Planetennewton/first light

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo Jürgen,

was Du hier schreibst ist in keinster Weise anzuzweifeln und wird auch nicht angezeifelt.

Die Angaben von Uwe zu den gesehenen Details sind kaum als so detailliert zu bezeichnen, dass man daraus Schlüsse auf Die Qualität aller drei Optiken ziehen könnte.
Einzig zur AP schreibt er definitiv nochmals, dass für ihn bei 0,7 mm Schluss ist.
Das korrespondiert mit den Erfahrungen Vieler und ist trotzdem einzig im individuellen Visus des einzelnen Beobachters begründet.

Die darauf folgende Ansage, dass ein APO 2xD können muss ist demnach weder zulässig noch relevant. Sie ist die Überleitung in die bekannte Endlosschleife die hier hoffentlich mal unterbrochen wird.

Ich persönlich neige nicht dazu, gerade Jupiter mit seinen teils pastelligen, teils kleinen Details als den Kanditaten für höchste Vergrößerungen anzugehen.
Da ich ebenfalls stufenlos zoomen kann fällt mir immer wieder auf, dass ein Detail mit einer Vergrößerungssteigerung eventuell etwas besser kommen kann, dass dafür aber ein anderes Detail verblasst, verschwimmt, sogar verschwindet.
Bei welcher AP, bei welcher Vergrößerung das passiert interessiert mich eigentlich nur am Rande, ich will das beste Bild, wer will das nicht.

Gruß
*entfernt*


Bearbeitungsgrund: Rechtschreibung
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sven,

Das heißt das Kriterium "Schärfe" kann man in diesen AP-Bereichen nicht mehr wirklich feststellen.

Das ist schon richtig.

Daher stellt sich eben die Frage, welche Details hinzukommen.

Ab AP 0,7 sicher keine aber es gehen bei AP 0,5 auch noch keine verloren.

Hier scheiden sich die Geister. Ich hatte noch immer den Eindruck, dass ein bewusstes Zurücknehmen der Vergrößerung dazu führt, zuvor in Übervergrößerung wahrgenommene Details mit mehr Kontrast ausmachen zu können.

Auch das ist richtig wobei anzumerken ist das bei etwas größerer AP zwar der Kontrast höher ist aber die Abbildung logischerweise kleiner.
Da die Detailwahrnehmung nicht nur vom Kontrast sondern auch der Größe abhängt gibt es bezüglich Detailwahrnehmung eigentlich keinen wirklichen Unterschied ob ich nun mit schwächerer Vergrößerung die Detail klein aber mit mehr Kontrast sehe oder bei stärkerer Vergrößerung dann eben größer aber mit weniger Kontrast.

Es ist daher schlicht eine Frage des persönlichen Geschmacks was man bevorzugt.
Ich mag beides und wechsel auch gerne.
Einige Details beobachte ich lieber bei AP0,5 weil das für mich entspannter ist andere lieber bei AP0,7 weil mir da der höhere Kontrast und die kräftigeren Farben Ästhetischer erscheinen.
Es gibt hier keinen Grund für Glaubenskriege, mag das Jeder so machen wie es Ihm am besten gefällt.


Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

damit wäre ich wohl an der Reihe um den Grad deiner Verwunderung zu minimieren :)
… Es wäre ja schön wenn Du Dir auch mal durchliest was ich geschrieben habe das scheint leder überhaupt nicht der Fall zu sein.
Sonst hättest Du bemerkt das ich ebenfalls dahin komme….
Klar, hab ich gelesen. Du sagst AP 0,71 ist OK. Mir reichen 0,8. Darüber müssen wir auch gar nicht diskutieren. Mir geht es eher um die Sinnhaftigkeit von 0,5 mm AP. Diesbezüglich warst du wohl nicht der richtige Adressat. Aber da ist noch deine Bemerkung :
…Was die Details anbelangt liegst Du falsch...
Das hab ich auch nach wiederholter Lesung deiner Beiträge nicht verstanden.

