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#940303 - 10/08/2012 20:01
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: MootzGMS]
Danke Günther  - einen "giant leap for mankind" wird mein bescheidener Achtzöller aber sicher nicht bedeuten 
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#940598 - 12/08/2012 14:53
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo, letzter Schritt: Montage des Hauptspiegels. Dazu muss ich etwas ausholen... Die Brennweite des Hauptspiegels, zusammen mit der gewünschten Lage des Fokus (BüT) bestimmt, auf welcher Höhe im Tubus der HS montiert werden muss. Bei meinem Design war ich von 1200mm Brennweite ausgegangen, plus ein paar mm Sicherheit, denn Robert schreibt auf seiner Website: Focal length tolerance: minus 1/8", plus 1/4" from advertised predicted length. Woran ich aber nicht gedacht hatte: Wenn ein US-Bürger 8" f/6 sagt, dann meint er das wörtlich (nicht so wie wir Europäer, die 8" f/6 ohne weiteres synonym mit 200/1200 verwenden...) sprich: die Zielbrennweite ist 48", entsprechend 1219.2mm. Und da die Toleranz an der langen Seite lag, war die Brennweite am Ende ca. 1225 mm. Damit würden aber die Klammern des HS-Trägers in Fokuslage schon aus dem Tubus ragen, was natürlich so nicht geht. Insofern ging auch gestern mein Versuch schief, die HS-Einbaulage am Mond festzulegen, also mit einer weißen Plastikfolie über dem OAZ. Also musste der HS-Träger Höhe sparen. Kein unlösbares Problem: die oberen Klammern, die bei einem "non-conical" den Spiegel greifen würde, wurden abmontiert, und die Tubuswinkel nach oben umgekehrt. Damit das Ganze in den Tubus passt musste ich die Schenkel des Trägers leider um ein paar mm absägen. Daraufhin habe ich erneut mit der Taschenlampe den Fokus gemessen, und mir diesmal Mühe dabei gegeben. Heraus kam, dass der "gekürzte" HS-Träger mit seinen Justageschrauben noch 2mm innerhalb des Tubus liegen soll - also habe ich so gerade noch Glück gehabt. Zur Bestätigung habe ich den HS-Träger mit Spiegel gestern nacht einfach auf die Terrasse gestellt, das Rohr drübergestülpt (auch eine Art, ein Zenit-Teleskop zu bauen  ), und mit einem fokusneutralen Okular im OAZ ein paar Sternchen scharfgestellt. Das Ergebnis stimmte genau mit der Erwartung aus dem Taschenlampentest überein: der Fokus lag zwei Millimeter innerhalb der Ziellage. Die "Justage" des HS für diese Aktion lief übrigens nach dem Motto: Spiegelrand überall auf gleicher Höhe über Terrasse... Daraufhin wusste ich, wo zu bohren war, und der HS ist nun "drin". An meinem Tubus ist also praktisch jeden Millimeter genutzt... für eine ggf. nötige Lüfterkonstruktion werde ich wohl ein wenig tricksen müssen. Überraschend war für mich, mit welcher Leichtigkeit mein Achtzöller länger wurde als jeder kommerzielle Zehnzöller: erstens wegen f/6 (die meisten Zehnzöller haben f/5 und weniger), zweitens wegen dem Tubusüberhang vorne (bei mir etwas mehr als der Tubus-Durchmesser, sonst wird das gerne eingespart und durch eine Tau/Sreulichtkappe ersetzt), drittens wegen enger Fokuslage. Mit reichlich Toleranz konnte und wollte ich also nicht mehr arbeiten, denn ich habe meinen Kofferraum vorher ausgemessen. Jetzt folgt noch die Grundjustage, und heute Nacht hoffe ich auf FL-taugliches Wetter. Gruß, Werner
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 Beschreibung: HS eingebaut
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#940720 - 12/08/2012 22:56
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo,
es ist ein eher kurzes "zeroth light" geworden - da ich morgen wieder arbeiten muss kann ich nicht warten und hoffen, dass die fast durchgehenden Cirrus-Wolken sich verziehen. Ein paar Lücken gab es aber, die für den einen oder anderen Test gut waren.
Fokussieren und Peilen klappen gut. Vega hat sich freiwillig gemeldet zum Sucher-Justieren (ich hoffe, das ist nur einmal nötig), und dabei erfreulich schwache Spikes gezeigt. Gute Spinne. Wo ich schon in der Gegend war (woanders gab's sowieso hauptsächlich Wolken): epsilon Lyrae. Keine Herausforderung für 'nen Achtzöller natürlich, aber: dass epsilon2 schon bei 41-facher Vergrößerung (Pentax XW 30) klar elongiert erscheint, das kannte ich so noch nicht. Bei 88-fach (XW 14) waren epsilon1 und epsilon2 schon klar getrennt, mit Schwarz dazwischen. Ich finde, das lässt sich nicht schlecht an - für Vergleichsdaten wäre ich hier dankbar!
Für ein "gültiges" First Light muss ich einen Tag abwarten, an dem Rasalgethi sichtbar ist (heute durchgehend zugezirrt) - denn so wird das Teleskop heißen.
Gruß, Werner
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#940780 - 13/08/2012 11:07
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Moin Werner, Das ist ja mal fein geworden... Hoffe Du hast noch viel Glück mit dem Scope! Nächste Woche stelle ich auch mal meinen Baubericht hier im Forum fertig, und vielleicht löse ich ja auch bis dahin noch das Problem dass ich mit dem sicher immer verstellenden Sucher habe  Also, weiter viel Erfolg, Ernie
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Hallo Werner
Erstmal meinen Glückwunsch zu deinem Selbstbau. Ich verfolge den Thread immer mal nebenbei und er ist sehr interessant.
Ich würde gern fragen wie schwer der komplette Tubus mit Optik ist. Da ich auch eine GM8 habe würde mich das sehr interessieren. Ich hoffe ich habe es oben nicht irgendwo überlesen.
Also, das Newton gefällt mir sehr gut. Diese Größe würde mich auch interessieren. Einfach toll!
bis dann Christian
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Hallo Ernie und Christian,
vielen Dank für Eure Glückwünsche!
Ob der Sucher die Justage hält werde ich nach dem nächsten Einsatz, vorzugsweise nach Transport, gerne berichten.
Was das Gewicht angeht - hier habe ich nicht allzu viel Wert drauf gelegt, denn ich hatte keine echte Sorge, die visuelle Tragkraft der GM-8 zu überschreiten. Gewicht gespart habe ich nur, wo ich das ohne jede Sorge um Justierstabilität tun konnte. Hier die Beiträge:
OTA (mit Spiegeln): 8,0 kg Schellen/Schienen: 4,3 kg Sucherkonstruktion mit Okular: 1,2 kg (ohne Okular 1.0kg). Wenn man noch ein typisches Okular mit gut 400g dazunimmt landet man bei einem Gesamtgewicht von knapp 14 kg. Nach meinem Empfinden kommt die GM-8 noch gut damit klar.
