Dulorer
Aktives Mitglied
Erstmal Servus an alle die sich auch für diese Okular Serie interessieren.
Im Internet lässt sich leider nur sehr wenig über die Aple (Astro Professional LE) Okulare finden.
Da sich gutes Wetter am Freitagabend ankündigte, und ich nur am besten gleich 3 Aple (5mm, 6mm und 9mm) testen wollte, sondern auch eine neues Übersichtsokular als Nachfolger für mein TSWA 30mm kaufen wollte. (im Internet fand und gefiel mir hier das Meade SWA s5000 28mm)
So fuhr ich noch am Freitag zum Fernrohrland nach Fellbach.
Vor Ort wurde ich dann von einem netten Teleskophändler betreut, und durfte nicht nur durch die angestrebten Okulare,
sondern auch gleich noch ein paar derer Kontrahenten bei Tageslicht, an einem Astro Professional 130/900 triplet Apo schauen.
Die Kontrahenten (5mm Hyperion, 5mm plössl vermutlich Goldkante und 32mm SWA No Name) haben mir aber schon bei Tageslicht nicht so sehr zugesagt, wie die im Vor hinaus ausgesuchten Okulare.
Trotzdem eine sehr schöne Sache, wenn man schon vor dem Kauf einen ersten Einblick und Eindruck bekommt.
Leider hatten sie im Laden dann kein Aple 9mm mehr da. Darum entschied ich mich zu aller erst nur eines der 3 Aple mit dem Meade SWA s5000 28mm zu kaufen.
Gegen 22:30 war das Teleskop dann ausgekühlt und alles bereit zum Start.
Das Seeing war erste Sahne, und so gut von meinem Balkon hier nur sehr selten.
Die Praesepe z.b. konnte ich mit bloßem Auge erkennen, was hier normalerweise überhaupt nicht möglich ist.
Wo Licht ist, da ist aber auch Schatten, und dieser leuchtete mir in Form eines sehr hellen Scheinwerfers gegenüber des Balkons vom Jugendhaus entgegen.
Glücklicherweise leuchtet der in einem ca. 30° Winkel gegen den Boden, wodurch das schlimmste verhindert ist, dennoch ist der Scheinwerfer kein bisschen abgeschirmt. (normalerweise schalten die die Scheinwerfer gegen 21 Uhr aus, und manchmal erst gar nicht ein)
Ich habe den Scheinwerfer beim Test der 2 Okulare dann einfach als Streulicht Extremtest benutzt, indem ich das Teleskop auf den Himmel darüber ausgerichtet habe.
Dennoch ist es schade, das ausgerechnet an einem Abend mit derart gutem Seeing dieser Scheinwerfer an war. (im Sommer ist er nicht mehr störend, da dann die Blätter der Bäume ihn in alle Richtungen und gen Himmel abschirmen)
Hier nun das First Light und der Test zum: Astro Professional LE 5mm
Gestest wurde das Okular auf einer Skala von 1 - 5 Sterne. (* - *****)
Nicht bewertet sondern nur beschrieben sind die Kategorien "Das Okular" und "die Verpackung".
Das "Test-Teleskop" war ein 200/1200 GSO Dobson.
Das Okular:
Link zur Grafik: http://s1.directupload.net/images/130317/6v5t8bur.jpg
Das Aple le 5mm macht einen hochwertigen Eindruck und liegt gut in der Hand.
Mit einem Gewicht von 242g (mit beiden Staubschutzkappen) ist es sehr leicht.
Die Obere Staubschutzkappe ist aus relativ weichem Gummi, welches sich dennoch leicht von der Augenmuschel trennen lässt,
und sie trotzdem besser umschließt, als eine normale Schutzkappe aus Plastik.
