Omegon 127er ED Triplet Apochromat . Erfahrungen ?

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Gucker14

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Hallo Refraktorfreunde !

Hat irgendwer praktische Erfahrungen mit diesem Refraktor. Kosten etwa 1400,- Euro (mit EQ6 Skyscan pro ca. 2900,-).Vielleicht hat auch wer Erfahrungen mit vergleichbaren anderen Refraktoren in dieser Apo-klasse?
 
Hallo,

so richtig viele Erfahrungen scheint es mit den neuen Apos (Halbapos?) noch nicht zu geben, was auch an der noch recht geringen Verbreitung liegen mag. Ich denke in ein paar Wochen werden dazu ein paar mehr Infos zu bekommen sein.
In etwa zwei Wochen sollte ich auch eines dieser Geräte besitzen, mal sehen ob es halten kann was ich mir davon verspreche.


MfG

Rainmaker
 
Hallo Gucker,

ich habe mir vor 2 Monaten den 127er Triplet gekauft, allerdings unter einem anderen Namen.

Ich konnte mir beim Händler auf der optischen Bank unter drei Geräten das beste raussuchen, wobei ich festgestellt habe, daß die Qualität sehr schwankt. Also am besten vor Ort mal testen. Das Ding wird zwar als Apo angepriesen, ist jedoch eher ein Halb-Apo. Ein Restfarbfehler zeigt sich, der aber erst ab 200x wirklich störend wird.

Etwas mangelhaft ist der Crayford-Auszug. Erstens sind die Schrauben zu klein und es gibt keinen Sucherschuh. Die Befestigung erfolgt über eine konkave (an die Rundung des Auszugs angepaßte) Adaption. Hierbei muß immer alles abgeschraubt werden. Ich habe mir in den Rotationsring für den Sucher ein Gewinde bohren lassen, an das ich einen Standard-Sucherschuh adaptieren konnte. Zum zweiten läuft er etwas ungleichmäßtig und läßt sich nicht rotieren. Um das alles zu vermeiden, würde ich zu dem gegen Aufpreis erhältlichen 3" Auszug raten.

Ich betreibe den 127er auf einer H-EQ5 und das funktioniert hervorragend (sogar mit aufgesatteltem Tele). Eine EQ6 dürfte damit spielend fertig werden.

Nach den diversen Upgrades (ca 200,-EUR für Sucherschuh, Sucherhalter, 90° Sucher) bin ich mit dem Gerät für den Preis sehr zufrieden. Eine Alternative wäre der 115er von Astro Professional (etwas teurer, da der 3" Auszug bereits dabei ist). Die nächste Qualitätsstufe geht dann mit dem 115er von APM für 3000,-EUR los. Hier ist sicher die Frage: Muß es eine S-Klasse sein, oder tuts auch ein Mondeo?

CS,
Peter
 
Hallo Peter,

endlich mal jemand der die Kiste hat. Was verstehst Du unter einem wirklich störendem Farbfehler ab 200x? Um mal einen Vergleich zur Einordnung zu haben, wie schätzt Du den Farbfehler eines 120/900 ED's und eines 120/1000 FH's ein?
Hast Du schon mal mit dem 127er fotografiert, bzw. wie sieht es mit der Bildfeldebnung aus?

Sorry, ich weiss es sind eine ganze Menge Fragen.

MfG

Rainmaker
 
Hallo Rainmaiker,

ich hatte vorher den 80/600 ED von Skywatcher. Der hatte bei umgerechnet selber Vergrößerung etwa gleich viel Farbe. Einen 120/1000 FH hatte ich noch nicht, aber einen 80/900 von Bresser (mein aller erstes Teleskop), der deutlich mehr Farbe hatte.

Mit störend meine ich, daß man am Planeten eine deutliche Farbverschiebung von Rot (Richtung Achse) nach Blau (Richtung Off-Axis) sieht. Demnach hat der Triplet einen noch vorhandenen Farbquerfehler. Am Stern sieht man davon nichts, hier wäre ein Farblängsfehler schlimmer.

Ein Testbild habe ich mal gemacht. Der Ersteindruck war zufreidenstellend. Etwa 70% zum Rand hin sind ok, danach wird's merklich schlechter. Mit einem Flattener (besorg ich mir die nächsten Tage) ist es sicher besser.

Sollte das Wetter passen, mach ich heute mal ein paar Bilder und stelle sie zur Verfügung.

CS,
Peter
 
Hallo Peter !

Vielen DAnk für Deine Beiträge. Wäre toll, wenn wir Deine Bilder mal am Netz sehen könnten. Das Durchgucken durch alle Fernrohre ist wohl das einzig Wichtige und Richtige bevor man wirklich "zuschlägt".

CS
 
Hallo,

der wirkliche Hit sind die Bilder nicht, irgendwie ist die Bildbearbeitung nicht allzu dolle. Ausserdem sind Die Bilder mit einer S/W-CCD aufgenommen deren Chip nur 14,85x10,26 mm misst, bei den üblichen DSLRs dürfte die Randabbildung deutlich anders sein.

MfG

Rainmaker
 
Hallo Martin,

auf den Vergleich dieser beiden Optiken bin ich auch schon vor ein paar Tagen gestossen. Leider sind keine harten Fakten dabei, sprich Fotos die mit den Geräten gemacht wurden. Ausserdem ist da noch die Frage ob es so eine Art Serienstreuung bei den Geräten gibt. Bei den Alten Meade-Geräten soll es ja angeblich auch mehr oder weniger farbfreudige Geräte gegeben haben.