Natürlich gäbe es jede Menge Sparpotential: Aramidlaminat-Tubus, leichtere Schellen, leichtere Schienen (jedenfalls oben), leichtere 3"-Klemme für den Sucher (diese hier hält auch einen Ochsen ;-)
Vermutlich kommt man unter 10kg Gesamtgewicht, wenn man sich Mühe gibt. Wenn ich das aber gemacht hätte, wäre ich jetzt schon zwingend auf der Suche nach einem APO der 70er-Klasse plus 2"-Amiciprisma plus Übersichtsokular, um den Sucher damit zu ersetzen ;-)
Gruß, Werner
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#941351 - 15/08/2012 17:59
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Doch schon schwer das Ganze. Aber beim Selbsbau auch noch auf Gewicht achten? Selbsgebautes muss alles schön solide sein!  Viel Spaß damit! bis dann Christian
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Hallo Kollegen, es wird immer wieder in den Raum gestellt das man entweder leicht oder stabil bauen kann. Ich bin der Meinung das man unter Berücksichtigung der Stabilität ebenfalls leicht bauen kann. Die Carbontuben bieten hierfür eine sehr gute Grundlage. Man kann sich den Vorteil aber schnell wieder vermiesen wenn man schwere/grosse Rohrschellen oder sehr lange Schwalbenschwanz Schienen verwendet. Klaus Helmi liefert hier mit den neuen Tuben eine elegante Lösung. Die Tuben sind einseitig abgeflacht und man kann somit die Schiene direkt am Tubus befestigen. Warum die Schiene länger sein muß als die Aufnahme in der sie befestigt ist bleibt mir auch ein Rätsel. Ein weiterer Faktor kann aber auch der OAZ sein. Ich denke ein gäzlich neuer Ansatz der vereinzelt in Selbstbauprojekten bereits angewendet wird, ist es den klassischen OAZ mit Adaptern und Hülsen zu ersetzen. Wenn man z.B. "nur" fotografieren möchte braucht man oftmals keinen OAZ mit 50mm Verstellweg. Da reicht ein Adapter der ca. 5mm feinjustiert werden kann und direkt am Tubus angeschraubt wird. Ja ich weiss, fertige Lösungen gibt es dazu so gut wie keine. Aber solch eine Lösung bringt die Kamera sehr nah an den Tubus und somit kann der FS kleiner dimensioniert werden. D.h.wenn man will kann man sowohl stabil als auch leicht bauen. Nur "von der Stange" ist man hier ganz weit entfernt 
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#941361 - 15/08/2012 18:56
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: yukons]
Hallo,
wie schon gesagt: ich hätte sicher jede Menge Gewicht sparen können, wenn es mir wichtig gewesen wäre. Wenn es den damals schon gegeben hätte, hätte ich aber sicher einen schellenlosen, abgeflachten Helmi-Tubus genommen - und zwar primär wegen der kürzeren Hebel.
Meine Schiene habe ich reichlich ausgelegt, um die Kräfte an den Schellen zu begrenzen: ein 140cm-Tubus der klemmfest in einem 20cm überspannenden Schellenpaar steckt kann IMHO kein günstiges Schwingungsverhalten zeigen. Bei einem Flachtubus hätte ich sicher keine 17.25er Schienen genommen - aber auch keine Stummelchen.
Gruß, Werner
P.S.: Mit Flachtubus bräuchte der "Visuelle" allerdings einen OAZ-Rotationsmechanismus...
Bearbeitet von Ifrit (15/08/2012 19:17) Bearbeitungsgrund: P.S.
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#942231 - 19/08/2012 20:38
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo, nach einem hastigen First Light an Rasalgethi letzte Woche (hach ist der schön  ) habe ich letzte Nacht unter guten Bedingungen den ersten echten Praxistest gemacht. Die Optik schlägt sich, soweit ich das mit meiner beschränkten Erfahrung und Vergleichsmöglichkeit beurteilen kann, sehr wacker. Wenn der Mond wieder da ist kann der Newton zeigen, was er kann, und Prüfsterne wie η CrB stehen auch noch an. Gestern war aber erst mal das Handling zu erproben. Ergebnis: mindestens eine Sache ist noch nicht praxistauglich. Wie Günther schon geahnt hat werde ich eine zusätzliche Peilmöglichkeit brauchen. Über die Schellenecken oder die Justierschrauben des Suchers komme ich bei echter Dunkelheit nicht gut klar. Selbst wenn ich sie sehe - ich sehe sie nicht gleichzeitig mit dem Sternenhimmel scharf (irgendwie logisch). Vom " Style" her passt der gute alte Rigel QuikFinder nicht so recht, aber er hat mir gefehlt. Also wird er wohl, erst mal mit Powerstrips "angebracht", aus der Mottenkiste herausklettern. Was mich wirklich an ihm stört ist die Basis, auf die ausschließlich der QF passt. Wenn er sich bewährt muss eine andere Befestigung her. Noch ein Fund: meinen Drehfokussierer musste ich heute nachjustieren: zufällig hatte ein freundlicher Mitbeobachter auch einen "Schulten", und hat mir eindrucksvoll vorgeführt wie seidig der laufen muss. Meiner war zu stramm eingestellt und ruckelte. Auch das Thema "thermische Beherrschung" bleibt auf der Agenda. Bisher möchte ich, wegen isolierendem Tubus, relativ offener Bauweise und Durchmesser mit "Luft" noch nicht aussschließen, dass Spiegel und Tubus auch "ohne" schnell und nachhaltig genug ins Gleichgewicht kommen. Bei Gelegenheit werde ich das in aller Ruhe am "kochenden Stern" ausprobieren und dann weitersehen. Einen Blendenring unterhalb des HS muss ich aber mindestens nachrüsten - im Moment gibts Falschlicht vom Boden (am HS vorbei). Gruß, Werner
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#942237 - 19/08/2012 21:07
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo Werner, na wenn das die einzigen Baustellen sind, die noch geschlossen werden müssen, dass hast Du ja keine Fehler gemacht. Herzlichen Glückwunsch zum gelungen Projekt und vie Spaß mit dem Newton.  Ich an Deiner Stelle würde den Falschlichteinfall von unten mit einer Lüfterplatte beheben. Komme gerade von einem kleinen Teleskoptreffen bei Korbach und dort hatte ich meine Lüfter demontiert, weil ich die Akkus zu Hause vergessen hatte. Ich habe immer geschrieben, meine Spiegel tauen nicht zu. Seit gestern auf heute Nacht stimmt das nicht mehr. Um 02.00 Uhr war der HS dicht. Interessanter Weise war die Nacht zuvor bis 04.00 Uhr nichts von Tau auf den Spiegeln zu bemerken, Juppi war am Morgen noch ein hIGHLIGHT MIT 12". Das Wetter hatte sich eigentlich kaum geändert, es war nur etwas wärmer geworden und auch über Nacht geblieben. In beiden Nächten zog die Wiese Tau und war klatschnass. Zu bemerken wäre noch, dass für die zweite Nacht ein Filterschieber in den Tubus eingebaut wurde (geniale Sache) und dann wurde bei zenithnahen Beobachtungen häufig die Taukappe entfernt um den Schieber zu bedienen. Da muss ich mir noch was für die Mechanik einfallen lassen. Nun gut, der FS war nicht von Tau betroffen, das hätte wegen der fehlenden Taukappe nahegelegen, sondern eben der HS. Gruß Günther
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Überprüft, was immer auch geschrieben steht, wenn selbst durchs Teleskop Ihr seht. Das mehrt die eigene Erfahrung und bringt so manche Offenbarung.
