Die Wetterprognosen für den Nordwesten waren wie schon beim Venustransit eher schlecht. Doch diesmal konnte ich nicht bis Rügen flüchten. Überraschend klarte es dann vor Mitternacht doch auf, statt der angekündigten Polarlichter war die Milchstraße wieder zu sehen, die hellen Nächte gehen nun schon zu Ende.
Ab 3.20 Uhr stand ich am Stadtrand auf einer Lichtung, der Mond tauchte aus den letzten horizontnahen Wolken auf und daneben stand der helle
Jupiter .


Langsam glitt die Sichel auf den Planeten zu, bei guten 10° Höhe waren die Monde so nah am Erdmond nicht im Fernglas zu erkennen. Es dauerte eine Weile, bis
Jupiter endgültig verschwunden war.
Doch nun waren
Venus und Aldebaran unterhalb des Mondes zu bestaunen. Etwa 20 Minuten dauerte nun die Jupiterbedeckung, der Mond war schön mit Erdlicht zu sehen, der Himmel war klar. Mit 9°C war es für die Jahreszeit recht frisch, aber es blieb windstill und ich war gut angezogen...

Ab 4.14 Uhr glimmte am oberen Mondrand dann ein Lichtpunkt, der bald heller und größer wurde.
Jupiter erschien am dunklen Mondrand. Was für ein Anblick! Und das mit dem aufgehellten Himmel als Hintergrund. Wie gemalt...

Das Erscheinen der Jupitermonde war im Fernglas nicht erkennbar, fotografisch ließen sie sich aber dann auch in der hellen Dämmerung um kurz vor 4.30 Uhr MESZ noch nachweisen.
Sureal, wie der
Jupiter als heller Lichtpunkt auf der Mondsichel thronte. Trotz der zunehmenden Morgenhelle war
Jupiter nahe dem Mond noch bis 5 Uhr gut zu sehen.
Dann hieß es aber Schlafen gehen.


Die nächsten gut beobachtbaren Jupiterbedeckungen von Deutschland aus am dunklen Himmel folgen erst am 20.01.2031 und 22.11.2034!
Mein Video:
http://www.youtube.com/watch?v=_Wx0FkHIpTM