Eschenbach trophy 7x42

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stephenz

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Hallo,

hat jemand Erfahrung mit dem Eschenbach trophy 7x42 B ?

Und noch eine Frage:

Kann jemand erklären warum das 8x32 der gleichen Serie ein Sehfeld von 131m hat (Testurteil gut u.a. auch wegen dem Sehfeld) und das 7x42 nur von 114m ?
 
Ich glaube, hier wird Dir kaum einer viel gutes über die Eschenbach Gläser sagen können. Keine Ahnung, wo das Testurteil herkommt (Stiftung Warentest?), aber Eschenbach ist im Fernglasbereich bei den Experten eher abgeschrieben.

Ich habe es mal vorsichtig formuliert.

Gruß
Adson
 
Hm,

danke für den vorsichtigen Hinweis. Ich habe mich schon gewundert warum man zu dem Hersteller hier nichts findet. Bei nächstliegenden Optikern scheint es aber fast die einzigste Ware zu sein, die vorrätig ist (neben dem Zeiss 10x25).

Von den Gläsern durch die ich bisher sehen konnte waren die von Eschenbach jedoch die ersten, bei denen ich nicht sofort zusammengezuckt bin.

Könnt Ihr die schlechten Erfahrungen mit Eschenbach näher erläutern?

(das Urteil war von Warentest)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

der Punkt ist, dass Eschenbach im Grunde eine reine Optiker-Marke ist. Üblicherweise sind Augenoptiker aber nicht unbedingt kompetent in Sachen Ferngläser. Es geht vor allem um das "passende" Zusatz-Geschäft. Im wesentlichen ist die Qualität von Eschenbach nicht unbedingt besonders toll, dafür sind die Preise ambitioniert. Für den Gelegenheitsnutzer mag das alles ausreichend sein, aber ein wirklich gutes Fernglas findest Du wohl kaum bei einem Augenoptiker.

Das bringt uns dazu, was eigentlich ein gutes Fernglas ausmacht bzw. wie man diesen Begriff definiert. Es gibt ein paar Personengruppen, die sich damit auskennen bzw. die auf wirklich gute Ferngläser angewiesen sind. Vielen fallen da die Jäger ein. Allerdings kaufen die meist traditionsbewusst und weniger nach der Qualität (Geld spielt in dieser Zielgruppe oft nur eine geringe Rolle, deshalb kaufen Jäger oft trotzdem Qualität, auch wenn sie sich nicht fachlich damit auskennen).

Meiner Meinung nach ist die astronomische Verwendung eines Fernglases die Königsdisziplin und dementsprechend können Dir erfahrene Astroamateure da oft weiterhelfen. Die zweite - meiner Meinung nach - sehr kompetente Gruppe sind die Birder, oder richtig bezeichnet die Ornithologen, die ebenfalls hohe bis höchste Ansprüche an ihre Optik stellen (müssen). Vermutlich sind beide Expertengruppen eher weniger im Bewusstsein eines normalen Fernglaskäufers präsent ;)

Soviel zur Vorrede. Wenn Du hier einige Kaufberatungsthreads liest, weißt Du schon einiges mehr über Ferngläser. Entscheidend ist immer, wozu Du es verwenden willst, wieviel Geld Du ausgeben kannst (willst) und letztlich auch was Dein Gefühl zu dem Glas sagt. Deshalb kommst Du letztlich ums ausprobieren nicht herum.

Für eine kleine Vorauswahl kannst Du uns ja mal schreiben, was Du mit dem Glas vorhast und was es kosten darf. Dann sehen wir mal weiter. Ich glaube aber kaum, dass Du dann am Ende ein Eschenbach empfohlen bekommst. Das ist aber nicht schlimm, denn es gibt viele bessere Gläser.

Der Test von der Stiftung Warentest ist leider wie so viele Tests max. als Inspirationsquelle geeignet. Also kauf Dir kein Fernglas, nur weil da steht, es wäre gut ...

Gruß
Adson
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ein Fernglaskauf ist meist - wie sovieles im leben - ein Kompromiss. Vernünftige Ferngläser sollten so beschaffen sein:
- Mechanisch ordentlich gebaut, insbesondere die Knickbrücke
- Optische Achsen parallel
- Im zentralen Drittel des Bildefeldes punktscharfe Sterne, im mittleren Drittel mindestens leidlich scharfe Sterne
- Streulichtanfälligkeit geht zu verkraften
- Doppelbilder an hellen Objekten (Mond) sind vorhanden, aber nicht sehr auffällig und nur mäßig störend
- Okulare mit über 50° Bildfeld
- Zumindest ohne Brille angenehmes Einblickverhalten (mindestens 15 mm Augenabstand)
- Farbsäume fallen nur an sehr harten Kanten (z.B. Mondrand) auf
- alle Linsen vergütet
- Stativanschlus (zumindest irgendwie) möglich
- Preis (für 4-5cm Öffnung): ab ca. 150e

Sehr gute Ferngläser zeichnen sich darüber hinaus in folgenden Bereichen aus:
- Sehr gute Schärfe bis zum Rand (zumindest bis fast zum Rand)
- Weitwinkelokulare über 60° scheinbares Bildfeld
- Angenehmer Augenabstand um 20 mm
- Sehr gute Streulichtunterdrückung
- Sehr gute Transparenz
- keine Eigenfarbe des Bildes
- Dachkantdesign
- wasserdicht, stickstoffgefüllt. Damit resistent gegen beschlagen.
- Linsen mehrfachvergütet, Prismen phasenvergütet
- Apo-Objektive, auch bei sehr hohem Kontrast keine Farbsäume
- Preis über 1000€

Dazwischen gibt es fast alle Varianten. Es ist eine Frage des persönlichen Geldbeutels und der eigenen Vorlieben, worauf man verzichten kann. Ich rate immer dazu, ein Fernglas auszuprobieren. Die "brauchbaren" findet man im Optikhandel und kann sich alles einmal an die Augen halten. Die sehr guten gibt es in größerer Auswahl nur im Versand. Aber durch das Fernabsatzgestz geschützt kann man auch zwei Modelle kommen lassen und eines zurückschicken. Auf Telskoptreffen stehen regelmäßig Ferngläser auf Stativen.
 
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