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#916196 - 03/05/2012 23:05
Wellige Sonnenfilterfolie
Hi zusammen, nachdem ich es leid bin immer auf den dunklen, wolkenfreien Moment zu warten, kaufte ich mir eine Sonnebfilterfolie von Baader. Hab mir erstmal einen Filter für den 50/204 FH gebastelt. Alles stabil und passt perfekt. Jedoch ist die Folie nicht ganz glatt. Zum Rand hin ist sie etwas verspannt und wellig. Hat das Nachteile beim spechteln? Will mir noch eine für meinen 6" basteln und will da schon wissen ob es Aalglatt sein muss oder ob es eher weniger ausmacht wenn die ein oder andere Welle dabei ist. Hab bisher noch nie die Sonne beobachtet durch eine Folie. Danke schonmal LG
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Hallo "LG",
wellig macht, glaube ich weniger aus als verspannt. Die Filterfolie ist so dünn, dass leichte Wellen aufgrund loser Aufhängung abbildungsmäßig nicht dramatisch die Abbildung verschlechtern. Wenn die Folie aber eingespannt oder sogar VERSPANNT ist, besteht die Gefahr, dass sie bei nächster Gelegenheit und geringer Zusatzbelastung reißt - mit fatalen Folge....... Sieh also zu, dass die Folie zwar möglichst eben, aber lose und ohne Verspannungen gefasst ist, dann steht dem Vergnügen bei sonnigen Wetter auch bei leicht welliger Folie Nix im Wege.
CS Franjo
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#916235 - 04/05/2012 09:30
Re: Wellige Sonnenfilterfolie
[Re: Franjo]
Hallo Luke,
verspannt nein, wellig normal auch solltest Du aufpassen ,daß Du beim Aufsetzen bzw.Abnehmen deiner Konstruktion kein Vakuum bekommst . Das ist auch bei mir der Fall gewesen wurde aber durch ein kleines Luftloch seitlich gelöst.
Gruß Manfred
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#916248 - 04/05/2012 10:13
Re: Wellige Sonnenfilterfolie
[Re: Manny_Z]
Servus Namenloser,
die Abbildung wird am besten, wenn die Folie möglichst eben aufliegt. Bei 50mm Öffnung wird das noch nicht so schlimm sein, beim 6" wird es wichtig. Hatte die Möglichkeit zwei Filter aus der gleichen Folie zu vergleichen, der eine war aus Pappe, die Folie sah aus wie Wattenmeer, beim anderen lag die Folie zwischen zwei Sperrholzringen. Die Teleskope waren beide sehr gut, der Filter aus Sperrholz war um Klassen besser.
Servus,
Gottfried
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#916363 - 04/05/2012 18:07
Re: Wellige Sonnenfilterfolie
[Re: Gottfried]
Hallo, danke erstmal für die Tips. Ja habe links und rechts zwei Stellen ohne Uhu gelassen, so das die Luft ausweichen kann, ist ja klar bei einem FH. Heute Mittag erstmal so gegen die Sonne gehalten um zu schauen ob ich nicht gepfuscht habe. Dann gings auf den kleinen Tubus und rein mit einem 12mm Okular. Sah schon gut aus. Die Investition hat sich also gelohnt und doch sehr einfach. Jetzt hoffen wir mal auf Sonnenschein wenn die Venus an der Sonne vorbei stürmt. Mit dem Bau für den 6" hab ich auch schon begonnen. Allerdings aus Pappe. Dennoch danke für die Idee mit dem Sperrholz. LG Silvio
Bearbeitet von LukeSkywatcher (04/05/2012 18:08)
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Nochmal Hallo,
jetzt wirft sich mir die Frage auf ob es lohnt diese visuell ausgerichtete Folie auch fotographisch zu nutzen, oder wäre es doch ratsam eine Fotofolie zu besorgen?
LG Silvio
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#917471 - 08/05/2012 23:41
Re: Wellige Sonnenfilterfolie
[Re: moschmann]
Hi Silvio, wenn ich mich recht erinnere, ist die Folie für visuelles spechteln etwas weniger dicht, liefert also ein helleres Sonnenbild. Es kann sein, daß Du mit dem 6"er mit der visuellen Folie zu viel Licht für den Foto abkriegst. Der Fotoapperat geht net kaputt, aber die Sonne ist dann überbelichtet. Dann kannst selbst bei perfekten Bedingungen weder Granulation noch Sonnenflecken sehen. Das würde ich an Deiner Stelle lange vor dem Venustransit ausprobieren! Damit Du schnell noch Fotofolie kaufen kannst, falls Du sie brauchst... Glücklicherweise hat unsere Sonne jetzt ja jede Menge Flecken, also kannst das gut testen. 100 ISO, kürzeste Belichtungszeit (1/2000 Sek., 1/4000 Sek.)  Wenn Du visuell Flecken siehst, auf dem Foto aber trotz sorgfältigem Scharfstellen keine drauf sind, ist es überbelichtet und Du brauchst die dichtere Folie... 
