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MikeS55 Offline
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#900649 - 05/03/2012 12:39 CZJ 10x50 Jenoptem


Hallo in die Runde.


Vor einigen Wochen habe ich mir dieses Glas gekauft, und nun moechte ich mal meine Eindruecke schildern...

Dass das Kaufen eines Glases in der Bucht immer mit einem gewissem Risiko verbunden ist war mir bewusst. So war es auch bei mir, und das erworbene Glas stellte sich als dejustiert heraus. Obwohl ich es selbst beim Verkaeufer abgeholt habe. Beim Ersten Durchblick war mir das nicht aufgefallen. Zumal ich mich hatte leiten lassen von dem aeusseren Erscheinungsbid. Es sieht noch so gut wie neu aus und stammt aus dem Jahre 1988/89...

Ich habe es dann zum Justieren nach Arnstadt geschickt. Nun war es perfekt justiert und es konnte losgehen...

Die Ersten Eindruecke sammelte ich am Tage von meiner kleinen Terasse aus, wo ich einen Blick auf einen in etwa 400-500 Meter entfernten Wald habe, ein Naturschutzgebiet. Als erstes sei der raeumliche Bildeindruck erwaehnt. Mir kommt es vor, als staende ich im wahrsten Sinne des Wortes im Wald ! Absolut 3-D...Klasse. Des weiteren stelle ich fest, dass mich die vorhandene Randunschaerfe nicht stoert, ob das an dem riesigen SG liegt ? Mag sein. Frank Schaefer schrieb einmal, das die Abbildung den natuerlichen Sehgewohnheiten des Auges sehr nahe kommt. Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Es ist in der Tat so, das der Bereich, den ich bewusst-das heisst auf der Achse-wahrnehme, schoen scharf abgebildet wird...

Am Sternhimmel habe ich leider noch nicht viel Zeit verbringen koennen. Wunderschoen die Sternhaufen M 44, M 67, M 45. Sehr beeindruckend M 46 und M 47 ! Noch beeindruckender als Beispiel zwei Exoten, "Lorenzin 23" und die Mini-Hyaden...Kristallklare, steckkopfnadelfoermige Diamanten mit schoenem Kontrast zum Himmelshintergrund...
Der Mond, schoen die Schattenwuerfe und Krater. Die unbeleuchtete Seite des Erdtrabanten schoen kontrastreich.
Mars , ein winziges gelbrotes Scheibchen, nicht ueberstrahlt.
Jupiter , auch hier ein kleines Scheibchen, scharf und nicht ueberstrahlt. Der Tanz der Monde sehr schoen.

Erstaunlich-rein subjektiv-was so ein altes Carl Zeiss Jena Glas noch leistet.

Was ein wenig stoert ist das Beschlagen der Okularlinsen bei tiefen Temperaturen, und hier und da minimale Reflexe bei sehr hellen Objekten.

Klasse, solch ein Stueck "Fernglasgeschichte"


Gruss

Mike S

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Kerringa Offline
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#900754 - 05/03/2012 18:49 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: MikeS55]


Hallo Mike,

es freut mich, dass Du ein Fernglas gefunden hast, mit dem Du Freude hast.
Ich benutze solch ein Glas auch noch ganz gern für Astrobeobachtungen sowie hin und wieder zur Naturbeobachtung. Gerade bei der Tagbeobachtung zeigt das Glas Stärke gegenüber neueren Gläsern in dem Preisniveau. Hier ist die Brillanz sehr gut. Nach meinem Empfinden ist die Abbildung erst bei Zeiss Victory (habe ich auch), Leica Ultravid und Co. besser. Gerade das Victory bietet dann ein neutraleres Bild in Bezug auf Einfärbung und Farbe. Des Nachts kann ich beim Victory kaum eine signifikante Verbesserung feststellen, abgesehen von den fehlenden Brillenträgerokularen - die ich nicht brauche - und vielleicht die schwer gehende Fokussierung bei tiefen Temperaturen.
Bei mir jedenfalls ist ein Jenoptem immer im Astrokoffer stationiert.
Auch ich empfinde das Sehfeld, was man ohne Augenbewegung überschauen kann, als scharf. Und ich würde ungern auf das volle Gesichtsfeld, welches dann zum Rand hin verzeichnet, verzichten wollen.

Ja, Dejustage ist allerdings ein Thema. Leider werden die Prismen in ihrem Sitz nur durch Federbügel fixiert. Ein harter Stoß kann schon mal eine Dejustage verursachen. Ich hatte schon überlegt, ob die Fixierung mit einem elastischen Kleber (habe ich bei Japangläsern gesehen) eine gewisse Verbesserung ergibt.
Da mir seit langem kein Zwischenfall passiert ist und mir zudem die Justage recht schnell gelingt, habe ich keine Experimente mehr unternommen.

Original geschrieben von: MikeS55
Klasse, solch ein Stueck "Fernglasgeschichte"

Es wurde immerhin (naja, nicht ganz, da die Produktion nach Eisfeld verlagert wurde) an der Stätte des Ursprungs des "Doppelfernrohrs für den Handgebrauch" nach dem Patent für das "Doppelfernrohr mit vergrößertem Objektivabstand" von Ernst Abbe gebaut.
Aus diesem Grund tummeln sich bei mir einige solche Gläser im Schrank, das älteste von 1916. Auch dieses bringt eine Abbildungsleistung, welche sich hinter manchen modernen Gläsern nicht verstecken muss.

Ich wünsche weiterhin viel Spaß und Freude beim Gebrauch.

Viele Grüße

Hans-Jürgen

PS:
Original geschrieben von: MikeS55
Was ein wenig stoert ist das Beschlagen der Okularlinsen bei tiefen Temperaturen...
Hierzu habe ich mir angewöhnt, die Okulare nur an den Brauen anzulegen, sodass noch genügend Luft an den Linsen vorbei streicht.

hoch
MikeS55 Offline
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#900804 - 05/03/2012 21:21 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: Kerringa]


Hallo Hans-Juergen, danke fuer deinen Beitrag !


Die Abbildung ist wirklich klasse. Ich denke auch,dass eine wesentlich-oder vielleicht auch nur geringfuehig wesentlich-bessere Abbildung erst mit einem Spitzendachkantglas erreicht wird. Als jedoch als nachteilig zu bezeichnen waere der fehlende "raeumliche Bildeindruck".

Bei mir ist es sicherlich auch ein emotionaler Punkt. Wenn ich mir das Buch "Himmelswunder im Feldstecher" anschaue, 1. Auflage, 1938(!), und dort ein Dekarem abgebildet ist, welches ja genau so aussieht wie das Meinige, dann laesst es mich, um auf die Emotionen zurueckzukommen, schlicht weg dahinfliessen...
Ich muss dazu sagen, dass ich die astronomische Beobachtung heute fast nur noch mit Fernglaesern ausuebe. Deshalb sind die CZJ Fernglaeser allein schon geschichtlich ineressant. Und es verblueft mich einfach, was vor Jahrzehnten in der Optik schon moeglich war..
Das ein Glas aus dem Jahre 1916 eine noch gute Abbildung liefert glaube ich dir aufs Wort.

Deinen Hinweiss bezueglich des Beschlagens werde ich mir zu Herzen nehmen...Danke
smile

Gruss

Mike

hoch
matthias_horst Offline
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#901028 - 06/03/2012 22:26 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: MikeS55]


Hallo allen Freunden der Zeiss Jena Gläser

ich will hier nur kurz die Qualitätseigenschaften des 10x50 bestätigen. Wer solch ein Glas noch irgendwie aus zweiter Hand erhalten könnte, der sollte zuschlagen. Ich benutze es sehr oft bei der Himmelsbeobachtung und bin von dessen Abbildungseigenschaften überzeugt. Die Beobachtung des Sternenhimmels damit ist eine wahre Freude. Das Eigengesichtsfeld der Okulare liegt etwa bei 70°, genau so wie bei meinem Zeiss Jena 15x50, das man allerdings eigentlich schon nur auf einem Stativ nutzen sollte.
Es sei hier gesagt, dass es ja auch noch neben dem 7x50 das Jenaer 8x30 gibt, dass meiner Meinung nach aber am Sternenhimmel keinen guten Eindruck macht. Hier ist die Randverzerrung derart hoch, dass es am Himmel keine so rechte Freude mehr macht.

Sternfreundliche Grüße

Matthias

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Kay Offline
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#901248 - 07/03/2012 21:42 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: matthias_horst]


Hallo Leute,
ich kann die Schwäche des 8x30 so nicht bestätigen. Natürlich ist es lichtschwächer, aber durch die geringere Vergrößerung freihändig gut zu gebrauchen. Habe damit schon weit über 100 Deep-Sky-Objekte beobachten können, u.a. mehr als die Hälfte der Messierobjekte.

Was das 10x50 angeht, so konnte ich es einmal im Direktvergleich mit einem Fujinon testen. In den Plejaden war ein Stern nicht mehr zu sehen, der im Fuji noch indirekt blickweise auftauchte, aber das war es auch schon, abgesehen vom etwas kleineren Sehfeld des Fuji, welches aber nicht diese Randunschärfe hat. Stört mich beim CZJ aber nicht, denn ich schaue ja in die Mitte.
Etwas unangenehm ist dessen geringer Aufgenabstand, man verschmiert mit den Wimpern regelmäßig die Okulare.
Ansonsten ein tolles Glas, von dem ich zwei besitze, u.a. für die tägliche Sonnenbeobachtung...
_________________________
Klare Nächte

"Astrominimalist" Kay Hempel

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matthias_horst Offline
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#901270 - 07/03/2012 23:02 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: Kay]


Ich wollte das 8x30 auch nicht grundsätzlich schlecht reden. Mir ging es nur darum zu bekunden, dass die Randschärfe in diesem Glas ganz im Gegensatz zu den 10x50 und 15x50 Zeiss Jena Gläsern bei der Beobachtung des Sternenhimmels doch sehr schlecht ist. Ich kann es auch anders herum ausdrücken: wer zuerst durch ein 10 oder 15x50 Jena Glas sieht und erst danach durch das 8x30 wird wissen was ich meine.

Gruß Matthias

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MikeS55 Offline
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#901337 - 08/03/2012 10:28 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: matthias_horst]


Na da scheint es ja noch den einen oder anderen Jenoptem/Dekarem-Benutzer zu geben, klasse !


Was mich mal interessieren wuerde, wie lange verwendet ihr schon diese alten Glaeser ?
Habt ihr schon mal irgendwelche Probleme gehabt ? Wie oft musstet ihr justieren, reinigen usw. ...Hat jemand ein solches Glas schon ueber Jahrzehnte ? Wie war denn, insbesondere vor der Wende der Stellenwert dieser Glaeser in Ost und West ? ...Was hat eure " Aufmerksamkeit " vor dem Erwerb dieser Glaeser auf jene gelenkt ? ...