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#942718 - 21/08/2012 19:58
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: MootzGMS]
Hallo Günther,
vielen Dank, und ein Lüfter kommt wohl wirklich dran. Was das Tubus-seeing angeht, wie schon gesagt, hatte ich Hoffnung in nicht zu brauchen - aber das Stichwort "Tau" macht die Sache für mich klar. Thermik von der nassen Wiese durch den Tubus in Richtung Nachthimmel will ich nicht. Also saugender Lüfter.
Gruß, Werner
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#942986 - 22/08/2012 19:11
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo Werner,
auch von mir ein herzlichen Glückwunsch zum First Light! Schön das du uns an der Entstehungsgeschichte hast teilhaben lassen. Wirklich ein tolles Gerät und es funktioniert wie gedacht. Die Optimierungen kannst du ja jetzt in Ruhe angehen- die Basis steht und was zum Verbessern findet sich immer.
Gruß Thomas
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#944842 - 29/08/2012 20:44
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo, danke auch Dir, Thomas, für die Glückwünsche! Weiter mit ein paar kleinen Nacharbeiten. Den Fokus habe ich inzwischen mit Mondprojektion nachgemessen, er weicht höchstens 0.3mm von der Soll-Lage ab, da gibt's nichts mehr zu tun. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich die Fokuslagen meiner Okulare bestimmt. Habe wohl etwa 0.2mm Messgenauigkeit erreicht, hier die Ergebnisse: Pentax XW 30: -1.0mm Pentax XW 14: -0.1mm Pentax XW 7: -0.4mm Pentax XW 3.5: -0.4mm Die negativen Werte bedeuten: in Fokusposition mit dem Okular liegt die Okularauflage einwärts der Brennebene. Fazit hier: da das 30er ein klein wenig enger liegt als die 1.25er Kollegen, müsste man ein Reduzierstück mit negativem Verbrauch an optischem Weg einsetzen, um überhaupt nicht mehr nachfokussieren zu müssen. Mit meiner Lösung muss ich ca. 3mm nachfokussieren - auch OK. Zur optischen Leistung kann ich immer noch nicht viel sagen - Zeitmangel, Wolken und Seeing haben bisher ernsthafte Tests verhindert. Auffällig ist aber der Kontrast am Mond: die subtilen Grautöne um Tranquility Base herum sind sehr deutlich, fast plastisch, und das Schwarz in Schatten bei Terminatornähe ist wie ausgestanzt. Am Wochenende kommt der Lüfterdeckel, und das war's dann  Die Stromversorgung für Monti und Lüfter ist auch in Vorbereitung - siehe Bild. Gruß, Werner P.S.: Panasonic LC-X 1220P (20 Ah, klar überdimensioniert für ca. 7 Watt), MEC TriTask 150s 12-6 (6 Ampere max., IUoU)
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#944873 - 29/08/2012 22:55
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo Werner, Mein 8 1/4" Newton steckt in einem Iso-Tubus mit ca. 290 mm Innendurchmesser. Der Tubus hat einen saugenden Lüfter. Den kann ich nach ca. 20 Minuten Auskühlzeit abschalten. Das hat den gewaltigen Vorteil dass man sich um mechanische Schwingungen wg. Lüfterunwucht erst gar nicht kümmern muss. ...Thermik von der nassen Wiese durch den Tubus in Richtung Nachthimmel will ich nicht. Also saugender Lüfter. Ganz klar, wenn Lüfter dann natürlich saugend von oben nach unten. Normalerweise bleibt die relativ feuchte Luft dort wo es besonders kalt ist, nämlich am Boden. Abgesehen von der Feuchte wäre es völlig blödsinnig diese Luft gewaltsam nach oben in die deutlich wärmere Luft vor der Teleskopöffnung zu pusten. Gruß Kurt
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#946981 - 08/09/2012 12:15
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Kurt]
Hallo zusammen,
noch ein wirklich wichtiger Tipp an Unbedarfte:
Wer mit dem Concenter bei liegendem Tubus den HS ausrichtet und die Mittelmarkierung zwecks besserer Sichtbarkeit mit einer Taschenlampe anleuchtet, sollte die Taschenlampe zu diesem Zweck keinesfalls einfach in den Tubus legen.
Ich habe das gerade mit einer schönen, schweren Metalltaschenlampe ausprobiert, und den Tubus nach getaner Tat zügig wieder aufgerichtet, ohne die Taschenlampe zu entnehmen. Das Geräusch das entsteht wenn eine Maglite zunächst die Veloursfolie hinunterrutscht und dann am HS "stoppt" ist ungefähr pffffFFFFF_TACK!!. Nun habe ich einen HS mit einem ca. 2cm langen Sprung vom Rand nach innen (etwa 60° versetzt zur Einschlagstelle). Wie es weitergeht weiss ich noch nicht.