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Grüsse & CS
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Hallo Fee,
die visuelle Folie ist deutlich dichter als die fotografische. Visuell ND5, fotografisch ND3,5. Beim Sonnenfoto soll die Belichtungszeit so kurz wie möglich sein um Luftunruhe auszuschalten.
Mit Fotofolie wird es beim beobachten zu hell.
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viele Grüße Thommy
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#917482 - 09/05/2012 00:39
Re: Wellige Sonnenfilterfolie
[Re: thommy_l]
Hi Thommy, danke, daß Du mich korrigierst, mein Gedächtnis ist nimmer so zuverlässig.  Ja, die Belichtungszeit sollte möglichst kurz sein...
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Grüsse & CS
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Hallo Leute, (ich hänge mich hier jetzt mal willkürlich drunter) hier sind mal wieder viele Fragen mit wenn und aber und vielleicht und habe mal gehört usw. – natürlich macht ein Versuch klug, man/ Mann kann aber auch die Suchfunktion nutzen und sich mal ein wenig einarbeiten oder mal einen Händler anrufen und sich beraten lassen – am besten bei dem Händler, bei dem Ihr die Sachen auch kauft. Oder auch gerne mal in die beiliegenden Anleitungen schauen, die liegen nicht umsonst mit dabei. ;-) "Mann" könnte auch direkt auf die Herstellerseite schauen: http://www.baader-planetarium.de/sektion/s46/s46.htmGerade für Einsteiger ist es hier sehr schwierig: 10 Fragen ergeben 20 unterschiedliche Antworten. Die visuelle AstroSolar Sonnenfilter Folie (Optische Dichte (OD)=5). Das Bild wird nur dann dunkler, je höher die Vergrößerung ist - wie bei der normalen Beobachtung auch. Fotografie ist mit der visuellen AstroSolar Sonnenfilter Folie ebenfalls möglich, bis zu einem gewissen Punkt. Hier macht ein frühzeitiger Versuch natürlich klug. Die AstroSolar-PHOTO-Folie (OD 3.8) ist nur für den extrem hohen Vergrößerungsbereich gedacht, um dort – fotografisch – genügend Licht zur Verfügung zu haben. Also genau da, wo die visuelle Filterfolie aufhört, fängt die photographische (um es auch mal in alter Form richtig zu schreiben; fotogra phisch gibt es nicht) Filterfolie an. Die AstroSolar-PHOTO-Folie kann auch visuell verwendet werden, allerdings müßen dann zwingend weitere Filter verwendet werden, da die PHOTO-Folie sonst zu hell ist und es zu bleibenden Augenschäden kommen kann/wird. Folgende Filter sind für den visuellen Gebrauch der AstroSolar-PHOTO-Folie zwingend notwendig:- Neutral-/Graufilter OD = 1.8 + UV/IR-Sperrfilter ODER- Solar Continuum Filter + (ggf. leichtes Neutral-/Graufilter OD 0.6/0.9) + UV/IR-Sperrfilter Zum UV/IR-SperrfilterAuf ultraviolette und Infrarot Strahlung (Wärmestrahlung) reagiert unser Auge nicht so, wie der Lidreflex auf Helligkeit. Es ist ein reines Wärme-Schutzfilter zur visuellen Beobachtung, macht im visuellen Bereich nichts schärfer und nichts kontrastreicher – ist jedoch fotografisch für DSLR- und CCD Kameras wieder wichtig. VenustransitWer ihn im normalen Vergrößerungsbereich fotografieren möchte (Übersicht, kurze Brennweite usw.), nutzt die visuelle Folie und wer im extrem hohen Vergrößerungsbereich fotografieren möchte (und damit meine ich den Bereich, der hier immer mit Leervergrößerung verschrien wird - traut Euch, es ist der letzte Venustransit! ;-) ) nutzt die PHOTO-Folie. Und wer das i-Tüpfelchen sucht, verwendet einen Herschelkeil, denn dieser nutzt die volle Qualität des Objektivs (bei Refraktoren). Wenn hier schon Luftlöcher eingearbeitet werden, dann baut bitte keine Luftschlösser. ;-) Diese gehören – wenn überhaupt – seitlich in die Fassung hinein. Die Folie sollte ringsherum fest mit der Fassung verbunden sein. Ansonsten kann Luft drunter gelangen und das Filter abheben. Dann wird’s brillant düster. ;-) Unter der Folie heizt es sich auch nicht auf, daß normale Seeing ist da wesentlich schlimmer. Ich freue mich schon auf Alle, die einen Tag vorher bestellen und ich hoffe, daß Euer Briefträger dann auch Bescheid weiß, daß er vor Sonnenaufgang bei Euch sein muß. :-) Viele Grüße Nils Kloth
