Verrenkungen beim Beobachten

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Hallo Jens,

das passiert bei einem Refraktor gerne, wenn das Stativ zu niedrig eingestellt ist.

Also: Stativ höher stellen, so dass Du bei Zenitbeobachtung noch bequem in das Okular kucken kannst. Bei Beobachtung in horizontnaher Lage den Zenitspiegel etwas drehen und quasi von der Seite hineinsehen.

Dazu brauchts natürlich eine Stativ, das ausgefahren noch ausreichend stabil ist.

CS

Klaus
 
Hallo Jens,

wenn man kein Zenithprisma/Spiegel hat könnte das auf den Uneingeweihten durchaus einen merkwürdigen Eindruck machen... :confused:...beim provisorischen "First-Light" meines Abflussrohrrefraktors war ich auf jeden Fall froh daß ich nicht beobachtet wurde... :totlach2:

Grüße Felix

P.S.: da liegen dann vor allem die am Boden die einen sehen- vor Lachen... :totlach:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Jens

War bei deinem Teleskop ein Zenitspiegel dabei? Genau für diesen Fall ist er (unter anderem) gemacht.

CS
Jürgen
 
also ich habe einen 1000mm Refraktor auf einer parallaktischen Montierung.
Die Hoehe ist bei Beobachtungen bis 40dek ok. Danach muß ich mich schön runterbeugen. Ab 70 wird es unbequem. Ich habe so ein amiciprisma das im 90 Grad Winkel beschaut werden kann aber das hilft dann nix.

Hat noch Wer den astromaster 90eq ung geht's euch genauso öder mach ich was falsch.

Gruß jens
 
Hi!

Nimm einfach mal einen Stuhl oder Hocker mit zum Beobachten, am besten höhenverstellbar. Ansonsten hilft nur ein höheres Stativ. Um bequem im Stehen zu beobachten, ist bei so einem langen Refraktor schon ein hohes, stabiles Stativ nötig - ich würde schätzen, Du müßtest es dafür etwa auf 1,60m - 1,80m ausziehen müssen (Höhe ohne Montierung) - gibt's, ist aber nicht gerade billig. Ein solides Holzstativ mit der Höhe gibt's neu soweit ich weiß nicht unter rund 260 Euro, wobei das auch schon unterdimensioniert sein kann, je nach Teleskopgewicht.
In der Preisklasse deines Teleskops müssen halt Kompromisse gemacht werden - wenn das Stativ nicht (zu sehr) wackelt und Du stattdessen einen Hocker zum bequemen Beobachten brauchst, ist das kein schlechter Kompromiss. Ein Campingstuhl o.ä. stört bei einer Beobachtungsnacht eh nicht. Und im Sitzen kann man konzentrierter beobachten, von daher ist das nicht wirklich ein Nachteil.
Newtons haben den Einblick übrigens im Gegensatz zu Refraktoren und katadioptrischen Geräten oben, dadurch braucht man kein ganz so hohes Stativ und kann billiger stabil bobachten - dafür wandert das Okular immer wieder in andere Positionen und man muss evtl. den Tubus in den Rohrschellen drehen.
Immer die selbe Einblicksposition ermöglicht nur ein Coudé-System, aber das sind meist große Sternwartengeräte. Da ist der Okularstutzen dann in die Montierung integriert.

Langer Rede kurzer Sinn: Das gehört schon so, nimm einen Stuhl mit - jede andere Lösung geht richtig ins Geld :)

Gruß,
Alex
 
Zitat von tommy_nawratil:
hallo,

am besten ist es wenn die Montierung so stabil ist dass man sich selbst aufs Fernrohr schnallen kann und höchstpersönlich mitgeführt wird. Vermittelt auch etwas spacewalk-Gefühl!

lg Tommy

Das ist eine geniale Idee :D bestimmt gibt es irgentwann ein Teleskop mit festgeschnalltem Stuhl dran :)

mfg
Alex
 
Das ist einer der Nachteile des klassichen Refraktors. Gutmütig sind in dieser Hinsicht Schmidt- und Maksutov-Cassegrain-Teleskope. Beim Dobson ist es umgekehrt, da liegt man bei horizontnahen Objekten am Boden.

Ein hohes Stativ ist meist keine Lösung, das bringt Vibrationen. Am ehesten so: Horizontnah im Stehen, in halber Höhe auf einem Hocker und wirklich im Zenit auf einem Stück Isomatte am Boden.

Es ist keine Schande, am Boden zu sitzen.
 
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