Wer es noch nicht kennt, bei Youtube gibt es ein interessantes Video, " Carl Zeiss Jena-Old Commercial "


Mike


Bearbeitet von MikeS55 (08/03/2012 11:28)

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matthias_horst Offline
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#901483 - 08/03/2012 19:00 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: MikeS55]


Kurz gesagt: ich hatte noch nie Probleme damit. Mein 15x50 ist sicher schon wenigstens 30 Jahre alt. Das 15x50 ist noch das alte Pentekarem und das 10x50 das Dekarem. Sollte ich mal preisgünstig das alte 7x50 bekommen können, werde ich wohl nicht lange überlegen, allerdings habe ich damit noch keine Erfahrungen was die Randschärfe betrifft.

Gruß Matthias

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Gamma_7 Offline
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#901579 - 09/03/2012 02:15 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: matthias_horst]


Ein 8x30 Jenoptem und ein 10x50 Jenoptem waren in meinem "langen" Fernglastest vor zwei drei Jahren mit vertreten.

Diese Ferngläser sind, wenn ich es objektiv angehe, vom PLV her für meine Begriffe im Vergleich zu gleich teuren Ferngläsern wenn man den Gebrauchtpreis zu Grunde legt (um die 200,- für das 10x50), schon noch vorne mit dabei.

Aber, optisch bekommt man oftmals besseres heutzutage für den Preis.

Die großen Vorteile bei den CZJ liegen in der Mechanik (Spitzenklasse), den großen Sehfeld und in der Schärfe (in der Mitte)

Die großen Nachteile liegen für mich in der Okularkonstruktion, wo man mit den Wimpern, wie "Kay" schon geschrieben hat, ständig die Okulare verschmiert, und auch dem Einblickverhalten durch diese damals übliche Okularkonstruktion. Es liegt im Vergleich zu heutigen Konstruktionen wesentlich unangenehmer am Auge und man versucht durch kleine "Hin und Her-Bewegungen" am Auge immer das beste Einblickverhalten hinzukriegen. Jedenfalls ist das so bei mir. Für mich ist das ein Grund ein Fernglas nicht zu kaufen/benutzen!

Optisch rennt die Vergütung den heutigen Ferngläsern auch dieser Preisklasse größten Teils hinterher.
Das Bild wirkt sehr warm von den Farben, ist aber oft dunkler und kontrastärmer als heutige Ferngläser.

Das 8x30 Jenoptem hat optisch gegen z.B. einem Vixen Ascot 8x32 keine Chance gehabt! Das Bild des Vixens ist heller, kontrastreicher und im dunkeln bei direkter Ansicht von hellen Objekten (Laterne, Mond) ohne Reflexe und Geisterbilder versehen.
Hier spielen die moderneren Vergütungen ihren Trumpf aus.

Dagegen hatte das Vixen in Sachen Mechanik doch deutlich das Nachsehen.

Alles in Allem lege der Kaufentscheid für mich in diesem Fall deutlich beim Vixen.

Auch z.B. ein 10x50 Nikon Action VII, welches man neu für 80,- bekommt, würde ich nach meinen Anforderungen einem 10x50 Dekarem/Jenoptem deutlich bevorzugen.

Gründe:
Angenehmer zu halten (Haptik), sehr angenehmes Gefühl der Augenmuscheln an den Augen, richtig gutes Einblickverhalten mit wunderschönem kreisrundem Bildeindruck ohne Abschattungen, die Schärfe ist so gut wie gleich dem CZJ, etwas helleres Bild!

Die Mechanik hat auch hier beim Nikon das Nachsehen, welche aber für 80,- absolut mehr als ausreichend ist und absolut keine Probleme macht. Man kann feinfühlig "dosieren"!

Ich muß ehrlich sagen, ein CZJ Dekarem/Jenoptem würde für mich wegen den genannten Gründen heute nicht mehr in eine Auswahl bei einer Fernglassuche kommen!

Aber so hat eben jeder "sein Ding"....

Meiner Meinung nach spielt übrigens auch oft bei einem Kaufentscheid der Name eine große Rolle.....!
Carl Zeiss verkauft sich immer, egal wie gut es wirklich ist....!

Wenn ich bedenke , daß ich ein 10x56 Zeiss Conquest bei der Bucht vor ca. 3 Jahren für über 800,- gebraucht verkauft habe und es für dieses Geld aber "massenhaft" bessere Ferngläser gibt als das Conquest, dann sagt das schon fast alles.

Andersrum habe ich ein fürs Geld absolutes Spitzenfernglas, das Kite Petrel 8x32 (Dachkant, ein Fernglas ohne irgendwelche Schwächen, da passt alles), welches ich einige Zeit als "Mit-dabei-Fernglas" benutzt habe und neu um die 400,- kostet, bei ebay "nur" für 162,50 verkaufen können.

Unwissenheit....!

Verkauft habe ich es nur, weil eine 8fach Vergrößerung für mich einfach zu wenig ist, sonst wäre es perfekt gewesen, in allen Bereichen, wirklich allen...(für Preisklasse 400,- Dachkant).

Wenn da Zeiss hätte draufgestanden, z.B. das Conquest 8x32......!?
Es wäre mit Sicherheit wesentlich teurer weggegangen, und es wäre schlechter gewesen als das Kite....!!

Gruß, Matthias






Bearbeitet von Gamma_7 (09/03/2012 02:22)

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FrankZ Offline
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#901631 - 09/03/2012 10:56 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: Gamma_7]


Hallo Matthias,
das viele Streulicht der neueren 8x30 von Zeiss-Jena kommt größtenteils von den hier verbauten glänzenden Objektivtuben. Mit etwas Bastelei kann man das Streulichtverhalten deutlich verbessern ( hier beschrieben).

CS. Frank

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sternchengucker Offline
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#901716 - 09/03/2012 17:37 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: Gamma_7]


Ich gehöre ebenfalls zu den begeisterten CZJ-Fernglas-Nutzern und besitze ein 8x30-Deltrintem (Baujahr 1962) und ein 10x50W-Jenoptem (Baujahr 1987), die beide nach Erwerb erst einmal zur Reinigung und Justierung einen Ausflug nach Arnstadt gemacht haben. Somit waren/sind sie im optisch optimalen Zustand.

Das 8x30 nutze ich in erster Linie als "Wanderglas", für den Nachthimmel hat es mir etwas zu wenig Öffnung. Das 10x50 ist dagegen mein bevorzugtes Astroglas, ich nutze es aber auch am Tage. Bei beiden schätze ich u.a. auch das große Gesichtsfeld, das z.B. bei bewegten Objekten von Vorteil ist.

Original geschrieben von: Gamma_7
Auch z.B. ein 10x50 Nikon Action VII, welches man neu für 80,- bekommt, würde ich nach meinen Anforderungen einem 10x50 Dekarem/Jenoptem deutlich bevorzugen.


Ich kenne das Nikon Action VII und halte diese Aussage für recht gewagt, denn in puncto Schärfe, Bildfeld und Kontrast kann es mit meinem 10x50-Jenoptem absolut nicht mithalten.

@MikeS55: Danke für den Hinweis auf das Video! Ich kannte es noch gar nicht.

CS
Michael
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Die großen Dinge in der Welt passierten, weil jemand mehr getan hat als er musste ...

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Matthias_1978 Offline
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#901723 - 09/03/2012 18:20 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: sternchengucker]


Hallo Leute,

ich hatte vor ungefähr einem halben Jahr einen Test mit 10x50 FG's von verschiedenen Hersteller gemacht und muss sagen, das das Nikon Action dabei am schlechtesten abgeschnitten hat.

Sowohl was die Optik als auch die Haptik angeht. Es mit einen 10x50 CZJ gleichzusetzen halte ich persönlich für nicht ganz geeignet.

Ich hatte zum Test folgende Modelle:

- Carl Zeiss Jenoptem 10x50 (T3 Vergütung)
- TS 10x50 Marine Wildlife
- TS 10x50 Marine ( Fujiklon)
- Fujinon 10x50 FMT-SX2
- Niko Action VII 10x50

Ich habe mich damals für das Fujinon entschieden.

Das die CZJ 10x50 bei Ebay noch für um die 200€ verkauft werden, liegt auch nur am Namen (ZEISS). Den wenn man rein von der Optik her geht hatte es abgesehen vom größeren Feld gegen die anderen Gläser (außer Nikon) das nachsehen.

Gruß Matthias


Bearbeitet von Matthias_1978 (09/03/2012 18:40)
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Meade 10 Lightbridge 254/1270 Dobson | Tchibo 76/700

Fujinon 10x50 FMT-SX2 | Celestron 15x70 Skymaster

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MikeS55 Offline
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#901796 - 09/03/2012 22:04 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: Matthias_1978]


Wie schoen das nicht jeder der gleichen Meinung ist, aber dann waere es ja auch langweilig... smile

Hallo Matthias, ich beispielsweise wuerde die von dir aufgezaehlten Glaeser von der Optik her wie folgt einstufen:

1. Fujinon
2. Jenoptem
3. TS Marine
4. TS Wildlife
5. Nikon

Ob ein Jenoptem mit 200 Euro zu teuer bezahlt ist wird ein Jeder auch anders sehen smile
Wenn auf einem Glas " ZEISS ", oder in diesem Fall " CARL ZEISS JENA " draufsteht, dann koennte einem aber schon ein Lichtlein aufgehen...Ich denke du verstehst wie ich es meine. Und ich denke der Eine oder Andere wird wissen, warum Er ein solch ja schon in die Jahre gekommendes Glas beispielsweise fuer die Himmelsbeobachtung einsaetzt...

Aber so hat jeder seine Vorlieben zwinker


Gruss

Mike

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stefan_r Offline
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#901804 - 09/03/2012 22:13 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: MikeS55]


Hi Mike.

Schön, dass du dein Glas nun ordentlich beisammen hast.

Ich selbst kenne Zeiss Jena Gläser seit meiner Kindheit (DDR). Mein Vater hat eine eigene Sternwarte gebaut und auf dieser waren auch stets Dekarem, Dodecarem, Nobilem oder auch Deltrintem vertreten. Er bemerkte damals schon immer, dass die Zeiss Jena Gläser ihm sofort das Gefühl vermitteln können "mittendrin" zu sein. Insbesondere das Dekarem kann das gut.

