: Schrötertal am 05.02.'12
[Re: WOBAFGKMRN]
Hallo Michael, Mich würde auch noch deine Ausrüstung interessieren, also ob du Bleistifte in unterschiedlichen Härtegraden verwendest und wie du z.B. weiche Übergänge gestaltest? Ich setze da bisher einfach meine Finger zum Verwischen ein - ein genaues Arbeiten ist da leider nicht sehr gut möglich. Was ist denn von diesem "Papierwischern" zu halten? Funktionieren die gut?
Verwenden tue ich während der Zeichnung Bleistifte mit der Stärke F,HB,B,3B. Mit dem F oder HB beginne ich die Zeichnung, mit B und 3B werden dunkle Übergänge gestaltet. Der F ist eine ideale Stärke um hellere Schatten nachzuzeichnen und um weiche Übergänge darzustellen. Ich zeichne mit dieser Stärke die Grenzen und Schatten nach, bis diese so ziemlich ineinander übergehen. Es ist ein wenig Übungssache, aber Übung macht bekanntlich den Meister. Das "Verwischen" von Konturen mit den Fingern wende ich nur sehr selten an. Höchstens ganz am Ende der Zeichnung. Das überschüssige Graphit wird dann nochmal gleichmäßig verteilt und ergibt einen noch etwas weicheren Eindruck. Aber nicht übertreiben! Wendest du diese Methode zu oft an, werden die Poren im Papier verschlossen. Möchtest du dann noch einmal nacharbeiten, haftet das Graphit nur noch sehr schlecht. Als Folge dunkelst du stärker nach und sehr schnell geht der Charakter des Bildes verloren, obwohl du dies gar nicht beabsichtigt hattest. Die Papierwischer hab ich noch nie verwendet. Wie schon erwähnt "verwische" ich nicht so gerne. Man hat das Graphit an den Fingerkuppen und sonstwo, und verschmiert dies dann noch überall auf der Zeichnung. Aber probier alles am Besten in Ruhe aus. Jeder hat da so seine Tricks mit denen er am Besten zurechtkommt. Ein Tipp: Nimm dir ein Mondfoto und zeichne dies ab. Hier kannst du solange üben, bis du den Dreh raushast. Ein weiterer Vorteil ist, du sitzt im Warmen, du hast genug Licht und eine vom Seeing nicht beeinträchtigte Abbildung. Wenn du dich mit dem Thema ernster auseinandersetzten möchtest, ist dies eine gute Übung. Viele Grüße, Stefan
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#895818 - 16/02/2012 09:33
Re: Schrötertal am 05.02.'12
[Re: MikeWölle]
Hi Mike,
gern, ich würde Stifte und Papier und was sonst so gebraucht wird mitbringen, wenn ich durch deinen 24er eine Beobachtungssitzung halten dürfte ,-)
Olaf
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#896230 - 17/02/2012 21:23
Re: Schrötertal am 05.02.'12
[Re: Cor_Caroli]
Hallo Stefan Gestern habe ich mal meine Federschachtel mit neuen Bleistiften unterschiedlicher Härte sowie ein paar Papierwischern ausgestattet. Und dann habe ich gleich das mit dem Abzeichnen eines Mondfotos probiert. Puuh, also das ist eine zache Partie - ist doch um einiges komplexer als eine z.B. Jupiter - oder Sonnenzeichnung. Aber so wie du geschrieben hast: "Übung macht den Meister" und ich habe auf jeden Fall noch viel zu üben (damits mal für den Lehrling reicht) *gg* . Eine Frage hätte ich noch: Mit welcher Weiß kann man bitte Graphit überzeichnen bzw. heller machen? Habe gestern mal einen normalen weißen Buntstift und eine Weißkreide in Stiftform verwendet und es hat beides nicht wirklich funktioniert. LG Michael
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#896261 - 17/02/2012 22:56
Re: Schrötertal am 05.02.'12
[Re: WOBAFGKMRN]
Hallo Michael Mit welcher Weiß kann man bitte Graphit überzeichnen bzw. heller machen? Habe gestern mal einen normalen weißen Buntstift und eine Weißkreide in Stiftform verwendet und es hat beides nicht wirklich funktioniert.
Zu dunkle Stellen radiere ich einfach aus. Dann werden sie wieder heller. Ist eine sehr einfache und sichere Methode. Gruß, Stefan
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Hallo
OK, dann werde ich es mal so versuchen.
LG Michael
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