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robse Offline
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Beiträge: 604
#937742 - 29/07/2012 23:17 Was "braucht" man fuer Planeten mit kleinem Mak


Hallo

es gibt ja auch Leute, die schon mit einem Dobson per Hand nachgeschubst Planeten gefilmt/fotografiert haben...

Wenn ich nun einen Skywatcher 5" Mak nehme (ab 6" wirds zwar besser aber auch merklich teurer) und mit einer 3x Barlow und Webcam oder DMK auf Planetenjagd gehe, was muss da mindestens drunter?

Geht das auch mit einer einfachen Montierung mit eher schlechtem PE sofern die den Mak relativ steif traegt? Sorry wegen der bloeden Frage, aber gerade machte ich mich im Netz auf die Suche und fand nur so Zeugs wie "mind. EQ6 mit Pec braucht man schon fuer Planeten" etc...

Dabei - so glaube ich mich zu erinnern - habe ich in der Vergangenheit auch anderes gelesen. Und wenn ich nun in die Fotogalerie schaue, da wird bei den Planeten meist alles aufgezaehlt - ausser die Monti natuerlich confused

Also ausgehend von 5" MAK und ca. 4.5m Brennweite und einer Webcam oder DMK, darfs da auch beispielsweise eine NEQ3 mit einfacher Nachfuehrung werden?

CS
Robse
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resuah Online   content
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Beiträge: 1327
Ort: Balingen, BW, Deutschland
#937748 - 29/07/2012 23:36 Re: Was "braucht" man fuer Planeten mit kleinem Mak [Re: robse]


Hallo Robse,

eine stabile Montierung macht z.B. das Fokusieren einfacher, weil weniger wackelt.

Solange der Wind nicht zu stark bläst, kannst Du deinen 5" MAK gedrost auf eine Montierung wie die Astro-5 vergl. mit der EQ5 (GP-Klon) montieren. Eine EQ6 benötigst Du definitiv nicht.

Die NEQ3 kenne ich nicht. Ich habe jedoch auf einer Astro5 sowohl mit einem 150/750 und einem 200/800 Newton erfolgreich Planeten fotografiert.

Der PE wird zwar bei den hohen Brennweiten und der kleinen Chipfläche sichtbar, kann aber ohne Probleme manuell über die Handsteuerung korrigiert werden.

Da Du vermutlich die Montierung nicht dauerhaft draußen stehen lassen kannst, wird sich auch der Einnordnungsfehler bemerkbar machen. Das heißt, dass nach ein paar Minuten der Planet eh wieder per Handsteuerung zentriert werden muß.

Gruß
MArtin
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robse Offline
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Registriert: 15/12/2005
Beiträge: 604
#937768 - 30/07/2012 07:08 Re: Was "braucht" man fuer Planeten mit kleinem Mak [Re: resuah]


Hallo Martin


Danke fuer Deine Antwort!

Ich moechte die Montierung auf dem Balkon lassen. Fuer ausserhalb der Stadt stehen keine Planeten auf dem Programm und da werde ich die HEQ5 verwenden. Diese soll aber im Wagen bleiben und etwas Guenstiges stattdessen auf dem Balkon stehen bleiben.

Klar, das mit dem Fokussieren war mir bewusst. Einnorden koennte ich die Montie allerdings in aller Ruhe. Es gehen mir nur um den eher schlechten PE und die nicht so tollen Motoren. Ich meine, selbst mit einer Astro 3 geht Mond und Sonne bei 700mm Brennweite. Aber wie sieht es eben bei 4500mm aus? Bin ich da dennoch auf der sicheren Seite weil ich irgendwas um 15-60 Bilder die Sekunde mache?

CS
Robse
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Frabo Offline
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Registriert: 14/02/2010
Beiträge: 82
#937793 - 30/07/2012 10:06 Re: Was "braucht" man fuer Planeten mit kleinem Mak [Re: robse]


Hallo Robse,

es geht mit dem Equipment sicherlich auch mit der NEQ-3, jedoch würde ich dir ebenso wie Martin die Klasse ab NEQ-5 empfehlen. Ich habe mit der EQ 5 und einem 5"-Mak mit 3x Barlow schöne Planetenaufnahmen gemacht, da konnte auch der Wind schon ein wenig wehen. Bei der EQ 3 wird das Ganze deutlich "zittriger".
Mir war es nachher selbst mit der EQ 5 zu wackelig; mit der EQ 6, die ich jetzt habe, ist der 5-Zoll-Mak superruhig; ich benutze ihn jedoch nur noch selten, da ich jetzt bei ruhigem Wetter mit meinem Zehnzollnewton auf Planetenjagd gehe. Der Nachteil - und das ist m.E. der einzige - ist, dass die EQ 6 deutlich mehr wiegt. Schreibe mir mal, wie du dich entschieden hast und welche Erfahrungen du gesammelt hast.