Die Augenmuschel selber lässt sich nicht umklappen, was aber auch überhaupt nicht nötig ist,
da sie so geformt wurde, dass sie sich einfach eindrücken und herausziehen lässt. (siehe folgende Bilder)
Link zur Grafik: http://s14.directupload.net/images/130317/temp/pjp5blkd.jpgLink zur Grafik: http://s14.directupload.net/images/130317/temp/2f38mt5b.jpg
Nicht über die Aufschrift 20mm auf dem blauen Ring wundern, damit ist der Augenabstand gemeint.
Auf dem blauen Ring steht vollständig geschrieben "Astro Professional 5mm Long Eye -Relief 20mm Fully Multi-Coated".
Die Verpackung:
Die Aple le Okulare liegen allesamt in einer einfach Pappschachtel, in der das Okular von einer simplen Tüte umhüllt ist.
Einen Schutzbehäler dazu zu kaufen, ist empfehlenswert.
Das Einblickverhalten:
Sterne: ***
Die 20mm Augenabstand, gestalten den Einblick Komfortabel.
Jedoch fand ich dennoch nicht auf anhieb das Bild, und musste kurz suchen.
Das Bild gefunden, muss man seinen Kopf möglichst ruhig halten, da das Bild sonst recht zügig, aber nicht sofort aus dem Auge gerät.
Das Kidney Beaning ist schwächer ausgeprägt als an einem Hyperion.
Verglichen habe ich das im Teleskopladen am Astro Professional 130/900 triplet Apo, bei Tageslicht.
Auch in der Nacht an Planeten, Nebeln, Sternhaufen und Galaxien war kaum bis kein Kidney Beaning auszumachen.
An meinem 200/1200 Dobson ist die 240x vergrößerung bei einem sGF von 55° jedoch etwas kritisch.
Die Schärfe:
Sterne: *****
Es war zwar aufgrund der Handnachführung bei dem kleinen sGF nicht leicht die richtige Schärfe zu finden, bevor das Objekt durch das sGF geflogen ist,
als ich sie dann aber zum ersten mal drin hatte, belohnte mich das Aple 5mm am Jupiter und den galileischen Monden
mit eine herausragende Schärfe und Auflösung, wie ich sie so nicht einmal am 12mm Nagler t4 gesehen habe.
Die Wolkenbänder waren perfekt aufgelöst und kräftig zu erkennen, die Monde gestochen scharfe feine Punkte.
Auch am Eskimonebel und Orionebel sowie M81 und M82 waren die Schärfe und Abbildung makelos.
An Sternen, je heller sie sind, erkennt man deutlicher wie im Speers Zoom und HR Planetary 5mm die Obstruktion des Teleskops, die sich in einem grießeln und nicht mehr richtig scharf werdenden Sternen zeigt.
Da dies aber wie schon gesagt bei allen anderen Okularen dieser Brennweite und an meinem 8" f/6 Dobson der Fall war, liegt es am Teleskop und nicht den Okularen.
Helle Sternhaufen sind bei 240x an diesem Teleskop daher noch bei keinem Okular ein Genuss gewesen. (schon selstsam das trotzdem Planeten, Mond und Monde, Nebel und Galaxien so gestochen scharf werden)
Die Schärfe ist jedenfalls besser als am Speers Zoom, dem ich 4 Sterne geben würde, daher volle 5 Sterne für das Aple 5mm.
Der Kontrast:
Sterne: *****
Der Kontrast des 5mm Aple hat mich wirklich umgehauen.
Der Himmelhintergrund ist pechschwarz, bei gleichzeitig hervoragender transmission.
selbst am Lichtschwache Eskimonebel lies sich ohne einsatz des UHC filter sowohl der hellere innere Bereich,
als auch der dunklere aüßere bereich Problemlos erkennen.
Hier ein Bild von Hubble des Eskimonebel, damit man es sich etwas besser vorstellen kann was hier mit hellerem und dunklerem Bereich gemeint ist.
Link zur Grafik: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/16/Ngc2392.jpg/300px-Ngc2392.jpg
Da der Eskimonebel eine Winkelausdehnung von nur 42 Bogensekunden hat, waren feinere Strukturen bzw. Details aufgrund der zu geringen Vergrößerung höchstens zu erahnen.(vielleicht fehlt mir dazu aber auch einfach noch die Erfahrung. Bei einem so guten Kontrast ist die Verwendung eines UHC oder O-III Filters vermutlich gar nicht mehr nötig. Zum Zeitpunkt als das Teleskop auf den Eskimonebel gerichtet war, war ich leider schon sehr durchgefroren, weshalb ich den UHC filter nicht mehr aufgeschraubt habe, das muss ich also noch testen.)
Im Speers Zoom hatte ich auch schon den Eskimonebel,
das war aber selbst mit UHC Filter, nicht einmal annähernd mit der wunderbaren Abbildung des Aple 5mm zu vergleichen.
Auch der Orionebeln und M81 wie M82 waren hervorragend zu erkennen, sogar deutlicher als im 13mm TS Expanse.
Volle 5 Sterne für den Kontrast, da es der mit Abstand beste ist, den ich je gesehen habe. (eigentlich sollten es sogar 6 Sterne sein, da der Kontrast des Aple in einer völlig anderen Liga spielt)
Abbildungsfehler:
Sterne: *****
Ich konnte keinerlei Abbildungsfehler entdecken.
Hier müsste wohl ein Experte ran.
Daher auch hier 5 Sterne.
Der Bildfeldrand:
Sterne: *****
Das Okular hat beim Streulichtextremtest auf etwa 1° am Rand eine nur leicht störende Randaufhellung gezeigt, was ein sehr gutes Ergebnis ist.
Je weiter ich das Teleskop von dem Scheinwerfer wegdrehte, desto schwächer wurde dann die Randaufhellung bis sie in einem Winkel von etwa 60° zu diesem vollständig verschwand.
Randunschärfe gibt es keine, den Jupiter konnte ich von Links unten nach rechts Oben so scharf wie in der Bildmitte beobachten.
Auch sonst fand ich hier nichts zu bemängeln, daher 5 Sterne.
Gesamtwertung und Fazit:
Gesamt: *****
Zusammengerechnet erhält das Okular 4,6 Sterne was aufgerundet knapp 5 Sterne ergibt.
Die geringe Schwäche im Einblick, wird von der sonstigen Qualität des Okulars weit in den Schatten verdrängt, daher hat es die 5 Sterne auch verdient.
Das Okular ist für 79€ ein echtes Schnäppchen und kriegt von mir eine klare Kaufempfehlung.
Einziges wirkliches Manko ist das knappe scheinbare Gesichtsfeld von nur 55°.
An kurzbrennweitigen Teleskopen, an denen ein 5mm Okular eine Vergrößerung zwischen 100x und 200x ermöglicht,
ist es bestimmt eine hervorragende Ergänzung zum SWA oder UWA Okular. Über 200x brauch man kein anderes Okular dieser Brennweite mehr.
Ich werde das Aple 5mm am 8" f/6 jedenfalls gegen kein anderes Okular mehr tauschen wollen. ^^
Nun steht dem Kauf, First Light und Test des 9mm Aple nichts mehr im Weg. (welchen ich auch in diesem Thread posten möchte.
Ich hoffe darauf, das dieses genauso gut, vielleicht sogar noch besser abschneiden. (besonders bin ich auf die Abbildung von Sternhaufen wie z.b. M3, M5, M53 und natürlich M13 gespannt, da hier keine sichtbare Obstruktion mehr auftreten dürfte, und ob dort der Kontrast immer noch genauso stark ist)
Ich denke an meinem jetzigem Teleskop lohnt es sich nicht auch noch den 6mm Aple zu kaufen, da der Vergrößerungsunterschied hier zu gering ausfällt.
Ich spiel aber mit dem Gedanken mein eher durchschnittliches 13mm Expanse mit dem Aple 14,5mm zu ergänzen.
Ich hoffe euch hat der Test gefallen. (ich habe immer ein offenes Ohr dafür wie ich mein Testsystem weiter verbessern kann)
Und hoffe selber auf viele Antworten. =)
Im Internet lässt sich leider nur sehr wenig über die Aple (Astro Professional LE) Okulare finden.
Da sich gutes Wetter am Freitagabend ankündigte, und ich nur am besten gleich 3 Aple (5mm, 6mm und 9mm) testen wollte, sondern auch eine neues Übersichtsokular als Nachfolger für mein TSWA 30mm kaufen wollte. (im Internet fand und gefiel mir hier das Meade SWA s5000 28mm)
So fuhr ich noch am Freitag zum Fernrohrland nach Fellbach.
Vor Ort wurde ich dann von einem netten Teleskophändler betreut, und durfte nicht nur durch die angestrebten Okulare,
sondern auch gleich noch ein paar derer Kontrahenten bei Tageslicht, an einem Astro Professional 130/900 triplet Apo schauen.
Die Kontrahenten (5mm Hyperion, 5mm plössl vermutlich Goldkante und 32mm SWA No Name) haben mir aber schon bei Tageslicht nicht so sehr zugesagt, wie die im Vor hinaus ausgesuchten Okulare.
Trotzdem eine sehr schöne Sache, wenn man schon vor dem Kauf einen ersten Einblick und Eindruck bekommt.
Leider hatten sie im Laden dann kein Aple 9mm mehr da. Darum entschied ich mich zu aller erst nur eines der 3 Aple mit dem Meade SWA s5000 28mm zu kaufen.
Gegen 22:30 war das Teleskop dann ausgekühlt und alles bereit zum Start.
Das Seeing war erste Sahne, und so gut von meinem Balkon hier nur sehr selten.
Die Praesepe z.b. konnte ich mit bloßem Auge erkennen, was hier normalerweise überhaupt nicht möglich ist.
Wo Licht ist, da ist aber auch Schatten, und dieser leuchtete mir in Form eines sehr hellen Scheinwerfers gegenüber des Balkons vom Jugendhaus entgegen.
Glücklicherweise leuchtet der in einem ca. 30° Winkel gegen den Boden, wodurch das schlimmste verhindert ist, dennoch ist der Scheinwerfer kein bisschen abgeschirmt. (normalerweise schalten die die Scheinwerfer gegen 21 Uhr aus, und manchmal erst gar nicht ein)
Ich habe den Scheinwerfer beim Test der 2 Okulare dann einfach als Streulicht Extremtest benutzt, indem ich das Teleskop auf den Himmel darüber ausgerichtet habe.
Dennoch ist es schade, das ausgerechnet an einem Abend mit derart gutem Seeing dieser Scheinwerfer an war. (im Sommer ist er nicht mehr störend, da dann die Blätter der Bäume ihn in alle Richtungen und gen Himmel abschirmen)
Hier nun das First Light und der Test zum: Astro Professional LE 5mm
Gestest wurde das Okular auf einer Skala von 1 - 5 Sterne. (* - *****)
Nicht bewertet sondern nur beschrieben sind die Kategorien "Das Okular" und "die Verpackung".
Das "Test-Teleskop" war ein 200/1200 GSO Dobson.
Das Okular:
Link zur Grafik: http://s1.directupload.net/images/130317/6v5t8bur.jpg
Das Aple le 5mm macht einen hochwertigen Eindruck und liegt gut in der Hand.
Mit einem Gewicht von 242g (mit beiden Staubschutzkappen) ist es sehr leicht.
Die Obere Staubschutzkappe ist aus relativ weichem Gummi, welches sich dennoch leicht von der Augenmuschel trennen lässt,
und sie trotzdem besser umschließt, als eine normale Schutzkappe aus Plastik.
Die Augenmuschel selber lässt sich nicht umklappen, was aber auch überhaupt nicht nötig ist,
da sie so geformt wurde, dass sie sich einfach eindrücken und herausziehen lässt. (siehe folgende Bilder)
Link zur Grafik: http://s14.directupload.net/images/130317/temp/pjp5blkd.jpgLink zur Grafik: http://s14.directupload.net/images/130317/temp/2f38mt5b.jpg
Nicht über die Aufschrift 20mm auf dem blauen Ring wundern, damit ist der Augenabstand gemeint.
