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holger_merlitz Offline
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#90899 - 17/11/2003 22:17 Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel


Hallo,

Ich wurde gerade darauf aufmerksam gemacht, dass Miyauchi ein neues 7x50 anbietet:

http://www5.ocn.ne.jp/~opt-m/
(dort gibt es ein PDF auf Englisch)

Das scheint in mehrerer Hinsicht spektakulaer zu sein: Es ist ein echtes Weitwinkel,
mit 9.5 Grad, sehr ungewoehnlich fuer ein 7x50. Ausserdem ist es ein Porro II - meines
Wissens das Erste seiner Art seit vielen Jahren. Ich zitiere ferner aus dem Prospekt:
4-Linsiges Objektiv mit F 3.2 (!), 5-Linsige Erfle Okulare, Feldlinse mit Prisma verkittet,
22 mm Austrittspupillenschnittweite und Stickstoffuellung.

Der Preis soll etwas ueber 500 Euro sein.

Das hoert sich doch alles ganz gut an. Bin schon gespannt auf die optischen Eigenschaften.

Viele Gruesse,
Holger

hoch
hanz Offline
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#90900 - 17/11/2003 23:31 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: holger_merlitz]


Whow, das sind ja dann 65° scheinbares Gesichtsfeld, mehr als beim Zeiss 8x56 Victory!

Aber das Leichteste dürfte es dann wohl auch nicht mehr sein! Und mit f3,2 haben sich die
Konstrukteure dann wirklich schon ziemlich exponiert - da werden wieder die Erbsenzähler
den Farbfehler bemängeln. Andererseits vielleicht eine echte Alternative zum (wenn der Preis
stimmt) doppelt so teuren Zeiss und eine schöne Bereicherung der engen Pupille 7 Landschaft!

Porro 2: sind das die mit den nach innen gekehrten Prismen (Objektivabstand< Okularabstand
wie bei den Nikon Sprint)? Kann ich mit bei einem 50er eigentlich nicht mehr vorstellen!

Gruß

hoch
Frank_Schäfer Offline
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#90901 - 18/11/2003 10:46 Porro II Prismensystem [Re: hanz]


Hallo hanz,

na das wäre doch was für Dich! Oder nicht? Ich kenne noch einen hier im Forum, der sich mit Interesse die Produktankündigung anschauen wird ...

> da werden wieder die Erbsenzähler den Farbfehler bemängeln

das wohl weniger. Hast Du Dir schon mal vorgestellt, wie ein 22,8mm Okular mit 65 Grad scheinbarem Sehfeld in einem "f/3,2 Refraktor" abschneidet? Da müssen die Optiker bei Miyauchi aber einiges unternommen haben, damit die Randunschärfe erträglich bleibt. Ich frage mich nur, wie muß man in der Miyauchi Beschreibung die Objektive mit "two groups & two elements" interpretieren? Zwei Gruppen mit 4 Linsen oder 2 Gruppen mit 2 Linsen??? Gespannt bin ich auf jeden Fall, was das wird. Schon wegen dem Prismensystem ist das eine interessante Lösung. Und wenn die Randschärfe brauchbar ist, dann ist das Glas bestimmt ein Hammer für astronomische Beobachtungen unter einem richtig dunklen Himmel.

> Porro 2: sind das die mit den nach innen gekehrten Prismen (Objektivabstand< Okularabstand wie bei den Nikon Sprint)?

Nein. Die Dinger nennt man "reverse porro prism binoculars" ... Das Porro II System wurde früher (vor 1945) von Leitz, Zeiss, Ross und ein paar anderen in Marine und Armee Gläsern verwendet. Das sind die Teile, die heutzutage auf ebay für 1000 Euro und mehr verjubelt werden. Schau mal auf hegeroptik links in der Menüleiste unter "Ferngläser -> Zubehör&Ersatzteile". Im 4. Bild von oben siehst Du ein Porro II Prismensystem in voller Schönheit und darüber eins der alten Porro II Ferngläser. Soweit ich weiß verwendet Miyauchi das Porro II System z.T. auch in den Prismenumkehrsätzen der winkligen Großferngläser. Das Porro II System wurde früher vorwiegend aus einem Grund verwendet: um die Transmission zu erhöhen (die Vergütung optischer Flächen war ja damals noch nicht Stand der Technik). Man hat die Prismen miteinander und manchmal auch die Feldlinse des Okulars mit einem der Prismen verkittet. So konnte man die Zahl der Glas-Luft-Flächen im Vergleich zum gängigen Porro I System deutlich verringern, was mit einem helleren Bild einherging. Nachteil: die Justierung war wohl nicht ganz so easy ...

Frank.


Bearbeitet von Frank_Schäfer (18/11/2003 11:03)

hoch
wasguggsuda Offline
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#90902 - 20/11/2003 11:43 Re: Porro II Prismensystem [Re: Frank_Schäfer]


Hallo Frank,

weiß gar nicht, wen du mit "kenne noch einen hier" meinen könntest ...

Klingt aber richtig gut, das neue WW-7x50 - wenn ich denn wirklich 7mm AP öfter nutzen könnte, das ist hierzulande ja eher selten .
Und die gewichtigen 1,2 kg sind leider exakt das, was mein bisher bestes altes japanisches 10Grad-7x50 auf die Waage bringt (nein, nicht eines der "Olympia", das du kennst). Bin schon gespannt, wie "rund" beim Neuen die AP aussieht!

Im Moment freue ich mich aber u.a. an einem wirklich feinen alten 550g-Japaner, 8x30 mit immerhin ebenfalls 9,5 Grad GF, plus feine Schärfe sowie Transparenz (JB31,JE30) ... das nehme ich einfach immer mit. Nur, plus dem ebenfalls feinen 580g-10x40 mit 140m GF komme ich dann auch auf 1,2 kg .

Also mal sehen, wann es das Neue gibt ...

Beste Grüße+cs,
Dietmar

hoch
Frank_Schäfer Offline
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#90903 - 20/11/2003 13:04 Re: Porro II Prismensystem [Re: wasguggsuda]


Hallo noch einer,

fühlst Du Dich angesprochen? Kann ich überhaupt nicht verstehen ...

Das Problem mit 7mm AP habe ich auch. Ich kann sie selten sinnvoll nutzen und so findet das Miyauchi sicher nicht den Weg in meinen Haushalt. Wozu ein 1,2kg schweres 7x50 durch die Gegend schleppen, wenn ich meine Pupillen gerademal auf 5 oder 6mm aufbekomme?

So ein 8x30 mit richtig großem Feld ist auch nicht übel. Ich hatte kürzlich mal das Vergnügen mit einem 10 Grad Exemplar von Seeadler Optik Nürnberg. Eigentlich wollte ich es nicht im Schaufenster des Fotohändlers stehen lassen, aber der Kontrast war wirklich übel. Das Logo der alten "Jägermeister" Serie von Seeadler passt nämlich so schön zu den kleinen Schnapsflaschen ... Das dumme war, ich hatte gleich noch den Vergleich mit einem Nikon 8x30 E II. Das Sehfeld war zwar nicht ganz so groß, aber mit 8,8 Grad wohl im Bereich dessen, was echte Weitwinkelfreaks gerade so noch durchgehen lassen... Aber die Optik ist erste Sahne! Wenn Du mal bei einem Nikon Händler ein E II stehen siehst, solltest Du mal durchgucken. Da könnte man echt schwach werden.

