Dobson-Auswahl

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mondgesicht

Neues Mitglied
Hallo zusammen,
bin neu hier und lese schon seit einer Weile interessiert mit! :super:
Bezüglich der Auswahl für ein Equipment für ein paar Bekannte und mich würde ich gerne Euren Rat / Erfahrung einholen:
Wir möchten gerne den Himmel visuell beobachten, insbesondere den Mond, die Planteten (wenn sie sich mal zeigen), Einzelsterne, DS-Objekte wie Galaxien, evtl. Nebel. Fotografieren wollen wir nicht bzw. ist mit diesem einfachen Eq nicht geplant. Hierzu haben wir uns überlegt, dass vielleicht ein Dobson mit 10 oder 12" Öffnung der passende Einstieg wäre - meist zur stationären Beobachtung im ländlichen Garten und evtl. mal mit geeignetem Fahrzeug auch unterwegs. Da das Angebot an Dobs vielfältig ist, würde ich gerne mal Eure Meinung hören, welches der folgenden >>beispielsweise<< herausgesuchten Angebote Eures Erachtens sinnvoll wäre (die >censored<-Links habe ich durch unzensierte ersetzt.. :augenrubbel: Da die Ausstattung innerhalb der jeweiligen Linien zwischen den Öffnungsgrößen kaum unterschiedlich sein dürfte, geht's mir hierbei mehr um die Qualität und der verschiedenen Modelle als um den Öffnungsdurchmesser. (optische Qualität und Qualität der Geräte und Boxen an sich bzw. deren Handhabung und Temperaturverhalten etc).
Hier die Links einiger "zufällig" herausgesuchten Angebote:
GSDxxxE
xxxBCR
GSDxxxBCR und SCR
Skywatcher xx" Pyrex
Geoptic Formula Pro

Puh, soo viele Links :schwitz:

Ein paar Fragen dazu erstmal:

1.) Unterscheiden sich die 3 GSO-Typen (300e, 300bcr und das von TS angebotene 300SCR) spürbar, so dass die Preisunterschiede gerechtfertigt sind?

2.) Kennt jemand die Geoptik-Dobs? ->Scheinen recht selten zu sein, obwohl es da inzwischen auch einige günstige Angebote zu geben scheint:-) Wie steht zB das Formula Pro 300 im Vergleich zum "GSO300scr" - kann man da die unterschiedliche Herkunft "spüren"? Immerhin gibt Geoptik eine recht lange Garantie auf seine Geräte...

3.) Der Skywatcher Dobson dürfte wohl mit dem einfacheren GSO-Modell vergleichbar sein, richtig? (wie wohl in anderen Threads angedeutet)

Mir geht's hier in diesem Thread insbesondere darum, die mögliche Auswahl enger einzuschränken, damit die Qual der Wahl nicht zu groß wird. Daher würde ich mich über Eure Tipps zu den genannten Modellreihen sehr freuen!

Vielen Dank erst mal und viele Grüße
Thomas
 
Hallo Thomas!

Zieh Dir doch noch bei Intercon-spacetec die Galaxy D 12 rein, die spielen in der gleichen Liga, im Paket z.T. schon günstiger! Wobei ich sagen muß, für mich käme als Volltubus max. 10" (wie ich habe) in Frage, haste schon mal so 'nen 12er Trum live gesehen (und gehoben)???

Mehr bei Bedarf heut abend!

CS Volker!
 
Hi Thomas,


so ein 12-Zöller ist ein riesiges Teil und knapp 40 kg ist auch schon eine Gewichtsklasse die lästig werden kann.
Ihr seid ein Team und wenn Ihr Euch das ehrlich zutraut, rate ich zum 12er, denn ab 10" handelt Ihr Euch bei den genannten Geräten F/5 ein und damit ein nicht mehr ganz so unkritisches Öffnungsverhältnis wie es ein 8" F/6 aus diesen Quellen bieten würde.
Wenn schon F/5, dann lieber gleich mindestens 12", man sollte sich das aber Mal in Natura ansehen und kommt dann eventuell sogar zu dem Schluss, lieber einen Gitterrohrdobson in Leichtbau zu wählen.

Der Skywatcher ist mit den einfachen GSO-Modellen vergleichbar.
Der einzige Vorteil den er eventuell sogar gegenüber dem wertigeren und teureren Geoptik hat ist die Lagerung in der Höhe.

Diese Rockerboxen funktionieren alle leidlich brauchbar, weil der große, lange und schwere Tubus auf zwei unterdimensionierten Höhenrädern mit Gleitlager lauft und hier nachgeführt werden muss. Das geht, aber keinesfalls zitterfrei wie ich an GSOs und Skywatcher schon feststellen durfte, selbst beim Fokussieren am OAZ vibrieren diese Teile wegen der zu schwachen Lagerung.
Wie sich das beim Geoptik verhält weiß ich nicht, es könnte sein, dass der Alutubus in sich etwas stabiler ist als das dünne Walzblech der Mitbewerber.
Der Skywatcher hat zwar auch eine zu kleine Höhenlagerung, man kann sie aber wegen der besonderen Funktionsweise recht einfach vergrößern, siehe
http://www.deepsky-brothers.de/index.htm
unter Tipps und Tricks, Verb.Skyw.Rocherb.
Ein Nachteil beim Transport sind die hohen Seitenwangen der Skywatcher-Box.
Viele Leute bauen sich gerade bei 10 und 12-Zöllern irgendwann eine komplett neue Rockerbox mit großen Höhenrädern auf.