Von den Dekarem habe ich heute noch drei. Das älteste ist 1945 hergestellt worden und mit einem sehr leichten Magnesiumbody ausgestattet (einfach nur genial). Das zweite ist aus dem Jahre 1960 und mit zusätzlicher Gummiarmierung bestückt (schwer). Beide sind natürlich blau vergütet, jedoch glasklar sauber und einwandfrei in der Justage. Bei Tagbeobachtung und auch am Sternenhimmel sind mir beide ein Hochgenuss. Das dritte wurde 1979 hergestellt und besitzt die erste Generation der MC Vergütung. Dieses ist in Schärfe und Kontrast meinen Nobilem/Dodecarem Gläsern absolut gleichwertig. Ich muss gestehen, dass ich den Seheindruck des Dekarem sogar deutlich realistischer und gelungener empfinde als beim Nobilem 12x50 B oder Nobilem 8x50 B. Die 7,3° des Dekarem vermitteln mir ausreichend Weitwinkligkeit für ein 10-fach. Größere Öffnungen schießen da manchmal übers Ziel hinaus und beeinträchtigen meine Wahrnehmung dann eher nachteilig.
Ich vertrete ebenfalls die Meinung, dass das Dekarem dem menschlichen Sehen durch Öffnung, Einblickverhalten und Maß an abfallender Schärfe, in 10-facher Vergrößerung, sehr nahe kommt und damit einen überaus realistischen Beobachtungseindruck erzeugt. Anders könnte ich es so ausdrücken; bei kaum einem anderen Glas vergesse ich so schnell das ich durch ein Fernglas schaue wie beim Dekarem, wobei das nicht heißen soll das andere schlecht abbilden.

Die Nikon Action VII würde ich nicht damit vergleichen wollen. Man muss zu viele Exemplare davon bestellen bis mal eines halbwegs gut justiert ankommt und sie sind nicht vollvergütet. Die Mechanik taugt nicht viel und diesen Punkt möchte ich nicht unterschätzen. (kaufe auch keinen Mercedes und fahre ihn dann mit vier Noträdern)

Zu deiner Frage der Langlebigkeit:
Bei täglichem Gebrauch sollten diese Gläser, je nach Umgang, nach ein paar Jahren besser mal nachjustiert/geprüft werden. Bei (wie bei mir) eher sporadischem Genusssehen bleiben sie Jahrzehnte unbeeinträchtigt.

Viel Spaß mit dem Glas!
Grüße
Stefan

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MikeS55 Offline
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#902060 - 10/03/2012 21:17 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: stefan_r]


Hi Stefan !

Dass dein Vater eine Sternwarte gebaut hat, und die Jenaer Glaeser dort vertreten waren, hoert sich fuer mich sehr interessant an...Klasse !

Was auch fuer mich das Beindruckenste beim Dekarem/Jenoptem ist, ist in der Tat dieses Seherlebnis...
Man ist " mittendrin ". Es ist fuer mich wirklich so zu beschreiben, als dass ich empfinde, im wahrsten Sinne des Wortes " im " Bild zu sein. Aus diesem Grund kann man meines erachtens das 10x50 Dekarem/Jenoptem nicht so ohne weiteres mit anderen Glaesern vergleichen. Die Optik an sich ist, bzw. war ganz anders. Dabei spielt es fuer mich auch keine Rolle, ob andere Glaeser besser sind oder nicht.

Nehme ich den geschichtlichen Aspekt hinzu, dann hat dieses Glas eines auf jeden Fall: Eine " Seele "...


Guss

Mike

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Kerringa Offline
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#902081 - 10/03/2012 22:35 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: MikeS55]


Original geschrieben von: MikeS55
Wie war denn, insbesondere vor der Wende der Stellenwert dieser Glaeser in Ost und West ?

Hallo Mike,
ja, was hat meine Aufmerksamkeit auf CZJ-Gläser gelenkt? Es war vorrangig das Buch von Brandt "Himmelbeobachtungen mit dem Fernglas" und die Tatsache, dass man bei uns nur die Auswahl zwischen zwei Fabrikaten hatte, nämlich CZJ und ROW (Rathenower Optische Werke, welche heute meines Wissens Brillengläser für einen deutschen Brillenvertrieb herstellen, wo der Papa keinen Pfennig dazu bezahlen musste.)
Um den Stellenwert zu verdeutlichen: Ein Dekarem konnte man nicht so einfach im Laden kaufen, klingt heute kaum glaubhaft, war aber so. Die konnte man mit dem Label "aus Jena" für ein paar Devisen anderen Orts verscherbeln. Für mich hätte es die gute Hälfte eines Monatslohns bedeutet.
Dass jetzt aber nicht der Eindruck entsteht, aus solch verklärten Blicken resultiert mein Urteilsvermögen. Nein, ich habe lange nach Gläsern gesucht, die besser als meine alten CZJ-Gläser sind, aber nicht die 1 KiloEurogrenze übersteigen. Ich bin leider nicht fündig geworden. Bei mir sind's dann Zeiss Victorys (es hätte auch Leica oder Swarovski werden können, wenn ich eins davon günstiger bekommen hätte) geworden. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich die Priorität auf Naturbeobachungen gelegt habe, insbesondere die Vogelbeobachtung. Wenn man ein paar Stunden Feldbeobachtung betreibt, merkt man dann schon Qualitätsunterschiede. Bei mir äußert sich das dann so, dass ich bei "Lowbudget"gläsern (also alles unter 250 bis 500,- Euro, je nach Bauart Porro oder Dachkant) immer das Bestreben habe, Nachfokussieren zu müssen.

Ich glaube nicht, dass man ein ordentliches Dachkantglas für weniger als 1000 Euro bekommen kann.
Bei der reinen Himmelsbeobachtung ist das nach meinem Empfinden nicht so kritisch. Da kann man schon mit einem Nikon oder ähnlichem Freude haben, bei der Naturbeobachtung am Tage aber nicht. Wahrscheinlich sind bei der Himmelsbeobachtung die Fujinons besser, aber ein TS? Also, ich weiß ja nicht.
Beispielsweise hatte ich mir - in dem irrigen Glauben, ich könnte mir eine größer Ausgabe sparen - ein Nikon Monarch? 10x42 für 399,- Euro gekauft. Das konnte ich glücklicherweise zurück geben. Da war das Dekarem definitiv besser. Oberflächlich betrachtet erschien das Bild in dem Nikon heller und neutraler - es fehlte aber die Bildruhe und die Brillanz des alten Zeiss. Ein älteres Minolta Dachkantglas, dessen genaue Bezeichnung ich nicht mehr weiß, war dagegen für mich sogar unbrauchbar.
Das ist allerdings ein paar Jahre her. Vielleicht gibt es inzwischen Alternativen. Ich brauche nun aber nicht mehr zu suchen.

Das Video kannte ich noch nicht, vielen Dank!

Gruß

Hans-Jürgen

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stefan_r Offline
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#902085 - 10/03/2012 23:01 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: MikeS55]


Original geschrieben von: MikeS55
Wie war denn, insbesondere vor der Wende der Stellenwert dieser Glaeser in Ost und West ?


Die Nachfrage nach Zeiss Jena war im Westen recht ausgeprägt würde ich sagen. Für westliche Maßstäbe gab es mit den Jenaer Gläsern wohl die Chance verhältnismäßig preiswert an ein gutes Glas zu kommen. Ich habe in Berlin mal jemanden kennen gelernt der zu DDR Zeiten regelmäßig aus West-Berlin in den Ostblock reiste (vorrangig Polen) um dort zusammen mit einem Freund sämtliche Jenaer Gläser aufzukaufen die sie auftreiben konnten. Sie zahlten mit DM und wurden deshalb bei Händlern beforzugt. Die Gläser waren im Ostblock nicht massenweise zu bekommen. Er erklärte mir, er wäre die Gläser in Westberlin derart gut losgeworden, dass er sich über die Jahre mit deren Verkauf eine Eigentumswohnung finanzierte. Das gibt schon einen Hinweis auf die Beliebtheit dieser Gläser insbesondere auch auf dem Westlichen Markt, trotz zahlloser Konkurrenzprodukte.

hoch
Matthias_1978 Offline
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Ort: Offenbach
#902093 - 10/03/2012 23:51 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: Kerringa]


Hallo Hans Jürgen

Original geschrieben von: Kerringa
[quote=MikeS55]Wahrscheinlich sind bei der Himmelsbeobachtung die Fujinons besser, aber ein TS?



Es gibt eben einen Unterschied zwischen Glauben und Wissen. Ich wahr selbst Überrascht als ich die Ferngläser miteinander verglichen habe.

Aber die UO Ferngläser aus China sind besser als ihr Ruf. Made in China hies bisher = Schrott

Aber die Zeiten sind lange vorbei, ob man das wahrhaben will oder nicht. Vielen haben erst die Produktion in China einen bezahlbaren Einstieg in das Astrohobby ermöglicht. Ich will hier aber kein Streit vom Zaun brechen was die Thematik angeht.

Such mal im Forum nach dem CZJ - UO 10x50 Vergleich. Den hat damals Frank Schäfer gemacht, den man nun wirklich nicht als CZJ Phobiker bezeichnen kann....

Ich komme selber aus der ehemaligen "Zone" (für die Westdeutschen Mitbürger = Zonenrandgebiet) und habe in meiner Kindheit Nächte mit einem Binoctem vebracht. Ich kenne also schon CZJ Qualität.

Nach den Konsumwellen die nach der Wende über den Osten schwabbten und dadurch vermeintlich alles besser wurde, konnte man sich sehr schnell ein Bild davon machen, das die damaligen Optiken aus Jena tatsächlich Weltnivevau hatten und dies keine Funktionäre Propaganda war.

Trotzdem habe ich mich vor kurzem gegen ein Produkt aus dem Hause Zeiss entschieden und ein Produkt aus Japan mit Namen Fujinon gewählt. Denn was die Optik betrifft, ist das Fujinon auf absoluten Topniveau. Und da Zeiss im Moment auf dem Porrosektor einfach mal eine satte 0 zu melden hat, überweiße ich gern auch mein Geld nach Japan und nicht nach Deutschland. Anscheinend hat man bei ZEISS vergessen das es Menschen gibt die gern ein Fernglas mit ausgereifter Optik aus Deutschland hätten und nicht eben mal ein Monatsgehalt bereit sind dafür auf den Tisch zu legen, für eine Optische Wiedergabe, die andere mit einem Porrosystem für 1/3 des Preises und weniger hinbekommen.

Als gutes Beispiel sei hier das 10x50 und das 15x60 GAT/BGAT genannt. Die würde Zeiss heute noch sehr gut verkaufen können, würde damit aber den teuren Dackantsystem im eigenen Hause Konkurenz machen. Denn im Kern geht es dem Konzern überhaupt nicht darum gute Optiken herzustellen, sonder die meiste Kohle einzufahren.

Das ist eine Seuche die sich im Moment durch alle Wirtschaftsbreiche hindurchzieht... Weck vom Produkt, hin zur Proftimaximierung ... Die Ferengi lassen grüßen...

Aber kommen wir wieder zurück zum Topic.


Ich habe nur mit meinem eigenen Test, FÜR MICH herausgefunden, das der CZJ Dekarem / Jenoptem Mhytos davon lebt, das viele noch an diesen Mythos Glauben ohne ihn auch mal einer Prüfung zu unterziehen, ob sich vielleicht doch was auf dem Markt getan hat.

