wasguggsuda
Aktives Mitglied
Mit dem Seeing kämpfen wir Astrofotografen ja alle mehr oder weniger - insbesondere mit seinem Einfluß auf astronomische Bildaufzeichnungen, in denen wie bei der visuellen Beobachtung nur mal der eine, dann wieder der andere Bildbereich schnellwechselnd scharfe Anblicksmomente bietet ... und zusätzlich diese Bildbereiche in der brodelnden Atmosphäre scheinbar gegeneinander hin- und herverschoben werden.
In der Webcamografie werden ja viele Bilder eines Motivs möglichst paßgenau übereinandergelegt (aligned), gemittelt und bearbeitet, und so lag nahe, für jeden Bildbereich jeweils ein eigenes Referenzbild zu suchen und damit eine jeweils "beste" Bildanzahl zu Bildern zu verarbeiten, die dann wiederum zusammengefügt werden, um eine möglichst hohe Schärfe über den ganzen Bildbereich trotz des Seeings zu erreichen - die sogenannte Multiple Alignment Point(MAP)-Technik, die bisher manuell recht umständlich war. Doch nun hat sie das Team um Cor Berrevoets in der brandneuen Registax4-Version integriert (vielen, vielen Dank!!!) und damit zu einer ohne große Umstände handhabbaren Technik gemacht.
Und so interessieren sich ja vielleicht auch andere für einen kleinen Vergleich meiner bis 2004 zurückliegenden umständlichen manuellen Versuche, Webcambilder mit jeweils verschiedenen Orientierungspunkten gemittelt zu einem Endergebnis zusammenzufügen, um das Seeing ein wenig auszutricksen und aus vorhandenen Geräten maximale Bildergebnisse herauszuholen.
Meine ersten ernsthaften Versuche mit der MAP-Technik fanden im April/Mai 2004 statt, noch mit Registax2 und verschiedenen anderen Programmen.
Darunter befand sich auch ein Copernicus-Video vom 28.05.2004, das bei mittelmäßigem Seeing, hier eine Beispielanimation des "besten" Einzelbildes und seines Nachbarbildes im 1/10sec-Abstand, entstand ...
Link zur Grafik: http://hometown.aol.de/Spaziergucker2/2004_05_28_2300_copernicus_frame0807_0808.gif
... und dessen Ergebnis hier im Forum unter "Mein bester Copernicus bisher ..." gepostet wurde:
Link zur Grafik: http://hometown.aol.de/Spaziergucker/2004_05_28_2300_200_1000_copernicus_sumreg01h_1500ext_002_sw_cropped.jpg
Die genauen Orientierungpunkte für dieses manuelle 5Punkt-MAP habe ich natürlich nicht mehr, aber da ich diese zentral am Zentralgebirge und radial in den Ecken statt an herausstehenden Merkmalen verteilt hatte, kommt es darauf auch nicht wirklich an - mit sehr ähnlicher Verteilung im neuen Registax4-MAP und fast gleicher Verarbeitung jedenfalls wird das Ergebnis auch sehr ähnlich, wenn auch etwas aufgehellt ...
Link zur Grafik: http://hometown.aol.de/Spaziergucker2/2004_05_28_2300_200_1000_6x_copernicus_m5ap_sumreg03a5_1500exp_r050g100b010_rb0012_c100_b100_r100g100b100_g050050_hist000255_w020010000000000000_pse_div.jpg
... bei der nun sehr, sehr viel einfacheren Verarbeitung gegenüber der sehr zeitaufwendigen manuellen Technik ein erstaunlich gutes Ergebnis, wie ich finde.
Ein anderes MAP-Beispiel aus den letzten Monaten hatte ich hier unter "Sonne Mi 13.09. (130/650)" und "Sonnengranulation mit 4" Öffnung?" gezeigt und auch etwas dokumentiert, eine Aufnahme der Sonnengranulation in Sonnenmitte (Center Disk Granulation, CDG) mit nur vier Zoll Öffnung, hier zuerst wieder die Seeinganimation ...
Link zur Grafik: http://hometown.aol.de/Spaziergucker05/2006_09_13_1700_22_130_0650_6x_cdg_m_0000_0150_0300_sumreg20a2_0150exp_r050g100b010_rb0000_c123_b100_r100g100b100_g065020_hist005255_w000015030000000000_bw_jpg090.gif
... dann eine Animation der wie oben fünf Einzelbearbeitungen, in der man den Schärfegewinn im Uhrzeigersinn verfolgen kann ...
Animation MAP-gestackter Granulationsbilder, 466kB!
