Zukunftstaugliche Einsteigerausrüstung

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Reccios

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Hallo zusammen,

ich heiße Sascha, lese hier schon seit einiger Zeit mit und bin nun auf der Suche nach einer Einsteigerberatung. Davon gibt es hier viele, sicherlich, und ich habe einige davon gelesen. Auch habe ich mich bei den üblichen, hier immer wieder genannten Quellen informiert. Trotzdem bräuchte ich noch ein paar Hilfen und Tipps, gerade auch aus der Praxis. Wer also keine Lust hat, bitte einfach wegklicken :)

Lange Vorrede...(wen das nicht interessiert, einfach überspringen ;) ):
Soweit ich mich zurückerinnern kann faszinieren mich die Sterne und der Weltraum, sei es meine früheste Erinnerung an die Plejaden, die im Kaufhausteleskop für ein Kind bereits beeindruckend schön erstrahlten und eine unglaubliche Tiefe boten, oder die vielen Stunden der Nachtwache unter einem beeindruckenden Südhimmel, der von keiner einzigen nennenswerten Lichtquelle im Umkreis von hunderten Kilometern beeinflusst wurde. Nun habe ich zum einen die Zeit, zum anderen auch zumindest etwas Geld, um diese Sehnsucht mit einer vernünftigen Ausrüstung zu begegnen.

Meine bisher größte Leidenschaft ist die Photographie mit dem Schwerpunkt Landschaft. Neben CSCs und DSLRs photographiere ich auch mit analogen Großformatkameras, bei denen eine Aufnahme nicht selten mehrere Stunden an Vorbereitungszeit braucht. Dies erwähne ich deswegen, weil mir durchaus bewusst ist, dass ich als absoluter Neuling auf dem Gebiet der praktischen Astronomie einen langen und teilweise sicherlich beschwerlichen Weg vor mir habe - speziell weil es mir auch um Astrophotographie geht. Ich erwarte also keine schnellen Ergebnisse, will andererseits aber auch keine unnötigen Umwege gehen - deswegen diese Beratung.

Abgesehen vom großen Interesse und einem eisernen Willen habe ich, wie erwähnt, kaum Vorkenntnisse. Gleichwohl habe ich mir bereits etliche Photographien der Hobbyastronomen angeschaut, auch mit dem Blick auf die jeweilige Ausrüstung. Als ich mir im Laden dann mal entsprechende Kombinationen betrachtet habe, etwa ein 10 Zoll F4 Newton auf einer EQ6 wurde mir schnell klar, dass dies für mich der falsche Weg ist. Abgesehen von der zweifelhaften Stabilität (ich habe zwar einige Aufnahmen dieser Kombination gefunden, allerdings auch viele gegenteilige Stimmen gehört) schreckt mich die schiere Masse der Ausrüstung ab. Ich habe keinen Garten, zwar einen riesigen Balkon in Südlage, aber wohl ein oftmals schlechtes Seeing durch das davor liegende Dorf. Ich muss also vorerst Mobil sein, und befürchte, eine derartige Ausrüstung wäre trotz des Willens oft ein Hemmschuh. Zumindest eine Größenordnung kleiner sollte es also beginnen.

...eigentlicher Sinn
Ziel ist also Mittelfristig die Astrophotographie. Das heißt aber nicht, dass es sofort damit losgehen muss, es sollte hingegen vielmehr der Weg geebnet werden. Mein theoretisches Budget liegt irgendwo zwischen 1.500 und 2.000 Euro, mein Ziel sind DeepSky Objekte, die Ausrüstung muss Mobil sein. Es muss nich von 0 auf 100 losgehen, ich möchte aber so sinnvoll kaufen, dass meine jetzt zu beschaffende Ausrüstung auch langfristig noch sinnvoll genutzt wird, beispielsweise als Reiseausrüstung oder für Großfeldaufnahmen (heißt doch so, oder?):

Variante 1: Der Reisedobson
Der Vorteil eines solchen Teleskops wäre, dass ich eine relativ große Öffnung bei gleichzeitig hoher Mobilität erhalte. Ich denke, es dürfte Spaß bereiten damit rauszufahren, das Ding mitzunehmen wenn die Verwandten besucht werden oder wenn es in den Urlaub geht (bspw. Schweizer Alpen, geplant im Herbst). Mir ist bewusst, dass ich mir damit eine photographie Nutzung im DS-Bereich verbaue, weswegen ich trotz des zuvor genannten Budgets dafür nicht mehr als ~500 Euro ausgeben würde (plus Okulare). Dafür gibt es dann sechs Zoll neu oder acht Zoll gebraucht, beides Flugreisetauglich. Im Urlaub habe ich eh nicht vor Deep Sky zu photographieren, von daher auch langfristig sinnvoll.

