Refraktoren/Spiegelteleskope: Was ist besser?

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Hi Clemens,

deine Frage kann jetzt wieder zu endlosen Diskussionen führen und am Ende keine zufriedenstellende Antwort bringen...

Ich hab mal vor einiger Zeit die Frage in einem Artikel auf meiner Homepage verarbeitet die ich hier mal poste...

Korrekturen und Erweiterungen erwünscht ;)

3. Soll ich mir ein Linsen- oder ein Spiegelteleskop kaufen?

Für viele ist dies schon fast eine Glaubensfrage und stellt man sie in einem Astronomieforum kann man sich fast sicher sein, dass innerhalb von zwei Stunden eine hitzige Diskussion darum entbrennen wird. Grundsätzlich ist es ganz einfach, auch hier bestimmen wieder die Anforderungen welches Teleskopdesign das richtige für jemanden ist.

Einige Fakten:

Richtig ist, dass ein Linsenteleskop nicht obstruiert ist, das bedeutet, das kein Fangspiegel wie bei einem Spiegelteleskop im Strahlengang sitzt was Kontrast kostet.

Richtig ist, dass (hochwertige) Refraktoren eine feinere Sternabbildung liefern als Spiegelteleskope.

Richtig ist, dass Linsenteleskope in aller Regel nicht justiert werden müssen.

Richtig ist, dass Linsenteleskope wesentlich schwerer und durch ihre Taukappe auch länger sind als gleichgroße Spiegelteleskope.

Richtig ist, dass Linsenteleskope teurere und stabilere Montierungen benötigen als gleichgroße Spiegelteleskope.

Richtig ist, dass Linsenteleskope ab einer Öffnung von etwa 4" wesentlich teurer sind und ab einer Öffnung von etwa 6" unerschwinglich werden.

Richtig ist, dass Spiegelteleskope bei einem Temperaturwechsel (warme Wohnung, kalter Garten) Zeit brauchen bis sie ausgekühlt sind um ihre voll Leistung zu entfalten.

Richtig ist, dass Spiegelteleskope hin und wieder (nach Transport z.B.) justiert werden müssen, dies geschieht nach einiger Übung in wenigen Minuten.

Richtig ist, dass Spiegelteleskope aufgrund ihrer günstigeren Herstellung bedeutend größer ausfallen können als ein Refraktor. (6" Linsenteleskop ab ca. 600€ - 6" Spiegelteleskop ab ca. 150€ oder 8" Linsenteleskop ab ca. 5000€ - 8" Spiegelteleskop ab ca. 300€)

Richtig ist, dass Spiegelteleskope leichter sind als Refraktoren gleicher Größe, dementsprechend günstiger montiert werden können

Richtig ist, dass Spiegelteleskope zur Fotografie mit zusätzlichen Korrektorlinsen ausgestattet werden sollten.

Man sieht also, je nach dem wo man seine Schwerpunkt sieht und was man für Anforderungen und Limits an das gewünschte Teleskop stellt kann man nicht einfach sagen Refraktor oder Reflektor wäre besser, jede Art hat ihr Anwendungsgebiet. Ist das Geld begrenzt und möchte man gleich von Beginn an möglichst viel am Himmel sehen, dann bietet sich meines Erachtens eher ein Spiegelteleskop an.

Es gibt zwar Menschen beider Gruppen die beharrlich auf der Überlegenheit "ihres" Systems bestehen aber die meisten besitzen sowohl Linsen als auch Spiegelteleskope und sind jeweils sehr zufrieden damit.

CS Benny
 
Hallo Clemens

Ich schwöre auf ein Spiegelteleskop.
Der besondere Vorteil ist eine größere Öffnung für weniger Geld,die auch noch farbrein ist.
Gegen ein kleinen Apo als Schnellspechtelteleskop gibt es aber auch nichts einzuwenden.

Grüße
Manfred
 
Zitat von Manner:
Gegen ein kleinen Apo als Schnellspechtelteleskop gibt es aber auch nichts einzuwenden.

Hallo,

wenn man aber bedenkt, dass man zu dem Preis eines 80mm Edelapos schon einen 12" Gitterrohrdobson bekommt, weiß ich nicht, ob der Vorteil (Preis-Leistungs-Verhältnis) eines kleinen Schnellspechtelapos da wirklich gegeben ist. :gutefrage: ?)

Viele Grüße

Carsten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

:totlach: :totlach: :totlach:

Hallo Clemens

Ich schwöre auf ein Spiegelteleskop.
Der besondere Vorteil ist eine größere Öffnung für weniger Geld,die auch noch farbrein ist.
Gegen ein kleinen Apo als Schnellspechtelteleskop gibt es aber auch nichts einzuwenden.

[...]

Moin!

...wo ist meine Tüte Chips...?!

[...]

Hi,

Eine allgemeine Antwort ist nicht möglich.

[...]

Gegen ein kleinen Apo als Schnellspechtelteleskop gibt es aber auch nichts einzuwenden.

[...]

Hallo,

wenn man aber bedenkt, dass man zu dem Preis eines 80mm Edelapos schon einen 12" Ditterrohrdobson bekommt, weiß ich nicht, ob der Vorteil (Preis-Leistungs-Verhältnis) eines kleinen Schnellspechtelapos da wirklich gegeben ist.

Und das ist erst der Anfang... weisst du nun was ich meinte ;)

CS Benny
 
Hallo Carsten

Ich würde mir ein kleinen Apo von Skywatcher auch höchstens als zweit Gerät kaufen,für das schnelle mal zwischendurch.
In den größeren Edel Refraktoren sehe ich vom Preisleistungsverhältnis auch keinen Sinn.
So etwas würde ich mir nie anschaffen.

Grüße
Manfred
 
Hi Clemens,

na Du bist mir ja einer. Allein die Überschrift ist Dynamit. Sehr geil!

Zitat: winnie "..wo ist meine Tüte Chips...?!" --> so muß sein

Du hast ja schon durch meinen kleinen 5"-Newton geschaut. Wenn Du dann demnächst mal wieder bei mir in der Gegend bist, stellen wir mal Opas Lild-Refraktor daneben und vergleichen.

Ich denke, daß Du mit einem 8" Newton mit 1000mm oder 1200mm Brennweite keinen schlechten Anfang machst. Als Dobson kannst Du dann sofort visuell loslegen und wenn Du später fotografieren möchtest, dann brauchst Du nur noch eine Montierung. Denn Tubus kannst Du dann mit den passenden Rohrschellen d'rauf setzten.

Somit hast Du die gleiche Öffnung wie unser Großvater mit seinem großen C8 aber ein tolles Gesichtsfeld und eine wirklich einfache Handhabung.

Wie Sven schon sagte, ist bei einem Spiegelteleskop von Zeit zu Zeit eine Justage nötig. Dazu hab' ich alles was man braucht. Also auch kein Problem.

Linsen sind was schon Feines; entweder als Apo oder als Fraunhofer mit vernünftigen Öffnungsverhältnis. Der Apo ist aber teuer und der Fraunhofer ist mit einer Öffnung größer 150mm einfach verdammt unhandlich.

Ergo: Du brauchst einen Spiegel.

Gruß
Martin




 
Hallo Clemens,

das beste Teleskop (auch für Dich) ist immer das, welches man am meisten nutzt!

Für mich (persönlich) ist es mein Zweitgerät, mein kleiner APO. Obwohl er teurer war, als mein 8"er und weniger Leistung hat. Jedoch, ich beobachte einfach öfter damit. Wohl gemerkt, ICH!

Es bleibt, das ist eine Entscheidung, die nur jeder einzelne für sich nach seinen Vorlieben und seinen Umständen (Wohnlage, Zeitaufwand, Platz) beantworten kann.

Viele Grüße,

Peter

 
Da geht noch was!

OK Benny,

also das ist so: Wenn ich durch einen 80mm f/6 APO beobachte, dann schaue ich durch ein schönes Teleskop. Das macht Spaß, das Bild hat eine Super-Qualität und es ist ein Genuss, dadurch zu beobachten. Jeder möchte so ein feines Teleskop besitzen.
Nachdem ich dann eine halbe Stunde das schöne Bild in dem schönen Teleskop beobachtet habe, habe ich davon genug. Dann hohle ich den schweren, umständlichen, hässlichen Lichteimer hervor, für den das Übersichtsokular schon so teuer war, wie der China-Abklatsch des Edel-Refraktors, und dann beobachte ich schöne und detailreich aufgelöste Objekte während ich mich einen Dreck darum schere, ob der Tubus Kratzer hat, oder ob ein Newton nicht ein billig System ist, was ja jeder haben kann.