Nächster Punkt:
… …Mit dieser Antwort zeigst Du mir das Du eben genau das offensichtlich noch nicht getan hast.
Du verstehst mich schlicht und ergreifend nicht
daher mal ganz langsam und lies bitte genau und versuch zumindest nachzuvollziehen was ich möchte
Du schreibst das Du das Beugungsscheibchen des ED90 bei 90 fach AP1 klar erkennen kannst.
Kannst Du es auch bei 80 fach , 70 fach , 60 fach?...
Ich hab doch bereits geschrieben:
…Diese Details kann ich auch bereits bei deutlich mehr als 1 mm AP ausmachen...

Das heißt, bei dem ED 90/900 sehe ich das Airydisk mit Beugungsringen bei Vergr. deutlich kleiner als 90x . Sorry, hab vergessen zu erwähnen dass ich bei dem Sterntest im Freien bereits mit einem 15 mm Oku das Airydisk mit Beugungsringen ausmachen konnte. Das sind genau AP = 1,5 mm entsprechend 60x Vergr.

Um ganz genau zu sein: Ich hab den künstlichen Stern in Form einer roten Laserdiode in 60 m Abstand von Teleskop in 2,5 m über Grund aufgestellt und dann mit folgenden Okus beobachtet: 15 mm Plössl, 10 mm Nikon sowie 7 mm Pentax. Der Himmel war vollständig bedeckt, die rel. Luftfeuchte betrug 90% bei 8°C Lufttemperatur und es war nahezu windstill. Der Boden im Bereich der Messstrecke ist ebenes triefnasses Grasland.

Nach nunmehr 14 Jahren Erfahrung auf dieser Messstrecke mit unzähligen Teleskopen kann ich sagen dass bei den genannten Wetterbedingungen keine Probleme mit Bodenseeing auftreten. Ich sehe das Beugungsbild des künstl. Sterns bei 1 mm AP zweifellos deutlicher als bei 1,5 mm AP. Bei der Beobachtung von Doppelsternen am Himmel reichen mir bisher 0,8 mm AP. Wenn z. B. Andreas und andere 0,5 mm AP entsprechend Vergr. = 2x Objektivdurchmesser in mm für besser halten dann stört mich das überhaupt nicht und sie machen dabei auch nichts falsch. Nur ist die individuell für gut befundene AP kein geeignetes Maß für die optische Qualität des Teleskops. Das war ja der Anlass dafür dass ich mich hier überhaupt eingeschaltet habe. Fehlt jetzt noch etwas zum Thema förderliche Vergrößerung bei Stern- und Planetenbeobachtung?

nächster Punkt:
…Wenn Du hier schon vom Kontrast anfängst dann schau Dir bitte mal eine MTF an und schau wie da die Auflösung definit ist
dort sind l/mm nicht Rayleigh!..
Das ist keinesfalls einheitlich. Das Auswerte- und Simulationsprogrammn „openFringe“ verwendet bei der MTF- Grafik das Winkelmaß in Bogensekunden (“ ) und nicht l/mm, Aberrator die sog. normierte Ortsfrequenz. Soll ich jetzt die Definition für Doppelsterntrennung nach Lord Rayleigh, Sparrow und Daves zitieren oder lieber wie man den Testgitterabstand bzw. die normierte Ortsfrequenz der MTF-Abszisse in Bogensekunden umrechnen kann? Wenn ich mich noch recht erinnere hab ich mich damit aber bereits vor ca. 7 Jahren in einem anderen Zusammenhang intensiv befasst, schau mal:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=30583
Aber bevor der liebe Mod. Alexander seine Drohung wahr macht und uns hier eine Sperre wg. Off Topic oder sonst was aufbrummt sollten wir das Thema lieber beenden :erschreck:

meint Kurt
 
Hallo Kurt,

ich weiß natürlich das Du dich mit der MTF auskennst.
Aber ich denke auch das wir da jetzt zu sehr OT werden, die Problematik diskutieren wir mal an anderer Stelle.

Grüße Gerd
 
Hallo Andreas,

Zitat von R_Andreas:
Bilder von dem Newton wären übrigens nett, wir sehen doch alle gerne schöne Teleskope. Mich würden auch die Kosten interessieren, grob reicht.

ich gehöre zu der kleinen Minderheit die zu doof sind und hier keine Bilder einstellen können.
Wenn mir jemand seine private e-mail Adresse gibt kann er das gerne für mich machen.

