Welches Telekop für 150 € ? 114/900er Newton oder?

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schischi

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Welches Gerät bis 150,- (ich weiß, das ist eigentlich viel zu wenig) könnt ihr mir empfehlen?

Ich dachte sofort an einen 114/900er Newton. Gibt es da (noch) was Brauchbares auf dem Markt? Oder ist das mittlerweile alles ziemlich unbrauchbar?

Mal abgesehen von der Monti, sind bei den Geräten auch optische Gurken zu finden oder sind die 114/900er alle recht gut, weil einfach zu fertigen (Stichwort Kugelspiegel)?

Gerät wird nur für visuelle Zwecke für einen Einsteiger benötigt. Okulare stehen auch erst mal zur Verfügung.

Welche Alternative gibt es noch? Einen 80/900 oder 90/900er Refraktor?

Gerät muss auf jeden Fall neu sein!

Und: Wo am besten kaufen?

Danke schon mal!

Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

alternativ käme ggf. noch ein Skywatcher Heritage oder ein 90mm Mak in die nähere Auswahl.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo Michael und Carsten,

von dem 130/650 Heritage kann ich meinerseits nur abraten. Ich hatte vor ungefähr einen Monat einen Versuch gestartet und mir 2 dieser Geräte von 2 unterschiedlichen Astrohändlern zusenden lassen, da ich schon durch diverse Testberichte vorgewarnt war das der Hauptspiegel einer extrem Serienstreung unterliegt der von "gut" bis "brauchbar" bis "geht überhaupt nicht" reicht.
Das Ergebnis meiner beiden Heritages war, das der in der Werbung als "hervorragender parabolische Hauptspiegel" eine absolute Katastrophe ist. Und das bei beiden Geräten!
Mit den beiliegenden Okular von 10mm sind beide geräte schon an Ihre Grenze gekommen und den Heritage's ging ziemlich schenll das Licht aus. Wohlgemerkt bei 65 Facher Vergößerung!
Auch meine guten Meade 4000 bzw. Speers Okulare konnten da nicht mehr Rausholen. Der Schraubfokussierer hat bauartbedingt seine Liebe mühe und Not alles was mehr als ein Plössl wiegt gerade im Strahlengang zu halten.

MEIN Fazit zu diesem Teil ist jedenfalls eines: FINGER WECK!

Gruß Matthias

 
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Hallo Michael,
schau mal auf dem Gebrauchtmarkt nach einem Vixen NP-R114S. Das ist ein 114/900er wie du ihn suchst. Die Montierung (Vixen New Polaris) ist für den 4.5"er auch bei Wind ausreichend Stabil. Halte möglichst nach der Version mit dem 6x30 Sucher und den schwarzen Beschlägen (Rohrschellen, OAZ, Spiegelfassung) ausschau. Wenn du glück hast, erwischt du eine motorisierte Montierung mit Polsucher. Auch eins, zwei orthoskopische Okulare (12,5mm+25mm) sind häufig mit dabei.
Laut dem Handbuch hat der Hauptspiegel des R114S einen parabolspiegel.

Gruß
Simon
 
Vielen Dank für eure Hinweise. Das Teleskop soll auf jeden Fall neu sein.

Ich glaube, außer 114/900 Newton oder 80/900 Refraktor gibt es in der Preiskategorie keine Alternative. Allenfalls für dann doch ca. 30 Euro mehr einen Skywatcher 90/900 Refraktor.

Was würdet ihr dann wählen: 114/900 Newton oder 90/900 FH?
 
Hallo Michael,

ICH würde den 114/900er nehmen (hab selbst noch einen alten). Bei dem FH stellt sich zumindest mir die Frage nach dem Farbfehler ?) Ist aber eher eine subjektive Entscheidung ;)

Warum muss das Teleskop neu sein? Soll es verschenkt werden?

Gruß, Robert
 
Hallo,

wenn die zwei Optiken zur Wahl stehen, würde ich zum Newton
greifen : montierungsfreundlicher.
Falls ca. 200 EUR drin wären : Tal 1-Newton (110/805). Optische
Qualität legendär, etwas massiver -aber super robust !

Grüße,
Bernd
 
An das Tal habe ich natürlich auch gedacht, allerdings kostet es nach meinen Recherchen mindestens 239,- (bei APM) und dann ist es zwar sehr stabil aber dadurch auch eben sehr unhandlich und nicht gerade sehr transportabel bzw. sehr schwer. Hier wäre mir dann eine leichtere Montierung doch etwas lieber ...