Von allen Teleskopen solltet Ihr mindestens die zugesicherte "beugungsbegrenzte Qualität" erwarten können, da gilt es noch Mal nachzulesen und wenn dies eingehalten wird, sind diese Teleskope den Preis wert.
Der Geoptik sollte da etwas herausragen, wissen kann ich das mangels eigener Erfahrung nicht, die wenigen bisherigen Kritiken zu Geoptik Newtons waren so weit ich weiß durch die Bank sehr phositiv.

Das Budget sollte noch Luft für Zubehör lassen, so ein 12-Zöller lohnt die schrittweise Anschaffung weiteren Zubehörs und das kann sich ohne übertriebene Ansprüche ganz schnell in den Bereich des Kaufpreises für das Gerät mit den 1-2 Beipackokularen bewegen mit denen das Leistungsvermögen gerade Mal angekratzt wird.

Gruß und CS
*entfernt*



 
Hallo Thomas,

ich schlage in die gleiche Kerbe wie meine Vorredner!

Vielleicht sagst Du uns mal, wo Dein Beobachtungsstandort ist und welche Bedingungen Du dort, wohl im Garten, hast (Lichtverschmutzung, ländlicher oder städtischer Raum, Lampen in der Umgebung etc.).

Sollte Würzburg nicht zu weit sein, dann lade ich Diche gerne mal zum Beobachten in meine Sternwarte ein.

Wie Du weiter unten siehst, besitze ich einen 8" f6 Dobson und einen 12" f5 Dobson. Und das nicht von Ungefähr! Den 8er nehme ich schon mal mit für unterwegs, der 12er ist ein "Kavenzmann", den man nicht mal so transportiert. Auf der Terasse oder im Garten ist er natürlich ideal, zum Transport benötigt man aber schon einen größeren Kombi, denn quer auf die Rücksitzbank geht er schon nicht mehr.

Zudem solltest Du, da die Preisangaben der ausgesuchten Geräte sehr differieren, mal Dein Buget benennen.

Zum Gerät als solches kommt noch so einiges an Zubehör hinzu, um ihn sinnvoll zu betreiben. Ich zähle hier mal so das wichtigste auf, nur zum überlegen:

- Sternkarte drehbar
- Deep Sky Reiseatlas und Karkoschka (Buch)
- Leuchtpunkt- oder Telradsucher
- Rotlicht- Weißlichtlampe unschaltbar (oder Eigenbau)
- 30-40 mm Übersichtspkular in 2", je nach Größe des Geräts
- Okular um die 14 mm
- Okular um die 8 mm
- Okular um die 4-5 mm
- ggf. O-III Filter in 2"
- Klapptisch und Klappstuhl
- Alukoffer für Okulare und Zubehör

Wobei alles natürlich nicht gleich sein muß, man kann nach und nach aufstocken.

Als Universal-Endgerät wäre ein Dobson in 10" gerade noch tragbar, den 12" f5 müsste man eigentlich bereits als stationäres Gerät bezeichnen, auch da er durch den Wickelblechtubus recht kollimationskritisch ist, nicht nur durch sein Öffnungsverhältnis von f5.

Soweit mal fürs erste von mir.

CS
Winfried
 
Hallo Thomas,

ich persönlich habe mich für einen 10" Galaxy Dobson mit Pyrex Glas und Micro-Crayford entschieden. Dazu habe ich dann noch etwas mehr Geld in die Hand genommen und in 2 Televue Okulare investiert (35mm Panoptic und 7 mm Nagler) damit ich den Newton voll ausreizen kann, sowie in einen OIII Filter. Damit war ich schon beim doppelten Grundpreis des Dobsons, aber langfristig wird sich das sicher lohnen. Später aufzurüsten und recht gute Okulare durch sehr gute zu ersetzen ist immer teurer als gleich in die optimale Ausrüstung zu investieren.

Ich kann dir noch nicht viel zur Leistung des Systems sagen, das Paket kommt wohl erst heute an. *freu*
Eines kann ich allerdings jetzt schon sagen, die Beratung bei ICS war erstklassig! :)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen...
...und herzlichsten Dank für Eure prompten Antworten!! :respekt2:
Puh, war ja einiges durchzulesen:schwitz:

Uns ist schon ansatzweise klar, dass ein 12"er nicht mehr ganz handlich sein wird, dafür kann man aber mehr sehen :biggrin: - aber bevor wir uns für einen bestimmten Durchmesser entscheiden, soll zunächst klar sein, welcher Hersteller / welche "Variante" überhaupt in Frage käme.
Da ein Kombi UND ein Kleintransporter vorhanden ist, wäre Transportieren von "unhandlicher" Hardware kein so großes Problem. Wir befinden uns im ländlichen Raum in der Pfalz mit geringer bis mäßiger Aufhellung.
Bezüglich Investitionsvolumen: Ist noch nicht ganz klar, da wir erst in einem "frühen" Entscheidungsstadium befinden. Aber alle bisher genannten Modelle plus die erwähnten Extras liegen im Bereich des Machbaren.

@Günther:
Gitterdobson wäre auch eine Alternative - aber: Gegen Gitterrohrdob spricht - soweit ich das durch Mitlesen richtig verstanden habe - dass das Ding nach dem Zusammenbauen immer justiert werden muss und meist sind die Gitterdobs grob doppelt so teuer wie z. b. ein Galaxy - oder hab ich was übersehen?

@Volker @Markus:
Die ICS-Seiten und Galaxy-Modelle habe ich mir auch angesehen - hier dürfte die opt. Qualität zwischen dem GSO xxBCR und dem xxSCR liegen - richtig?

