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Diskussionsforen Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons?
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GeorgR Offline
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#923617 - 01/06/2012 16:36 Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons?


Welche Nachteile haben eigentlich die kurzen MAKs (bspws. Celestron SE Serie usw.) gegenüber klassischen Newtons?

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wurzelwaerk Offline
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#923693 - 01/06/2012 20:48 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: GeorgR]


Hallo,
auf Anhieb fallen mir da ein paar Punkte ein:
- verhältnismäßig große Obstruktion durch den Fangspiegel
- relativ kleines Gesichstfeld am Himmel durch lange Gesamtbrennweite
- lange Auskühlzeiten durch geschlossenen Tubus (problematischer mit zunehmendem Öffnungsdurchmesser)
- manche Geräte zeigen Spiegelshifting beim Fokussieren

Da gibts sicher noch mehr...
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Gruß und cs Ralf

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Norman Offline
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#923737 - 01/06/2012 23:09 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: wurzelwaerk]


´n Abend!

...und schlechterer Kontrast (durch den Fangspiegel eben), größerer Lichtverlust durch die dicke Meniscuslinse, tendentiell mehr Reflexionen, größeres Gewicht, deutlich schwieriger zu justieren (dafür aber seltener nötig)...

cs,
Norman
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Oglarun1 Offline
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#923767 - 02/06/2012 01:00 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Norman]


Hallo,

eine weitere Schwierigkeit besteht darin, eine Austrittspupille von 5mm zu erreichen. Dazu bräuchte es theoretisch ein 65mm Okular (bei f/13). Mit einem 50mm Okular in zwei Zoll käme man auf knapp 4mm AP. OKay, von 1,25" auf 2" aufadaptiert und wegen dem engen Blendrohr, handelt man sich eine Menge lichtabfall (öhm) zum Gesichtsfeldrand ein. Das habe ich noch nicht probiert, soll sich aber in der Realität als nicht so dramatisch auswirken, wie es auf dem Papier aussieht.

Norman,

grösseres Gewicht? also ein C8 wiegt 3Kg weniger als ein 8" SW f/5 Newton. Oder Wolfi hat sich vertippt ;-)

cs

Michael

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Norman Offline
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#923771 - 02/06/2012 03:40 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Oglarun1]


Hi Michael,

ein C8 ist kein Mak zwinker

aber stimmt, ich hab da etwas aus dem Bauch heraus geschossen....

Jedenfalls wiegt ein 7" Meade Maksutov-Cassegrain OTA um die 11 kg. (s. http://www.astromart.com/articles/article.asp?article_id=278)

Der 8" GSO Newton OTA wiegt laut Wolfi knapp 9 kg.

schlaflose Grüße,
Norman
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LukeSkywatcher Offline
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#923897 - 02/06/2012 12:47 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Norman]


Hallo,

verdrescht mich bitte nicht, aber das Mehrgewicht gleicht sich mit der grösseren Hebelwirkung des Newtons locker aus.
Ich habe einen 6" Newton auf einer kleinen Montierung gesehen und einen 5" Mak (wiegen etwa gleich viel). Wärend man mit dem Mak sicher ein paar Bilder schiessen konnte war es mit dem Newton nur noch visuell ok. Am Planeten lag der 6"er in der Kiste und ich schätzte mehr das lange Öffnungsverhältniss des Mak's.

LG Silvio

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wurzelwaerk Offline
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#923901 - 02/06/2012 13:10 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: LukeSkywatcher]


Hallo Silvio,
es sagt ja auch keiner, dass Maks nur schlecht sind - habe selber einen.
Der Einsatzzweck ist entscheidend, nach dem wurde hier aber nicht gefragt, sondern ausdrücklich nach den Nachteilen ggü einem Newton.
Und selbst das ist "Äpfel mit Birnen", da weder konkrete Geräte, noch Beobachtungsobjekte oder Bedingungen genannt wurden.

Jetzt wäre der TO gefragt, diese Punkte zu spezifizieren.

Also: alles gut, Dich "verdrischt" keiner virtuell ...
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Gruß und cs Ralf

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Oglarun1 Offline
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#923927 - 02/06/2012 14:43 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: wurzelwaerk]


Hallo,

also da fällt mir noch ein, das ein Mac gegenüber einem Newton i.d.R. eine Taukappe benötigt. Ein Newton ist sich ja selbst die Taukappe, sozusagen.

Norman,

ui ist der 7" MC so schwer? Ein C11 ist da schön gerechnet gerade mal 11% schwerer. Äpfel und Birnen.
Etwas fairer, mein 7,5" f/5,3 MN von SW ist ungefähr 11% schwerer als der 8" f/5 Newton aus gleichem Hause, aber das steht ja hier nicht zur Debatte.

Okay, wenn ich mal vom 4" MC von SW (dürfte so ziemlich dem 4" MC von Celestron auf der SE Montierung entsprechen) ausgehe, dann ist der "Preisnächste" Newton ein 6" f/5.
Dieser wiederum ist ca. 11% teurer, hat aber das 5,5fache Tubusvolumen. Das sind elf halbe...

schmunzelnd

cs

Michael

PS: Ich halte rein gar nichts von Numerologie

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MLudes Offline
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#924035 - 02/06/2012 20:47 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Oglarun1]


dann kommen wir doch mal zu den Vorteilen guter Maks gegenüber Newtons:

- Justage : gute Maks sind perfekt Justagestabil und bilden somit Beugungsbegrentzt ab und nicht nur auf der Achse sondern auch etwas ins Feld. Ca. 100% aller heutig erhältlichen Newtons sind nicht Justagestabil und nahezu bei jedem Beobachtungseinsatz nicht 100% perfekt justiert und somit in nahezu allen Fällen nicht in der Lage Ihr theoretisches Auflösungsvermögen zu erreichen. Perfekte Justage heisst Beugungscheibchen mit gleichdickem Beugungsring

- Kontrast : die optische Qualität guter Maks wird nur in seltenen Fällen bei Newtons erreicht, dazu braucht man dann einen LOMO oder zambuto Newton oder extrem viel Glück bei anderen herstellern

Kontrast : Der Mak hat üblicherweise zwischen 30 und 35 % Abschattung, dafür aber auch ein gut korregiertes photografisches Feld. Ein Newton mit gleichgroßem Feld hat auch gleichgroße Abschattung abe rnoch immer unkorregiert, bedarf also Komakorrektoren

Kontrast : Der Newton hat Fangstreben die ebenso Kontrastmindernt wirken und gerade an Planeten , Details verschmieren

Kontrast: den Mak sauber zu halten, bedeutet vorne die Linse sauber zu halten. Ein Newton ist offen und je nach Umgebung mehr oder weniger schnell verschmutzt und wer putzt schon ständig seinen Newton ?, solche Staubschichten wirken sehr Kontrastmindernd

Auskühlzeiten : ein gut gebauter Mak mit Lüfter hat kaum längere Auskühlzeiten als ein Newton , viele Handelsübliche Maks dagegen schon, aber es ist hier nicht nach Massen Maks gefragt, sondern nach dem Konzept Mak, das genau wie ein newton optimal gebaut werden kann

Spiegelshifting : Es wurde nach dem Mak gefragt, nicht nach einem Massenprodukt mit Mängel, also bitte nicht pauschalisieren !

Größerer Lichtverlust durch Meniskuslinse : stimmt wir reden hier von ca. 1 bis 2 % , diesen Lichtverlust hat der Newton in größerem Umfang durch die Fangstreben und verschmutzte Spiegel !!

Justage : also ich behaute ein Mak ist viel einfacher perfekt zu justieren als ein Newton , immer vorrausgesetzt beide sind gut gebaut

Größeres Gewicht : mhhh , ein gutgebauter 10" Mak , ala Matthias Wirth bringt 12 kg auf die Waage, durch den deutlich kürzeren Hebelarm somit weniger Montierungsbelastend als ein gut gebauter 10" Newton. Ein 10" GSO wiegt 15 kg, also mehr als ein gut gebauter 10" Mak !!

echter Nachteil des Maks, gut gebaut :
- er kostet deutlich mehr
- er kann nicht das Gesichtsfeld eines Newton erreichen
- er kann nur als sehr langbrennweiter Mak oder als Mak-Newt. mit kleinem Fangspiegel ausgestattet werden.
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viele grüße
Markus Ludes

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Norman Offline
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#924048 - 02/06/2012 21:34 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: MLudes]


Hallo Markus,

Du machst da verschiedene Baustellen auf, wo man gut und gerne wieder einen seeeehr langen Thread draus bauen könnte - das weißt Du sicherlich.

Nur ein paar Punkte. An den Beiträgen des Threadstarters erkennst Du, er ist Anfänger und dieser wird sich zunächst höchstwahrscheinlich für ein Massenprodukt - da günstiger - entscheiden, nicht zuletzt der Verweis auf die Produktbeispiele von ihm zeigt dies. Insofern war vornehmlich diese Qualitätsstufe gefragt.

Der Vergleich Mak und Newton meint hier v.a. einen Vergleich dieser Typen auf gleicher Qualitätsstufe. Insofern hinkt Dein Vergleich Wirth-Mak und GSO-Dobson gewaltig. NIcht nur in punkto Gewicht. Dass auch Newtons leicht gebaut werden können per Sonderanfertigung, ist ja wohl klar. Siehe Uli Vedders Reiseedobsons.

Weshalb nun die flächenmässig geringer zu Buche schlagenden FS-Streben in punkto Kontrastminderung mehr reinhaun sollen als die größere zentrale Abschattung des Mak verstehe ich nicht - lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

Schöne Grüße,
Norman
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Oglarun1 Offline
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#924056 - 02/06/2012 22:00 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: MLudes]


Hai Markus,

da bin ich ganz bei dir! Die Vorteile der MCs zu erwähnen brannte mir auch schon die ganze Zeit auf der Seele/Zunge...

Der Thread-Opener wollte aber die _Nachteile_ eines MCs gegenüber eines Newtons wissen. Daneben erwähnte er die Celestron SE Montierung . Also ein kleineres Massenprodukt.

Ich habe den 7,5" Mak-Newton (also ein Newton-derivat) in Betrieb als Balkonsprechtler. Irgendwann sehe ich mich des Nachts mit einem gellenden Schrei über das Balkongeländer in die Tiefe stürzen ;-) Ein weiterer Vorteil des MCs gegen den Newton.

Für Beobachter mit aufgehelltem Himmel und eingeschränkten Platzverhältnissen, scheint mir der MC das Ideale Instrument zu sein. Die ungefragten Vorteile eines MCs gegenüber eines Newtons weiterhin ist die wesentlich einfacherer Frage nach Okularen. Bei den handelsüblichen Öffnungsverhältnissen gehen eigentlich alle Typen; nicht so der Newton. Okay, ausser der von mir weiter oben beschriebenen Problemen zur Erreichung einer genügend grossen Austrittspupille. Am Newton geht das einfach (aber teuer wenn man Schärfe am Bildrand will)

Was der Thread-opener aber vielleicht wissen will, ist, das dass MC in Sachen Deepsky mit OIII oder UHC das Licht ausgedreht bekommt. Bei einem von mir vermuteten, kleineres Massengerät. Okay, das trifft dann aber auch auf einen Newton zu.... *hmpf* Ein Newton zum _gleichen_ Preis kommt da besser weg.

cs

Michael

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MLudes Offline
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#924057 - 02/06/2012 22:02 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Norman]


Hi Norman

ich habe nur geantwortet, weil ich zuviele verallgemeinerungen sah, bitte um Verständniss.

Newton und Mak mit gleich großem Feld haben auch vergleichbar große Abschattungen !!!!...daher spielen dann die zusätzlichen Fangstreben ebenso eine Rolle.

ein MassenMak und ein Massen-Newton sind aber zu verschieden um Sie miteinander zu vergleichen.

Viele kaufen diese kleine Maks als Reise-Photo-Teleskop

beide haben Ihre vor und Nachteile, keine Frage, aber Sie sind nicht wirklich vergleichbar
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Markus Ludes

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LukeSkywatcher Offline
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#924062 - 02/06/2012 22:20 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: MLudes]


Hi Leute,

ich habe ja auch weiter vorne was geschrieben.
Ich denke das man schlecht einen typischen Mak mit einem Öffnungsverhältniss von f/12 mit einem f/5 Newton vergleichen kann.Ein Apfel lässt sich nicht zur Birne machen.
Letztlich haben beide ihre Berechtigung anwesend zu sein.

LG Silvio

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KaStern Offline
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#924068 - 02/06/2012 22:53 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: MLudes]


Hallo Leute,

voricht, nicht alles glauben was euch ein Händler erzählt.
Hier mal etwas über einen angeblich hochwertigen Mak:

www.pteng.de/astro/im715/im715.htm

Optisch ist der tatsächlich gut gewesen, mechanisch aber erst
nach der Überarbeitung durch Eckehard.
Der Nachteil der langen Auskühlzeit ist aber immer noch vorhanden.

Original geschrieben von: MLudes
- Kontrast : die optische Qualität guter Maks wird nur in seltenen Fällen bei Newtons erreicht, dazu braucht man dann einen LOMO oder zambuto Newton oder extrem viel Glück bei anderen herstellern


Die optische Qualität guter Newtons wird nur in den seltensetn Fällen von Maks erreicht.
Gurken gibt es natürlich von beiden Systemen.

Original geschrieben von: MLudes
Ca. 100% aller heutig erhältlichen Newtons sind nicht Justagestabil und nahezu bei jedem Beobachtungseinsatz nicht 100% perfekt justiert und somit in nahezu allen Fällen nicht in der Lage Ihr theoretisches Auflösungsvermögen zu erreichen.


Fast 100% aller guten Newtons die ich kenne sind justagestabil
und mindestens so gut justiert wie Maksutov-Cassegrains.
Erkennbar bei hoher Vergrößerung am Beugungsbild am Stern.
Diese Newtons sind keine Billigteile aus Fernost, sondern Selbstbauten.

Original geschrieben von: MLudes
Kontrast : Der Mak hat üblicherweise zwischen 30 und 35 % Abschattung, dafür aber auch ein gut korregiertes photografisches Feld. Ein Newton mit gleichgroßem Feld hat auch gleichgroße Abschattung abe rnoch immer unkorregiert, bedarf also Komakorrektoren

Kontrast : Der Newton hat Fangstreben die ebenso Kontrastmindernt wirken und gerade an Planeten , Details verschmieren


Nur Photo-Maks haben ein gut korrigiertes Feld.
Visuell ausgelegte Maks haben zu viel Bildfeldwölbung.
Siehe dazu Rutten/van Venrooij Kapitel 11.
Außerdem gibt es verschiedene Maksutov-Cassegrain Typen.
Gregory-Maks haben beispielsweise sogar Koma abseits der Achse.
Siehe dazu wieder Rutten/van Venrooij, Kapitel 11.

Ein Newton mit gleichgroßem Feld hat eine kleinere zentrale Obstruktion als ein Maksutov-Cassegrain.
Ein Newton braucht für photographische Anwendung allerdings eines Komakorrektors.

Original geschrieben von: MLudes
Kontrast : Der Newton hat Fangstreben die ebenso Kontrastmindernt wirken und gerade an Planeten , Details verschmieren


Die dünnen Fangspiegelstreben mindern den Kontrast so stark wie eine Glasplatte
mit sehr geringer Rauheit. Siehe dazu:

H.R.Suiter/William Zmek: A Dialogue on Spider Diffraction

Original geschrieben von: MLudes
Auskühlzeiten : ein gut gebauter Mak mit Lüfter hat kaum längere Auskühlzeiten als ein Newton , viele Handelsübliche Maks dagegen schon, aber es ist hier nicht nach Massen Maks gefragt, sondern nach dem Konzept Mak, das genau wie ein newton optimal gebaut werden kann


Das Konzept Maksutov-Cassegrain ist eine Thermoskanne:
Heizplatte Spiegel unten, oben kann die Luft nicht gut entweichen
weil der Full-Aperture-Maksutov-Korrektor im Weg ist.

Original geschrieben von: MLudes
Kontrast: den Mak sauber zu halten, bedeutet vorne die Linse sauber zu halten. Ein Newton ist offen und je nach Umgebung mehr oder weniger schnell verschmutzt und wer putzt schon ständig seinen Newton ?, solche Staubschichten wirken sehr Kontrastmindernd


Staubschichten wirken kontrastmindernd. Verkratzte Korrekturplatten auch.

Original geschrieben von: MLudes
Justage : also ich behaute ein Mak ist viel einfacher perfekt zu justieren als ein Newton , immer vorrausgesetzt beide sind gut gebaut


Nein, ein Newton (2 Spiegel) ist viel leichter perfekt zu justieren
als ein Maksutov-Cassegrain (2 Spiegel, eine Korekturlinse).

Original geschrieben von: MLudes
Größeres Gewicht : mhhh , ein gutgebauter 10" Mak , ala Matthias Wirth bringt 12 kg auf die Waage, durch den deutlich kürzeren Hebelarm somit weniger Montierungsbelastend als ein gut gebauter 10" Newton. Ein 10" GSO wiegt 15 kg, also mehr als ein gut gebauter 10" Mak !!


Ein mehrere tausend Euro kostender Mak gegen einen Standartnewton aus Taiwan.
Verglichen mit einem Newton mit Leichtbautubus (Carbon, Glasfaser, etc)
wiegt der Mak immer mehr, und zwar das Gewicht des Korrektors.
Der wird mit steigender Öffnung sowie steigender Lichtstärke
immer dicker (= schwerer).

Nicht nur des Gewichtes wegen, sondern auch wegen der Fertigungskosten
(eine klare Linse wird mit steigender Öffnung
exponentiell teurer),
haben mehrere Optikdesigner aus Holland, Russland, Deutschland und Asutralien
den sub-Aperture-Makutov-Korrektor entworfen.

Meiner Ansicht nach macht der Vergleich Maksutov-Cassegrain mit f/10, f/12 oder gar f/15
vs Newton mit f/6, f/5 odwer gar f/4 ungefähr so viel Sinn
wie der Vergleich Van vs Komakptfahrzeug.

Wenn schon dann kann man Newton vs Mak-Newton und Schmidt-Newton vergleichen.

Cheers, Karsten
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Norman Offline
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#924070 - 02/06/2012 22:57 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: MLudes]


Hi Markus,

logo, das würde ich an Deiner STelle wohl auch nicht so stehen lassen wollen zwinker Versteh schon, was Du meinst.

Antwort auf:
Viele kaufen diese kleine Maks als Reise-Photo-Teleskop


Genau! Siehe Signatur zwinker

Wobei man auch schön unkompliziert aus der Wohnung durch den Mak Mond gucken kann - grade eben gemacht. Ging super: innen wie außen etwa die gleiche Temperatur. Brauchbares Seeing. Sogar das Ethos 4,7 hat sich mit gut 260fach nicht schlecht gemacht...

Und klar, am Ende ist es wie Sivio und Du schon sagen, der Vergleich führt zu Obstsalat.

cs,
Norman
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AstroCarsten Offline
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#924219 - 03/06/2012 16:21 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Norman]


Hallo,

wenn man will, kann man für jedes Teleskop Nachteile aufzählen. Sei es für einen 114mm Newton oder einen 8" Apo.

Was mich hier nur wundert, ist die Tatsache, dass nicht nach den Vor- und Nachteilen sondern explizit nur nach den Nachteilen der Maks gefragt wurde.

Glücklicherweise wurden aber auch ungefragt die Vorteile genannt, denn sonst wäre es ggf. noch so dargestellt worden, dass ein kleiner Mak zu nichts nütze wäre, was bei weitem nicht der Wahrheit entspricht.

Viele Grüße

Carsten

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MLudes Offline
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#924312 - 03/06/2012 20:50 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: KaStern]


Hallo Karsten,

lange nichts gehört :-)

Wie immer beginnst du mit dem Aufzeigen deiner Negativen Einstellung, indem du ein Bsp rausgreifst, mit dem du deine Argumentation unterstützen kannst, aber der aufmerksame Leser, liest das ich nicht davon Sprach , sondern das ich von einem gut gebauten Mak Sprach wie sie zum Bsp. durch Matthias Wirth, TEC etc gebaut werden !

Die optische Qualität guter Newtons findest du bei Zambuto und LOMO und ansonsten eher durch ein Lotteriespiel und Zambuto und LOMO kosten richtig Geld.
Falls ich einen anderen Hersteller der regelmäßig Spitzen-Newton-Optiken liefert übersehen habe, so bitte ich diesen hiermit zu erwähnen !!

100% der Newtons die du kennst, sagt nun gar nichts über die Stückzahlen die kennst, ist das einer ? Zwei ? oder wieviel ???
Diese sind aber nicht und waren es nie Kommerziell erhältlich wie du selbst schreibst, sondern nur als Selbstbauten , dagegen waren solche Maks sehr wohl erhältlich !

Gute Maks sind keine Gregory, sondern Rumak etc. Gute Maks haben ein deutlich ebeneres Bildfeld als ein Newton der direkt abseits der Achse beginnt stark abzusinken.
Vielleicht kann Gerd Düring ja mal die Spots abseits der Achse eines F/5 Newtons denen eines F/10 Maks gegenüberstellen.

Zitat Karsten :

"Ein Newton mit gleichgroßem Feld hat eine kleinere zentrale Obstruktion als ein Maksutov-Cassegrain."


Diese Aussage stimmt leider überhaupt nicht !

Wenn wir von hochwertigen Maks reden, reden wir nicht von Glasplatten mit geringer Rauigkeit, sondern von Hochwertigen Optiken mit extremer Glätte !!!

Zitat Karsten
"Das Konzept Maksutov-Cassegrain ist eine Thermoskanne:
Heizplatte Spiegel unten, oben kann die Luft nicht gut entweichen
weil der Full-Aperture-Maksutov-Korrektor im Weg ist"

Ich dachte wir reden hier von gut gebauten Maks und nicht von Chinaböllern ? Gute gebaute Maks haben belüftete Spiegel und belüftete Meniskuslinsen , wodurch der Luftaustausch vergleichbar schnell mit der eines newtons erfolgt

Wenn du der Staubschicht verkratzte Linsen gegenüberstellst, dann musst du mein Newton die viel empfindlicheren beiden Spiegelflächen gegenüber stellen, die viel eher zerkratzen als eine hartvergütete Linse !

Zitat Karsten

"Nein, ein Newton (2 Spiegel) ist viel leichter perfekt zu justieren
als ein Maksutov-Cassegrain (2 Spiegel, eine Korekturlinse)"

warum, erklär mir das mal ? Ein gut gebauter Mak hat eine perfekte justierte Linse fest eingebaut, das gleiche gilt für den Hauptspiegel. Falls der Fangspiegel aufgedampft ist wie beim Questar, Zeiss Meniskas, AP Mak, dann ist auch dieser nicht dejustiertbar. Ist der Fangspiegel in einer gut gebauten Fassung , ist er ebenso justierstabil.

Beim Newton kannst du einen Hauptspiegel ebenso perfekt Justierstabil bauen. Der Auszug muss dafür schon mal richtig positioniert sein , der fangspiegel hängt an dünnen Streben die mit dem Tubus verschraubt sind, hier wird es schon verdammt schwer , diesen Justierstabil zu bauen.
Also muss ich dir auch hier widersprechen.


Zitat Karsten

"Meiner Ansicht nach macht der Vergleich Maksutov-Cassegrain mit f/10, f/12 oder gar f/15
vs Newton mit f/6, f/5 odwer gar f/4 ungefähr so viel Sinn
wie der Vergleich Van vs Komakptfahrzeug.

Wenn schon dann kann man Newton vs Mak-Newton und Schmidt-Newton vergleichen."


Du wiederholst meine Worte :-), hier haben wir volle Übereinstimmung, danke
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viele grüße
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MLudes Offline
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#924313 - 03/06/2012 20:51 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: AstroCarsten]


Bestes Bsp eines Welterfolges eines kleinen Maks, die Russentonne :-)
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KaStern Offline
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#924358 - 03/06/2012 22:32 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: MLudes]


N`Abend MLudes,

Original geschrieben von: MLudes
... sondern das ich von einem gut gebauten Mak Sprach wie sie zum Bsp. durch Matthias Wirth, TEC etc gebaut werden !


als sie die Intes und IntesMicro verkauft haben haben sie behauptet
daß diess gut gebaute Maks seien. Aber wenn das Heute nicht
mehr gelten soll, bitte, ist mir egal.
Ein Beispiel für die verbesserungswürdige mechanische Qualität
von Russenmaks hat Eckehard gezeigt:

www.pteng.de/astro/im715/im715.htm

Original geschrieben von: MLudes
100% der Newtons die du kennst, sagt nun gar nichts über die Stückzahlen die kennst, ist das einer ? Zwei ? oder wieviel ???
Diese sind aber nicht und waren es nie Kommerziell erhältlich wie du selbst schreibst, sondern nur als Selbstbauten , dagegen waren solche Maks sehr wohl erhältlich !


Es sind 8 Selbstbaunewtons. TEC MAks sollen dagegen in nennenswerten
Stückzahlen kommerziell erhältlich gewesen sein? Wunschdenken.

Antwort auf:
Gute Maks sind keine Gregory, sondern Rumak etc. Gute Maks haben ein deutlich ebeneres Bildfeld als ein Newton der direkt abseits der Achse beginnt stark abzusinken.
Vielleicht kann Gerd Düring ja mal die Spots abseits der Achse eines F/5 Newtons denen eines F/10 Maks gegenüberstellen.


Rumaks haben nur dann ein halbwegs ebenes Feld wenn sie
als Photo-Maks konzipiert wurden. Dann sind sie lichtstark,
haben den Sekundärspiegel nicht am Korrektor befestigt,
sondern näher am Hauptspiegel, haben eine sehr große zentrale Obstruktion.

Ein Rumak der als visueller Mak konzipiert wurde hat eine
deutliche Bildfeldwölbung. Ein Beispiel ist im Rutten/vanVenrooij
unter Fig. 11.2 nachzuschlagen. Der 200mm f/15 Rumak hat ein gewwölbtes Bildfeld mit dem Radius von - 620mm.

Ein Newton (bei dem sich die Öffnungsblende am Spiegel befindet)
hat folgende Bildfeldwölbung:

Die sagitale Bildschale ist flach, die tangentiale Bildschale ist gewölbt
wobei der Radius der tangentialen Bildschale der halben Brennweite entspricht.
Die mediane Bildschale hat dementsprechend einen Radius
die der Brennweite des Spiegels entspricht.
Bei einem 200/1200mm Spiegel also einen Radius von 1200mm.

Nachzulesen (wenn man will und kann) ist das in jedem Optiklehrbuch.

Wir sehen also daß die Bildfeldwölbung das geringste Problem beim Newton ist.
Das Problem der off-axis Abbildung beim Newton ist die Koma
und in geringerem Maße der Astigmatismus.

Original geschrieben von: KaStern
Ein Newton mit gleichgroßem Feld hat eine kleinere zentrale Obstruktion als ein Maksutov-Cassegrain


Original geschrieben von: MLudes
Diese Aussage stimmt leider überhaupt nicht !


Aber sicher stimmt die Ausage. Sie können sich ja mal von einem Optikrechner ihrer Wahl
einen 200mm f/6 Mak und einen 200mm f/6 Newton rechnen lassen,
beide mit meinetwegen 1,5° zu 100% ausgeleuchtetem Feld,
und sehen welcher von beiden die größere Obstruktion hat.

Original geschrieben von: MLudes
Ich dachte wir reden hier von gut gebauten Maks und nicht von Chinaböllern ? Gute gebaute Maks haben belüftete Spiegel und belüftete Meniskuslinsen , wodurch der Luftaustausch vergleichbar schnell mit der eines newtons erfolgt


Die typischen Russenmaks die von ihnen als angeblich gute Maks verkauft worden sind
leiden unter sehr langen Auskühlzeiten, kein Vergleich zu einem Newton.
Ein zwangsbelüfteter Newton kühlt noch einmal erheblich schneller aus.

Original geschrieben von: MLudes
Beim Newton kannst du einen Hauptspiegel ebenso perfekt Justierstabil bauen. Der Auszug muss dafür schon mal richtig positioniert sein , der fangspiegel hängt an dünnen Streben die mit dem Tubus verschraubt sind, hier wird es schon verdammt schwer , diesen Justierstabil zu bauen.
Also muss ich dir auch hier widersprechen.


Der Auszug muß auch beim Mak, SC, Refraktor richtig positioniert sein.
Das ist notwendig, wird aber nicht immer eingehalten.
Dann justieren sich die armen User einen Wolf, bis sie bemerken
daß der Auszug schief steht. Daß der Fangspiegel an dünnen Streben hängt
ist überhaupt kein Problem, weil er leicht ist und die Streben
vorgespannt werden können.
Die Krönung sind stark vorgspannte Drahtspinnen wie sie z.B.
Felix Weinlichs gebaut hat, das nenne ich Justierstabilität!

Karsten
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UwePilz Offline
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#924388 - 04/06/2012 06:34 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: KaStern]


Markus schrieb: > Falls ich einen anderen Hersteller der regelmäßig Spitzen-Newton-Optiken liefert übersehen habe, so bitte ich diesen hiermit zu erwähnen !!

Astrosib, http://www.astrosib.ru

Wolfgang Rohr hat einen der Spiegel getestet, das lässt sich hier nicht verlinken. Die Suche nach Astrosib fördert das aber unter den ersten Links zu Tage.
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Bleibt dran, am Okular.
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Uwe Pilz.

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MLudes Offline
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#924653 - 04/06/2012 22:26 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: UwePilz]


Hi Uwe

stimmt, dann könnte ich noch Santel aus Russland hinzufügen und Aries aus der Ukraine und Lockwood aus USA, aber alles keine Billigheimer und eher selten zu bekommen, ausser Lockwood, der hierzulande kaum einer kennt. Normand Fullum sollte man ebenfalls dazu zählen.
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viele grüße
Markus Ludes

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MLudes Offline
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#924657 - 04/06/2012 22:37 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: KaStern]


Hi Karsten

INTES MICRO macht sehr gute Optiken, ualität kann man Bestellen, 1/6 p.t.v. mit 1/30 RMS, 1/8 p.t.v. mit 1/40 RMS, 1/10 p.t.v. mit 1/40 RMS, Russen Pyrex, Sital oder Quarz, immerhin.

Es gibt Russenstandart Ausführungen und APM Deluxe Ausführungen, aber auch Tuben von Matthias Wirth, die MW Tuben sind die Kröung der Schöpfung, weswegen Matthias Wirth selbst von Roland Christen als Artist im Teleskopbau benannt wird.

Das Wort Bildfeldwölbung bringst du ins Spiel nicht ich, Koma, ausserhalb der Achse , ist worunter Newtons leiden, wie auch du weisst und schreibst.

Ansonsten währe es nett, wenn mal ein Optikrechner hier Beispiele vorlegen würde

Mhh , die INTES MICRO sind Rumak, egal ob F/10, F/12.5, F/15 oder F/20 und die funktionieren leider nicht so übel wie du unwissentlich darstellst

Fürs Knipsen gibt es deutlich bessere Mak Designs als Rumak, aber woher solltest du das auch wissen, denn nicht alle sind in deinen Lieblingslektüren aufgelistet, es gibt halt noch andere Optikrechner als deine Lieblinge die Ihr Geschäft verstehen
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Markus Ludes

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KaStern Offline
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#924675 - 04/06/2012 23:29 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: MLudes]


N`Abend MLudes,

na mal wieder Worte verdrehen um aus der selbst gegrabenen Grube
herauskriechen zu können? Zuerst unzutreffende Behauptungen aufstellen
und dann bei Widerspruch informierter User herumpöbeln,
das kennen die Leser dieses und anderer Foren ja schon.
Beispiel:

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/620985/

Original geschrieben von: MLudes
Fürs Knipsen gibt es deutlich bessere Mak Designs als Rumak, aber woher solltest du das auch wissen, denn nicht alle sind in deinen Lieblingslektüren aufgelistet, es gibt halt noch andere Optikrechner als deine Lieblinge die Ihr Geschäft ve


Es wäre doch gar nicht so dumm wenn sie es mal mit lesen versuchen würden.
Designs die besser für Photo wären als die Rumaks sind im Buch
Telescope Optics der Autoren Rutten/van Venrooij aufgeführt.
Nicht nur der Sigler, sondern vor allen die lichtstarken Companar.

Siehe dazu Kapitel 11 und für denjenigen dem das lesen
vielleicht etwas schwerer fällt gibt es dazu sogar Bilder!

Diese Quelle hatte ich ja schon genannt, doch offenbar ohne
daß sie es für Wert befunden haben ihr Informationsdefizit
durch nachlesen zu schließen.

Weitere Designs kann man sich übrigens anhand der Patentschriften anschauen.
Manche Optikdesigns werden heutzutage nicht mehr veröffentlicht
weil solche Designs gar nicht so selten einfach geklaut werden.
Windige Geschäftemacher lassen diese dann in China fertigen.

OG, Karsten
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Oglarun1 Offline
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#924680 - 04/06/2012 23:37 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: MLudes]


Hi Loide,

vermutlich noch drei, vier Postings und dann sind wir wieder beim allseits beliebten 20" Ganzvoll-APO.

Im ersten Posting wurde u.a. eine Celestron SE Montierung erwähnt. Diese wird von Leuten benutzt wie du und ich, die nur mal ein bisschen Sterne gucken wollen.

cs

Michael

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tommy_nawratil Offline
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#925333 - 06/06/2012 22:37 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Oglarun1]


hallo,

weil's grad gemütlich ist, noch ein Senf-Körnderl

Spitzen-Optiken für Newtons, sogar aus Germany:
http://www.alluna-optics.de/produkte-newtonspiegel.html

ansonsten, mit etwas Glück, und bezahlbar, bei Orion UK nachfragen? Hab ich immerhin einen mit reell nachgemessenen 97% Strehlchen zu Haus.

Ziemlich gut gebaute Newtons werden heute auf Kundenwunsch zusammengebaut, maßgeschneidert, und gar nicht teuer. Muss man nicht auf ein dreamscope oder Lomo warten.

Es gibt sehr gute Maks für sehr viel Geld, aber es sind Spezialistengeräte - wenn mans kompakt braucht, wenn man einen Spezialmak für Planeten will. Bei normaler leistbarer Ware versemmelt der Newton wegen bezahlbarer Grösse, Lichtstärke und trotzdem kleinerer Obstruktion, thermischem Verhalten, jeden Mak den es am Markt gibt. Einfach mehr Licht und Schärfe fürs Geld.

Celestron hat aber nur ein 4" Mak auf dem SE, ansonsten sinds Schmidt-Cassegrains. Das ist ein Zwutschkerl mit grossem Fangspiegel, und sein bester Konkurrent ist IMHO kein Newton, sondern ein kleiner Refraktor.

just my 2cents...

lg Tommy
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Christian_P Offline
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#925379 - 07/06/2012 09:15 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: GeorgR]


Hi, eine interessante Diskussion zwinker

Der Isaac Newton war schon ein crazy Typ. Nicht, dass er nur die Differential und Integralrechnung vorangebracht hat, nein, er hat einfach so, scheinbar ganz nebenbei, das Newton Teleskop entworfen. Was für ein Glück für uns Sterngucker, dass wir auf so ein System zurückgreifen können.

Fürs Geld gib es kein, aber auch wirklich keine bessere optische Leistung. Wenn man dann noch eine bequeme Beobachtungshaltung erreicht, was wirklich sehr wichtig ist, dann ist ein Newton perfekt. Teleskope, bei denen der Okularauszug hinten angebracht ist, haben da einen Vorteil, erst recht, wenn sie kurz bauend sind. Aber wenn man an einem Newton bequem sitzen kann, dann ist es perfekt.


Viele Grüße
Christian

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Kurt Offline
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#925416 - 07/06/2012 11:02 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Christian_P]


Hallo Christian, liebe Mitleser,

Antwort auf:
...Hi, eine interessante Diskussion...

es gibt wirklich nix interessantes super

Antwort auf:
...Der Isaac Newton war schon ein crazy Typ. Nicht, dass er nur die Differential und Integralrechnung vorangebracht hat, nein, er hat einfach so, scheinbar ganz nebenbei, das Newton Teleskop entworfen. Was für ein Glück für uns Sterngucker, dass wir auf so ein System zurückgreifen können...


...zweifellos war er ein Genie.

Antwort auf:
...Wenn man dann noch eine bequeme Beobachtungshaltung erreicht, was wirklich sehr wichtig ist, dann ist ein Newton perfekt...


Wer es schafft so einen preisgünstigen einen 10" Newton in für den Beobachter bequemer Körperhaltung zu bauen der wäre in meinen Augen ebenfalls ein Genie und dazu noch ein Menschenfreund super super super Bin neulich von der Leiter gefallen als ich damit versuchte an meinem 10" Newton in bequemer Körperhaltung zu beobachten. Bei einer anderen Gelegenheit bin ich mitsamt Leiter und Teleskop umgekippt shocked

Aber Freunde, seien wir doch mal ganz ernsthaft. Ich werde an die Golfspieler erinnert. Die brauchen doch auch für jeden Schlag einen anderen Schläger. Also braucht jeder engagierte Amateur mindestens ganz viele verschiedene Teleskope. Die Auswahl ist doch nicht zu knapp. ZB. gibt es Langhinteneinblicker als Linsen, Spiegel oder Katadiopter, gleiches in Kurzbauform, dazu noch langgezogene Eimer mit Einblickloch irgendwo vorne, usw. Bei derart vielseitigem Angebot wird selbst ein Multi- Eigenbauer wie ich hin und wieder dazu verführt Fertiges von der Stange kaufen zu wollen (krieg ich nämlich nicht immer gruebel.)

Zurück zum Thema. Die Lösung ist ganz einfach. Man schafft es wahrscheinlich nicht alle verfügbaren Teleskoptypen zu kaufen, aber ein Newton und ein MAC kaufen und selber ausprobieren wäre doch für den Einstieg noch zumutbar, oder? cool. Jeder Händler würde sich darüber freuen,

meint Kurt


Bearbeitet von Kurt (07/06/2012 11:04)

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Shahin Offline
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#925450 - 07/06/2012 12:42 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Kurt]


Ich hab die Erfahrung gemacht, das Maks und SC einfacher
zu handhaben sind und schneller transportiert werden können.
Ein Newton ist vom Preis Leistungs Verhältnis wirklich sehr
unschlagbar!
Es ist aber auch vieles Geschmackssache und was auch schon
ein Vorredner richtig gesagt hat, gibt es kein Teleskop,
dass alles kann also wird man wohl später vielleicht zwei
haben damit man das meiste Abdecken kann.

Kompakt und Bequem(und leicht) sid Maks und SC allemal!
Mein C8 ist wesentlich leichte zu transportieren als ein
8zoll Newton.


Gruß, Shahin
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Wer die Welt nicht leicht nimmt,
dem macht sie Schwierigkeiten.

(Hafez, Persischer Dichter)

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Gerd_Duering Offline
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#925487 - 07/06/2012 15:50 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: GeorgR]


Hallo GeorgR,

Antwort auf:
Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons?

na der Titel sagt doch schon alles.
Du möchtest also den Mack etwas durch den Kakao ziehen und suchst Gleichgesinnte.
Es sollen also beim Mack nur dessen Nachteile und beim Newton nur dessen Vorteile diskutiert werden.
Meinst Du nicht auch das diese sehr unfaire selektive Wahrnehmung zwangsläufig ein völlig verzerrtes Bild ergibt und nicht gerade objektiv ist?

Eine solch einseitige und voreingenommene schein Diskussion bei der das gewünschte Ergebnis schon im Eingangsbeitrag vorher festgelegt wird ist unsinnig und bringt niemanden was.
Es sei denn es geht nur darum eine Bauart schlecht zu machen und nicht um objektive und sachliche Information.

Aber zum Glück gibt es ja auch Leute die einen solchen Vergleich objektiv und Fair angehen wie die letzten Beiträge zeigen.

Zur Sache.
Letztlich ist der Vergleich Newton / Mak zu eng gefasst.
Ein wesentlicher Unterschied bezüglich Einblick, Brennweite und Baulänge bezieht sich schließlich auf eine ganze Teleskop Familie.

Da ist die Familie mit Newtonfokus
Es gibt neben dem
-klassischen Newton schließlich auch
-Mak-Newton
-Schmidt-Newton
-Newton mit Subapertur Korrektor zb. nach Jones oder Brixner
-Exoten


Da ist die Familie der Teleskope mit Cassegrainfokus wie.
-Klassisches Cassegrain
-Dall Kirkham
-Ritchey-Chretien
Sowie die Katadioptrischen Spielarten
-Schmidt-Cassegrain
-Mak-Cassegrain
-Systeme mit sub Apertur Korrektor wie Klevtsov
-Exoten

Für die Cassegrain Familie sprechen.

Baulänge.
Das ist nun mal ein ganz wesentlicher Punkt der für die Cassegrain Familie spricht.
Die Bedeutung der Baulänge sollte man nicht unterschätzen, besonders bei größeren Öffnungen.


Einblick
Hier ist die Cassegrain Familie klar im Vorteil.

Parallaktische Montierbarkeit.
Auch hier ein Punkt für die Cassegrain Familie wenn gleich auch die Newton Familie natürlich ebenfalls parallaktisch montiert werden kann.
Aber hier sind größerer Baulänge (Hebel) ungünstiger Einblick und die erforderliche Tubusrotation klare Minuspunkte für die Newton Familie.

Backfokus, mögliches Zubehör Binoansatzt usw.
Klarer Punkt für die Cassegrain Familie.

Okularverträglichkeit Augenabstand bei einfachen Bauarten zb. Orthos bei maximal sinvoller Vergrößerung.
Klarer Punkt für die Cassegrain Familie


Für die Newton Familie srechen.

Antwort auf:
Aufwand und Kosten

Mit dem einfachen Aufbau kann der klassische Newton hier natürlich punkten.
Die katadioptrischen Spielarten schon weniger.

Antwort auf:
Erreichbares Feld.

Der Preis ist aber das dann Okularkritische Verhalten.

So das wären erst mal grob die generellen Aspekte ohne auf Details einzugehen.

Die Cassegrain Familie muss sich hier hinter der Newton Familie keinesfalls verstecken.
Es gibt gute Gründe für derartige Teleskope.

Grüße Gerd


Bearbeitet von Gerd_Duering (07/06/2012 15:57)

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tommy_nawratil Offline
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#925513 - 07/06/2012 17:28 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Gerd_Duering]


hallo Gerd und alle,

Einblick ist sogar relativ:
Beim 10" Newton kann ich stehen wenn zenitnah, bei meinem 10" RC muss ich dann gekrümmt am Boden knien und krieg nasse Knie.

Parallaktische Montierbarkeit hast du schon unter den vorigen Punkten erwähnt: Gilt nicht!

Backfokus: Nicht immer ein Punkt, schau mal zB die TAL Klevtsovs an, wo ein 2" ZS oft keinen Fokus mehr erreicht. Spiegel verschieben kann man beim Newton auch, und verändert dabei weder SA noch Brennweite.

Okularverträglichkeit: Ein f/10 bräuchte für 7mm AP ein 70mm Okular, gibts nicht am Markt und wäre auch unsinnig wegen der recht früh einsetzenden Vignettierung durch das Blendrohr. Der Vorteil der Randschärfe wegen f/10 wird also teuer erkauft. Man kann das doch nicht uneingeschränkt als Vorteil bezeichnen, wenn ganze AP Bereiche nicht erfasst werden können.

Hauptvorteil des Newtons für die vielen Einsteiger ist IMHO, dass sie mit nem Newton von der Stange sowohl Hochvergrösserung mit moderater Obstruktion als auch Übersicht mit grosser AP erreichen können. Und natürlich viel Licht fürs Geld bekommen.

Klar ist ein C8 transportabler als ein 8"Newton und kann auch viel Spass machen bei mittleren AP's, aber Planetenkiller ist es visuell eben keiner und grosse AP geht einfach nicht damit. Abgesehen von der Thermik. Wo Transportabilität/Hebel im Vordergrund stehen, super. Doch optische Vielseitigkeit ist ja auch irgendwie ein wichtiger Teil bei einem Teleskop, neben Transportabilität *g* ;-)

lg Tommy
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LukeSkywatcher Offline
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#925568 - 07/06/2012 20:03 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: tommy_nawratil]


Hallo Tommy,

ein Punkt gilt bei deiner Aussage aber auch nicht:

"Einblick ist sogar relativ:
Beim 10" Newton kann ich stehen wenn zenitnah, bei meinem 10" RC muss ich dann gekrümmt am Boden knien und krieg nasse Knie."

Dafür gibt es Hocker und Astrostühle. zwinker

LG Silvio

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tommy_nawratil Offline
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#925570 - 07/06/2012 20:16 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: LukeSkywatcher]


hallo Silvio,

stimmt, und Schaufeln um ein Loch zu graben *g*

Ich könnte auch eine kleine Säule auf meine EQ6 tun, aber dann hätte ich mit meinen 18 anderen Fernrohren wieder Probleme. Bin nämlich so einer wie der Kurt oben schildert ;-)

Antwort auf:
Also braucht jeder engagierte Amateur mindestens ganz viele verschiedene Teleskope.


also ich hoffe ihr nehmts nicht so tierisch ernst!

lg Tommy
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Gerd_Duering Offline
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#925641 - 07/06/2012 23:54 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: tommy_nawratil]


Hallo Tommy,

Antwort auf:
Beim 10" Newton kann ich stehen wenn zenitnah, bei meinem 10" RC muss ich dann gekrümmt am Boden knien und krieg nasse Knie.
................
Ich könnte auch eine kleine Säule auf meine EQ6 tun, aber dann hätte ich mit meinen 18 anderen Fernrohren wieder Probleme.


na ja dann liegt das doch eher daran das die Höhe Deiner Montierung für Dein RC etwas gering ist und nicht am RC.
Wie Du schon schreibst könntest Du die auch anpassen so das es für`s RC passt und beim Newton müsstest Du dann für`n Zenit eben aufs Treppchen steigen.
Damit gilt das also auch nicht.

Noch was zum Einblick
Der Einblick hinten ist ja nicht per see immer gleich günstig, kommt ganz drauf an wie stark sich dessen Position beim Schwenk von Horizont zu Zent ändert.
Beim sehr langen Refraktor wird man für`n Horizont aufs Treppchen steigen und für`n Zenit einen Kniefall machen müssen.

Bei Systemen mit Cassegrain Fokus sitzt der Einblick nicht allzu weit vom Schwerpunkt weg.
Da nun mal üblicherweise Teleskope dort gelagert und damit um selbigen geschwenkt werden ändert sich die Position des Einblicks beim Schwenk dementsprechend weniger.

Beim Newton ist der Einblick relativ weit vom Schwerpunkt und damit der Schwenkachse entfernt.
Bei Deinem 10“ Newton sicher gut und gerne nen halben Meter wenn`s nicht gerade ein f/4 ist.
Dementsprechend stark ändert sich die Einblickposition beim schwenken.
Beim Gitterdobson mit einem Schwerpunkt relativ nahe am HS ändert sich die Einblickhöhe besonders stark.


Antwort auf:
Backfokus: Nicht immer ein Punkt, schau mal zB die TAL Klevtsovs an, wo ein 2" ZS oft keinen Fokus mehr erreicht. Spiegel verschieben kann man beim Newton auch, und verändert dabei weder SA noch Brennweite.


Gut man kann den natürlich bei jedem Systemen knapp auslegen.

Antwort auf:
Okularverträglichkeit: Ein f/10 bräuchte für 7mm AP ein 70mm Okular, gibts nicht am Markt und wäre auch unsinnig wegen der recht früh einsetzenden Vignettierung durch das Blendrohr.


Na ja erst mal hatte ich bei Okularverträglichkeit eigentlich nicht die AP gemeint sondern die Bildgüte, auf der Achse wie im Feld.
Eine AP von 7 ist bei f/10 mit handelsüblichen Okularen natürlich nicht machbar aber AP7 ist ja wegen der leidigen Lichtverschmutzung auch nicht immer und überall sinnvoll.

Antwort auf:
Hauptvorteil des Newtons für die vielen Einsteiger ist IMHO, dass sie mit nem Newton von der Stange sowohl Hochvergrösserung mit moderater Obstruktion als auch Übersicht mit grosser AP erreichen können. Und natürlich viel Licht fürs Geld bekommen.


Keine Frage das ist so, daher ist das klassische Einsteigerteleskop ja auch ein Newton.
Für einen grundsätzlichen Vergleich dürfen wir aber nicht ausschließlich die Bedürfnisse des Einsteigers sehen.

Antwort auf:
Klar ist ein C8 transportabler als ein 8"Newton und kann auch viel Spass machen bei mittleren AP's, aber Planetenkiller ist es visuell eben keiner und grosse AP geht einfach nicht damit. Abgesehen von der Thermik.


Man könnte ja auch mit Öffnung ausgleichen.
Parallaktisch mag ich mir nichts Größeres wie einen 8“ Newton antun, ein C9 schon.
Und Fotografisch sieht`s eh etwas anders aus, die eindrucksvollsten Planetenfotos die ich kenne sind mit SCs gemacht.
Wegen Thermik sollte beim Newton wie beim SC ein Lüfter verbaut sein.
Wenn das beim SC durchdacht gemacht wird hat es Thermisch kaum mehr Nachteile.

Grüße Gerd

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MLudes Offline
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#925674 - 08/06/2012 08:22 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Gerd_Duering]


ie Montierung könnte man auch einer Hubsäule positionieren, dann kann man die Höhe nach Bedarf unterschiedlich hochstellen :-)
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viele grüße
Markus Ludes

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fquadrat Offline
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#925709 - 08/06/2012 10:55 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Kurt]


Hallo Kurt,

im Zusammenhang mit
Original geschrieben von: Kurt
Wer es schafft so einen preisgünstigen einen 10" Newton in für den Beobachter bequemer Körperhaltung zu bauen der wäre in meinen Augen ebenfalls ein Genie und dazu noch ein Menschenfreund super super super
hätte ich einen Kandidaten: Russel Porter. Der war nicht nur Chefkonstrukteur für das Hale-Teleskop, sondern hat die Springfield- Montierung ersonnen. Bei der verharrt der Brennpunkt immer an derselben Stelle, es handelt sich nämlich um einen coudé-ähnlichen Strahlengang, bei dem aber das Grundsystem kein Cassegrain ist, sondern eben ein Newton. Das Ausgleichsgewicht hängt seitlich oben ab Tubus, weshalb der besonders stabil sein muß.

Grüße

fquadrat

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fquadrat Offline
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#925728 - 08/06/2012 11:51 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: tommy_nawratil]


Hallo TOmmy,

Du schriebst:
Original geschrieben von: tommy_nawratil
Okularverträglichkeit: Ein f/10 bräuchte für 7mm AP ein 70mm Okular, gibts nicht am Markt und wäre auch unsinnig wegen der recht früh einsetzenden Vignettierung durch das Blendrohr.
70-mm-Okulare gibt es sehr wohl auf dem Markt, aber der Auszug braucht dann mindestens 2,7" Steckdurchmesser. Sowas hätte dann auch gerne ein passend großes Blendrohr sowie einen adäquaten Sekundärspiegel. Wer mehr als 55° scheinbares Gesichtsfeld haben möchte, darf Auszug usw. noch größer machen - "von der Stange" geht es bis zu 65° für 4"-Auszüge.

Grüße

fquadrat

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tommy_nawratil Offline
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#925755 - 08/06/2012 14:34 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: fquadrat]


hallo fquadrat,

naja, ob bei Siebert "von der Stange" bedeutet? Man wartet da schon mal ein halbes Jahr auf Antwort.

Ein grösseres Blendrohr und ein grösserer FS wären dann aber schon ein anderes Instrument mit grösserer Obstruktion. Und ein 4" OAZ für einen 4" Mak nach dem eingangs gefragt wurde wäre ja auch etwas kurios. Der hätte dann vermutlich auch 4" Obstruktion, aber das soll wer anderer ausrechnen :-)

Danke für den Hinweis auf Russell Porter!

lg Tommy
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Gerd_Duering Offline
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#925775 - 08/06/2012 15:53 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: fquadrat]


Hallo fquadrat,

Antwort auf:
hätte ich einen Kandidaten: Russel Porter. Der war nicht nur Chefkonstrukteur für das Hale-Teleskop, sondern hat die Springfield- Montierung ersonnen. Bei der verharrt der Brennpunkt immer an derselben Stelle,

ich denke da musst Du Kurt nichts von erzählen, der hat mit Seinem Cassegrain mit Nasmyth- Fokus schließlich schon ein System verwirklicht welches ebenfalls einen zumindest in der Höhe fast unveränderlichen Einblick bietet und das als 10“.

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=125137&whichpage=3

Antwort auf:
es handelt sich nämlich um einen coudé-ähnlichen Strahlengang, bei dem aber das Grundsystem kein Cassegrain ist, sondern eben ein Newton. Das Ausgleichsgewicht hängt seitlich oben ab Tubus, weshalb der besonders stabil sein muß.

Ja ursprünglich wurde die Springfield Montierung für einen Newton konzipiert.
Das ist beim Newton aber mit ganz erheblichen Nachteilen verbunden.
Der Strahlengang vom FS kommend wird sehr lang da dieser durch die Dek- Achse geführt werden muss und auch noch mal umgelenkt wird.
Das bedingt eine sehr hohe Obstruktion.
Da der Newton so nicht in seinem Schwerpunkt gelagert werden kann wird wie Du schon schreibst ein großes Ausgleichgewicht nötig.
Die Montierung muss hier wegen diesem Zusatzgewicht gegenüber der Befestigung des Newtons in seinem eigentlichen Schwerpunkt nahezu das doppelte Gewicht tragen!

Wesentlich besser eignet sich für diese Montierungsart das Cassegrain.
Man wählt am Teleskop einen Nasmyth- Fokus, führt den Strahlengang dann durch die Dek-Achse der Montierung und beobachtet mit Zenitspiegel bei ortsfestem Einblick.

Den Tertiärspiegel legt man praktischerweise in Höhe Schwerpunkt des Teleskops, so wird ein Ausgleichgewicht wie beim Newton überflüssig.

Geradezu ideal ist so eine Montierungsart auch für mache Schiefspiegler.
So auch für meinen weiterentwickelten Kutter mit Jones Korrektor.

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbth...gler#Post874497

Hier mal eine Prinziepzeichnung von mir.



Tja auch hier also ein klarer Punkt für die Cassegrain Familie.
Ein Kutter ist übrigens ein modifizierter Cassegrain mit gekipptem HS so das der Strahlengang am FS vorbeigeht, sowie gekipptem FS.

Grüße Gerd


Bearbeitet von Gerd_Duering (08/06/2012 16:25)

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Kurt Offline
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#925799 - 08/06/2012 17:25 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Gerd_Duering]


Hallo Miteinander,

zum Thema Newton und bequeme Körperhaltung des Beobachters:

Gerd hat ja bereits einige Nachteile der Porter- Monti für Newtons aufgelistet die ich ebenfalls so einschätze.

Dann noch einer, gültig für Newtons und ähnliche auf üblichen Montis: Zur erfolgreichen Nutzung eines Bino- Ansatzes braucht man hier einen hochelastischen Körper und zwar von den Fußspitzen bis zu den Augenmuskeln. Das ist bei mir leider nicht mehr gegeben traurig.

Es gibt aber noch eine andere höchst komfortable Lösung, auch für Newtons. Siehe Anhang und
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=10831
SDas Prinzip ist keine Erfindung von mir sondern wird auch von Profis z. B. für große Sonnenteleskope genutzt. Das Königlich Schwedische auf La Palma hat z.B 1 m effektive Öffnung und entsptrechend große Planspiegel für die Nachführung.

Man kann in meiner Version jedes beliebige Teleskop verwenden ohne dass man sich irgendwie körperlich verrenken muss. Dummerweise braucht man aber einen hinreichend großen Planspiegel und man schafft auch keine vollständige Rundumsicht des gesamten Himmels.

Zurück zu Standardlösungen mit handelsüblichen Montis. Derzeit hab ich meinen 230 mm Kutter „Spargel“ auf einer EQ6 montiert. Bei der üblichen Nutzung eines Zenitspiegels gibt es da keine großen Verrenkungen, ganz ob mit oder ohne Bino, egal welches Objekt man im Oku hat. Man muss nur hin und wieder den Zenitspiegel drehen und die Position des Astro- Stuhls verändern. Das würde mit dieser und ähnlicher Monti auch bei allen gängigen SCs , MAKs und Anverwandten genau so gut funktionieren.

Gruß Kurt


Anhänge
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Bearbeitet von Kurt (08/06/2012 17:30)

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tommy_nawratil Offline
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#925807 - 08/06/2012 18:46 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Kurt]


hallo lieber Kurt,

nachdem meine optische Karriere ja auch von einer wirklich gütigen Bemerkung deinerseits gefördert wurde (hat aber leider nichts genutzt):

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbth..._nun#Post426050

nehme ich als gegeben an dass ich die Vorzüge eines ohne körperliche Extremleistung zugänglichen Fokus auch noch irgendwann entdecken werde ;-)

Der hinreichend grosse Planspiegel geht sich, wenn ich fleissig spare, vielleicht bis dahin aus:
http://www.alluna-optics.de/produkte-lagerbestand.html

weil einen selber schleifen ist, glaub ich, ja nicht so einfach.

Als Zwischenstadium werde ich vielleicht Rotations-Rohrschellen einsetzen, ich kenne da einen guten Mechaniker der selbst etwas steif im Kreuz ist und sich da was gebastelt hat.

Auch mit einer motorisierten Dobson Montierung und Astrostuhl erreicht man relativ bequem einen angenehmen Bino Einblick am Newton. Nur muss man den Stuhl ständig irgendwie verstellen wenn der Dob sich dreht.

lg Tommy
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Physik ist die Poesie der Natur

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Gerd_Duering Offline
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Registriert: 08/01/2007
Beiträge: 1038
#925828 - 08/06/2012 20:28 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Kurt]


Hallo Kurt,

Antwort auf:
Es gibt aber noch eine andere höchst komfortable Lösung, auch für Newtons.


da kommt mir doch das Window Scope von Ed Jones in den Sinn.

http://home.fuse.net/eljones/optical_eds_011.htm

Ein sehr langer Chief mit Planspiegel zwecks Ausrichtung
wie bei Dir.
Der Einblick befindet sich in der guten Stube, sozusagen beobachten vom Schreibtisch aus.
Das nenn ich mal bequem.

Der Jones Chief als Einspiegelsysem wie der Newton ist ja eng mit diesem verwand.

Grüße Gerd

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Rainer_Borchmann Offline
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Registriert: 27/12/2002
Beiträge: 267
Ort: NRW/BaWü
#925873 - 09/06/2012 01:26 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: AstroCarsten]


Moin,

ich arbeite mit einem 8" MAK und einem 250TAL nach Klevtsov.
Meine Newtonzeit ist Gott sei Dank vorbei.
Beide Mak und TAL nutze ich fotographisch, visuell und für die
Spektroskopie. sie sind in Handhabung, Kontrast und Qualität
der Abbildungen einem Newton überlegen.
Ich empfehle jedem Anfänger einen Newton, nach einigen Jahren
kann man auf professionellere Geräte umsteigen. aber auch mit Newtons sind wrklich brilliante Ergebnisse möglich. So findet
jede Teleskopklasse seinen Meister, oder eben umgekehrt.
_________________________
TAL 250 K nach Klevtsov
Bosma MAC 150
Newton 150

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tommy_nawratil Offline
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Registriert: 27/09/2006
Beiträge: 3393
Ort: Wien
#925914 - 09/06/2012 09:45 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Rainer_Borchmann]


lieber Herr Borchmann,

höchsten Respekt vor ihrer Arbeit, die ich hier im Forum verfolge!

Jedoch müssen wir bei der Beurteilung von Instrumentenklassen etwas vorsichtig sein, hier lesen viele Unerfahrene mit, die dann den Eindruck bekommen ein Newton sei an sich ein komplett unprofessionelles Gerät. Qualität ist eine Frage des Verarbeitung und Ausstattung, gerade auch bei Newtons. Ein richtig belüfterer Newton von der Stange, mit Streulichtschutz und Tubusisolierung ausgestattet, ist von einem Katadiopter in der Kontrastleistung kaum zu erreichen. Aber freilich tut man sich mit einem massiveren Spektroskopieansatz dran nicht so leicht, das glaube ich gern.

schöne Grüsse, Tommy
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Felix42 Offline
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Registriert: 08/01/2008
Beiträge: 1725
Ort: Hier
#925995 - 09/06/2012 15:21 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Rainer_Borchmann]


Hallo Rainer,


interessant fände ich einige Details über den zum Vergleich herangezogenen Newton zu erfahren. Gerade visuell kann ein Newton sehr leistungsfähig sein, wenn man natürlich ein hochobstruiertes Fotogerät visuell nutzt läßt das schlicht gar keine vergleichende Aussage zu.


Viele Grüße Felix
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Wenn man tot ist merkt man das nicht aber es ist schwer für die anderen.

Wenn man doof ist auch.

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MootzGMS Offline
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Registriert: 19/11/2004
Beiträge: 6185
Ort: Hessen, Biedenkopf
#926012 - 09/06/2012 16:39 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Felix42]


Hallo Leute,

ich schau mir das schon eine Weile an und finde die Fragestellung nicht zielführend.

Ich würde die Frage stellen:

Wann hat der MAK/SC pp einen Vorteil gegenüber dem Newton?

Der Newton ist, gerade wenn man ihn mit einem Öffnungsverhältnis zwischen F/5 und F/7 (mit Einschränkungen F/8)wählt, das wesentlich vielseitigere Teleskop und bei vergleichbarer optischer Qualität und Öffnung auch nie unterlegen.
Mit dem System Newton lässt sich sehr einfach und günstig aus einer Spiegeloptik (vor)gegebener Öffnung das Maximum an optischer Leistung über den komplettesten Anwendungsbereich herausholen. Jedes andere Spiegelsystem wird spezieller in seinen Anforderungen und Möglichkeiten.

Ein Kathadiopter mit Heckeinblick punktet nur bei speziellen Anforderungen, wie z.B. extrem kleines Packmaß, Unterbringung größtmöglicher Öffnung in einer Sternwarte/Kuppel mit beschränktem Raum, Planetenfotografie mit üppiger Brennweitenvorgabe schon durchs Teleskop und was mir sonst nicht einfällt.
Es haben sich ja schon einige Spezialanwender zu Wort gemeldet, die mit Newtons ihre verschiedensten Probleme hatten und sie mit MAK und Co lösen konnten.

Ein Newton, parallaktisch montiert und ohne Rotationsschellen ist z.B. für mich visuell nicht wirklich brauchbar, daher bevorzuge ich den Newton/Dobson mit seinem sehr bequemen Einblick und der bleibt auch auf einer EQ-Plattform erhalten, ich beobachte sogar sehr entspannt mit Binoansatz.
Das bleibt so, bis man so etwa 1800 mm Brennweite überschreitet, dann kommen langsam Tritte und Leitern ins Spiel und man ist unter obigen Vorgaben bei mindestens 12-16" Öffnung.
Der visuelle Beobachtungsschwerpunkt Mond/Planeten spricht also heutzutage keineswegs mehr gegen Newton/Dobson, zumal es inzwischen EQ-Plattformen ab ca. 300 € käuflich zu erwerben gibt.

Gruß
Günther
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Überprüft, was immer auch geschrieben steht,
wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht.
Das mehrt die eigene Erfahrung
und bringt so manche Offenbarung.

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ws_mak12 Offline
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Registriert: 28/01/2008
Beiträge: 961
Ort: Baden-Württemberg
#926013 - 09/06/2012 16:42 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: tommy_nawratil]


Hallo Tommy,

einen Newton (v.a. größeres Kaliber), welcher motorisiert sein soll, muss nicht zwangsläufig parallaktisch montiert sein! Man kann z.B. Alt-Azimut Steuerungen einsetzen. Das machen die Profis nicht anders, denn ab einer bestimmten Teleskopgröße ist eine parallaktische Montierung einfach nicht mehr betreibbar. Für die Teleskope mit denen wir beobachten gibt es bezahlbare Lösungen. Diese werden v.a. in den USA angeboten und man findet sie sehr weit verbreitet auf amerikanischen Teleskoptreffen. Ist die Brennweite nicht so groß entfällt sogar auch der Nachteil des ungünstigeren Einblicks (Leiter...) weitestgehend.

Der Trend geht im Newtonbereich bei größeren Öffnungen zu Öffnungsverhältnissen sogar weit unter F4. Ein gut und durchdacht gebautes Teleskop mit Komakorrektur ist selbst mit recht großem HS ohne Leiter zu bedienen und man hat in den allermeisten Situationen einen sehr bequemen Einblick. Rotationsrohrschellen benötigt man auch keine mehr und hat dennoch die Möglichkeit einer motorischen/computergesteuerten Nachführung. Bei meinem 18" F4 benötige ich auch keine Leiter und die Einblickhöhe ist fast immer äußerst bequem.

Viele Grüße
Werner
_________________________
18" F4 Zambuto; 12" F4,5 MN; 4" TMB

"Die Gaben der Natur und des Glücks sind nicht so selten wie die Kunst, sie zu genießen" - de Clapiers

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fquadrat Offline
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Beiträge: 1281
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#926090 - 09/06/2012 21:36 Re: Nachteile von MAKs, Vorteile von Newtons? [Re: Felix42]


Hallo Felix,

noch eine Ergänzung zu:
Original geschrieben von: Felix42
Gerade visuell kann ein Newton sehr leistungsfähig sein
Das sieht man auch an vielen Aufnahmen des 2,54-m-Hooker-Reflektors auf dem Mount Wilson, denn der erreicht niedrigen Brennweiten nicht im ohnehin nicht vorhandenen Primär-, sondern im Newtonfokus. Ist brennweitentechnisch gleich, aber besser zugänglich.

Grüße

fquadrat

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