Gruß, Werner
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#946982 - 08/09/2012 12:28
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo Werner, ich kenne das zu gut und hoffe, dass es die Abbildung bei dir nicht nachteilig beeinflusst  Ich hatte bei meinem 114/900er Newton mal lange M8-Schrauben vom OAZ entfernt (ist eine eigenwillige Konstruktion). Eine Schraube musste sich unbedingt den HS mal näher anschauen und einen Kratzer an der HS-Mitte hinterlassen Dennoch Gratulation zu deinem gelungenen Projekt. Sieht sehr edel und durchdacht aus Gruß, Robert
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#947013 - 08/09/2012 15:49
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Blackbert]
hi, werner, mach dich bockig, haks als perfektionist einfach unter -[censored]- happens ab und hol dir einen neuen spiegel. schau dir den mal an: http://www.fernrohrmarkt.de/product_info.php?info=p194_Hauptspiegel-D8Z-8--f-6-ZeroExp--Premium.htmlwie schon gesagt, hab ich den, zwar vom wolfi, aber der ist wirklich nicht schlecht! wenn du mal googlest, wirst du getestete mit hohen strehlwerten finden. und...mit low expansion schaltest du gleich eine fehlerquelle mehr aus. lg., martin
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und zur concenter angelegenheit....
ich benutze die barlowed laser methode und die ist für mich perfekt.
die problematik der rotationskollimation des fangsspiegels kann man auch anders lösen. der böse gesperrte optikprüfer rooohr hat mich drauf gebracht ;-)
1.genauen justierlaser ohne barlow in der oaz reinstecken. 2.die justierschrauben vom fangspiegel und die halteschraube fangspiegel lösen, bis der fangspiegel völlig lose ist. 3.den lichtpunkt des lasers beobachten. verdreht man den fangspiegel, nähert sich der lichtpunkt an die mittenmarkierung des hauptspiegels an und bewegt sich in einer kreisbahn wieder weg. 4.den fangspiegel so verdrehen, daß er schon ohne die justierschrauben möglichst nahe an der mittenmarkierung liegt. halteschraube anziehen. man glaubt nicht, wie nahe da man schon kommt. 5.dann mit den justierschrauben fertigjustieren.
ein untrügliches zeichen der passenden rotation ist, wenn du mit den justierschrauben nur ganz wenig und ohne kraft einjustieren must. passt die rotation nämlich nicht, musst du den fangspiegel relativ stark verkippen und kannst das ganze trotzdem nicht ausgleichen und hast im üblichen falle keine völlige ausleuchtung.
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Hallo Martin, einen "konischen" wollte ich halt schon haben... nicht nur wegen schneller Auskühlung (da könnte man mit Zero Expansion auch drum herum arbeiten) und geringerem Gewicht (nicht mein Fokus), sondern vor allem wegen der genialen Aufhängung, die sicher und doch systembedingt frei von "Quetsch-Asti" ist... Einen barlowed Laser habe ich als Perfektionist natürlich auch, in 2"  Die Methode zur Einstellung der Fangspiegelrotation zeigt einen mir bisher nicht bekannten, interessanten Aspekt der Grundjustage, ersetzt aber IMHO den Concenter nicht ganz: die Tiefe bekommst Du damit nicht hundertprozentig hin, oder? Bei 2 würde ich hinzufügen: sicherstellen (Schieblehre-Tiefenmaß, nicht fallen lassen) dass alle 3 Schrauben gleich weit draußen sind. Das Concenter muss ich, im Gegensatz zu mir selbst, natürlich von jeder Schuld freisprechen. Gruß, Werner
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Hi Martin ,
kann Deinen Beitrag nur bestätigen !
Ich habe z.Zt. einen solchen guten NEUEN ZeroExpansion Spiegel im Biete-Board stehen : irgendjemand interessiert ?
Ach ja , wie konnte ichs vergessen : kluge Foren-Optiker haben ja den Leuten eingebleut , Zerodur sei unnütz , Flaschenglas-Spiegel seien viel billiger und genauso gut , man müßte halt nur ein bißchen länger auf Auskühlung warten ....
Nach meiner Erfahrung kann man da oft lange auf einen guten Strehl warten ... ,aber das Universum hat vieeeeeeeeeel Zeit .
quick
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#947101 - 09/09/2012 07:38
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Quick2001]
quick: höchstwahrscheinlich ist es sogar so, daß, wenn man das scope rausstellt, sich eine halbe stunde verdrückt und den lüfter laufen läßt, der spiegel in form kommt. hier wurde ein skywatcher spiegel ( schätze mal pyrex) bei orion.uk im hause getestet. ganz unten auf: http://stargazerslounge.com/topic/30673-orion-optics-v-skywatcher/page__st__180sehr interessant ist das recht gute maximalergebnis und vorallem der verlauf der meßergebnise über die auskühlung. ich persönlich habe für mich meine wahl getroffen. werner: ich würde den spiegel raushauen, weil die spannungsüberhöhung tief ins material ging. deine "kritik" an der herkömmlichen hauptspiegellagerung kann ich in der praxis nicht nachvollziehen. als ing. gefällt mir natürlich der neue ansatz von royce. seitdem ich meine intes mn´s habe, vertrete ich aber mehr den "russischen" ansatz. was gut genug ist, tuts auch. bei denen liegt z.b. der dicke meniskus direkt am schraubenkopf an und das funktioniert auch. gute herkömmliche spiegelzelle und gut ist. außerdem könntest du so die spiegelzelle wieder etwas nach vorne bekommen. zur fangspiegeltiefe: mache ich mit dem cheshire, ebenso wie die verifikation der justage am ende. bin übrigens gerade am fertigstellen eines 8"f6 mit gso lx spiegel, neumann-tubus, 16,5% obstruktion, carbonspinne, kineoptics drehfokussierer und lichtfalle gegenüber dem oaz. werd ich demnächst mal reinstellen. lg, martin
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Hallo Martin ,
erneut Zustimmung : alle meine ZeroExpansion Spiegel sind relativ dünn ( weniger als 20mm) und leicht , es gibt überhaupt keine Probleme,diese in guten Standard Spiegelzellen zu verwenden . Wozu da noch konische Form und zentrale Halterung wünschen ? Man kann auch mit Kanonenkugeln nach Spatzen schießen .
Den Test vom Skywatcher Spiegel bei Barry , Chef von Orion UK , halte ich persönlich für "positiv manipuliert " , in dem Sinne , daß ein guter Kandidat vorausgewählt wurde . Barry wollte vermutlich rechtlichen Problemen aus dem Weg gehen , wenn er einen Vergleich zwischen seinen Spiegeln und den der Konkurrenz veröffentlicht . Hätte er eine Gurke gemessen , die es bei Skywatcher sicherlich auch gibt , und hätte das öffentlich gemacht , hätte die Skywatcher Vertretung (Sitz in England) sicher reagiert .
quick
Bearbeitet von Quick2001 (09/09/2012 11:48)
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#947175 - 09/09/2012 12:51
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Quick2001]
Hallo Leute,
ich denke man sollte das Spiegelsubstrat nicht über- oder unterbewerten. Gerade bei Größen bis etwa 8" ist ein Spiegel aus Pyrex völlig ausreichend. Ich habe in einem belüfteten 240mm Tubus (Innendurchmesser) einen alten 8"f6 Pyrex Spiegel aus einem Meade Starfinder verbaut, ein mit fast 40mm Randdicke dicker Klotz, gelagert in einer Sechspunktzelle nach PLOPP. In Verbindung mit minimierter Obstruktion, gutem (!!) Fangspiegel und isoliertem Tubus ist die Abbildungsleistung höchst erbaulich. Die Fokuslage ist sehr niedrig über dem Tubus knapp auf die verwendeten Okulare abgestimmt, eine gebogene Spinne läßt Spikes verschwinden.
