Einsteiger: Nikon Action EX 8x40?

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deboc

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Hallo,

auf der Suche nach Informationen über Ferngläser bin ich über dieses Forum gestolpert. Ein bischen habe ich mich jetzt hier und sonst im Netz informiert. Also: Ich bin auf der Suche nach einem "Einsteiger-Fernglas". Preis bis ca. 150 Euro. Nutzen möchte ich es sowohl beim Wandern als auch zur nächtlichen Himmelsbeobachtung. Für letzteres kommt für mich nur ein Fernglas in Frage, da ich in einer Großstadt wohne und kein Auto habe, das Equipment deswegen in einen Rucksack passen muß.

Bisher tendiere ich als Kompromiss zwischen Tag- und Nachtsehen zu einem 8x40-Glas, und zwar konkret zum Nikon Action EX 8x40 CF. Kann das Dioptrienausgleich (bin auf einem Auge kurzsichtig, trage aber noch keine Brille)?

Auf der Suche nach dem Nikon EX war ich gestern bei einem Händler. Der hat mir auch ganz begeistert ein Leica-Glas gezeigt (ich glaube es war ein 8x32). Aber das war dann doch eine andere Preisregion. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/ooo.gif" alt="" />

Oder habt ihr sonst noch Vorschläge für ein 8x40-Glas? Minolta, Olympus? Vielleicht reicht auch ein 8x30 (transportabler)?

Noch eine ganz andere Frage: Woher kommt eigentlich das höhere Gewicht der Porroprismen-Gläser im Vergleich zu den Dachkantprismen-Gläsern? Ist es das größere Gehäuse oder liegt es an der Optik?
 
Keine Antwort? Nicht so schüchtern, Mädels! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />
 
In der von Dir genannten Preisregion herrscht nicht allzuviel Auswahl. Es wird auf ein Porro-Glas hinauslaufen, Nikon ist da durchaus eine gute Wahl. Evtl. bekommst auch Du noch irgendwo ein entsprechendes Minolta. Für die universelle Nutzung dürfte 8x40 bzw. 8x42 ganz brauchbar sein, ich selbst habe ein 8x42 und das ist ein wirkliches (fast) Immer-dabei-Glas.

Da Du es aber auch zum Sternegucken verwenden willst, würde ich auch über ein 10x50 nachdenken, vor allem wenn es das einzige Instrument Deiner Privatsternwarte sein soll.

Gutes Preis-/Leistungsverhältnis bieten auch die Minolta-Gläser, die 10x50 werden derzeit (Restbestände) regelrecht verramscht, guck mal bei Google nach "Minolta 10x50", ich habe unlängst welche für ~ 50 EUR gesehen. Da bleibt noch Geld übrig, um eine drehbare Sternkarte und einen Karkoschka (Sternatlas) zu kaufen.

Gruß
Adson
 
Moin,

Da Du es aber auch zum Sternegucken verwenden willst, würde ich auch über ein 10x50 nachdenken,

Ein 10x50 ist aufgrund seiner Größe aber kein Allroundglas mehr. Ein 8x32 oder ein 8x40 ist hier vom Leistungs- Gewichtverhältnis meiner Meinung nach deutlich ausgewogener. Mit 40mm Objektivdurchmesser sieht man eine ganze Menge am Sternhimmel, auch schon mit guten 8x32 Gläsern. Wenn die Faktoren Gewicht und Größe wichtig sind, würde ich auf jeden Fall ein 8x32 oder ein 8x40 nehmen.

@ deboc:
Schau dir mal auf der Homepage von Frank Schäfer um ( http://212.80.228.216/sites/f.schaefer/default_start.htm ). Da testet er das 8x40 CF gegen genau die Modelle, die für dich interessant sein könnten ( "Auf der Suche nach einem guten 8x40 Fernglas" ). Er ist übrigens auch hier im Forum unterwegs und ist Fragen von Einsteigern gegenüber sehr hilfsbereit <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

>> Noch eine ganz andere Frage: Woher kommt eigentlich das höhere Gewicht der Porroprismen-Gläser im Vergleich zu den Dachkantprismen-Gläsern? Ist es das größere Gehäuse oder liegt es an der Optik?<<

Ja, zum einen das Gehäuse, zum anderen auch die Prismen selbst. Wie der Name schon sagt, sind darin Porroprismen verbaut, die größer sind als Dachkantprismen und mehr Fläche aufweisen. Daher auch das höhere Gewicht.

Gruß
Alex
 
Ja, an ein Minolta hatte ich zunächst auch gedacht. Derzeit ist das Angebot (zumindest bei eBay) aber dünn. Auf Minolta vs. Nikon lief es hinaus, nachdem ich die Seiten von Frank Schäfer (die ich vor meinem ersten Posting schon kannte) gelesen hatte. Mal sehen, werde noch ein wenig nach Minolta-Angeboten suchen. Ansonsten werde ich die Tage das Nikon bestellen.