Es gibt einen 114/900 von Vixen mit parabolischem Spiegel? Ich dachte, alle 114/900er haben einen Kugelspiegel, da sie meines Wissens bei dem Öffnungsverhältnis auch ohne Parabolisierung beugungsbegrenzt abbilden. Weiterhin habe ich sogar mal gehört, dass die 114er von Vixen gar nicht zu den besten gehören, aber vielleicht stimmt das auch so nicht.

Wie würde eigentlich ein Kontrastvergleich zwischen FH 90/900 und N 114/900 ausfallen? Der FH hat natürlich Defizite wegen des Farbfehlers, aber der Newton ebenfalls wegen der Verschattung. Bei wem bleibt am Ende des Tages der größere Kontrast hängen?

Mehr Licht fängt natürlich der 114er ein.
 
Moin Michael!

Mann, Du machst Dir aber auch Sorgen um alles bei einem 150-EUR-Teleskop...

Ein TAL-1 (habe selbst so einen besessen) ist bei weitem nicht so sperrig wie ein normaler 114er Newton auf EQ-Montierung und Stativ! Bei TAL hast Du Tubus, Säule, drei Standfüße, Montierung. Das läßt sich alles sehr kompakt verstauen. Außerdem ist der TAL so robust, daß er schon mal einige grobe Behandlung abkann. Die zarten Montierungen und Tuben der Fernostgeräte nehmen da viel eher Schaden.

Es gibt keinen 114er Newton mit parabolischen HS, auch von Vixen nicht! Auch der TAL hat nur einen, dafür aber sehr guten sphärischen HS. Der Bildfehler der sphär. Aberration liegt bei dieser Teleskopgröße und dem Öffnungsverhältnis (f/7,3 bzw. f/8) unter der Auflösungsgrenze.

Früher habe ich sehr viele Vergleiche zwischen den einzelnden 114er Newton-Typen angestellt. Das Bild des Vixen ist zwar gut, die sonstige Konstruktion des Tubus aber schlecht (dreiarmige Spinne, viel zu kleiner Fangspiegel). Im direkten Vergleich zwischen TAL-1 und Vixen-114 zeigte der Russe das klar bessere Bild. Das ist nicht nur meine Einschätzung, das haben mir auch Kollegen aus dem Umfeld bestätigt.

Wenn Du ein brauchbares Einsteigerteleskop für 150 EUR haben willst, dann nimm den 114er Newton auf EQ-2 oder "EQ-3-1", wie er bspw. bei TS-Ransburg angeboten wird (149 EUR). Dann ist man zwar noch nicht durch mit allem notwendigen Zubehör, aber man fängt einigermaßen solide für den Preis an. (Generationen von Hobbyastronomen sind mit diesem Bautyp angefangen - bei mir selbst war es der Quelle-Spiegel Ende der 70er.)

Da ich nun einen Skywatcher 90/900 Refraktor als Drittgerät besitze, dazu auch noch was: Ein Refri dieser Größe braucht ein wesentlich höheres Stativ als ein gleichgroßer Newton. Das macht die Sache instabiler, und man muß sich mehr verrenken, um ans Okular zu kommen.
Von der Lichtmenge her sammelt der 90er Refri genauso viel Licht wie der 114er Newton - angenommen 30 mm Obstruktion und 90% Reflektion des jeweiligen Spiegels. Auflösungsmäßig ist der Newton (114 ggü. 90 mm) leicht vorn. Beim Newton stören aber wiederum die Spikes. Kontrast ist auch wiederum ein Fall für die Innenschwärzung bzw. -verblendung. Dafür sind die Standard-Teleskope dieser Preisklasse sowieso nicht gut drauf vorbereitet. Optimierungsbedarf gibt's immer.

Nochwas - und zwar das, warum ich mich jetzt wieder für den Refraktor entschieden habe: Beim Newton auf parallaktischer Montierung ist man oft gezwungen, den Tubus zwecke besserem Einblick in den Schellen zu drehen. Also, mich hat das auf die Dauer genervt - dann lieber ein leicher Farbfehler... ;)

Okay, meine Lösung sieht momentan so aus, auch wenn das Dein Budget sprengen würde: 90er Skywatcher-Refraktor (als OTA neu angeschafft, um 120 EUR) auf Vixen Porta (gebraucht um 150 EUR) oder wahlweise auf Skywatcher SynScan-AZ mit verstärktem Alu-Stativ (neu um 200 EUR). Dazu kommen dann noch die Okulare und sonstiger Klöterkram wie RL-Lampe, Okularkoffer, Hocker usw.
 