Kosten: 2100,- Euro

Der Apo ist ein Astro Professional 115/800 und es ist erst die zweite Jupiteropposition seit ich ihn habe. Bei der ersten habe ich definitiv KEINE drei Bänder gesehen.

Bei der jetztigen hab ich´s noch nicht probiert, das Wetter ist seit Wochen nicht astrotauglich.

Gruß Uwe
 
Hallo ihr Lieben. :)

Ich wünsche Dir Uwe viel Spaß und Erfolg mit deinem Newton-Projekt! :super:




habe den Beitrag dann doch gekürzt, da OT. :)


Viele Grüße,
Christian
 
Hallo Uwe,

na dann passts ja, der Klamauk war für die Füße und Du darfst deine Teleskope wieder lieben. Freunde, Freunde.... :totlach2:

2011
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/galleries/872685/Jupiter_20_11_mit_Skywatcher_1
Link zur Grafik: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/gallery/58/medium/19817.jpg
2012
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/galleries/970039/Jupiter_vom_25_11_12
Link zur Grafik: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/gallery/58/medium/26389.jpg

Ganz wahllos aus der Bildergallerie gezogen, Farben, Qualität, Aufnahmeoptik ist ja mal egal.

Sollte sich noch niemand gefunden haben, dann kannst Du mir Deine Bilder schicken. Mach sie schon ein wenig kleiner, wenns geht keine 20 MB oder so.
info(Att)*entfernt*
Ich bin auch nicht so der Computerheld, aber das kriege ich über meine HP hin. Braucht aber ein wenig Zeit.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Jürgen,

ich kann Dir da zustimmen und mehr noch, große AP erzeugt einfach Probleme durch Blendung. Es macht ja wenig Sinn, mit der Vergrößerung noch herunter zu gehen, um dann einen stärkeren Graufilter zu brauchen.
Das Blendempfinden ist zwar stark individuell geprägt (z.B. ist mir aufgefallen, das Träger selbst dunklender Brillengläser empfindlicher sind), aber oberhalb von 1mm AP würde ich doch sagen dass man mindestens mit Umgebungslicht dagegen halten muss.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

kurzer Zwischenbericht

vorhin wollte ich ´s probieren, den Apo/Newton-Vergleich. Obwohl ich schon mit bloßem Auge Zweifel hatte habe ich den Apo eine Stunde zum auskühlen rausgestellt.

So ein schlechtes Jupiterbild hatte ich noch nie, ABER mit dem 5er Okular = 160x habe ich drei Bänder gesehen, wenn auch nur sekundenweise.

Hätte ich nicht nach dem dritten Band gesucht weil es vor drei Tagen im Newton nicht zu übersehen war, ich glaube ich hätte es nicht bemerkt.

Schon Baedeker sagte, man sieht nur was man kennt.

Gruß Uwe
 
hi uwe,
hast du eigentlich auch ein messprotokoll vom fangspiegel?
wirst du einen luefter einsetzen zur beobachtung?
ich habe noch einen fokussiermotor dran, was sehr hilfreich ist bei hohen vergroesserungen perfekt zu fokussieren.
ich nutze bei meinem 8"f8 newton maximal ein 5mm oku.
den f6 kannst du ja alternativ auch als fotogeraet nutzen, wenn du den fs tauschst.
 
Hallo Peter,

nein, ich habe kein Protokoll für den FS. Wolfi von TS sagt, Orion UK nacht das nicht. Ich hoffe doch, daß der genauso gut ist wie der HS.

Der Lüfter hat 12V / 150mA und ist angenehm leise. Ich betreibe ihn mit einem Akkupack mit 10 x AA und einer selbstgebauten vierstufigen Regelung. Ich denke, zumindest auf der schwächsten Stufe werde ich ihn immer mitlaufen lassen.

Fokusiermotor ist ein guter Tipp, was für einen OAZ hast Du und welchen Motor und wieviel Strom braucht der? Wie feinfühlig geht das?

Gruß Uwe
 
hi uwe,
ich habe so einen ts crayford auszug mit motor und einem nfocus von riegel systems. da kommen glaub 4 aa rein.
die halten sehr lange. man kann geschwindigkeit und schrittweite einstellen. wuesste garnicht, wie ich ohne das ding vernuenftig scharfstellen koennte, da der tubus 1,7m lang ist und jede beruehrung bei hohen vergroeserungen alles verwackelt auf meiner eq6. aber so ist es super einfach.
 
Ich hab bei der ganzen Diskussion immer noch nicht so richtig verstanden was der denn bei 180x wesentlich mehr zeigen soll

Hallo Kurt,

Du machst es zwar leidlich geschickt, aber Du implizierst, irgendjemand, einschließlich mir, hätte behauptet, man könnte bei 180x WESENTLICH mehr erkennen, als bei 90x. Aber ich hole das jetzt nach, natürlich ist es so, dass höhere Vergrößerung etwas bringt, wenn man nicht in den leeren Bereich kommt. Selbst wenn man rechnerisch nicht mehr Details erkennen können sollte (ich weiß das nicht), so hat man doch ein größeres Bild, welches angenehmer zu betrachten ist.

Übrigens nehme ich V 2x beim 10" F5 Newton zurück, das habe ich in der Aufzählung übersehen. Da war bei 250x Schluss.

Der Acuter, jedenfalls meiner, war wirklich ein sehr gutes Gerät, ein echter Tipp.

Grüße
Andreas
 
Hallo Uwe,

keine Ursache. Die Bilder sehen brauchbar aus, der Newton sieht sehr gut aus. :super:
Je nach Beobachtungsbedingungen zeigt Bild 3 aber einen nicht zu unterschätzenden Leistungskiller.
die glänzenden Flächen an der OAZ-seitigen Tubuswand signalisieren seitliches Streu-/Störlicht.
Der Tubusüberhang ist deutlich zu kurz. Wenn Du am Beobachtungsstandort keine stockdunklen Bedingungen hast und Stör-/Streulicht in die OAZ/FS-Ebene gelangt wirkt sich das übel aus.
Eine Tau-/Streulichtkappe, mind. 1,5xD Dubusdurchmesser über vordere FS-Kante schafft da Abhilfe.
Da solltest Du eine alte Isomatte oder Ähnliches opfern.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Andreas,

Du machst es zwar leidlich geschickt, aber Du implizierst, irgendjemand, einschließlich mir, hätte behauptet, man könnte bei 180x WESENTLICH mehr erkennen, als bei 90x. Aber ich hole das jetzt nach, natürlich ist es so, dass höhere Vergrößerung etwas bringt, wenn man nicht in den leeren Bereich kommt. Selbst wenn man rechnerisch nicht mehr Details erkennen können sollte (ich weiß das nicht), so hat man doch ein größeres Bild, welches angenehmer zu betrachten ist...

einigen wir uns doch darauf dass bei 90 mm Öffnung die optimale Vergrößerung für Sonne, Mond und Planeten irgendwo zwischen 90x bis 180x liegt und dass diese auch noch objektabhängig und beobachterabhängig ist. Bei hellen Doppelsternen kann man ohne Verlust auch noch höher gehen. Nur mit der pauschalen Angabe ein solches Teleskop müsse 180x schaffen kann ich nicht viel anfangen.

...Der Acuter, jedenfalls meiner, war wirklich ein sehr gutes Gerät, ein echter Tipp.

Ich hab meinen zwar nur am synth. Stern und bei Tage getestet, bin danach ebenfalls ganz deiner Meinung.

Gruß Kurt
 
Hallo Uwe,

nein, ich habe kein Protokoll für den FS. Wolfi von TS sagt, Orion UK nacht das nicht. Ich hoffe doch, daß der genauso gut ist wie der HS ...

hoffe auch dass der FS gut ist. Einer mit Prüfprotokoll würde schon relativ teuer werden. derAufwand dafür ist ähnlich hoch wie für denTest des HS. Aber deshalb muss dein FS nicht zwangsläufig schlecht sein. Du kannst aber beim Sterntest leicht festellen ob irgendeine Form von Asti sichtbar wird. Falls nicht dann ist der FS aller Wahrscheinlichkeit nach OK. Falls doch dann könnte ja auch der HS nicht OK sein. Das halte ich aber für 8" HS von Orion Optics UK für weniger wahrscheinlich.