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#917519 - 09/05/2012 09:33
Re: Wellige Sonnenfilterfolie
[Re: Nils_Kloth]
Hallo Nils, um mal fotografische Erfahrungen einfließen zu lassen... Die ND 4 oder ND 3,8 Folie für die Fotografie entstammen ja auch noch chemischen Zeiten. Da waren sie auch für normale Öffnungsverhältnisse (also Öffnung geteilt durch Effektivbrennweite) sinnvoll. Wir sollten uns übrigens darauf einigen, von Öffnungsverhältnissen zu sprechen, so werden auch unterschiedliche Teleskopöffnungen auf einmal ganz einfach vergleichbar! Bei der digitalen Fotografie fällt nun auf, dass die Chips sehr schnell gesättigt sind (Dynamikumfang), so dass es einem mit der Foto-Folie leicht passieren kann, dass selbst die kürzeste Belichtungszeit zu lang ist. Mir ist es vor dem Merkurtransit so gegangen, da war bei der Diginkipse bei 1/1000 Schluss und die Sonne war vollständig ausgebrannt. Diese Kamera konnte ich so nur mit ND 5 Folie verwenden, bzw. ich musste mir in dem Fall spontan durch zuschalten eines ND 1,8 Einschraubfilters helfen. Da immer noch viele Kameras minimal 1/1000 oder 1/2000 belichten können, ist für solche Kameras die ND 3,8 Folie eventuell auch zu hell. Bei Kameras mit 1/4000 als kürzester Belichtungszeit wäre ich hingegen relativ beruhigt. Das klappt bei den üblichen Öffnungsverhältnissen. Was den Venustransit angeht: Lernt Euer Display kennen! Viele Displays neigen dazu, die Sonne schon recht früh als beinah überbelichtet zu zeigen. Will man dann nun den Lomonosov-Ring herausarbeiten, ist man zu nah am Hintergrundrauschen weil man die Belichtung eingestellt hat, ohne sein Display zu kennen. Leider kann man nicht einfach sagen "macht Probeaufnahmen" um die Belichtungszeit zu ermitteln, denn durch Dunst oder gar Zirren gibt es da spürbare Schwankungen. Ihr werdet also nicht umhin kommen, auch am Display zu orientieren. Nur ist es eben gut zu wissen, wie eine Belichtung im Display aussieht, die brauchbar ist, und wie eine aussieht, die nun wirklich zu hell ist. Man sollte also einfach bei Probeaufnahmen die Belichtung nach dem Bild im Display einstellen und dabei eben absichtlich auch Aufnahmen einschließen, die schon im Display etwas überbelichtet erscheinen. Man notiert sich genau welche Belichtung und welchen Display-Eindruck bei welcher Bildnummer hatte und schaut dann im Ruhe auf dem PC nach, welches Bild am besten verwendbar war. Das Ziel sollte es sein, auf keinen Fall Überbelichtung im Bild zu haben, aber eben auch eine möglichst gute Ausbelichtung des Bildes. Natürlich macht man dann wenn es gilt auch Belichtungen mit variierenden Belichtungszeiten. Aber das sollte man eben gezielt machen denn auch wenn die Dinge am Himmel in langsamer Bewegung zu sein scheinen, passieren Dinge wie der 4. Kontakt einfach verflixt schnell. Clear Skies Sven
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Hallo Sven, genau, Danke für die weiteren Ergänzungen (mir fehlt gerade etwas Zeit). Nochmal ganz allgemein: [DSLR] Selbst bei einer 1/2000 Sekunde ist die Sonne immer noch überbelichtet (PHOTO-Folie OD 3.8), gerade dann, wenn man Übersichtsaufnahmen macht (vlt. schaffe ich vorher noch mal ein Test und setzte das hier rein). Testaufnahmen sollten immer gemacht werden, auch wenn sich das Wetter am Ereignistag ganz anders verhält, auch oder gerade dann sollten verschiedene Belichtungszeiten ausprobiert werden - also immer alles mit einplanen, den Trockendurchlauf oft genug/blind üben und dann sollte es klappen. Wünsche jedenfalls allen viel Erfolg und macht es besser als beim letzten Mal. ;-)) Viele Grüße Nils Kloth
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