Variante 2: "Deutsche" Reiseausrüstung
Gemeint ist ein "kleines", reisetaugliches Teleskop, also beispielsweise ein 80mm Refraktor oder ein 127mm Mak auf einer noch leichten Montierung, die ansatzweise photographisch genutzt werden kann (visuell mit Teleskop, photographisch nur mit Kamera und Teleobjektiv), gleichzeitig aber langfristig auch im Urlaub noch gute Dienste leisten wird. Bedenken habe ich bei der Variante in zwei Richtungen. Zum einen könnte die Leistung für Deep Sky noch nicht vernünftig reichen, so dass bereits sehr schnell die Luft bei mir raus ist. Zum anderen könnte die Ausrüstung für den Urlaub dann doch zu groß und schwer werden. Und gerade die wegen ihrer Größe interessanten Maks sind ja aufgrund Brennweite und Öffnung eher weniger für DS geeignet.

Variante 3: Lichtstarke Großfeldausrüstung
Vor einigen Tagen habe ich beispielsweise einen interessanten und Bericht über das Mak-Newton von Explore Scientific gelesen, 6 Zoll F4,9 mit einer sehr hohen Abbildungsleistung visuell und photographisch. Auch von den Intes Micro Mak-Newtons hört man entsprechendes. Ich frage mich deshalb, ob es sinnvoll wäre, solch ein Gerät auf einer Montierung wie etwa der HEQ5, die im Laden deutlich weniger wuchtig wirkte wie die EQ6, anzuschaffen. Wirklich reisetauglich ist das zwar nicht, in meinen Augen aber Mobil genug für den "Alltag", darüber hinaus bereits so gut, dass ich auch längerfristig Spaß daran haben könnte, selbst wenn dann wirklich irgendwann ein 10- oder 12-Zöller in meinem jetzt noch nicht vorhandenen Garten steht. Als günstigere Variante käme natürlich auch ein einfacher F5-China-Sechszöller in Frage, gerade auch weil ich nicht weiß, wie groß der Qualitative unterschied zu den zuvor genannten Modellen ist.

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Nun habe ich viel geschrieben, ich glaube oder besser hoffe, mein grundsätzliches Problem ist klar. Ich möchte nicht den typischen Fehler machen, mir selbst mit einer überdimensionierten Lösung den Spaß zu rauben, genauso wie ich selbst niemandem Empfehlen würde, mir einer Großformatkamera in die Photographie zu starten. Auf der anderen Seite will ich aber auch nicht Geld unnötig ausgeben, zumal ich es nicht so mit dem Kaufen und Verkaufen habe, sondern mir lieber bereits vor der Erstanschaffung Gedanken über eine langfristige Nutzung mache. Ich werde auch nicht direkt im Anschluss an den Thread irgendwo etwas bestellen.

Mir geht es eher darum, eure Gedanken zu meinem Ansatz zu hören, mich zu korrigieren wo ich mich irre oder eure Eindrücke, vielleicht auch eure empfohlene Vorgehensweise zu schildern. Wenn ich dann einen besseren Überblick habe werde ich mir erst die eventuell genannten Geräte anschauen, hoffentlich auch in der Praxis.

Genug erstmal von mir,
liebe Grüße Sascha
 
Hallo Sascha,

kurz und knackig: Variante 1
 
Ich bin ebenso Einsteiger wie du, allerdings dürften deine Erfahrungen was Fotografie angeht meine bei weitem übersteigen ;) was ich hier so lese.

Was mir sehr gut gefallen hat sind die Tipps auf dieser Seite hier:
Astrofotografie Einführung

Der Autor gibt die Empfehlung, insbesondere für Astrofotografieeinsteiger, zB. mit einem (kleinen) Refraktor zu beginnen der später in einem grösseren Setup auch anderweitig genutzt werden kann. sei es als Leitrohr oder als Zusatzgerät oder Reisegerät.

