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#933856 - 12/07/2012 08:45
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: alexw231]
den ganzen Chinesen, die mit den teuren Okularen richtig absahnen... Genauso sehe ich das auch. Es wird ein Chinese mit dem Optikdesign beauftragt (das kostet vermutlich wirklich eine entsprechende Summe wenn der Mann gut ist). Eine chinesische Firma liefert das Glas und die Hülle. Ein Chinese baut das zusammen. Es wäre mal echt witzig, "Markt-Check" damit zu beauftragen herauszufinden, wie hoch die Produktionskosten hier wirklich sind.
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#933862 - 12/07/2012 09:38
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: Thiel]
Hallo Peter,
bevor Du hier weiter polemisierst, solltest Du erstmal nach China fahren und Dich mit den Gegebenheiten dort vertraut machen.
Ich war selbst nicht da, kenne aber jemanden, der es war. Der ist jedenfalls sehr beeindruckt, wie modern es dort zugeht.
Hochtechnologie ist genauso teuer wie hier, denn die Maschinen, so sie dort nicht selbst hergestellt werden, kommen aus Ländern wie Deutschland oder USA und allen anderen Ländern, die Spitzentechnologie anbieten. Und bedient werden diese Maschinen von sehr gut ausgebildeten Fachkräften.
Ich glaube nicht, dass da ein angelernter Arbeiter mit Schleifpad die Linsen für die Okulare von Hand für einen Niedrigstlohn schleift.
Gruß André
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#933869 - 12/07/2012 10:15
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: Thiel]
Das geht aber bei Optik nicht einfach so. Man sollte sich vor solchen Äußerungen mal einen Überblick zu den aus China verfügbaren Qualitäten machen. Dass von dort nur Gammel kommt ist seit einigen Jahren schon vom Tisch. Nicht erst seit dem ES 14mm 100° was ich kenne, kann man in China High-End produzieren. Ob auch entwickeln... nun... entweder man hat Televue das Design der Ethos abgekauft, oder... in China ehrt die Kopie den Uhrheber.
Klar ist aber, dass völlig unabhängig vom Herkunftsland jeder Anbieter den Preis macht, den der Markt her gibt. Etwas, das gerade die lautesten Schreier auch selbst für sich in Anspruch nehmen.
Clear Skies Sven
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#933870 - 12/07/2012 10:18
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: Thiel]
...wie hoch die Produktionskosten hier wirklich sind. Hast Du schon jemals was verkauft? Oder wenigstens den Versuch unternommen? Der Preis ist immer das, wo sich Angebot und Nachfrage treffen. Im Gegensatz zu Monopolpreisen (Gas Wasser Strom) gibt es bei Okularen keinen direkten oder indirekten Kauf-Zwang. Dein Gejammere hört sich aber genau so an - als würdest Du gezwungen und könntest es nicht bezahlen  Mitleidige Grüße Kai
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#933891 - 12/07/2012 11:52
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: juristicus]
Hallo! Wirds nicht gekauft, wirds irgendwann billiger, findet es aber genug Abnehmer, dann ist es schön für den Produzenten. ... findet es aber genug Abnehmer, dann wird sich die Konkurrenz ebenfalls auf dieses Marktsegment stürzen. Und da werden dann genügend dabei sein, die über den Preis und nicht über die Qualität verkaufen (müssen). Grüße Maximilian PS: Kann man bei 120 Grad Gesichtsfeld eigentlich schon mit beiden Augen durch das Okular schauen? Dann wäre das ja eine preiswerte Alternative zum Binoanastz... (falls noch Verkaufsargumente nötig sein sollten  )
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#933899 - 12/07/2012 12:22
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: MeadeEurope]
Ab jetzt mußt Du nackig und ungepflegt durchs Leben gehen.  Touche. Wäre doch mal lustig splitternackt mit zwei 120° an dem Bino zu spechteln ... http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbth...fur_#Post913888Jetzt aber wieder zum Topic: sind eigentlich noch längere Brennweiten geplant bzw. möglich?
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#934235 - 14/07/2012 10:28
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: Thiel]
Ja, wie ist es denn nun, dieses Okular? Kennt jemand einen Erfahrungsbericht?
Gruß Rolf
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#934274 - 14/07/2012 14:01
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: rolf]
Rolf
vergleichbar mit Ethos, negativ anzumerken ist der Augenabstand , kommt an Ethos nicht ran, ist eher wie bei dem Nagler 20 mm Typ II, ich kann damit sehr gut leben, wers nicht möchte, für den ist das Okular nicht gedacht
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#934769 - 16/07/2012 14:52
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: Thiel]
nein für Brillenträger gar nicht geeignet
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#935055 - 17/07/2012 19:56
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: MLudes]
Hallo zusammen,
gibt es denn für so ein Oku ähnliche Aufsätze wie sie TV mit Dioptrix anbietet, bzw. wird so etwas in absehbarer Zeit als Zubehör angeboten? Dann wäre es evtl. auch für Brillenträger interessant...sonst kann man es in erster Linie technisch (und nicht preislich) vergessen...wenn man Brillenträger ist und Asti-Korrektur benötigt.
Gruß Werner
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#935059 - 17/07/2012 20:13
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: ws_mak12]
Hallo Werner, nachdem auch bei den Ethos die Erfahrungen mit Dioptrx durchaus gemischt sind, dürfte bei 120° und kürzerem Augenabstand kein Kraut mehr gegen den Astigmatismus gewachsen sein. Ausser man führt den Asti vor dem Brennpunkt ein, dann braucht man keine Linse mehr zwischen Auge und Okular. Dürfte aber doch recht aufwändig werden. CS Arnold
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#935079 - 17/07/2012 21:07
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: Arnold3]
Hi Arnold
das währe eine Forderung nach Teleskopen mit Astigmatusmuss ? Jipii, endlich mal dezentierte Optiken auf Wunsch , grins
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#935116 - 17/07/2012 22:41
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: MLudes]
Hallo Markus, ja, ein Teleskop mit Asti. Aber noch dazu unterschiedlich stark je nach Beobachter und Okularbrennweite  . Eine einfache Zylinderoptik knapp vor dem Brennpunkt dürfte da nicht ausreichen. Nun ja, mein Spiegel hat schon mal Asti durch die laterale Lagerung. Aber viel zu schwach und nicht ausreichend reproduzierbar  CS Arnold
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#935401 - 19/07/2012 14:00
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: Radfahrer]
Mein allererste Auto war ein Golf I, der war so schlecht, dass der TÜV nach 6 Jahren wörtlich in´s Protokoll geschrieben hat: "KFZ verbraucht". Ich habe nie wieder einen VW gekauft und werde es auch nicht künftig tun.
Hallo Uwe, musste ja nun mal darüber etwas schmunzeln, ja lachen... habe in den späten 70er dienstlich einen VW Käfer gefahren (Postkäfer, 6 Voltanlage!) habe mir auch nie einen VW gekauft... beste Grüsse Manfred
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#935823 - 21/07/2012 18:03
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: Arnold3]
Hallo Arnold,
ich beobachte grundsätzlich bei AP> ca.1 mm mit Brille und benötige demnach einen größeren Augenabstand von mindestens 20 mm, besser noch ein wenig mehr. Ist halt bei vorliegendem Oku nicht gegegeben, daher für mich so nicht nutzbar. Mit dem Brillenglas ist alles perfekt korrigiert (zum Glück) und ich benötige auf diese Weise Dioptrix an meinen Okularen nicht, da ich alle längerbrennweitigen nach diesem Muster (ausreichender Augenabstand) gekauft habe. Ab ca. 1 mm AP und kleiner kann ich ohne Brille ohne jegliche Einbuße schauen. Nur komme ich leider nicht in den Genuß von Oku's wie Ethos oder das hier vorgestellte, da hier meine AP>1 mm wäre. Die Verzeichnung wäre zu groß.
Deswegen fragte ich nach möglichen Lösungen bezüglich Asti-Korrektur. Dein Vorschlag wäre ein sehr individuelles Gerät, könnte nur bei wenigen von 1 Mio Usern ohne Einbuße gewinnbringend genutzt werden und würde wohl auch nur bei immer gleichem Einblickswinkel in das Okular funktionieren.
Viele Grüße Werner
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#937606 - 29/07/2012 14:25
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: Thiel]
Hallo Peter, von Optik-Design habe relativ wenig Ahnung, aber wäre es denn möglich eine Art 2" Einschraubfilter gegen Asti herzustellen? Wenn ja, wäre das eine riesige Marktlücke.
das wäre aus optischer Sicht kein Problem. Hierzu wäre eine torische Deformation einer Fläche dieses Glases nötig. Es ergeben sich aber mechanische Schwierigkeiten und auch die Herstellung so eines Korrekturglases in der nötigen Präzision wäre sicher nichtganz einfach. Positioniert man das Korrekturglas vor dem Okular ergibt sich das Problem das wir hier einen Lichtkegel entsprechend dem Öffnungsverhältnis des Teleskops haben. Das Ausmaß der Korrekturwirkung eines entsprechenden Glases also des durch dieses eingeführten Asti ist hier vom Öffnungsverhältnis und vom Fokusabstand abhängig. Das ist hinter dem Okular anders, hier haben wir es mit einem parallelen Strahlenverlauf zu tun der erst durch die Augenlinse wieder in einem Fokus vereinigt wird. Der Abstand des Korrekturglases zum Auge oder Okular in diesem parallelen Strahlverlauf spielt also keine Rolle. Nur die Orientierung dieses Glases, also die Achse muss auch hier beachtet werden. Man benötigt neben dem Zylinderwert immer auch die Orientierung der Achse um eine passende Brille zu bestellen. Bei einer Brille sitzt das Glas fest im Gestell und so ist dessen Stellung fest bestimmt. Bei einem in das Okular eingeschraubtem Korrekturglas egal ob davor oder dahinter ist dessen Stellung natürlich nicht bestimmt. Man kann das Okular ja in seiner Aufnahme drehen wie man möchte. Das wäre das 1. Problem. Kommt das Korrekturglas vor das Okular kommt die schon erwähnte Abhängigkeit vom Öffnungsverhältnis und Fokusabstand hinzu. Es müsste also eine Verstellmöglichkeit des Fokusabstandes geschaffen werden um ein anpassen an unterschiedliche Öffnungsverhältnisse und Abstände der Feldblende unterschiedlicher Okulare in Relation zum Korrekturglas zu ermöglichen. Man könnte dann aber im Gegenzug durch verändern des Fokusabstandes mit einem Korrekturglas auch unterschiedlich starke Asti korrigieren. Das einfachste für Brillenträger wäre schlicht die Verwendung von Kontaktlinsen. Auch diese werden für die passende Achse gefertigt und nehmen automatisch die richtige Orientierung ein. Grüße Gerd
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#937666 - 29/07/2012 17:55
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: Gerd_Duering]
Hallo Gerd, Du schreibst: Bei einer Brille sitzt das Glas fest im Gestell und so ist dessen Stellung fest bestimmt.
Tja, schon, nur das Auge muss auch in der definierten Position möglichst gerade durch die Brille schauen. Ein seitliches Drehen/Kippen des Kopfes bewirkt bei stärkerem Asti schnell eine signifikante Verschlechterung. Sowie: Das einfachste für Brillenträger wäre schlicht die Verwendung von Kontaktlinsen. Auch diese werden für die passende Achse gefertigt und nehmen automatisch die richtige Orientierung ein.
Das Thema kenne ich persönich, da über lange Jahre selbst ausprobiert. Funktioniert nicht immer und bei jedem so dolle...Es gibt in der Praxis auch einige Nachteile, deswegen beobachte ich jetzt lieber wieder mit Brille. Viele Grüße Werner
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#943853 - 26/08/2012 00:28
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: Thiel]
Netter Preis... aber falls einer der Leute die es gekauft haben es auf das nächste Teleskop Treffen mitbringen, so sollen sie sich mal melden, durchschauen kostet ja Gott sei dank nichts 
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#948016 - 12/09/2012 15:48
Re: Explore Scientific - Unglaublich hoher Preis.
[Re: Kerlon]
Durchschauen kostet nichts? Warum denn? Biete auf dem Astrotreffen an, dass man kostenlos durch ein gutes Okular mit derselben Brennweite gucken darf oder gegen einen Obulus durch das neue sündhaft teure Okular. Vielleicht gewinnt man dadurch einen besseren Einblick in die Ausgabebereitschaft der Menschen.
Abgesehen davon finde ich diese Diskussion sehr interessant. Über teure Preise in der Astronomie kann ich mich nicht aufregen. Wer mit einem geringen Budget eine gute Teleskopausrüstung kaufen möchte, findet auf dem GebrauchtmMarkt eine Vielzahl von hervorragenden Instrumenten zu Spottpreisen. Vor kurzem bot hier jemand Celestron C8 mit Piratenkiste an und verlangte dafür 250 €. Das Teleskop soll im guten Zustand gewesen sein. Das war sehr billig.
Wer gelegentlich die Anzeigen auf dem Gebrauchtmarkt checkt, wird immer wieder Angebote finden, die deutlich machen, dass für sehr wenig Geld gute Teleskope zu haben sind. Aber auch neue Geräte unterscheiden sich mehr durch ihre Preisspanne als durch ihre Qualität. Man nehme einen Skywatcher 80ED, 100ED und 120 ED. Diese Teleskope haben ausgezeichnete Objektive und selbst die billigeren Apo-Serien vom selben Hersteller sind optisch ausgezeichnet. Einige Käufer tunen diese Geräte durch den Austausch der Fokussierer. Es scheint mir, als ob in solchen Fällen Geld ohne technischen Mehrwert ausgegeben wird, aber die Käufer wollen es so. Zumindest kann ich nicht behaupten, dass der TS-Fokussierer an meinem Skywatcher 80ED Pro, der mir gebraucht in dieser Kombination verkauft wurde, einen Vorteil brächte. Trotz der günstigen Geräte mit einem extrem guten Preis-/Leistungsverhältnis gibt es Käufer für sehr viel teurere Teleskope, die eher theoretisch etwas besser sind. Ich kann mich eines Vergleichs mit der Bootsfahrerrei nicht erwehren. Häufig fahre ich auf meinem alten Boot auf der Havel in Berlin spazieren. Ich gehöre zu den langsamen Fahrern, die in Ruhe die Landschaft vorbeiziehen lassen. Gerne bei einer Tasse Kaffee und ich habe nichts gegen ein Stück Kuchen. Manchmal wirft man den Anker und döst in einer ruhigen Bucht auf dem Boot oder geht baden. Immer wieder sehe ich andere Menschen, die genau das gleiche auf ihren Booten machen. Fast jeder winkt dem anderen Größen zu. Das ist eine gemütliche Gemeinschaft in Booten, deren Längen sich üblicherweise zwischen 6 und knapp 15 m bewegen. Der eine fährt ein gebrauchtes Schiff für 3000 € oder andere eine dicke Yacht, die mehrere 100.000 € gekostet hat. Die Kosten für die Liegeplätze der Boote unterscheiden sich beträchtlich. Das gleiche gilt für den zeitlichen und finanziellen Aufwand zur Pflege und zum Unterhalt der Fahrzeuge. Aber letztlich sitzen die Leute bei gutem Wetter halb bekleidet in ähnlichen Posen auf diesem Booten und machen das gleiche. Sie sehen das gleiche, sie erleben das gleiche und viel von dem Komfort, den sich einige mit teurem Geld erkauft haben, wird nie gebraucht. Abgesehen davon gibt es teure Boote, die jahrelang gar nicht bewegt werden. Dennoch möchten ihre Eigener sie nicht verkaufen. Auf diesem Gebiet wird in viel krasserer Form als in der Astronomie sichtbar, dass viele Menschen gerne und bereitwillig sehr viel Geld für etwas ausgeben, was sich andere Leute mit einem erheblich geringeren finanziellen Aufwand ebenfalls leisten. Es gibt sogar Dinge, von deren Existenz vernünftige und gut gebildete Leute, die nicht Boot fahren, nichts ahnen. Zum Beispiel Bezüge für die Fender, den luftgefüllten Plastikbehältern, die an der Bordwand baumeln, um eine direkte Berührung der Bote mit Stegen oder anderen Booten zu vermeiden. Für diese Fender kann man sich Bezüge bestellen, in die sogar der Name des Bootes eingestickt wird, womöglich in Gold auf dunklem Marineblau. Ob die zum Teil horrenden Ausgaben für derartigen Firlefanz überhaupt einen Gegenwert zur Geldausgabe bieten, vermag ich als sparsamer Mensch nicht zu beurteilen. Aber die Existenz solcher Dinge, ihre sichtbare Häufigkeit und die hohen Preise sprechen eine deutliche Sprache. Ja, es gibt Menschen die gerne und bereitwillig Summen, die anderen Menschen sehr hoch erscheinen, für so was ausgeben. Erfreulicherweise ist der Genuss einer gemütlichen Fahrt im Boot nicht abhängig von einem dicken Geldbeutel. Diese Tatsache ist nicht mal ein Geheimnis. Die Beteiligten sind gut informiert, sie kennen die Preisunterschiede und denjenigen, die viel Geld ausgeben, ist es wahrscheinlich vollkommen egal, ob das ökonomisch sinnvoll ist. Sie geben es aus und wahrscheinlich stehen sie sogar nachhaltig dazu. Schön ist hierbei, dass derjenige mit einem schmalen Geldbeutel sich durch einen überquellenden Gebrauchtmarkt den gleichen Spaß zum Spottpreis leisten kann. Gut betuchte Leute, die viel Geld für Dinge ausgeben, sind deswegen nicht doof. Viele Menschen, die sich über teure Preise für Gegenstände aufregen, würden wahrscheinlich dasselbe tun, wenn sie das Geld hätten. Seien wir froh, dass neben den teuren Produkten viele andere verfügbar sind, die nur einen Bruchteil kosten, aber praktisch (fast) den gleichen Spaß bieten. In dem Sinne mag irgend ein Hersteller gerne eine Okularserie auf den Markt bringen, von der jedes Exemplar 1.000.000 € kostet. Ein solcher Sachverhalt vermindert nicht die Verfügbarkeit von preisgünstigen Alternativen, die einem jahrelang nette Beobachtungen am Teleskop ermöglichen.
Ich teste gerade ein Diktiersystem. Sorry, falls deswegen irgendwo Unsinn steht, der mir entgangen ist.
Tom
Bearbeitet von sindbad (12/09/2012 16:38)
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