So wie ich das sehe, bist Du hier im Forum wohl der einzige, der genügend Erfahrung mit 7x50 WW Gläsern hat. Wie schaut es denn da mit der Randunschärfe aus? Ist das problematisch oder ist die echte Unschärfe soweit außerhalb des direkten Sichtfeldes, daß es nicht mehr stört? Wenn ich an das 7x50 Binoctem denke, da macht sich die Randunschärfe schon bei 50 Grad Okularen bemerkbar. Ich könnte mir vorstellen, daß Okulare mit 60 oder gar 70 Grad da nicht gerade der Bringer sind.

Frank.

hoch
J_Brabender Offline
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#90904 - 20/11/2003 21:35 Re: Porro II Prismensystem [Re: Frank_Schäfer]


Hallo zusammen,

Imvo (www.imvo-roure.com ) in Lleida, Spanien bietet das Miyauchi Binon schon seit einigen
Wochen für ca. 570,- Euro an. Gestern habe ich es auf www.astrooptik.ch für 475,- Euro
gesehen. Falls der Trend anhält werden die Gläser richtig billig sein, wenn die ersten davon
in Deutschland aufschlagen.

Jürgen

hoch
curefan Offline
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#90905 - 20/11/2003 22:35 Re: Porro II Prismensystem [Re: J_Brabender]


Wobei auf die 475 EUR bei Verkauf nach D noch die Mehrwertsteuer drauf kommt.

Marco
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"I can lose myself in chinese art and american girls..." (The Cure, 1982)

hoch
holger_merlitz Offline
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#90906 - 21/11/2003 09:37 Re: Porro II Prismensystem [Re: curefan]


Korrekt, die Mehrwertsteuer kommt drauf, plus, wie ich gerade erfahren habe, 35 Euro
Versandpauschale bei Lieferung nach Deutschland, so dass es am Ende wohl ueber 570
werden. Gibt es eigentlich in Deutschland einen Miyauchi Haendler, bei dem man
das Fernglas in absehbarer Zeit sehen wird?

Gruss, Holger

hoch
curefan Offline
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#90907 - 21/11/2003 13:08 Re: Porro II Prismensystem [Re: holger_merlitz]


Hi,

mit Sicherheit doch bei ICS Birkmaier...

Viele Grüsse,

Marco
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"I can lose myself in chinese art and american girls..." (The Cure, 1982)

hoch
wasguggsuda Offline
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#90908 - 21/11/2003 16:22 Re: WW-7x50er [Re: Frank_Schäfer]


Hallo Frank,

naja, meine drei älteren japanischen 10Grad-7x50er reichen mir noch nicht ganz für großartige Erkenntnisse ...

Ganz kurz und sehr subjektiv also:

Du hast richtig vermutet (und bei einem selbst gesehen): Keines meiner 10Grad-7x50er zeichnet scharf bis zum Rand. Und ich denke, auch aufgrund etlicher anderer Ultra-WW-Ferngläser in meiner kleinen Sammlung, Schärfe bis zum GF-Rand ist bei Fernglas-Okularen mit 70 bis 80 Grad bei Ferngläsern "von der Stange" auch nicht machbar, würde aber sehr gern einmal eine Ausnahme sehen.

Ich gehe nach meinen Seh-Erfahrungen aber davon aus, daß zumindest meine Augen sowieso nicht mehr als 30 Grad GF "zugleich" als scharf erfassen können, für den "Rest" müssen die Augen "spazierengehen". Und daher ist die Randschärfe für mich eher ein Wert, der in gewissen Grenzen suboptimal sein darf, aber auch nicht zu stark abfallen sollte.
Gut akzeptable Schärfe bis ca. 50 Grad GF ist darüber hinaus schon sehr schön anzusehen, und ich muß nicht dauernd "schwenken".
Darüber hinaus muß sich auftretende Unschärfe in Grenzen halten, wichtiger jedoch ist ein gleichmäßiger Verlauf und eine gleichmäßige Bildfeldverzerrung (Gegenbeispiel: Eines meiner 7x35 mit 11 Grad, das eine Art "Bullaugeneffekt" aufweist).

Dazu kommt aber weiter, daß ich bei voll geöffneter Pupille erfahrungsgemäß davon ausgehe, daß die Sehschärfe gerade durch die hohe Pupillenöffnung schon ein ganzes Stück eingeschränkt wird - egal, wie gut die Optik ist. Gerade unter optimalen Bedingungen (mondlose Wüste um Mitternacht!) hatte ich leider den Eindruck, keine wirklich nadelscharfen Sterne sehen zu KÖNNEN.
Das gilt übrigens natürlich auch für die anderen Gläser, die in der Wüste dabei waren (7x35-11Grad, 20x80-3,5Grad).
Der absolut überwältigende visuelle Eindruck war eher geprägt von "Flächenhelligkeit", während unter schlechterem Himmel in guten Gläsern selbst viele nadelfeine Sternpunkte nur eine "Ahnung" davon geben. Unter schlechtem Himmel aber ist eine maximale AP von 7mm wohl eher sehr selten tatsächlich nutzbar.
Leider stand das Oriontrapez nicht am Wüstenhimmel, das ich auf Kreta vom Hotelbalkon im russischen 20x60 so schön nadelfein aufgelöst sah ...

Die größten Stärken von Ultra-WW-Okularen in Ferngläsern sind nach meinem Dafürhalten jedoch folgende:

Erstens entsteht ein fast plastischer, dreidimensionaler Eindruck, der bei Tageslicht sofort auffällt, sich aber auch bei Nacht einstellt (aber anders als im Bino-Ansatz am Teleskop). Da dieser nicht geometrisch begründet sein kann, suche ich den Grund bei der Wahrnehmungsphysiologie und -psychologie, verursacht vielleicht sogar (mit) durch die meist vorhandene Bildfeldwölbung.

Der zweite Grund ist "außeroptisch" - ich möchte es so beschreiben: Die Hände umfassen das Fernglas und nehmen dessen physischen "Umfang" wahr, das wahrgenommene GF jedoch ist wesentlich "größer" als das umfasste Fernglas. Also sozusagen das begriffliche Gegenteil von "Tunnelblick" ... jedenfalls einfach ein Genuß, so eine ordentliche "Händevoll Himmel".


So, daraus ist jetzt eher ein radikal-subjektiver Bericht geworden (besser: "Bekenntnisse eines UWW-Bino-Verrückten" :-) , der vom Thema abschweift ...