Clear Skies
Sven
 
Re: Da geht noch was!

Hi Clemens,
besser?? Was heißt besser? Besser für was?
Es gibt kein pauschales besser!

Sondern nur ein besser, nämlich das besser im Bezug auf Deine Anforderungen an das Teleskop.
Definiere Deine Anforderungen und prüfe das in Theorie und Praxis und am Ende kommt das beste Teleskop für Dich raus.
That´s it.
CS
 
Jano Hannes,

wünsch' Dir weiter viel Spaß mit Deinem gepimpten "Dr.Rotten" 8"/f6er Newton. Für häßliche Dinge finden sich keine Käufer!

Zitat: "habe am Saturn bei 346 fach zwischen Cassini-Teilung und dem Ringrand mehrfach einen sehr dünnen schwarzen Bereich erkennen können (Encke-Minimum ???)"

Geh' zum Arzt, wenn Du Dinge siehst, die's nicht gibt.

Übrigens: Eine Runde Mitleid bezüglich Deinem Auto.

 
Hallo,

wie bereits gesagt, kann man das nicht sagen. das ist so ähnlich wie: was ist besser, Diesel oder Benziner?

Ich besitze, wie viele, Linsen- und Spiegel, angefangen hab ich persönlich mit nem 114/900er Spiegel. Die Lust an Linse hat bei mir der 70/700mm LIDL-Refraktor angeschürt, der für seine mickrigen 7cm ein wunderschönes BIld auch an Mond und Planeten zeigt. Auf die Weise bin ich auch zu Refraktoren gekommen, welche eben - genau wie Spiegel auch - Vor- und Nachteile haben.
Insofern kann ich nicht mal sagen, welches mein bestes Teleskop ist, da ich alle vier in etwa gleich oft benutze, je nachdem, wie ich oder meine Frau grad in Laune sind. Letzte Woche haben wir eine Cassiopeia-Tour mit dem 70mm-Refraktor gemacht, war einfach herrlich. Aber auch faint Galaxies mit dem 10"-Newton machen Spaß.

Also, im Prinzip is es schon Wurscht, schließlich soll man ja Freude am Hobby haben. Mit 13, wo sicher das Budget beschränkt ist, würd ich versuchen, für mein Geld eine gute Mischung asu Öffnung, Montierung und Okularen zu bekommen. Daher hab ich mit nem äauatorial montierten 114/900er Newton angefangen. Damit konnt ich sogar handnachgeführte Piggypackfotografie machen, mit ein Grund warum ich (ganz persönlcih) keinen Dobson wollte, da mich Fotografie schon immer fasziniert hat.

Schau mal auf meiner Astroseite vorbei, da stehn zu allen meinen div. teleskopen, die ich bisher hatte, Beobachtungsberrichte, Erfahrungsberichte und auch Fotos. Vielleicht kannst Du Dir daraus ein Bild zimmern.

Viele Grüße

Markus


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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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DANUBIA - OBSERVATORIUM

Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
D-93096 Köfering

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Starfinderseite: starfinder.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory (at) freenet.de

 
Hallo,

- Spiegelteleskope sollen ja hauptsächlich für Deep-Sky sein und Linsenteleskope(Refraktoren) für Planeten/Mond. Kann man jetzt mit einem Refraktor überhaupt keine Galaxien/Nebel sehen und mit einem Spiegelteleskop keine Planeten? Wie viel schlechter ist es wirklich?

- Ist das justieren sehr schwer und wie oft und was muss man das machen?

- Sind Spiegelteleskope viel unschärfer, oder geht das noch?

- Wie siehts mit dem fotografieren aus (falls ich später mal will)?
 
Hallo

Nach einigem Lesen und der positiven Verwunderung, daß es keine Ausrutscher gab, mal meine Meinung:

1. Der Frager ist 13 Jahre alt
2. Da Buget dürfte nicht all zu groß sein
3. Wie ich verstanden habe, hat er hier in den Foren einen Bekannten mit Teleskop

Gut, ich bin zugegebenermaßen ein Verfechter des Newtons, habe aber auch einen Refraktor.

Wäre für einen 13-jährigen nicht als Ersteinstieg ein Fraunhofer mittlerer Größe, azimutal montiert und "beigefüttert" mit guter Literatur und einer Sternkarte nicht am besten gedient?

Ich denke vor allem an das Gewicht des Gesamtsystems. Ohne Papa wird wohl ein 6" Newton mit Dobson-Platform schon ein wenig heftig schwer. - Und er möchte sicherlich auch mal alleine im Garten oder der Umgebung beobachten.

-- Ist nur ein Denkanstoß

CS
Winfried
 
Hi,

Spiegelteleskope sollen ja hauptsächlich für Deep-Sky sein und Linsenteleskope(Refraktoren) für Planeten/Mond. Kann man jetzt mit einem Refraktor überhaupt keine Galaxien/Nebel sehen und mit einem Spiegelteleskop keine Planeten? Wie viel schlechter ist es wirklich?

Ziemlich Quark, es gibt sowohl Refraktoren mit denen man Planeten vergessen kann, zum Beispiel kurze f/5 Farbwerfer, andererseits gibts auch Spiegelteleskope die wahre Planetenkiller sind, kann man also nicht pauschalisieren.

- Ist das justieren sehr schwer und wie oft und was muss man das machen?

Schwer nicht, man muss es einfach mal etwas geübt werden, es gibt aber gute Anleitungen im Netz und wenn man nach ein paar Mal den Dreh raushat geht es innerhalb von wenigen Minuten. Wie oft? Also wenn das Teleskop stationär im Garten oder Terrasse steht und nie gross transportiert wird braucht es nicht oft eine Justage, einfach hin und wieder überprüfen, lädt man es ins Auto und fährt aufs Feld sollte es dort jedesmal kontroliert und justiert werden, ist meist in wenigen Minuten geschehen, eine Grundjustage braucht man eigentlich nur nach langem, holprigen Transport oder Zerlegung nach Reinigung usw. dauert aber nicht viel länger.

- Sind Spiegelteleskope viel unschärfer, oder geht das noch?

Ich sag mal so, geht noch :biggrin: Nein, auch hier gilt ein schlechter Spiegel ist unschärfer als eine gute Linse aber ein durchschnittlicher oder guter Spiegel ist auch schärfer als eine schlechte Linse, die Frage kann man so nicht stellen, es geht da eher um andere Sachen, wie Kontrast (Planeten) oder ob einen die von der Fangspiegelspinne produzierten Spikes (das sind die meist vier hellen Strahlen die um sehr helle Sterne auf Fotografien erscheinen) stören.

- Wie siehts mit dem fotografieren aus (falls ich später mal will)?

Alle professionellen Teleskope sind Spiegel und die Fotos von Hubble und Co können sich ja schon sehen lassen ;) Auch hier bei den Amateuren sind viele Fotografen mit Spiegeln zu Gange, kann man also auch nicht pauschalisieren...

Wenn es nur um Foto gehen würde, dann könnte ein Refraktor interessanter als ein Spiegel sein, weil ein kleiner Refraktor günstiger und stabiler montiert werden kann als ein grosser Spiegel, aber du suchst ja was für den Einstieg, das sollte jetzt kein Apell sein dir unbedingt einen Spiegel zu kaufen, gibt auch ein paar nette Refraktoren für den Einstieg, wollte nur ein paar Fragen klären ;)

CS Benny
 
Hi Clemens,
kurz und kanpp auf deine Frage: wenn Planeten dein Ding sind (werden?) dann rate ich zu einem guten Refraktor(Linsenteleskop)oder zu einem speziellen Planetenteleskop( Schiefspiegler,oder "langer" Newton)wenn du (auch) Deep Sky richtig geniesen willst rate ich zu einem Newton auf Dobsonmontierung(wegen der bezahlbaren Öffnung)
Da du aber wahrscheinlich noch nicht weißt was du Favorisieren wirst...mein Tipp: geh zu einem Teleskoptreffen und löcher die Astros dort mit Fragen!Da kannst du (normalerweise)immer
auch durchschauen.So hast du die Möglichkeit selbst zu Vergleichen,dir ein Bild zu machen,vom Aufbau der Geräte und deren "Einsatzgebiet" Falls deine Eltern da mitspielen,wär das bestimmt ein toller Familienausflug... hier mal ein Link
http://www.teleskoptreffen.info/
Ok die TT sind nicht so reichlich,aber vielleicht ist eines dabei...?
Grüße Rainer
P.S.: ansonsten stimme ich Berberich zu,ein Lidlscope oder ähnliches wäre kein schlechter Anfang(was hätt ich mich damals über so ein Teil gefreut...)
 
Hallo Clemens,

schade, dass Du die von mir verlinkten Darstellungen nicht gelesen hast, das hätte Deine Fragen ausführlichst beantwortet.

Clear Skies
Sven
 
Zitat von resuah:
Jano Hannes,

wünsch' Dir weiter viel Spaß mit Deinem gepimpten "Dr.Rotten" 8"/f6er Newton. Für häßliche Dinge finden sich keine Käufer!

Zitat: "habe am Saturn bei 346 fach zwischen Cassini-Teilung und dem Ringrand mehrfach einen sehr dünnen schwarzen Bereich erkennen können (Encke-Minimum ???)"

Geh' zum Arzt, wenn Du Dinge siehst, die's nicht gibt.

Übrigens: Eine Runde Mitleid bezüglich Deinem Auto.

Moinsen Kollega,
lese Deine Ausführungen erst jetzt. Respekt vor so viel emotionsfreier qualitativer Aussage *humpf* :Trost:

Schlechte Laune? Na, kommt vor. Musste nur nicht hier ausleben.

Ach übrigens .. es gibt viel gutes Material zum Thema Saturn ... vonwegen "Dinge die es nicht gibt". Kann ja sein, dass Du astronomisch noch etwas unerfahren bist. Ist ja auch nicht schlimm. Aber mit offenbar vorhandenen Wissensdefiziten derart aufzutreten, wie Du es hier getan hast, ist riskant. Und wie riskant sowas ist, hier mal ein Beweis: Da gibts also nichts zwischen Cassini Teilung und Ringrand? Ohohoh ... :pfeif:

Ich denke mal, die Arzt-Frage ist valide. Nur die des Adressaten sollte neu gestellt werden. Schau mal hier ;)

Grüsse und hoffe Dir geholfen zu haben, Hannes

PS Falls Du weitere Info benötigst, lass uns das dann per PN machen, okay?
 
Hallo Benny,

meine Güte, fast alles was du da als "richtig" beschreibst ist
total falsch oder zumindest höchst undifferenziert dargestellt!

Immerhin bist du hier im Board schon seit langem dabei und solltest
es deshalb besser wissen.

Deprimierte Grüße, Karsten
 
Hallo Benny,

stimmt, ich muss Karsten beipflichten, Du solltest Dir wirklich überlegen, ob Du das so irreführend (weil undifferenziert) stehen lassen willst. Zum Beispiel kann man schon an einem guten 4" Refraktor eine Auskühlphase beobachten (und im Prinzip kann man das bei jedem Teleskop). Richtig wäre gewesen, auf die Thematik kurz einzugehen und festzustellen, dass es je nach Konstruktion eine Zeitfrage ist.
Mit anderen Punkten sieht es so ähnlich aus. Man könnte da nun Punkt für Punkt (egal ob Spiegel oder Linse) dran herumknöstern und eine totale Demontage veranstalten. Das würde aber weder Dir gerecht noch Dich in eine Stimmung versetzen, das mal zu überdenken... ;)

Clear Skies
Sven
 
Hallo Karsten,

ich bin lernfähig und habe einen Grossteil dieser "Fakten" anglesen, deshalb würde ich mich freuen wenn du mich über die groben Fehler aufklären würdest, ja es gibt zwei drei Punkte die undifferenziert sind und so nicht 100% stimmen, ich habe es vereinfacht, dazu zähle ich:

Justage nur bei Spiegelteleskopen

Auskühlen nur bei Spiegelteleskopen

Die feinere Sternabbildung, ich hätte da eher auf die "Spikelosigkeit" eingehen sollen.

Die unbedingte Nutzung von Komakorrektoren bei Fotografie.

Ich habe da auf Teleskope des unteren Preisbereiches abgezielt und etwas überzogen, wäre nett wenn du mich noch mal genauer über die Fehler aufklärst.

Grüsse Benny
 
Hi Sven,

die Diskussion ist ja nun oftmals von persönlichen Vorlieben geprägt, ich hatte in dieser "Aufstellung" versucht das ganze möglichst objektiv (aber wohl auch zu plakativ) auf einige Fakten zu begrenzen ohne zu werten, mmh scheint in die Hose gegangen zu sein - klar dass keiner der Punkte der hartnäckigen Untersuchung eines Profis standhält ;)

Wahrscheinlich bin ich wegen mangelndem Grundlagenwissen nicht wirklich in der Lage das Thema ausreichend und verständlich darzustellen, sollte ich vieleicht streichen.

Grüsse Benny
 
Nöö Benny,

so musst Du Deine Äusserungen nicht abqualifizieren (lassen).

Okay, zwei/drei Äusserungen waren etwas pauschal. Aber die Übrigen kann man recht kurz "übern Daumen" schon mal als Orientierung nehmen.

Und unsere Vorlieben haben wir doch alle ... nicht wahr ... Karsten ... Sven ... Benny ... Hannes ;)

Manchmal nehmen diese Vorlieben dann eben bei Einigen vielleicht etwas Überhand, werden mit ausführlichen Rückgriffen auf Theorie begründet (die aber gerne mal an der Praxis vorbeigehen) und vernachlässigen dann möglicherweise die potentiellen andersgearteten Vorlieben der LeserInnen.
Egal, ob diese Ihre Statements dann in kurzen Worten oder ausführlichen Webseiten veröffentlichen.

Greetz Hannes

PS: mein im letzten halben Jahr meistgenutztes Gerät ist ein 8"f6 Newton :pfeif: . Um eventuellen eingefahrenen Klischeevorstellungen meiner Vorlieben gleich mal vorzubeugen *lach*
 
Hi Seven, Hi Benny, Hi Clemens,

Vielleicht habt ihr's schon rausgelesen; Clemens ist mein Vetter. Wir wohnen jedoch ca. 100km auseinander und daher haben wir zur Hauptsache Kontakt per eMail.

Ich zerbrech' mir jetzt nun zwei Tage den Kopf und überlegen, welches Gerät denn nun vernünfigt wäre für Clemens. Hab' jetzt eine riesen Menge an Vergleichen zwischen Linse und Spiegel durchgelesen und bin schlußendlich auf keinen grünen Zeig gekommen.

Zuerst möchte ich Dich, Clemens, nochmal bitten, Sevens Homepage genau unter die Lupe zu nehmen. Damit hast Du eine super Voraussetzung um hier besser folgen zu können.

Jetzt mein Problem: Selbst hab' ich einen 5"-Newton mit f8 und einen 6"-Newton mit f5. Unser gemeinsamer Großvater hat ein Lidl-Skope und ein C8. Ich war bis dato der Überzeugung, daß der Newton ein günstiges Allround-Gerät ist, daß mehr zeigt, als ein Linsenteleskop in der gleichen Preisklasse. Da Clemens nach meinem Info-Stand doch auch DeepSky machen möchte bin ich davon ausgegangen, daß nur ein Linsenteleskop mit einer Öffnung >= 100mm in Frage kommt oder halt ein Spiegel zwischen 6" und 8" zunächst als Dobson.

Da Clemens in zwei Wochen bei mir vorbei schau'n wird, stell' ich mir die Frage, wie ich ihm einen Vergleich der beiden Bauarten demonstrieren kann. Macht es Sinn, daß 70mm Lidl-Scope neben den 5"-Newton zu stellen und dann Jupiter und Mars, und ein paar DeepSky-Objekte zu zeigen?

Wenn ich dann noch das C8 daneben stelle und sage; Schau', so siehst Du's auch durch einen 299€ 8"-Dobs!?

Dieser Vergleich hinkt doch, oder!?

Wie kann ich in dieser Situation verantwortungsvoll und unvoreingenommen helfen? Hab' Ihr noch einen Tip?

Gruß
Martin





 
Hi Martin, hi Clemens,

bisher wurden alte Knochen abgenagt, nun bekommt die Sache wieder Fleisch. :D

Mein Vorschlag für Clemens als Einsteiger mit sicher hoher aber durch den Kontakt mir Dir auch nicht überzogener Erwartungshaltung und sinnvoller Weise zunächst Mal knapp gehaltenem Budget wäre ein 8" F/6 Dobson aus dem bekannten Marktbereich mit drei bis vier Okularen ab 500 € sinnvoll auszustatten, weiteres Zubehör nach selbst erkannten Wünschen, Zielen und Bedarf später.
Tuning (Lüfter/Velours/Gleitlager) ebenfalls...später.

Martin, Du wirst wohl sicherstellen können, dass die "beugungsbegrenzte" Qualitätsvorgabe für ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis in etwa erfüllt ist.
Der Dobs sollte einfach im direkten Vergleich, möglichst mit gleichem, bekanntem Okularzubehör und bei vergleichbarer Vergrößerung etwas mehr zeigen können als der 5" F/8 und der 6" F/5 und mindestens genau so viel wie das C 8 (immer) direkt nebendran.
Direkt nebendran, das ist wichtig und dann ist es eben so, dass ein sehr guter Tal 6" F/8 den beugungsbegrenzten 8" F/6 fast einholt, aber nur eben fast. Da zeigt der 8er eben etwas mehr von dem Netzwerk der Triesnecker Rillen (der Mond ist als Testobjekt sehr geeignet) als der 6er.

Kein(!) Refraktor bis 6" zeigt mehr oder Beseres.
Kein anderes Rohr ist gebrauchsfertig so günstig zu kaufen.
Kein anderes Rohr lohnt bei so günstigem Einstieg die Ausstattung mit weiterem auch (aber nicht zwinged) hochwertigem Zubehör (Okulare, Lininenfilter pp) für eine so riesige Anzahl beobachtbarer Objekte.
Kein anderes Rohr (zu diesem Preis) kann so lange steigenden Ansprüchen und wachsender Erfahrung genügen.

Unabhängig davon kann man sich orientiert an diesem visuellen Allrounder und an den Beobachtungszielen noch spezialisieren.

Ich persönlich habe als Großfeld- und Nebelfreak noch eine 4" Richfieldlinse nachgelegt, über 4° nutzbares Feld sind schon eine Hausnummer (der Newton bringt eben "nur" 2°.
Andere mögen eine feinere Linse vorziehen oder die Öffnung irgendwann verdoppeln, der Nächste wird den 8-Zöller doch prallaktisieren.
Was eigentlich immer bleiben kann ist...der 8" F/6.

CS
*entfernt*
 
Hallo Benny,

es würde unheimlich zeitaufwändig werden dies alles haarklein abzuarbeiten.
Das habe ich habe früher mehrfach in Spiegeltelekop vs Linsenteleskop Threads
getan. Aber es hält nie lange vor und nun habe ich weder die Zeit
noch die Lust mir das wieder einmal anzutun. Statt dessen würde ich
empfehlen die verlinkten Artikel auf Sven`s Seiten zu lesen.
Die waren im Gefolge mehrere hitziger Threads in denen es um
Farbwerfer vs schneller Billignewton ging entstanden und sie
sind sehr informativ.

Und ich kann nur dringend empfehlen die Postings von Kurt
(= Kurt Schreckling) gebührend zu beachten. Die Aussagen
die Kurt da immer mal macht sind sehr richtig und er hat
sowohl theoretisches Hintergrundwissen als auch große Praxiserfahrung
durch viele erstklassige selbstgebaute Teleskope verschiedener Bauweisen
(2 Linsenteleskope nach Schupmann, modifiziert, 2 Schiefspiegler nach Kutter,
modifiziert, 2 Cassegrains, 4 Newtons). Warscheinlich habe ich
noch welche vergessen?!

MfG,Karsten
 
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