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#932642 - 05/07/2012 20:36
Re: Curiosity's Seven Minutes of Terror
[Re: winnie]
Ouh mannomannomann. Wegen den 7 Minuten habe ich extra meinen Urlaub 7 Tage nach hinten verschoben. Hoffentlich haben die sich da nirgends verrechnet. Meilen hier, Kilometer da? Von den Informationen her ist das Video genial. Die Version 1.0 mag ich allerdings wegen seiner (absolut passenden) Knackigkeit doch noch etwas mehr. http://www.youtube.com/watch?v=tZRXwRybb1Ihttp://marsrover.nasa.gov/gallery/video/challenges.htmlSchön laut aufdrehen! Werde langsam nevös  Gruß Ma
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#939017 - 05/08/2012 13:49
Re: Curiosity's Seven Minutes of Terror
[Re: Maetes]
Wenn ich das sehe mit all den Fragezeichen, die ich als völlig unbeteiligter Laie schon sehe, dann frage ich mich, wie das klappen soll...
Ich befürchte ja, die Mission scheitert...
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#939026 - 05/08/2012 14:23
Re: Curiosity's Seven Minutes of Terror
[Re: Friedel]
Gemäss Millionen(!) von Simulationen die vom JPL durchgeführt wurden, liegt die Versagenswahrscheinlichkeit bei 1,7%, also ziemlich niedrig. Dazu den höchsten Beitrag liefert, man höre und staune, mit 1%... der Fallschirm!! Soll heissen, **eigentlich** müsste die Landung klappen. Das wahre Problem sind die sog. "unbekannten Einflüsse", also mögliche Probleme, auf die keiner gekommen ist und die folglich nicht simuliert wurden. Ich persönlich bin optimistisch dass es klappt!  Schliesslich ist der Mars ja kein völlig "Unbekannter" mehr. Sonnige Grüsse vom MittelMeerDobservatorio Thorsten
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#939033 - 05/08/2012 14:41
Re: Curiosity's Seven Minutes of Terror
[Re: Friedel]
Moin! Wie Thorsten schon schreibt: Die Techniker werden sich ganz genau überlegt haben, welche und warum genau diese Landemethode ausgewählt wurde. Schließlich gilt es, ein Fahrzeug von Kleinwagen-Größe und gut 900 Kilo Masse sanft zu Boden zu bringen. Einfach ist das nicht, vor allem, wenn kaum Atmosphäre zum Bremsen vorhanden ist und der Abstieg vom Gerät autonom ausgeführt werden muß. Man hat diesmal auch nur einen Versuch, das ist das Hauptproblem. Aber die USA haben schon Erfahrung mit unterschiedlichen Landesystemen: Viking in den 70ern landete schon autonom auf Raketenstrahl (bis zum MSL die schwersten Geräte, die auf Mars abgesetzt wurden). Pathfinder und die beiden MER-Rover wurden mit der abenteuerlichen Prallsack-Methode zu Boden gebracht - auch das hat geklappt, obwohl diese Landemethode damals völlig neu war. Hoffen wir mal das Beste für morgen früh, denn wenn das Teil nicht funktioniert, dann wird das für lange Zeit der letzte Rover auf Mars gewesen sein.
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#939067 - 05/08/2012 16:48
Re: Curiosity's Seven Minutes of Terror
[Re: Etamin]
Das waren die Russen, nicht die Amis... Es waren also doch die ersten Prallsack-Landungen auf Mars , wobei die Schwerkraft in dem Fall mehr als doppelt so hoch ist wie auf dem Mond (38% zu 16% des Erdwertes).
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#939072 - 05/08/2012 16:53
Re: Curiosity's Seven Minutes of Terror
[Re: winnie]
@winnie: Auf dem Mars schon, aber es handelt sich nicht um eine "damals völlig neu"e Methode. @zyklop: Die Marsatmosphäre ist sehr dünn. Das Abbremsen der vergleichsweise schweren Nutzlast geschieht schon "auf den letzten Drücker". Deshalb landet man unter "Meeresspiegelhöhe". Je länger der Weg, umso mehr Geschwindigkeit wird abgebaut. Die Airbags für das große Gefährt würden dann so schwer sein, dass man auf Nutzlast verzichten müsste. Man würde dann wieder einen kleineren Rover nehmen müssen ... Gegenwärtig forscht man an entfaltbaren Hitzeschilden, die bei großer Fläche und geringer Masse eine deutlichere Abbremsung bewerkstelligen könnten. Die Entwicklung zielt (gegenwärtig) tatsächlich in erster Linie auf künftige Marsmissionen. Gruß, Günther.
Bearbeitet von Etamin (05/08/2012 17:02)
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#939074 - 05/08/2012 16:54
Re: Curiosity's Seven Minutes of Terror
[Re: Etamin]
Wer recht hat, gibt einen aus...  Auf Mars war's eine neue Landetechnik, da beißt die Maus keinen Faden ab. Genausogut kann man schreiben, daß´die Skycrane-Technik, die morgen beim MSL zum Einsatz kommt, auch nicht "völlig neu" ist. So werfen die Amis ihre Panzer ab... 
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#939080 - 05/08/2012 17:00
Re: Curiosity's Seven Minutes of Terror
[Re: winnie]
Nun, dann nimm es einfach als zusätzliche Information: Sonnensystemweit war es keine neue Technologie.
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#939091 - 05/08/2012 17:23
Re: Curiosity's Seven Minutes of Terror
[Re: Etamin]
Man kann sogar sagen: galaxisweit!  Auf der Suche anch dem Prallsack von Luna 9 bin ich nicht fündig geworden. Auf dieser Seite (runterscrollen bis etwa Mitte) ist das Luna-9-Landeverfahren dargestellt, aber von irgendwelchen Parllsäcken sehe ich da nix. Ich glaub', wir belassen es mal dabei.
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#939103 - 05/08/2012 18:33
Re: Curiosity's Seven Minutes of Terror
[Re: winnie]
Man kann sogar sagen: galaxisweit!  Auf der Suche anch dem Prallsack von Luna 9 bin ich nicht fündig geworden. Auf dieser Seite (runterscrollen bis etwa Mitte) ist das Luna-9-Landeverfahren dargestellt, aber von irgendwelchen Parllsäcken sehe ich da nix. Ich glaub', wir belassen es mal dabei. Ich habe es hier in einem Buch. Irgendwo auf der Luna-Seite von Bernd Leitenberger findet sich auch etwas: "Transportiert wurde er von einem viel größeren Bus. Diese besaß eine eigene Steuereinrichtung mit optischen Sensoren, Kreiseln und einer Funkeinrichtung. Erstmals war auch eine Kurskorrektur (ab Luna 5) möglich. Die Steuerungseinheit wurde in 8300 km Höhe zum Mond so ausgerichtet, dass das Triebwerk nach unten zeigte. In 75 km Höhe wurde es durch einen Radarhöhenmesser aktiviert und bremste die Kapsel ab. In 25 km Höhe wurden die Airbags der Landesonde aufgeblasen auf 1 Bar Druck. Erst kurz vor der Oberfläche wurde die Landekapsel von der Bussektion abgetrennt und landete sanft durch Airbags." http://www.bernd-leitenberger.de/luna.shtmlIn der englischen Wikipedia steht auf der Luna-9-Seite: "The automatic lunar station that achieved the landing weighed 99 kilograms (220 lb). It used a landing bag to survive the impact speed of 54 kilometres per hour (34 mph)." http://en.wikipedia.org/wiki/Luna_9Von RKK Energia gibt es (bei Astronautics.com) auch Bilder von den damaligen Tests auf der Erde . Sieht natürlich nicht so elegant aus, wie bei den Marsrovern. Ist aber eben schon 46 Jahre her. http://www.astronautix.com/graphics/q/qe6bagts.jpgGruß, Günther. @Zyklop: Auf raumfahrer.net läuft eine Wette mit 100 Raumcon-Talern. http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=11148.0
Bearbeitet von Etamin (05/08/2012 18:51)
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#939171 - 05/08/2012 22:18
Re: Curiosity's Seven Minutes of Terror
[Re: Etamin]
So, zurück vom Strand, auch schon brav nach dem Mars geschaut (so billig wie jetzt gibt's den für lange nicht mehr  ), und hier im Forum wird vergnüglich gestritten. Da mach ich doch glatt mit, allerdings zu den Lunas kann ich nix beitragen. Dafür zu dem: Etamin/Günther: Die Marsatmosphäre ist sehr dünn. Das Abbremsen der vergleichsweise schweren Nutzlast geschieht schon "auf den letzten Drücker". Deshalb landet man unter "Meeresspiegelhöhe". Je länger der Weg, umso mehr Geschwindigkeit wird abgebaut. Gerade das mit dem tiefgelegenen Landeplatz stimmt für den MSL nicht mehr. Dank der aktiven Lageregelung während des Eintritts lässt sich die Bahn "strecken" und etwas anheben. Dass der Landeplatz dennoch so tief liegt, hat diesesmal rein wissenschaftliche Gründe. (Quelle: Weiss nicht mehr, vermutlich (wie so oft) Emily.) Gruss Thorsten
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#939283 - 06/08/2012 12:56
Re: Curiosity's Seven Minutes of Terror
[Re: MiMeDo]
Hallo Thorsten, ich kenne es so, dass der Landepunkt nicht höher als 1 km über NN liegen darf. Curiosity ist ja deutlich schwerer als die bisherigen Rover. http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/curiosity/gale_krater.shtml (8. Absatz) Ist schon toll, dass alles so wunderbar geklappt hat! Gruß, Günther.
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#939297 - 06/08/2012 13:45
Re: Curiosity's Seven Minutes of Terror
[Re: Etamin]
Hallo Günther, dann sind wir uns ja einig. Laut Wikipedia musste der Landeort der MER mindestens 1,3km UNTER NN liegen. Also ein "Fortschritt" von 2,3km...  (der allerdings diesesmal gar nicht genutzt wurde) Gruss Thorsten
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