Beste Grüße, schönes Wochenende+cs,
Dietmar

P.S.: Danke nochmal für das Weitergeben des Minolta 8x40EW, es ist eine echte Bereicherung für mich, auch wenn es das elfte 8x40 bei mir ist. Gegenüber dem nicht unbedingt schlechten 7x35EZ aus "gleichem Hause" übrigens ein grösserer Unterschied ...

hoch
Frank_Schäfer Offline
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#90909 - 22/11/2003 23:03 Re: WW-7x50er [Re: wasguggsuda]


Hallo Dietmar,

ich sehe das ähnlich wie Du es geschildert hast. Da man ein 7x50 ohnehin in der Regel freihändig nutzt und so auch in der Bildmitte guckt, spielt die Randschärfe hier eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist, daß die Begrenzung des Sehfelds aus dem Bewußtsein verschwindet, so in den Hintergrund rückt und man ein wenig "Nagler-Feeling" geniessen kann. Der Einblick ist dann wohl so, als ob man 7-fach vergrößernde Kontaktlinsen mit 50mm Öffnung trägt . Das Sehen ist halt natürlicher, weil es keine feste Begrenzung des Sehfelds gibt. Die nach außen zunehmende Unschärfe haben wir ja beim normalen Sehen genauso und keiner regt sich auf. Wenn die Schärfe des 7x50 in der Bildmitte tadellos und bis 30 oder 40 Grad ausreichend ist, dann ist das schon was feines, um durch die Milchstraße zu pilgern. Da ich das Fernglas bei Freihandnutzung nach Lust und Laune dahin schwenken kann, wo ich gucken will, interessiert mich ein hohe Randschärfe eigentlich weniger.

Vielleicht komme ich ja doch noch auf den Geschmack ...

Frank.

hoch
wasguggsuda Offline
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#90910 - 25/11/2003 18:25 Re: WW-7x50er [Re: Frank_Schäfer]


Hallo Frank,

nachträglich gefunden: Schau dir doch mal diese 7mm-AP-Diskussion an ...

Gruß+cs,
Dietmar

hoch
holger_merlitz Offline
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#90911 - 26/11/2003 08:52 Re: WW-7x50er [Re: wasguggsuda]


Hi Dietmar,

Interessante Diskussion! Meines Wissens ist die beobachtete chromatische Aberration bei
7mm AP echt, aber normalerweise nicht sichtbar. Der Grund dafuer wurde in der Diskussion
nur ganz kurz gestreift: Wenn es so dunkel ist, dass die AP 7mm erreicht, dann findet Sehen
praktisch nur durch Staebchen statt, die keine Farbwahrnehmung haben. In der Nacht
sind alle Katzen grau. Taucht ein Objekt auf, das hell genug waere, um auch Zaepfchen
anzuregen, geht die AP auch schon wieder zu. Ich sehe den Effekt aber gelegentlich bei
entfernten (Neon-)Strassenlaternen, die einen leicht blaeulichen 'Rand' bekommen.

Gruss,
Holger

hoch
Frank_Schäfer Offline
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#90912 - 26/11/2003 15:34 Re: WW-7x50er [Re: wasguggsuda]


> nachträglich gefunden: Schau dir doch mal diese 7mm-AP-Diskussion an ...

Hallo Dietmar,

hab's mir angeschaut. Was sagt mir das? Deep-Sky Beobachtungen mit Augentropfen vom Augenarzt sollte man besser bleiben lassen . Es sei denn, man will sein Auge im Sterntest auf die feinen Nuancen von Über-, Unterkorrektur, abgesunkenen Kanten und dergleichen überprüfen ... In dem Fall könnte es hilfreich sein, die angesprochenen Augentropfen zu nutzen. So könnte man das Auge auf intra- oder extrafokal "arretieren" und in aller Ruhe die ganz private Optik sterntesten ...

Was sagt mir das noch? Wir können doch eigentlich froh sein, daß sich die Augenpupillen am hellerlichten Tag nicht auf 7mm öffnen! Dann wäre das schöne 8x56 Zeiss Victory wohl "grottenschlecht". Wer weiß, wenn sich chromatische Abberation (?) und andere Abbildungsfehler der Augen mit denen des Fernglases überlagern, was man dann durchs 8x56 sehen würde? So schliessen sich die Pupillen am Tag auf angenehme 2,5mm und das Victory ist der Hammer! Nachts sind eh alle Katzen grau, Schärfe und Farbempfindlichkeit der Augen lassen nach und das Victory ist wieder der Hammer. Wer hätte das gedacht ...

Und für alle Freunde großer Austrittspupillen: zum Thema 8x56 Victory und 7mm AP gibt es hier noch was zu lesen ...

Frank.


Bearbeitet von Frank_Schäfer (26/11/2003 15:39)

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Urs Offline
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#90913 - 02/12/2003 17:11 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: holger_merlitz]


Hallo

Ich konnte nicht wiederstehen, ein 7x50er Miyauchi zu bestellen. Es ist zwar ein Schuss ins Blaue, da es absolut keine Testberichte gibt, aber bei dem aussergewöhnlichen (sehr kontroversen) Design... (äusserlich nicht optisch... hääh?). Die Bestellung ist nun beinahe zwei Monate her und noch ist's nicht eingetroffen. Ich habe heute erfahren, dass sie bei Miyauchi anscheinend noch nicht so glücklich sind mit den optischen Leistungen. Sie sind am Verbessern. Die Ankündigung fürs neue Bino war wohl ein bisschen vorschnell. Sobald das Gerät denn tatsächlich eintrifft, gebe ich gerne meine Erfahrungen weiter.

cs
Urs
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hanz Offline
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#90914 - 06/12/2003 02:47 Re: WW und weite Pupille [Re: Frank_Schäfer]


Hallo Frank,

hatte mich eigentlich hart entschieden, bei 499 Beiträgen Schluß zu machen (alles gesagt), aber der link, den Du
hier gebracht hast, ist mir die Inkonsequenz wert: Danke! So stelle ich mir das auch etwa vor! (und bei Triebel.de
steht immer noch das Superangebot für 1049€ für das Zeiss 8x56 Victory!!!)

Aktuelle Frage an Wasguggsduda: wie stufst Du eigentlich das Bresser 10x50 SWW ein (95° scheinbar - wenn ich
nicht gerade an einer neuen Geige rummachen würde hätte ich es schon mal zum Testen bestellt!) Seltsamerweise hat
noch niemand hier darüber "nachvollziehbare" Details berichtet - ist immerhin ein Spezialprodukt (Spiegel+Prisma)
ähnlich historischen Zeiss Konstruktionen? Da ist doch wohl das gerade diskutierte 7x50 von vornherein unterlegen?
(und für unter 200€ ist es ja eigentlich ein Schnäppchen wenn man bedenkt, daß so weitwinklige Gläser bisher
immer nur zu Ultra-Liebhaberpreisen als historische "Verkaufsflops" der teuersten Marken zu haben waren!!!

Gruß



hoch
holger_merlitz Offline
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#90915 - 06/12/2003 23:16 Re: WW und weite Pupille [Re: hanz]


Hallo Hanz,

Glueckwunsch zum 500'sten!
Was das Bresser 10x50 SWA betrifft: Ich hatte es schon mal in der Hand, und das Sichtfeld ist auch praktisch
unbegrenzt, aber leider ist das Bild nicht scharf - nicht einmal in der Mitte. Dazu kam eine Art von Verzeichnung,
dass mir beim Scrollen schwindelig wurde. Ich habe das Fernglas schnell wieder weggestellt...