Sind eigentlich die Hauptspiegel selbst bei den von Euch und von mir aufgeführten Modellen insbesondere im Material unterschiedlich? Somit dürfte beim Hauptspiegel das Thema Temperaturverhalten im Vordergrund stehen und weniger die opt. Qualität - kann man das so sagen (bezogen auf die Kategorie in der wir uns hier "befinden" und bei visueller Nutzung)?

@Günther:
Ich hab keine Dobs (in "meiner Kategorie") gefunden, die bei diesen Öffnungen nicht f/5 gewesen wären. Somit müssen wir wohl auch noch in bessere Okulare investieren..

@Markus:
Deine neue Ausstattung kommt ja so ziemlich in die Kategorie, wo wir auch suchen! Lese gerne mehr über erste Eindrücke und Erfahrungen - gerne auch bzgl. der mitbestellten Okulare -> bei den tiefhängenden Wolken (zumindest hier bei uns) müsste Dein neuer Dob ja fast über das Wolkenband reichen und Du >>freie Sicht<< haben :D

@Winfried:
Vielen Dank für die Einladung, bis Würzburg dürften es so ca. 250km sein.. Aber vielleicht komm ich ja mal bei Euch "zufällig" durch :/..
@Winfried/Allgemein:
* Was haltet Ihr eigentlich von Zoomokularen (zB. 8-24mm), um ein besseres Handling mit den unterschiedlichen Vergrößerungsstufen bzw. Gesichtsfelder zu haben?
* Welche Objektivhersteller kommen überhaupt in Frage - bei 2" gibt's ja nicht allzuviel Auswahl - wenn man im Niveau der bisher genannten Dob-Modellen bleiben möchte? Wenn ich richtig mitgelesen hab, dann entscheidet mehr die korrekte Okularauswahl über die Gesamtqualität eines Newtons als der Hauptspiegel (immer innerhalb der in diesem Thread "ausgewählten" Qualität) - stimmt das?
* Sind die mitgelieferten Okulare überhaupt ausreichend brauchbar?

nochmals @Günther:
So wie ich gelesen hab, scheinen wohl etliche Dob-Besitzer sich früher oder später eine eigene Rockerbox zuzulegen. Ich denke, fürs Erste dürften aber die mitgelieferten Boxen doch gut genug sein - oder verliert man da schnell die Lust nach 4-5 Nächten (weil zu anstrengend)?
Einige Modelle werden ja immerhin mit Rollenlager "anstatt Teflon" angeboten, die ja dann schon etwas besser (zumindest in der horizontalrichtung) sein dürften. Wie siehst Du das?

Schade, dass niemand die Geoptik-Dobs genauer kennt, insbes. die lange Garantiezeit und die von Günther angedeutete Verarbeitungsqualität scheint eine interessante Alternative zu den anderen zu sein (zumal der Preis teilweise interessant und zu den anderen Modellen ähnlich ist)..

Vielen Dank Euch allen erstmal - muss jetzt weiterarbeiten - und - trotz der aktuellen Wetterlage - cs
Thomas
 
Hallo Thomas,
da du aus der schönen Pfalz kommst,könnte das SATT interessant für dich sein.Findet vom 4.-6- April statt,und könnte viele deiner Fragen Beantworten.Denn eine so große Ansammlung von Teleskopen,Verbesserungen,Umbauten und Zubehör(die man auch selbst "Testen"kann)verschafft einen guten Überblick,was für einen passt.Und zwar in der Praxis.
Gutes Wetter mal vorrausgesetzt... :Trost:
Vielleicht kannst du noch solange Warten?
Ich habe einen 12" Dob als Volltubus.Das ist das maximale,was mein Auto noch Transportieren kann.Gitterrohr würde ich erst ab 14-16" als notendig ansehen.Bis 12" überwiegen(für mich) die Vorteile eines Volltubus(Streulicht,Aufbau,Justierstabilität)Wobei die Justierstabilität auch einen stabilen Tubus vorraussetzt...Das Gewicht ist schon noch im erträglichen Bereich.
Grüße Rainer
 
Hallo Thomas,

zum Spiegel:
Die meisten besitzen einen BK-7 Spiegel, das ist ein Material, das auch von Schott in Mainz als Spiegelträger eingestuft wird.
Etwas (viel) Teurer ist Pyrex, das man zumindest bei den Galaxy-Dobsons bekommt. Hier (bei ICS) stammt der Spiegel dann nicht mehr aus Taiwan sondern aus den USA.

Der Unterschied besteht generell aber nur in der Auskühlphase. Im Regelfall stellt man den Dobson etwa eine Stunde vor dem Beobachten raus. Dabei passt sich der Spiegel an die Aussentemperatur an. Während der Auskühlphase zeigt der Pyrex ein besseres Bild als der BK-7, nach der Auskühlphase sind beide von der Qualität identisch, wenn es sich um gute Spiegel handelt, und das trifft wohl auf fast alle zu.

Bei Euren Bedingungen würde ich nun doch tatsächlich zum 12" f5 raten, allerdings nicht, bevor ihr mal neben einem solchen Gerät gestanden habt! In Prospekten sieht das alles recht schnuckelig aus, stehst Du daneben, werden Deine Augen wohl größer und der Mut kann sinken....
Nein, ganz so schlimm ist es nicht. Ich händle ihn ja auch alleine.

Rockerbox:
das ist in diesem Preissegment natürlich eine einfache Box aus beschichteten Spanplatten. Meine ist jetzt ein Jahr alt und funktioniert einwandfrei. Eines Tages werde ich aber eine aus verleimtem Birkenholz bauen. Mit großen Höhenrädern.