Gruß Kurt
 
Hallo Uwe,

Glückwunsch zum neuen Teleskop.Es freut mich von deinem Newton zu lesen, und auch dass du mich in diesem Zusammenhang erwähnt hast.

Eine solche Teleskopplanung ist ja eigentlich eine Art Entwicklungsprozess, den man da durchmacht. Und jeder, der sich für ein neues Teleskop interessiert, weiss, wie man hin- und hergerissen wird, zwischen den verschiedenen Teleskoptypen, spiegelgrössen, Öffnungsverhältnissen etc,etc., fast ein Marthyrium....

Ein echter Massgeschneiderter war hier offenbar auch die Lösung. Die Bilder vom Teleskop zeigen auch deinen ganz persönlichen "Anstrich" (hier auch in doppelter Bedeutung).

Dein erster Kurzbericht hat ja auch gleich eine Lawine u.a. zum Thema Vergrösserungen losgetreten.

Ich hoffe, dass du auch mindestens gleich viel Freude an deinem neuen Gerät hast wie ich an meinem.

Diese Freude hat sich übrigens seit dem Ankauf vor ca. einem Jahr vervielfacht. Die Lust am Sterngucken schon fast bei jeder Wolkenlücke, ist äusserts gross. Ein sehr grosser Anteil geht aufs Konto des eigenen massgeschneiderten Fernrohres.

In diesem Sinne schöne Grüsse

Theo

PS: Die Wolkendecke hier in Norwegen könnte sich von mir aus für einige Nächte verziehen.

Noch ein kurzer Kommentar zum Stativ unter deinem Newton. Pass auf, dass du nicht mit dem langen hinteren Ende an die Stativbeine anstosst. Dies ist bei mir am Anfang passiert (bei GOTO Steuerung). Eine Säule war dann die Lösung.



 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Theo,

vielen Dank für Deinen Glückwunsch. Du warst ja nicht nur der Ideengeber sondern hast mir in vielen PN Rede und Antwort gestanden.

Das der Newton nicht an die Stativbeine anschlagen kann, dafür hat Wolfi gesorgt indem er die Prismenschiene seeehr weit hinten angebracht hat. Jetzt bin ich zu klein um Jupiter ohne Schemel zu beobachten.

Ich habe schon eine Suchanzeige nach einem Berlebach Planet laufen, das ist 12cm niederer als das UNI28.

Eine Säule ist sicher gut, aber ich möchte die Ablageplatte des Stativs nicht mehr missen.

Viele Grüße

Uwe
 
Hallo,

Teleskopvergleich, 2.Versuch

Gestern Abend war mir der Himmel gnädig. Nach dem Aufbau des 115/800 stand Jupiter mit dem 5mm Okular messerscharf am Himmel. Drei schöne Bänder und einen leichten Farbsaum blau/oben und rot/unten wie ich es sonst nur von wesentlich tiefer stehenden Planeten kenne.

Als ich dann den Newton an die linke Seite der AYO montieren wollte kam die Überraschung: ging nicht. Bei Tageslicht stellte sich heraus, daß die Toleranzen der Prismenschienen und der Aufnahmen sich zum ungünstigsten Fall summiert haben (wird provisorisch/dauerhaft geändert).

Da eine abwechselnde Beobachtung somit nicht möglich war, habe ich nur den Newton montiert.

Zoom mit Powermate auf 7,5mm gestellt: drei Bänder, Farbsaum gerade noch wahrnehmbar, deutlich schwächer als im Apo.

Dann die maximale Vergrößerung ausgereitzt: 200-220x ging.

Bemerkung: da ich jetzt drei verschiedene Himmelsansichten habe, Refraktor mit Amiciprisma oder Zenitspiegel und Newton, beschreibe ich die Ansicht wie sie sich mit einem Amiciprisma ergeben würde.