Ich erwarte auch nicht, dass ein 150 Euro-Glas so gut ist wie eins für 5000 Euro. Zunächst will ich mal sehen, ob ich es wirklich intensiv nutze und es nicht nur im Schrank verstaubt -- und ob ich hier unter lichtverseuchtem Himmel überhaupt etwas erkennen kann. Falls mir dann die Sache Spaß macht, werde ich natürlich auch über ein besseres Glas nachdenken.
 
Ich habe das besagte Fernglas im Januar für 130 Euro erstanden und bin mit ihm bis jetzt sehr zufrieden. Für die Wahl ausschlaggebend waren die Besprechung von Frank Schäfer (s.o.) sowie die sporadischen aber insgesamt positiven Berichte hier im Forum. Dioptrienausgleich ist selbstverständlich vorhanden, ob er aber für den Unterschied Deiner Augen ausreichen, müßtest Du ausprobieren.

Da es mein erstes richtiges Fernglas ist und ich ein Laie bin, kann ich es nicht so fundiert beurteilen noch mit anderen Gläsern vergleichen, sondern hier nur meinen subjektiven Eindruck wiedergeben.

- Großes Gesichtsfeld: 8,2°; scheinbares Ges.feld 66°; 143m auf 1000 m
- Großer Pupillenabstand (1,7 cm): Als Astigmatiker brauche ich die Brille und habe keine Probleme bis auf das Streulicht von der Seite, da ich die Augen nicht auf die Augenmuscheln drücken kann. Der Einblick ist sehr komfortabel, und ich staune immer wieder, wie gut und bequem ich als Brillenträger das komplette Gesichtsfeld überblicken kann.
- Die drehbaren und einrastenden Augenmuscheln sind super. Im Übrigen darf ich sie trotz meiner Brille nicht ganz reindrehen; in der ersten Stufe ist es ideal.
- Die Verarbeitung ist solide, und das Glas vermittelt einen wertigen Eindruck.
- Kontrast und Schärfe für mich absolut in Ordnung. Wahrscheinlich ist es mein Glück, dass ich noch nicht durch eins der Premiumgläser geschaut habe.
- Randschärfe: Frei gehalten meinte ich Unschärfen ab ca. 80% des Radius zu sehen; auf dem Stativ dann doch schon ab 50-60%! In den meisten Beobachtungssituationen jedoch kaum störend.
- Streulicht: Tagsüber und am dunklen Sternenhimmel kein Problem. Bei hellem Mond wird der Hintergrund schon arg aufgehellt, auch wenn ich keine Reflexe sehe. Vielleicht ist das aber auch normal? Der Kontrast am Mond selbst ist jedoch noch so gut, dass man die Details gut erkennen kann.
- Von meinem Balkon aus (Frankfurt, von Gemini in der Regel nur Castor und Pollux sichtbar) konnte ich M3 und M5 auffinden und gerade erahnen, Plejaden ein Traum, Praesepe und Coma-Haufen sehr hübsch (hier ist das große Ges.feld gerade für mich als Anfänger beim Auffinden lichteschwacher Objekte sehr hilfreich).

Ich habe jedenfalls mit diesem Fernglas sehr viel Spaß. Das große Gesichtsfeld macht das Auffinden und Halten der Beobachtungsobjekte relativ leicht. Das Bild in der Natur ist einfach nur schön - die Naheinstellgrenze (5 m)könnte etwas besser sein. Allerdings macht das Porroprinzip mit verbreitertem Augenabstand das binokulare Bildverschmelzen bei nahen Objekten recht anstrengend, wobei natürlich der erweiterte räumliche Eindruck bei terrestischn Objekten schon sehr nett ist. Ein Superkompakt-Jackentaschen-Fernglas ist es leider nicht, so dass ich mir schon mal überlege, ob ich es mitnehme oder nicht. Aber seit den letzen Ausflügen mit sehr schönen Beobachtungserlebnissen stellt sich die Frage doch nicht mehr, weil man einfach so viel mehr sieht. Das Fernglas läßt sich recht gut in der mitgelieferten Tasche am Gürtel tragen. Um den Hals gehängt, drückt das Gewicht (855g) auf die Dauer dann doch recht unangenehm auf den Nacken.
 
Hallo jelee,

hört sich doch gut an! Das Glas müsste bei mir etwa 1 Dioptrie ausgleichen (das konnte ich an dem getesteten Leica-Glas direkt ablesen). Die auch von dir genannten Schwachpunkte Gewicht und Größe lassen mich fast schon überlegen, ob es nicht doch ein Dachkant werden soll. Für rund 100 Euro mehr gibt es nämlich das Nikon 8x42 DCF Monarch. Hm, hm, hm...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo!
Ich selbst habe auch ca. 1 Dpt. Abweichung und kann diese am Fernglas ausgleichen.

Kennst Du übrigens den Nikon-Katalog ? Auf Seite 15 kannst Du die technischen Kenngrößen beider Serien miteinander vergleichen.

Clear skies
Je
 
Hallo,

den Nikon-Katalog kannte ich noch nicht. Danke für den Hinweis.