... sowie des Ergebnisses:
Link zur Grafik: http://hometown.aol.de/Spaziergucker05/2006_09_13_1700_22_130_0650_6x_cdg_mpa5_sumreg10a2_0300exp_r050g100b010_rb0000_c123_b100_r100g100b100_g065020_hist005255_w000015020000000000_w000007000000000000_ste_usm100005000_itxt.jpg
Hier ist das jetzt identisch bearbeitete Registax4-MAP-Ergebnis sogar ein klein wenig besser ...
Link zur Grafik: http://hometown.aol.de/Spaziergucker2/2006_09_13_1700_22_130_0650_6x_cdg_5ap_sumreg10a3_0300exp_r050g100b010_rb0000_c123_b100_r100g100b100_g065020_hist005255_w000015020000000000_ste_usm100005000_itxt.jpg
... und das Dank der einfachen Registax4-Verarbeitung ausnahmsweise gern in Angriff genommene 9Punkt-MAP-Ergebnis ist natürlich deutlich besser - am eindrucksvollsten der vorher zwischen zwei Orientierungsbereichen liegende Bereich in Position 12 Uhr zum Bildrand hin:
Link zur Grafik: http://hometown.aol.de/Spaziergucker2/2006_09_13_1700_22_130_0650_6x_cdg_9ap_sumreg20a3_0300exp_r050g100b010_rb0000_c123_b100_r100g100b100_g065020_hist005255_w000015030000000000_ste_usm150005000_itxt.jpg
Durch die Umsetzung der MAP-Technik in Registax4 ist diese damit sehr, sehr viel einfacher zu handhaben geworden, und auch Bedenken, daß durch eine Wahl aller Orientierungspunkte in nur einem "besten" Videobild, statt in einem jeweils für jeden Orientierungspunkt optimalen Bild, die Ergebnisse leiden könnten, scheinen sich nicht zu bestätigen (jedenfalls für meine bescheidenen non-HighEnd-Bilder) - Registax4 sucht "nur" für jeden gewählten Orientierungspunkt einen dem Programm jeweils optimal erscheinenden Bildsatz beliebiger Größe inkl. DifferenceCutoff im Video, das aber offensichtlich recht effektiv.
Kurz gesagt, ich bin über die Arbeitserleichterung und die Möglichkeiten des neuen Registax4 schlicht begeistert und finde die Arbeit von Cor Berrevoets und seinem internationalen Team, darunter aus Deutschland Steffen Brückner, einfach Klasse.
Gruß+cs,
Dietmar
In der Webcamografie werden ja viele Bilder eines Motivs möglichst paßgenau übereinandergelegt (aligned), gemittelt und bearbeitet, und so lag nahe, für jeden Bildbereich jeweils ein eigenes Referenzbild zu suchen und damit eine jeweils "beste" Bildanzahl zu Bildern zu verarbeiten, die dann wiederum zusammengefügt werden, um eine möglichst hohe Schärfe über den ganzen Bildbereich trotz des Seeings zu erreichen - die sogenannte Multiple Alignment Point(MAP)-Technik, die bisher manuell recht umständlich war. Doch nun hat sie das Team um Cor Berrevoets in der brandneuen Registax4-Version integriert (vielen, vielen Dank!!!) und damit zu einer ohne große Umstände handhabbaren Technik gemacht.
Und so interessieren sich ja vielleicht auch andere für einen kleinen Vergleich meiner bis 2004 zurückliegenden umständlichen manuellen Versuche, Webcambilder mit jeweils verschiedenen Orientierungspunkten gemittelt zu einem Endergebnis zusammenzufügen, um das Seeing ein wenig auszutricksen und aus vorhandenen Geräten maximale Bildergebnisse herauszuholen.
Meine ersten ernsthaften Versuche mit der MAP-Technik fanden im April/Mai 2004 statt, noch mit Registax2 und verschiedenen anderen Programmen.
Darunter befand sich auch ein Copernicus-Video vom 28.05.2004, das bei mittelmäßigem Seeing, hier eine Beispielanimation des "besten" Einzelbildes und seines Nachbarbildes im 1/10sec-Abstand, entstand ...
Link zur Grafik: http://hometown.aol.de/Spaziergucker2/2004_05_28_2300_copernicus_frame0807_0808.gif
... und dessen Ergebnis hier im Forum unter "Mein bester Copernicus bisher ..." gepostet wurde:
Link zur Grafik: http://hometown.aol.de/Spaziergucker/2004_05_28_2300_200_1000_copernicus_sumreg01h_1500ext_002_sw_cropped.jpg
Die genauen Orientierungpunkte für dieses manuelle 5Punkt-MAP habe ich natürlich nicht mehr, aber da ich diese zentral am Zentralgebirge und radial in den Ecken statt an herausstehenden Merkmalen verteilt hatte, kommt es darauf auch nicht wirklich an - mit sehr ähnlicher Verteilung im neuen Registax4-MAP und fast gleicher Verarbeitung jedenfalls wird das Ergebnis auch sehr ähnlich, wenn auch etwas aufgehellt ...
Link zur Grafik: http://hometown.aol.de/Spaziergucker2/2004_05_28_2300_200_1000_6x_copernicus_m5ap_sumreg03a5_1500exp_r050g100b010_rb0012_c100_b100_r100g100b100_g050050_hist000255_w020010000000000000_pse_div.jpg
... bei der nun sehr, sehr viel einfacheren Verarbeitung gegenüber der sehr zeitaufwendigen manuellen Technik ein erstaunlich gutes Ergebnis, wie ich finde.
Ein anderes MAP-Beispiel aus den letzten Monaten hatte ich hier unter "Sonne Mi 13.09. (130/650)" und "Sonnengranulation mit 4" Öffnung?" gezeigt und auch etwas dokumentiert, eine Aufnahme der Sonnengranulation in Sonnenmitte (Center Disk Granulation, CDG) mit nur vier Zoll Öffnung, hier zuerst wieder die Seeinganimation ...
Link zur Grafik: http://hometown.aol.de/Spaziergucker05/2006_09_13_1700_22_130_0650_6x_cdg_m_0000_0150_0300_sumreg20a2_0150exp_r050g100b010_rb0000_c123_b100_r100g100b100_g065020_hist005255_w000015030000000000_bw_jpg090.gif
... dann eine Animation der wie oben fünf Einzelbearbeitungen, in der man den Schärfegewinn im Uhrzeigersinn verfolgen kann ...
Animation MAP-gestackter Granulationsbilder, 466kB!
... sowie des Ergebnisses:
Link zur Grafik: http://hometown.aol.de/Spaziergucker05/2006_09_13_1700_22_130_0650_6x_cdg_mpa5_sumreg10a2_0300exp_r050g100b010_rb0000_c123_b100_r100g100b100_g065020_hist005255_w000015020000000000_w000007000000000000_ste_usm100005000_itxt.jpg
Hier ist das jetzt identisch bearbeitete Registax4-MAP-Ergebnis sogar ein klein wenig besser ...
Link zur Grafik: http://hometown.aol.de/Spaziergucker2/2006_09_13_1700_22_130_0650_6x_cdg_5ap_sumreg10a3_0300exp_r050g100b010_rb0000_c123_b100_r100g100b100_g065020_hist005255_w000015020000000000_ste_usm100005000_itxt.jpg
... und das Dank der einfachen Registax4-Verarbeitung ausnahmsweise gern in Angriff genommene 9Punkt-MAP-Ergebnis ist natürlich deutlich besser - am eindrucksvollsten der vorher zwischen zwei Orientierungsbereichen liegende Bereich in Position 12 Uhr zum Bildrand hin:
Link zur Grafik: http://hometown.aol.de/Spaziergucker2/2006_09_13_1700_22_130_0650_6x_cdg_9ap_sumreg20a3_0300exp_r050g100b010_rb0000_c123_b100_r100g100b100_g065020_hist005255_w000015030000000000_ste_usm150005000_itxt.jpg
Durch die Umsetzung der MAP-Technik in Registax4 ist diese damit sehr, sehr viel einfacher zu handhaben geworden, und auch Bedenken, daß durch eine Wahl aller Orientierungspunkte in nur einem "besten" Videobild, statt in einem jeweils für jeden Orientierungspunkt optimalen Bild, die Ergebnisse leiden könnten, scheinen sich nicht zu bestätigen (jedenfalls für meine bescheidenen non-HighEnd-Bilder) - Registax4 sucht "nur" für jeden gewählten Orientierungspunkt einen dem Programm jeweils optimal erscheinenden Bildsatz beliebiger Größe inkl. DifferenceCutoff im Video, das aber offensichtlich recht effektiv.
Kurz gesagt, ich bin über die Arbeitserleichterung und die Möglichkeiten des neuen Registax4 schlicht begeistert und finde die Arbeit von Cor Berrevoets und seinem internationalen Team, darunter aus Deutschland Steffen Brückner, einfach Klasse.
Gruß+cs,
Dietmar