Außerdem ist die Diskussion letztlich mühselig. Den sie findet sich ebenso wieder im Bereich Spiegel oder Linse und geht weiter über dies oder das Okular. Jeder soll das für Richtig befinden was er für Gut und Richtig erachtet.

Gruß Matthias













Bearbeitet von Matthias_1978 (11/03/2012 00:24)
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Gamma_7 Offline
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#902102 - 11/03/2012 03:59 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: Matthias_1978]


Original geschrieben von: sternchengucker

Ich kenne das Nikon Action VII und halte diese Aussage für recht gewagt, denn in puncto Schärfe, Bildfeld und Kontrast kann es mit meinem 10x50-Jenoptem absolut nicht mithalten.


Deswegen schrieb ich auch nach meinen Anforderungen, die ich in einen Fernglas setze.

In Sachen Einblickverhalten und "Gefühl" der Augenmuschel an den Augen kann das Jenoptem für mich gegen das "billige" Nikon nicht mithalten.
Dazu dieses ständige Verschmieren der Okulare durch die Wimpern wegen dieser Okularkonstruktion (damals eben so üblich) bei den CZJ-Gläsern.

Für mich ein Grund ein Fernglas nicht zu kaufen, egal wie die Optik ist.

Und bei meinem Vergleich war die Mittenschärfe des Nikons fast gleich dem Jenoptem, der Kontrast etwas schlechter, das Sehfeld auch etwas kleiner aber mit 65° scheinbar immer noch groß (denn "kleiner als..." muß nicht klein heißen) aber das Bild etwas heller (das Jenoptem war etwas dunkler, dafür waren die Farben wärmer beim CZJ).

Die Mechanik war im Vergleich zum CZJ deutlich schlechter, aber ohne Probleme...!

Alles in Allem für mich das Nikon Action VII 10x50 dem Jenoptem den Vorzug zu geben.

Für mich ist dieser Vergleich nicht gewagt....!

Original geschrieben von: Matthias_1978

Sowohl was die Optik als auch die Haptik angeht. Es mit einen 10x50 CZJ gleichzusetzen halte ich persönlich für nicht ganz geeignet.


Gleichgesetzt habe ich es nicht, ich habe es verglichen und dem Nikon den Vortritt nach meinen Kriterien gegeben (Gründe siehe oben). Und die Haptik ist beim Nikon für mich auch angenehmer!

Original geschrieben von: Matthias_1978

Das die CZJ 10x50 bei Ebay noch für um die 200€ verkauft werden, liegt auch nur am Namen (ZEISS).


Na ja, mit Sicherheit nicht nur, aber doch zum größten Teil!

Das Beispiel mit dem Kite Petrel 8x32 gegen Zeiss Conquest im "Gebrauchtverkauf" bei ebay wie in meinem Beitrag geschrieben steht für sich....!

Original geschrieben von: MikeS55

Aber so hat jeder seine Vorlieben


Genau das ist es......

Original geschrieben von: stefan_r


Die Nikon Action VII würde ich nicht damit vergleichen wollen. Man muss zu viele Exemplare davon bestellen bis mal eines halbwegs gut justiert ankommt und sie sind nicht vollvergütet. Die Mechanik taugt nicht viel und diesen Punkt möchte ich nicht unterschätzen. (kaufe auch keinen Mercedes und fahre ihn dann mit vier Noträdern)


Wieviel hast Du denn bestellen müssen bis mal eines "halbwegs gut justiert" war?

Ich hatte ein Nikon Action VII 10x50 und habe noch ein Nikon Action VII 10x40 und ein 16x50.
Das 16x50 ist mein "Balkon-Glas" bei Tag! Das 10x40 benutze ich eigentlich nicht mehr und steht demnächst zum Verkauf an.

Bei keinem ist irgendeine Dejustierung festzustellen....!

Daß die Mechanik schlechter ist als bei den CZJ Gläsern steht ausser Frage, aber eben ohne Probleme...!

Daß die Nikon Actions keine Spitzenferngläser sind, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren, aber sie sind für dieses Geld von unter 100,- absolut zu empfehlen mit nur wenigen Alternativen!

Original geschrieben von: MikeS55


Was auch fuer mich das Beindruckenste beim Dekarem/Jenoptem ist, ist in der Tat dieses Seherlebnis...
Man ist " mittendrin ". Es ist fuer mich wirklich so zu beschreiben, als dass ich empfinde, im wahrsten Sinne des Wortes " im " Bild zu sein. Aus diesem Grund kann man meines erachtens das 10x50 Dekarem/Jenoptem nicht so ohne weiteres mit anderen Glaesern vergleichen. Die Optik an sich ist, bzw. war ganz anders. Dabei spielt es fuer mich auch keine Rolle, ob andere Glaeser besser sind oder nicht.

Nehme ich den geschichtlichen Aspekt hinzu, dann hat dieses Glas eines auf jeden Fall: Eine " Seele "...



Tja, das beim Beobachten mit Ferngläsern bei manchen auch die Psychologie eine Rolle spielt, steht auch ausser Frage...

....bei mir übrigens auch zu einem gewissen Prozentsatz, welchen ich aber nicht bestimmen kann.

Mit ein Grund bei mir, warum das Weltklasse-Porro-Fernglas Nikon SE 12x50 für mich "das Seherlebnis" ist, wo Dachkantgläser, egal welcher Marke, dieses mir nicht vermitteln können, und wenn sie zehnmal von mir aus hier etwas mehr Kontrast haben und dort die Farbe einen Hauch satter kommt und da wieder ein Punkt an der Wand vielleicht nach den hundertsten Vergleich doch etwas schärfer ist.....

Bei bestimmten Beiträgen hier im Fernglas-Forum (hier im Thread nicht) habe ich bei manchen den Eindruck, daß das Motiv beim Beobachten zweitrangig ist und erstrangig das Fernglas ist wie toll es doch ist....man genießt das Fernglas nicht das Motiv.
Wer stundenlang vergleicht, findet immer Unterschiede....

Ungefähr so wie ein High-Ender (HiFi-Freak), der sich audiophile Tonträger kauft um den Klang seiner Anlage zu genießen und nicht unbedingt die Musik....

....das aber auch nicht zu ernst und wörtlich nehmen... zwinker (denn mit einem sauschlechten Fernglas kann man auch das Motiv nicht genießen....)



Original geschrieben von: Matthias_1978

Es gibt eben einen Unterschied zwischen Glauben und Wissen. Ich wahr selbst Überrascht als ich die Ferngläser miteinander verglichen habe.

Aber die UO Ferngläser aus China sind besser als ihr Ruf. Made in China hies bisher = Schrott

Aber die Zeiten sind lange vorbei...


Mein Hauptastroglas ist das TS 15x70 LE....

Demnächst werde ich es mal gegen das Fujinon FMT-SX2 16x70 vergleichen, welches jetzt schon 1000,- kostet (vor 3 Jahren noch 700,-.... pfeif )

Der Sieger in wohl allen Punkten (ausser Gewicht) dürfte feststehen......
Fragt sich nur ob der Mehrpreis von knapp 900,- das wert ist...!
Auch die 15x70 Marine Gläser des chinesischen Herstellers, die unter Namen wie TS, Omegon, APM etc. vertrieben werden, wären im Vergleich interessant!

Original geschrieben von: Matthias_1978

Ich habe nur mit meinem eigenen Test, FÜR MICH herausgefunden, das der CZJ Dekarem / Jenoptem Mhytos davon lebt, das viele noch an diesen Mythos Glauben ohne ihn auch mal einer Prüfung zu unterziehen, ob sich vielleicht doch was auf dem Markt getan hat.

Außerdem ist die Diskussion letztlich mühselig. Den sie findet sich ebenso wieder im Bereich Spiegel oder Linse und geht weiter über dies oder das Okular. Jeder soll das für Richtig befinden was er für Gut und Richtig erachtet.


Beide Aussagen stimme ich voll und ganz zu....

Gruß, Matthias


Bearbeitet von Gamma_7 (11/03/2012 04:07)

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oliva Offline
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#902250 - 11/03/2012 14:32 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: MikeS55]


Hallo Zusammen,

Ich habe das CZJ Jenoptem 10x50W 1989 neu erstanden. Das Glas ist tatsächlich richtig gut. Seit letztem Jahr habe ich aber auch ein Fujinon 10x50, dass tatsächlich besser ist. Die Unterschiede sind aber nicht so gravierend und fallen nur "Experten" auf. Hier mal die Unterschiede im Überblick:

1. Das Jenoptem hat tatsächlich ein riesiges Gesichtsfeld. Das tatsächliche nutzbare Gesichtfeld ist jedoch beim Fujinon etwas größer, da die Randunschärfe des CZJ doch recht groß ist. Das stört allerdings nur, wenn man das Glas zur Beobachtung fest montiert. Beim Umherstreifen am Nachthimmel hingegen - nach meiner Erfahrung - gar nicht.

1.1. Das Jenoptem punktet mit dem Gesichtfeld da wo am Gesichtfeldrand eh nicht bewusst beobachtet wird. Bestes Bsp. M45, oder M31.
1.2. Das Fujinon hingegen liegt bei Objekten wie M8 vorn. Da kann man am linken Gesichtsfeldrand noch scharf die Sternenwolke im Schützen beobachten und das im selben Gesichtfeld. Das gelingt dem CZJ wg. der Randunschärfe nicht.

2. Die Grenzgröße des Jenoptems ist gegenüber dem Fujinon tatsächlich geringer. Auffällig wird dies wenn man die hellen Sternenwolken im Schützen beobachtet. Die sind im direktem Vergleich im Fujinon tatsächlich heller. Gleiches gilt für Objekte wie NGC7000, wobei das gesamte Bild im Fujinon tatsächlich einen Tick heller ist, so dass die Dunkelnebel dunkelgrau statt schwarz wie im Jenoptem erscheinen.

3. Das Jenoptem ist sehr leicht. Nur ca. 1kg bringt das gute Stück auf die Wage. Das Fujinon ist ca. 0,5 kg schwerer. Der Gewichtsunterschied macht sich aber bei der Beobachtung - aus meiner Sicht - kaum bemerkbar, da das Fujinon besser in der Hand liegt. Liegt wohl bei mir daran, dass das Gehäuse klobiger ist und ich das besser greifen/halten kann.
Für Reisen ist das Jenoptem deutlich besser geeignet.

4. Leider beschlagen die Okulare des CZJ doch in unseren Breiten häufig augrund des kurzen Augenabstands was letztlich auch den Ausschlag bei mir gab das Fujinon anzuschaffen. Leider ist es beim Fujinon genauso, wenn man die Streuchlichtaugenmuscheln verwendet, die eigentlich ein sinnvolles Zubehör sind. Seit letztem Dezember beobachte ich daher ohne und kann aufgrund des großzügigen Augenabstand auch die Brille aufbehalten. Dadurch gestaltet sich das Beobachten deutlich effektiver und auch das Beschlagen ist kein Problem mehr. Hätte ich die Idee mit dem Herausschrauben der Augenmuscheln auch beim Jenoptem gehabt, wäre ich wohl bei dem Glas geblieben zwinker.

5. Dritte Meinung: Ich ließ im Sommer mal verschiedene Mitbeobachter (meiner Einschätzung nach Fernglaslaien) durch beide Geräte am Nachthimmel beobachten. Im Kern wollten alle dann nur noch mit dem Fujinon weiter schauen. Leuten den ich das Fujinon vorenthielt, waren vom Jenoptem trotzdem begeistert.

6. Preise: Nun schau sich mal einer die Gebrauchtmarktpreise an (nur das ist fair ;)). Das CZJ gibt es für 200,- EUR, das Fujinon für über 400,- EUR. Beim CZJ kann man nichts falsch machen, da es seit fast 30 Jahren (?) am Markt ist und entsprechend bekannt. Ich habe auch ein Vixen 10x42 mit 5 Grad Gesichtsfeld. Klar ist am Rand alles scharf. Tolles Glas, wenn der Tunnelblick nicht wäre. Und den haben wohl einige Gläser.

Würde mir nicht die Beobachtung des Nachthimmels mit dem Fernglas soviel Spaß machen, hätte ich den Upgrade nie gemacht. Dafür sind die Unterschiede zu gering. Das Jenoptem ist mit 200 EUR nicht zu teuer bezahlt.


Gruß

Oliva

P.S.: Verkauft wurde das Jenoptem 10x50W für ca. 400 Mark Ost (1989). Im Westen erzielte es gebraucht aber neuwertig zur etwa selben Zeit etwa 400 Mark! Heute sind das eben 200,- EUR. Passt doch smile


Bearbeitet von oliva (11/03/2012 14:34)

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Matthias_1978 Offline
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#902349 - 11/03/2012 19:44 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: oliva]


Original geschrieben von: oliva


6. Preise: Nun schau sich mal einer die Gebrauchtmarktpreise an (nur das ist fair ;)). Das CZJ gibt es für 200,- EUR, das Fujinon für über 400,- EUR.


Hallo Oliva,

der Markt pegelt sich im Moment auch eher Richtung "Süden" ein, was die 10x50 CZJ betrifft. 120 - 160 € ist bei Ebay mittlerweile die Regel und das finde ich wiederum ein sehr fairen Preis gemessen an der optischen Leistung. Ich hatte die 200€ noch von vor einem halben Jahr bei meinem Test in Erinnerung. Aber Liebhaberpreise gibts ja auch heute Noch ...

Den Vergleich den du oben gemacht hast kann ich nur unterschreiben, da sich das 1:1 mit meinen Test deckt. Ich habe auch mal meine Lebensgefährtin durch die verschiedenen Gläser blicken lassen und Sie ist immer wieder beim Fujinon gelandet.

Bei Fujinon haben Sie in der letzten Zeit die Preisschraube mächtig angezogen und ich habe zum Glück noch den "alten" Preis bezahlt. Denn für über 800 Euro werden dann schon langsam wieder Die Nikon SE Porros interessant.
Original geschrieben von: Gamma_7


Demnächst werde ich es mal gegen das Fujinon FMT-SX2 16x70 vergleichen, welches jetzt schon 1000,- kostet (vor 3 Jahren noch 700,-.... pfeif )

Der Sieger in wohl allen Punkten (ausser Gewicht) dürfte feststehen......
Fragt sich nur ob der Mehrpreis von knapp 900,- das wert ist...!
Auch die 15x70 Marine Gläser des chinesischen Herstellers, die unter Namen wie TS, Omegon, APM etc. vertrieben werden, wären im Vergleich interessant!



Hallo Matthias,

Ed Zarenski vom CN Forum in den USA hat das UO 15x70 mal mit dem Fujinon sehr ausführlich verglichen.

hier der Link dazu : Link



Gruß Matthias


Bearbeitet von Matthias_1978 (11/03/2012 20:02)
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MikeS55 Offline
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#902413 - 11/03/2012 22:46 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: Matthias_1978]


Hallo zusammen !

Klasse eure Beitraege !

Die Geschichten aus den alten Zeiten sind sehr spannend und sehr interessant...Ich hoffe der Ein oder Andere erzaehlt noch ein wenig smile


Der Vergleich mit dem " Fujinon " ist nicht minder interessant. (Auch ein Wunschglas von mir)
Man darf sicherlich nicht vergessen, wie alt das Dekarem/Jenoptem schon ist. Die " Letzten " wurden grob vor 20 Jahren produziert. Das Ur-Dekarem 10x50 stammt meines wissens aus dem Jahre 1931 (!)...


Ich moechte betonen, dass es mir nicht darum geht, das Dekarem als " Heiligen Gral " der Fernglaswelt darzustellen, aber ich komme noch mal auf einen besonderen Punkt zurueck:

Ganz ohne Frage ist es ein Genuss, durch ein Swarovision, Leica oder auch Zeiss Victory zu schauen. Beim Swarovision zum Beispiel dieses faszinierende, randscharfe Bild. Ich kann mit dem Auge im Bilde herumkreisen und stelle quasi nichts unscharfes fest. Und es wird sicher auch schaerfer sein als das Dekarem. Die Betonung liegt auf " im Bilde " ...
Ich beobachte im Dekarem kein Bild, sondern ich schaue quasi ohne Glas einfach so herum. Mein Auge hat gar nicht das Verlangen, herumzukreisen. Diesen Seheindruck finde ich faszinierend...Nochmal, es geht mir nicht darum, es ueber anderen Glaesern zu stellen. Es ist voellig klar, dass die Premium-Glaeser wohl heller, klarer und schaerfer sind.

Aber der Seheindruck beim Dekarem ist einfach nur klasse



zwinker


Mike

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Gamma_7 Offline
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#902512 - 12/03/2012 12:58 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: Matthias_1978]


Original geschrieben von: Matthias_1978


Hallo Matthias,

Ed Zarenski vom CN Forum in den USA hat das UO 15x70 mal mit dem Fujinon sehr ausführlich verglichen.

hier der Link dazu : Link


Danke für den Link!

Sehr ausführlicher Vergleich.

Das Oberwerk dürfte dann baugleich mit den TS oder APM sein.

Abgeschreckt gegenüber den Fujinon hat mich immer das Mehrgewicht von ca. 600g (knapp 2Kg beim Fujinon, 2,6 Kg beim TS/APM) zumal ich es ja freihändig benutzen will.
Aber probieren geht immer über studieren.
Ein Fernglas kommt für mich nur freihändig in Frage, und da lot ich dann eben die Grenzen aus, die für mich noch sinnvoll sind.
Ich bin einer, der auch mit 16facher Vergrößerung freihändig keine Probleme hat.
Mit dem Gewicht muß ich die Grenze noch ausloten...!

Das TS 15x70LE, welches ich jetzt fast ausschließlich astronomisch verwende, wiegt nur ca. 1,3 Kg, also überhaupt kein Problem.

Nach meinen Kriterien für die Auswahl eines Fernglases hätte ich mir dieses Fernglas eigentlich gar nicht aussuchen dürfen.

Das Einblickverhalten, das Gefühl der Augenmuschel am Auge und der gesamte Bildeindruck (schönes kreisrundes großes Sehfeld), welche für mich ganz wichtige Kriterien sind, bewerte ich nur mit gerade so ausreichend, die Mechanik ist sogar echt brauchbar und richtig fest (da wackelt nichts), wo es aber wahrscheinlich so sein wird, daß ich ein gutes Modell in dieser Hinsicht bekommen habe. Das baugleiche Celestron Skymaster 15x70 war in dieser Hinsicht ein "Wackelkandidat".
Die Optik des TS LE zeigt ein kontrastreiches Bild (besserer Kontrast als bei den Nikon Actions), aber mit Schwächen im Reflex- und Geisterbildverhalten bei direkter Ansicht von Mond oder Laternen. Auch die Schärfe ist für mich nur als ausreichend+ zu bezeichnen. Der Gesamtbildeindruck am Tag vom Nikon Action 16x50 ist irgendwie viel schöner als beim TS 15x70LE.

Trotzdem habe ich dieses TS Glas für ausschließlich astronomische Zwecke behalten, da es einfach in dieser Gewichtsklasse als siebziger Glas mit 15/16facher Vergrößerung meines Wissens keine bessere Alternative neu gibt.
Schade eigentlich...!
Und man sieht eben mit diesen Öffnungsverhältnis wesentlich mehr als bei z.B. Weltklasseferngläsern mit 10facher Vergrößerung.
Hier spielt das Genießen des Motives die Hauptrolle, nicht der psychische Aspekt des "tollen Glases".... zwinker ,
was ich aber mit einem besseren Glas, wo dieser Aspekt noch zusätzlich dazu kommt, nicht ablehnen würde....

Ein Docter 15x60 (ist aber kein 70er), das Fujinon oder eben die Marine-Gläser von UO wären die Nächsten dann.
Na ja, schauen wir demnächst mal durch ein Marineglas und auch durch das Fujinon....und schauen auch mal wie sich das Gewicht bei mir mit freihändiger Beobachtung äußern wird!

Hier hat übrigens auch das Celestron Skymaster optisch das Nachsehen gegenüber dem TS. Das Celestron hat keine volle Mehrschichtvergütung, welches sich deutlich im Kontrast und Farbtreue wiederspiegelt. Während ein blauweißer Stern im TS auch blauweiß ist, kommt der Stern im Skymaster gelblich daher. Ein blauer Himmel ist beim TS auch blau, beim Celestron hat er einen Grauschleier....!

Gruß, Matthias


Bearbeitet von Gamma_7 (12/03/2012 13:11)

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Matthias_1978 Offline
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#902623 - 12/03/2012 20:03 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: MikeS55]


Hallo Mike

Original geschrieben von: MikeS55

Ganz ohne Frage ist es ein Genuss, durch ein Swarovision, Leica oder auch Zeiss Victory zu schauen. Beim Swarovision zum Beispiel dieses faszinierende, randscharfe Bild.

Mike


Genau aus dem Grund habe ich mir das Funjinon gekauft. Solltest du auch mal da durch das Fujinon schauen, wirst du von der Randschärfe begeistert sein. Das Teil wirst du nicht mehr von den Augen nehmen wollen. ;-)

Jedes mal, ob Tag oder Nacht, bin ich begeistert von der Bildwiedergabe!






Hallo Matthias,


Original geschrieben von: Gamma_7


Das Oberwerk dürfte dann baugleich mit den TS oder APM sein.



exakt!


Original geschrieben von: Gamma_7


Abgeschreckt gegenüber den Fujinon hat mich immer das Mehrgewicht von ca. 600g (knapp 2Kg beim Fujinon, 2,6 Kg beim TS/APM) zumal ich es ja freihändig benutzen will.
Aber probieren geht immer über studieren.
Ein Fernglas kommt für mich nur freihändig in Frage, und da lot ich dann eben die Grenzen aus, die für mich noch sinnvoll sind.
Ich bin einer, der auch mit 16facher Vergrößerung freihändig keine Probleme hat.
Mit dem Gewicht muß ich die Grenze noch ausloten...!



Unterschätze das Gewicht nicht. Ohne deine Kondition zu kennen, sage ich dir das das Freihändig auf Dauer keinen Spass macht. Denn selbst das Fujinon 16x70 ist nicht wirklich ein Genuss bei dem Gewicht. Diese machen erst auf einem Stativ wikrlich Sinn. Selbst mein Fujinon 10x50 FMT-SX2 kann sein volles Potenzial es erst auf einem Stativ wirklich ausschöpfen. Ich habe es am Anfang auch nicht glauben wollen, aber der Gewinn mit Stativ war nach kurzer Zeit enorm.
Insofern rate ich dir das TS 15x70, was du ja bereits besitzt, mal auf ein Stativ zu setzten und du wirst staunen was deine Augen nach kurzer Zeit noch an Details rausholen können.

Alles über 10x macht FÜR MICH Freihändig keinen Sinn mehr, da einfach zuviele Details verloren gehen. Das merkt man aber erst, wenn man es auch mal selbst ausgetestet hat. Das die "alten Hasen" immer raten bei über 10x Freihändig aufzuhören kommt nicht von ungefähr, wie ich übrigens anfangs selber nicht glauben wollte.

Der Logische Denkweg -> Große Öffnung und hohe Vergößerung = mehr Spass beim beobachten, ist meines erachtens DIE DENKFALLE überhaupt!

Als kleines Beispiel dazu nur mal folgendes. Nominal hören sich 2Kg oder 2,6 Kg nicht wirklich nach viel an. Wenn du eine Küchenwage in der nähe hast, nimm mal ein paar Bücher und versuche das Gewicht zu den FG,s abzumessen. Dann nimm diese Bücher und versuche Sie 5 Minuten vor deinen augen zu halten ohne zu Zittern. Du wirst festellen das das ein ziemlich schwieriges Unterfangen werden wird. Natürlich kann man auch eine Wasserflasche oder sonstwas dazu benutzen.

Gruß Matthias


Bearbeitet von Matthias_1978 (12/03/2012 20:07)
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oliva Offline
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#902710 - 13/03/2012 08:54 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: Matthias_1978]


Hallo Zusammen,

ein Stativ ist bei einem 10x50 eigentlich Pflicht. Aber...ich habe auch eine Möglichkeit gefunden, wie man ohne zumindest auskommt. Das stimmt nicht ganz, da ich ein Schulterstativ einsetze. Zum Beobachten im Stehen ist das defintiv nichts, jedenfalls nicht für mich. Aber bei Beobachtungen im Zenit kann ich das Fujinon 10x50 sehr ruhig halten. Sogar ruhiger als mein Jenoptem. Das liegt zum einen an der Gummiarmierung, die ein Verrutschen praktisch ausschließt und der angenehme Augenabstand, der ein bequemes Halten ermöglicht. Mit einem Schulterstativ ist es jetzt leicht möglich das Glas auf der Schulter oder gar auf dem Boden abzustützen. Legt man sich in N-S Richtung kann man beim Rollen des Körpers auf die Seite praktisch den Ost- und Westhimmel beobachten. Mit einer Kopfunterlage ist Süden auch kein Problem; für Norden gilt das gleiche wenn man den Kopf leicht überstreckt. Zenitbeobachtungen sind natürlich am einfachsten in dieser Position möglich.
Im Winter das Ganze im Schlafsack machen, das geht richtig gut. Man braucht etwas Übung. Damit ist es insbesondere möglich mit dem Glas am Himmel umherzustreifen.

Mit Hilfe meines Manfrotto Stativs kann ich das Glas auch direkt über dem Boden positionieren, so dass ich mich drunter legen kann und Zenitbeoachtungen auch mit dem Stativ gehen. Das Problem ist, dass das Stativ relativ schwer ist und deshalb nicht immer mit kann. Mit dem Jenoptem kann man so leider nicht beobachten, da der geringe Augenabstand dabei ein richtiges Problem darstellt. Mit dem Schulterstativ ist das diesbzgl. auch ein Problem.

Bei einem 16x70 stößt aber auch meine Methode vermutlich an ihre Grenzen. Das Glas ist ja nicht gummiarmiert und auch deutlich länger. Der Augenabstand auch geringer (?).

Übrigens das Fujinon ist auch nur ca. 80% des Gesichtsfeldes scharf. Seitdem ich aber mit Brille beobachte kann ich das teilweise ausgleichen. Nein ich habe eigentlich keinen Asti, jedenfalls behauptet das der Augenarzt und auch der Optiker.

Oliva

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MikeS55 Offline
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#902768 - 13/03/2012 13:07 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: oliva]


Hallo Leute.


Ja Matthias, das mit der Randschaerfe beim Fuji ist mir bekannt. Wenn ich kurz vor einem Kaufentscheid stehen wuerde, dann kaeme ich vielleicht ein klein wenig ins Gruebeln, da Oliva von 80% Schaerfe spricht...
Aber ich weiss natuerlich auf der anderen Seite auch, dass jeder anders empfindet.

Danke Oliva fuer deine Erfahrungen bezueglich des " Einblickverhaltens " beim Fuji und beim Jenoptem.
Zum Punkt Einblickverhalten ist es bei " mir " so, als haette man das Jenoptem fuer meine Augen konztruiert. Auch wenn ich richtung Zenit blicke, so kann ich es genau auf meiner Nasenwurzel, bzw. Stirn ablegen. Oder wie es " Hans-Juergen " vorgeschlagen hat, auf den Brauen. Mir faellt dabei auf, wie gross der Bereich ist, der es mir ermoeglicht, abschattungsfrei zu beobachten. Trotz geringem Augenabstand. Wie gesagt, nur das haeufige Verschmieren der Okulare stoert ein wenig.

Ich hatte die letzten zwei Tage zwei Porros zum Vergleich. Ob dieser Sinn macht oder nicht mal aussen vor....Beide Glaeser perfekt justiert.

Bresser Cobra 10x50 CB. Etliche Jahre alt,vielleicht 15 oder mehr. Knapp 70° SG. Der Vergleich zum CZJ war schnell zu Ende. Am Tage das Bresser durchzogen von schlimmen Farbfehlern. Schaerfe nur im innersten Drittel. Einblickverhalten katastrophal. Nur die Haelfte des Feldes laesst sich uebeblicken.
Des Nachts, Test am abnehmenden Mond. Das Bresser nicht ausreichend scharf. Reflexe wohin man auch blickt. Mondrand umgeben von einem starken, blauem Saum.

Pentax PCF V 10x50, gekauft fuer einen Verwandten vor etwa 10 Jahren bei ICS.
Ein schoenes, scharfes Bild am Tage. Geradezu luxurioeses Einblickverhalten. AP-Abstand 20mm. Klasse ! Bild ueberraschenderweise fast randscharf...Aber eines stoert, und zwar gewalltig. Ein viel zu kleines Gesichtsfeld von 5 °, also 50 Grad scheinbar, Tunnelblick. Dann der Vergleich. Im Jenoptem das Bild brillanter, schaerfer und viel ruhiger.
Des Nachts am Mond. Auch hier, das CZJ fuer mich schwierig definierbar brillanter, schaerfer. Homogener. Und das Gefuehl aus einer Apollo-Kapsel zu schauen...

1. Jenoptem
2. Pentax
3. Bresser


Gruss

Mike

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Gamma_7 Offline
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#902771 - 13/03/2012 13:13 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: Matthias_1978]


Original geschrieben von: Matthias_1978

Genau aus dem Grund habe ich mir das Funjinon gekauft. Solltest du auch mal da durch das Fujinon schauen, wirst du von der Randschärfe begeistert sein. Das Teil wirst du nicht mehr von den Augen nehmen wollen. ;-)

Jedes mal, ob Tag oder Nacht, bin ich begeistert von der Bildwiedergabe!


So wie ich vom Nikon SE 12x50 CF begeistert war, welches wörtlich nur am Rand zum "schwarzen" einen Hauch unscharf war!
Zusammen mit wohl Nikon EDG und Swarovision die randschärfsten Ferngläser. Dazu noch die Räumlichkeit im nahen und mittleren Bereich, für mich "DAS" Fernglas. Bei Leica und Zeiss sucht man sowas vergebens (Randschärfe), was bei vielen Beobachtungen auch nicht unbedingt nötig ist! Die glänzen dann mit anderen Punkten!

Das SE und das Fujinon 10x50 kosten mittlerweile gleich (Fujinon ist extrem teurer geworden), beide sind für ca. 800,- zu bekommen. Darunter kaum!
Daß das Nikon auch für 1300,- angeboten wird ist mir ein absolutes Rätsel...500,- Unterschied ist mehr als ein "Witz"...!

Original geschrieben von: Matthias_1978

Unterschätze das Gewicht nicht.


Ich habe ein Stativ, und das man mit Stativ aufgrund der absoluten Ruhe natürlich Details besser erkennt ist klar.
Ein "handliches" Fernglas kommt für mich aber nur freihändig zum Einsatz weil ich einfach ein Stativ als Ballast ansehe. Das schnelle Beobachten aus der Hand, dafür sind für mich Ferngläser gemacht worden, und genau so will ich sie auch einsetzen, schnell ohne widerum irgendwelchen zusätzlichen Kram. Für sowas habe ich ein 6" Newton-Teleskop.
Und da lote ich meine für mich sinnvolle Grenzen aus, und probieren werde ich auf jedenfall, Theorie ist gut, Praxis ist besser....!
Meine für mich sinnvolle Grenzvergrößerung freihändig mit "normalen" Fernglasgewichten liegt bei ca. 15/16fach, was wohl die allermeisten als fast "nicht glaubwürdig" bezeichnen...es ist aber so, ich habe mit rund 20 Ferngläsern auch dieses Thema für mich rausgefunden.
Ich habe z.B. mit dem 15x70 freihändig mehr Details gesehen als ein 10x50 (übrigens auch das von Fujinon vor 3 Jahren) auf dem Stativ.
Ich habe wirklich viel ausprobiert, deshalb hat das Ganze auch ca. 2 Jahre gedauert.

Ich habe da folgende Ferngläser getestet (mit Stativ und ohne):

Minox BD 10x58 ED Dachkant, Bushnell 10x50 Legend Porro, Nikon Action EX 10x50 Porro, Nikon Action VII 16x50, 10x50 und 10x40 Porro, Nikon SE 12x50 CF Porro, Nikon Monarch 10x36 Dachkant, Zeiss Conquest 10x56 Dachkant, Zeiss Victory FL 10x42 Dachkant (vom Kumpel), CZJ Jenoptem 10x50 und 8x30 Porro, Leica Trinovid 10x50 BN, Kite Petrel 8x32 Dachkant, Vixen Atrek 8x56 Dachkant, Vixen Ascot 8x32 Porro, Vixen Ultima 8x32 Porro, Fujinon FMT-SX 10x50 Porro, Optolyth 9x63 Dachkant, TS 15x70LE Porro, Celestron Skymaster 15x70 Porro, Bresser 20x80 Porro (sowas ist wirklich nur mit Stativ sinnvoll)!
Ich wollte immer mal Erfahrungen mit diesen Ferngläsern hier schreiben, ist aber auch sehr umfangreich, da halt ich mich dann immer wieder zurück damit.... zwinker

Dazu kommt es darauf an, wie man beobachtet (Thema Vergrößerung/Gewicht).
Ich bin jetzt nicht unbedingt einer, der mit einem Fernglas ein Motiv eine halbe Stunde oder gar länger ununterbrochen beobachtet und jedes kleine Detail wahrnehmen will.
Dafür würde ich dann das Teleskop nehmen.
Für mich ist das Wandern am Sternenhimmel, der "Eindruck" der Sterne, Nebel, Haufen etc. und dann natürlich auch mal das Verweilen auf etwas das Entscheidene mit einem Fernglas (in der Astronomie, am Tag aber auch ähnlich).
Oder einfach eben mal schnell "draufhalten"....!
Und dafür brauch ich und will ich auch kein Stativ!

Mein "Tag-Balkon-Glas" (großer Süd-Balkon mit Blick auf die Allgäuer Hochalpen und nachts ohne störende Lichtquellen schön dunkel) ist das Nikon Action VII 16x50.
Mein "Unterwegsglas" ist das Nikon Monarch 10x36 Dachkant.
Astronomisch das 15x70 LE von TS.

So habe ich von diesen Ferngläsern meine für den jeweiligen Zweck rausgefunden! Komischerweise sind es günstige bis fast billige Ferngläser geworden....!

Hierzu muß ich mal beschreiben, wie ich ein Fernglas "angehe" wenn ich es zum ersten Mal in der Hand habe.
Das Allererste, und das ist immer so, ist der Blick mit etwas Abstand in die Okulare. Ist die Austrittspupille rund und hat es drumherum Reflexe oder gar "zweite" Austrittspupillen, was für mich ein "Ausfall" wäre! Das Zweite ist der Blick in die Objektive auch mit heller Taschenlampe (Schwärzung innendrin, Vergütung), das Dritte ist die Mechanik (Wackelig oder fest, Gängigkeit des fokussierens), dann allgemeine "Anfassqualität", Haptik/Ergonomie) und dann der Blick durchs Fernglas. Und hier ist ein absolutes Muß ein angenehmes Gefühl der Augenmuschel am Auge und ein hervorragendes Einblickverhalten ohne Abschattungen und so, daß der Bildeindruck wunderschön kreisrund ist mit mindestens 60° scheinbaren Sichtfeld, welches am Rand wirklich scharf ins "Schwarze" begrenzt ist, es muß also für mich ein sehr angenehmer Bildeindruck entstehen ohne Anstrengung. Eine Superschärfe, oder ein Superkontrast, oder eine Superrandschärfe, oder eine Superfarbfehlerfreiheit sind für mich dann tatsächlich zweitrangig, wichtig schon, aber eben zweitrangig.
Natürlich darf es nicht unter alla Kanone sein, klar.
Die beiden Nikons erfüllen all dieses, und deshalb habe ich sie ausgewählt.
Nur astronomisch bin ich zwar einigermaßen zufrieden, aber es ist doch nicht der Weisheit letzter Schluß (Gefühl der Augenmuschel am Auge, Einblickverhalten und auch Schärfe), und da will ich noch wie angesprochen ausprobieren....!

Siehst Du, so hat jeder doch sein Ding....!

Gruß, Matthias


Bearbeitet von Gamma_7 (13/03/2012 14:06)

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oliva Offline
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#902955 - 14/03/2012 09:17 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: MikeS55]


Hallo Mike,

bzgl. Randunschärfe noch eine Klarstellung. Beim Fujinon gibt es die wie gesagt auch. ABER: Selbst am Gesichtfeldrand sind Sterne noch als solche identifizierbar, d.h. ich bemerke ab ca. 80% eine gewisse Unschärfe im Bild. Mit Brille ist das Teil - wie bemerkt - am Gesichtsfelrand wieder etwas schärfer. Schätze mindestens 90%. Ich vermute dass das Auge halt hier nochwas kompensieren kann. Am Jenoptem kann man Beobachtung mit Brille komplett vergessen. UND: Nur ca. 60% des Gesichtsfeldes sind dann scharf abgebildet. Ab ca. 85-90% verschwinden Sterne bspw. komplett. Das ist qualitativ was anderes wie beim Fujinon. Das muss man halt einfach im Auge behalten.

Bsp: M6 und M7 sind im Jenoptem nicht gleichzeitig "scharf" beobachtbar, obwohl in einem Gesichtsfeld sichtbar. Im Fujinon aber schon! Noch extremer M37, M36, M38 sind im Fujinon gerade so beobachtbar in einem Gesichtsfeld und obwohl die beiden "äußeren" (M37 und M38 (?)) am Gesichtsfeldrand gelegen immer noch als Offene Sternhaufen identifizierbar. Im Jenoptem liegen sie zwar nicht am Gesichtsfeldrand aber fangen an zu verschmieren...

Die Unschärfe ist bei der freihändigen Beobachtung kein Problem, da die Dinge, die man beobachtet ja meist in der Bildmitte positioniert werden. Sitzt das Glas auf einem Stativ und man möchte entspannt mal etwas länger beobachten (z.b. Pfeiffennebel in der Sommermilchstraße) dann wird man nicht dauernd hin und herschwenken, sondern ähnlich wie bei der Beobachtung am Teleskop eher mit dem Auge das Gesichtsfeld abgrasen. Und das ist mit dem Jenoptem halt nicht so schön möglich.

Um es vielleicht besser auf den Punkt zu bringen: Hat man mal mit guten Weiwinkelokularen beobachtet und schaut durch das Fujinon, wird man sich sofort zu hause fühlen. Von der besseren Grenzgröße und hellerem Bild des Fujinons mal abgesehen, sind Objekte im Grenzbereich Pelikannebel, NGC1499 usw. halt im Funjinon einfacher und je nach Beobachtungsbedingungen überhaupt erst zu sehen.

Oliva


Bearbeitet von oliva (14/03/2012 09:20)

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MikeS55 Offline
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#902972 - 14/03/2012 10:41 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: oliva]


Hallo Oliva,


dank dir fuer deinen Vergleich des Fujinon's und Jenoptems bezueglich der Randschaerfe. Das ist fuer mich sehr verstaendlich angekommen. Auch ich wuerde die Schaerfe des Jenoptem am Sternhimmel auf etwa 60, vielleicht auch 70% beziffern. Und dass das Fujinon bei stabilisierter Beobachtung Vorteile hat leuchtet mir ein. Im uebrigen ist M37 der ausserhalb liegende Sternhaufen der Fuhrmann-Sternhaufen.

Noch was beschaeftigt mich. Wenn du in beiden Glaesern die reine " Punktabbildung " , also die Feinheit der Sterne betrachtest, stellst du hier einen entscheidenen Unterschied fest ? Ich weiss, ich gehe da schon sehr ins Detail, aber hier liegt ja manchmal die Tuecke...
Ich hatte eine sehr interessante Diskussion bezueglich dessen mit einen Bekannten, der felsenfest davon ueberzeugt ist, dass ein geebnetes Bildfeld wohl zu lassten der Mittenschaerfe geht, bzw. gehen soll... gutefrage
Er empfindet ein Doctor Nobilem 10x50 in der Bildmitte als einen Tick schaerfer, um es praeziser auszudruecken, feinere Sterne...aber vielleicht gehe ich jetzt da auch ein wenig zu weit. Ich versuche halt hier eine gewisse Grenze auszuloten...

Ich komme nochmal auf die Stativ-Beobachtung generell zurueck. Fuer mich ist das grundsaetzlich immer eine Einschraenkung. Es sei denn, ich beobachte die Objekte, die sich nicht zu weit richtung Zenit bewegen, als klaschisses Beispiel im Sommer den Schuetzen. Alles andere ist, bzw. waere fuer mich nur noch mit einer Parallelogramm- Montierung schmerzfrei zu bewerkstelligen...
Ich benutze einen einfachen Liegestuhl. Perfekt waere hier jedoch ein jener solcher, der sich " drehen " laesst. Das muesste aber sehr stabil ablaufen, so dass sich der Stuhl nicht nach jeder kleinsten Koerperbewegung verstellt. Aber so was scheint es nicht zu geben...Oder halt Selbsbau...

Schau mal hier: Youtube, StarRocker MVI 6796


@Gamma-7: Bei dem Blick von deinem Balkon aus heraus koennt ich neidisch werden. zwinker


Mike

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oliva Offline
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#903074 - 14/03/2012 18:32 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: MikeS55]


Hallo Mike,

die Mittenschärfe bzgl. Punktabbildung ist bei beiden Gläsern sehr gut, d.h. das Fujinon hat da auch keine Schwächen im Vergleich zum Jenoptem. Die Grenzgröße ist sogar besser beim Fujinon und es erscheinen z.B. im in M8 eingebetteten Sternhaufen beim direkten Vergleich einige schwache Sterne mehr, die im Jenoptem nur indirekt hin und wieder aufblitzen. An hellen Sternen bildet das Fujinon besser ab. Beim Jenoptem gibt es hier schonmal "Schwänzchen". Letzteres ist aber aus meiner Sicht unwichtig.

Oliva

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MikeS55 Offline
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#903173 - 14/03/2012 23:21 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: oliva]


Hallo Oliva


Sehr interessant. So kann ich mir ein Bild davon machen, was da auf mich zukommen wuerde.


Danke smile


Mike

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MikeS55 Offline
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#903344 - 15/03/2012 19:32 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: MikeS55]


Hallo Leute,


Dass die CZJ Glaeser nicht druckdicht sind, duerfte bekannt sein. Ob Sinn oder Unsinn lass ich mal bei seite.

Lacht jetzt bitte nicht blush , aber mich wuerde interessieren, wo, oder wie ihr das Dekarem/Jenoptem aufbewahrt...

In einem alten Prospekt habe ich gelesen, man solle sie ausserhalb des Koechers in gut beluefteten Raeumen lagern.
Wie macht ihr das ?
Im Schrank, im Koecher oder Koffer ? Koecher geoeffnet oder zu ?

Und nach einer Beobachtungsnacht ? Oder nach Beobachtungen am Tage bei Kaelte ?

Gruss

Mike

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oliva Offline
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#903347 - 15/03/2012 19:37 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: MikeS55]


Hallo Mike,

in der Bereitschaftstasche (Kunstlederversion ausgekleidet mit Samt), die aufgrund des mittlerweile nicht mehr schließenden Reissverschlusses gut belüftet ist zwinker Das Glas ist nochmal in ein Baumwolltuch eingewickelt. Nach einer Beobachtung in einer kalten Nacht wird es einfach wieder ins Tuch eingepackt und in den Köcher und anschließend noch in eine Tasche (Ricksack ect.), so dass die Linsen nicht anlaufen.

Oliva

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seemann Offline
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#903356 - 15/03/2012 20:10 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: oliva]


Hmmm
Stimmt mich echt nachdenklich so ein Aufbewahrungshandling.Meine Gläser wollen jedenfalls atmen bzw zirkulieren damit sie nicht stocken.Also raus aus den Köcher und nach aklimatisieren auf einem Schrankboard oä rein in die Vitrine.Aber ohne Köcher bzw Bereitschaftstasche.

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stefan_r Offline
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#903377 - 15/03/2012 21:52 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: seemann]



Wenn ein Glas durch Temperaturwechsel in der Wohnung beschlägt dann am besten offen im Regal stehen lassen. Über längere Zeit stehen meine Gläser offen im Schrank, die Okulare mit Kappen abgedeckt. In Taschen oder Koffer kommen sie nur zum Transport.

Grüße

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seemann Offline
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#903384 - 15/03/2012 22:13 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: stefan_r]


@stefan_r
So isses
Habe allerdings statt Kappen 3mm Gummischeiben mit dementsprechenden Durchmesser zum drauflegen mit einem Locheisen selber ausgestanzt.
Gruß Jürgen

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MikeS55 Offline
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#904319 - 19/03/2012 10:04 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: seemann]


Hallo Leute,


also ist es wohl wichtig, dass das Glas Luft bekommt.

Wenn jemand noch einen Schwank aus aelteren Tagen auf Lager hat...faende ich klasse !
Die Seiten von Frank Schaefer, die Fernglas-Vitrine, Holger Merlitz, A.Koehler(fernoptik.de), company7, europa.com und das Zeiss Archiv sind da schon sehr informativ.

Zwar ein wenig o.T. - jedoch in Zusammenhang mit dem Dekarem/Jenoptem - ist sicherlich das Werk "Himmelswunder im Feldstecher" von Rudolf Brandt. Hans-Juergen hatte es erwaehnt.
Welche Auflagen sind denn da so in eurem Besitz ? Ich habe die 5. Auflage und seit ein paar Wochen die 1. Auflage. Besonders verblueffend in der Ersten ein Bild von einer Art Parallelogramm- Montierung von Zeiss, zusammen mit einem Herrn (Rudolf Brandt?), der durch ein CZJ-Glas blickt, wohl ein 6x oder 8x30. Diese Montierung ist in der Abbildung befestigt an einem Holzpfahl ! Schlicht weg phantastisch...wohl gemerkt aus dem Jahre 1938 !

Es gibt da noch ein kleines Buechlein oder Broschuere, habe ich entdeckt auf der Fernglas-Vitrine, das da lautet: "Was zeigt uns der Zeiss Feldstecher am Sternhimmel"..., mit dem Aufdruck des Wappens von Carl Zeiss Jena ! Wohl geschrieben auch von Rudolf Brandt in den 50iger Jahren...Hier zeigt sich eine Dame mit Feldstecher (wohl Dekarem) in den Haenden, des Nachts am Fenster beim Blick in den Sternhimmel...

Hoffentlich gibt es noch lange solche Firmen wie "Optixxx". In ferner Zukunft, vielleicht in 20 oder 30 Jahren koennte ja mal jemand fragen: "Hallo, hab ein Dekarem auf dem Dachboden gefunden, wo koennte ich es herrichten lassen"...


Gruss

Mike


smile


Bearbeitet von MikeS55 (19/03/2012 10:20)

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leicam62003 Offline
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#904350 - 19/03/2012 11:31 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: seemann]


Original geschrieben von: seemann
Hmmm
Stimmt mich echt nachdenklich so ein Aufbewahrungshandling..........


Hallo,
ich denke, Oliva meinte das anders.

Wenn das Glas, oder an sich egal welcher Ausrüstungsgegenstand, im Freien nur kalt wird, noch nicht beschlagen ist, kann man sehr wohl das Beschlagen beim Übergang in die wärmeren Räume verhindern. Wenn es noch im Freien luftdicht verpackt wird, in den wärmeren Räumen auf Raumtemperatur abklingt, dann kondensiert ja die Raumluft an der "Verpackung", nicht am Glas. Die Luft im Behältnis ist kalt, somit meist absolut betrachtet trokener. (Dichte) Wird sie im Raum warm, nimmt sie das eingeschlossene Wasser im größeren Volumen auf, kein Taupunkt. (?)
Habe dies aus aktuellen Anlass mit meinen Gläsern angesichts der Superkaltnächte so praktiziert, um einen Mechanik-Fokustest zu erfahren. Meine Gläser hingen über den Frostnächten an der Wäscheleine - hatte aber keine Lust auf Dauertau. Luftdicht verpackt, auf Raumtemp. anpassen lassen - hat einwandfrei funktioniert.

Ein bereits vom Tau behaftetes Glas zu verpacken, ja, das sollte selbsterklärend schnellstens durchlüften.

Vll. noch eine Info:
Echt Lederköcher-oder Taschen nehmen die Feuchte sehr gern auf. Eine Gerätschaft die zu lange, wiederholt und lange darin gelagert wird, kann über einen gewissen Zeitraum dann Schaden nehmen. Die kann man oft an alten Kameras mit Bereitschaftstaschen erkennen, die nie oder selten aus dieser entnommen wurden. Auch die Gerbsäuere des Leders kann wohl dazu beitragen. Sie haben dann den bekannten Zinkfrass(ß) an den verchromten Stellen. Auch die Linsen haben ab und an den Fungus, wenn das Vorderteil der B.Tasche immer verschlossen war.
Echtleder Behälter sollten auch der Luftzirkulationen zum austrocknen ausgesetzt werden, diese sind nicht als Lagerort anzusehen. Kommt selbstverständlich auf den Zeitraum an. Dies aus Erfahrung der Camsammler aus meinem anderen Hobby.
Die CZJ FG werden ja nicht jünger, also eine wertkonservierende Behandlung ist daher angebracht - haben sie sich ja auch verdient!
_________________________
Gruß Dominique
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www.dasfernglas.de

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R_Andreas Offline
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#904425 - 19/03/2012 18:17 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: MikeS55]


Hallo,

Antwort auf:
Welche Auflagen sind denn da so in eurem Besitz ?


ich habe die 3. 6., 7. und 8. Auflage. Die 3. übrigens doppelt, falls Du Interesse hast oder tauschen möchtest... (z.b. gegen Deine 5. Auflage oder SuW Ausgaben aus den 60gern)

Insgesamt ist das Buch faszinierend in seiner Kompaktheit und inhaltlichen Fülle. Welch ein Gegensatz zur aktuellen seichten Fernglasliteratur. Hoffentlich kommt das Buch von Holger Merlitz bald auf den Markt.

Grüße
Andreas

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MikeS55 Offline
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#904627 - 20/03/2012 11:01 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: R_Andreas]


Hallo Andreas,

danke fuer das Angebot, jedoch behalte ich meine 5. Auflage. smile

Das Thema Fernglasliteratur ist schon ein Kapitel fuer sich.
Auf Holger's Buch freue ich mich auch...

Schau mal im Board "Literatur" zwinker


Gruss

Mike

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Matthias_1978 Offline
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#904763 - 20/03/2012 20:08 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: MikeS55]


Hallo Andreas,

jetzt hast du aber echt mein Interesse geweckt. Worin Unterscheiden sich den die verschiedenen Auflagen voneinander?

Hallo Mike,

das Holger ein Buch schreibt wusste ich noch garnicht. Wäre schön zu Wissen wann die erste Auflage in den Handel kommt.

Gruß Matthias


Bearbeitet von Matthias_1978 (20/03/2012 20:33)
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MikeS55 Offline
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#905167 - 22/03/2012 12:06 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: Matthias_1978]


Hi Matthias,


ich kann nur von der 1. Auflage und der 5. sprechen.
Diese unterscheiden sich zunaechst im Cover. Die 5. ist ausfuehrlicher mit 123 Seiten, die 1. mit 92 Seiten. Auch gibt es teils Unterschiede in den Abbildungen. Besonders schoen in der 1. Auflage das Vorwort von Rudolf Brandt, in dem er schilderte, wem das Buch gewidmet war.

Aber ich kann nicht sagen welche Auflage mir besser gefaellt, beide unbeschreiblich phantastisch !
Meines wissens sind jedoch nur die Auflage bis zur 7. orginal von Rudolf Brandt.

Das mit dem Buch von Holger Merlitz kann ich dir nicht sagen, schau mal auf seiner Seite, dort findest du Infos.


Gruss

Mike

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R_Andreas Offline
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#905188 - 22/03/2012 13:26 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: MikeS55]


Moin,

ich wollte die Unterschiede zwischen den Auflagen immer mal herausarbeiten, aber bisher ist nichts draus geworden.





Als Informationsquelle ist der Nachfolger: Himmelsbeobachtungen mit dem Fernglas, von Rudolf Brandt, Bernd Müller, Eberhard Splittgerber, als völlig neues, eigenständiges Buch deutlich moderner, wesentlich Umfangreicher, und insbesondere mit einem ausführlichen theoretischen Teil ausgestattet. Das Buch ist immer noch als aktuell zu betrachten. Die alten Auflagen haben eher einen nostalgisch-historischen Wert. Im bild links bzw. unten.

Grüße
Andreas

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Matthias_1978 Offline
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#905449 - 23/03/2012 12:11 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: R_Andreas]


Hallo Leute,

vielen Dank für die Infos über die Bücher. Ich werde mir die neuere Auflage (Himmelsbeobachtungen mit dem Fernglas) mal besorgen, da mich die schon sehr interssiert.

Nächste Woche bin ich mal wieder aus beruflichen Gründen auf Mallorca. Da werde ich mir die Nächte das ein oder andere mal mit meinem 10x50 FMT-SX versüssen. biggrin

Gruß und CS

Matthias


Bearbeitet von Matthias_1978 (23/03/2012 12:12)
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R_Andreas Offline
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#905479 - 23/03/2012 14:18 Re: CZJ 10x50 Jenoptem [Re: Matthias_1978]


Antwort auf:
Nächste Woche bin ich mal wieder aus beruflichen Gründen auf Mallorca.


Gut dass ich ungern fliege, sonste wäre ich jetzt neidisch.

Grüße
Andreas

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