Gruss,
Holger

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Ber Offline
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#90916 - 12/12/2003 23:17 Re: WW und weite Pupille [Re: holger_merlitz]


BTW: Wäre nett, wenn mal jemand den Link von oben ( http://www5.ocn.ne.jp/~opt-m/ ) direkt auf die PDF-Datei setzten könnte, da mein "Brauser" mit dieser jap. Seite gar nicht klar kommt (nur leere Seite).

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hanz Offline
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#90917 - 13/12/2003 20:48 Re: Bresser SWA 10x50 [Re: holger_merlitz]


Hallo Holger,

danke für die Warnung, kann ja auch leider nicht mit rechten Dingen zugehen - ein normales Duplett oder
Triplett Objektiv kurzer Brennweite ist halt mit einem bezahlbaren Okular nicht auf scharfe, flache 90°
Gesichtsfeld zu bekommen. Für 90° hab ich bei meinem Teleskop ein 280€ teures 24mm TAL SWA Okular,
das allein 1/2 kg wiegt. Und sowas wäre halt auch als Fernglas toll (seufz), aber unbezahlbar und schwer wie
ein Amboß.

Gruß

hoch
Urs Offline
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#90918 - 09/10/2004 19:13 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: holger_merlitz]


Hallo

Wollte nur kurz mitteilen, dass es Miyauchi endlich fertig gebracht hat, sein 7x50 Binon auszuliefern. Leider ist mein Astronomie-Budget für dieses Jahr erschöpft, da ich statt des 7x50 in der Zwischenzeit ein 15x50 (Canon IS) erstanden habe. Hoffentlich findet sich jemand, der das Miyauchi 7x50 in Bälde testet. (Vielleicht liegt ja nächstes Jahr budgetmässig wieder was drin...)

CS
Urs
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holger_merlitz Offline
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#90919 - 10/10/2004 13:02 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: Urs]


Hallo Urs,

Sehr aufmerksam - ich aber auch! Seit Freitag bin ich stolzer Besitzer des Binons :-) Ich habe es bei Astro Optik von Bergen bekommen:

http://www.astrooptik.ch

Selbstverständlich wird angesichts dieser Anschaffung das Wetter in den kommenden Wochen regnerisch bleiben und sich kein Stern blicken lassen. Sobald diese Phase überwunden ist, werde ich natürlich ausführlich über das Binon berichten!

Gruss,
Holger


hoch
mfriend Offline
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#90920 - 12/10/2004 07:27 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: holger_merlitz]


Hallo Holger,

Ich hoffe du hattest gestern nacht Klare himmel und zeit die Miyauchi 7x50 zu testen. Ich bin brennend dran interesiert

-Matt
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"Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean." Sir Isaac Newton http://www.friend.de/Astronomy/

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holger_merlitz Offline
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#90921 - 12/10/2004 09:43 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: mfriend]


Hallo Matt,

es gab Sterne zu sehen - 'klare Himmel' wäre eine Übertreibung :-) Immerhin konnte ich ein paar erste Eindrücke sammeln; die sind aber kein Ersatz für einen gründlichen Test, den ich in den nächsten Tagen durchführen werde.

Das Binon vereinigt ja mehrere attraktive Features in einem Instrument: Relativ grosses Sehfeld (66.5 Grad), grosse Austrittspupille (7.1 mm) und dazu eine grosse Austrittspupillen-Schnittweite (22 mm). Ausserdem ist es noch wasserdicht, und bei all diesem Brimborium auch noch relativ leicht: 1.25 kg. Fast zu schön, um wahr zu sein...

In der Tat gibt es bei diesem Instrument einige Probleme mit der Randschärfe. Ich würde es insgesamt in die 60% Klasse einstufen, d.h. innerhalb etwa 60% des Sehfeldes (radial vom Zentrum gemessen) liefert es noch punktförmige Sterne, danach schleicht sich Unschärfe ein. Interessanterweise ist dieser Vorgang beim Binon nicht symmetrisch: Nach oben hin beginnt diese Unschärfe bereits bei 50%, unten eher bei 70%. Man würde jetzt sofort meinen, die Optik sei nicht zentriert, aber exakt dasselbe Verhalten tritt auf beiden Seiten auf, es könnte sich hier also um ein Feature handeln (das Okular enthält angeblich eine 'asphärische' Linse - ob sie diesen Effekt bezwecken soll?). Ein Vorteil hat diese Verschiebung jedenfalls bei der terrestrischen Beobachtung: Die ganze Landschaft ist weitgehend scharf, der obere, weniger scharfe Bereich wird vom Himmel eingenommen und fällt nicht weiter auf. Nachts, am Sternhimmel, ist diese Asymmetrie aber deutlich sichtbar. Ich werde mal versuchen, ob ich bei Miyauchi jemanden erreiche, der mir dieses 'Feature' bestätigen kann. Ich glaube, wie bereits gesagt, nicht an einen Justierfehler, der auf beiden Seiten exakt gleich gut gelungen ist :-)

Hauptursache für die Randunschärfe ist übrigens die sehr deutliche Bilfeldkrümmung. Das lässt sich leicht überprüfen, indem man einen Stern in den äusseren Bereich des Sehfeldes bringt und zu fokussieren versucht. Das gelingt relativ locker bis jenseits von 80% oberhalb des Bildfeldes. Gleichzeitig ist der Stern dann aber im Zentrum nicht mehr scharf.

Ok, jetzt wird es aber Zeit zu relativieren: Im Vergleich mit einem älteren 7x50 Weitwinkel von Tasco ist die Schärfeverteilung des Miyauchi schon deutlich besser! Ein Vergleich mit einem Fujinon 7x50 FMT-SX ist auch instruktiv: Das Fujinon hat 7.5 Grad Sehfeld (Miyauchi: 9.5) und davon liefern etwa 80% punktförmige Sterne, das ist also ein Bereich mit etwa 6 Grad Durchmesser. Die 60% des Miyauchi liefern etwa einen gleich grossen Bereich (0.3 Grad Unterschied sind bei der Ungenauigkeit dieses Verfahrens nicht signifikant). Das Miyauchi kommt also durchaus an die Leistung des Fujinons heran, mit dem Unterschied, dass sie sich trauen, ein grösseres Sehfeld anzubieten, auch wenn hier die Qualität nachlässt. Insgesamt finde ich den Seheindruck des Miyauchi besser als den des Fujinon.

Jetzt zu weniger kritischen Punkten: Die Vergütung ist allererster Klasse und auf demselben, sehr hohen Niveau des Fujinon. Die Strassenlaternen konnten kaum sichtbare Reflexe erzeugen, und wenn sie es taten, dann waren diese auch im Fujinon sichtbar. Die Resistenz gegen diffuses Streulicht ist gut bis sehr gut, wenn auch etwas schlechter als beim Fujinon. Letzteres ist übrigens hier deutlich besser als das Fujinon 10x50 FMTR-SX, dem ich eine gewisse Anfälligkeit für Streulicht bescheinigen konnte. In den letzten Nächten gab es hier zwar wenig Sernhimmel, aber dunkel waren sie schon, so dass ich das Nachtverhalten der Ferngläser vergleichen konnte. Es war mir bisher nicht möglich, einen Unterschied in der Bildhelligkeit zwischen dem Miyauchi und dem Fujinon festzustellen, und das will etwas heissen, denn das Fujinon ist hier nun mal das Beste vom Besten. Im Vergleich mit dem Tasco (aus den 60er Jahren, mit Einfachvergütung) wirken die beiden fast wie mit eingeschaltetem Verstärker (ok, leicht übertrieben :-).