Lager der Rockerbox:
hier nur auf Teflon setzen. Es gibt Tuning-Kits (ICS 12" = 35€), bestehend aus 3 dicken Teflon Pads und einer s.g. Ebony Scheibe, die ähnlich aussieht wie die Beschichtung von Küchenarbeitsplatten. Damit kann man den Dobson gefühlvoller bewegen, gerade im Hochvergrößerungsbereich.

Okulare:
Da werden Dir andere die Empfehlungen geben, da ich meine seit über 16 Jahren besitze, nur auf das beste geachtet habe und damit heute noch gut klar komme, auch wenn es zwischenzeitlich besseres gibt.

CS
Winfried
 
Hallo Thomas,

in dem Moment, wo ein Gerät doppelt so teuer wird wie ein vergleichbares günstigeres Gerät ist es mit dem "Massenstatus" einfach vorbei und entsprechnd seltener werden dann auch Erfahrungsberichte, da ändern wir nichts dran.

ICS-Galaxy, GSO, Skywatcher geben sich nichts oder nicht viel, die Spiegelträgerqualität (nur für schnelles Beobachten und/oder in Verbindung mit effektiver saugender HS-Lüftung interessant) hat Einfluss auf den Preis, das Zubehör auch, aber beim Zubehör muss man schon wieder fragen, was ist sinnvoll, was eher nicht, was ist preisangemessen, was unnötig teuer.

Ich bin immer geneigt, weniger die Herstellerfrage in den Vordergrund zu stellen, als den vertrauensbildenden Kontakt zu einem Händler. Da lohnt es sich m.E. mehrere Kontakte aufzunehmen und genau hinzuhören. Im Vergleich kann so durchaus das günstigste Gerät den "Sieger" abgeben oder es können 100 € mehr für die (oberflächlich betrachtet) identische Variante sinnvoll ausgegeben sein.
Gebt den Händlern die Möglichkeit ihren Job gut zu machen und kauft zumindest das Teleskop da wo Ihr Euch kompetent und gut beraten fühlt sowie sichere Qualitäts und Servicezusagen erhaltet.
Dies erscheint mir in der angedachten Preis- und Qualitätsregion sinnvoller als die Auswahl nach Hersteller.

Ich sagte ja schon, dass man sich mit mehr als 8" Öffnung fast automatisch F/5 und schneller einhandelt, es gibt Ausnahmen (Martini/Orion-England pp).
Man will halt kompakt bleiben und nicht noch auf Leitern rumstiegen, was so erst ab 18" fast unvermeidlich wird.

Ganz nebenbei hat man aber am 12-Zöller F/5 unter Verwendung handelsüblicher Okulare auch noch wenigstens 1,5° Feld in der Übersicht und Aufsuche zur Verfügung, bei langsameren Öffnungsverhältnissen an 12" geht das schnell in Richtung 1° und ein 8" F/6 bietet immerhin 2°.
Mit 1,5° Feld geht ein 12" F/5 Dobson für mich gerade noch so als visueller Allrounder durch aber einige wenige großflächige Objekte sind schon nicht mehr voll umfänglich zu erfassen, auch die ungeübte Aufsuche von Objekten fällt naturgemäß mit großem Feld leichter.
Von daher würde ich z.B. raten, den 8x50 optischen Sucher auf jeden Fall drauf zu lassen und nicht gegen einen Telrad oder Riegl zu tauschen, eher einen Leuchtpunkt- oder Leuchtkreissucher zusätzlich zu ordern und eventuell sogar den 8x50 Geradsichtsucher gegen einen 8x50 Sucher mit 90° Einblick zu tauschen.
Okay, das geht schon ins Detail, zunächst steht die Wahl an sich an.
Auch das sinnvolle Okularzubehör wird erst entschieden, wenn das Teleskop an sich steht, also z.B. klar ist, es wird ein 12" F/5, egal welcher Herkunft.
So sind Zoomokulare sicher bequem, manche auch sogar sehr gut, aber nicht für jeden Brennweitenbereich unbedingt sinnvoll. Bei Zooms mit sehr weitem Brennweitenband hat man immer das Problem eines sehr kleinen Feldes im längeren Brennweitenbereich, häufig dort auch eine nachlassende Schärfeleistung, während sie zu den kürzeren Brennweiten hin immer besser werden.
Zoom mit engem Band sind sind m.E. nur im Bereich der Annäherung an die zuträgliche Maximalvergrößerung interessant.

Gruß und CS
*entfernt*

PS: Wer sagt denn, dass man einen Gitterrohrdobson immer auseinanderschrauben muss? Tut man das, muss die Justierung natürlich zumindest kontrolliert werden.
Da man sich ohnehin mit den Thema sinnerfassend beschäftigen muss, ist diese Anforderung (aller Newtons) aber keine so hohe Hürde wie gerne behauptet wird.
 
Zitat von mondgesicht:
* Was haltet Ihr eigentlich von Zoomokularen (zB. 8-24mm), um ein besseres Handling mit den unterschiedlichen Vergrößerungsstufen bzw. Gesichtsfelder zu haben?

Hi!

Zoom-Okulare sind okay, wenn Du wenig Okulare mitnehmen willst und damit den Bereich der Hochvergrößerung abdecken kannst, um zu sehen, was Du aus der Nacht rausholen kannst. Für den mittleren Brennweitenbereich machen sie eher weniger Sinn, da hier Festbrennweiten ein größeres Gesichtsfeld bieten und der Unterschied zwischen z.B. 40 und 50x nicht so enorm ist, dass man stufenlos vergrößern müßte.

