Fangspiegelheizung - brauche Nachhilfe in

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Refek

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Elektronik!

Hallo Forum!

Ich habe mir vor ein paar Wochen einen älteren 10"f/5-Dobs von GSO zugelegt und bin momentan dabei, den Dobs auf Transportabel umzubauen. Geplant ist ein Drei-Stangen-Dobson. OT und UT sollen in der Rockerbox für den Transport untergebracht werden, daher ist der OT recht schmal gehalten. Es ist kein Reisedobs, also kein AbsolutMinimalTeil, er soll nur um einiges besser zu transportieren sein. Das Grundgerüst steht bereits; OT - Stangen - UT. Die Höhenräder haben 60cm DM und der Dobs ist von seiten der Spiegelzelle(die original, paßt da super rein ins Rohr) recht a.-lastig.

Da der OT konstruktionsbedingt recht schmal ist, sind Probleme mit Tau auf den FS vorprogramiert. Der FS ist gefasst und hat 62mm kA. Die Stromversorgung der Heizung soll über 9V-Block laufen um irgendwelche Kabel an den Streben zu vermeiden.

Nun das Problem:
Ich bin Handwerker und kein Elektroniker. Ausgehend von der Fangspiegelgröße, der Fassung und der Stromversorgung, wie kann ich mit welchen Mitteln eine Heizung für den Fangspiegel bauen?
Bitte keine Formeln(soweit sie sich vermeiden lassen), das ist mir ZU theoretisch und gibt nur Kopfschmerzen. Kann mir jemand ganz ohne Theorie sagen, was ich konkret brauche und wie ich das am besten montieren kann?
Kommerzielle Angebote sind mir zu teuer.

Grüsse und CS,
Matthias
 
Hallo Matthias,

kein Problem, dafür mußt Du aber schon mitteilen womit Du die FS-Heizung mit Spannung versorgen willst.

Wenn Du z. B. eh schon ´ne 12V Batterie für einen Lüfter dran hast, sollte man die mit benutzen.
Sonst müsstest Du ein kleines Akkupak am Hut befestigen - hält natürlich nicht so lange und ist zusätzliches Gewicht am Hut.

Oh sorry <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" /> seh gerade daß Du einen 9V block nehmen willst...das wird teuer!

Ich rechne trotzdem mal, damit Andere evtl. da was rausziehen können:

Also ich würde sagen 0,6 Watt reichen hier.
Bei 9V Blockbatterie wären das an Leistung:
A=W/U = 0,6 Watt / 9V= 0,67Ampere

Also wird bei einer 9V Block-Batterie ein Strom von 0,067A benötigt um 0,6 Watt zu verbraten.

Um nun auf den benötigten Widerstand zu kommen:
R= U/I = 9V / 0,067A= 135 Ohm

Du benötigst also einen Gesamtwiderstand von 135 Ohm.

Das teilen wir nun auf 3 Widerstände auf: 135/3= 45 Ohm

Du mußt also 3 Widerstände mit je 45 Ohm in Reihe schalten.
Da es 45 ohm Widerstände nicht oder nur selten gibt, nimmst
Du 3 Stück a´ 47 Ohm mit je 0,5 Watt Leistung.
Hie mal ein vereinfachtes Bild zur Reihenschaltung (wie eine Kette...hier nur 2 Stück dargestellt!):
Link zur Grafik: http://www.elektrotechnik-fachwissen.de/bilder/reihenschaltung-schaltplan.gif

Diese 3 Widerstände klebst Du mit einem kleinen Tropfen Superkleber oder Epoxy auf die FS-Rückseite.
Dann an jedes Ende ein Kabel welches an die Batterie kommt.
Dabei darauf achten, daß die Widerstände gut Kontakt zum FS haben.
Beim GSO hast Du auch nicht viel Platz, da der FS nur mittig etwas frei liegt, dort wo der FS-Halter hohl ist.

Hoffe das hilft!