Auf dem blauen Ring steht vollständig geschrieben "Astro Professional 5mm Long Eye -Relief 20mm Fully Multi-Coated".
Die Verpackung:
Die Aple le Okulare liegen allesamt in einer einfach Pappschachtel, in der das Okular von einer simplen Tüte umhüllt ist.
Einen Schutzbehäler dazu zu kaufen, ist empfehlenswert.
Das Einblickverhalten:
Sterne: ***
Die 20mm Augenabstand, gestalten den Einblick Komfortabel.
Jedoch fand ich dennoch nicht auf anhieb das Bild, und musste kurz suchen.
Das Bild gefunden, muss man seinen Kopf möglichst ruhig halten, da das Bild sonst recht zügig, aber nicht sofort aus dem Auge gerät.
Das Kidney Beaning ist schwächer ausgeprägt als an einem Hyperion.
Verglichen habe ich das im Teleskopladen am Astro Professional 130/900 triplet Apo, bei Tageslicht.
Auch in der Nacht an Planeten, Nebeln, Sternhaufen und Galaxien war kaum bis kein Kidney Beaning auszumachen.
An meinem 200/1200 Dobson ist die 240x vergrößerung bei einem sGF von 55° jedoch etwas kritisch.
Die Schärfe:
Sterne: *****
Es war zwar aufgrund der Handnachführung bei dem kleinen sGF nicht leicht die richtige Schärfe zu finden, bevor das Objekt durch das sGF geflogen ist,
als ich sie dann aber zum ersten mal drin hatte, belohnte mich das Aple 5mm am Jupiter und den galileischen Monden
mit eine herausragende Schärfe und Auflösung, wie ich sie so nicht einmal am 12mm Nagler t4 gesehen habe.
Die Wolkenbänder waren perfekt aufgelöst und kräftig zu erkennen, die Monde gestochen scharfe feine Punkte.
Auch am Eskimonebel und Orionebel sowie M81 und M82 waren die Schärfe und Abbildung makelos.
An Sternen, je heller sie sind, erkennt man deutlicher wie im Speers Zoom und HR Planetary 5mm die Obstruktion des Teleskops, die sich in einem grießeln und nicht mehr richtig scharf werdenden Sternen zeigt.
Da dies aber wie schon gesagt bei allen anderen Okularen dieser Brennweite und an meinem 8" f/6 Dobson der Fall war, liegt es am Teleskop und nicht den Okularen.
Helle Sternhaufen sind bei 240x an diesem Teleskop daher noch bei keinem Okular ein Genuss gewesen. (schon selstsam das trotzdem Planeten, Mond und Monde, Nebel und Galaxien so gestochen scharf werden)
Die Schärfe ist jedenfalls besser als am Speers Zoom, dem ich 4 Sterne geben würde, daher volle 5 Sterne für das Aple 5mm.
Der Kontrast:
Sterne: *****
Der Kontrast des 5mm Aple hat mich wirklich umgehauen.
Der Himmelhintergrund ist pechschwarz, bei gleichzeitig hervoragender transmission.
selbst am Lichtschwache Eskimonebel lies sich ohne einsatz des UHC filter sowohl der hellere innere Bereich,
als auch der dunklere aüßere bereich Problemlos erkennen.
Hier ein Bild von Hubble des Eskimonebel, damit man es sich etwas besser vorstellen kann was hier mit hellerem und dunklerem Bereich gemeint ist.
Link zur Grafik: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/16/Ngc2392.jpg/300px-Ngc2392.jpg
Da der Eskimonebel eine Winkelausdehnung von nur 42 Bogensekunden hat, waren feinere Strukturen bzw. Details aufgrund der zu geringen Vergrößerung höchstens zu erahnen.(vielleicht fehlt mir dazu aber auch einfach noch die Erfahrung. Bei einem so guten Kontrast ist die Verwendung eines UHC oder O-III Filters vermutlich gar nicht mehr nötig. Zum Zeitpunkt als das Teleskop auf den Eskimonebel gerichtet war, war ich leider schon sehr durchgefroren, weshalb ich den UHC filter nicht mehr aufgeschraubt habe, das muss ich also noch testen.)
Im Speers Zoom hatte ich auch schon den Eskimonebel,
das war aber selbst mit UHC Filter, nicht einmal annähernd mit der wunderbaren Abbildung des Aple 5mm zu vergleichen.
Auch der Orionebeln und M81 wie M82 waren hervorragend zu erkennen, sogar deutlicher als im 13mm TS Expanse.
Volle 5 Sterne für den Kontrast, da es der mit Abstand beste ist, den ich je gesehen habe. (eigentlich sollten es sogar 6 Sterne sein, da der Kontrast des Aple in einer völlig anderen Liga spielt)
Abbildungsfehler:
Sterne: *****
Ich konnte keinerlei Abbildungsfehler entdecken.
Hier müsste wohl ein Experte ran.
Daher auch hier 5 Sterne.
Der Bildfeldrand:
Sterne: *****
Das Okular hat beim Streulichtextremtest auf etwa 1° am Rand eine nur leicht störende Randaufhellung gezeigt, was ein sehr gutes Ergebnis ist.
Je weiter ich das Teleskop von dem Scheinwerfer wegdrehte, desto schwächer wurde dann die Randaufhellung bis sie in einem Winkel von etwa 60° zu diesem vollständig verschwand.
Randunschärfe gibt es keine, den Jupiter konnte ich von Links unten nach rechts Oben so scharf wie in der Bildmitte beobachten.
Auch sonst fand ich hier nichts zu bemängeln, daher 5 Sterne.
Gesamtwertung und Fazit:
Gesamt: *****
Zusammengerechnet erhält das Okular 4,6 Sterne was aufgerundet knapp 5 Sterne ergibt.
Die geringe Schwäche im Einblick, wird von der sonstigen Qualität des Okulars weit in den Schatten verdrängt, daher hat es die 5 Sterne auch verdient.
Das Okular ist für 79€ ein echtes Schnäppchen und kriegt von mir eine klare Kaufempfehlung.
Einziges wirkliches Manko ist das knappe scheinbare Gesichtsfeld von nur 55°.
An kurzbrennweitigen Teleskopen, an denen ein 5mm Okular eine Vergrößerung zwischen 100x und 200x ermöglicht,
ist es bestimmt eine hervorragende Ergänzung zum SWA oder UWA Okular. Über 200x brauch man kein anderes Okular dieser Brennweite mehr.
Ich werde das Aple 5mm am 8" f/6 jedenfalls gegen kein anderes Okular mehr tauschen wollen. ^^
Nun steht dem Kauf, First Light und Test des 9mm Aple nichts mehr im Weg. (welchen ich auch in diesem Thread posten möchte.
Ich hoffe darauf, das dieses genauso gut, vielleicht sogar noch besser abschneiden. (besonders bin ich auf die Abbildung von Sternhaufen wie z.b. M3, M5, M53 und natürlich M13 gespannt, da hier keine sichtbare Obstruktion mehr auftreten dürfte, und ob dort der Kontrast immer noch genauso stark ist)
Ich denke an meinem jetzigem Teleskop lohnt es sich nicht auch noch den 6mm Aple zu kaufen, da der Vergrößerungsunterschied hier zu gering ausfällt.
Ich spiel aber mit dem Gedanken mein eher durchschnittliches 13mm Expanse mit dem Aple 14,5mm zu ergänzen.
Ich hoffe euch hat der Test gefallen. (ich habe immer ein offenes Ohr dafür wie ich mein Testsystem weiter verbessern kann)
Und hoffe selber auf viele Antworten. =)
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: