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#926924 - 13/06/2012 10:41
Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
Durch die vielen Beiträge in diversen Foren inspiriert, habe ich mich entschlossen mir einen Binoansatz zu kaufen. Und zwar den MaxBright von Baader. Dazu gleich den (angeblich) passenden GWK. Leider kam ich damit und meinem 2“ ZS nicht in den Fokus, der GWK wurde getauscht, doch auch mit dem neuen GWK war keine Fokusierung möglich. Bei einem Telefonat mit dem Support vermutete man einen gekürzten Tubus und man empfahl mir es mit einer 2fach Barlow vor dem ZS zu probieren. Somit kam ich tatsächlich in den Fokus, aber die erreichte Bildqualität war unbefriedigend und lies nur erahnen was binokulares Sehen leisten könnte.
Etwas enttäuscht und frustiert surfte ich im Netz, um nach möglichen Lösungen zu suchen und stieß auf die Teleskop-Spezialisten. Ich rief an, erklärte mein Problem und bekam am Telefon schon einen ersten Lösungsvorschlag. Und dazu das Angebot von Hr. Kloss sich am Abend an einem Beobachtungsplatz bei München zu treffen. Ich sagte zu, packte meine Sachen und fuhr hin. Hr. Kloss hatte die richtige Vermutung, dazu auch die nötige Hardware dabei und alles war perfekt. Mit dem T2 Maxbright Zenitspiegel und dem geeigneten GWK konnte ich problemlos Fokusieren. Das nenne ich Support! Mit dem Bino war ich nun in einer völlig anderen Welt. Und was ich da mit dem Bino sah war eine Sensation und in meinen Worten möchte ich euch kurz meine Eindrücke wiedergeben: Der Mond. Er ist durch seine Plastizität scheinbar zum Greifen nahe. Unbeschreiblich ist die Fülle an Details. Man könnte ganze Nächte nur den Mond beobachten. Am besten die Schattenlinien entlangfahren, man hat das Gefühl in einem Raumschiff über den Mond zu gleiten (3D). Vorsicht! Es besteht die Gefahr sich zu streiten wer nun beobachten darf.
Die Planeten. Auch hier hat man das verrückte Gefühl eine höhere Vergrößerung zu bekommen. Und auch hier sieht man deutlich mehr Details. Das Gefühl für eine vermeintliche Tiefe des Raumes ist ähnlich groß wie bei der Betrachtung des Mondes. Großes Suchtpotential.
Und bei Deepsky? Also bei dem Klassiker M13 lösen sich erste Sterne aus der Kugel und zeigen sich schön scharf. Hier hat man noch ein klein wenig den oben beschriebenen 3D Effekt. Am M57 sieht man den Ring wie gestanzt und auch beim M51 kann man bei indirekten Sehen Strukturen erahnen, wobei hier der 3D Effekt natürlich nicht mehr eintritt. Dennoch ist für mich die Beobachtung der Messierobjekte mit einem Bino absolut zu empfehlen.
Ich selber habe einen 6“ f/8 Refraktor und ich möchte niemanden langweilen mit AP, Brennweiten, Lichtsammelleistung und diversen physikalischen Gesetzen. Was aber auffällig war ist die Verringerung des „Farbfehlers“ durch den Einsatz eines GWK. Ich hatte bis vor kurzem noch einen Chromacorr, der aber die Abbildung eher eintrübte und etwas matschig werden ließ. Mit dem GWK ist die Darstellung merkbar farbreiner und kontrastreicher, wenn man zentrisch in die Okulare blickt. Abseits der Mitte zeigt sich ein wenig der Farbfehler.
Mein Fazit 1. Ich kann jedem empfehlen den Kauf eines Bino in Erwägung zu ziehen. Der Einblick am Bino ist sehr entspannt und ermüdungsfrei. Der einfache Einblick ermöglicht ein Beobachten mit erhöhter Konzentration über längeren Zeitraum. 2. Der Service von Hr. Kloss ist super. Am Telefon schon die richtigen Tips. Und dazu dieser Erfahrungsschatz. Das ist für mich als Amateur wichtig. 3. Hr. Kloss hat mir zum Testen auch noch Plössl und Erfel Okulare mitgebracht. Ich habe mich für die Plössl entschieden. Sehr gute, lichtdurchlässige Okulare zum guten Preis. Eine super Kombination mit dem Bino.
Bester Gruß -Bernhard
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Hallo Bernhard,
ich habe mit viel Freude deinen Beitrag gelesen und da mir im Forum auch schon nahegelegt worden ist ein Bino zu benutzen, bin ich nun noch mehr davon überzeugt eins zu kaufen. Ich hab lediglich eine Frage, was für Okulare würdest du empfehlen, deiner Erfahrung nach? Ich hatte an 20mm gedacht?
Gruß, Shahin
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Wer die Welt nicht leicht nimmt, dem macht sie Schwierigkeiten.
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#926970 - 13/06/2012 14:35
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: Shahin]
Hallo Bernhard, ich kann Deine Eindrücke nachvollziehen und auch bestätigen. An einen 5" Apo nutze ich den 1,25" Maxbright Zenitspiegel, alle 3 Glaswegkorrektoren von Baader (unterschiedliche Vergrößerungen und Gesichtsfelder) und das Großfeldbino in Kombination mit den Takahshi LE und Baader eudiaskopischen Okularen. Eine insgesamt sehr stimmige, farbreine und entspannte Kobination. Seit ich das Bino habe beobachte ich nicht mehr monokular, da ich es inzwischen als anstrengend empfinde. Ich kann es jedem visuellen Beobachter nur empfehlen, es wenigstens mal zu probieren. Sonne , Mond und Planeten lassen sich so viel besser beobachten. Grüße! Bocian
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#926980 - 13/06/2012 16:18
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: Bocian]
Hi Shahin,
ich habe 25mm und 15mm als Brennweite gewählt und mich für Plössl entschieden damit ich Dank weniger Linsen mehr Transmission erreiche. Ich denke eudiaskopische Okulare wie Bocian beschrieben hat sollten noch besser sein.
Ich habe es auch mit zwei Baader Zooms probiert und kam damit nicht zurecht da der Augenabstand zu groß wurde. Daraufhin probierte ich es mit den schmalleren Seben Zooms und es ging. Erstaunlicherweise ist das Zoomen ohne "Rasterstops" völlig easy.
Ich kann Bocian zustimmen, ich habe ein 35mm zum Aufsuchen, aber die weitere Beobachtung mache ich auch nur noch mit dem Bino. Dank eines sehr guten Beobachtungsplatzes kam ich bei den bisherigen Messierobjekten damit sehr gut zurecht.
Bester Gruß -Bernhard
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hallo Bernhard,
schöner Bericht, das erste Mal mit Bino am Planeten, das haut einen schon aus den Socken. Am Mond ist es etwas Übungssache weil die Iris in den Augen bei der Helligkeit sehr klein wird, und man die kleinen Lichtbündel aus den Okularen richtig platzieren muss. Bei Deepsky ist es zwar angenehm, kostet aber effektiv Grenzgrösse - schwache Objekte sieht man monokular besser.
Kannst du noch schreiben mit welchem GWK du jetzt in den Fokus kommst? War das Rohr zu kurz oder zu lang? Und hast du das T2 Prisma oder wirklich den ZS? Das würde anderen in derselben Lage weiterhelfen.
lg Tommy
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Hallo Bernhard, schöner Bericht, das kommt mir irgendwie bekannt vor. Als ich zum erstenmal den Mond durch das Bino sah hat es mir fast die Schuhe ausgezogen, ebenso bei den Planeten und der Sonne , auch M13 ist bei 12" eine absolute Pracht im Bino. Gruß Ralf
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Hi Zusammen,
ich will ja auch niemanden langweilen, aber ich frage mich schon mit dem 2. Absatz, was der Artikel wohl gekostet haben mag. Ich finde ja Bino auch hübsch, bei Objekten die hell genug sind (wie hier überhaupt nur Thema), jedoch gehöre ich zu den Beobachtern die auch mit nur einem Auge dasselbe an Detail genießen können. Bino macht mir natürlich auch mehr Spaß, aber es war mir nie derartiger Grund zum Jubel. Ansonsten finde ich im Beitrag für meinen Geschmack einfach zuviel Marketing ("lichtdurchlässige Okulare", "guter Preis", "das nenne ich Service","absolut zu empfehlen"). Naja und auf Verringerung des Farbfehlers... hihi... na, das lassen wir besser. Steht irgendwo drin, dass ein Bino das Seeing reduziert? Ist sicher vergessen worden...
Schreib ich mal - wieder - kritisch guckend. Ich weiß, dass es nicht jedem was bringt. Muss in all dem Jubel mal - wieder - erlaubt sein. Im Prinzip steht's ja im Beitrag auch schon drin: Formeln langweilen, bzw. man will die Grenzen der Physik nicht wahr haben. Beitrag also ins Philisophie-Forum verschieben.
Clear Skies Sven
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Hallo Tommy, ich habe den GWK 1,7 und den T2 Maxbright ZS. Und der Tubus war nicht zu kurz, eher zu "lang" denn ich kam den OAZ nicht weiter rein.
Hallo Sven, du scheinst dich ja mit bezahlten Artikeln gut auszukennen. Keine Sorge, für mich ist Astronomie ein Hobby das mir viel Spass bereitet, nicht mehr und auch nicht weniger. Und wenn mir etwas gefällt, dann schreibe ich halt paar Zeilen dazu. Also bleib -wieder- schön locker, halt die Bälle -wieder- flach (es ist EM) und vergiss -wieder- nicht: es ist astronomie.de und nicht wienstein.de schenkelklopfende Grüße -Bernhard
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Hallo Bernhard, ein wenig reißerisch kommt die große Freude schon rüber. Ich hab ja, nach vielen Schwierigkeiten auch so ein Teil, war nicht so einfach. Ich bin wohl sehr empfindlich auf Dejustage und passende Augenweite. Doppelbilder, Geistebilder, Reflexe, Probleme mit dem Einblick, einfach nicht das Erlebnis, welches der Beobachter vor mir mit dem gleichen Ansatz hatte. Nun gut, dann kam doch noch der Ansatz der mir passt. Das ist m.E. nicht nur für mich wichtig, denn kauf dir einen Binoansatz und sei glücklich ist zu einfach gestrickt. Mond, Planeten, Sonne (nur mit geeignetem Objektivschutzfilter) sehr empfehlenswert, bei DS trübt die Aufteilung des Lichts in aller Regel den Genuss so enorm, dass ich keinen Gewinn sehe. Man kann helle Objekte machen, aber mir fehlt das Licht, ich vergrößere dann lieber monokular etwas mehr. Also Sonnensystem: Faktor 1,4 "größer" als monokular, das passt für mich in etwa, trifft aber das Seherlebnis nicht so ganz, denn die Entspannung und die Leichtigkeit des Seins kommen hinzu. Gerade an kleinen Teleskopen ist ein großer "Whow-Efekt" erzielbar, da man hier besonders von der scheinbar höheren Vergrößerung durch beidäugiges Sehen profitiert. An größeren Teleskopen kann man Seeingstörungen mit diesem Faktor 1,4 auch ein wenig aus dem Weg gehen. Mit meinem 12" Newton bleibe ich schon Mal monokular unter 200fach hängen und da konnte ich schon feststellen, dass mit Binoansatz 160fach x 1,4 = 224fach noch ganz ausgezeichnet zu machen war (sorry für die Zahlen, sie sind auch nur grobe Richtwerte). Auflösungsgewinn bringt das mir übrigens nicht, aber eine entspanntere Detailerkennung schon. Gruß Günther
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Überprüft, was immer auch geschrieben steht, wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht. Das mehrt die eigene Erfahrung und bringt so manche Offenbarung.
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Keine Sorge, für mich ist Astronomie ein Hobby das mir viel Spass bereitet, nicht mehr und auch nicht weniger. Du kannst doch hier nicht einfach Spass haben ... wo kämen wir denn da hin ... nachher will das noch jeder hier haben ... und wer soll dann die ganzen Bedenken dagegen äußern? Wie sagt man beim ZDF: "Mit dem zweiten sieht man besser" ... und weiterhin viel Spass!
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CS Chris
Wer behauptet "Das geht nicht!", sollte nie jemanden stören, der es gerade tut.
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Hallo Bernhard, Deine Antwort lockt mich jetzt nicht sonders hinterm Ofen vor, weil, passt ins Gesamtbild. Auf www.svenwienstein.de steht's eben differenzierter, Pro und Kontra gegeneinander abgewogen - gern aus der Sicht des Autors, denn "normalerweise sind wir alle nicht". Clear Skies Sven
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Die beste Astronomie HP der Welt, erstellt vom besten UNABHÄNGIGEN Astrogerätetester der Welt "Ironiemodus aus" Mensch Sven was ist denn mit dir los??? Warum siehst du hinter jeder Hecke einen Schützen? Ich bin jetzt auch schon 10 Jahre dabei und ich kenne dich anders, nicht so verbittert, schade. Was mir auch noch aufgefallen ist, du möchtest auf biegen und brechen immer das letzte Wort haben, das ist nervig. Lass doch die Leute ihren Spass haben, dem Bernhard hat es gefallen und das hat er hier kund getan, dann muss man doch nicht so misstrauisch sein und dann auch noch so billig auf die eigene HP verweisen die eh jeder kennt. Ich kann die Euphorie von Bernhard absolut nachvollziehen. Gruß Ralf PS: trotzdem ist die HP eine der Besten!
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#927407 - 15/06/2012 19:00
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: Ralf]
Hallo Ralf,
man macht eben Erfahrungen - meistens schlechte. Aber ist doch gar nicht Thema. Nur sei es gestattet, bei all dem Jubel drauf hinzuweisen, dass man auch andere Erfahrungen machen kann. Und dagegen hat Bernhard ja vorgebaut, indem er gleich von Anfang an mal vorsorglich AP und Physik ausgeschlossen hat. Ich mag's halt nicht und auch für's Bino habe ich schon desöfteren gesagt, dass es reicht, sich an den Vorteilen zu erfreuen, die es wirklich bringt.
Clear Skies Sven
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Und genau aus diesem Grund poste ich und mit Sicherheit auch andere nicht soooooo geübte Beobachter, hier irgendwelche Erfahrungen.
Man muß ja regelrecht Angst haben, irgendwas Falsches zu posten und dann in der Luft zerrissen zu werden.
Selbst die kleinste Freude, wie das erste mal durch ein Bino zu schauen, gibt hier Anlass zum stänkern. Jeder Satz wird auf die Goldwaage gelegt. Hinter jeder Aussage ist gleich etwas Negatives. Mensch der lobt den Händler. Der muß mit ihm unter einer Decke stecken. Verschwörung!!! Meine Güte, ist echt nicht zum aushalten.
So gehen uns bestimmt viele interessante Erfahrungen, vorallem von nicht so geübten Beobachtern durch die Lappen. Schade!!!
@Bernhard:
Ich fand deinen Beitrag gut.
Liebe Grüße
Mark
Bearbeitet von Officerripley (15/06/2012 20:39)
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Hallo Sven! Ich finde ja Bino auch hübsch, bei Objekten die hell genug sind (wie hier überhaupt nur Thema), jedoch gehöre ich zu den Beobachtern die auch mit nur einem Auge dasselbe an Detail genießen können. Bino macht mir natürlich auch mehr Spaß, aber es war mir nie derartiger Grund zum Jubel. Nun, mit einem Auge sieht man üblicherweise so viele Details wie mit zweien, aber mehr Spaß hatte ich mit zweien. Besonders toll waren zwei Fälle: Jupiter morgens mit einem 300/6000er Cassegrain. Da habe ich mich trotz klirrender Kälte eine halbe Stunde lang nicht merklich bewegt. Und M 42 im 300/1450er Newton. Das Teleskop (Newton-Cassegrain) hat eine normalerweise benachteiligte Lage auf einem Berg im Norden einer Großstadt, aber in dieser Nacht gab es viel Nebel in den Tälern. Irgendwie wollte keiner den Platz auf der Leiter räumen ... Der Binokularansatz war übrigens auch von Baader, aber die 60°-Type, welche schon länger nicht mehr gebaut wird. Grüße fquadrat
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#927511 - 15/06/2012 22:50
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: fquadrat]
Auf meiner home page http://www.astrosurf.com/astroarcan/habe ich schon vor zwölf Jahren die Vorteile des beidäugigen Beobachtens hervorgehoben. Zitat: "Ich möchte noch betonen, dass ich mittlerweile visuell nur noch beidäugig im Bino arbeite, da gerade wegen des hohen Beobachtungskomforts wesentlich mehr Details wahrnehmbar sind. Mir ist bis heute nicht klar, wieso so manch ein Amateur Unsummen für teure Okulare auszugeben bereit ist und nie an den Kauf eines Binos gedacht hat." Damals war das Bino noch eher Luxus und daher sehr wenig verbreitet. Mittlerweile kosten die Ansätze ja erheblich weniger als ein einziges Okular. Dass es also noch heute Amateure gibt, die auf dieses Plus verzichten, ist mir rätselhaft. Gruß Rolf
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#927598 - 16/06/2012 10:12
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: Officerripley]
Servus. Man muß ja regelrecht Angst haben, irgendwas Falsches zu posten und dann in der Luft zerrissen zu werden.
Das ist auch mein Beweggrund, hier wenig zu schreiben. Gerade in diesem Forum muss man sehr auf die Wortwahl achtgeben, sonst läuft man die Gefahr, das jedes Wort, jeder Satz penibel auseinandergenommen und untersucht wird. Viele Grüße Gerd
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#927617 - 16/06/2012 11:21
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: Gerd_K]
Gibts noch irgendwas zur Sache? Gerade Sven müsste sehr auf seine Wortwahl achten, sonst hat er gleich zehn Kritiker am Backen, er tuts aber nicht.
Bearbeitet von MootzGMS (16/06/2012 11:23)
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#927619 - 16/06/2012 11:31
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: rolf]
Hallo Rolf, mir fehlt halt bei Deepsky-Objekten das Licht, da bringt ja auch AP nichts, nur ein echtes Doppelteleskop. Ich beobachte Monokular unheimlich gern mit großer AP und ein Binoansatz kann mir das nicht bieten. Wenn ich dann Sonne , Mond und Planeten sehr angenehm mit Bino beobachten kann, ist mir das einfach nicht so wichtig. Und bei den Planeten bin ich monokular so trainiert, dass ich auch nichts vermisse. Clear Skies Sven
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Hallo Sven, die helleren DS-Objekte machen viel Spaß auch im Bino. Die schwächeren sind monokular deutlich besser. Ein "echtes" Bino mit 18" ist halt ein wenig schwierig zu handhaben...muss nicht sein. Das Größte was ich mal auf der WSP auf den Keys gesehen und durchgeschaut habe war ein echtes 16" Bino. Viele Grüße Werner
Bearbeitet von ws_mak12 (16/06/2012 12:06)
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#927658 - 16/06/2012 13:36
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: ws_mak12]
Hallo Werner, 16" als Echt-Bino halte ich für einen absoluten Traum! Auch wenn das schwer zu bewegen ist. Also M13 oder auch M82 gehen ja mit Bino-Ansatz, aber ich war bisher immer wieder so mit leichtem Kopfwiegen der Meinung, dass eben doch etwas Brillianz fehlt. Bei Jupiter & Co ist das ganz anders, da bekomme ich oft auch grad die genau richtige Dämpfung. Clear Skies Sven
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Hallo Sven,
kann ich gut nachvollziehen. Bei den helleren Planeten geht es mir ähnlich. Macht meist mehr Spaß im Bino und man braucht keinen zusätzlichen Neutralfilter. Suche ich nach schwachen Planetenmonden lasse ich das Bino natürlich weg. Uranus und Neptun --> braucht man auch kein Bino.
Ob ich mir selbst ein so großes Echtbino zulegen würde, wäre eine nette Alternative und eine Überlegung wert, wenn es gut gebaut ist. Das erwähnte 16" Echtbino war "gerade noch" transportabel und hatte sogar motorische Nachführung ---> schon sehr interessant! Für DS bis mittlere Vergrößerungen ein tolles Teil, bei höheren Verößerungen machten sich aber dann kleinere Fehler in der parallelen Ausrichtung der optischen Achsen bemerkbar.
Viele Grüße Werner
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#927833 - 17/06/2012 08:24
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: ws_mak12]
Für meine Begriffe kommt der deutlichste Vorteil des Binokularansatzes vom Beobachtungskomfort. Es ist eben natürlich, mit beiden Augen zu sehen. Dass die Detailwahrnehmung erheblich besser ist und auch die negative Wirkung des seeings vermindert wird, ist auch offensichtlich.
Ein Tipp: Die Kollimation des Teleskops muss natürlich stimmen, und die ist nicht unbedingt die gleiche, wenn man ein einziges Okular benutzt und danach ein schweres Bino. Man muss also nachkollimieren. Wer das vernachlässigt, hat natürlich einen Verlust.
Gruß Rolf
Bearbeitet von rolf (17/06/2012 08:25)
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#927901 - 17/06/2012 13:15
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: rolf]
Hallo Rolf,
keine Wirkung des Seeings kann durch Bino-Ansätze vermindert werden. Auch nicht durch Barlows oder lange Brennweite, wie schonmal behauptet wurde. Das ist nicht offensichtlich sondern leider offensichtlich Unsinn. Wenn Du unbedingt ein weiteres Argument brauchst, wähle eines, das zieht, z.B. verbessert es den Ausgleich der Trübungen im Auge, wie sie mit dem Alter auftreten (Musae Voilantes oder wie sich das schreibt).
Clear Skies Sven
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Sven,
verstehe Deinen Ton nicht. Warum so aggressiv?
Wenn Du mir meine persönlichen Erfahrungen nicht abnimmst, dann lies mal hier (insbesondere die ersten 10 Zeilen):
Le débat mono/bino est sans fin... Juste quelques réflexions perso sur le sujet. En planétaire, à chaque fois que l'image est bonne, j'utilise la bino car, en tout cas pour moi, apporte un gain indéniable en lisibilité sur l'image. En planétaire, il faut souvent observer en continue en étant bien concentré sur les "trous de turbulence", et ça, j'avoue le confort de la bino, d'avoir les deux yeux bien ouvert en permanence, me permet de ne pas fatiguer du tout. En mono, cela me semble bien plus difficile de conserver la même acuité sur la durée, cela me semble loin d'être négligeable.
En ciel profond, le spectacle offert par un beau globulaire en bino me semble irremplaçable, mais si il s'agit de rechercher la dernières composante bien faible d'un Hickson ou d'un Arp, j'aime autant rester en mono, même avec de gros dobsons. Avec le 1m je tenterai des manips différentes car le flux est très important. J'avoue aussi que les manips nécessaires pour utiliser le bino me semble souvent "pénibles", surtout si il y a plus d'un observateur car les réglages, si on veut obtenir "l'optimum" de l'image, prennent un certain temps.
Sur le solaire, j'avoue avoir été épaté par le gain, il y a fort longtemps sur la surface du disque. Les grains de riz n'était pas visible en mono en fermant un oeil, par contre, en bino, il était d'une évidence incroyable. La, le gain était énorme, est ce le travail des yeux en mode diurne qui provoque cela, je ne sais pas.
Pour l'écart mono/ vrai bino, Eric Royer doit avoit des éléments dont nous de disposons pas. J'avais testé le bino de Jacques il y a bien longtemps et c'est vrai que je n'ai pas pensé à faire le test.. bien dommage. J'aurai l'occasion de le faire lorsque le bino 500 sera réalisé mais il va encore y avoir un peu de temps avant qu'il soit réalisé.
Das kommt von einem der erfahrensten Beobachter hierzulande - Diablo mit seinem 1 m Newton.
Gruß Rolf ("mouches volantes" nennt man das hier)
Bearbeitet von rolf (17/06/2012 14:36)
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#927927 - 17/06/2012 14:37
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: rolf]
Hallo Leute, beim Thema Seeing und Binoansatz kommt es möglicher Weise (wie so häufig) durch ungenaue (eigentlich falsche) Ausdrucksweise zu Mißverständnissen. Nach meinen bescheidenen Erfahrungen mit 6" und 12" Öffnung verhält es sich so, dass wenn seeingbedingt 220fach monokular nicht möglich sind, auch mit dem Binoansatz 220fach unmöglich bleibt. Geht 160fach monokular, dann geht das auch mit dem Bino, allerdings habe ich hier eine scheinbar höhere Vergrößerung, etwa Faktor 1,4, was dann etwa der Bildgröße von 220fach monokular entspricht. Ich habe die Bildruhe von 160fach und ich habe durch die Verteilung des Lichts auf zwei Kanäle ein dunkleres Bild, welches gerade dann, wenn Objekte mit großer Helligkeit bei großer AP beobachtet werden, für mich durchaus vorteilhaft auswirkt. Ich habe dabei allerdings keinen teleskopseitigen Auflösungsgewinn, aber den Vorteil einer größeren Darstellung vorhandener Details, was deren Erkennung erleichtert. "Whow ist das toll" lässt sich so ganz banal erklären und ich lade dazu ein, das Mal zu überprüfen. Gruß Günther
Bearbeitet von MootzGMS (17/06/2012 14:40)
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Überprüft, was immer auch geschrieben steht, wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht. Das mehrt die eigene Erfahrung und bringt so manche Offenbarung.
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#927934 - 17/06/2012 14:49
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: MootzGMS]
Hallo Günther, super erklärt  , ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Bino das Seeing an sich verbessert. Da muss ich dem Sven schon recht geben. Gruß Ralf
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#927959 - 17/06/2012 16:30
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: Ralf]
"Da muss ich dem Sven schon recht geben". Weder Sven noch ich haben gesagt, dass das seeing an sich verbessert wird, wie auch, es ist so, wie es ist.
Hier nochmal etwas präziser, was ich meine:
"...apporte un gain indéniable en lisibilité sur l'image. En planétaire, il faut souvent observer en continue en étant bien concentré sur les "trous de turbulence", et ça, j'avoue le confort de la bino, d'avoir les deux yeux bien ouvert en permanence, me permet de ne pas fatiguer du tout."
Das Resultat entspricht dem Unterschied zwischen Sehen und nicht Sehen.
Gruß Rolf
Bearbeitet von rolf (17/06/2012 16:30)
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#927973 - 17/06/2012 17:41
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: rolf]
Sinngemäße Übersetzung:
" bringt einen eindeutigen Gewinn in der Detailwahrnehmung. Bei den Planeten muss man mit viel Geduld beobachten und die stillen Momente abwarten (Löcher im seeing). Das Bino erleichtert diese Art der Beobachtung ohne zu ermüden.
Gruß Rolf
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#927986 - 17/06/2012 18:56
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: rolf]
Hallo Kollegen, ich hatte eben beim lesen eurer Posts folgenden Gedanken: Das Aufsplitten der Lichtstrahles in einem Bino führt unbestritten zu einer verringerung des Lichtes auf EINEM Auge um 50% und zusätzlich dazu ein kleiner Abzug durch den Glassweg. Das Gehirn verbindet ja beide Bilder wieder zu einem Gesamtblid das aus dem gesamten Licht beider Augen besteht ! Hat man dann nicht wieder das gleiche Licht nur auf beide Augen verteilt abzüglich des Verlustes durch den Glassweg ?... wenn man dieser "Theorie" folgt ist der einzige Nachteil der zusatzliche Glassweg. Der Vorteil ist allerdings ist eine den Sehgewohnheiten angepasste zweiäugige Beobachtung. Kann es deswegen sein das man mit einem Bino nicht wirklich das Gefühl hat weniger zu sehen sondern tendenziell mehr ?
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#928007 - 17/06/2012 19:59
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: yukons]
Hallo Jadran,
leider ist das definitiv nicht so, denn dann hätte ich auch an Deepsky Objekten mit dem Binoansatz wirklich Spass. Die anregung der Sehzellen durch Licht erfolgt pro Auge gleich und da wird hinter den Augen und zwischen den Ohren nichts addiert.
Gruß Günther
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Überprüft, was immer auch geschrieben steht, wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht. Das mehrt die eigene Erfahrung und bringt so manche Offenbarung.
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#928013 - 17/06/2012 20:15
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: rolf]
Hi Zusammen,
ach Du Schande! Das ist echt peinlich. Dass man ruhige Momente abwarten soll ist eine ganz normale Technik - egal mit wieviel Hühneraugen man guckt. Natürlich ermüdet dies, wenn man es nicht gewohnt ist, oder eben auch wenn man nicht ausgeschlafen ist. Wenn man entspannt ins Bino schaut, wird das weniger ermüden, aber nicht das Seeing und auch nicht dessen Auswirkung reduzieren. Es erlaubt eben entspanntes Beobachten.
Und ja: Ich bin wirklich seit einigen Monaten angesäuert darüber, wie undifferenziert der Bino-Ansatz in den Himmel gehoben wird. Ich gucke wirklich bei hellen Objekten gern durch, aber bei schwachen Deepsky-Objekten stirbt man einfach den AP-Tod. Die Lichtmenge wird schlicht um den Faktor 1,5 gedrückt. (Und wer jetzt mit den Nachkommastellen der Wurzel 2 kommt dem Verlange ich eine Transmissionsrechnung des Glasweges ab!) Beidäugig nichts sehen gleicht das nicht aus, nur bei beidäugig im Rauschen etwas sehen verbessert sich etwas. Aber eben nicht genug. Zirrus im Bino ist einfach nicht schön.
Clear Skies Sven
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#928015 - 17/06/2012 20:17
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: MootzGMS]
Hallo Günther, ein Gedanke ist eben keine Erfahrung wie du sie aller wahrscheinlichkeit nach gemacht hast. Bevor ich mich jetzt also in Diskussionen einlasse werde ichs testen und dann wieder was posten. Mal sehen ob der 16" Zoll RCX von Meade nicht doch zu ein paar guten binokularen Beobachtungen zu bewegen ist Wenn die Details dann bei Deepsky ausbleiben kann ich ja entsprechend umdekorieren 😃
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Sven,
Von Dir: "ach Du Schande! Das ist echt peinlich". Was soll das? Kannst Du Dir vorstellen, dass Du damit auf Ablehnung stößt?
Zitat: "Dass man ruhige Momente abwarten soll ist eine ganz normale Technik - egal mit wieviel Hühneraugen man guckt. Natürlich ermüdet dies, wenn man es nicht gewohnt ist, oder eben auch wenn man nicht ausgeschlafen ist. Wenn man entspannt ins Bino schaut, wird das weniger ermüden".
Das ist genau der Punkt. Das entspannte Beobachten ist im Bino eben eher gewährleistet, und dann beginnt das Sehen. Du hast doch die Übersetzung gelesen. Das seeing wird nicht verbessert (das hatte ich schon richtiggestellt, Du brauchst es also nicht zu wiederholen ...), aber die Chance, die guten Momente zu detektieren, und davon zu profitieren, erhöht. Ist es nun verständlicher ausgedrückt?
"Zirrus im Bino ist einfach nicht schön". Das ist Deine Meinung. In meinem 600er F3,3 und Binoansatz mit zwei Panoptic 24 mm eine wahre Freude, besser als auf so vielen Amateurfotos! Mono allerdings im Ethos 20 mm auch eine Wucht, und noch mit größerem Bildauschnitt.
Gruß Rolf
Bearbeitet von rolf (17/06/2012 22:41)
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#928058 - 17/06/2012 23:49
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: rolf]
Hallo Leute,
die große Gefahr ist dabei doch mit 20" + x jubelt Binoansätze für DS ihr hoch, der kleine Max mit 12" - x fällt drauf rein und glaubt am End es müsst so sein, dass er als blinder Fisch nix sieht, dem habt ihr übel mitgespielt.
Bei aller Freude meine Herren, man sollte sich den vernüftigen Erklärungen nicht entziehen, auch wenn man den Stil im einen oder anderen Fall nicht mag. Euch limitiert das Seeing häufig genug schon vor dem Strahlenteiler, sodass ihr nicht dahin kommt, monokulare Beobachtung durch mehr Vergrößerung auszugleichen und dabei zu höherer Auflösung zu kommen. Die Mehrzahl von uns limitiert die Öffnung.
Gruß Günther
Bearbeitet von MootzGMS (17/06/2012 23:50)
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Überprüft, was immer auch geschrieben steht, wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht. Das mehrt die eigene Erfahrung und bringt so manche Offenbarung.
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#928084 - 18/06/2012 07:52
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: MootzGMS]
Das og. Gesagte trifft auch für einen 12-Zöller zu. Was die "vernünftigen Erklärungen" betrifft, so stelle ich nur fest, dass das genannte Argument zugunsten des Binos in keinster Weise entkräftet wird, was Deine Worte auch betrifft.
Gruß Rolf
Bearbeitet von rolf (18/06/2012 07:53)
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#928102 - 18/06/2012 10:13
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: rolf]
Hallo Spaßfraktion!
ich frage mich, was es mit "Spaß lassen" zu tun haben soll, wenn man diesen triefenden Jubel einfach unkommentiert ließe. Was Ihr da an Hoffnungen weckt ist in mancherlei Hinsicht einfach nicht war und das kann einem schon den Spaß verderben, öffnungsunabhängig. Bino ist sicher eine der teuersten Anschaffungen für visuelle Beobachter, ja eigentlich DIE teuerste Anschaffung. Das Bino an sich ist schon ein teures Teil, dazu die nötige Adaption ob GWK oder nicht und dann der dicke Brocken, sämtliche für Okulare mit dem eigenen Qualitätsanspruch doppelt zu beschaffen.
Wenn dann, und zwar gerade für Deepsky-Freunde mit Weitwinkel-Anspruch, der Beobachtungserfolg ausbleibt, ja aufgrund der Natur ggf. bevorzugter Objekte ausbleiben muss, habt Ihr gut Lachen - und ich soll die Klappe halten. Na, danke schön!
CS Sven
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#928108 - 18/06/2012 10:44
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: yukons]
Hallo Jadran, ...Das Aufsplitten der Lichtstrahles in einem Bino führt unbestritten zu einer verringerung des Lichtes auf EINEM Auge um 50% und zusätzlich dazu ein kleiner Abzug durch den Glassweg. Das Gehirn verbindet ja beide Bilder wieder zu einem Gesamtblid das aus dem gesamten Licht beider Augen besteht ! Hat man dann nicht wieder das gleiche Licht nur auf beide Augen verteilt abzüglich des Verlustes durch den Glassweg ?... wenn man dieser "Theorie" folgt ist der einzige Nachteil der zusatzliche Glassweg... Das funktioniert so leider nicht, da die Sehzellen ein bestimmtes Maß an Licht brauchen, um überhaupt angeregt zu werden. Dabei sind die Stäbchen (im Auge fürs Nachtsehen zuständig) zwar empfindlicher als die Zapfen, dafür aber nicht im zentralen Bereich des Auges vorhanden, sondern nur in den Außenbereichen (Stichwort indirektes Sehen). Auch können Stäbchen nur schwarz/weiß sehen - den Wellenlängenbereich um 500nm. Für gutes Nachtsehen von kontrastschwachen Objekten braucht es also möglichst viel Licht pro Auge + indirektes Sehen - beides eher schwierig mit Bino. Ich liebe mein Bino an Sonne , Mond und hellen Planeten. Dazu hab ich allerdings auch einen Siebert-GWK, der die Brennweite und damit das GF nicht ändert. Helle DS-Objekte hab ich natürlich auch probiert, die gehen aber monokular definitiv besser - selbst so "Laternen" wie M13 o.ä..
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Gruß und cs Ralf
"Eine gute Frage ist die halbe Antwort" - Rumi
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#928131 - 18/06/2012 12:27
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: wurzelwaerk]
Hallo Ralf, das leuchtet ein. Werde das mal im Direktvergleich mit 90mm f/5 Apo, 8" Zoll f/5 Newton und 16" f/8 SC testen, wie weit man jeweils gehen kann und ab welchen Objekten einem das Licht aus geht. Jetzt brauche ich nur noch etwas Zeit und das richtige Wetter 
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#928144 - 18/06/2012 13:23
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: yukons]
Sven,
ich lasse es jetzt sein. Deine Voreingenommenheit und Selbstgefälligkeit (gepaart mit einer ordentlichen Portion von Unhöflichkeit) machen ein Gespräch schwierig; konkrete Erfahrungen anderer Amateure haben offenbar keinen Zutritt in Deine Welt.
Was das Binobeobachten betrifft, so rate ich jedem Amateur, es einmal selbst zu versuchen und sich danach ein Urteil zu bilden. Gerade bei Planeten ist der Gewinn so offensichtlich, dass man geradezu diese Objekte neu entdeckt.
Gruß Rolf
Bearbeitet von rolf (18/06/2012 13:24)
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Hallo Bernhard! Danke für deinen Beitrag! Ich finde es gut, wenn hier auch mal einfach positive Erfahrungen mit neuen Astroteilen gepostet werden, wo dann auch die schiere Begeisterung zu spüren ist. Ich war ähnlich euphorisch bei der ersten DeepSky-Session mit meinem 16"er oder beim ersten Mal Sonne in h-Alpha mit 60mm Öffnung! Da macht das Hobby doch einfach nur Spass! Ich habe auch schon mal über ein Bino nachgedacht, aber "leider" habe ich den verhängnisvollen Weg zu den 100 Grad Okularen eingeschlagen - da geht ne Menge Kohle drauf... Gruß Matthias PS: lass dich von unsachlichen Nörgeleien und Stänkereien nicht davon abhalten hier weiter zu posten!
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16" F/4,5 Dobson mit Paracorr T2 10" F/5 Newton, Galaxy D10, TZM-Dobson-Montierung Lunt H-alpha Sonnenteleskop, LS60THa/B1200/C
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#928179 - 18/06/2012 16:05
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: yukons]
Zitat: "habe ich den verhängnisvollen Weg zu den 100 Grad Okularen eingeschlagen".
Der hohe Preis für diese phantastischen Okulare lohnt sich genau wie der für ein Bino. Diese Okulare haben mich übrigens wieder mit dem monokularen Beobachten versöhnt. Man sollte, wenn es geht, beides versuchen.
Gruß Rolf
Bearbeitet von rolf (18/06/2012 16:09)
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#928180 - 18/06/2012 16:06
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: rolf]
Hallo Rolf,
der Vorschlag selbst zu schauen, und zwar vor dem Kauf, und mit Monokular zu vergleichen wäre meine Idee von einem guten Rat. Und ich verfechte die Meinung, dass man viele Dinge, auch einen Bino-Ansatz, durch sachlich korrekte Argumente favorisieren und empfehlen kann.
Der Rest ist nicht Voreingenommenheit oder selbstgefälligkeit, sondern sorgfältig gemachte Beobachtung: Ich weiß, wo's dem Bino-Ansatz mangelt. So wie ich weiß, dass aus einer Kaffeetasse mit Loch im Boden Kaffee auf die Hose fließen wird...
CS Sven
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Zitat: "Ich weiß, wo's dem Bino-Ansatz mangelt."
Du sollst wissen, dass Du nicht der einzige bist, der Umgang mit Binoansatzen hat und deshalb mit Deinen definitiven Urteilen vorsichtiger sein. Nach meinem Dafürhalten hast Du nicht den richtigen Umgang mit diesem Teil und kennst nicht die wahren Vorteile.
Zitat: "So wie ich weiß, dass aus einer Kaffeetasse mit Loch im Boden Kaffee auf die Hose fließen wird..."
Kannst Du Dir vorstellen, dass das lästig ist? Du musst eine sehr hohe Meinung von Dir haben. Die Geschichte mit dem Reiter auf seinem hohen Ross kennst Du sicher ... .
Gruß Rolf
Bearbeitet von rolf (18/06/2012 16:25)
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#928185 - 18/06/2012 16:29
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: rolf]
Hallo Rolf,
wo nimmst Du denn das Licht her für Deepsky Objekte? Ich sehe nur, dass es eine Fraktion gibt die beim kleinsten Relativieren von Bino-Ansatz-Vorteilen gleich die Barrikaden stürmt. Es gibt physikalische Fakten. Um die zu kennen braucht man nichtmal einen Binoansatz zu haben. Natürlich macht die Wahrheit selten Spaß...
Clear Skies Sven
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Es scheint für Dich ein Reizthema zu sein. Womöglich geht es Dir gar nicht um das Bino ... . Hast Du bemerkt, dass Du in keinster Weise auf die von mir genannten Argumente eingehst? Und was machst Du mit den konkreten Erfahrungen, die andere haben?
Was nicht sein darf, kann nicht sein.
Ich gehe mal davon aus, dass auch Du zu jenen gehörst, für die eine 2000fache Vergrößerung visuell absurd ist, weil es nicht in Deinen Schädel will.
Gruß Rolf
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#928200 - 18/06/2012 17:44
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: rolf]
Hallo Sven und die "Seltenfröhlich-Fraktion", Deine angelesenen, physikalischen Fakten sind allesamt richtig. Jeder kann sich das Wissen ganz leicht selbst aneigenen, den es interessiert. Aber - es interessiert eben nicht jeden, weil manche ganz einfach Spaß am Bino-Gucken haben. Da ist es doch nur legitim und sogar höchst erfreulich, wenn jemand seine Freude daran zum Ausdruck bringt, anstatt nur über dies und das zu meckern. Mir geht bei solch begeisterten Erfahrungsberichten, wie dem von Bernhard, das Herz auf, weil er kapiert hat, worum es geht: Die Freude am Beobachtungserlebnis!!! Ich glaube langsam, Du hast generell ein Problem mit Leuten, die Spaß an einer Sache haben können. Jedem kann man seine Sache miesreden. Hast Du Spaß und Freude? Und Sven - vergiss die Schaubilder und Graphen nicht, um Deine unendliche Weisheit zu unterstreichen! Übrigens ist ein MaxBright Bino mit gerade mal EUR 210 durchaus erschwinglich. (Dafür bekommen die Astrofotografen nicht mal 1/5 eines einzigen 3nm Schmalbandfilters) Es gibt da draußen viel mehr Leute, die sich mal kurz ein Bino leisten können und wollen, als Du wahrhaben willst. Ob sie es dann nachher anstatt für Deep-Sky "nur" für Mond, Sonne und Planeten benutzen, ist doch völlig wurscht. Da erfüllt es allemal seinen Zweck. Und wenn es gar nicht geht, weil das Unglück daran zu groß ist, gibt es auch Gebrauchtmärkte. Sven, Du kannst einem echt Leid tun. So ein schönes Hobby und keinen rechte Freude dran. Willst Du es nichtmal versuchen? (Und sag nicht, Du hättest doch Spaß, das glaubt Dir kein Mensch...) Grüße Rolf
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Hallo Rolf,  Du sprichst mir aus der Seele, dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Ich denke wir müssen uns einfach damit abfinden, dass es eine Spaß und eine Nichtspaßfraktion gibt. Die einen beobachten und freuen sich und die anderen......?? Gruß Ralf der sich zur Spaßfraktion zählt 
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#928266 - 18/06/2012 20:59
Re: Bino - vom Einäugigen zum Sehenden
[Re: rolf]
Hallo Rolf, na klar, jetzt, wo ichs mal angesprochen habe, dass es tatsächlich auch kleine Teleskope gebensoll, bei denen das Deepsky Licht un die Auflösung nicht so üppig zu verteilen ist gilt alles was Du sagst natürlich auch für einen 12-Zöller, vorher immer mit "bigger ist better" auf Stimmenfang und nun geht auch mit dem 12er. Wird ach noch mit einem 6er gehen, schätze ich, hauptsache du hast Recht und Spass. Jaja, immer Spass haben, und immer schön die Vernünftigen auslachen, jaja, viel Spass, wenig Info. Weiterhin viel Spass und viel Frakton. Ich mache mir jetzt einen Spass daraus, jeden, der ein kleines Teleskop hat, ganz dringend vor Eurer Rattenfängerei zu warnen!  Ich kenne das von Binoansätzen an Teleskopen bis 16"!!!  Mit deren Besitzer und Nutzern bin ich einig, dass der Spaß mit dem Bino an Deepsky-Objekten sehr begrenzt ist!  Ich rate daher jedem Dringlichst, vor einem Kauf auszuprobieren, ob er einen Binoansatz und die entsprechenden Okularsätze für Deepsky anschafft! Mehr kann man vor lauter Spass hier wohl kaum noch ausrichten. Spaßig Grüße spass...äh Quatsch... Günther PS: Geht Euch eigentlich das Niedermetzeln von Sven so weit über das Thema und die Tatsachen? Das wäre in der Tat überaus spaßig!
Bearbeitet von MootzGMS (18/06/2012 21:02)
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