Ich hab das Hyperion 8-24mm - schönes Okular, das allerdings bei 24mm ein kleineres Gesichtsfeld zeigt als bei 20mm, beim höher vergrößern ist es top. Aber: Ich hab's privat am 80/600, wo es 25- bis 75fache Vergrößerung liefert - für den Bereich ist es relativ uninteressant und wird mittelfristig wohl durch ein bis zwei Festbrennweiten ersetzt werden. Am 150/2250-Refraktor vom Verein (94x bis 281x) sieht das dagegen schon wieder ganz anders aus, gerade bei Planeten und Doppelsternen macht das Okular echt Spaß. Dann langen uns auch zwei Okulare (noch ein "Übersichtsokular" für ca. 40x dazu).

Gruß,
Alex
 
Zu Günthers Meinung Sucher/Sucher:

an meinem 12" Dobson fahre ich da zweigleisig. Ich habe den Original 8x50 Sucher draufgelassen und daneben noch den Telrad gesetzt, so habe ich beide Möglichkeiten.
Jeder der beiden Sucher ist in "nullkommanix" demontiert.

Sinnvoll ist aber auf jeden Fall, den Originalsucher gegen einen mit 90 Grad auszutauschen. Euer Genick und der Hals werden sich darüber freuen!

Und zum Übersichtsokular: bei 12" würde ich zum 40mm Widefield greifen, ich nehme zum Suchen meist das 40er oder auch mal das 32er, wenn der Himmel zu hell ist wie z.B. im Sommer, wenn es kaum noch richtig dunkel wird.

CS
Winfried
 
Hallo Leute,

mit den Okularen und entsprechenden Empfehlungen muss man erst Mal warten.
Wird es tatsächliche ein 12" F/5 so ergibt ein 40 mm Okular mit 8 mm schon ordentlich Über-AP, ein 30 mm Okular gute 6 mm AP (schöner Wert für guten Landhimmel), unter ungünstigen Beobachtungsbedingungen (aufgehellter Himmel/Stadtrandlage oder Mond) kann man sogar zur Übersicht und zur Objektsuche eher noch weiter runter gehen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo und nochmals herzlichen Dank Euch allen für die rege Teilnahme! :respekt:

Soweit scheint es sich abzuzeichnen, dass es auf ein 12" Gerät hinausläuft, auch wenn wir uns da einen recht sperrigen Trumm einhandeln werden.
Will mich aber noch nach Gitterrohrdobs-Herstellern/Lieferanten umsehen, wenn Justage sowieso oft anfallen sollte, vielleicht dann doch besser ein Gitterdob? Habt Ihr einen Tipp (und ERFAHRUNGEN) bzgl. Hersteller/Lieferanten für Gitterdobs, die in die bisherige angesehene Kategorie passen würden?

@Rainer:
Ja, wir bzw. ich hatte vor, zur SATT auf den Taubensuhl zu kommen, allerdings gibt es da noch ein paar nur kurzfristig entscheidbare Termine die das verhindern könnten... - jedenfalls vielen Dank für die Einladung! Das Wetter soll ja nächste Woche besser werden.. :krank:
Das mit dem Warten ist allerdings so eine Sache...

@Winfried:
Vielen Dank für die Tipps, Teflon soll's wohl dann werden..

@Günther/Winfried:
kann man denn auf jeden Dob mehrere Sucher montieren? Ich denke da an das Gewicht und die Montage...
Kann man eigentlich nicht einige mitgelieferten Sucher auf 90° umrüsten oder sind die alle "fest"?

@Alex/Günther:
Vielen Dank auch für die Tipps bzgl. Zoom-Objektive! Hier werde ich wohl entweder vorher intensiv testen müssen oder vom Händler mit Rückgaberecht einholen lassen.
Ich denke aber, dass es insbesondere am Anfang sinnvoll sein wird, zwischen den verschiedenen Vergrößerungen schnell hin- und herzoomen zu können..

Vielen Dank nochmals und viele Grüße / cs
Thomas
 
Hi Thomas,

ein Volltubus der besprochenen Art ist sicher justierstabiler als ein Gitterrohrsystem, die Grundjustierung fällt dabei eigentlich nur nach An-/Umbauten oder nach unfallähnlichen Stößen an, eine Überprüfung empfiehlt sich halt immer wieder Mal und dann auch eventuell eine Korrektur über die HS-Justierschrauben.
Gitterrohrkonstruktionen müssen nach jedem Zusammenbau komplett überprüft werden, man kann den Aufwand aber verringern, indem man Stangen und Verbindungen durchnummeriert und immer die gleiche Aufbaukonfiguration wählt.
Das Thema Justierung will und muss halt am Newton immer angegangen werden.
Eine mir bekannte Adresse für gute, leichte, transportable, bezahlbare Dobsons nach Maß ist z.B. Dieter Martini.
http://www.dietermartini.de/

Es ist eventuell keine schlechte Idee den Termin zum SATT oder anderen Möglichkeiten abzuwarten, sich die Dinge Mal anzusehen und dann eine Entscheidung zzu treffen.
Gekauft ist schnell und manchmal dauert der Ärger recht lange.

Schnell ist unser Hobby eigentlich nicht. Auch das schnelle Zoomen z.B. sollte untergeordnete Bedeutung haben, in jeder Vergrößerungsstufe gut hinsehen ist wichtiger.

Überhaupt rate ich dazu, nicht sofort beim Teleskopkauf schon fünf bis 25 Okulare zu kaufen sondern sich auf eine erforderliche Grundausstattung zu beschränken und weiteres Zubehör nach ersten Erfahrungen und damit einhergehenden selbst erkannten Bedürfnissen und Anforderungen langsam aber sicher zu erwerben.

Teleskop, Sucher, Übersichtsokular, Okular für mittlere Vergrößerung, Okular für angemessene(!) Hochvergrößerung und fertig.
Geld übrig das unbedingt weg muß? Okay, ein netter O III Filter in 2" Ausführung ist an so einem Gerät nie ein Fehler.

Das Zubehör ist auch immer eine nachfrage wert, denn nicht jeder Händler von Teleskopen führt auch jeden Okularhersteller, also kann man sich da auch im einen oder anderen Fall neu orientieren, wenn man entsprechenden Empfehlungen folgt oder sich selbst von der Leistung eines Wunschokulars überzeugen konnte.

Gruß und CS
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Thomas,

was Günther gerade vergessen hat: 2 Sucher gleichzeitig ?

Ja, das geht, der Telrad z.B. ist komplett aus Kunststoff und wiegt nur ein paar Gramm.
Aber alle Teleskope der unteren Preisklasse neigen ab 10" aufwärts dazu, kopflastig zu werden, wenn man dicke Ikulare in 2" verwendet.
Abhilfe schafft da bei mir einfach eine kleine Sammlung verschiedener Magnete, die ich als Gegengewicht einfach draufpacke. Habe uralte Lautsprecher demontiert und dadurch Magnete von 200 g bis 4 Kg. - Sowas findet man heute sogar noch auf dem Sperrmüll.

Sollte es bei Euch mit dem Treffen nicht klappen, könnt ihr ja mal vorbeihuschen. Ich habe ja genau die angesprochenen Größen in meiner Warte. Nur mit Okularen hapert es eben, da ich meine "alten" habe.

CS
Winfried
 
Zitat von mondgesicht:
kann man denn auf jeden Dob mehrere Sucher montieren? Ich denke da an das Gewicht und die Montage...
Kann man eigentlich nicht einige mitgelieferten Sucher auf 90° umrüsten oder sind die alle "fest"?

Hallo Thomas,

m.E. sind 90° Sucher nur sinnvoll, wenn Du damit zurecht kommst.
Ich finde die Dinger absolut überflüssig und zu teuer. Bei einem geradesichtigen Sucher schaust Du immer in die Richtung, in der das Objekt deiner Begierde liegt. Meist reicht schon der Telrad am Anfang. Wenn Du jedoch später die etwas schieriger aufzufindenden Objekte per Starhopping suchst, finde ich es einfacher, wenn die Bildorientierung im Sucher, der des Teleskopes entspricht.
Mein Tip: ausprobieren.

Gruß
Chris
 
Als frischgebackener Besitzer eines 8" f/6 Dobson kann ich mglw. auch ein paar Informationen beitragen.

Nach langem Abwägen und Warten (vorher hatte ich monatelang "nur" ein 10x50 Fernglas, um mein längerfristiges Interesse an der Astronomie zu testen), dem Lesen vieler Beiträge auf diesem Forum sowie dem Einarbeiten in die Thematik auf den bekannten Seiten von Sven Wienstein, Deepsky-Brothers, usw. ist es dann zu folgendem Allround-Paket mit leichtem Fokus auf Deep Sky gekommen:

* 8" f/6 Dobson mit Teflonlager
* 8x50 Sucher mit geradsichtigem, seitenrichtigem Bild und 90° Einblick
* Rigel Quikfinder Sucher

sowie als Okulare

* TS-WA 32mm 2"
* Vixen LVW 22mm 1.25"
* Vixen LVW 13mm 1.25"
* Speers-Waler Zoom 5-8mm 1.25" (hier müsste ich Günther noch wg. der 30mm Verlängerungshülse ansprechen :/)

und als weiteres Zubehör

* Mondfilter (im Paket dabei)
* Astronomik OIII-Filter 2"
* Justierokular + Justierlaser (ja, ich wollte beides)

Ich möchte hinzufügen, dass ich diese Zusammenstellung auf meine persönlichen Anforderungen angepasst habe.

m.E. sind 90° Sucher nur sinnvoll, wenn Du damit zurecht kommst.

Mangels gutem Wetter konnte ich bisher das neue Teleskop lediglich 5x testen, dabei aber bereits folgendes feststellen: Am leichtesten finde ich mich zurecht, wenn ich zuerst mit dem Quikfinder (projiziert zwei konzentrische rote Kreise indirekt an den Himmel) die Himmelsregion grob einstelle (für feineres Aufsuchen muss ich mich erst einarbeiten) und dann mit dem 8x50 Sucher das Objekt genau einstelle. Mir persönlich hilft die "richtige" Bildorientierung im 8x50 Sucher, da ich beim Aufsuchen von Objekten die Himmelsregion meist mit meinem Fernglas zuerst absuche, um mich zu orientieren. Das spätere Umstellen auf das gedrehte Bild im Teleskop fällt mir sehr leicht.

Ich finde daher die Kombination zweier Sucher und insbesondere den optischen Sucher mit "richtiger" Bildorientierung sehr hilfreich. Im Zweifelsfall ausprobieren und dann entscheiden. Wie Winfried andeutete, muss auch ich meinen 8" Dobson mit Magneten ausbalancieren, da er ansonsten mit schweren Okularen zu kopflastig wird. Daher habe ich mir auch bewußt den im Vergleich zum Telrad (ca. 300g) leichteren Quickfinder (75g) genommen, der auch gleich etwas komfortableren Einblick durch die höhere Basis bietet.


Thema "weiteres Zubehör":
Wie Günther und Winfried bereits sagten, summieren sich die kleinen "Nebenkäufe" recht schnell zu einem stattlichen Betrag. So habe ich als Zubehör u.a. eine Rot/Weiß-LED-Taschenlampe, einiges an Büchern wie Karkoschka, Deep Sky Reiseführer, drehbare Sternkarte, Energiestation für den Lüfter am Teleskop, usw. Vieles davon habe ich mir aber bereits in den Monaten zugelegt, als ich nur mit meinem 10x50 Fernglas "bewaffnet" war. Insbesondere die Zeichnungen im Deep Sky Reiseführer - oder auch von anderen Sternfreunden, die ihre Zeichungen im Web publizieren - haben mir vor Augen geführt, was ich mit (m)einem Teleskop an Anblick erwarten kann.


Übrigens: Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich ein Dobson von der Stange preiswert und deutlich verbessern. So habe ich mit Hilfe diverser Anleitungen das Teleskop und den Okularauszug mit Veloursfolie ausgekleidet, eine Lüfterzelle mit saugendem Lüfter gebastelt und den Teleskoptubus isoliert. Selbst wenn es nichts gebracht hätte, war es ein lustiger Zeitvertreib bei dem aktuell so schlechten Wetter (wir haben gleich zwei Teleskope bearbeitet).


Ich muss zugeben, dass ich auf Grund der Beiträge unserer Forumsmitglieder einiges über Teleskope und Astronomie gelernt habe. Ohne diese Informationen wäre es sicherlich leicht zu einem Fehlkauf mit Enttäuschung gekommen!

Gruß,
Michael
 
Hallo Michael,

danke für den guten und ausführlichen Bericht.
Ich denke, er wird einigen Einsteigern, die sich noch in der Informationsphase befinden, weiterhelfen.

Bleiben zwei Dinge zu hoffen:

- 1. daß viele diesen Bericht lesen und verinnerlichen
- 2. daß es endlich besseres Wetter gibt, damit Du Dein Equipment ausgiebig testen kannst!

CS
Winfried
 
Ich hatte schon mal eine Meade Gitterrohrdob zwischen den Fingern. Selbst wenn man den nicht zerlegt (was für das Schnellspechteln anzuraten ist) läßt sich der Tubus viel einfacher transportieren, weil man in die Stangen greifen kann. Die Rockerbox ist natürlich klobig und schwer.

Ich selbst habe einen 12,5 Zoll Ninja Dob mit teilbarem Tubus und einem Gesamtgewicht von 22 kg. Ich hatte damals (vor 8 Jahren) das doppelte gegenüber den damals verbreiteten kompostierbaren Papptuben ausgegeben, weil ich auf Dauer (also auch noch in 25 Jahren) das Ganze unproblematisch bewältigen will. Dies hat sich jetzt schon ausgeszahlt.

In Europa werden Ninjas von Beat Kohler gehandelt:

http://www.aokswiss.ch/d/tel/spiegelteleskope/dobs/ninja320/ninja320.html
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Michael,

was soll man dazu sagen, außer dass Du hervorragende Voraussetzungen geschaffen hast um mit Deinem Dobson zu den Beobachtungsergebnissen zu kommen, die ein solches Gerät ermöglichen kann.
Du hast Die zur Verfügung stehenden Informationen optimal genutzt und das freut jeden, der versucht seinen Beitrag dazu zu leisten.
Nicht jeder Beginner wird so gut ausgestattet starten können. Es ist aber empfehlenswert, auf eine so gute Ausstattung hinzuarbeiten, denn lohnend ist sie an diesen Dobsons allemal.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo zusammen,
nach längerer Pause möchte ich mich für die noch rege eingegangenen Antworten und Bemerkungen bedanken! Leider konnte ich wg. Server-Ausfall dieses Forums und einiger Termine nicht früher zu Wort kommen...

Michael: Ich muss zugeben, dass ich auf Grund der Beiträge unserer Forumsmitglieder einiges über Teleskope und Astronomie gelernt habe. Ohne diese Informationen wäre es sicherlich leicht zu einem Fehlkauf mit Enttäuschung gekommen!
--> Das sehe ich genauso - fühle mich in diesem Forum gut aufgehoben und supergut beraten! So fühlt man sich sicherer, auch wenn es die erste Equipment wird, die man sich anschaffen will...

Zum Thema Volltubus/Gitterrohr-Dob:
Günther: Gitterrohrkonstruktionen müssen nach jedem Zusammenbau komplett überprüft werden, man kann den Aufwand aber verringern, indem man Stangen und Verbindungen durchnummeriert und immer die gleiche Aufbaukonfiguration wählt.
--> Gute Idee!
Uwe: Selbst wenn man den nicht zerlegt (was für das Schnellspechteln anzuraten ist) läßt sich der Tubus viel einfacher transportieren, weil man in die Stangen greifen kann.
--> Das hab ich schon mal gelesen und ist schon ein Argument FÜR den Gitterdob!
Hab mir überlegt, dass - auch wenn selten transportiert werden soll ein Gitterdob doch sinnvoll wäre..

Günther: Überhaupt rate ich dazu, nicht sofort beim Teleskopkauf schon fünf bis 25 Okulare zu kaufen sondern sich auf eine erforderliche Grundausstattung zu beschränken und weiteres Zubehör nach ersten Erfahrungen und damit einhergehenden selbst erkannten Bedürfnissen und Anforderungen langsam aber sicher zu erwerben.
--> Das sehe ich auch so.Zuerst zurecht finden mit wenig Teilen, dann nochmal überlegen und auswählen.

Thema "2. Sucher":
@Winfried @Michael @Chris -> OK, Telrad/Quickfinder werde ich mir ansehen. 90° erst mal bei den anderen Spechtlern.

@Michael Noll:
Vielen Dank für die ausführlichen Hinweise! Hilft auch mir, die Erstausstattung (besser) auszuwählen.
Bei Deinem Beitrag fällt mir noch eine offene Frage ein: Es scheint wohl nur bei den kleinen Vergrößerungen sinnvoll zu sein, 2" Okulare zu nehmen - gibt es da eine klare "Richtlinie", ab wann welche Okulargröße (2"/1,25") sinnvoll ist?


Günther: Es ist eventuell keine schlechte Idee den Termin zum SATT oder anderen Möglichkeiten abzuwarten, sich die Dinge Mal anzusehen und dann eine Entscheidung zzu treffen.
--> Hätte ich wohl gerne gemacht, aber das Wetter wollte nicht. Selbst heute (Sonntag) strömt es in regen...
Vielleicht klappt's beim nächsten Mal?

Viele Grüße / cs
Thomas
 
Hallo Thomas,

nur bei den langen Brennweiten ist die 2" Ausführung der Okulare gefordert.
Bis ca. 20 mm Brennweite passt der Strahlenkegel auch bei weitwinkligen Okulardesigns noch durch 2" Steck, darüber wird 2 " Ausführung interessant.
So kommt ein 32er Plössl in 1 1/4" Bauweise knapp auf das dem Design mögliche scheinbare Feld (48-50°), ein 30er BW kommt hingegen schon auf 80° und das geht nur in 2" Ausführung, weil der dicke Strahlenkegel gar nicht durch 1 1/4" Steck passen würde.
Entscheidendes Kriterium, was an tatsächlichem Feld geboten wird, ist immer die Feldblende des Okulars.

Sag lieber nichts zum ([zensiert])Wetter. Bei mir war noch der Sonderfall, dass ich heute Nacht zw. 22.00 und 02.00 Uhr urplötzlich und unerwartet einen super Himmel (6 Mag schon nicht am besten Standort) hatte aber leider an kein Teleskop, nicht Mal ein Fernglas rankam. :mauer:

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Thomas,

zur offenen Frage:
ein 2" Okular ist meist ein Übersichtsokular, je nach Größe des Teleskops zwischen 26 und 40 mm. Dieses nimmt man in 2" mit einem scheinbaren Gesichtsfeld um die 65 Grad, um das Scope auch ausreizen zu können. Viele Objekte passen nicht in 1-1/4" Okulare, wie z.B. Cirrus, den man nur abfahren könnte. Im 40er mit O-III filter ist er nahezu formatfüllend und komplett zu sehen.

Bei allen anderen Okularen reichen die 1-1/4" völlig aus, es sei denn man ist so faul wie ich. Alle meine Okus sind entweder 2" oder stecken in der Übergangshülse. Damit, und da die Hülsen unterschiedlich lang sind, habe ich sozusagen homofocale Okulare, d.h. die Schärfe ist fast identisch und ich brauche nicht groß am Okularauszug rumzuschrauben. Funktioniert natürlich nicht bei allen Okularen!

CS
Winfried
 
Hallo zusammen!

@Günther @Winfried @Antares
Nochmals herzlichen Dank für Eure Beiträge und Hinweise zu den Okularen! Nehme ich dankend zur Kenntnis!

Abschließend wollte ich doch noch eine Frage zur Optik stellen: Bezüglich der Spiegel gibt es im Handel inzwischen einige Modelle, die eine höherwertige Verspiegelung anbieten, ich glaub, die nennen das Hilux-Verspiegelung.
Mal abgesehen davon, dass sich die Sache wieder um einiges verteuert, hier meine Frage: Hält das angepriesene Versprechen, spürbar mehr Helligkeit (und damit z. T. mehr Details bei einigen schwachen Objekten) damit zu erhalten oder lohnt es sich nicht, darüber nachzudenken?

Dank & Gruß / cs
Thomas
 
Hallo Thomas,

spürbar mehr Licht ist eigentlich etwas übertrieben. Im direkten Vergleich kann man evt. ganz leicht Unterschiede sehen, z.B. in der Erkennbarkeit lichtschwacher Objekte wie z.B. schwache Galaxien. Ich konnte einmal meinen 10,6" Newton mit Hilux gegen einen 10" mit normaler Verspiegelung vergleichen. Der Unterschied war im direkten Vergleich schon sichtbar (z.B bei der Erkennbarkeit der feinen Strukturen im Cirrusnebel), aber keineswegs so sehr offensichtlich. Zudem sind da ja auch noch 1,5cm mehr Öffnung im Spiel gewesen.

Klar Hilux ist nett und man weiss daß man die maximale Reflektivität für seine Öffnung bekommt, aber wenn man ein begrenztes Budget hat ist der Mehrpreis besser in sinnvollem Zubehör angelegt (z.B. UHC/OIII Filter).

Gruss,
Thomas
 
Hallo Thomas,

die Unterschiede sind marginal und (für den Laien) kaum erkennbar. Zudem ist eine vorcierte Beschichtung nicht unbedingt förderlich für die Lebensdauer des Spiegels. Ich habe darüber schon sehr unterschiedliche Dinge gehört.

Angeboten werden die normale Beschichtung mit 88% sowie eine mit 96%. Fachleute raten oft zur normalen Beschichtung, die gegen Umwelteinflüsse weniger empfindlich ist.

Ich denke (persönlich), unter 16" Öffnung ist diese bessere Beschichtung nahezu wirkungslos.

CS
Winfried
 
Hallo Thonas,

dort wo solche Beschichtungen angeboten werden gibt es häufig auch "Qualitätsupgrades", z.B. von garantiert beugungsbegrentzt auf garantiert bessere Werte.
Da läge dann m.E. die sinnvollere Investition.

Gruß und CS
*entfernt*
 
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