Hallo Michael,
ich hab auf meiner Festplatte einen Ausschnitt aus dem Begleitheft des R-144S, in dem es heiß "...Die Optik des R-114S enthält einen parabolischen Hautspiegel und einen planen Fangspiegel..."
Ich kann ihn dir schicken wenn du willst.

Einziger Nachteil sind finde ich die Rohrschellen. Sie werden nicht wie üblich mit einer Prismenschiene an der Montierung befestigt werden, sondern mit dem Tubus auf die Montierung aufgespannt. Deshalb haben die Gebrauchten im Bereich der Rohrschellen auch immer Dellen.

Gruß
Simon
 
Moin Simon!

> aus dem Begleitheft des R-144S

Von wem stammt dieses Begleitheft? In meinen Vixenkatalogen ist nichts von einem parabolischen HS zu lesen. Selbst Händer bestätigten das vor Jahren schon in ähnlichen Threads, die hier zum selben Thema liefen.

> Einziger Nachteil sind finde ich die Rohrschellen.

Bei Vixen gab es mehrere Varianten: Zusammen mit der Polaris- und NP-Montierung wurde der Tubus direkt angeschraubt - dabei gab es einteilige Rohrschellen. Die GP(E)-Variante des 114er Vixen-Newtons wurde ganz normal über die Prismenschiene befestigt. Hier gab es dann Klapprohrschellen.
Das Tubusmaterial war sehr dünn, richtig. Ich hab' meherewr Tuben gesehen, die sahen aus wie zerküllte Alu-Folie im Bereich der Schellen. Ein so'n zerbeulter Vixen-Tubus liegt bei mir noch im Keller.)

Ich seh' gerade im Prospekt aus den 80ern: Es gab früher noch ein Modell, das nannt sich "Polaris R100 L". Das war ein ausdrücklich als Newton mit pararabolischem HS ausgewiesenes Modell (N 100/1000 mm, als S-Variante auch mit 600 mm Brennweite). Beim 114er Nachfolgemodell habe ich in all den Jahren nie sowas in Vixen-Prospekten gelesen.
 
Hallo Winni,
Bei den Rohrschellen bezog ich mich auf den R-114S. Also auf die ringförmigen Rohrschellen, die direkt auf die Montierung gespannt/geschraubt werden.
Bezüglich des Begleitheftes schickst du mir am besten deine E-mail Adresse, damit ich dir das Teil schicken kann.

Nachtrag: Im obigen Beitrag von mir ist natürlich der 114er und nicht der 144er gemeint.

Gruß
Simon


 
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Hallo Michael!
Mit dem recht knappen Preislimit wäre noch die Kombination eines (gebrauchten) FH- Refraktor 90/900 oder neuen 80/900 mit ´ner AZ- Montierung (AZ-3, 59 Euro) denkbar, aber etwas über dem Limit; und dann noch die etwas mühsamere Einstellung/ Nachführung mit der AZ.
Ferner die fixe Kombi Skywatcher Evostar-80 auf EQ2 / Einsteiger Teleskop 80/900mm, 155 Euro + Versand bei TS (Wolfi).

Grüße aus Rheinhessen!
Carsten
 
Hallo Michael,

nehme den 114er von TS. Der zeigt schon ziemlich viel am Himmel, die Obstruktion liegt bei 25%. Meinen 102mm Mak versägt dieser Newton hinsichtlich max. Sternengröße und Details am Planeten ziemlich deutlich, auch wenn ich es nicht wahr haben wollte.
Die Justage war allerdings anfangs so jämmerlich, dass ein einfacher Laser zwingend anzuraten ist.

Der Rest kommt allmählich. Am Planeten/Mond wird sehr bald ein 8mm Planetary auf deinem Wunschzettel stehen und ein 32mm Superplössl für die Übersicht vielleicht auch. Ein gescheiter Sucher, das war's erstmal.

Du kannst beim Gucken am Gerät stehen, der Sucher ist direkt neben dem Okularauszug.

Ich habe meinen noch, ein bisschen schwarzes Verlour gegenüber dem Fangspiegel hat nochmals Kontrast gebracht, genauso, wie die Tafelfarbe auf Schrauben und anderen glänzenden Teilen. Eine schwarze, flexible Taukappe (5"-Version geht) gibt den Rest.

Gesehen habe ich damit einiges an DeepSky, auch am Planeten und Mond macht das Teil richtig Spaß.

Wegen der Einblickposition würde ich persönlich letzendlich dem Newton gegenüber dem 90/900 FH den Vorzug geben.

CS,
Stefan
 
Hallo Stefan,

dass der 114er den 102mm Mak hinsichtlich der Grenzgröße versenkt, leuchtet mir ein (mehr Öffnung und keine lichtschluckende Meniskuslinse).

Nicht nachvollziehen kann ich jedoch, dass der Mak bei der Auflösung am Planeten "ziemlich deutlich" versägt wird. Machen die 12 Millimeter Öffnung bzw. die kleinere Obstruktion so viel aus? Ich hätte erwartet, dass der Unterschied in Hinblick auf die Auflösung zwischen beiden Geräten nur bei perfektester Justage und mindestens ebenso perfektem Seeing sichtbar wird. War der Mak evtl. nicht ganz sauber justiert?

CS und VG Christian
 
Hallo Christian,

der Mak wurde kurz zuvor beim Charly Kloss im München justiert. Ich fürchte die hohe Obstruktion meines RuMak von fast 40% kostet zuviel Kontrast. Am Saturn waren die Wolkenbänder bei gleicher Vergrößerung im 114er einfach besser strukturiert.

Das 9mm BGO bringt am Jupiter einfach viel mehr DEtails auf der Oberfläche, obwohl der 114er erst bei 100x ist, der Mak aber bei 111x.

Der Newton hat aber Velour im Tubus, sowie Tafelfarbe auf dem verchromten OAZ, Schrauben und allem was glänzte. Eine Taukappe mit Verlour und er wurde trotz f/8 nochmals penibel justiert, angefangen beim FS vorm OAZ, bis hin zum HS.

Der Mak hat nix zusätzliches drin - nur eine Taukappe mit Velour vorne dran, aber das ist beim Mak selbstverständlich. Da das Blendenrohr beim Bosma matt schwarz ist, war für mich der zugänglichste Teil in Ordnung.

Jetzt, wo ich einen Helikalfokussierer am Mak einsetze, hätte ich nochmals vergleichen müssen. Am Mars hat der Mak bei 170x ein Bild abgegeben - das kannte ich vom Newton nicht ... aus Erinnerung jedenfalls.


CS,
Stefan
 
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... ich würde an Deiner Stelle noch etwas sparen und dann etwas höherwertig einsteigen.

Gruß Jörg
 
Hi,
ich würde Dir auch empfehlen noch etwas zu warten. Ich habe das vor kurzem auch gehabt, dass ich für wenig Geld ein eher schlechtes 76/700 Newton gekauft habe. Im Endeffekt zahlt man doppelt oder ist unzufrieden.
Gerade am Anfang ist ein schlechtes Teleskop meist der Grund, warum man das Hobby wieder aufgibt.
 
Hi,

Gerade am Anfang ist ein schlechtes Teleskop meist der Grund, warum man das Hobby wieder aufgibt.

ein 114er Newton zählt aber definitiv nicht dazu, es sei denn man ist mit falschen Vorstellungen ans Hobby gegangen. Ein größeres Teleskop ist kein Garant dafür, dass das Hobby gepflegt wird. Denn groß ist auch schwer und unhandlich - auch das hat den einen oder anderen schon vom Hobby abgehalten.

Wenn ich mich umhöre, dann haben kleinere Scopes am Anfang sogar geholfen sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und Erfahrungen zu sammeln. Die Geräte wurden ergänzt, klar, aber verloren war das Geld niemals. Denn die Erweiterung des "Fuhrparks" geschah dann mit konkreteren Vorstellungen. Es ist nach meiner Ansicht vernünftiger, dass teurere Scope mit besserem Hintergrundwissen zu kaufen - denn da wird mehr Geld investiert.

CS,
Stefan
 
Ja, das sehe ich genauso wie Stefan. Ich habe vor wenigen Jahrzehnten mit einem 114/900 auf wackeliger EQ angefangen. Damit hatte ich weniger Freude als viel später mit dem Celestron FirstScope 76/300. Das ist so leicht und schnell aufzubauen, zudem so leicht zu bedienen, das man jederzeit sofort damit loslegen kann, wenn einem die Lust überfällt und das Wetter mitspielt. Bis man das (relativ dazu) große 114er aufgebaut und ausgerichtet hat, sind evtl. schon Wolken vorgezogen oder die ersten Frostbeulen zeigen sich bereits, ohne bisher einen einzigen Stern/Planeten gesehen zu haben. Für mich war also schon das 114/900 EQ zu groß und umständlich.

Mein Tipp: anfangen mit einem kleinen Dobson (Bresser 76/350, Orion 100/400, Kson 80/500 oder Kson 102/640 - das FirstScope ist zwar minimal klein und leicht, aber 300 mm ist schon mehr als grenzwertig kurz), viel Spass haben, sparen, dann was "Richtiges" kaufen.

CS

Carlo
 
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