Dabei ist dieser Dobson quasi narrensicher in der Handhabung, Justierprobleme gibt es mit dem dickwandigen Hartpapiertubus gar keine, das heißt ich habe den Eimer einmal nach dem Zusammenbau justiert und dann nie wieder. Hinstellen, je nach Lüftereinsatz oder natürlichem Durchzug kann man nach etwa 10, spätestens 20 Minuten vergrößern was Seeing und Himmel hergeben.
Viele Grüße Felix
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Wenn man tot ist merkt man das nicht aber es ist schwer für die anderen.
Wenn man doof ist auch.
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#947183 - 09/09/2012 13:28
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Felix42]
Hallo Werner,
man da ist dir ja ein Ding passiert- zum Haare raufen. Ich habe ja auch in meiner langen Astrobastelzeit schon viel durch, aber einen Spiegel habe ich noch nicht geschafft. Ich kann da mitfühlen. Lass den Kopf nicht hängen und weiter gehts.
Zum Themas Spiegel: Ich finde die Aufhängung in der Spiegelmitte schon genial. Dadurch entfallen die Halteklammern und ihre unweigerlichen Auswirkungen auf die Abbildung. Sicher geht es auch mit, aber es sind eben die letzten Prozent für Perfektionisten.
Gruß Thomas
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Hallo Werner,
wie schon an anderer Stelle: Bevor der Spiegel totgeredet wird solltest Du ihn erst mal testen und schauen, was Du von der Macke siehst. Ich gebe Dir 95%, dass Du so gut wie nichts bis gar nichts davon siehst.
Gruß Günther
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#947221 - 09/09/2012 16:14
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: MootzGMS]
Hallo an alle,
danke für den Trost! Nachdem ich mir gestern das Teil im Sterntest angesehen und auch noch mal ein paar einfache Doppelsterne abgeklappert habe war der größte und am besten sichtbare Fehler das Tubus-Seeing, ansonsten komplett unauffällige Beugungsbilder. Deine 95% scheinen also zu treffen, Günther. Irgendwelche Auswirkungen der Macke (die vielleicht doch kein Sprung ist) konnte ich nicht entdecken, bin aber auch alles andere als ein erfahrener Star Tester.
Wahrscheinlich habe ich selber eine größere (mentale) Delle abgekriegt als der Spiegel, von dem im mich trennen werde wenn Robert einen neuen geliefert hat. Vielleicht macht der Traumaspiegel ja einen anderen Sternengucker glücklich, der dieses Erlebnis nicht teilt. Dass ich ein paar Monate das Ergebnis der eigenen Schusseligkeit vor Augen haben werde ist als Disziplinarmaßnahme wohl angemessen, aber zu "lebenslänglich" mag ich mich nicht verurteilen.
Gruß, Werner
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#948773 - 15/09/2012 14:51
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo, so, der gröbste Frust ist überwunden. Hoffentlich bekommt Robert noch mal etwa dieselbe Brennweite hin... Zum Lüfter: ich habe einen eher kleinen (50mm: Fractal Design FD-FAN-SSR2 50x50x10 von Alternate) genommen, der noch in den knappen Platz hineinpasst. 13 m^3/h bei Maximaldrehzahl klingen im Vergleich zu üblichen Gehäuselüftern der 120er-Klasse mickrig, reichen aber bei meinem Tubusvolumen von gut 60 Litern für 200 Luftwechsel pro Stunde. Das sollte reichen, und beim Runterregeln muss ich keine Angst haben, trotz Minimaldrehzahl immer noch vorbeifliegende Amseln einzusaugen  Außerdem habe ich eine Lüftersteuerung (Zalman FanMate2 Lüftersteuerung, ebenfalls Alternate) eingebaut, die noch in den Platz zwischen den Justierschrauben passt. Den Drehknopf kann man durch eine Bohrung im Deckel von außen bedienen. Kabelverbindungen jeweils gelötet und mit Schrumpfschlauch versehen. Stromversorgung erfolgt über die 12V out-Buchse der GM-8. Den Deckel habe ich aus Bastlerplatten aus dem Baumarkt gemacht (sehr bequem zu bearbeiten, aber kratzempfindlich); am Tubus befestigt wird er mit 10mm-Neodymmagneten, die ihre Gegenstücke an den Schenkeln der Hauptspiegelzelle (geklebt) haben. Zwischen den Magneten bleibt ca. 6mm Platz, das reicht für guten Halt ohne übermäßigen Kraftaufwand beim Lösen. (Mit Klemmdeckeln und ihrem Verhalten bei unterschiedlichen Temperaturen wollte ich mich nicht rumärgern). Einen weiteren Deckel gleicher Art aber ohne Lüfter habe ich für Transport und Aufbewahrung gemacht. Gruß, Werner
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#948940 - 16/09/2012 09:46
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo, hier noch schnell ein paar Bilder von meinem simplen "Powertank", der die oben schon erwähnte Batterie enthält. Auf 3A abgesichert mit Feinsicherung. Das Behältnis ist ein Waschmitteleimer aus dem Baumarkt, "astronomical grade" (denke ich mal  ). Die ganzen Kleinteile sind von Reichelt. Gruß, Werner P.S.: In geschlossenen Behältern wie diesen darf ein Bleiakku nicht geladen werden - Deckel auf, sonst Knallgasansammlung.
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#963591 - 12/11/2012 20:39
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo, als Lückenfüller beim Warten auf den neuen Spiegel und besseres Wetter hier mal ein kleines Möbelstück zum Raten "wozu" - das zweite Bild zeigt dann auch gleich die Lösung ;-) Sagte ich schon, dass der Newton so lang gemacht wurde, dass er noch in den Kofferraum passt?  Gruß, Werner
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#981780 - 26/01/2013 23:32
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo zusammen,
so, der "Neue" ist drin. Robert Royce hat die alte Brennweite auf ca. 2mm getroffen - das ist Zauberei! Buchstäblich: "works out of the box", ohne Nacharbeiten am Teleskop, um die knappe Auslegung wiederherzustellen.
Jetzt fehlt nur noch die Grobsucherlösung - wie gesagt, der oben erwähnte Winkelsucher ist zwar ganz nett, wenn ich im Niemandsland von Monoceros mit 'ner Mag10-Karte suche, aber: ich finde damit nur schlecht an den Start, und der provisorisch angeklebte Rigel Quikfinder ist Murks.
Wahrscheinlich ist die vorgesehene Optik schon in der Post - und sowas hat vielleicht noch kein einziger Mitleser?!?