Ich denke das man die Empfehlungen dieses Autor durchaus als gelungen und sinnvoll ansehen kann und diese auch an bestimmte Budgets anpassen kann.

Zusätzlich finde ich die Erfahrungsberichte der
Montierungsdatenbank sehr gut, die realistische Einschätzungen verschiedenener Kombinationen erlaubt.

Ich für meinen Teil hab jetzt erst einmal mit einem Fernglas angefangen, das wird eine ganze Zeit zur grundsätzlichen Orientierung am Himmel reichen und werde als nächstes einen kleinen Refraktor einsetzen um weitere Erfahrungen zu sammeln.

Dobson und Astrofotografie? Weiss ich leider nicht wie da der aktuelle Stand ist ob das gutgeht......ich glaube eher nicht.

Ich hatte mit auch mal diverse andere System angeschaut zB. die von dir angesprochenen Maks aber da muss man sich angeblich noch mit weiteren Dingen wie Justage insbesondere nach Transport usw. beschäftigen, da sollen die Refraktoren pflegeleichter sein.

Meine Variante wäre also die 2 ;)

 
Hi,

ich halte deine Variante 1. für am sinnvollsten, mit dem Dobson siehst du einfach mehr als mit den anderen Instrumenten, und diereckt in die Fotographie einzusteigen ist wie richtig von dir geschrieben auch nicht ideal. Mit dem Reise-Dobson hast due eine schönes Instrument, mit dem du viele DeepSky-Objekte bewunder kannst. Dann hast du (GUTE Okulare abgezogen) noch rund 1000-1300 Euro übrig, davon kann man dann später z.B. einen kleinen Apo/Newton/SC/Mak auf der HEQ5 kaufen, das ist dann noch Mobil, und man kann damit tolle Fotos machen. (Hast du schon eine Kamera, oder soll die auch noch ins Budget?)
Was natürlich auch geht wäre jetzt einen 8" Tubus kaufen, den Auf eine Rockerbox setzen (sollte mit 700€ incl. Okularen zu machen sein)
Später kann man diesen dan auf eine EQ6 schnallen, dann hat man eine tolle Fotoausrüstung, die man, wenn mans geschickt angeht, auch mal schnell noch als visuellen Dobson benutzen kann. (Höhenräder + Prismenschiene am Tubus montieren) Hierbei fällt jedoch der Vorteil der 1. Variante, das man am Ende ein photographisches und ein visuelles Equipment hat, sodass man auch mal während die Kamera bekichtet wird in den Himmel schauen kann, weg.
Lg und CS
Leon
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke schonmal für eure Antworten. Wichtig bei Variante 1 sind für mich im Grunde genommen zwei Punkte:

1) Damit ist Astrophotographie in dem Feld, das ich betreiben möchte, nicht möglich. Das ist mir im Vorfeld klar, da mache ich mir auch keine Illusionen. Deswegen würde ich dafür aber auch nicht mehr als 500 Euro ausgeben wollen, denn da Astrophotographie definitiv mein Ziel ist, werde ich recht bald eine in dem Bereich sinnvolle Ausrüstung benötigen. Der Reisedobson wäre halt nur die erste beobachtende Erfahrung und langfristig mein Instrument für Reisen.

2) Ein Volltubus-Dobson kommt definitiv nicht in Frage. Das mag zwar günstiger sein, aber der Dauernutzen ist für mich dann doch zu eingeschränkt - er wäre nur gegeben, wenn ich genau diesen auf einer deutschen Montierung weiter nutzen wollte. Wenn es ein Dobson wird, dann muss es definitiv ein Reisedobson sein, mit dem man auch gut in den (Nicht-Astro-)Urlaub fahren kann. :)

Zitat von leon1996:
Dann hast du (GUTE Okulare abgezogen) noch rund 1000-1300 Euro übrig, davon kann man dann später z.B. einen kleinen Apo/Newton/SC/Mak auf der HEQ5 kaufen, das ist dann noch Mobil, und man kann damit tolle Fotos machen. (Hast du schon eine Kamera, oder soll die auch noch ins Budget?)
Ich gehe nicht davon aus, dass ich einen Reisedobson (ohne Okulare) für unter 500 Euro bekomme. Aber wenn ich damit ein halbes Jahr gespechtelt (so heißt es doch, oder?) habe ist sicherlich auch wieder etwas Geld zum Budget hinzu gekommen.
Kameras habe ich mehr als genug, natürlich keine speziell für die Astronomie, aber immerhin bereits welche mit entferntem Sperrfilter. Für den Anfang ist da also keine Neuanschaffung notwendig.

Liebe Grüße
Sascha
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sascha,
zum Thema Dobson wurde schon einges geschrieben,von mir etwas zur Astrofotografie.
Da ich nur mobil fotografieren kann und mir die EQ6 zu schwer ist habe ich mich für folgendes Setup entschieden.
Als Montierung die Skywatcher HEQ5 Pro SynScan.
Sie ist ausreichend stabil mit Autoguideranschluß und trägt fotografisch Teleskope bis ca 6"/f5.
Deshalb habe ich den Skywatcher 150/750mm PDS genommen,und bin sehr zufrieden mit dem Gerät.Zur fotografischen Nutzung ist allerdings noch ein Komakorrektor (Baader MPCC)nötig.
Als Widefieldgerät nutze ich den TS 65/420mm Quadruplet,ebenfalls ein sehr ordentliches Gerät.
Außerdem läßt sich noch eine kamera mit normalen Objektiven aufsatteln.
Somit ist der Brennweitenbereich vom Weitwinkel bis 750mm abgedeckt.
Ein weiterer Punkt den Du bei Astrofotografie nicht außer acht lassen kannst ,ist das Thema Autoguiding.
Entweder per Standalone Autoguider (Lacerta MGEN) oder die Computer unterstütze Methode mit Guidingcam.
Das ist ein Kostenpunkt der nicht ohne ist.
Ich benutze das Computer unterstützte Autoguiding,also Laptop und Guidingcam.
Als leitrohr wird ein 8x50mm Sucher verwendet.Das reicht für den Brennweitenbereich völlig aus und spart enorm Gewicht.
Außerdem kommt da noch diverses Zubehör wie Filter,Adapter,Powerstation u.a. dazu.
Es ist also schon ziemlich komplex die Astrofotografie.

VG Cl.-D.
 
Zitat von Reccios:
Wichtig bei Variante 1 sind für mich im Grunde genommen zwei Punkte:

1) Damit ist Astrophotographie in dem Feld, das ich betreiben möchte, nicht möglich....
2) Ein Volltubus-Dobson kommt definitiv nicht in Frage....

Du wolltest doch eine Empfehlung von uns...jetzt gefallen dir die Pro-Dobson-Aussagen nicht, warum fragst Du dann? :mauer:

Merkwürdig! Beratungsresistenz schon beim ersten Posting?
 
Hallo lieber Sasche

Es ist schön, dass du so ambitioniert bist, leider folgt darauf in der Astronomie immer und unausweichlich ein langer, steiler Flug zurück auf den Boden, denn in Wahrheit ist das ein sehr komplexes Hobby alleine um schon zu die visuelle Betrachtung auf die Reihe zu kriegen. Ich bin selbst sehr ambitionierter Fotograf in meiner Freizeit und das schon seit Jahren und trotzdem kommen mir regelmäßig die Tränen bei der Astrofotografie als Anfänger.

Daher will ich nur ein paar Anregungen geben was mir auffällt bei deinem Vorhaben.

1) Kein Dobson ist zur Astrofotografie geeignet, es ist lediglich eine unglaublich fantastische und einfache Lösung für das genießen des Abendhimmels mit der besten Kamera der Welt....dem Auge :)


2) Nichts was mit Astrofotografie zutun hat ist leicht(Gewicht)! Wer meint eine EQ5 ist easy zu transportieren samt dem Rohr, der batterie, dem Okularkoffer, der Kameras ist total schief gewickelt. Das ganze ist weder bequem ins Auto zu laden, noch ist es bequem auf ein Feld zu tragen(nicht dass es unmöglich ist aber dennoch ist es kein Kasten Wasser).
Stell dir alleine vor, wie oft du zum Auto rennen musst bis das Zeug rein und rausgeladen ist.