Oben das 3. dünne orange Band.
Dann die zwei äqatorialen Bänder. Am oberen der beiden eine deutliche Ausstülpung zum Äquator hin (GRF?) die sich von links langsam in Richtung Planetenmitte bewegt.
Unter den Äqutorbändern von der Mitte nach rechts eine dünne Umrißlinie, wie wenn man auf einem Blatt Papier um einen Regenwurm herummalt.

Zeitweise erfolgten heftige Schärfeeinbrüche, Ende der Beobachtung.

Fortsetzung folgt.

Gruß Uwe
 
Hallo zusammen,

nachdem ich schon gefragt wurde, wo den die Fortsetzung bleibt, hier ist sie.

Was inzwischen geschah: die Stativbeine des Berlebach Uni 28 wurden gekürzt, das Stativ entspricht jetzt dem Uni 18 und ich kann nun im Stehen ohne Tritthocker im Zenit beobachten.

Außerdem war ich einer der Ersten der von dem nur langsam genesenden Herrn Kohler eine Ayo digi II bekam. War die Ayo nd ( entspricht der Ayo mark II ) für den 115/800er Apo voll ausreichend erschien sie mir für den Newton grenzwertig. 1,3m Länge sind schon eine ganz schöne Hausnummer. Die digi II ist um 50% höher spezifiziert und so verhält sie sich auch.

Zur Beobachtung: rechts der Apo, die Luft ist außergewöhnlich ruhig und ich kann zum ersten mal das Deloszoom mit 4,2mm Brennweite ausreizen.
Also links den Newton montiert.

Mond, Mare crisum, Dorsum Oppel. Der Apo zeigt das, was ich schon kenne. Im Newton sind ein paar kleine Hügel zu sehen und jetzt, wo ich weiß, dass sie da sind, sehe ich sie im Apo auch. Dem geht freilich bei AP 0,6mm das Licht aus während der Newton bei 0,9mm AP das Ganze hell und deutlich zeigt.

Noch mehr Vergrößerung lässt der Himmel nicht zu so dass der Newton auch diesmal nicht ausgereizt werden konnte.

Jetzt noch zwei Sternhaufen: M35 und M38. Meine Terrasse hat heute nur einen 3mag Himmel. Bei ca. 100-facher Vergrößerung ist der Hintergrund im Apo schwarz und im Newton nur dunkelgrau.Trotzdem zeigt dieser benachbarte Sterne deutlicher und schärfer getrennt.

Vorläufiges Fazit: optisch ist der Newton eine Nummer besser als der Apo, aber nur eine Nummer. Absoluter Vorteil ist die sofortige Einsatzbereitschaft, keinerlei auskühlen notwendig, aufbauen, Ventilator an, beobachten. Nachteilig wirkt sich die Größe aus und eine Seeing-anfälligkeit wie ich sie bisher noch nicht kannte.

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe,


klingt so als wärest Du nicht begeistert aber auch nicht unzufrieden...? Ich sag mal so: daß der Newton bei noch nicht optimalen Bedingungen leichte Mehrleistung und keine Aufälligkeiten zeigt ist schonmal gut. Für einen gescheiten Vergleich braucht es einfach die passenden Bedingungen, da hilft nur warten.

Erfreulich finde ich die Tatsache daß es keine Probleme mit Tubusseeing zu geben scheint. Bis 8" scheint das mit dem simplen Rezept Isotubus + Lüfter in fast jedem Fall zu funktionieren. Wenn ich überlege ich müßte bei dem Dreckswetter vor jedem Beobachten noch eine Stunde warten - nee danke. Allerdings braucht der HS trotzdem etwas zum Auskühlen, zu Beginn der Beobachtung kann man sehen wie die Sternabbildung erst ein wenig schlechter wird wenn der HS an der Oberfläche und am Rand zuerst auskühlt, dann werden die Sterne wieder punktförmig und bleiben so. Das dauert je nach Temperaturunterschied max. eine halbe Stunde. Jupiters feine Strukturen zwischen den Wolkenbändern kann ich manchmal unmittelbar nach dem Aufbauen sehen, dann werden sie matschig um anschließend wieder deutlich und scharf sichtbar zu sein, Vergrößerung etwa 200x bis 270x.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