Hier ein brauchbarer Widerstand
http://www.reichelt.de/index.html?SID=20...=3;GRUPPE=B1121
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich habe mir eben mal den Widerstand im Link angeschaut. Ist der Wärmeübergang von so einem zylindrischen Widerstand auf das Glas nicht sehr gering? Gibt es sowas nicht auch in eckig (größere Fläche am Glas)?
Muss ich sagen, das ich mich auf ähnlichem Elektronikniveau bewege wie Matthias <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/schwitz.gif" alt="" />?

Grüße

Wolf
 
Hallo Wolf,

ja die gibt es in Quadratisch, die sind aber viel zu groß!

Deshalb ja Aufkleben mit Superkleber oder Epoxy, das schafft Kontaktfläche.
 
Hallo Ekkehard!

Vielen Dank für die recht ausführliche Beschreibung. Jetzt habe selbst ich das verstanden.

Ich hatte eben mal den FS ausgeschraubt und mir das Teil etwas genauer angesehen. In der Fassung liegt der FS nur etwa 10mm rundum auf, der Rest ist hohl und mit so'nem Schaumstoffbäbl ausgestopft. Wenn man diesen entfernt hat man eigentlich sehr viel Platz um die Widerstände zu befestigen. Allemal mehr als bei einem geklebten FS.

Nehme ich zum Beispiel einen Akku mit 7,2V und 300mAh, dann bräuchte ich anstatt der 47 Ohm entsprechend 27 Ohm(lt.Rechner 28,9) was eine Leistung von 0,63W ergibt, richtig? Reicht das aus den FS ausreichend zu erwärmen oder ist das schon wieder zu viel?

Entschultige die Fragerei, ich habe von den Thema Fangspiegelheizung keinerlei Erfahrung weil ich's bis heute nicht gebraucht habe.

Grüsse,
Matthias
 
Hi Matthias,

das Forum ist zum fragen da <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Mit niedriger Spannung muß die Stromstärke steigen um auf die gleiche Leistung von 0,6 Watt zu kommen.

U=RxI
U= Spannung in Volt
R= Widerstand in Ohm
I= Stromstärke in Ampere

Du willst 0,6 Watt.

Die Leistung (Watt) ist U x I (Volt x Ampere)
Also W=UxI
Du hast die Spannung ja vorgegeben.
Wir müssen also die erforderliche Stromstärke berechnen
W=UxI deshalb umgestellt auf I: I=W/U
Also I= 0,6 Watt / 7,2 Volt= 0,0833

Also wird mit 7,2V Block-Batterie ein Strom von 0,083A benötigt um 0,6 Watt zu verbraten!
So ein Akku wird also schneller leer sein.

Um nun auf den benötigten Widerstand zu kommen:
Die Grundformel lautet U=RxI
Wir haben U und wir haben nun I.
U=RxI deshalb umgestellt auf R=U/I
Also R= U/I = 7,2V / 0,083A= 86 Ohm

Du benötigst also einen Gesamtwiderstand von 86 Ohm.

Das teilen wir nun auf 3 Widerstände auf: 86/3= 28,7 Ohm

Du mußt also 3 Widerstände mit je 28,7 Ohm in Reihe schalten.
Da es 28,7 Ohm Widerstände nicht oder nur selten gibt, nimmst
Du 3 Stück a´ 27 Ohm mit je 0,5 Watt Leistung.

Durch diese etwas kleineren Widerstände fließt etwas mehr Strom, ist aber OK da die 7,2V nicht allzu lange anliegen und die Heizleistung ständig kleiner wird.

Nochmal zusammengefasst:

Bei einem 10" bis 16" würde ich 0,6 Watt verballern.
Über 16" würde ich auf 0,8 Watt gehen.
Das sind nur Anhaltspunkte, die natürlich von der FS-Größe abhängen.

Grundformel: U=RxI
U= Spannung in Volt
R= Widerstand in Ohm
I= Stromstärke in Ampere

Erforderliche Stromstärke: I=W/U
W= Leistung in Watt

Erforderlicher Gesamtwiderstand: R=U/I

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />
 
Hallo Wolf!

Da du eh nicht drumrum kommen wirst dir das Teil in natura anzusehen, hier mal die Idee, die mir seit gestern abend durch den Kopf geht.

Wie du gesehen hast liegt der FS frei, das Tauproblem wird unvermeidlich kommen. Fangspiegelheizung ist also angesagt, aber keine Ahnung von Elektronik.
Das Anbringen der Stromversorgung ist ganz einfach. Ich biege mir einen Bügel zurecht, der entweder an der FS-Fassung oder an der Aufhängung zwischen den Streben geschraubt wird. Breite etwa 10mm. Auf diesen Bügel kommt dann dieser Clip, entweder geklebt oder wahrscheinlicher geschraubt, in den dann einfach der Block bei Bedarf geclipst wird. Das Gewicht dieser Konstruktion ist bei der a.-lastigkeit des Dobs unwichtig. Ich glaube nicht, dass man das noch einfacherer bewerkstelligen könnte. Natürlich wird der kleine Bügel so befestigt, dass die Justierschrauben noch frei zugänglich sind.

Was meinst du, andere Vorschläge?

Grüsse und CS,
Matthias
 
Hi Matthias,

die die Ströme bei den kleinen Leistungen winzig sind, würde ich Dir zur Mitnutzung Deines Lüfterakkus raten, wie Pteng das auch schon getan hat, dann nimmst Du die dünnste Litze die Du kriegen kannst (oder Kupferlackdraht) und klebst den mit ein paar Punkten Sekundenkleber auf eine der im Schatten der Fangspiegelstreben liegenden Seiten derselben und fertig.

Sonst hast Du den Bimmelbammel mit dem Akku in Deinem Dobs rumfahren, das ist auch nicht soooo toll.

CS

J.
 
...achso hatte ich vergessen, der 7,2V/300mA Akku wird in ca. 3 Stunden leer oder sagen wir besser kraftlos sein....das meinte ich mit teuer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />
 
Hallo Ekkehard!

Klasse! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> Wieder was gelernt!
Die 7,2V/300mAh waren nur ein Beispiel für einen Akkublock. Jetzt da ich die Zusammenhänge besser verstehe, kann ich mir auch Gedanken über alternative Stromquellen und damit längere Standzeiten machen. Natürlich wäre ein 9V-Block das optimale.

Eine Frage hätte ich da aber noch. Was ist der Unterschied zwischen 1/4W-, 1/2W- und 1W-Widerständen? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/erschreck.gif" alt="" />

CS,
Matthias
 
Hallo Jörg!

Ich bin recht unmobil, was letztlich auch der ausschlaggebende Grund für den Umbau des 10"f/5 ist. Der UT des Dobs ist 20cm lang(hoch). Im vergleich zu einen geschlossenen Tubus kühlt der HS weitaus schneller aus. Der Aufbau erfolgt in der Dämmerung und bis es dann richtig dunkel geworden ist vergeht seine Zeit. Mich interessieren Planeten und die damit verbundenen Hochvergrößerungen nicht sonderlich. Und mir ist bis heute nicht aufgefallen, dass sich das Bild bei niedrigen Vergrößerungen zwischen einen ausgekühlten und einen nicht ausgekühlten HS unterscheidet. Mag sein, dass das den ein oder anderen stört, ich sehe ehrlich gesagt keinen Sinn in der Montage eines Lüfters und daher brauche ich auch keinen 12V-Akku mit auf den Acker zu schleppen. Wenn dieser natürlich existieren würde, dann bräuchte ich auch nicht über einen Block nachzudenken. Aber das soll jetzt keine Diskussion über den Sinn und Unsinn eines HS-Lüfters werden. Trotzdem Danke für den Hinweis.

CS,
Matthias
 
Hi Matthias,

die verschiedenen Widerstandsangaben in Watt beziehen sich auf die MAXIMALE Leistung die über einen Widerstand geleitet werden darf.

Da Du ca. 0,6 Watt verbraten willst, mußt Du auch einen Widerstand einsetzen der minimal 0,6 Watt abkann.
 
Öhm ... noch 'ne Frage. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/schwitz.gif" alt="" />

Schalte ich zwei Akkus in Reihe, summiert sich die Spannung und die Stromstärke bleibt gleich. Schalte ich aber die beiden Akkus parallel, dann summiert sich die Stromstärke und die Spannung bleibt gleich. Richtig?

Ist halt schon zu lange her, als ich das mal in der Schule gelernt habe.

CS,
Matthias
 
Hallo Matthias,

nur teilweise richtig:

Schaltest Du zwei Akkus in Reihe, summiert sich die Spannung. Bei unverändert bleibende Last, verdoppelt sich aber auch der Strom und die Leistung wird 4x größer.

Schaltest du zwei Akkus parallel, bleibt die Spannung konstant. Auch der Strom durch die Heizwiderstände bleibt konstant. Jeder Akku liefert jedoch nur die Hälfte davon. Somit hast Du die Lebensdauer verdoppelt.

Viele Grüße
Horia
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Horia,

das ist hier aber nicht gefragt und damit verwirrst Du nur!

Matthias hatte doch geschrieben, daß er natürlich die Last anpasst, da er nun in der Lage ist bei verschiedenen Spannungen den Lastwiderstand zu berechnen.

Darauf bezogen ist das Ganze vollkommen richtig!

Vielleicht mal vorher lesen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Hallo,

sorry, das ich das Thema nochmal aufgreife, aber irgendwie habe ich immernoch Verständnisschwierigkeiten ...

Ich habe einen kleinen Fangspiegel (45mm) und wollte den mit eben reduzierter Leistung beheizen. Also habe ich mich mal ans rechnen gemacht, verstehe das Ergebnis aber nicht wirklich.
Ich möchte 0,45W verbrauchen - das sollte bei dem Spiegelchen reichen - und einen 9V Block verwenden.

Nach obiger Rechnung komme ich bei 0,45W und 9V auf einen Gesamtwiderstand von 180 Ohm.
0,45/9 = 0,05
0,05/9 = 180 Ohm
Aber der Heizwiderstand sollte bei 0,45W doch kleiner sein als bei 0,6W, oder? Also sollten doch auch kleinere Widerstände verwendet werden können, oder wie verstehe ich das???

Noch komischer wird es wenn ich einen 4,5V Block oder 1,5V Batterie verwende:
0,45W / 4,5V = 0,1A -> 0,1A / 4,5V = 90 Ohm
0,45W / 1,5V = 0,3A -> 0,3A / 1,5V = 5 Ohm

daraus entnehme ich doch, das wenn die Betterie immer kleiner wird, auch der zu verwendende Widerstand immer geringer ausfällt. Wenn meine Batterie also fast komplett geleert ist reicht ein minimaler Widerstand um den Fangspiegel trotzdem mit 0,45W zu enteisen?

Ich dachte das der Widerstand bei höherer Spannung kleiner werden kann und nicht umgekehrt.
Wo ist mein Denkfehler?

taufreie CS,
Robert
 
Hi Robert, mal gaaaaaaanz langsam.

Da gab's mal einen Herrn Ohm, der hat rausgefunden daß Strom und Spannung an einem Widerstand in einem bestimmtem Verhältnis stehen:

I = U / R
U = I * R

(OHMSCHES GESETZ)

Dabei steht:

U für die Spannung, gemessen in Volt (V)
I für den el. Strom, gemessen in Ampère (A)
R für den el. Widerstand, gemessen in Ohm (Q, für "Omega")


Die el. Leistung, Formelzeichen "P" und Einheit "Watt"=W die "verbraten" wird, ist das Produkt aus Strom und Spannung

P = U * I

setzt man ein:

U = I * R

ergibt sich:

P = I * R * I = I² * R


Für eine Batterie-Nennspannung von 9 V und Deine 0,45W gilt dann:

P = 0,45 W -> I = P / U = 0,45 W / 9 V = 0,05 A = 50 mA
R = U / I = 9 V / 0,05 A = 180 Q (Formelzeichen Omega)

Da der Widerstand konstant ist wird sich der fließende Strom ändern, wenn Deine Batterie nach und nach den Geist aushaucht:

Rechnen wir den Strom und die Leistung aus für

9 V : I = 9 V / 180 Q = 0,05 A -> P = R * I² = 0,45 W
6 V : I = 6 V / 180 Q = 0,03 A -> P = 0,162 W
4,5 V : I = 4,5 V / 180 Q = 0,025 A -> P = 0,1125 W
1,5 V : I = 1,5 V / 180 Q = 0,008 A -> P = 0,0115 W

Du siehst, das mit zusammenbrechender Batteriespannung die el. Leistung in den Widerständen sehr schnell unter die bei der Bemessung ausgerechnete Leistung fällt. Bedenkt man nun, daß Batterien ihre Nennspannung schon nach kurzer Benutzungsdauer nicht mehr aufweisen, wird PTengs Hinweis auf den relativ hohen Kostenfaktor der Batterien deutlich.

Da die entwickelte Leistung nicht von der anliegenden Spannung und dem anliegenden Strom abhängt, wird bei kleinerer verwendeter Spannung auch der nötige Widerstand kleiner um einen bestimmten Strom einzustellen. Da die Widerstände, die Du einbaust, aber nach dem Anschlußwert der Spannungsquelle zu bemessen sind (damit sie nicht durchbrennen), kommt wie erwartet auch genau PTengs Berechnung zustande, nur mit Deinen anderen Leistungswerten - klar?

CS

J.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo J. (Optikus)

erstmal Danke für die schnelle Antwort.
Ich glaube ich habe jetzt meinen Denkfehler gefunden, auch wenn mir deine Erklärungen nicht immer einleuchten:

Die el. Leistung, Formelzeichen "P" und Einheit "Watt"=W die "verbraten" wird, ist das Produkt aus Strom und Spannung

P = U * I
Da die entwickelte Leistung nicht von der anliegenden Spannung und dem anliegenden Strom abhängt
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />

Der Widerstand begrenzt nicht die Spannung, sondern den Strom, richtig? Der Witz ist doch, daß ich im 9V Block mehr Leistung stecken habe als in der 1,5V Batterie (P=U*I, wer hat's erfunden? Der Mann mit der Dampfmaschine ... wie der Name schon sagt). Ergo muß ich auch mehr Widerstand einsetzen, richtig?
Mein Dekfehler war, das ich irgendwie angenommen habe, bei größerer Leistung weniger Widerstand verwenden zu können um die gleiche Wärme zu erzeugen ... habe dabei aber den zeitlichen Verlauf der ganzen Geschichte aus den Augen verloren.

Wenn ich es jetzt so lese, weiß ich nicht, ob es jetzt nicht sogar noch unklarer geworden ist.

Die Formeln von Pteng sind absolut richtig und nie von mir angezweifelt worden. Ich würde nicht im Traum daran denken, Herrn Ohm, Watt oder Kirchoff zu widersprechen ... aber irgendwo hatte ich einen Denkfehler dem ich nicht gleich auf die Spur gekommen bin.
Jetzt ist es wieder besser <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

wird bei kleinerer verwendeter Spannung auch der nötige Widerstand kleiner um einen bestimmten Strom einzustellen
hat geholfen.

Robert
 
Ho Robert,

zu Deinem Zitat - Korrektur herausgegeben.


Der el. Widerstand bestimmt den in einem Leiter bei einer bestimmten anliegenden Spannung fließenden Strom. Er begrenzt ihn nicht, denn das würde heißen, er könne fallweise auch mal kleiner sein. Kann er nicht, es sei denn, der Widerstand wäre größer.


Also: Wenn man an einen bestimmten Widerstand eine bestimmte Spannung anlegt dann fließt der sich daraus ergebende Strom nach dem Ohmschen Gesetz.


Die elektrische Leistung ist aber ein wenig anders zu betrachten, hier herrscht eine quadratische Abhängigkeit. Die entsprechende Herleitung hatte ich angegeben.

In Deiner 9V-Batterie steckt daher auch nicht mehr "Leistung" als in einer 1,5V-Batterie, nur eine höhere Spannung!
Die erzeugte Leistung im Lastwiderstand hängt (bei gegebener Batterie) nur von der Anpassung an den entsprechenden Lastwiderstand ab. Denn der Lastwiderstand bestimmt erst, wie viel Strom aus Deiner Batterie überhaupt fliessen kann. Nicht die Batterie bestimmt das, der angeschlossene Widerstand!


Nehmen wir nochmal Deine 0,45 W für eine Vergleichsrechnung her:

P = U * I -> I = P / U = 0,45 W / 9 V = 0,05 A = 50 mA

wenn wir das jetzt für eine 1,5V-Batterie rechnen:

I = 0,45 W / 1,5 V = 0,3 A = 300 mA

Das bedeutet bei der kleineren Spannung muß für die gleiche Leistung ein höherer Strom fließen.


Rechnen man jetzt nochmal die Widerstände aus, die es dafür braucht, damit dieser Strom fließen kann, ergibt sich:

für die 9V-Batterie die bekannten 180 Ohm

für die 1,5V folgende Rechnung:

R = U / I = 1,5 V / 0,3 A = 5 Ohm

Da bei niedrigerer Spannung mehr Strom für die gleiche Leistung fließen muß, muß der Widerstand im Stromkreis kleiner werden.


Du hast halt in Deiner Vorstellung den Begriff "Leistung" etwas verquirlt, wenn man sich an die richtigen Definitionen hält wird sich der dargestellte Sachverhalt einstellen. Das ist naturgesetzlich.


Wie lange Du die Wärme erzeugen kannst, sagt die im übrigen die Batterieaufschrift: Die Kapazität einer Batterie sagt Dir, wie viel Strom wie lange entnommen werden kann:

1500 mAh = (Milliamperestunden) bedeutet theoretisch:

1500 mA 1 Stunde
150 mA 10 Stunden
15 mA 100 Stunden
1.5 mA 1000 Stunden ...

Nur daß ein Akku bzw. eine Batterie das natürlich nicht ganz so schön theoriekonform hinbekommt und in der Regel früher aufgibt.


CS

J.
 
Ich hätte nach 4 Jahren dazu jetzt eine Frage.....

Wieviel Leistung benötigt ein 120mm Fangspiegel, um Tau zu verhindern.

Wie katastrophal wirkt sich das auf die optische Qualitäte (fotografisch) aus?

Ich habe die Heizelemente bei Conrad gekauft (2 Heizelemente mit jeweils 90mm Dm).

Danke
Robert
 
Hallo Robert,
ich beheize einen 85mm FS mit 1W an 12V (3 x Keramikwiderstand 48 Ohm) und brauche die Heizung immer nur für ca. 5 Min. einschalten, bis er wieder frei ist.
Eigentlich ist das also zuviel und ich sollte mal über eine kleine PWM-Schaltung nachdenken.
Andererseits ist der Schalter direkt am OAZ und somit immer in Reichweite.

Da das ganze am Dobs ist, kann ich zum Thema Foto-Beeinflussung nix beitragen. Wenn Du aber moderat heizt und der FS sich auch nicht thermisch verformt, sollte das keinen Einfluss auf Dein Bild haben.
Aber dazu kommt bestimmt noch was - ich hab hier schon öfter von Fotografen mit FS-Heizung gehört...
 
Hallo!

Da ich seinerzeit diesen Thread hier eröffnet habe, mal kurz, was letztlich draus geworden ist.

Sowohl mein 10"f/5-Dobson als auch mein 6"f/5-Fotonewton besitzen einen 63mm-FS. Ich hatte mich für 3 in Reihe geschaltete 3,3Ohm/1W Widerstände entschieden, die mit 2 2500mA-Mignonakkus mit Strom versorgt werden. Daraus ergeben sich 0,58 Watt bei 242mA.

Der FS(beide!) ist mit Silikonblobs auf einen einfachen Halter aus Alublech(Dobs 3mm, Foto 4mm stark) geklebt, das für die Widerstände vorgesehene Löcher besitzt. Darin wurden die Widerstände mit Sekundenkleber eingefügt und verdrahtet. Über der Zentrierschraube wurde ein Bügel angebracht, auf dem ein 9V-Clip geschraubt wurde. Darin wird der Batteriehalter eingeclips, in der die beiden Mignonakkus sind. Ich habe unten ein Bild angefügt, das vom Prinzip her die Konstruktion zeigt, allerdings ohne Clip und Halter.

Am Dobson kann man recht gut zusehen, wie der komplett zugetaute FS langsam wieder aufgeht. Oft brauche die Heizung nicht, aber zum Glück hatte ich die Akkupacks auf'n ATB dieses Jahr dabei, da ist mir in den Morgenstunden selbst der HS am Dobson abgesoffen.
Ich bin einer von denen, die eine FS-Heizung auch an einem Fotogerät benutzen. Weder am Dobson noch am Fotonewton konnte ich beobachten, dass sich das Bild veränderte, nachdem ich die Heizung in Betrieb genommen habe. 0,6Watt an einem 63mm-FS ist nicht viel im Vergleich zu einer Taukappenheizung, bei der pro cm² optische Fläche eine Heizleistung von 5-10mW empfohlen wird. Wieviel man für einen 120mm-FS brauchen würde kann ich nur schätzen, würde aber nicht unbedingt über 1,2-1,3Watt gehen.

Soviel dazu, vielleicht hilft es weiter.
Grüsse,
Matthias

PS: In den scheinbar leeren Postings von mir weiter oben stand ursprünglich ein Smilie mit erhobenen Daumen als Zeichen für "Super!". Das Smilie existiert offensichtlich nicht mehr in der Forensoft.
 

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Hallo Ralf und Mathias

Vielen Dank für die tollen Antworten.

Ich denke fotografisch ist es wichtig, möglichst gleichmäßig (großflächig) zu beheizen.

1,2 Watt in etwa habe ich mir auch vorgestellt. Das wäre bei 12 Volt mit 0,1 Ampere möglich.

siehe oben: R= U/I
R = 12/0,1
R = 120 Ohm.

Wenn ich 2 Heizelemente mit je 90mm Durchmesser und je 20 Ohm in Serie schalte (also hintereinander) dann habe ich 40 Ohm und dann fehlen noch 80 Ohm.

Flächenformel einer Elipse:
LxB * 0,785 = 16,92 x 12 * 0,785 = ~160cm²
160 cm² x 0,01 Watt = 1,6 Watt

Ich habe mir gestern bei conrad einen Dreh Potentiometer gekauft, der 4 Watt verträgt und 0-100 Ohm zum Einstellen.

Dann könnte ich so zu sagen zwischen 40 Ohm und 140 Ohm einstellen. Das bedeutet:
(I= U/R)
40 Ohm ist 12/40 = 0,3 Ampere > 3,6 Watt
140 Ohm ist 12/140 = 0,09Ampere > 1,0 Watt

Dann habe ich alles abgedeckt bzw. könnte bei entsprechender Postion des Teleskopes und genügend Geduld eine Eierspeise zum Frühstück genießen :-)

Liebe Grüße
Robert
 
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