3)
Hol dir doch lieber erstmal ein kleines Einsteigerteleskop mit dem du dich erstmal zurecht finden kannst denn anders als die hellen Planeten wie Jupiter und Saturn sind Deepsky Objekte nicht mit dem auge Sichtbar....selbst deine Karte oder deine Software machen es besonders einfach ein Objekt einzufangen oder Aufzufinden XD ich hab mit meinem Teleskop ungelogen trotz perfektem Himmel, Sternenkarte und Stellarium fast eine Stunde gebraucht bis ich M4 gefunden habe....(Ja alles war justiert)


4)
Fang entspannt an und steiger dich mit den Jahren, es ist wirklich nervig, wenn man sich gleich am Anfang übernimmt.
Das soll ja ein Hobby sein und nicht in harte Arbeit ausarten.



Ich wünsche dir wirklich viel Erfolg :)


Gruß, Shahin
 
Hallo Werner,

ich stehe gerade auf dem Schlauch. Dein Beitrag kommt mir sehr "offensiv" vor, nur weiß ich nicht warum. Ich wollte mit meinem Beitrag doch nur klarstellen, dass ich für mich keinen langfristigen Vorteil in einem Volltubus-Dobson sehe. Für den Urlaub oder bei langen Wochenende bei Verwandten ist er zu groß, gerade da würde mir die visuelle Beobachtung aber am besten gefallen. Und langfristig könnte ich ihn zwar auf eine deutschen Montierung setzen, müsste mich damit aber jetzt schon festlegen und hoffen, dass die Entscheidung auch in Zukunft noch passt.
Deswegen hatte ich in meinem ersten Beitrag bereits den Reisedobson als Variante 1 genannt. Ich verstehe darunter eine offene Konstruktion, die sich sehr klein, teilweise sogar auf Fluggepäckmaße, zusammenlegen lässt. Falls ich damit falsch liegen sollte, bitte ich um Korrektur.

Beratungsresistenz ist da keinesfalls vorhanden, im Gegenteil finde ich die Dobson-Lösung sehr sympathisch - aber eben nur, wenn ich sie langfristig, also auf Reisen und im Urlaub, nutzen kann. Und weil mir damit eben der photographische Einstieg verbaut ist, möchte ich nicht mein ganzes Budget ausgeben.

Ich hoffe, das ist soweit nachvollziehbar und ich konnte alle Klarheiten beseitigen. ;)

Schönen Abend
Sascha

Edit: Danke auch Sahin und Joschi, das mit dem Autoguider war mir schon bewusst, und auf einen langen Weg mit vielen Tiefen und hoffentlich irgendwann höhen habe ich mich eingestellt. Ich hoffe auch, dass die Erfahrungen aus der Landschaftsphotographie im Großformat mich bei der Einschätzung des Aufwands nicht trügen. :)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Shahin,

leider weiss ich nicht mehr den Namen oder wo ich es gesehen habe. Astrofotographie ist auch mit einem Dobson möglich.
Dieser angagierte Herr zaubert beeindruckende DS Aufnahmen mit einem DOB.
Gleich von Anfang an zu sagen, ne geht nicht, ist kein Heilmittel. Man muss nur den Preis der Mühe dafür zahlen und auch den Finanziellen.
Also schlussfolger bitte nicht gleich aus Unwissenheit. ;)

LG Silvio
 
Hallo Silvio,


ich habe oft gesehen, wie Planetenfotos entstanden sind
mit einem Dobson aber Deepsky Aufnahmen sind schlicht
wegen der Nachführung nicht möglich(Belichtungszeiten)
außer man hat eine Nachführung für seinen Dobson
das ist aber sobald es Fototauglich ist, unglaublich
teuer.
Ich gebe dir aber absolut recht, man sollte niemals nie
sagen :D

Gruß, Shahin
 
Ich sach nur Equatorial-Platform - für wenige Euro im Selbstbau oder fertig zu kaufen ab 200 Taler.
Damit kann man einen Dobson bis zu ca. 1h nachführen.
Für ein paar kurzbelichtete DS-Aufnahmen sollte das reichen.
 
Hallo leute,

ich plädiere wie immer für einen Dobson und damit für den visuellen Einstieg.
Anschließend eventuell einen kleinen, netten ED/APO-Refraktor auf starker Monti für den fotografischen Einstieg.

DS-Fotografie mit Dobson geht jetzt schon und ich wage die Prognose, dass wir noch zu meinen Lebzeiten sehr anspruchsvolle DS-Fotos sehen werden, die mit 20-Zöllern auf EQ-Plattform gemacht wurden.
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=133123
Alles eine Frage der Weiterentwicklung....wie immer!

Gruß
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

ich hatte mal jemanden gesehen der noch bessere Bilder mit Dobsons macht. Weiß leider seinen Namen nicht mehr. Er hat auch eine eigene Inetseite.
Seine Bilder waren ver....t beeindruckend.
Aber sicher gehört dazu eine menge Disziplin über mehrere Tage dazu.

LG Silvio
 
Hallo Silvio,

der (mein) Link zeigt wohl "Erstlingswerke".
Wenn ein Einsteiger diese Qualität erreicht ist er zunächst mal schon ein ganz großes Stück weiter, egal mit welchem Unterbau.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Sascha,

es gibt außer fototauglichen EQ-Plattformen auch noch die motorischen Alt-Azimut Nachführungen für Dobs, welche bevorzugt aus USA kommen ( z.B. ServoCAT Jr. - Steuerung von StellarCAT ). Allerdings mit ca. 1400 Dollar nicht ganz billig, aber in einer späteren Ausbaustufe durchaus denkbar, wenn man seinen Dob evtl. auch fotografisch nutzen möchte. Kürzere Belichtungszeiten für Deep-Sky Fotografie sollten auch damit möglich sein. Für Langzeitbelichtungen benötigt man zusätzlich einen Bildfeldrotator. Auf jeden Fall kann man mit einer solchen Steuerung sehr schöne Planetenaufnahmen machen, was allerdings nicht dein Ziel ist, wenn ich das aus dem ersten Posting richtig verstanden habe.

Viele Grüße
Werner

 
Hallo Sascha,

So wie Du in der Fotografie engagiert bist wäre meine Empfehlung für Dich direkt in diese Richtung zu gehen. Das wäre z.B. ein kleiner Refraktor 60-80mm Öffnung mit Bildfeldebner und einer passenden Montierung (die ja dann nur ein "Leichtgewicht" tragen muß). Als Kamera die bewährten EOS zum Einstieg. Damit steht Dir der Himmel offen bzgl. der Astrofotografie.

Visuell reicht dieses Teleskop auch eine ganze Weile und ist sehr mobil. Wenn Du dann dem Öffnungsfieber verfällst, kann ein Dobson folgen (aber dann >8").

CS
Dirk
 
Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für eure Beiträge, auch die Diskussion über eine phototaugliche Nachführung von Dobsons finde ich spannend.

Planetenaufnahmen bzw. Planetenbeobachtung sind tatsächlich nicht mein Ziel. Im Sonnensystem reizt mich zur Zeit allenfalls die Sonne, im Grunde geht es mir aber um den Deep-Sky-Bereich. Gut möglich, dass sich das in Zukunft irgendwann ändert - aber dann kann man die Ausrüstung immer noch ergänzen.

Ich werde eure Ratschläge natürlich aufgreifen und mich nun in zwei Richtungen weiter informieren.
Zum einen interessiert mich der Dobson-Bereich nun etwas mehr, speziell werde ich mich da über die Photomöglichkeiten weiter schlau machen. Hauptaugenmerk werde ich aber noch immer auf einen Reisedobson legen, weil ich denke, dass diese Variante für mich am sinnvollsten als Startpunkt und langfristige Ergänzung sein dürfte.
Zum anderen wurde ja ein kleiner Refraktor auf einer noch relativ leichten, aber phototauglichen Montierung vorgeschlagen. Da bei dieser Variante der Photoanspruch natürlich von Anfang an da ist, werde ich direkt auf einen Apo schauen.

Gut möglich, dass sich beide Varianten auch sinnvoll miteinander kombinieren lassen.

Weiteren Tipps und Hinweisen gegenüber bin ich natürlich offen, auch wenn es um konkrete Erfahrungen (gerade mit dem Blick auf Mobilität/Urlaub) geht. Weiter oben hatte Joschi beispielsweise den Skywatcher Newton 150/750 auf der HEQ-5 erwähnt, eine Variante, die ich mir als mittelfristiges Ziel gut vorstellen kann (auch wenn mich der oben von mir erwähnte Explore Scientific Mak-Newton noch immer anlächelt ;) ).

Nochmals besten Dank und liebe Grüße
Sascha
 
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