Da hier im Forum das Monarch noch (fast) kein Thema war, möchte ich mal in die Runde fragen, ob jemand mit dem 8x42DCF Erfahrung hat (vielleicht sogar im direkten Vergleich mit dem 8x40 Action EX). Vorteile des 8x42DCF gegenüber dem Action EX laut Katalog:

geringeres Gewicht (610 vs. 855 g)
geringere Breite (129 vs. 187 mm)
geringere Naheinstellgrenze (2.5 vs. 5 m)

Nachteile:

kleineres Sehfeld (110 vs. 143 m)

Das kleinere Gewicht und die geringere Größe würden beim Wandern bestimmt die Mitnehmhemmschwelle senken. Aber wichtig ist natürlich die Optik. Also: hat da jemand Erfahrungen mit dem Monarch?
 
So, habe mich noch ein wenig umgeschaut. Seit 2006 gibt es aus der Monarch-Reihe u.a. auch ein 8x36. Kaufen kann man es ab etwa 200 Euro. Das ist schön leicht (570 g) und klein (122x129 mm) und auch nur rund 70 Euro teurer als das Action EX. Interessieren würden mich aber Erfahrungen bzgl. der Optik. Wenn es mindestens so gut wie ein 8x40 Action EX ist, würde ich es kaufen. Sonstige Daten:

Sehfeld real: 7 Grad
Sehfeld scheinbar: 56 Grad
Sehfeld auf 1000 m: 122 m
Austrittspupille: 4.5 mm
Lichtstärke: 20.3
Naheinstellgrenze: 2.5 m
 
Hi deboc,

habe durch ein 8x36 Monarch beim Optiker durchgeguckt. Der Einblick mit Brille war sehr nervös. Ohne Brille vielleicht besser, kann ich aber nicht beurteilen.

Das Bild in der Mitte war sehr klar, zum Rand aber eher unscharf. Haptik OK.

Gruß

Lots
 
Halo deboc,

Meine Erfahrung zum Nikon Action 8x40 8,2°:

Preis-Leistung .... Klasse!

Besitze ebenfalls ein Nikon HG-L 8x42:

Natürlich Schärfe gnadenlos gut bis zum Rand.
Farbkorrektur,Reflexe ... minimal.
Aber da bewegst du dich schon in der Euro 1000,- Klasse.

Einbickverhalten mußt du einfach ausprobieren.
Aber das Action paßt fast jedem, egal ob Brillenträger oder nicht. Das große Gesichtsfeld beeindruckt.

Für das geplante Preislevel ist das Action ein wirklich solides Glas mit dem du bestimmt viel Spaß hast!

Deshalb habe ich es auch nicht verkauft.

Gruß
Jochem
 
Hach, ist das wieder eine schwierige Entscheidung. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/schwitz.gif" alt="" />

Was ich von den optischen Qualitäten des Action (EX) bisher gelesen habe, klingt ja wirklich gut. Nur Gewicht und Größe finde ich etwas problematisch (Wandern!). Wenn das Monarch 8x36 bei der Optik vergleichbar wäre, würde ich es deswegen bevorzugen. Ich kenne vor Ort auch keinen Händler, der die beiden (oder auch nur eines davon) vorrätig hätte. Na, mal sehen, vielleicht meldet sich hier noch jemand, der beide kennt...
 
Hallo Deboc!
Was die Transportabilität angeht, sind die individuellen Ansprüche sicher sehr unterschiedlich. Seit ich den Spaß an der Naturbeobachtung entdeckt habe (weil es jetzt im Frühjahr wieder was zu sehen gibt), habe ich deutlich weniger Probleme, das Fernglas mitzunehmen als früher, auch wenn es kein Taschenglas ist. Vorgestern erst hatte ich es sogar bei einem Stadtausflug dabei und war so froh, als ich ein Turmfalkenpaar am Kirchturm beobachten konnte.

Wenn Dir die bessere Tranportabilität wichtig ist und Du Dir sowieso überlegst, ein bißchen mehr zu investieren, sollte die optische Qualität stimmen, würde ich vorschlagen, da Du mangels eines entsprechenden Händlers vor Ort sowieso online bestellen mußt, das Monarch-Glas zu bestellen. Sollte es Dir dann gefallen und Spaß machen, kannst Du es ja behalten. Andernfalls zurückschicken. Ich bin zwar grundsätzlich nicht dafür, dass man etwas nur zum Ausprobieren bestellt. Aber in Deinem Falle besteht ja ein echtes Interesse, und bei Online-Bestellungen kann man eben nicht sicher sein, weil man die Sachen nicht vorher in natura sehen oder ausprobieren kann.

Clear skies
Je
P.S. Die Maße und das Gewicht finde ich auch sehr attraktiv. Solltest Du Dich für das Glas entscheiden, wäre es natürlich nett, wenn Du etwas darüber schreiben könntest, da es offenbar nicht so viele Besitzer davon gibt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich konnte auf der letztjährigen Photokina in Köln in einem "Testcenter" für Fernoptik (u.a. war auch Swaro vertreten) das 8x36 Monarch unter einem strahlend blauen Himmel testen. Das Glas ist "führig" im besten Sinne. Will heißen, daß es für mich (Brillenträger) mit eingerasteten Augenmuscheln sofort paßte. Leicht und dennoch aufgrund der guten Gummierung sicher zu halten. Ein fast zu leichter, geschmeidiger Mitteltrieb rundet das Ganze ab. Die Randschärfe ist beeindruckend, Kontrast und Transmission scheinen mir auf sehr hohem Niveau. Das Reflexverhalten, Überstrahlungen und die Leistung am Nachthimmel kann ich natürlich nicht beurteilen.
Ich habe das Monarch aber direkt mit dem 8x32 Highgrade vergleichen können und wüßte nicht, wofür ich den Mehrpreis bezahlen sollte.

Ich habe sicher nicht die Qualifikation eines Frank Schäfer oder Holger Merlitz, aber ich halte das 8x36 Monarch für ein echtes Schnäppchen, das in seiner Preisklasse ein sehr überzeugendes Angebot darstellt. Es ist an Weihnachten in meinen Fundus gewandert.

Meine Frau (Brillenträgerin) ist hinsichtlich des Einblickverhaltens sehr kritisch, kam aber mit dem Monarch auf Anhieb bestens zurecht.

Es ist wunderbar leicht, handlich und begleitet uns auf Wanderungen im nahen Naturschutzgebiet, ohne daß man im Geringsten etwas vermissen würde. Ich kann es nur wärmstens empfehlen.

Auch Nachts ist es z.B. einem MC-vergüteten Deltrintem an der Straßenlaterne deutlich überlegen und zeigt am Sternhimmel keinerlei signifikante Schwäche.

Auf der amerikanischen HP von Nikon findest Du mehr

http://www.nikonsportoptics.com/product.php?group=16&subgroup=11&product=7513

Ich würde es von der optischen Leistung dem 8x40 EX (welches ich auch mal besessen habe) gleichstellen.

carpe noctem
Matthias
 
So, bin überzeugt - ich werde ein Monarch 8x36 bestellen. Und dann mal gucken. Dank an alle, die geantwortet haben.
 
Hey deboc,

bin schon gespannt auf deinen Erfahrungsbericht!!! Wo hast du es denn bestellt? Liebäugel nämlich auch mit dem Glas.

Gruss

Michael
 
Hallo horizon82,

das mit dem Bestellen ist momentan garnicht so einfach. Ich habe schon zwei Online-Händler angeschrieben. Der eine (technikdirekt):

"Laut Hersteller sollte die Lieferung ab Mai wieder erfolgen. Ein verbindlicher Termin ist leider noch nicht bekannt; wir rechnen allerdings jeden Tag mit dem Wareneingang."

Der andere (directshopper):

"Leider ist dieses Produkt momentan in Rückstand. Derzeit kann uns unser Lieferant keinen genauen Liefertermin nennen. Wir gehen von etwa Mitte Mai aus, können dies aber leider nicht garantieren."

Ich suche weiter...
 
Glückwunsch schon mal für die Entscheidung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/appl.gif" alt="" />

Das Problem mit den Lieferschwierigkeiten kenn ich auch: Auch ich mußte auf meine Action EX über ein Monat warten, und der Händler konnte mir keinen Liefertermin angeben. Scheint ein Nikon-typisches Problem zu sein. Vielleicht sammeln die auch erst mal die Bestellungen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gutefrage.gif" alt="" /> (OK, eine böse Unterstellung) Zumindest informieren die nicht mal die Händler über mögliche Liefertermine.

Jedenfalls ist das ärgerlich, wo das Wetter doch so schön ist zur Zeit <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />. In der Zwischenzeit kannst Du Dir ja schon mal eine drehbare Sternkarte* besorgen, falls nicht schon im Besitz, und die Sternbilder kennenlernen: Hilft bei der Fernglasnutzung enorm! (ich als fauler Balkonastronom habe im Winter mit dem Orion angefangen und bin mittlerweile immerhin beim Schwan angekommen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />).
Naja, die Vorfreude soll ja die beste Freude sein.

Clear and dark skies
Je

_________________
*Klassisch und robust ist die von Kosmos - allerdings etwas detailarm; sehr schön und detailreich ist die vom Oculum-Verlag - allerdings fehlt hier der Planetenzeiger, und manche Sachen sind im Dunklen schon ziemlich schwierig zu lesen. Im Netz gibt's auch ein paar brauchbare Bastellösungen: z.B. Planisphere, Astro-AG Uni-Oldenburg - auf die heimische Breite anpassbar und sogar mit Planetenzeiger usw.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: nochmal Nikon 8x36 Monarch

Ich habe das Monarch aber direkt mit dem 8x32 Highgrade vergleichen können und wüsste nicht, wofür ich den Mehrpreis bezahlen sollte.

Hallo Matthias,

da ich das jetzt zum dritten mal lese, muss ich mich doch mal zu Wort melden. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> So ganz teile ich Deine Einschätzung nicht. Aufgrund Deiner Stellungnahmen zum kleinen Monarch hatte ich mir das Glas vor einigen Wochen bei meinem Fotohändler zur Ansicht bestellt. Für Reisen war ich noch immer auf der Suche nach einem kompakten Fernglas mit 30, 32 oder zur Not auch 36mm Öffnung und 8-facher Vergrößerung. Nur wollte ich keinen "High-End" Preis für die aktuellen "Nobelgläser" von Zeiss, Leica oder Swarovski bezahlen. Die Suche nach einem guten 8x30/32 für einen vernünftigen Preis ist halt nicht so einfach und so habe ich meinem Fotohändler gesagt, er soll ein Zeiss Conquest 8x30 und ein Nikon Monarch 8x36 bestellen, eins der beiden würde ich ihm abkaufen. Gekauft habe ich was anderes. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Wie der Zufall es wollte, war gerade kein Conquest lieferbar. Dafür wurde mir mitgeteilt, dass noch eine kleine Zahl der alten 8x30 ClassiC Ferngläser auf Lager war. Mein Händler bot mir dann eins dieser schönen Zeiss Gläser für 800 Euro an (neu mit Garantie) und ich hatte die Wahl zwischen Zeiss 8x30 ClassiC und Nikon 8x36 Monarch. Das bringt mich zu obigem Zitat. Meine Vermutung, dass sich das Zeiss ClassiC und das Nikon HG in etwa auf demselben Niveau bewegen, wird wohl so abwegig nicht sein. Nun interessierte mich, ob das kleine Monarch dem alten Zeiss für deutlich weniger Geld das Leben schwer machen würde ...

Meine Eindrücke beschränken sich auf Beobachtungen am Tag, am Sternhimmel habe ich das Monarch nicht ausprobiert. Einen kurzen Vergleich mit dem 8x30 Conquest konnte ich etwas später noch machen. Müsste ich mich zwischen Conquest und Monarch entscheiden, dann würde ich wahrscheinlich das Monarch nehmen. Wer sich für die Vor- und Nachteile des Conquest interessiert, der findet im Jülich-Forum einen fundierten Bericht von Walter E. Schön. Diesem Bericht hätte ich nur noch die für meinen Geschmack zu starke Vignettierung am Rand des Sehfeldes als Schwachpunkt hinzuzufügen. Das Conquest zeigt nach meinen Eindrücken zwar die bessere Schärfe im Zentrum des Sehfeldes, unterm Strich finde ich die optische Leistung aber nicht so überzeugend, dass ich dafür mehr als 500 Euro auf den Tisch legen würde (zumindest nicht noch mal). Am meisten stören mich die Vignettierung und die Anfälligkeit des Fernglases für Streulicht und Reflexe. Beim 8x36 von Nikon (China) bekomme ich, gemessen am Preis, das rundere Paket.

Damit beschränkte sich die Auswahl auf Nikon Monarch und Zeiss ClassiC. Zur Verarbeitung des Monarch gibt es nicht viel zu sagen, das Glas macht einen wirklich guten Eindruck und mit Ausnahme des Mitteltriebs gibt es äußerlich nichts zu meckern. Die Gummierung gefällt mir sehr gut, sie fasst sich angenehm an und sie sammelt auch nicht gleich jedes Staubkorn, dessen sie habhaft werden kann. Für ein Fernglas mit 36mm Öffnung ist das Monarch erstaunlich kompakt. Der Vorgänger (das 8x36 Sporter I) war nach meiner Erinnerung etwas größer und deutlich schwerer. Von der optischen Leistung des Sporter I reden wir lieber nicht. Zur Verarbeitung des 8x30 ClassiC gibt es auch nicht viel zu sagen, es ist halt noch ein richtig gutes Zeiss Glas. Die Justage des Zeiss war tadellos, an der des Nikon Monarch hatte ich auch nichts auszusetzen. Zuerst bin ich mit dem Monarch allein durch die Landschaft getigert. Ich wollte sehen, ob mich das Fernglas ohne direkten Vergleich überzeugen würde. Das hat es dann auch getan. Das Bild ist sehr hell, gemessen am Sporter I wahrscheinlich extrem hell, Schärfe und Kontrast schienen mir auf hohem Niveau angesiedelt und die fürs Geld gebotene optische Leistung fand ich wirklich ansprechend. Einzig der Mitteltrieb überzeugte nicht so recht, er zeigte etwas Spiel und er war für meinen Geschmack viel zu leichtgängig. Mit dem Finger "am Abzug" (sprich am Mitteltrieb) bestand immer die Gefahr, dass sich selbiger unabsichtlich verstellte. Nach einer runden halben Stunde ging ich zurück zu meinem Fotohändler, um das 8x30 ClassiC auszufassen. Hätte ich das nicht getan, dann hätte ich vermutlich eine Menge Geld gespart.