Gruß, Werner
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#983836 - 04/02/2013 11:23
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo, bald ist der Newton wirklich richtig fertig (ich bastle zwar schon gerne, aber nicht um des Bastelns willen). Da sich ja herausgestellt hat, dass ich bei echter Dunkelheit durch Peilen über irgendwelche Ecken oder Schrauben nicht bequem genug ins Zielgebiet komme, um mit dem Sucher arbeiten zu können, braucht es noch eine Peilhilfe. Beim Stöbern bei Ihbäh bin ich auf eine Zieloptik für die russische RPG-7 Panzerfaust gestoßen, in der Sektion "Astronomisches Zubehör". Da sie ja genau dafür gedacht ist, an ein ordentliches Rohr montiert zu werden, bot sie sich für diesen Zweck fast zwingend an  . Steffen hat mir das Teil gewohnt gekonnt an einen Standard-Sucherfuß adaptiert, und da dabei auch die ursprüngliche Klemmvorrichtung abgetrennt wurde, ist sie jetzt zuverlässig demilitarisiert. Die Eckdaten: PGO-7B, ca. 13° Gesichtsfeld (der Kasten des Großen Wagens passt locker ganz rein), 2.7x vergrößernd, ca. 18mm Öffnung (somit ist auch die AP im vernünftigen Rahmen), aufrecht und seitenrichtig. Man erkennt den freiäugigen Anblick des Himmels sofort wieder. Außerdem gibt es eine justierbare, beleuchtbare Strichplatte - eine direkt einsetzbare Batterie kann man allerdings nicht kaufen, da werde ich noch was basteln müssen. Am Schalter für die Beleuchtung kann man bei Bedarf auch ein Pferd anbinden  Einen Nachteil muss ich erwähnen: zumindest mit der Original-Gummitülle muss ich die Brille abziehen. Gruß, Werner
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#983868 - 04/02/2013 12:50
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo Werner, ich habe deinen Bericht schon länger mit Interesse verfolgt. Die Idee mit der Panzerfaust Zieloptik ist ja wohl genial.  Auch die GM8 tut ihren Dienst, schön zu sehen, hab ja selbst eine! Viele Grüße, Christian 5*
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#983959 - 04/02/2013 19:44
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo Christian, danke für die Blumen (und Sterne)  . Eigentlich ist es ja gar nicht meine eigene Idee - keine Ahnung, wie der Verkäufer auf die Idee kam, das Zielfernrohr bei den Astro-Sachen einzustellen (normalerweise verkauft er russische Orden und Militärkleidung). Evtl. ist das ja in Russland üblich?! Gratuliere auch zur GM-8 - mir macht sie auch mit fast 15kg visuell noch Spaß. Gruß, Werner
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#984900 - 08/02/2013 22:31
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo, so, nun noch ein paar simple Wilcox-Rotationsringe angelegt, aus 8mm-Edelstahl-Endlosschlauchschellen sowie blauem Silikonschlauch mit 10mm Innendurchmesser aus dem Motorsportbedarf. So kann ich den Newton sicher und einfach rotieren: die Spannvorrichtung der oberen Rohrschellen habe ich gerade so fest eingestellt, dass man den Tubus in ihnen eben noch ohne Kraft drehen kann. Die unteren Rohrschellen habe ich aber so angezogen, dass sie das Rohr fest halten. Wenn ich drehen will, entriegele ich den Verschluss der unteren Schellen, ohne ihn auszuhaken. Wirklich öffnen kann sich ja nichts, weil die Schellen durch die beiden Schienen mit den geschlossenen oberen Schellen verbunden sind (sonst hätte ich die Ringe außerhalb der Schellen gesetzt). Und die Ringe, dazu sind sie da, verhindern ein Durchrutschen des Tubus. Gruß, Werner
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#998288 - 29/03/2013 20:05
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo,
ein kleines Update habe ich noch, bevor der Thread hier enden darf: Beim Auskühlen war immer wieder sphärische Aberration zu sehen, die dann im Gleichgewicht verschwand. Keine Überraschung: innen kühlt der Spiegel langsamer ab, und das ist grundsätzlich unvermeidlich. Aber: in diesem Fall, wo der "conical" außerdem außen deutlich dünner ist als innen, kann ein wenig Aufmerksamkeit für das Problem nicht schaden. Und wenn ich mir den Luftstrom vor Augen führe, den der Lüfter bisher erzeugt hat, ist er reichlich ungeschickt: aus dem Tubus erst zwischen Spiegelrand und Tubuswand durch, und dann ziemlich geradeaus Richtung Lüfter (siehe erstes Bild - in der Mitte sind Strömungshindernisse, am Rand nicht).
Deshalb habe ich heute eine Stauscheibe eingebaut, die den Luftstrom im wesentlichen durch die Mitte zwingt, so dass der ganze Rücken des Spiegels davon bestrichen wird. Mal sehen ob's hilft - schaden wird es kaum. Am Rand sind ca. 2mm Platz bis zur Tubuswand, damit nichts aneckt. Wie die meisten Schrauben, die ich nicht inspizieren kann, haben auch die drei die die Scheibe fixieren ein Tröpfchen leichtlösbaren Gewindekleber abbekommen.
Es folgt noch der Sonnenfilter und seine Befestigung, dann kann dieser Thread in den Ruhestand.
Gruß, Werner
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#998341 - 29/03/2013 21:51
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: G2_Astro]
keien Anngst vor Überkorrektur? Genau die will ich doch bekämpfen - im alten Setup habe ich (unbeabsichtigt) hauptsächlich den Rand gekühlt, jetzt hoffentlich den ganzen Spiegel. Gruß, Werner
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#998442 - 30/03/2013 12:37
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo Werner,
ein sehr interessanter, durchdachter und leicht zu verwirklichender Lösungsansatz für die verschärfte Problematik eines konischen Spiegelträgers. Der Thread sollte nicht voreilig zu Grabe getragen werden. Ich wüsste sehr gerne wie gut das funktioniert und belastbare Ergebnisse brauchen ihre Zeit.
Gruß Günther
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#998533 - 30/03/2013 18:31
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo Günther,
vielleicht steht ja heute Abend mal ein Stern in den angesagten Wolkenlücken. Dann sollte die Wirksamkeit der Stauscheibe durch eine Stunde Dauersterntest beim Abkühlen zu bewerten sein. Wenn das Seeing einigermaßen mitspielt jedenfalls.
Gruß, Werner
P.S. Auf der Gegenseite des Spiegels habe ich die Fuge zwischen Scheibenrand und Tubus mit einem umlaufenden Streifen PE-Schaum abgedichtet, damit es nicht zieht. Keine Befestigung nötig, der Streifen wird von den Tubuswinkeln getragen.
Bearbeitet von Ifrit (30/03/2013 18:36)
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#998610 - 31/03/2013 00:18
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: MootzGMS]
Hallo Günther,
die Wolkenlücke kam tatsächlich!
Start: ca. 22:00 Sterntest an Pollux Okular: 5mm Kasai Ortho mit Grünfilter
Außentemperatur: ca. 0°C Innentemperatur: ca. 22°C
Zum Zweck dieses Tests habe ich das Teleskop erst kurz vor der Benutzung aus dem Haus geholt. Den Lüfter habe ich zunächst ausgeschaltet gelassen.
22:10 erster Blick; Ergebnis: unglaublich miserabel. Ungelogen: ein Fokus ist kaum zu finden, der Stern total zerrissen, über ca. 1/5 des Gesichtsfeldes! Selbst bei 40x im Übersichtsokular sah das übel aus. Am defokussierten Stern (ca. 10 wave) ist die im Suiter für "tube currents" beschriebene "Beule" oben in der Scheibe deutlichst. Außerdem sieht die Scheibe aus, als ob eine schwarze Flamme davor brennt - tobende Schlieren, stets mehrere gleichzeitig.
Lüfter an: die Beule verschwindet nach weniger als einer Minute zumindest soweit, wie man das bei den Schlieren sehen kann. Schlieren über dem Spiegel bleiben unbeeinflusst.
22:15 Nach wie vor sind wilde Schlieren intrafokal zu sehen, im Fokus Doppel- und Dreifachbilder, aber immerhin: das Objekt kann ein Stern sein. Intra/extrafokaler Vergleich sieht am ehesten nach kräftiger Unterkorrektur(!) aus. Intrafokal der helle Ring außen und bei wenig Defokus sichtbarer "Fangspiegelschatten", extrafokal wesentlich mehr Defokus nötig.
22:25: Immer noch Schlieren intrafokal, aber meist nur eine oder zwei gleichzeitig, auch langsamer bewegt. Fokal sind erste Anzeichen von Beugungsringen sichtbar. Immer noch gelegentliche Doppelbilder; die Beugungsringe lassen in der Intensität nach außen nur langsam nach, etwa bis zu 5 sind gleichzeitig zu sehen - aber nur segmentweise (mit dem Auge zusammengepuzzelt). Unterkorrektur etwas geringer.
22:35 Die Schlieren werden weniger und sie fließen langsamer, aber mindestens eine ist immer da. Fokal sind Doppelbilder nun selten, die Beugungsringe werden nach außen schnell schwächer. Manchmal sieht man den ersten Beugungsring einen winzigen Augenblick lang vollständig. Der Fangspiegelschatten macht keinen großen Unterschied mehr zwischen intra- und extrafokal, der helle Ring außen beim intrafokalen Bild nimmt ab.
22:45 Gelegentlich bleiben die Schlieren nun, so interpretiere ich das jedenfalls, an der Spiegeloberfläche hängen und lösen sich nicht mehr ab. In diesem Momenten verschwinden die Flammen ganz und das Muster wirkt eher wie ein Spiegelbild auf einer sanft bewegten Wasseroberfläche. Intra/extrafokale Bilder gleichen sich weiter an. Fokal sieht man jetzt durchgehend eine ordentliche airy disk, die Beugunsringe sind schon recht ruhig und man sieht selten mehr als zwei. Pollux zieht sich zu. Ende.
Insgesamt bin ich zufrieden - soweit man das trotz dem vorzeitigen Abbruch sagen kann. Der Lüfter verhindert einen tube current von Anfang an sicher, trotz der Drosselung. Abbildungsfehler und Schlieren vom Spiegel gehen gleich schnell zurück. Und 45 Minuten von "ganz warm" zu "man kann sinnvoll beobachten" (wenn auch sicher noch nicht optimal) sind aus meiner Sicht auch in Ordnung (ich lasse das Teleskop meist sowieso schon Stunden vor der Beobachtung bei Außentemperatur lagern).
Die Scheibe bleibt drin, denke ich.
Gruß, Werner
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#998624 - 31/03/2013 08:44
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Moin Werner,
sehr interessant! Zum großen Teil deckt sich das mit meinen Lüfterbasteleien. Allerdings könnte es sein daß sich das nochmal beschleunigen läßt wenn Du mit mehr Leistung des Lüfters arbeitest. Ich habe vor kurzem festgestellt daß der 120mm Lüfter ("normaler" 12V PC-Lüfter) die Schlieren vor dem HS meines 8"f6 erst bei fast Vollgas absaugt. Mit Lüfter auf Vollgas verkürzt sich dann die Auskühlzeit extrem. Man sieht allerdings wie sich der Sterntest nach wenigen Minuten etwas verschlechtert, dann wird er schnell wieder sauber und bleibt dann so. Das Tubusseeing wird vom ersten Moment fast völlig unterdrückt. Der Spiegel mit Zelle hat etwa 15mm Luft außenrum zum Tubus, der HS ist knapp 40mm dick aus Pyrex. Vielleicht sorgt der von vorne kommende Luftstrom wenn er schnell genug ist die Schlieren zu verdrängen für eine relativ gleichmäßige Auskühlung des Spiegels durch Konvektion auch an der Vorderseite.
Was mich nach den Lüfterversuchen beeindruckt: wie hoch der Anteil an Tubus- und Spiegelseeing an der Waberei ist, die Atmosphäre ist oft viel ruhiger als man denkt.
Viele Grüße Felix
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#998637 - 31/03/2013 09:41
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Felix42]
Hallo Felix,
eigentlich hatte ich ja absichtlich einen unüblich kleinen Lüfter genommen (im Sinne von: "lieber 10 Minuten längere Auskühlzeit als nach jeder 7. Nacht die Pollen vom Spiegel spülen"). Jetzt schwanke ich wieder, wo Du sagst, dass man mit genug Wind auch die Schlieren vor dem Spiegel erfasst - die wie gesagt ganz im Gleichtakt mit den Abbildungsfehlern der Spiegeloberfläche zu laufen scheinen. Runterdrehen kann ich einen Monsterlüfter schließlich immer noch.
Interessant könnte dann auch der Versuch sein, umlaufend zwischen Spiegel und Tubuswand sowie ein stückweit tubusseitig davon schrägstehende Lamellen einzubauen, die beim Absaugen einen Wirbel vor dem Spiegel erzeugen.
Beim nächsten Versuch nehme ich ein Ronchi mit dazu. Vielleicht verstehe ich dann die beim Abkühlen auftretenden Oberflächenfehler besser. Das "caustic horn" war zwar deutlich, aber zu reiner Unterkorrektur passten die Muster nicht.
Gruß, Werner
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#998643 - 31/03/2013 10:19
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo Werner,
vielleicht reicht ein zweiter sehr kleiner Lüfter der leicht vor dem Spiegel an der Tubuswand sitzt und dessen Vorderseite aus kurzer Distanz anbläst. Selbst der schwache Luftstrom eines 40x40mm Lüfters könnte aus diesem geringen Abstand reichen.
Turbulenzen erzeugende Lamellen - könnte grundsätzlich funktionieren, es ist aber wahrscheinlich daß man auch dann relativ viel Luftdurchsatz benötigt um den Drall zu erzeugen. Der Witz an der Sache ist ja folgender: man darf oberflächennahen Luftschichten keine Zeit geben sich an Ort und Stelle zu erwärmen und als Warmluftschliere durch den Tubus zu geistern. Ausreichend starke Turbulenzen könnten zu einer ausreichend gleichmäßig vermischten Luftmasse führen - oder Tubusseeing zeigt sich in nie dagewesener Größenordnung. Bleibt nur probieren. Schon eine simple Blende kurz vor dem Spiegel könnte den Luftstrom etwas mehr vor den Spiegel zwingen aber auch wieder zu ungleichmäßigerer Auskühlung führen.
Fakt ist daß man dafür sorgen kann daß sich vor einem noch recht warmen Spiegel dieser Größe keine störenden Schlieren mehr bilden, da ist das Tubusseeing wirklich auf Knopfdruck weg. Der größte Nachteil von viel Luftdurchsatz ist viel Geräusch, je nach Wind heult und summt der Tubus vor sich hin daß es manch einen sicherlich nerven würde. Leiser wäre schöner was sich evtl mit einem kleinen spiegelnahen Lüfter am leichtesten erreichen läßt.
Viele Grüße Felix
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#998663 - 31/03/2013 11:57
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo Werner,
danke für den Bericht. Du hast es nach dem Anstellen des Lüfters mit zwei Phasen zu tun.
In Phase 1 ist es das Ziel, denn blubbernden Glasklotz so schnell und gleichmäßig wie möglich von 22° so nahe wie möglich an 0° zu bringen. Großer, schneller Luftdurchsatz, starke Lüfterleistung sind hier gefordert, wobei das Bild so oder so übel ausschaut. In dieser Phase könntest Du sogar die Luft durch eine Filtermatte vor der Öffnung jagen, wenn du Spiegelverschmutzung fürchtest. Die Praxis mit saugenden Lüftern hinter dem Spiegel zeigt mir aber, dass ein so belüfteter Newtonspiegel nicht mehr verdreckt als ein Spiegel der ohne Lüfter auskommen muss. Wenn ich die Beobachtung hinzunehme, dass mein Spiegel auch so gut wie nie zutaut komme ich sogar zu dem Schluss, dass nicht nur Tau, sondern auch Schmutz im belüfteten Tubus weniger Neigung zeigt, sich auf den Spiegel zu legen.
Wenn die Schnellanpassung geschehen ist, in Phase 2, geht es beim Spiegel nur noch darum, ihn auf Temperatur zu halten und mögliches weiteres Temperturgefälle, z.B. durch sinkende Temperaturen, zu kompensieren. Ab hier greift die zweite Aufgabe des Lüfters mehr und dabei geht es darum, im kompletten Tubus eine gleichmäßige, leichte Luftströmung zu erzeugen, die zuverlässig Turbulenzen und Stauluft im Tubus verhindert. Dazu genügt ein leichter, gleichmäßiger Luftstrom.
Meine Lösung sind große, langsamlaufende Lüfter, die sich von starker Leistung bis zu einem kaum spürbaren Lufzzug regeln lassen.
Gruß Günther
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#998809 - 01/04/2013 00:24
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Felix42]
Hallo Felix,
ein Oberflächenlüfter passt leider nicht mehr in den Tubus; evtl. experimentiere ich doch noch mit einem großen Lüfter. Die Leitlamellen die mir vorschweben sollen allerdings keine turbulente Strömung erzeugen, sondern einen einzigen Vortex der den gesamten Tubusdurchmesser umfassen muss - jedenfalls direkt oberhalb des Spiegels, Richtung Tubusöffnung wird der Wirbel nicht weit kommen. Dazu wäre um den gesamten Spiegelumfang herum eine tangentiale Absaugung zu erreichen - und wahrscheinlich auch der Durchsatz zu erhöhen.
Mal sehen, ob ich das in Angriff nehme. Das gestrige Experiment, bewusst unter widrigen Bedingungen gemacht, stimmt mich zuversichtlich für die Praxis, so dass der Druck nicht so groß ist.
Gruß, Werner
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#998811 - 01/04/2013 00:33
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: MootzGMS]
Hallo Günther,
das mit der Filtermatte ist eine spannende Idee - danke! Hoffentlich ist der Druckverlust eines Filters, der auch gegen Pollen hilft, nicht schon zu groß, da muss ich mal genauer reinsehen.
Gruß, Werner
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#1003328 - 20/04/2013 15:53
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo, so, der Sonnenfilter samt Befestigung ist nun auch einsatzbereit, hergestellt aus einem Filterrahmen von Astroholgi sowie der allbekannten Baader AstroSolar visuell. Beobachten werde ich nur mit zusätzlichem Beloptik UV/IR cut on KG3. Am Tubus gesichert wird der Filter mit vier Schräubchen (bei Gelegenheit durch Rändelschrauben zu ersetzen). Diese werden in 4 Rampa-Muffen eingeschraubt, die im Tubus versenkt sind. Den Filterrahmen habe ich innen noch mit Filzstreifen beklebt, die ihn vom Tubus fernhalten (Kratzer...), aber auch ein bündiges und somit fast luftdichtes Aufliegen auf der Tubus-Stirnseite verhindern (der Lüfter darf keinen Unterdruck ziehen, das könnte sonst ins Auge gehen). Gruß, Werner
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#1003552 - 21/04/2013 12:24
Re: Mein 8" f/6 Newton
[Re: Ifrit]
Hallo, das Sonnensetup konnte sogar kurzfristig sein First Light sehen, bevor die Wolken kamen :)) Die Sonnenflecken-Gruppe nahe dem Zentrum (1726?) zeigte auf der Ostseite ihres Zentralbereichs ein hübsches, scharfzackiges Krönchen; als ich anfangen wollte zu zeichnen wurden die Wolken zu dicht. Überrascht war ich, wie wenig eine dünne Wolkendecke stört, aber zu dick darf sie dann auch nicht sein. Auffällig fand ich auch, wie sehr der ästhetische Eindruck davon profitiert, noch ein gutes Stück der Umgebung mit abzubilden. Formatfüllend im Pentax XW 10 war zwar in guten Momenten die Detailerkennung am besten, aber besonders beeindruckend war der Anblick im Übersichtsokular! (41x mit Pentax XW30, Bildfeld ca. 1.7°) Einfach war das Finden der Sonne ganz ohne Sucher: einfach den Schatten des Tubus kreisrund gemacht, und schon konnte ich im durchscheinenden 1.25er Stöpsel des OAZ die Sonne zentrieren. Gruß, Werner
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