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#927179 - 14/06/2012 16:56
Re: Merkwürdige Auswertung
[Re: Quanten]
hallo Uwe,
Betrug geht viel einfacher und verdeckter, man muss nur von Wellenfront auf Oberfläche umschalten und schon wird aus Strehl 85 ein Strehl 97, und nichts scheint im Zertifikat als deaktiviert auf. Ich habe schon Optiken vermessen, die hatten die angegebenen Zonen im Zertifikat schon korrekt drin, nur die rms durch 2 dividiert bei der Auswertung.
Was du hier unterstellst ist eine gewerbsmäßige Betrugsabsicht. Du schüttest damit das Kind mit dem Bade aus. Ohne Vertrauen geht gar nix. Der Sternfreund der Gewissheit haben will soll sich immer die original Interfogramme mitliefern lassen, dann kann von unabhängiger Seite nachgeprüft werden.
Das ist um Lichtjahre aussagekräftiger als die vielen gratis "Sterntests auf der optischen Bank" und "Justagenachweise" die freundlicherweise angeboten werden, wo der Stern viel zu weit defokussiert wird und selbst die Nachttischlampe als perfekt durchgehen tät. Oder mit dem Grzy Kolli (ein Super Tool übrigens, das ich nicht missen möchte, danke Wolfgang Grzybowski!), da kann man die Justage eines Objektives als ganzes sehr gut, aber nicht jene der Linsen zueinander überprüfen. Nur steht das leider nirgends dabei.
lg Tommy
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Hallo Leute, ja ist ja gut! Es gibt also die vielfältigsten Möglichkeiten für Beschi..! Ich mag dieses andere Wort mit der strafrechtlichen Relevanz einfach nicht.  Es kommt mir so vor, als wenn ihr sie (fast) alle wisst, zumindest diejenigen, die sich etwas intensiver mit der Interferometrie beschäftigen. Was hält denn die Wissenden davon ab, den vom Tester/Prüfer ermittelten Echt-/Ist-Strehl als das geforderte Kriterium auf jeder Auswertung, auch auf Testauswertunen mit Abschaltungen, auszuweisen, bzw. Diese Ausweisung selbst vorzunehmen, zu fordern und sie nur mit dem original Interferogramm zusammen gelten zu lassen. Was dann in der ausführlichen Darstellung noch alles sein muss oder auch nicht, ist mal zweitrangig, denn es liegt dann am Tester, sich eben nicht mit verfälschenden Um- und Auszügen oder sonstigen verfälschenden Rechenspielchen erwischen zu lassen. Man kann das ja, wenn alles vorliegt, offensichtlich doch nachvollziehen. Es kann ja wohl nicht sein, dass der Hinweis auf selbst gemachte Marketingzwänge und Verweis auf Missstände in anderen Bereichen ausreicht, um hier die Segel zu streichen. Gruß Günther
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Überprüft, was immer auch geschrieben steht, wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht. Das mehrt die eigene Erfahrung und bringt so manche Offenbarung.
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#927194 - 14/06/2012 18:50
Re: Merkwürdige Auswertung
[Re: MootzGMS]
Hallo Günther,
ach, naja... es kann eine ganze menge sein. Schau Dir doch den Thread einfach mal an. Es gibt ihn ja, denKunden der ein Zertifikat unbedingt braucht, aber dann nur schön gucken will. Wenn dann einer kritisch sagt "das taugt nix" will der Kunde das gar nicht hören, da nervt der Kritiker nur und soll am besten die Klappe halten. Tja, leider kann man sie nicht trennen, die Kunden, die das Teleskop kriegen, das sie verdienen, und die Kunden, die gerne auf Vertrauensbasis ein gutes Gerät haben möchten und für Hinweise auf Schmuh dankbar sind.
Nun gut - ich relativiere: Es sind oft gar nicht die eigentlichen Käufer, sondern es sind diejenigen, die sich zu deren "Freunden" machen und die Illusion der heilen Welt verteidigen wollen. Und das eigentliche Übel ist doch, dass dadurch dem fairen Produkt, dem fairen Händler das Leben schwer gemacht wird. Und da die große Sense nicht das letzte Mal über die Wettbewerber gegangen ist...
Clear Skies Sven
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wer unbedingt wissen will wie gut sein Teleskop ist soll sich belesen und probieren. Sehr hilfreiche Tools sind Suiter und das program Aberrator. Das Teleskop gut justieren, total auskühlen lassen, eine Nacht mit Superseeing nehmen und los gehts. Dann erfahrt Ihr ALLES über euer Teleskop, was VISUELL von Belang ist !!!!
Wer sich mit dem Sterntest nicht auskennt, der braucht auch keinen Strehlwert, denn wer weiss ob das Liebe Teleskop nicht kurz nach einem Interf. Test nicht schon wieder durch einen Transport oder unzulängliche Mechanik dejustiert ist und dann der Teststrehl eh wieder im Keller ist ?
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Hallo Sven, Wenn dann einer kritisch sagt "das taugt nix" will der Kunde das gar nicht hören, da nervt der Kritiker nur
sorry, aber das sehe ich anders (ich bin jetzt mal vertrauensseelig und glaube das was hier und im gesperrten Forum so geschrieben wurde). Wir haben einen Kunden, der seine Optik bei bekanntem Optiktester prüfen ließ. Der erstellte ein Prüfprotokoll um einen konkreten Sachverhalt darzustellen. Dazu wurden bestimmte Parameter ausgeschaltet. (So wird der Fall geschildert, eine Beurteilung ob das so korrekt ist kann ich mir mangels Wissen nicht erlauben). Nun will der Kunde das Teleskop verkaufen, als verkaufsfördernd meint er das Prüfprotokoll mit veröffentlichen zu müssen. Das Problem, das wahrscheinlich er und 98% der Leser hier haben, sie können dieses Protokoll gar nicht beurteilen, und schon gar nicht erkennen dass hier kein umfassender Test gemacht wurde. Was er aber vom Optiktester noch im Ohr hat, ist das Resumee, dass es eine gute Fotooptik ist. Und er weiß der Strehlwert ist in wichtiger Parameter (Warum erinnert mich das so an Megapixel). Karsten weisst nun auf den Umstand der beschränkten Aussagekraft des Protokolls hin, leider sofort öffentlich und torpediert damit das Angebot des Verkäufers ohne ihm die Chance zu geben, seine durch Unwissenheit gemachten Angaben zunächst zu korrigieren. Sorry, auch wenn es andere hier anders sehen, ich hätte es fairer gefunden, wenn Karsten dem Verkäufer zunächst eine PM geschrieben hätte und ihn auf den Umstand hingewiesen hätte. Das hätte dem Verkäufer die Chance gegeben das Prüfprotokoll zu entfernen oder zu ändern ohne gleich die ganze Verkaufsaktion zu versemmeln. Die Öffentliche Brandmarkung hätte immer noch geschehen können, wenn der Verkäufer nicht reagiert hätte. Und genau diesen Umstand hat der Verkäufer bemängelt. Von nicht hören wollen kann da in meinen Augen keine Rede sein. Der Rest des Threads hat mit dem Verkäufer eigentlich nichts weiter zu tun. Aber das müsste so gar nicht sein und da unterstütze ich die Forderung von Günther (als optischer Laie): Wenn man die Prüfprotokolle so aufbauen würde, dass trotz abgeschalteter Parameter noch das eigentliche Gesamtergebnis hervorgehoben werden würde, hätten diese Protokolle auch tatsächlich eine Aussagekraft auch für den Laien. CS Volker P.S: Wenn ich den Teleskop-Sektor mal mit einem Neuwagenkauf vergleiche. Es ist schon traurig, wenn man mit seinem soeben erworbenen Neuwagen erstmal zum TÜV muss um testen zu lassen, ob der Wagen überhaupt verkehrstauglich ist.
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#927210 - 14/06/2012 20:04
Re: Merkwürdige Auswertung
[Re: MLudes]
Hallo Markus, Du wirst es nicht glauben, genau das Buch habe ich mir vor kurzem gekauft, weil ich endlich mal verstehen will, was man mit dem Sterntest so alles erkennen kann. Nur leider muß ich wohl noch 1-2 Jahre warten, bis die Rahmenbedingungen: total ausgekühltes SC, Superseeing und Zeit zum Testen zusammen auftreten.  Grüße Volker
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#927214 - 14/06/2012 20:14
Re: Merkwürdige Auswertung
[Re: AstroRider]
Hallp Volker,
so weit so gut, nur das mit dem torpedierten Angebot habe ich von Anfang an nicht gesehen und sehe es immer noch nicht. Ich schau jetzt nicht vorne nach, aber mit den Abschaltungen ausgewiesen war ein ~0,88er Strehl und der Echtstrehl wurde von zwei Leuten auf knapp über 0,8, also immer noch beugungsbegrenzt aus den vom Verkäufer zur Verfügung gestellten kompletten Daten ermittelt. Das Ding ist also okay und so gut kommentiert wie selten ein Teleskop. Wo ist der Torpedo? (Wir wollen doch nicht annehmen, dass ein RC mit dokumentiertem 0,8er Strehl unverkäuflich ist, dann schießen doch die Vermutungen gleich wieder ins Kraut?)
Gruß Günther
Bearbeitet von MootzGMS (14/06/2012 20:16)
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#927223 - 14/06/2012 20:29
Re: Merkwürdige Auswertung
[Re: MootzGMS]
Hallo Tommy und Günther Die Möglichkeiten zu Bescheißen sind vielfältig. Es gab hier schon mal einen Thread wo behauptet wurde, dass für mehrere Auswertungen an völlig unterschiedlichen Optiken, die gleichen Interferogramme verwendet wurden. Da waren anscheinend die gleichen Fussel und die gleichen Beugungserscheinungen von Staubkörnchen an der gleichen Stelle zu sehen. Da die Sternfreunde trotz exzellents Strehl immer noch der Meinung waren, das an der Optik etwas nicht stimme, gingen sie mit der Auswertung zu einem anderen Prüfer, welcher dann auf ein schlechteres Ergebnis kam. Bei den Terabits von I-Grammen, die so mancher Prüfer auf seinen Festplatten hat kann es schon mal zu einer Verwechslung kommen. Solche Fehler können passieren, auch Prüfer sind nur Menschen. @ Günther Ich schau jetzt nicht vorne nach, aber mit den Abschaltungen ausgewiesen war ein ~0,88er Strehl und der Echtstrehl wurde von zwei Leuten auf knapp über 0,8, also immer noch beugungsbegrenzt aus den vom Verkäufer zur Verfügung gestellten kompletten Daten ermittelt. Wenn schon die 0.88 nicht stimmen können, woher nimmst du die Gewissheit, dass die 0.80 stimmen sollten? Gruß Uwe
Bearbeitet von Quanten (14/06/2012 20:38)
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#927231 - 14/06/2012 21:08
Re: Merkwürdige Auswertung
[Re: MootzGMS]
Hallo Günther,
unverkäuflich ist der RC sicher nicht, denn er ist ja mittlerweile verkauft.
Mit torpediert meine ich allein, den zunächst auftretenden verkaufspsychologischen Effekt, wenn jemand behauptet die Angaben des Verkäufers stimmen nicht.
Wie gesagt, ich finde es fairer, wenn man zunächst den Betroffenen anspricht und ihm die Chance gibt, die Ungereimtheiten zu beseitigen. Erst wenn dann nichts passiert sollte man an die Öffentlichkeit gehen. Gilt jetzt nicht nur für Verkaufsaktionen.
Die weiteren "guten" Beurteilungen kommen übrigens erst später, nachdem das Kind schon in den Brunnen gefallen war. Leider kann man das im aktuellen Threadverlauf nicht mehr richtig erkennen, da einige Posts gelöscht wurden.
CS Volker
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#927236 - 14/06/2012 21:25
Re: Merkwürdige Auswertung
[Re: Quanten]
Hallo Uwe, ich erinnere mal an den Beitrag von Tassilo. Eine muß hier meiner Meinung nach aber noch angemerkt werden: Zumindest mir geht die Sippenhaft gegen den Strich. Wenn jemand Mist baut, dann nennt den Namen. Und nur diesen. Von dem/n Fehler/n eines einzelnen auf alle "Amateurtester" zu pauschalisieren halte ich für grundfalsch. Wer auch nur einen kleinen Eindruck hat, welcher Aufwand für eine Messung nach ISO notwendig ist (klimatisierter Testraum, kalibrierter professioneller Messaufbau etc >100.000€), der kann gar nicht hoch genug loben mit welchen einfachen Mitteln und mit wieviel Herzblut und Sachverstand Leute wie Alois, Kurt, etc. hier die Szene befruchten und uns alle weiterbringen. Und mit welcher erstaunlichen Genauigkeit dann doch gemessen werden kann (wer natürlich die 3. Stelle hinter dem Komma beim Strehl glaubt ist selber schuld...).
Dem kann ich mich nur anschließen. Ein Generalverdacht auf alle finde ich nicht in Ordnung. Bei Deiner Negativsicht müsstest Du Tetsts grundsätzlich ablehnen, denn es kann mit 100%tiger Sicherheit unmöglich ausgeschlossen werden das nicht doch irgendwo was nicht io ist. Das gilt nicht nur für Hobby-Tester sondern generell. Auch wer sich noch so ein tolles QS System ausdenkt sollte sich nicht der Illusion hingeben er könnte tatsächlich alles ausschließen. Du wirst so oder so nicht umhinkommen dem Tester Deiner Wahl zu vertrauen egal welche „Sicherrungsmaßnahmen“ du ergreifst. Das mag unbefriedigend sein ist aber einfach ein unumstößlicher Fakt. Den kannst Du akzeptieren oder eben Prinzipiell alle Tests völlig gleich von wem und woher ablehnen. Dann hättest Du aber eigentlich Deine Beiträge wesentlich kürzer halten können. Ein Ich glaube prinzipiell nichts!!! Hätte doch völlig gereicht. Grüße Gerd
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#927238 - 14/06/2012 21:31
Re: Merkwürdige Auswertung
[Re: MootzGMS]
hallo, ja, das Buch von Suiter sollte jedem Teleskop beiliegen! Nicht nur weil man damit lernt den Sterntest erstens richtg durchzuführen unb zweitens zu interpretieren, sondern weil darüber hinaus Zusammenhänge erläutert und wertvolle Tipps gegeben werden. Dieses Buch ist pures Gold! Allerdings ist es mit 1x durchlesen und 1 Nacht mit gutem Seeing nicht getan, das sag ich gleich dazu. Man bekommt im Buch die Hauptfehler schön auseinander dividiert serviert, in der Praxis hat man es immer mit einer Mixtur zu tun. Es erfordert Erfahrung und Übung an verschiedenen Fernrohren und unterschielichen Fehlerkombinationen um trittsicher Aussagen treffen zu können. So hats bei mir auch angefangen, genau so. Ich kann ja kurz schildern wie es weiter gegangen ist. Ich bekam einen Job als Astrohändler Mitarbeiter und hatte plötzlich Zugang zu allen möglichen Teleskopen und konnte Sterntests nach Herzenslust machen, was sehr erwünscht und gefördert wurde. Dann aber kam die Fraktion welche sagt: Lieber Tommy, da gibt es viele Sachen die veim Sterntest nicht so eindeutig zuzuordnen sind, das wird immer zweifelhaft bleiben, und quantitativ ist das Ganze sowieso nicht. Eigentlich kann man nur mit der Interferometrie sicher sein. Also habe ich als optisch interessierter mit Interferometrie angefangen, konnte glücklicherweise an ein gut funktionierendes Instrument und Planspiegel kommen. Im Internet gibt es so gut wie gar kein Material das einem da weiterhilft, ohne dass mir Alois geduldig die Flausen und Abkürzungen ausgetrieben hätte und Teil um Teil erklärt hätte würde ich heute noch rätseln warum bei jedem Durchgang was anderes rauskommt. Inzwischen kombiniere ich gerne den live Sterntest und die Ergebnisse der Interferometrie, das ist immer ganz spannend zu vergleichen. Bei allem was die Interferometrie leistet, man sieht dann was sich in der Praxis abspielt, und manchmal gibt es eine Überraschung. Zum Beispiel beim thermischen Verhalten von Optiken. Oder wenn es ganz am Rand eines Apos Druckstellen gibt, das sieht man im Sterntest sogar besser. Warum erzähle ich das - um darzulegen dass die Geschichte mit einem Sterntest erst anfängt, und sowieso überhaupt nie aufhört wenn man sich mal vertieft. Aber es lohnt sich, man lernt Teleskope besser einzusetzen und zu optimieren, was der Beobachtung zugute kommt. Einen Sterntest macht man jedemal wenn man fokussiert. Es ist alltäglich. Ich kann jedem Teleskopbesitzer nur empfehlen sich auch damit zu beschäftigen. lg Tommy
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#927242 - 14/06/2012 21:38
Re: Merkwürdige Auswertung
[Re: Quanten]
Hallo Leute, Uwe bringt in seinem Posting einige ziemlich beachtenswerte Aspekte zusammen. Das Schöntesten allgemein gesehen, gehört einfach zum Geschäft ... Das "Schöntesten". Wer ist denn dafür verantwortlich? Nur der "Tester" der Aberrationen bei der Strehlberechnung nicht berücksichtigt, oder auch der Händler der keine Retouren von Teleskopen möchte die das vielbeschworene Kriterium "beugungsbegrenzt" verfehlen? ... und wer glaubt das Hobbytester immer unabhängig sind, der täuscht sich gewaltig. Kann ein Tester dem mehrere Händler pro Jahr dutzende Optiken zum testen schicken um ein I-Gramm und eine Auswertung für den Kunden zu haben unabhängig sein? Aber es gibt auch die Hobbytester die aus Interesse an der Sache und entgeltfrei Optiken testen und dabei nicht schönen. Wer glaubt, dass ein Hobbytester bei der Einführung eines neuen Teleskops dieses völlig uneigennützig Testet, nur weil es ihn interessiere, der ist auch auf dem Holzweg Auch das gibt es leider. Man sehe nur die Jubelchöre die noch unerfahrene Neu-Teleskopnutzer auf mittelmäßige Optiken anstimmen. Aber es gibt auch die Leute die gewisssenhaft ihre Erfahrung ungeschönt mitteilen. Auch hier kann man nicht pauschal jeden über den einen Kamm scheren. Ohne Vertrauen geht gar nix. Das stimmt. Dann sag ich mal nicht wen ich nicht traue, sondern positiv: Ich vertraue Kurt Schreckling und Alois Ortner. Setzt immer eine Absicht voraus. Es kann aber auch sein daß Unwissenheit oder Schlamperei zu geschönten Tests führen. Betrug geht viel einfacher und verdeckter, man muss nur von Wellenfront auf Oberfläche umschalten und schon wird aus Strehl 85 ein Strehl 97, und nichts scheint im Zertifikat als deaktiviert auf. Wenn man ein I-Gramm mit gängiger Freeware auswertet so ist das aber normalerweise am Frings spacing zu erkennen. Der Sternfreund der Gewissheit haben will soll sich immer die original Interfogramme mitliefern lassen, dann kann von unabhängiger Seite nachgeprüft werden. Das ist das was ich den Leuten auch immer rate. Aber: Es hilft auch nichts wenn die Leute dann ein Interferogramm von einer anderen Optik untergejubelt bekommen. Das ist um Lichtjahre aussagekräftiger als die vielen gratis "Sterntests auf der optischen Bank" und "Justagenachweise" die freundlicherweise angeboten werden, wo der Stern viel zu weit defokussiert wird und selbst die Nachttischlampe als perfekt durchgehen tät. Stimmt. Die Schießscheiben wo 20 und mehr Wellenlängen defokussiert wurde kann man als Qualitätsnachweis vergessen. Aber ein korrekt durchgeführeter Sterntest nach Suiter ist immer noch besser als eine geschönte Auswertung. Sofern man sich mit dem Sterntest auskennt. Karsten weisst nun auf den Umstand der beschränkten Aussagekraft des Protokolls hin, leider sofort öffentlich und torpediert damit das Angebot des Verkäufers ohne ihm die Chance zu geben, seine durch Unwissenheit gemachten Angaben zunächst zu korrigieren. Hallo, es geht mich nicht um das Angebot sonst hätte ich "merkwürdiges Angebot" geschrieben, es geht mir um die Auswertung, deshalb habe ich auch "merkwürdige Auswertung" oben drüber geschrieben. Das hat der tuonodriver auch nicht verstanden: schön das ihr über mein Angebot disuktiert, mich aber nicht persönlich fragt?! Nicht das Angebot sondern die Auswertung ist Diskussionsgegestand. Und ja, das muß meiner Ansicht nach öffentlich geschehen, denn nur so haben viele Sternfreunde die Chance zu erkennen daß man bei einer korrekten Auswertung eines Interferogrammes nicht nach belieben wesentliche Aberrationen unberücksichtigt lassen darf. Denn nur weil viele Leute das eben nicht wissen funktioniert das schöntesten von Optiken ja so gut. Anhand anderer Auswertungen die anderen Angeboten beigefügt waren oder zukünftig beigefügt sein werden hätte man das Problem ja genauso gut thematisieren können. Ich könnte ebenso gut die geschönte Auswertung meines eigenen Spiegels, bei dem der Strehl durch nicht-berücksichtigung von Astigmatismus von 0.90 auf 0.98 angehoben wurde, thematisieren können. Im Grunde hilft wohl nur wenn man jedesmal wo hier eine Auswertung gepostet wird in der Zernikes unberücksichtigt bleiben darauf hin weist. Das würde dann auf längere Sicht eventuell zu einer gewissen Sensibilisierung der Teleskopkäufer führen. CS,Karsten
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Hallo Gerd
Da oftmals Zertifikate nicht einmal mit Namen oder Institution ausgezeichnet werden, ist natürlich ein gesundes Maß an Skepsis angebracht.
Gut vielleicht habe ich meine Meinung zu strak verallgemeinert, die ehrlichen Prüfer werden es mir nachsehen, da ich die meisten persönlich kenne.
Ich denke wo man sicher unterscheiden kann, ist ob die Qualitätsurkunde vom Hersteller direkt oder von einem externen Prüfer ausgestellt wurde. Den der Hersteller hat im Gegensatz zu einem Hobbyprüfer eine ganz andere Intention, wenn er seine Produkte mit einer Qualitätsurkunde versieht.
Diese Misere wäre doch gar nicht erst entstanden, wenn der Prüfer einen guten Job gemacht hätte.
Meiner Meinung nach kommt so was heraus, wenn man lieber die Fehler Interpretiert, als das man seine Messwerte sprächen lässt. Denn mit den Messwerten legt sich der Prüfer letztendlich fest. Hingegen eine Interpretation kann man so oder so auslegen.
Was für einen Stehl hat nun dieses RC wirklich?
Wir wissen es nicht!
Weshalb sollte man denn aber sonst zu einem Prüfer gehen, welcher vorgibt so etwas messen zu können?
Als Dienstleistung, hätten also die Messergebnisse für mich oberste Priorität und nicht irgendwelche Fehlerinterpretationen. Denn Diese sind klar definiert
Gruß Uwe
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#927262 - 14/06/2012 22:34
Re: Merkwürdige Auswertung
[Re: KaStern]
Hallo Karsten,
ich möchte gar nicht Deine Absichten in Frage stellen und finde es gut, wenn man solche Themen öffentlich anspricht. Wie Du sagst schon allein deswegen um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren.
Aber zu dem Zeitpunkt wo Du die Diskussion angestoßen hast, lässt sich zumindest in meinen Augen das Angebot und die ich sage ausdrücklich konstruktive Kritik an der Auswertung nicht trennen, es wird sich automatisch auf das laufende Angebot auswirken.
Wobei ich es schon so sehe, dass die Auswertungen von Tommy und Gerd eher Werbung für das Angebot waren.
Deshalb wie gesagt hätte ich es besser gefunden, wenn Du zunächst den Verkäufer angeschrieben hättest und ihn zumindest über Deinen neuen Thread informiert hättest. Dann hätte er sofort reagieren können und musste nicht erst über den Thread hier "stolpern". Das wäre mir spontan vermutlich auch erstmal sauer aufgestoßen.
Die Diskussion hier wäre dann vermutlich sehr viel sachlicher verlaufen ohne irgendwelche uralten Kamellen wieder aufkochen zu lassen.
CS Volker
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#927269 - 14/06/2012 23:25
Re: Merkwürdige Auswertung
[Re: Quanten]
Hallo Uwe, ja wenn Du hier differenzierst und nicht alle unter Generalverdacht stellst ist das natürlich OK. Meiner Meinung nach kommt so was heraus, wenn man lieber die Fehler Interpretiert, als das man seine Messwerte sprächen lässt. Denn mit den Messwerten legt sich der Prüfer letztendlich fest. Hingegen eine Interpretation kann man so oder so auslegen. Ja das leidige Thema des Interpretierens. Nehmen wir mal an einer interpretiert Seine Messergebnisse einzelner Fehler nach deren Wahrnehmbarkeit in der Praxis und kommt zu folgendem Ergebnis. Asti, na der ist bei dieser Optik recht gering und für sich genommen in der Praxis eh nicht zu merken. Lass ich daher einfach mal untern Tisch fallen. Koma, na die ist bei dieser Optik recht gering und für sich genommen in der Praxis eh nicht zu merken. Lass ich daher einfach mal untern Tisch fallen. SA, na die ist bei dieser Optik recht gering und für sich genommen in der Praxis eh nicht zu merken. Lass ich daher einfach mal untern Tisch fallen. Nur blöd wenn dann die Summe aller Fehler doch eine relevante Größenordnung einnimmt die dann auch in der Praxis zu merken ist. Grüße Gerd
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#927310 - 15/06/2012 10:50
Re: Merkwürdige Auswertung
[Re: KaStern]
Hallo,
da muß ich jetzt auch mal was sagen: 1) das Schöntesten zum Geschäft gehört ist eine Aussage, die in dieser pauschalen Form eine Frechheit ist. Wieder wird pauschalisiert. Es sind doch immer die gleichen Namen, die in diesem Zusammenhang auftauchen. Dann geht diese Leute an, aber lasst uns ehrliche Händler/Hersteller zufrieden. Meade Europe HAT zum Beispiel einen klimatisierten Optikprüfraum. Der war teuer. Wenn wir uns um die echte Leistung unserer Geräte nicht kümmern würden, dann hätten wir uns das sparen können. Und die Anschaffung eines Zygo mit Zubehör für die Fertigung auch, die demnächst ansteht. 2)"Das "Schöntesten". Wer ist denn dafür verantwortlich? Nur der "Tester" der Aberrationen bei der Strehlberechnung nicht berücksichtigt, oder auch der Händler der keine Retouren von Teleskopen möchte die das vielbeschworene Kriterium "beugungsbegrenzt" verfehlen?" - Wieder wird von den Fakten weggegangen. Welcher Händler soll denn jetzt im vorliegenden (oder in einem anderen Fall, der nicht Hörensagen ist) schuld an was sein? Wieder wird pauschal "den Händlern" eine große Verschwörung in die Schuhe geschoben. Wenn Du dafür Beweise hast, dann her damit. Aber dann nicht "die Händler", sondern genau der, der die Sauerei anrichtet.
Das musste mal raus.
Clear skies
Tassilo
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Hallo Tassilo, liebe Mitleser, ...Wenn Du dafür Beweise hast, dann her damit. Aber dann nicht "die Händler", sondern genau der, der die Sauerei anrichtet.
Das musste mal raus.
da mein Name in dieser Diskussion mehrfach genannt wurde sag ich auch etwas. Ich bin voll und ganz deiner Meinung, lieber Tassilo. Gruß Kurt
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#927348 - 15/06/2012 14:30
Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: AstroRider]
Hallo Volker, und auch Cc sozusagen an Tassilo,
es gibt die alte Kamellen ja nun einmal. Das sind Altlasten die man nicht leugnen kann und es ist ganz egal, ob jetzt ein KaStern selbst anspricht, oder im Folgebeitrag angesprochen wird. Die Altlast kommt hoch!
Nun fordert Tassilo Beweise und Kurt schließt sich ihm an - na und da wundert's mich doch ganz gewaltig. Das haben wir doch schon alles hinter uns. Beizeiten ist halt Schmuh aufgedeckt worden, gegengetestet und was nicht noch. Und dann?
==>> Dann ist das alles fein säuberlich unter den Tisch gekehrt worden, vordergründig ist dann einmal eine Sau durch's Dorf getrieben worden und am Ende vom Dorf hat man dann eine Dekontaminierungsdusche aufgebaut und nach einer guten Zeit des Trocknen- und Abhängenlassen stellt man fest: An Aufträgen scheint es nicht zu fehlen. Und natürlich ist auch das Forengedächtnis brav getilgt, so dass man heute mit der Aussage "Der Testet aber schön" schon wieder in Beweisnot kommt und sich also dann selber angreifbar macht.
Es wäre ja ein geradezu wunderbarer Maulkorb, wenn man sich zu Diagrammen erst äußern dürfte, wenn man selbst persönlich eine Messung nach DIN und ISO hat machen lassen! Das wäre ein super Freibrief, ich glaube da forderst Du etwas, was Deine eigene Idee dahinter torpediert. Ich habe neulich schonmal in anderer Sache geschrieben: Warum muss ich erst selbst ein Loch in der Kaffeetasse haben, um anderen Leuten mit Loch in der Kaffeetasse erzählen zu dürfen, dass sie auf eine nasse und braun befleckte Hose zusteuern? Na?!? Warum muss das so sein?
Und daher drehe ich es mal um: Es ist Sache aller Leute, die einigermaßen seriös Auswertungen machen, von sich aus mit dem Finger auf schwarze Schafe in den eigenen Reihen zu verweisen!
Das tun die Tester aber nicht konsequent. Und damit machen sich die Tester eben pauschal umglaubwürdig - so rum kann und muss der Schuh auch mal angezogen werden.
Clear Skies Sven
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#927373 - 15/06/2012 16:18
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Sven_Wienstein]
Hallo Sven,
sorry, aber das kann man so nicht stehen lassen. Zum Thema olle Kamellen: von denen reden wir nicht. Und wenn Du Dir mal die Verjährungsfristen für Betrug anguckst, dann spielt das tatsächlich keine Rolle mehr (auch wenn das die Geschädigten verständlicherweise immer noch wurmt - und mir als indirekt Geschädigtem auch). So ist nun mal nach meiner Kenntnis die gängige Rechtssprechung. Die Forderung an die Tester ist meines Erachtens ziemlich daneben: Du forderst Leute, die ehrenamtlich anderen Leuten und dem Hobby als Ganzem weiterhelfen, auf, sie sollen auch noch für die eventuellen Geschädigten die schmutzige Wäsche waschen. Schmutzige Wäsche, die dann in der Konsequenz teuer wird, weil die bösen Buben dagegen natürlich gerichtlich vorgehen werden. Und was bekommen die Leute wie Kurt und Alois dann dafür? Geld nicht. Ruhm und Ehre?- Haben sie schon. Also was soll das? Sollen wir Händler dagegen vorgehen? Sinnvoll wäre das ja irgendwie - dieses Treiben schädigt uns ja. Aber mit welchen Beweisen bitte? Ich kenne das - da kriegt man einen Anruf, und hört eine Schweinerei. Aber wenn es dann darum geht, das auch durchzufechten - denkste. Nein Leute: Der Kunde ist König. Und wenn er [censored] wird, dann muß er von seinem Hoheitsrecht schon selber Gebrauch machen. UND ZWAR GLEICH! - und nicht dann Jahre später ankommen.
Sorry, so sehe ich das. Und diese blöde "Alle Händler/Tester sind böse"-Masche spielt genau denen in die Hände, die sich nicht an die Regeln halten. Denn die Konsequenz ist doch die, daß der Neuling dann sagt: "Ich werde sowieso überall [censored], dann gehe ich halt zum billigsten, da verliere ich wenigstens nicht so viel Geld." Und hat mit der Einstellung dann tatsächlich gute Chancen bei denen zu landen, die diese Prophezeiung dann erfüllen.
Clear skies
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#927375 - 15/06/2012 16:20
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Sven_Wienstein]
Hallo Leute,
m.E. geht es jetzt und im Moment auch ganz ohne Personifizierung des Problems oder sehe ich das so falsch?
Warum geht niemand auf meine Versuche ein, darauf hinzuwirken, dass Auswertungen und Zertifikate immer den ermittelten Ist-/Echtstrehl dominant und sichtbar ausweisen, egal was dann noch durch Abschaltungen pp getestet oder dargestellt werden soll? Dazu das Originalinterferogramm und das Ding ist ein Aushängeschild auf das sich der Tester festlegt und auf das er auch festgelegt werden kann. Andere Verfahren sind sicher ähnlich darzustellen und zu dokumentieren. Nichteinhaltung ist dann absolut nachvollziehbar kritikwürdig, Versteckspielchen und Hintertürpolemik haben ein Ende. Nach meinem Dafürhalten ist das noch nicht mal ein größerer Aufwand als die bisherigen Verfahrensweisen, die häufig genug Aufwand und Äreger nach sich ziehen, weil eben was nicht stimmt oder zumindest auffällig ist.
Gruß Günther
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#927384 - 15/06/2012 17:06
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: MeadeEurope]
Hallo Tassilo,
stimmt aber so doch auch wieder nicht - seinerzeit ist Zeitnah drauf eingegangen worden (was ich weder initiiert noch zu verantworten habe). Die Verjährungsfristen für Betrug interessieren mich an der Stelle auch nicht die Bohne, das kann ich in aller Ruhe gewerblichen Marktteilnehmern überlassen!
Ich kann sehr schön nachvollziehen, dass es Dir gewaltig auf den Senkel geht, aber ich kann Dir versichern: Mir auch, nur eben aus meiner Sichtweise und da bin ich in erster Linie mal Kunde und danach noch einer, der um Rat gefragt wird.
Und was mir an Deiner Forderung konkret nicht passt: Wie soll denn der Kunde feststellen, dass er [censored] wird? Deshalb rennt der doch zum Tester, kommt von da mit Wunderstrehl zurück und bekommt dann zum schlechten Bild gesagt "geh mal justieren lernen". Glaubst Du allen ernstes, der rennt dann zum nächsten Tester? Und die Mehrheit wird auch ein Problem damit haben, die Hosen herunter zu lassen, und öffentlich anzufragen, ob der große Tester vielleicht falsch gelegen hat und der Kunde als Neuling und zertifiziert justage-unfähiger Pimpf womöglich doch zu recht ein trübes Bild sieht?
Tassilo, bitte, seien wir doch mal ehrlich, der Kunde kann das nicht! Und das ist genauso verallgemeinert, aber eben doch auch richtig.
Soll ich es umformulieren? Bitte:
Der Händler braucht nicht zu erwarten, dass der Kunde es bemerkt, dass der Prüfer schön getestet hat.
Und nun? Welchen gangbaren Ausweg aus dem Dilemma schlägst Du vor? Ich sehe im Moment nur den Aufschrei, aber den kann der Kunde ganz genauso berechtigt machen.
Clear Skies Sven
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#927453 - 15/06/2012 21:06
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Sven_Wienstein]
Hallo Sven, sorry das ich jetz mal etwas deutlicher werde aber so langsam reicht’s, das wird nun wirklich zu albern. Wie ich schon schrieb. Trotz derartiger Fälle können wir nicht hinter allem und jedem etwas Faules wittern. Es kommt hier auf ein vernünftiges Maß an, nicht zu gutgläubig aber eben auch nicht völlig vom Misstrauen zerfressen. Den Level gesundes Misstrauen hast Du längst überschritten. Diese abstrusen Verdächtigungen gegen alle möglichen Seiten welche Du und eine kleine Klicke von unverbesserlichen hier betreibt ist pure Kaffesatzlererei und entbehrt jeder rationalen Grundlage. Das hat weder was mit gesundem Misstrauen noch mit Fachkompetenz zu tun sondern ist pure Panikmache. Solche Leute diskreditieren eine sachliche Kritik wie Sie im Fall des geschönten Tests des RCs von Franz ja durchaus angebracht war. Ich bin sicher der hier kritisierte Tester lacht sich einen Ast wen er hier mitliest und sieht welche kuriosen Blüten die Diskussion hier mittlerweile treibt. Ein Verweis auf Beiträge wie Deine gibt Ihm locker die Möglichkeit eine sachlich vorgetragene und berechtigte Kritik in den Wind zu schlagen. Weil man derart krampfhafte alle sind böse Phantasien wie hier vorgebracht nicht ernst nehmen kann. Wahrscheinlich zählst Du auch nach wievielt Blatt auf der Klorolle sind, womöglich hat Dich ja der Handler um eines [censored]. Der Händler braucht nicht zu erwarten, dass der Kunde es bemerkt, dass der Prüfer schön getestet hat.
Und nun? Welchen gangbaren Ausweg aus dem Dilemma schlägst Du vor? Ich sehe im Moment nur den Aufschrei, aber den kann der Kunde ganz genauso berechtigt machen. Ja natürlich einen Aufschrei soll es geben und zwar permanent und vorsorglich ohne jeglichen Anhaltspunkt, falls doch ein Händler sich mal was zuschulden kommen lässt hat man ja vorsorglich schon mal aufgeschrien und schreit natürlich immer noch. Dieser permanente Kriegszustand geht aber sicher nicht nur mir gewaltig auf den Senkel. Wenn’s was zu schreien gibt dann schrei aber wenn’s nicht den geringsten Grund dafür gibt dann schon Deine Stimme für den Fall das es wirklich mal nötig wird zu schreien und ich wüsste momentan keinen Grund irgendeinem Händler was vorzuwerfen. In diesem permanenten Geschreie gehen sonst berechtigte Aufschreie schlicht unter. Der Kunde den Du warnen willst gewöhnt sich an einen Dauerton und nimmt den mit der Zeit nicht mehr war. Das ist wie mit dem Ticken einer Uhr, man überhört es einfach mit der Zeit. Monotone Geräusche stuft das Gehirn als unwichtig ein und blendet diese aus und das ist auch gut so. Also überleg Dir gut ob Dein Daueraufschrei der ja nun schon über Jahre durch dieses Forum hallt so ne gute Idee ist. Grüße Gerd
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#927467 - 15/06/2012 21:46
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Sven_Wienstein]
hallo Sven,
hm, zu deiner Umbenennung des Threads, was verstehst du denn unter:
"Unabhängiger Selbstkontrolle" ?
Wie könnte ich denn beim Prüfen mich unabhängig von mir mich selbst kontrollieren? Kann ich mir grad irgendwie nichts drunter imaginieren, was nicht die Lachmuskeln reizen würde.
Apropo grünschriftigem: "Der Händler braucht nicht zu erwarten, dass der Kunde es bemerkt, dass der Prüfer schön getestet hat."
Das stimmt nicht, es gibt genug Leute die IFGs nachprüfen können und es geschieht auch. Ein Sternfreund hat meine IFGs von unabhängiger Seite nachprüfen lassen und das Ergebnis bestätigt bekommen. Es war keine Auswahl eines Instrumentes ausgemacht, er wollte nur wissen woran er ist. Da das getestete Instrument mit 85% Strehl ihm nicht gut genug war, hat er ohne weitere Absprache woanders gekauft, wo er einen viel zu weit defokussierten Sterntest und salbungsvolle Worte dazu bekommen hat. Das hat er offenbar nicht überprüfen lassen, ich habe es erst später angeschaut.
Diese Lektion ist nun gelernt, die Umstände müssen eben genau ausgemacht werden. Da ist jetzt keine Versuchung zur Schöntesterei, ganz im Gegenteil, es wäre schrecklich extremst peinlich gewesen wenn das Ergebnis der Nachprüfung durch meinen Mentor nicht standgehalten hätte. Und es lebt sich mit aufrechtem Rückgrat irgendwie schöner... das bleibt also grade.
lg Tommy
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#927479 - 15/06/2012 22:16
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: tommy_nawratil]
Hallo Leute, Da das getestete Instrument mit 85% Strehl ihm nicht gut genug war, ... und das ist die Langzeit-Auswirkung der geschönten Auswertungen die sugggerieren, daß heutzutage fast jedes Teleskop einen Strehlwert in den hohen Neunzigern hat. Daß ein echter 0.85 Strehl eine schon recht ordentliche Optik bedingt mit welcher man, gute Justage vorausgesetzt, gute Beobachtungennmachen kann können sich diese Käufer nicht mehr vorstellen. ... hat er ohne weitere Absprache woanders gekauft, wo er einen viel zu weit defokussierten Sterntest und salbungsvolle Worte dazu bekommen hat. Das ist ärgerlich für den Händler der ungeschönte Wahrheiten über nette Bildchen stellt und genau deshalb leer ausgeht. Aber der Käufer wird auf die Dauer nicht unbedingt glücklich mit seinem Teleskop. CS, Karsten
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#927505 - 15/06/2012 22:40
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: KaStern]
Hallo Leute,
man könnte "unabhängige Selbstkontrolle" so verstehen, dass Jeder der testet/prüft seine Ergebnisse so transparent darstellt, daß jeder der auch in der Lage ist zu testen und zu prüfen ganz unabhängig in der Lage ist, das zu überprüfen und gegebenenfalls öffentlich und mit Begründung zu kritisieren. Das sollte gute Motivation zur Selbstkontrolle sein.
Dazu müsste allerdings eine Prozedur her die allgemein anerkannt und gefordert ist. Ich streue ja hier völlig unbeachtet immer mal ein, dass der ermittelte Ist-/Echtstrehl auf allen zum geprüften Teleskop, Spiegel, Objektiv gehörenden Dateien und Papierchen gut sichtbar ausgewiesen wird, egal, was dann im Speziellen mit Abschaltungen und sonstigen Versuchen testhalber erreicht wird. Der Aufwand für diese zusätzliche Zeile kann nach meinem Verständnis nicht allzu groß sein!?
Helft mir mal auf die Sprünge! Geht das aus mir unersichtlichen Gründen nicht oder will das eigentlich niemand?
Gruß Günther
Bearbeitet von MootzGMS (15/06/2012 22:41)
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#927529 - 15/06/2012 23:45
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: MootzGMS]
Hallo Günther, damit Du nicht ganz unbeachtet bleibst Deine Forderung ist in verbesserter Form das was ich viel weiter oben auch gefordert habe. Würden sich unsere Optikspezialisten endlich mal einig und sich statt über olle Kamellen aufzuregen endlich mal für Laien verständliche Richtlinien für eine brauchbare Optik hier entwerfen, dann wüsste der Laie auch, welche Werte wirklich die Qualität einer Optik ausmachen. Dann wären auch die Tester genötigt diese Werte hervorzuheben, auch wenn irgendwas abgeschaltet wurde. Das heißt solch ein Fauxpas wie Franz ihn in seiner Anzeige hatte gäbe es dann gar nicht mehr. Und weiter gedacht wenn dieses Verständnis da wäre könnten die "seriösen" Händler auch wieder mit Strehlgarantien werben. Ob ich mir nun Schneckenfehler, APO, Strehl, etc. anschaue. Diese nicht enden wollenden Diskussionen oder besser Streitereien hier haben nur eins erreicht, dass das Marketing die Begriffe so verbogen hat, dass jetzt kaum ein unbedarfter Kunde durchblickt, ob er Schrott kauft oder nicht. Leute werdet Euch im Grundsatz Eurer Diskussionen endlich mal einig und reitet nicht immer auf Spitzfindigkeiten herum. CS Volker
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#927531 - 15/06/2012 23:50
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: MootzGMS]
Kann eigentlich Ottonormalspechtler bei einer nächtlichen Exkursion zwischen 0,85 und 0,90 Strehl unterscheiden?
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VG Steffen
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#927539 - 16/06/2012 00:11
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Steffen_Be]
Hallo Steffen, nein. Eventuell bei sehr guten Bedingungen an ausgewählten Objekten unter Anleitung von jemandem der das kann! Auch im Sterntest wenn Du auf Unterschiede hingewiesen wirst und man dir die Auswirkungen erklärt. Außerdem ist es so, dass ein einziger Fehler, der den Strehl auf 0,85 drückt sehr deutlich sein kann, z.B. Asti, während eine Mischung aus Kleinigkeiten sehr viel weniger auffällig ist und kaum stört.......drei Seiten später......schläfst Du wahrscheinlich. Solltest Du ein Teleskop mit einem solchen Wert haben, dann freu Dich und mach so oft Du kannst schöne Beobachtungen. Volker> Daaaanke  , ich bin doch nicht allein! Gruß Günther
Bearbeitet von MootzGMS (16/06/2012 00:14)
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#927541 - 16/06/2012 00:17
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: MootzGMS]
Hallo Steffen,
nein.
Gruß Günther
Danke! Gute Nacht. Denn jetzt kann ich beruhigt schlafen gehen.
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#927556 - 16/06/2012 03:16
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: MootzGMS]
Hallo Günther, du bist ganz sicher nicht allein  Ich verfolge zwar mit Interesse und einer eigenen Meinung dieses Thema, aber ich habe heute abend lieber den "Dicken" an die frische Luft gebracht und ein paar schöne Beobachtungen gemacht. Nur das zählt momentan für mich Gruß, Robert
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#927561 - 16/06/2012 07:16
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: AstroRider]
Moin Volker, Würden sich unsere Optikspezialisten endlich mal einig und sich statt über olle Kamellen aufzuregen endlich mal für Laien verständliche Richtlinien für eine brauchbare Optik hier entwerfen, dann wüsste der Laie auch, welche Werte wirklich die Qualität einer Optik ausmachen. Danke!! Genau das ist der springende Punkt! Wenn ich mir schon durchlese welch ein "Thread" in der Forensik als Reaktion auf Karsten`s kritische Anmerkungen in Bezug auf diesen Test entstanden ist wird mir schlecht. Persönliche Beleidigungen, selbst Äußerungen aus denen man sehr einfach ein juristisches Nachspiel generieren kann (ja ist gesichert und kopiert) werden da öffentlich getätigt, der letzte der sich mit dem "Meister" der Sonderphysik rumärgert bekommt auch nur verbale Dresche vom Herrn der Sonderphysik der das "Schöntesten" übrigens selber öffentlich eingestanden hat. Sorry, was soll man als LAIE der Optiken nicht selber testen kann davon halten? Viele Grüße Felix
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#927591 - 16/06/2012 09:45
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Felix42]
hallo Günther,
"...Ergebnisse so transparent darstellt, daß jeder der auch in der Lage ist zu testen und zu prüfen ganz unabhängig in der Lage ist, das zu überprüfen..."
Es sollte selbstverständlich im eigentlichen Sinne sein - alle IFGs und Auswertungen so zu beschriften dass man auch nach Jahren noch nachvollziehen kann worum es sich handelt und wie das entstanden ist.
"Dazu müsste allerdings eine Prozedur her die allgemein anerkannt und gefordert ist."
Da es sich bei den p.t. Testern um ein Völkchen mit, nun sagen wir: recht ausgeprägten individualistischen Eigenheiten zu handeln scheint, halte ich diese Forderung zwar für gerechtfertigt aber sehr utopisch. So wie im kleinen Prinz der König eines Planetoiden sagt, er wäre ein schlechter König wenn er den Sonnenaufgang zur Unzeit befähle, so wird es in realitas auch wohl kaum zu so einer Konvention kommen scheint mir.
"was soll man als LAIE der Optiken nicht selber testen kann davon halten? "
Jeder sollte anhand von mitgelieferten Interferogrammen das Testergebnis von jemand anderem überprüfen lassen können, das wäre schon was, und ist ja auch in diesem Fall gemacht worden. Bei Unklarheiten kann man ja zum Prüfer zurückgehen und fragen.
Man kann die Ergebnisse hier oder dort zur Diskussion stellen oder privat per mail nachprüfen lassen. Also sitzt niemand allein gelassen und unwissend in der Tinte wenn er nicht will.
lg Tommy
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#927599 - 16/06/2012 10:18
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Gerd_Duering]
Gerd,
wie wär's mal mit ner zünftigen Rauferei ohne Hilfsmittel und danach eine Glas Bier? Für Dich würde ich gar auf mein Prinzip Alkoholfrei verzichten. Du kannst mich persönlich nicht ab, und ich Dich derweil wirklich auch nicht. Das bewirkt, dass Du mit mir an keiner Stelle mehr über die Sache reden magst, sondern reinweg rumpöbelst.
Ich schreie nicht, ich merke an. Das Problem ist existent: Es gibt nicht zum ersten und letzten Mal Auswertungen die geschönt sind. Was tun? Klappe halten?
Wenn Du für Klappe halten einstehst, gern. Ich nicht.
Ich empfehle den gegenseitigen Beschluss, uns entweder einmal einer persönlichen Aussprache (gern telefonisch) zu unterziehen, oder aber als Alternative die Ignorierfunktion zu verwenden.
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#927607 - 16/06/2012 10:31
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Steffen_Be]
Hallo Steffen,
hm, doch. Im direkten Vergleich. Ich meine gut - wenn man nicht sieht, was man verpasst, OK. Aber es hat auch alles seine Grenzen. Meist ist ja doch nicht das Wetter dafür. Ich glaube für 90 Punkte kann man Bedarf anmelden, 95 sind schön, aber mehr zu wollen ist eher unnötig. Es geht ja vor allem auch um Toleranzen. Ich kann es selber nicht, aber es wurde schon gezeigt, dass die Zusätzlichen Strehlpunkte Toleranz gegenüber Seeing bringen.
Ansonsten - ich wiederhole mich, scheint aber notwendig. Ich sage seit Jahren den Leuten vor dem Optiktest: "Wird durch Testen nicht besser". Nur wenn ein Test gemacht wird, dann muss doch auch eine Aussage dabei herauskommen, ganz besonders wenn dafür Geld genommen wird.
Wenn ich es recht überlege: Wenn ich ein Brot kaufe und das ist innen vollständig hohl, werde ich hingehen und ein ordentliches Brot verlangen. Nur bei der Dienstleistung "Optikprüfung" scheinen hinreichend viele Sternfreunde den Test genauso zu behandeln wie das Orakel mit der Kristallkugel vom letzten Jahrmarkt. "Du wirst reich sein, viele Frauen haben und 100 Jahre alt werden."
Clear Skies Sven
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#927609 - 16/06/2012 10:42
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Sven_Wienstein]
wie wär's mal mit ner zünftigen Rauferei ohne Hilfsmittel und danach eine Glas Bier?
Wow, simmer jetzt schon soweit? Macht ja nix, es gibt ja unter den verhassten Besche.. schöne Vorbilder 
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#927620 - 16/06/2012 11:34
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: raziel28]
Ohne Hilfsmittel, Toni, ansonsten nicht zünftig! Aber das ist ja die Krankheit: Einer sagt "pif" und die Antwort lautet "Du hast peng gemacht, ich sage Dir aber BUMM!".
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#927630 - 16/06/2012 12:05
Re: Merkwürdige Auswertung
[Re: Quanten]
Sorry, auch wenn es andere hier anders sehen, ich hätte es fairer gefunden, wenn Karsten dem Verkäufer zunächst eine PM geschrieben hätte und ihn auf den Umstand hingewiesen hätte. Das hätte dem Verkäufer die Chance gegeben das Prüfprotokoll zu entfernen oder zu ändern ohne gleich die ganze Verkaufsaktion zu versemmeln. Die öffentliche Brandmarkung hätte immer noch geschehen können, wenn der Verkäufer nicht reagiert hätte.
das sehe ich auch so  Zum Thema Pauschalurteile: Diese sind generell sowieso logisch falsch. Denn die Aussage: "Alle Anbieter lassen Schöntesten." kann so nicht gelten, denn: "Es gibt mindestens einen Anbieter, der NICHT Schöntesten lässt." lg
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#927674 - 16/06/2012 14:36
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Sven_Wienstein]
Hallo Sven, erst mal, ich weiß das war oben etwas heftig aber sanfterre Worte scheinst Du ja nicht zu registrieren (siehe Diskussion mit Tassilo) und ein Sorry stand vorsorglich auch dabei.. Ich schreie nicht, ich merke an. Das Bild mit dem Aufschrei hast Du geliefert, ich habe es lediglich aufgenommen. Das Problem ist existent: Es gibt nicht zum ersten und letzten Mal Auswertungen die geschönt sind. Du weigerst Dich weiterhin kategorisch zu differenzieren. Aktuell gibt es ein Problem mit einer geschönten Auswertung eines ganz bestimmten Testers ja. Aber keine Probleme mit geschönten Auswertungen anderer Tester und auch keine ,mit Händlern. Aktuell ist also ein Aufschrei zu diesem speziellen Fall gerechtfertigt. Aktuell gibt es aber keine existierenden Probleme diesbezüglich an anderer Stelle! Ein pauschales „das Problem ist existent“ ist daher schlicht falsch. Wenn Du für Klappe halten einstehst, gern. Ich nicht. Ich mach dann die Klappe auf wen es gerechtfertigt ist und halt sie wenn es nichts zu beanstanden gibt. Es wäre sehr zu wünschen das auch Du diese grundlegenden Regeln Beherzigen würdest. In der Hoffnung auf ein einigermaßen friedliches Miteinander. Grüße Gerd
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#927680 - 16/06/2012 14:50
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: MootzGMS]
Hallo Günther, Volker, Warum geht niemand auf meine Versuche ein, darauf hinzuwirken, dass Auswertungen und Zertifikate immer den ermittelten Ist-/Echtstrehl dominant und sichtbar ausweisen, egal was dann noch durch Abschaltungen pp getestet oder dargestellt werden soll?
das wäre natürlich anzustreben. Der kritisierte Tester argumentiert ja bezüglich gesonderter Auswertung einzelner Fehler das die Fehler einzeln für sich eben auch interessant sind. Das ist erst mal auch richtig. Diese einzelnen Fehler werden aber bei üblichen Programmen zur Auswertung von I-Grammen von Haus aus mit entsprechenden Koeffizienten ausgewiesen und diese stehen nicht umsonst für jeden einzelnen Fehler in einer Auswertung. Selbstverständlich lässt sich so auch erkennen wie man das System optimieren kann und ob eine Optimierung auch speziell bei einem einzelnen Fehler was gebracht hat. Eine separate Auswertung einzelner Fehler erübrigt sich daher eigentlich. Allerdings ist es richtig das man diese lieber in Ptv oder RMS haben möchte, von da her hab ich nicht prinzipiell ein Problem damit das für einzelne Fehler auch separat Auswertungen gemacht werden um so auf bequemen Wege zu Ptv und RMS zu kommen. Solche Auswertungen sollten aber auf gar keinem Fall wie hier geschehen dem Kunden mitgegeben werden! Das kann wie hier eben auch passiert zu Verwechslungen führen. Die Idee diese in separaten Auswertungen gewonnenen Angaben von Ptv und RMS für jeden einzelnen Fehler dann in eine Auswertung mit allen relevanten Fehlern mit reinzukopieren ist durchaus in Ordnung. Auch wenn das „Testzertifikat“ dann kein original Screenshot mehr ist, sondern durch das rein kopieren zusätzlicher Angaben die original dort so nicht zu finden sind verändert wird. Voraussetzung ist natürlich das eben nur diese Zusatzangaben beigefügt werden und nicht sonst noch irgendwo was verändert wird. Und ganz wichtig. Das alle ausgewiesenen Fehler auch im Gesamstrehl enthalten sind!!!Keinesfalls so wie hier vorgekommen das Koma Asti und SA separat ausgewiesen sind, aber nur Asti und SA im Gesamstrehl enthalten sind!!! Einzelfehler würde ich nur in Ptv und RMS ausweisen nicht in Strehl. Ansonsten hätte man 4 Strehlangaben auf der Auswertung. Koma , Asti, SA und Gesamtstrehl. Das irritiert nur. Der relevante Strehl sollte also nicht nur hervorgehoben werden sonder es sollte die einzige Strehlangabe sein. Einzelne Fehler sollten nur in Ptv und RMS ausgewiesen werden. Grüße Gerd
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#927698 - 16/06/2012 16:15
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Gerd_Duering]
Hallo,
wenn man einigermaßen was vom professionellem Testen weiß, dann ist der Screenshot eingangs des Threads schlichtweg ungeeignet für eine weitere Diskussion. Alles was danach kommt, ist erstmal hypothetisch und so mancher fühlt sich wohl in seinen Mutmaßungen bestätigt, obwohl der direkte Kontakt zum Tester oder über den Verkäufer zur Klärung der offenen Fragen mehr gebracht hätte.
Die Wurzel des Problems liegt bei der Art und Weise, wie der Tester seine Messergebnisse dokumentiert. W.R. ummantelt seine Meßberichte /- Diagramme nicht gerade objektiv, sondern eher mit einer subjektiven inter-forenbezogenen Bergpredigt. Wundert sich aber dann auch über nicht sachbezogene Kritik.
Auf der anderen Seite stehen die Kritiker, die vom professionellen Testen im Allgemeinen nicht gerade sehr viel Ahnung haben und nehmen dann einen unvollständigen Meßbericht als Möglichkeit in subjektiver Art und Weise das inter-foren Geballer fortzusetzen.
Ich sag mal so: Würde man alle Beteiligten aus dem Interforengerangel in einen Sack stecken. Ich glaube mal nicht, daß man da noch drauf hauen müßte, um den Richtigen zu erwischen. Stell den Sack mit den Burschen darin 4 Tage in eine Ecke, dann bringen sie sich schon gegenseitig um. Und der der übrig ist, verhungert freiwillig, weil er letztenendes doch wieder recht hatte.
CS
Bearbeitet von MountyPython (16/06/2012 16:17)
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#927723 - 16/06/2012 17:39
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Gerd_Duering]
Hallo Gerd,
tja, hm, es gibt den einen und es gibt auch Bemerkungen die dann im Gespräch mit diesem oder jenen mal Fallen, dass der eine oder andere Tester mal mit nem anderen nicht einig war, ob ein Test nicht zu gut ausgefallen sei, etc.
Im Prinzip immer das Schema: Der Prüfer argumentiert, ein Fehlertyp stammt aus dem Auswerteverfahren und schaltet ab - und ein Prüfer der für den einen pedantisch wirkt und für den anderen halt ehrlich und genau würde ein Verfahren anwenden, das den Fehler des Messaufbaus kompensiert. Beispielsweise Asti aus dem Messaufbau, der durch Mehrfahcmessung nach Rotation des Prüflings eben bezüglich des Messaufbaus ausgemittelt wird. Der Aufwand wird dann aber nicht nur von dem einen gescheut.
Welche Ausmaße das annimmt ist eine andere Frage. Ich würde auch sagen, dass 90 oder 92 wegen Asti eher pedantisch wirken. Aber ist der Prüfling eh unter 85, dann wird's haarig.
Ich will nicht behaupten ich hätte die Ohren weiter auf, als Du. Aber ich kann behaupten: Es war nicht schwer, mitzubekommen, dass es nicht nur bei dem einen was zu beanstanden gibt. Beim Ausmaß differenziere ich gerne. Aber ich sehe auch gerne das grundsätzliche Problem: Eine Optikprüfung ohne einen gewissen Standard dahinter ist wertlos. Eine die dem durch Normen vorgegebenen Standard entspricht hingegen zu teuer - für Hobby Sterngucker. Wie schon einmal gesagt: Durch das Testen an sich wird die Optik nicht besser und die Frage stellt sich eben: 300 Euro für den Dobson, 75 Euro für die Messung, und ein Dobson mit garantiertem 90+ Spiegel für 375,- dürfte ein Ladenhüter sein. Tut mir ja auch Leid, dass es dafür oder dagegen keine echte Antwort, keine wirkliche Alternative gibt. Aber Probleme löst man selten unbewusst. Man muss sie erstmal deutlich vor Augen haben. Und egal ob nur der eine, oder auch mal der andere Prüfer beim Strehl anlupfen durchkommt, der Kunde kann es nicht feststellen - und eigentlich kann oder will der Kunde die Prüfung, die er sich wünscht, gar nicht bezahlen. Ich glaube dass das einfach unangenehme Wahrheiten sind, weshalb die Verallgemeinerung besonders weh tut. Es wird aber nicht besser, wenn man behauptet, es gäbe nur den einen! Das würde ich nämlich mal pauschal anzweifeln - ganz egal ob Absicht, Unwissen, systematische oder schlicht menschliche Fehler.
Clear Skies Sven
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#927729 - 16/06/2012 18:15
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Sven_Wienstein]
Hallo Leute,
irgendwie scheint es hier mindestens 2 Parteien zu geben: Eine scheint nur Probleme zu sehen und diese zu diskutieren und es hagelt "Vorwürfe" und Kritik, die andere (u.a. Günther und Gerd) versucht konkrete Lösungsvorschläge vorzustellen, die für mich als absoluter Laie nachvollziehbar sind. Und ich verstehe hier wirklich nicht das Problem. Es gibt so viele Einsteigerseiten zu den verschiedensten Themen, wo teils wertvolle Ratschläge gegeben werden. Warum wird hier nicht einmal objektiv versucht, die wichtigsten Kriterien für einen aussagekräftigen Optiktest aufzustellen? Damit könnte doch ein Laie zu einem Tester gehen und genau einen solchen Test fordern, der auch für (unabhängige) Dritte (ohne irgendwelche Vermutungen/Interpretationen) aussagekräftig genug ist.
Klärt mich bitte auf, aber lasst mal dieses Hin & Her, was uns kein Stück weiter bringt.
Gruß, Robert
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#927779 - 16/06/2012 21:27
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Blackbert]
Hi Robert,
auch bei einem aussagekräftigen Optiktest hält der Laie oder auch ein anderer "Optikexperte" anschließend nur Papier in der Hand, bzw. eine Darstellung der Ergebnisse. Was soll's? Man kann ggf. einen Plausi-Check machen, aber letztendlich muss man auch darauf vertrauen, dass die Ergebnisse richtig sind, oder eben nicht. Wenn man sich beim Nutzen der Optik nicht selbst eine Meinung über die Abbildungsqualität bilden kann, sind Messwerte nur Makulatur.
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CS Chris
Wer behauptet "Das geht nicht!", sollte nie jemanden stören, der es gerade tut.
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#927780 - 16/06/2012 21:32
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Blackbert]
Hallo Robert/Alle,
ganz so einfach ist es nicht, aber lösbar.
Wenn ich als Prüfer (bin keiner) z.B. weiß, dass ich einen Fehler im Messaufbau durchschleppe und den dann beim Echt-/Iststrehl natürlich auch mit ausweisen muss, dann macht mir das ganz sicher keinen Spass. Abhilfe wäre durch Ausmitteln (z.B. Spiegeldrehen zum Ausmitteln von Asti durch Testanordnung/-aufbau) möglich, natürlich auch Optimierung des Aufbaus, oder man muss es einfach so stehen lassen, wenn man nicht kann/will. Ausmitteln bedeutet natürlich drei komplette Messungen mit unterschiedlichen Werten in EINEM Zertifikat. Abschaltungen ohne erstrangige Ausweisung des komplett gemessenen Strehls sind für mich als Kunden eindeutig KEINE akzeptable Lösung.
Weder Tassilo noch Tommy (Händler), noch Prüfer die es ernst meinen sollten nach ihren bisherigen mir bekannten Aussagen damit ein Problem haben.
Wer sich nicht daran hält sollte aber nach meiner Meinung ein Problem haben, denn nur wenn Nichteinhaltung von Standards wie ich sie hier nur mal beispielhaft und ohne jeden Anspruch, das optimale Vorgehen gefunden zu haben, nenne, zu einem echten Problem wird. Das echte Problem entsteht, wenn der Anspruch gestellt wird, was ein ordentlicher Test im Kern beinhalten muss und der Prüfer oder sein Auftraggeber ihn nicht erfüllen kann oder will. Kurz gesagt: Kundendruck. Macht Euch Gedanken.
Großer Aufwand und freiwillige Arbeit zum Wohle des Hobbys, unterbezahlt und schlecht gewürdigt, das wird ins Feld geführt und hat seine Berechtigung. Dagegen steht ein ebenfalls ganz erheblicher Aufwand zur Rechtfertigung bei denen, die immer wieder mal Auffallen, das sind ja längst nicht Alle. Dagengen steht auch, dass die schlechte Würdigung ihren Grund hat und dass ständige Fehlerdiskussionen auch dem Hobby an sich abträglich sind.
Das könnte abgestellt werden und es gehört m.E. abgestellt. Nachvollziehbarkeit, auch für Hobbyastronomen und nicht nur für Prüfer und Tester ist möglich.
Gruß Günther
PS: Eine Optik wird durch den Test nicht besser und man sieht auch nicht mehr. Es ist aber nicht aus der Welt zu schaffen, dass diese Tests gefragt sind. Sei es nun zum Nachweis im Reklamationsfall, sei es zu Verkaufszwecken oder zur Werbung. Dass ein Zertifikat dem Teleskop nicht hilft heißt nicht, dass es falsch sein darf.
Bearbeitet von MootzGMS (16/06/2012 21:35)
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Überprüft, was immer auch geschrieben steht, wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht. Das mehrt die eigene Erfahrung und bringt so manche Offenbarung.
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#927785 - 16/06/2012 21:59
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: MootzGMS]
Hallo Günther, Eine Optik wird durch den Test nicht besser und man sieht auch nicht mehr. mir ist derzeit ein Test total egal. Würde mir einer nachweisen, dass ich eine besch... Optik hätte, würde mir nur ein Spruch einfallen: "Soviel Spaß für wenig Strehl"  (die Melodie könnt ihr euch ja denken) Dass das Ausarbeiten einer möglichen Lösung nicht einfach wird, dachte ich mir schon. Und "Messen" ist halt immer so eine fehlerbehaftete Sache. Aber ein Versuch wäre sicher hilfreicher, als endloses Gejammer und Geschimpfe. Denn davon wird es garantiert nicht besser. Gruß, Robert
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#927896 - 17/06/2012 13:02
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Blackbert]
Hallo Robert,
hm... ich könnte mir zumindest vorstellen, mal einen Artikel auf die Homepage zu bringen, in dem ich mal die wesentlichen Stellen eines Zygo-Ausdrucks beleuchte, allen Voran die Stellen, wo Abschaltungen notiert sind. Der schreibt sich aber nicht über Nacht, weil ich da erstmal ein paar eingeweihte drauf schauen lassen würde, ob was fehlt oder verfehlt ist.
Clear Skies Sven
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#927905 - 17/06/2012 13:26
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Sven_Wienstein]
Hallo Sven, hm... ich könnte mir zumindest vorstellen, mal einen Artikel auf die Homepage zu bringen, in dem ich mal die wesentlichen Stellen eines Zygo-Ausdrucks beleuchte, allen Voran die Stellen, wo Abschaltungen notiert sind. Das wäre sicher ein hilfreicher Anfang  Damit könnten Laien für dieses Thema etwas sensibilisiert werden und etwas kritischer an die Sache herangehen bzw. schon erkennen, wie aussagekräftig ein konkreter Test ist. Das dennoch ein Test auch "falsch" bzw. fehlerhaft sein kann, ist mir natürlich bewusst. Da muss man halt etwas Vetrauen aufbringen. Der schreibt sich aber nicht über Nacht,... Ist schon klar. Aber besser, als diese Diskussion über Tage & Nächte hinweg weiterzuführen  Gruß, Robert
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#927911 - 17/06/2012 13:47
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: Blackbert]
Hallo Sven, diese Idee halte ich auch für wesentlich konstruktiver als eine zünftige A.de Schlägerei  . Nur für die Sensibilisierung der User fände ich es noch hilfreicher, wenn Du mal einen Artikel schreiben würdest (am besten mit Bildern), wie sich unterschiedliche Strehlwerte wirklich bei der realen Beobachtung auswirken. Irgendwie kommt das bei Dir immer wieder so rüber (auch hier im Thread) [wenn das auch sicher so von Dir nicht gemeint ist]: <MitleidigesLächeln> Ein Strehl von 0,85 ist ja schön, aber damit siehst Du nur die Hälfte des Objekts.</MitleidigesLächeln>. Interessant wäre auch, wie der Zusammenhang zwischen Strehlwert und dem Aufwand bei der Fertigung (sprich dem Preis) aussieht. Es erwartet ja auch niemand, dass ein 10.000€ Kleinwagen die Qualitäten eines Porsche hat. Was ich mir dabei vorstelle: Ein hervorragendes Beispiel wie ich meine sind die Artikel von Binoviewer zum Thema, was der Beobachter von verschiedenden Fernrohröffnungen erwarten kann. CS Volker
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#927942 - 17/06/2012 15:06
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: AstroRider]
hallo Sven,
finde ich gut wenn du als kritischer und unabhängiger Geist sowas bringst, helfe gerne dabei wenn du was brauchst. Optisches Basiswissen, praxisgerecht und anschaulich verpackt, davon kann es nicht genug im Netz geben!
Ein weitaus grösserer Teil der Sternfreunde bekommt aber auch zu weit defokussierte Sterntests als "Nachweis" serviert, hier täte Aufklärung noch mehr not. Sowie eine Aufklärung wie ein wirklich aussagekräftiger Ronchitest aussieht, insbesondere dass der bei schnellen Öffnungsverhältnissen sehr unempfindlich wird und als "Nachweis" nicht viel taugt.
lg Tommy
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#927946 - 17/06/2012 15:15
Re: Unabhängige Selbstkontrolle - nicht bei Prüfern!
[Re: AstroRider]
Hi Leute,
Sven hat da wirklich eine sehr gute Idee!
Eine Optik mit einem hohen Strehl ist eine ganz wuderbare Sache. Ich sehe das derzeit immer wieder an meinem 6" F/6 Newton. Ich hatte mal sehr lange einen 8" F/6 Newton dessen Optik so knapp beugungsbegrenzt war und der macht heute noch jemandem Spass (der weiß, dass der Hauptspiegel Durchschnittsware ist!).
Es galang mir durch einige Optimierungen und Umbauten, dass das komplette Teleskop die Beugungsgrenze hielt, mit dem Resultat, dass es kaum einen 8-Zöller gab, hinter dem sich dieses Teleskop verstecken musste, auch bei Mond- und Plantenbeobachtungen im Hochvergrößerungsbereich nicht. Im Gegenteil, es gab auch Treffen mit größeren Teleskopen, auch mit ausgewiesenem höhren Strehl des HS, die da nicht so wirklich überzeugend abgeschnitten haben. Ein HS mit 0,98er Strehl nutzt nichts, wenn das Teleskop drumherum eine Fehlkonstruktion ist.
Das Teleskop muss die Justierung halten, auch beim Schwenken, der OAZ sollte nicht in den Tubus und vor den HS ragen, die Lagerung von HS und FS sollte keine Fehler einführen, der FS muss qualitätsmäßig passen und so weiter. Streu-/Störlichtschutz, thermische und mechanische Beherrschung sind Pflicht. Dann macht eine sehr gute Optik wirklich einen großen Unterschied. Leute die darauf aus sind wollen gute Spiegel für die Beobachtung und dann auch gegebenenfalls ein ehrliches Zertifikat.
Strehljunkies wollen sicher auch ein ehrliches, aussagekräftiges Zertifikat wenn sie den Spiegel aufgrund des Zertifikats kaufen, ob sie mit dem guten Spiegel dann wirklich was anfangen können, sei dahin gestellt. Ob und wann man ihnen wieder beibringen kann, dass echte 0,9 bis 0,95 locker reichen ebenfalls.
Gruß Günther
Bearbeitet von MootzGMS (17/06/2012 15:19)
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Überprüft, was immer auch geschrieben steht, wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht. Das mehrt die eigene Erfahrung und bringt so manche Offenbarung.
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