Im direkten Vergleich war das Bild im alten Zeiss ClassiC immer einen Tick schärfer und irgendwie brillanter. Die Farben erschienen mir intensiver, der Kontrast war etwas besser - das Bild war im Zeiss einfach "knackiger". Bei der Bildhelligkeit konnte ich keinen signifikanten Unterschied zwischen den beiden Ferngläsern entdecken und auch der "Transmissionstest" nach Walter E. Schön bescheinigte dem Nikon Glas eine sehr gute Transmission. Aber eine hohe Transmission ist nur die halbe Miete. Man sieht es beim 8x30 Conquest, eine hohe Transmission macht noch kein erstklassiges Fernglas. Ob mein Exemplar des Nikon Monarch ein Ausreißer war, kann ich nicht sagen. Ich konnte nur ein Exemplar ausprobieren und auf dieses bezieht sich meine Einschätzung. Die Justage war in Ordnung, dem Glas fehlte aber im Vergleich zum Zeiss ClassiC immer das letzte Quäntchen Schärfe. Um sicher zu gehen, griff ich mir noch ein Nikon 8x40 Action VII aus der Vitrine und auch dieses Glas zeigte die bessere Mittenschärfe. Es gibt wahrscheinlich genügend Punkte, wo bei der Herstellung eines Dachkantglases etwas verbessert werden oder auch schief gehen kann. Woran es genau liegt, das weiß ich nicht. Ich kann nur sagen, dass das Zeiss ClassiC und das Nikon Action VII bezüglich der Schärfe im Zentrum besser abgeschnitten haben.

Wer ein schnuckeliges, kompaktes Allroundglas für einen angenehmen Preis sucht, der macht mit dem kleinen Monarch wahrscheinlich keinen Fehler. Die Optik ist fürs Geld wirklich gut und die Qualität der Verarbeitung stimmt. Nur würde ich nicht erwarten, für runde 200 Euro ein Dachkantglas zu bekommen, welches in der Oberliga spielt. Für einen vergleichbaren Preis bietet sich als Alternative immer noch ein Nikon Action EX an. Das 8x40 aus dieser Reihe ist zwar größer und schwerer, dafür bringt es für Naturbeobachtungen den unschlagbaren Vorteil der besseren räumlichen Darstellung (Tiefenstaffelung) auf mittlere und nicht zu nahe Entfernungen mit sich. Hier muss man abwägen, welche Vorzüge am Ende den Ausschlag geben: kompakte Abmessungen, geringeres Gewicht und eine kürzere Naheinstellung beim 8x36 Monarch oder die (nach meiner Meinung) etwas bessere Schärfe und das plastische Bild beim 8x40 Porroglas. Mit Stickstoff gefüllt und für Brillenträger geeignet sind beide Nikon Gläser, was für das Zeiss ClassiC nicht bzw. nur eingeschränkt gilt.

Beobachtungen am Sternhimmel konnte ich mit dem 8x36 Monarch leider nicht anstellen. Mein Fotohändler wollte für das 8x30 ClassiC unbedingt Geld haben und für beide Ferngläser reichten die finanziellen Mittel dann doch nicht. Das Zeiss ClassiC hat mir aber eins sehr deutlich gezeigt: wenn man mit Einschränkungen bei der Abdichtung und bei der Tauchtiefe sowie bei der Brillenträgertauglichkeit leben kann, dann kann ein 8x30 Zeiss von gestern auch heute eine sehr gute Wahl sein.

Viele Grüße, Frank.
 
Re: nochmal Nikon 8x36 Monarch

Hallo Frank,

auch Dein 2000ter Beitrag <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/i_respekt.gif" alt="" />(mein Glückwunsch!) ist wieder einmal fundiert und kurzweilig geschrieben. Danke dafür!

Ich fühle mich durch Deinen Beitrag in meinem von Dir zitierten Beitrag durchaus bestätigt: man bekommt beim Monarch 8x36 für 200,-€ ein Glas in die Hand, das es einem schon verdammt schwer macht, für die Mehrleistung eines High Grade das Fünffache auszugeben.

Vom Preis-/Leistungsverhältnis her ist das kleine Monarch fast (auch mangels einschlägiger Dachkant-Konkurrenz)unschlagbar. Bedenkt man doch, daß Du es einem weit teureren Conquest vorziehen würdest.

Ich freue mich auf viele weitere Beiträge von Dir <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

carpe noctem
Matthias
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: nochmal Nikon 8x36 Monarch

Hallo Matthias,

> Ich fühle mich durch Deinen Beitrag in meinem von Dir zitierten Beitrag durchaus bestätigt ...

dann habe ich beim Schreiben meines Beitrags irgendwas verkehrt gemacht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

> man bekommt beim Monarch 8x36 für 200,-€ ein Glas in die Hand, das es einem schon verdammt schwer macht, für die Mehrleistung eines High Grade das Fünffache auszugeben.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das 8x32 HG von Nikon deutlich schlechter als das alte Zeiss ClassiC abschneidet. Die Unterschiede zwischen Nikon Monarch und Zeiss ClassiC waren schon deutlich sichtbar und eins der teuren "Nobelgläser" wird noch einen drauf setzen. Ob die Mehrleistung den Mehrpreis wert ist, dazu wird es natürlich unterschiedliche Meinungen geben. Da das aber subjektive Meinungen sind, sollten wir uns wenigstens soweit einigen, dass wir "ich" anstelle von "man" schreiben. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Mir fiel es nach dem direkten Vergleich nicht so schwer, den Mehrpreis fürs 8x30 ClassiC zu akzeptieren. Das Geld dann aufzubringen, ist was anderes. Das fällt mir auch nicht leicht.

