Adson
Aktives Mitglied
Hallo,
zugegeben eine etwas provokante Überschrift, aber mit ernstem Hintergrund. In einem anderen Thread hatten wir ja das Thema, ob sich ein Fernglas überhaupt lohnt oder ob man nicht lieber gleich ein "richtiges" Teleskop kaufen sollte.
Inzwischen hatte ich nochmal Zeit, um im DeepSky Reiseführer von Stoyan nachzulesen, und zwar zum Thema "Kontrastreserve", vereinfacht gesagt also dem Verhältnis zwischen der Helligkeit des Objekts, dem Himmels-Hintergrund und der Öffnung der verwendeten Optik sowie der daraus resultierenden Sichtbarkeit bzw. Erkennbarkeit eines Objekts.
Um ein Beispiel herauszugreifen, ist dort eine Beobachtung des Helix-Nebels angeführt. Bei einer Grenzgröße von 5.0 am Beobachtungsort ist der Helix-Nebel im 7x50 nahezu unmöglich wahrzunehmen. Verwendet man am gleichen Beobachtungsort ein 8" Teleskop, ist der Nebel durchaus erkennbar.
Der eigentliche "Hammer" ist aber, dass eine Grenzgröße von 6.0 wesentlich (!) mehr bringt, als die Vergrößerung der Öffnung um 153 mm! Dann ist der Helix-Nebel für erfahrene Beobachter schon relativ leicht zu sehen, lt. der Tabelle im Buch müsste er schon fast mit direktem Sehen zu erkennen sein.
Wer es nachlesen will: Seite 25 im Buch, speziell Tabelle 26 und 27.
Natürlich würde ein 8" Teleskop an einem Standort mit 6.0 nochmals wesentlich mehr und besser zeigen. Die Frage ist aber in der Praxis: Was bekomme ich eher an einen wirklich guten Standort: ein 8" Teleskop oder ein 7x50 Fernglas?
Wer schon mal im Hochgebirge beobachtet hat, wird bestätigen können, dass man dort mitunter schon mit bloßem Auge Dinge sieht, die man nie für möglich gehalten hätte.
Deshalb: Fernglas ist Pflicht!

Adson
zugegeben eine etwas provokante Überschrift, aber mit ernstem Hintergrund. In einem anderen Thread hatten wir ja das Thema, ob sich ein Fernglas überhaupt lohnt oder ob man nicht lieber gleich ein "richtiges" Teleskop kaufen sollte.
Inzwischen hatte ich nochmal Zeit, um im DeepSky Reiseführer von Stoyan nachzulesen, und zwar zum Thema "Kontrastreserve", vereinfacht gesagt also dem Verhältnis zwischen der Helligkeit des Objekts, dem Himmels-Hintergrund und der Öffnung der verwendeten Optik sowie der daraus resultierenden Sichtbarkeit bzw. Erkennbarkeit eines Objekts.
Um ein Beispiel herauszugreifen, ist dort eine Beobachtung des Helix-Nebels angeführt. Bei einer Grenzgröße von 5.0 am Beobachtungsort ist der Helix-Nebel im 7x50 nahezu unmöglich wahrzunehmen. Verwendet man am gleichen Beobachtungsort ein 8" Teleskop, ist der Nebel durchaus erkennbar.
Der eigentliche "Hammer" ist aber, dass eine Grenzgröße von 6.0 wesentlich (!) mehr bringt, als die Vergrößerung der Öffnung um 153 mm! Dann ist der Helix-Nebel für erfahrene Beobachter schon relativ leicht zu sehen, lt. der Tabelle im Buch müsste er schon fast mit direktem Sehen zu erkennen sein.
Wer es nachlesen will: Seite 25 im Buch, speziell Tabelle 26 und 27.
Natürlich würde ein 8" Teleskop an einem Standort mit 6.0 nochmals wesentlich mehr und besser zeigen. Die Frage ist aber in der Praxis: Was bekomme ich eher an einen wirklich guten Standort: ein 8" Teleskop oder ein 7x50 Fernglas?
Wer schon mal im Hochgebirge beobachtet hat, wird bestätigen können, dass man dort mitunter schon mit bloßem Auge Dinge sieht, die man nie für möglich gehalten hätte.
Deshalb: Fernglas ist Pflicht!
Adson