Zitat von Felix42:
klingt so als wärest Du nicht begeistert aber auch nicht unzufrieden...?

so ist es auch. Ich hatte mir mehr erhofft, der WOW-Effekt ist ausgeblieben. Ich hab´ ihn als Planetennewton konzipiert und habe wohl auch alles richtig gemacht. Das er auch an anderen Objekten mehr zeigt war mir auch klar. Aber ich habe ihn nicht gekauft um bei 100-facher Vergrößerung Sternhaufen anzusehen und daß die 250-fach am Planeten nicht so einfach gehen ist eine neue Erfahrung für mich.

Ich bin ein Refraktorfan, am liebsten wäre mir ein 160mm Apo, nur die 8000 Euro fehlen mir eben.

Gruß Uwe
 
"Ich hatte mir mehr erhofft, der WOW-Effekt ist ausgeblieben"

Jupiter ist eine kleine Diva. Ich denke einfach mal, das Seeing war nicht gut genug. Gestern war ich auf dem Balkon mit dem skywatcher mak 127, dem orion.uk 8"f8 und dem gso selbstbaunewton mit 17% obstruktion. am besten gab sich noch der orion. insgesamt war das ganze ziemlich besch....

bei jupi ist das seeing absolut entscheidend, meiner meinung nach deutlich entscheidender wie optiktyp, optikqualität und öffnung. am souveränsten mit der ganzen sache gehn noch meine mak-newtons um. wow hast du nur, wenn alles passt.
vom ed120 bin ich übrigens abgekommen, weil er im vergleich das bild leicht einfärbt. der kleine mak ist optisch sehr gut, ihm fehlt halt das lichtsammelvermögen, wenn mans mal gewohnt ist.


das gibts visuell mit einem planetennewton aber auch (sehr selten auf meinem balkon):
http://www.youtube.com/watch?v=X8-n82J-VOM

nicht von mir, jedoch mit orion.uk 8"f8. also nochmal eine chance geben,dran bleiben!
es sollte so sein, daß sich refraktor und reflektor am planeten ergänzen. für top-bedingungen der größere reflektor, für schwierige bedingungen der kleinere refraktor. meine derzeitige meinung.

lg, martin


 
Hallo Uwe und Martin,


Jupiter als Diva zu bezeichnen paßt absolut, wenn der Himmel nicht eine Mindestqualität bietet bleibst Du bei etwa 200x und etwa dem im Video sichtbaren hängen. Einzelne Nächte zeigen dann was 8" wirklich zeigen können, da ist noch "etwas" Luft für den WOW-Effekt :/

Martin, wie sieht es bei Deinem Newton mit Tubusisolierung usw. aus?


Viele Grüße Felix
 
Hallo Uwe,

sehr fein und absolut das, was man erwarten kann.
Unter ganz normalen Bedingungen. Für die größere Öffnung ein leichter Vorteil an Auflösung, der durch die höhere Lichtsammelleistung auch dann unterstützt wird, wenn eben keine höheren Vergrößerungen für die größere Öffnung drin sind.
Die Bedingungen für den Newton, unter denen dann auch am Planeten höhere Vergrößerungen drin sind kommen schon noch und das vergisst Du dann auch nicht so schnell (dieses Versprechen ist kein Versprecher!).

Es könnte Dir allerdings passieren, dass Du mit diesem "Planetennewton" doch noch DeepSky für Dich entdeckst.
Da muss man nicht Mal unbedingt an die ausgezeichneten Möglichkeiten an Sternhaufen oder großflächigen Nebeln denken.
Ich denke auch und gerade für solche guten Newtons z.B. an die vielen kompakten planetarischen Nebel. Hell und hochvergrößerungsfähig, ja sogar hochvergrößerungsbedürftig. Dann teils mit erstaunlichen Strukturen und/oder Zentralstern.

Kugelsternhaufen kommen mit einer scharfen 8" Optik auch ganz hervorragend, allerdings (für mich) am schönsten bei mittleren Vergrößerungen

Gruß
*entfernt*
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben