Teleskop: Celestron Nexstar 127 SLT
Okulare: Scopos 18mm/65°SGF, Skywatcher SP32mm
Filter: Seben CLR, TS UHC-L
Literatur/SW: Die Messier-Objekte, Deep Sky Reiseführer, Carte du Ciel
Ort: heimische Terrasse, Region Düsseldorf
Zeit: 21.07.2012, 2245-0030 MESZ
Grenzgröße (fst): 5,0mag (00.00 Uhr)
Beobachtete Objekte: hauptsächlich
Offene Sternhaufen, Kugelsternhaufen im Schützen und Schlangenträger
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Ich habe es ja schon fast nicht mehr für möglich gehalten, dass sich hinter den Wolken noch ein Himmel verbirgt. Heute Abend gegen 21.30 Uhr hat sich die Bewölkung dann ENDLICH aufgelöst. Wurde auch Zeit - hoffentlich bleibt der Sommer für ein paar Tage.
Also Teleskop raus und warten...
Um ca. 22.35 Uhr strahlte auf ca. 165° und 30° Höhe ein Objekt auf und wanderte langsam nach oben. Dabei wurde es langsam dunkler (ähnlich der ISS). Die sollte allerdings heute um die Zeit keinen Überflug haben. Auch Iridium Flares waren eigentlich keine angesagt. Ich muss mal in Calsky graben, welcher Satellit das gewesen sein könnte.

Mit Deep Sky habe ich gegen 22.45 Uhr mit M16 losgelegt. Allerdings habe ich nur den offenen Sternhaufen und nicht den Adlernebel sehen können. War ja auch nicht anders zu erwarten, daher war nich nicht enttäuscht.
Weiter ging's mit weiteren offenen Sternhaufen (M18, M25, M21, M23 und M26). Aufgrund des recht hellen Himmels waren die alle samt nicht so richtig prächtig - lediglich M25 zeigte mehr Sterne und sah schon beeindruckend aus. Unter einem dunklen Landhimmel müsste der wirklich hübsch sein.
Jetzt mal ein paar Kugelsternhaufen, die mir noch auf der Liste fehlten: M28, M22 und M71. Auch diese waren unter meinem vom Flughafen im Westen und der Düsseldorfer Innenstadt im Süden erhellten Himmel nicht wirklich spektakulär. Also mehr zum Abhaken auf der Liste.
Mein etwas eingeschränkter Horizont auf der heimischen Terrasse machte es außerdem notwendig, immer mal wieder auf dem Rechner nachzusehen, welches Messier-Objekt denn gerade in der Lücke zwischen zwei Häusern horizontnah zu beobachten war. Auf M28 und M22 musste ich warten, bis sie hinter dem Nachbarhaus auftauchten.
Jetzt mal ein Wechsel zu bereits bekannten Highlights: Ringnebel (M57) und Hantelnebel (M27). Beide hatte ich früher schon mit dem Lidlscope beobachtet. Mit dem MAK kommen sie natürlich noch besser zur Geltung: Beim Ringnebel war die Ringstruktur sehr schön sichtbar und beim Hantelnebel habe ich die "eingedrückte" Form gut sehen können. Bei beiden Nebeln habe ich mit Filtern etwas rumprobiert. Letztlich brachte der Seben CLR das schönste Bild. Der TS UHC-L dunkelte im 18mm Okular bereits zu sehr ab. Ich meine der MAK ist ja nun auch kein Öffnungswunder.
Wo ich den Filter schon eingeschraubt hatte mal ein Versuch mit dem blinkenden Nebel NGC6826. Mit Filter und 18mm Okular liess er sich recht gut im sternreichen Hintergrund finden. Allerdings habe ich den Zentralstern nicht sehen können. Dies klappte besser ohne Filter. Ich hab's im 32er Super Plössl erkennen können. Beim direkten Sehen der Zentralstern, beim indirekten der Nebel. Auch hier hat der MAK nicht genug Öffnung um diesen Effekt mit höheren Vergrößerungen
Nachdem ich das Teleskop wieder abgebaut habe, noch ein letzter Blick mit dem unbewaffneten Auge. Ja, ich glaube, dass ich die Milchstraße im Schwan und Adler erahnen konnte.
Fazit: Nach langer Durststrecke endlich mal wieder Sternenstaunen. Hoffentlich hält sich das Wetter noch etwas.

Grüße,
Achim