> Vom Preis-/Leistungsverhältnis her ist das kleine Monarch fast (auch mangels einschlägiger Dachkant-Konkurrenz)unschlagbar.

Da bin ich Deiner Meinung. In der Preisklasse ist mir bei den Dachkantgläsern bisher kaum was vernünftiges über den Weg gelaufen. Vixen scheint sich mit seiner erweiterten Atrek-Serie in diesem Preisbereich ansiedeln zu wollen. Es wäre auch mal interessant, diese Ferngläser unter die Lupe zu nehmen. Bisher halten sich meine Vorurteile bezüglich der Vorzüge von Porrogläsern gegenüber Dachkantgläsern bei Preisen um 200 Euro hartnäckig. Vielleicht ist es ja doch so, dass die Herstellung guter Dachkantgläser höhere Ansprüche stellt und dass der Preis das am Ende auch widerspiegelt. Wenn ich mir die CZJ Amici-Prismen im guten alten M44 Okularrevolver anschaue und sehe, was heute auf diesem Sektor den Astromarkt bevölkert, dann vertiefen sich meine Vorurteile. Präzise geschliffene Dachprismen mit hauchdünnen Dachkanten sind vermutlich nicht ganz billig zu haben.

> Bedenkt man doch, daß Du es einem weit teureren Conquest vorziehen würdest.

Käme das 8x30 Conquest ohne die genannten Schwachpunkte, dann würde der Vergleich vielleicht anders ausgehen. An sich ist das Konzept der Conquest Reihe ja eine feine Sache. Nur mit der Umsetzung klappt es nicht immer so, wie ich es mir als Kunde vorstelle. Wenn mit Blick auf einen günstigen Preis Abstriche beim Sehfeld, bei der Nahgrenze und bei der Handhabung gemacht werden und man der Conquest Reihe kein LotuTec gönnt, dann ist das ja ok. Trotzdem sollte ein 8x30 Fernglas für 500 und mehr Euro auch unter weniger optimalen Sichtverhältnissen mit Spaß an der Beobachtung nutzbar sein. Das könnte aus meiner Sicht besser gelöst werden. Aber was soll's. Wie sagt man so schön: andere Mütter haben auch schöne Töchter ...

Tschüß, Frank.
 
Hallo,

das Nikon Monarch 8x36 habe ich jetzt seit ein paar Tagen und konnte es ein wenig testen. Meine ersten Eindrücke:

1) bei Tag

Hier fiel mir auf, dass es vorkommen kann, in der unteren Hälfte des Blickfeldes helle "Halbmonde" zu sehen, die verschwinden, wenn man über die Fernglasöffnung eine Hand hält. Inwieweit dies auch bei anderen FGs vorkommt und technisch überhaupt vermeidbar ist, weiß ich nicht. Den IIRC hier schon mal bemängelten Mitteltrieb finde ich OK.

2) bei Nacht

Leider war das Wetter in den letzten Tagen eher bescheiden, deshalb war ich nur einmal bei Nacht draußen. Da war ich überrascht, wie viel mehr man schon mit einem Fernglas im Vergleich zum unbewaffneten Auge am Himmel sieht. Wenn man in den Mond schaut, bekommt man ein zusätzliches Geisterbild. Wenn ich mir bei Dunkelheit die sehr hellen blauen LEDs am Rechner anschaue, sieht man diagonale Strahlen um die LEDs herum.

Mit systematischer Himmelsbeobachtung habe ich noch nicht angefangen, da ich noch auf die Rotlichtlampe warte (Sternkarte und Karkoschka sind da).

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es den Preis (200 Euro einschl. Versand) sicher wert ist. Solange ich nicht vergleichend in eines der Edelgläser geschaut habe, wüßte ich nicht, wofür ich den dreifachen Preis zahlen sollte.

Probleme habe ich allerdings, das Fernglas ruhig zu halten. Die Sterne hüpfen immer umher. Schafft ihr es tatsächlich, mit FG ohne Stativ ein völlig ruhiges Bild zu erreichen? In der bisherigen einzigen Beobachtungsnacht ist mir außerdem unangenehm aufgefallen, dass innerhalb eines wirklich breiten Streifens um den Horizont überhaupt keine Sterne zu sehen sind. Gut, dafür kann jetzt das Fernglas nichts. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Walter E. Schön hatte hier im Forum erwähnt, dass er an einem Fernglas-Buch schreibe. Ist es vielleicht schon erschienen? Ich kenne nämlich gerne Aufbau und Funktionsweise der Geräte, die ich benutze.

Wie reinigt man eigentlich am geschicktesten die Linsen? Nicht dass es schon nötig wäre, nur für die Zukunft ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Ach ja: weil ich gleich begeistert war vom Ferngucken, habe ich mir noch ein Zeiss Mono 6x18 gekauft. Das kann man dann wirklich immer dabei haben. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />



NACHTRAG: An Kanten außerhalb des Zentrums kann man beim genauen Hingucken durchaus einen leichten Farbsaum erkennen. Wieso läßt sich der Mitteltrieb eigentlich noch fast eine halbe Umdrehung weiterdrehen, nachdem schon auf unendlich fokusiert wurde?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

das Nikon Monarch 8x36 habe ich jetzt seit ein paar Tagen

Na dann herzlichen Glückwunsch!

1) bei Tag

Hier fiel mir auf, dass es vorkommen kann, in der unteren Hälfte des Blickfeldes helle "Halbmonde" zu sehen

Mir kommt es so vor, als seien die "preiswerteren" Dachkantgläser allgemein etwas anfällig für Streulicht und Reflexe. Bei den Porros scheint das etwas weniger zu sein. In den obersten Preisklassen ist's dann egal ..

Probleme habe ich allerdings, das Fernglas ruhig zu halten. Die Sterne hüpfen immer umher. Schafft ihr es tatsächlich, mit FG ohne Stativ ein völlig ruhiges Bild zu erreichen?

"Völig ruhig" ist ein hoher Anspruch, aber man kann das Üben, ein 8x - Glas geht da schon noch ganz gut. Ein paar langzeitbelastbare Muckis schaden auch nix (um dem Diktum "üben" mal eine potentielle Richtung zu erschließen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pfeif.gif" alt="" /> ).

Walter E. Schön hatte hier im Forum erwähnt, dass er an einem Fernglas-Buch schreibe. Ist es vielleicht schon erschienen?

Er arbeitet wohl noch daran.

Wie reinigt man eigentlich am geschicktesten die Linsen? Nicht dass es schon nötig wäre, nur für die Zukunft ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Mit Wasser oder Spucke und einem sehr feinen Microfasertuch zum Beispiel.

Ach ja: weil ich gleich begeistert war vom Ferngucken, habe ich mir noch ein Zeiss Mono 6x18 gekauft. Das kann man dann wirklich immer dabei haben. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Und das hat einen sehr schönen Nahbereich, für die Spinnen und die Fliegen ...

Wieso läßt sich der Mitteltrieb eigentlich noch fast eine halbe Umdrehung weiterdrehen, nachdem schon auf unendlich fokusiert wurde?

Nachdem DU auf unendlich fokussiert hast. Es gibt fehlsichtige Leute, die gerne ohne Brille spechteln, die Freuen sich dann, wenn etwas Spielraum da ist.

Viel Spaß mit dem kleinen Monarchen! - martin
 
Hallo Sepedon,

ich kenne bisher auch kein billiges Porro ohne Reflexe!
Nur bei Dachkantgläsern sind die Probleme noch deutlich schlimmer, die haben außer Reflexen meist auch noch diffuses Streulicht im Gegenlichtbereich (bewölkter Himmel)und auch bei schräger Stellung (so 30-50°) zur Lichtquelle noch zusätzliche Reflexe.

Insofern sind die Porros dann doch oft etwas besser.

Tests: Mond direkt und schräg (so grad aus dem Bildfeld)
Straßenlaterne direkt und im Winkel von bis zu 60° - Fernglas durchschwenken.

Selbsr teure Gläser sind oft nicht reflexfrei (z.B. Minox 10x40 BR asp).

Gruß
 
Hallo hanz,

deshalb schrieb ich "etwas besser" bei den Preiswert-Porros.
Ein Glas, bei dem sich partout überhaupt gar keine Reflexe provozieren lassen, ist mir noch nicht untergekommen (ich habe aber bei weitem noch nicht alle Premiumgläser diesbezüglich ausprobiert), aber der Grad der Beeinträchtigumg durch sowas ist bei verschiedenen Gläsern schon recht unterschiedlich.

servus - martin
 
lieber sepedon

der rat ein fernglas mit spucke biologisch-dynamisch zu reinigen kann nur durch den zusätzlichen rat ergänzt werden die dadurch entstehenden flecken mit sandpapier rauszurubbeln...

ernsthaft gibts ja 3 regeln zur reinigung von optiken:

1.nicht reinigen!
2.nicht reinigen!
3.nicht reinigen!

und wenn doch mal das fernglas in den kaffee gefallen ist mit destilliertem wasser OHNE zuhilfenahme von micro oder sonstigen fastertüchern spülen. so ein optikpinsel mit gummiblasekugel ist auch nicht übel gegen staub, wenn wirklich fettfrei.
 
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