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#930336 - 26/06/2012 11:44
Merkurs Tag und Jahr
Hallo alle, vorweg: Ich bin kein Astronom (weder professionell, noch Hobby), sondern nur astronomisch interessierter Laie und möchte euer Forum quasi missbrauchen für meine astronomischen Fragen, wenn das recht ist. Heute habe ich auf Facebook erfahren, dass ein Merkur -Jahr gleich der Länge von 1,5 Merkur -Tagen ist. In Wikipedia überprüft, nachgerechnet, es stimmt wirklich genau (99,993 %). Und das haut mich um. Auf nineplanets.org steht: It is now known that Mercury rotates three times in two of its years. Mercury is the only body in the solar system known to have an orbital/rotational resonance with a ratio other than 1:1 (though many have no resonances at all). Scheinbar weiß man noch gar nicht, *warum* da so ist... oder doch? Mir fällt kein Grund ein, wie sich eine solche Resonanz ergeben sollte. Weiß jemand etwas dazu?
Bearbeitet von KnightMove (26/06/2012 11:46)
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Hallo KnightMove, das habe ich auch schon gelesen, dass auf Merkur die Jahre nur so fliegen und die Tage dafür ewig dauern. Interessant ist auch die Vermutung, dass der Merkur früher ein Mond der Venus war - sozusagen von der Venus in einen eigene Umlaufbahn geflüchtet. Venus und Merkur sind die einzigsten Planeten im Sonnensystem, welche ohne natürliche Begleiter um die Sonne kreisen. Daher vielleicht die langsame Rotation. Grüße! Bocian
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Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. (W. Brandt)
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Moin Namenloser! Lies dazu bitte den Wiki-Arikel Merkur, Abschnitt Rotation - wahlweise auch die englische Variante!
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Auf nineplanets.org steht: It is now known that Mercury rotates three times in two of its years. Mercury is the only body in the solar system known to have an orbital/rotational resonance with a ratio other than 1:1 (though many have no resonances at all). Außer solchen Spin/Orbit-Resonanzen, bei denen Spin und Orbit miteinander korreliert sind, gibt es bei hinreichend dicht stehenden Orbits auch Korrelationen der Umlaufzeiten. Bekannte Beispiele dafür sind die inneren drei Galileischen Monde (Io, Europa, Ganymed), deren Umlaufzeiten in ganzzahligen Verhältnissen von 1:2:4 zueinander stehen. Interessant sind auch die benachbarten Saturnmonde Titan und Hyperion, deren Umlaufzeiten in einem ganzzahligen Verhältnis von 3:4 stehen. Die benachbarten Uranusmonde Titania und Oberon haben ebenfalls stark korrellierte Orbits mit Umlaufzeiten von nahezu 2:3. Scheinbar weiß man noch gar nicht, *warum* da so ist... oder doch? Mir fällt kein Grund ein, wie sich eine solche Resonanz ergeben sollte. Weiß jemand etwas dazu? Grundsätzlich glaubt man schon die Ursache für solche Resonanzen zu verstehen. Bei engen Begegnungen kommt es zu starken Bahnstörungen, die sich dann soweit aufschaukeln können, bis die Orbits im Takt zueinander stehen. Solche Effekte kann man auch gut im Computer simulieren. Bei Spin/Orbit Resonanzen wie bei unserem Erdmond oder bei Merkur spielt die Vorgeschichte eine wesentliche Rolle. Als diese Körper noch flüssig waren, wurde ihre Eigenrotation von einem gewaltigen Gezeitenwulst abgebremst, und zwar solange bis die Spinperiode in Resonanz zu ihrer Orbitperiode kam. Die eigenrtige 3:2 Spin/Orbit-Resonanz bei Merkur steht dabei in Zusammenhang mit seiner elliptischen Bahnform, welche unter dem Einfluss der übrigen Planeten stark oszilliert. Mercury Spin-Orbit ResonanceSimulations indicate that the orbital eccentricity of Mercury varies chaotically from nearly zero (circular) to more than 0.45 over millions of years due to perturbations from the other planets. This is thought to explain Mercury's 3:2 spin-orbit resonance (rather than the more usual 1:1), since this state is more likely to arise during a period of high eccentricity. Numerical simulations show that a future secular orbital resonant perihelion interaction with Jupiter may cause the eccentricity of Mercury's orbit to increase to the point where there is a 1% chance that the planet may collide with Venus within the next five billion years. Interessant ist übrigens auch die Venus Venus - Orbit and Rotation Venus orbits the Sun at an average distance of about 0.72 AU (108,000,000 km), and completes an orbit every 224.65 days. Venus rotates clockwise (called "retrograde" rotation) once every 243 Earth days—by far the slowest rotation period of any major planet. Because of the retrograde rotation, the length of a solar day on Venus is significantly shorter than the sidereal day. As a result of Venus 's relatively long solar day, one Venusian year is about 1.92 Venusian days long. To an observer on the surface of Venus , the Sun would appear to rise in the west and set in the east and the time from one sunrise to the next would be 116.75 Earth days (making the Venusian solar day shorter than Mercury's 176 Earth days).
A curious aspect of the Venusian orbit and rotation periods is the 584-day average interval between successive close approaches to the Earth is almost exactly equal to five Venusian solar days. However, the hypothesis of a spin-orbit resonance with Earth has been discounted.
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