Liebe Grüße
Frank

hoch
resuah Online   content
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Registriert: 25/02/2007
Beiträge: 1327
Ort: Balingen, BW, Deutschland
#937800 - 30/07/2012 10:58 Re: Was "braucht" man fuer Planeten mit kleinem Mak [Re: robse]


Antwort auf:
Es gehen mir nur um den eher schlechten PE und die nicht so tollen Motoren. Ich meine, selbst mit einer Astro 3 geht Mond und Sonne bei 700mm Brennweite. Aber wie sieht es eben bei 4500mm aus? Bin ich da dennoch auf der sicheren Seite weil ich irgendwas um 15-60 Bilder die Sekunde mache?


Die Einzelbelichtungszeit wird mit der DMK so um die 1/60 sec liegen, abhängig vom Planeten, der BW und der eingesetzten Filter.

Damit spielt der PE natürlich keine Rolle. Es ist ja eben so, dass Du beim Planetenfotografieren eine kurze Einzelbelichtungszeoit anstrebst um selbst bei üblem seeing noch ein paar scharfe Einzelbilder zu bekommen.

Dennoch: Wenn Dir die paar Euro mehr nichts ausmachen, dann greif zur EQ5 oder hab etwas Geduld und suche was stabiles und günstiges aus dem Biete-Board.

Grüße
MArtin

Gruß
Martin
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robse Offline
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Beiträge: 604
#937921 - 30/07/2012 21:09 Re: Was "braucht" man fuer Planeten mit kleinem Mak [Re: resuah]


Hallo

ich Danke Euch fuer die Hilfe. Ich werde mich dann mit der Zeit im Biete Forum umsehen.

VG
Robse
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Sternenfee123 Offline
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Registriert: 22/06/2010
Beiträge: 1380
#937930 - 30/07/2012 21:55 Re: Was "braucht" man fuer Planeten mit kleinem Mak [Re: robse]


Hi Robse,

Antwort auf:
Wenn ich nun einen Skywatcher 5" Mak nehme (ab 6" wirds zwar besser aber auch merklich teurer) und mit einer 3x Barlow und Webcam oder DMK auf Planetenjagd gehe, was muss da mindestens drunter?


Minimum: eine NP auf einem guten Stativ mit 2-Achs Steuerung. Ich habe jahrelang mit meiner martelalten motorisierten NP + Sinus von Boxdörfer auf einem klapprigen Alustativ so gearbeitet. 100/500 Fraunhofer in schweren Rohrschellen + Barlow, 100/1000 Russentonne + Barlow und auch einen 150/750 Skywatcher Newton mit Okularprojektion und Filterrad hab ich da drauf geschnallt und Planeten gemacht. Mit dem 6"er war die Kombination dann nur noch mit zusätzlichem Gegengewicht auf der Stange austarierbar. Und diese Lösung war dann grenzwertig. Das Scharfstellen war mit 2x bzw. 3x Barlow oder auch Okularprojektion ein echter Kampf. Aber es hat funktioniert. Ich hab hunderte schöne Planetenaufnahmen gemacht. smile

Alles, was besser von der Tragekraft ist, macht es einfacher. super

Antwort auf:
Geht das auch mit einer einfachen Montierung mit eher schlechtem PE sofern die den Mak relativ steif traegt?


PEC ist für Planeten absolut egal. totlach

Es muß auch nicht eingescheinert werden. Einnorden reicht völlig aus. Wenn der Planet ohne Korrektur visuell 5 Minuten mit einem kurzbrennweitigen Okular im Gesichtsfeld bleibt, dann kannst Du während der Aufnahme die Drift durch falsche Aufstellung mit der Handsteuerung korrigieren. Aber es muß eine Verstellung in beiden Achsen möglich sein... Selbst wenn der Planet angeschnitten wird, weil Du dabei zu langsam bist, können hinterher die Stackingprogramme diese Bilder aussortieren...

Mit der Webcam kannst 3 Minuten draufhalten, ehe bei Planeten durch ihre Eigenrotation die Details verwischt werden.
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Grüsse & CS

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Christian_P Offline
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#938020 - 31/07/2012 11:56 Re: Was "braucht" man fuer Planeten mit kleinem Mak [Re: Sternenfee123]


Hallo Robse

Im Biete-Forum wird gerade ein 127er Mak angeboten, wenn ich mich nicht irre.

Her Wellmann macht in seinem Tutorial eine Aussage über die notwendige Montierung eines Teleskops zur Planeten/Mond(Video)fotografie.

Je höher die Qualität der Montierung und je genauer die Ausrichtung, desto besser. Aber es geht mit Kompromissen natürlich auch mit weniger immer was (siehe Dobson nachschubsen...).

Die Software (Registax, Giotto, etc.) selektiert unbrauchbare Bilder, die durch Unzulänglichkeiten wie z.B. die Montierung entstehen. So werden zum Beispiel durch Schwingungen der Montierung verzerrte Bilder aussortiert.


viele Grüße
Christian
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