Zur Handhabung sollte ich erwähnen, dass beide, das Fujinon wie das Miyauchi, Einzelokularverstellung haben. Ich halte das hier für wenig störend, da man ein 7x50 ohnehin nur selten nachstellen muss, und beide laufen so schwergängig, dass sie sich nicht von selbst verstellen können. Bei den Okulardurchmessern sind beide am Anschlag: Wer einen schmalen Augenabstand hat (weniger als etwa 62mm) sollte erst mal prüfen, ob er/sie noch die Nase dazwischen bekommt! Das Miyauchi ist handlicher und leichter als das Fujinon (1.45 kg) und lässt sich trotz der ungewöhnlichen Porro II Form sehr bequem umfassen.

Soweit ich es nach dieser kurzen Testphase beurteilen kann, halte ich das Binon für ein gelungenes Experiment. Es wäre wohl naiv zu verlangen, dass das Fernglas auch noch randscharf wird. Die Bildfeldkrümmung scheint bei Ferngläsern dieses Typs (mit grosser Austrittspupille) wohl ein besonderes Problem zu sein. Möglicherweise liegt es am Öffnungsverhältnis (1:3.2 beim Binon). Man sagt ja dem Zeiss Victory 8x56, das mit einem moderaten Sehfeld von 60 Grad auftritt, ebenfalls eine deutliche Randunschärfe nach. Scheinbar ist das technisch nicht so leicht in den Griff zu kriegen. Fujinon ist ein weiteres Beispiel: Das 10x50 hat 65 Grad Sehfeld und ist zu 90% randscharf, das 7x50 hat nur 52.5 Grad und ist nur zu 80% scharf. Übrigens: 90% von 6.5 Grad (dem wahren Sehfeld des Fujinon 10x50) ergeben schon wieder diese magischen 6 Grad scharfen Bildfeldes - vielleicht handelt es sich hier um ein Limit dessen, was mit vertretbarem Aufwand noch zu korrigieren ist? Wenn Walter mal wieder etwas mehr Zeit hat, würde ich mit ihm gern noch einmal diskutieren, was dahinter steckt, dass lichtstarke Ferngläser offenbar mehr mit der Randunschärfe zu kämpfen haben als weniger lichtstarke Ferngläser (bei gleichem scheinbaren Sehfeld). Uns war ja an anderer Stelle schon einmal aufgefallen, dass ein 10x40 oft randschärfer ist als das entsprechende 8x40 gleicher Baureihe (d.h. mit identischem Objektiv, aber längerer Okularbrennweite).

Gruss,
Holger

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Frank_Schäfer Offline
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#90922 - 12/10/2004 10:16 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: holger_merlitz]


Hallo Holger,

was den Kompromiss zwischen Randschärfe und Sehfeld betrifft, so muß man wohl neben dem Preis auch die Anwendung im Auge haben. Schau Dir Nagler oder Panoptic Okulare als das wohl extremste Beispiel an. Hier kann man auch bei schnellen Öffnungsverhältnissen am Sternhimmel eine sehr gute Randschärfe erzielen. Es wäre sicher machbar, ein relativ lichtstarkes Fernglas diesen Typs aufzulegen und das wäre dann ein Fall für Al Nagler . Ich staune überhaupt, daß Tele Vue noch kein Astrofernglas gebaut hat. Die nötige Erfahrung in der Konstruktion von Astrookularen hat man doch. Das Problem ist nur: so ein Fernglas kann man für Tagbeobachtungen wahrscheinlich vergessen. Hast Du schon mal mit Panoptic Okularen ein Spektiv betrieben? Die doch schon extreme Verzeichnung macht dem Spektiv für diesen Zweck den garaus. Das Bild ist einfach nicht mehr schön. Ich würde das so sehen: ein Astroglas mit Panoptic oder Nagler Okularen wäre eine feine Sache, nur dürfte die Anwendung genau auf diesen Zweck beschränkt bleiben. Nun muß man nur noch zusammenrechnen, was ein solches Fernglas mit zwei "Nagler Okularen" kostet ...

Frank.

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holger_merlitz Offline
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#90923 - 12/10/2004 10:44 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: Frank_Schäfer]


Hallo Frank,

Dazu kommt noch: Wie gross ist so ein Panoptic mit 23mm Brennweite? Könnte man zwei davon nebeneinander betreiben?

Gruss,
Holger

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einser00 Offline
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#90924 - 12/10/2004 11:00 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: holger_merlitz]


Hallo Holger,

ein schöner Bericht von Dir!

Mir persönlich wären 1,25 kg immer noch zu schwer!

Ob man bereit ist, zugunsten eines Sehfeldes von 66,5° nur 60% punktförmige Sternabbildung zu haben, muß jeder selbst entscheiden. Zum Auffinden und "spacewalken" ist das sicherlich o.k.

Für alle, die ein Bild des Binos vermissen, hier ein link:

http://www2u.biglobe.ne.jp/~sky-bird/miyauchi%20%20Binon%207X50.htm

Das Teil sieht wirklich außergewöhnlich aus, als hätte Admiral Nelson persönlich schon damit beobachtet

carpe noctem
Matthias


Bearbeitet von einser00 (12/10/2004 11:01)
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Astronomie in Deutschland ist wie Tiefseetauchen in der Wasserwaage

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mfriend Offline
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#90925 - 12/10/2004 11:44 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: holger_merlitz]


Hello Holger,

Tausend danke für die tolle erste eindruck. Du hast genau die 2 Bino's verglichen den ich momentan in betracht siehe

Die grosse Okulare der Miyauchi konnte für mich tatsachlich zu eine problem werden. Ich musste sogar die okulare meine 16x70 Fujinon umbauen um meine dicke nase dazwische zu kriegen. Wegen die grossere augenabstand ging der 7x50 Fujinon gerade so.

Ich glaube ich werde schauen muss ob ein händler mir die Miyauchi's zur probe schicken konnte.

Besten Dank,
Matt
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Frank_Schäfer Offline
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#90926 - 12/10/2004 12:27 Neues Weitwinkel Fernglas? [Re: holger_merlitz]


Hallo Holger,

das 27mm Panoptic in 2" verbietet sich wohl von selbst . Ähnliches gilt für 2" Nagler Okulare. Das neue 24mm Panoptic kenne ich nicht aus eigener Erfahrung. Mit seinem Vorgänger - dem 24mm Widefield - dürfte es keine Probleme geben. Wie groß Augenabstand und Nase sein dürfen, um zwei 24mm Panoptic Okulare zu nutzen, kann ich Dir nicht sagen. Mit 16mm Nagler Okularen soll es ja gut klappen.

Würde Tele Vue ein Nagler Fernglas konstruieren, so wäre das sicher ein Optimierungsprozeß. Mit den bei Ferngläsern üblichen Brennweiten muß man die Okulare möglicherweise gar nicht so groß bauen. Wenn ich mal von meinem 60mm Miyauchi ausgehe, dann wäre ein 16mm Okular mit ca. 17mm Feldblende vollkommen ausreichend und das wäre deutlich kompakter wie ein 16mm Nagler. Das gäbe dann ein 19x60 mit 3,2mm AP und etwas mehr als 3 Grad realem und knapp 60 Grad scheinbarem Sehfeld. Alternativ könnte ich mir auch 13mm Okulare mit knapp 70 Grad scheinbarem Sehfeld und ebenfalls reichlich 3 Grad realem Sehfeld vorstellen. Nun wären aber etwas größere Prismen wünschenswert, um auch bei größeren AP'en einen angenehmen WW Effekt zu erzielen. Also wären die Okulare wieder etwas größer, möglicherweise aber immer noch kompakter wie ein gängiges Nagler oder Panoptic.

Starten wir mal eine Anfrage an Al Nagler?

Frank.


Bearbeitet von Frank_Schäfer (12/10/2004 12:31)

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holger_merlitz Offline
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#90927 - 13/10/2004 09:11 Re: Neues Weitwinkel Fernglas? [Re: Frank_Schäfer]


>>>Starten wir mal eine Anfrage an Al Nagler?


Hallo Frank,

das können wir natürlich machen - aber, wie Du weisst, ist es ein langer Weg von einem guten Okular bis zu einem guten Fernglas. Wir könnten stattdessen auch Docter fragen, für das neue Nobilem Okulare vom Typ Nagler zu konstruieren (bzw. konstruieren zu lassen).

Gruss,
Holger



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InterconSpacetec Offline
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#90928 - 13/10/2004 19:48 Miyauchi 7x50 ist eingetroffen [Re: holger_merlitz]


Liebe Binogemeinde,

als Miyauchi-Vertretung habe ich das neue 7x50 schon vor
über einem Jahr geordert und gerade eben erhalten.
Die technischen Daten sind verlockend, bei der Gestaltung
diente ein historisches Fernglas als Vorlage.
Siehe Bild www.astro-markt.de/images/miy750.jpg
Der Verkaufspreis wird so um 650 EUR liegen.

Die mechanische Verarbeitung ist hervorragend, ebenso die
Abbildungsleistung in der Bildmitte.

Erwartungsgemäß läßt die Schärfe zum Rand des Gesichtsfeldes
deutlich nach, ich würde sagen auf dem halben Weg vom
Zentrum zum Rand beginnt ein leichter Schärfeverlust, das
letzte Viertel zum Rand ist ziemlich unscharf. Inwieweit das
beim Sternegucken eine Rolle spielt, läßt sich hier Dank
Hochnebel noch nicht sagen. Vielleicht klappts ja heute
Nacht.

Clear Skies
Martin Birkmaier
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holger_merlitz Offline
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#90929 - 14/10/2004 09:16 Re: Miyauchi 7x50 ist eingetroffen [Re: InterconSpacetec]


Hallo Herr Birkmaier,

sollten Sie Gelegenheit haben, das Schärfeverhalten mal genauer zu checken, dann würde ich Sie gern darum bitten, mal auf die Asymmetrie zu achten, die ich an meinem Binon festgestellt habe. Diese ist eigentlich auch schon am Tage zu sehen: Man fokussiert ein entferntes Objekt auf das Zentrum des Sehfeldes und vergleicht dessen Schärfe nahe am oberen und am unteren Sehfeldrand. Ich glaube zu sehen, dass das Objekt am unteren Rand schärfer ist als am oberen. Das ist identisch der Fall in beiden Tuben.

Viele Grüsse,
Holger Merlitz

P.S.: Ist Ihr Link korrekt? Funktioniert bei mir nicht!

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Walter_E_Schön Offline
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#90930 - 14/10/2004 11:03 Bist Du Brillenträger? Versuch einer Erklärung [Re: holger_merlitz]


Hallo Holger,

ich bin soeben mal für kurze Zeit von meinem Krankenlager aufgestanden (habe eine fürchterliche Erkältung mit krampfartigem Husten von der „photokina” mitgebracht) und habe auch mal ins Forum geschaut. Deine Beschreibung fände eine einfache einleuchtende Erklärung, falls Du Brillenträger sein und eine Gleitsichtbrille tragen solltest. Eine Gleitsichtbrille hat nämlich vom Zentrum aus nach unten eine zum Positiven hin wachsende Brechkraft (z.B. bei mir von -5 dpt im Zentrum zu -2,5 dpt im unteren Bereich bei meiner „normalen” Brille und von -3,75 dpt im Zentrum zu -2,75 dpt bei meiner auf den Monitor- und den Tastaturabstand angestimmten Computerarbeitsplatzbrille).

Dann könnte nämlich die „künstliche Naheinstellung” der Brille im unteren Sehfeldbereich eine entsprechende Bildfeldwölbung des Fernglases ganz oder teilweise kompensieren und so zu einer schärferen Abbildung beitragen.

Walter E. Schön

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holger_merlitz Offline
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#90931 - 14/10/2004 13:00 Re: Bist Du Brillenträger? Versuch einer Erklärung [Re: Walter_E_Schön]


Hallo Walter,

Deine Erklärung wäre einleuchtend - ich bin aber kein Brillenträger, und diesen Effekt habe ich auch nicht bei meinen anderen Ferngläsern gesehen. Bei der terrestrischen Beobachtung ist er eigentlich von Vorteil - normalerweise hat man mehr interessante Objekte in der unteren Hälfte des Sehfeldes als in der oberen, wo meist nur Wolken zu sehen sind. In der Astronomie wirkt es ein wenig 'schräg'.

Gute Besserung,

Holger


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Walter_E_Schön Offline
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#90932 - 14/10/2004 14:37 Bei rotationssymmetrischer Optik: dejustiert? [Re: holger_merlitz]


Hallo Holger,

fast hatte ich es mir schon gedacht (da das Foto auf Deiner Homepage Dich ohne Brillle zeigt), aber meine gegebene Erklärung ist angesichts eines rotationssymmetrischen optischen Aufbaus der Fernglasoptik die einzige mir möglich erscheinenden Lösung, wenn man eine Dejustage (z.B. Verkippung von Linsen oder Prismen) ausschließt, die in diesem Falle „zufällig” bei beiden Rohren identisch sein müßte.

Verkippte Prismen könnten dazu führen, daß die optischen Achsen von Okular und Objektiv nicht fluchten, sondern zueinander verkippt oder gegeneinander parallelverschoben sind (das „oder” ist hierbei kein ausschließendes). In diesem Falle muß auch eine Asymmetrie in der Bildschärfe entstehen.

Wenn etwa die Prismen auf einer Seite verkippt sind und das Kollimieren mit dem anderen Prisma vorgenommen wurde, wäre es denkbar, daß dann auch dieses in gleicher Weise verkippt wurde, um die Bildinhalte beider Seiten zur Deckung zu bringen. Aus der gleichen Verkippung würde dann auch die gleiche Bildasymmetrie resultieren. Das könnte den „Zufall” erklären.

Es handelt sich hier doch im ein Fernglas mit Porro-II-Prismen, die eigentlich verkittet und nicht mit Luftabstand zusammengesetzt werden. Verschiebungen oder Verkippungen würden also immer das Prsimensystem als ganzes betreffen. Eine Verschiebung des Porro-II-Prismas quer zur Achse müßte zu einem Achsversatz um den doppelten Betrag und wahrscheinlich dann auch zu einer erkennbaren asymmetrischen Vignettierung führen, und eine Verkippung des Prismas müßte eine doppelt so große Verkippung der Objektiv- gegen die Okularachse und dann ebenfalls eine unsymmetrische Vignettierung zur Folge haben. Leider habe ich kein Porro-II-Prisma, um das experimentell zu verifizieren, sondern habe mir das nur aus meiner räumlichen Vorstellung dieses speziellen Prismas abgeleitet. Kannst Du denn bei Betrachtung der Austrittspupille aus größerem Abstand in Achsenrichtung oder beim Blick von vorn ins Objektiv gegen einen weißen Hintergrund (Okulare nahe über weißem Papier) eine unsymmetrische Ausleuchtung erkennen? Das wäre ein Hinweis auf einen derartigen Fehler.

Walter E. Schön

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holger_merlitz Offline
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#90933 - 14/10/2004 16:07 Re: Bei rotationssymmetrischer Optik: dejustiert? [Re: Walter_E_Schön]


Hallo Walter,

die Austrittspupillen sind rund und gleichmässig ausgeleuchtet. Sieht man jedoch durch das Fernglas, so ist die obere Hälfte des Sehfeldes durch eine Blende scharf begrenzt, während der untere Rand etwas diffus erscheint. Sieht man von vorn durch die Objektive, erkennt man eine Sehfeldblende ausgangs der Prismen, die dort offenbar aufgedampft wurde (sie ist etwas transparent für helle Objekte), und diese Blende schirmt nur den oberen Teil des Strahlengangs ab, während der untere Teil des Sehfeldes wohl durch den Okulardurchmesser selbst beschnitten wird. Das könnte man vielleicht durch eine Verkippung erklären, die dann durch den Justiervorgang ebenso auf die zweite Achse gebracht wurde. Sollte das der Fall sein, dann sind die bei Miyauchi wohl unter Zeitdruck. Schliesslich hatten die dieses Fernglas Herrn von Bergen (von Astro Optik) als Demo Glass geschickt, und jeder geübte Beobachter erkennt diesen Effekt beim flüchtigen Durchsehen. Auch ich habe ihn sofort gesehen, aber keinen Verdacht geschöpft, da beide Seiten dasselbe Verhalten zeigten.

Gruss,
Holger

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HansR Offline
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#90934 - 16/10/2004 19:02 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: holger_merlitz]


Hi Frank !

Ich kann Deine Meinung vom 15mm Panoptic bestätigen, besitze selber eines. Als Spektivokular zeigt es deutliche Kissenverzeichnung. Aber am Sternenhimmel ist es eine Wucht.
h&chi Persei z.B. im Ranger sind ein Traum ! Freue mich schon auf den Orionnebel. Muss wohl mal früh aus den Federn in den nächsten Tagen.

Ich habe mich im Ernst tatsächlich schon einmal mit dem Gedanken beschäftigt, falls ich den Lottogewinn mache (muss mal mitspielen), mir einen zweiten gebrauchten Ranger zu kaufen und daraus dann ein Binokular zu bauen. So mit doppeltem Zenitprisma auf eine justierbare Platte geschraubt, würde wohl alles schlagen, was es so auf den Markt kommt. Warum der Nagler nicht schon auf diese Idee gekommen ist ? M.Erachtens bietet der Okularauszug des Ranger mit der Feinjustierung die ideale Voraussetzung .

Wäre dann wohl das Miy al uchi
Und da wären dann die 15er Panoptics auch cool.

CS
Hans

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Frank_Schäfer Offline
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#90935 - 16/10/2004 19:43 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: HansR]


Hallo Hans,

die Idee mit einem zweiten Ranger hatte ich auch mal. Da so ein Prismenumkehrsystem nicht ganz trivial ist, habe ich es seinerzeit gelassen. Aber der Traum von einem Doppel-Apo bleibt.

> falls ich den Lottogewinn mache

falls ich den mache, würde ich mir sowas kaufen:

"1 x TMB 80/600 Triplet Apo Astromeccanica Binocular, N, Euro 3.990"

Steht z.Zt. bei Markus Ludes auf der Lagerliste.

Oder falls der Lottogewinn groß genug ist:

"1 x Astromeccanica 4" Vixen Fluorite Bino mit Meade 10" LX 200 Goto Gabel Bino ist neu, Gabel mit Goto ist Gebraucht, Euro 9.990"

Selbe Liste.

Binokulare Grüße, Frank .

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holger_merlitz Offline
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#90936 - 19/10/2004 09:47 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: mfriend]


Hallo Leute,

ich habe inzwischen den Vergleich Miyauchi/Fujinon/Tasco fertig gestellt. Hier ist der Link:

http://www.geocities.com/holger_merlitz/miyauchi7x50.html

Viel Spass,
Holger

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Roland_Krebs Offline
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#90937 - 19/10/2004 12:17 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: holger_merlitz]


Hallo Holger,

wieder mal ein schöner, aufschlußreicher Fernglasvergleich, zu dem mich folgendes interessiert.
Da ich bei über 7 mm Austrittspupille eine ganze Menge Licht (bei eigenen ca. 5,5 mm ca. 40%) ungenutzt lassen würde, habe ich mir über EBAY ein zumindestens äußerlich sehr gut erhaltenes Zeiss Jena 8x40 Octarem ersteigert, daß nach Binofan http://binofan.home.att.net/nobilem.htm mit den Zeiss Nobilem 8x50 baugleich sein soll.
Wie hätte (D)ein 8x50 Octarem/Nobilem beim Vergleich mit dem Fujinon oder Miyauchi 7x50 abgeschnitten?
Vielen Dank im Voraus.

Roland Krebs

CS

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holger_merlitz Offline
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#90938 - 19/10/2004 13:03 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: Roland_Krebs]


Hallo Roland,

das Octarem/Nobilem 8x50 hat eine bessere Randschärfe als das Miyauchi, aber mehr Streulicht. Auch ist die Vergütung nicht ganz so gut, wenn auch viel besser als beim Tasco. Mein Nobilem hat einen leichten Gelbstich, der aber nicht wirklich stört. Insgesamt kann das Nobilem mit dem Miyauchi nicht ganz mithalten, spielt aber trotzdem noch in derselben Liga.

Gruss,
Holger

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Frank_Schäfer Offline
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#90939 - 19/10/2004 13:23 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: holger_merlitz]


Hallo Holger,

schöner Bericht! Habe ich auch nicht anders erwartet ...

> Unusual is their feature of turning in opposite directions

Hier bin ich stutzig geworden. Dasselbe "feature" hat mein Miyauchi 15x60. Vielleicht fallen Prismensystem und Okularanschluß in Japan vom selben Band? Die Frage ist nur, was ist vom Handling angenehmer? Die Einzelokulareinstellung von Miyauchi oder die von Fujinon?

Noch interessanter wäre jetzt ein Vergleich von Binon und Victory FL 7x42 . Wenn man nicht allzu häufig im Nahbereich beobachtet, könnte man da nicht so etwa 700 Euro sparen? Muß man halt etwas mehr Gewicht durch die Landschaft tragen und stets damit rechnen, daß man von einer Elster angegriffen wird. Das Binon glitzert so schön ...

Frank.

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Roland_Krebs Offline
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#90940 - 19/10/2004 13:38 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: holger_merlitz]


Hallo Holger,

Danke für die schnelle Antwort.
Für mich ist es nicht ganz nachvollziehbar, daß bei den aktuellen Porro-Gläsern zwar sehr viele 7x50 auf dem Markt sind, 8x50 Porrogläser jedoch ausgesprochen selten sind.
8x50 Gläser sind m.E. wegen der besser nutzbaren Austrittspupille und dem bei gegegebener Prismengröße möglichem größeren scheinbaren Gesichtfeld universeller einzusetzen.
Vielleicht kann die Fa. Docter, wenn denn mal das neue 10x50 auf den Markt kommt, auch ein 8x50 Glas produzieren.

CS

Roland Krebs

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holger_merlitz Offline
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#90941 - 19/10/2004 15:18 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: Frank_Schäfer]


Hallo Frank,

das Zeiss 7x42 Victory FL leistet optisch sicher nicht mehr als das Miyauchi 7x50, das ohne grosse Schwäche auftritt (die Randunschärfe nehmen wir bei 66.5 Grad halt mit). Die Leute werden ihre Auswahl sicher anhand des Gewichts und der Fähigkeit zur Nahfokussierung treffen, wo das Zeiss eindeutige Vorteile hat.

Gruss,
Holger

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holger_merlitz Offline
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#90942 - 19/10/2004 15:29 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: Roland_Krebs]


Hallo Roland,

da stimme ich absolut zu: Das 8x50 ist eigentlich eine bessere Lösung als das 7x50, weil es (bei gleichem scheinbaren Sehfeld) technisch weniger anspruchsvoll und dabei praktisch genauso dämmerungstauglich ist. Docter hätte das 8x50 lieber im Programm lassen sollen und damit etwas Besonderes gehabt. Auf der anderen Seite lag es wohl an den (fehlenden) Käufern, dass sie dieses Modell aufgeben mussten. Was soll man da machen?

Gruss,
Holger

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Frank_Schäfer Offline
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#90943 - 19/10/2004 15:49 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: holger_merlitz]


> das Zeiss 7x42 Victory FL leistet optisch sicher nicht mehr als das Miyauchi 7x50

Hallo Holger,

da wäre ich vorsichtig. Um von "sicher" zu sprechen, sollte man vielleicht erstmal das 7x42 FL mit einem Binon 7x50 oder auch mit einem Binon 7x42 am Sternhimmel bezüglich der Randschärfe vergleichen. Dann müsste sich ja zeigen, ob das Binon an der Stelle genauso scharf abbildet, wo beim Zeiss die Sehfeldblende beginnt ...

Frank.

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holger_merlitz Offline
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#90944 - 19/10/2004 22:49 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: Frank_Schäfer]


Zitat:

Um von "sicher" zu sprechen, sollte man vielleicht erstmal das 7x42 FL mit einem Binon 7x50 oder auch mit einem Binon 7x42 am Sternhimmel bezüglich der Randschärfe vergleichen.

--------------------------

Hi Frank,

das seh' ich ja ein... Interessante Idee übrigens: Wenn der Himmel nicht dunkel genug ist für ein 7x50, könnte man das Miyauchi ja auch mal auf 7x40 oder 7x35 abblenden. Vielleicht verbessert sich dadurch die Randschärfe? Ich muss wohl mal ein bischen basteln.

Was die Okularführung anbetrifft: Das ist wohl reine Gewohnheitsache. Ich war natürlich regelmässig verwirrt, da ich gleichzeitig mit dem Fujinon und dem Miyauchi hantiert hatte, aber das sollte kein Problem sein, sobald man sich einmal auf ein Gerät eingespielt hat.

Gruss,
Holger

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Frank_Schäfer Offline
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#90945 - 20/10/2004 09:40 Miyauchi 7x40 Weitwinkel [Re: holger_merlitz]


> Vielleicht verbessert sich dadurch die Randschärfe?

Hallo Holger,

wenn Du aus dem Binon ein 7x40 machst, dann blendest Du ja bei der Himmelsbeobachtung auch Deine Augen ab. Damit wird evtl. das Binon besser und Deine von 7,1 auf 5,7mm abgeblendeten Augen verzeichnen in der Summe möglicherweise eine verbesserte Randschärfe. Um das Optimum zu finden, solltest Du möglichst viele Blenden bauen und sicherheitshalber mit 0,5mm Schrittweite den Durchmesser verkleinern . Wenn Du die Blenden dann noch exzentrisch auslegst, bekommst Du mit Deinem Binon vielleicht sogar eine rotationssymmetrisch abnehmende Schärfe!

Das lohnt die Mühe doch allemal! Außerdem ist es eine schöne Beschäftigung für verregnete Nächte ...

Exzentrische Grüße, Frank.

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steve11 Offline
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#90946 - 20/10/2004 18:13 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: holger_merlitz]


Hallo Holger,

da hast Du ja wieder einen sehr interessanten Artikel geschrieben. Das 7x50er Format ist ja auch besonders bei Seglern und Skippern gefragt. In der Szene gibt noch 3 weitere Stars von auch für Astrozwecke vielversprechender optischer Potenz: Steiner Commander V (wahrscheinlich das beste Fernglas, das Steiner herstellt), Pentax PIF WP (verfügt ebenso wie das Fujinon über Bildfeldebnungslinsen) und Zeiss ClassiC B/GA T*. Deine Meinung zu diesen Geräten wäre natürlich ebenfalls sehr interessant. In Sachen Sehfeld kann natürlich keiner dem Miyauchi das Wasser reichen.

Gruß

Steve

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holger_merlitz Offline
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#90947 - 21/10/2004 10:23 Re: Neues Miyauchi 7x50 Weitwinkel [Re: steve11]


Hallo Steve,

hier muss ich leider passen, da ich keines der Ferngläser zur Hand habe. Ich hatte mal kurz versucht, das Zeiss zu bekommen, aber das hat auch nicht jeder Händler herumstehen und es sah nach einer komplizierteren Prozedur aus. Ich habe es sein lassen, weil mich die 7x50er eigentlich nicht so interessieren, eben wegen des Sehfeldes (ich brauch einfach die 60 Grad, um mich wohl zu fühlen :-).

Ein anderer Leser hatte mich auf das Nikon Prostar als weiteren Vertreter der High-End Klasse hingewiesen, das ich ganz vergessen hatte und jetzt auch im Report erwähne. Ich habe das Ding zwar nie in der Hand gehabt, aber meine Erfahrungen mit den Nikon SE Ferngläsern machen mich zuversichtlich, dass Nikon dem Fujinon das Wasser reichen kann, wenn sie sich Mühe geben. Bei Steiner hätte ich da meine Zweifel - aber, wie der Frank bereits mahnenderweise geltend gemacht hat: Ohne Test sollte man sich nicht festlegen.

Gruss,
Holger


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Saturn
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