MfG

Rainmaker

 
Hallo an alle,

auch ich habe mir so ein Teil bei Wolfi gekauft.
Wolfi hat mir eine gute Optik verkauft und den Rest an Farbe kann man nun wirklich vernachlässigen.
Der Farbfehler tritt bei mir erst ab einer Vergrößerung von ca. 270 X mit einem 3,5 Hyperium auf und ist auch nur in der Dämmerung sichtbar.
Mond, Jupiter und einzelne Sterne wie Wege sind so gut wie ohne Farbe zu sehen.
Verglichen habe ich die ganze Sachen mit meinem Bresser Phönix 150/1200 und einem Scopos 80/560
Beim 150/1200 ist Bauart bedingt mehr Farbe im Spiel, aber beim Scopos und dem 127ger konnte ich keinen Unterschied feststellen.
Die Mechanik ist bis auf eine kleine Schraube am Auszug, die nun wirklich nicht für Männerhände gemacht wurde, recht ordentlich, könnte aber besser sein, nun hier wird der Preis eine Rolle spielen.
Für 1400,-€ kann ich kein Wunder erwarten.
Und so ist auch alles nach den Preis-Leistungs-Prinzip zu beurteilen, sonst geht es nicht.
Es gibt imer so ein paar schlaue, die zwar das Teil noch nicht gesehen haben, aber große Sprüche klopfen.
Die gleiche Diskussion konnte man hier lesen, als Bresser seinen ersten 6" herausbrachte...
Der 127 APO (Halbapo) ist für das Geld ein super Refraktor, wer mehr möchte, muss eben auch mehr ausgeben.
Aber für die paar Nächte die ich hier in der Eifel schauen kann, ist der Apo zu meinem C11 eine wunderbare Ergänzung.
C11 auf EQ 6 und der Apo auf GP DX mit Skysenso 2000.
Der Scopos (mein Sonnentelekop, warte noch auf Lunt) auf eine Celestron Advanced Mount ( ADM )
 
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Hallo Peter,

hast du es schon geschafft ein paar Aufnahmen mit dem Gerät zu machen? Mich interessiert besonders der Farbfehler am Rand auf Bildern. Der ist bei den hier geposteten Bildern ja dramatisch wenn man sich klar macht dass es sich nicht um einen DSLR Chip handelt.

Gruß,
Martin
 
Hi Martin,

leider hat es bislang noch nicht geklappt. Hier in München war es in den Nächten, in denen ich Zeit gehabt hätte, immer dunstig.

Diese Woche habe ich mir den Flattener von TeleVue zugelegt. Sobalds irgendwie geht, stelle ich Bilder mit und ohne Flattener zur Verfügung.

CS,
Peter
 
Hallo,

einer der berüchtigten APOs (Halbapos?) hat also auch den Weg zu mir nach Hause gefunden. Der erste Blick fiel natürlich gleich mal auf das mitgesendete Prüfprotokoll. Sollte dies tatsächlich aussagekräftig sein dürfte die Optik mit 1/5 Lambda PV und einem Strehl von 0,96 recht anständig sein. Sobald sich mein Geldbeutel etwas erholt hat werde ich die Optik vielleicht mal zum Testen einschicken, dann wird sich ja zeigen ob die Chinesen ihre Tests nur im Rechner generieren.

So und nun die Dinge die mir an dem Gerät nicht wirklich gefallen.
1. Die Sucherhalterung ist etwas zu gross, der Sucher eiert also ohne wirklichen Halt etwas hin und her. Das Problem lässt sich aber glücklicherweise mit etwas Klebeband lösen. Etwas schwerwiegender das Problem mit der Befestigung der Sucherhalterung selbst. Die Befestigung an dem Rotationsring des Okularauszuges bleibt immer etwas "weich". Auf die Dauer werde ich wohl den Sucher am Tubus selbst befestigen. Damit liesse sich dann auch ein zweites Problem beheben. Der Sucher hat nicht genügend Abstand vom Gerät, es ist also immer ein Teil der Taukappe im Gesichtsfeld. Beobachtet man nun wie ich in einem etwas lichtverseuchten Umfeld hellt dieser Bereich das Suchergesichtsfeld unnötig auf.
2. Der Okularauszug ist an sich recht nett, läuft aber minimal unrund. Nicht das es wirklich störend wäre, aber demnächst werde ich mich mal etwas genauer mit der Justage des Auszuges beschäftigen.
3. Die Taukappe hat etwas zu viel Luft, dies Problem habe ich aber auch schnell mit etwas schwarzem Klebeband erledigt.
4. Fehlender Deckel für die Taukappe. Es wird zwar ein Schraubdeckel für die Optik mitgeliefert, dieser passt aber nicht zur Taukappe. Zum Abdecken der Optik muss also immer erst die Taukappe demontiert werden, was einfach nervig ist.
5. Die Prismenschiene passt trotz anderslautender Verlautbarung nicht an die EQ-6.
6. Der APO ist kein Apo. Ich habe gerade mit 158x einen Schornstein angesehen und konnte eindeutig einen Farbsaum erkennen. Zum Vergleich hatte ich einen 102/1000 Synta, aber über die Grösse der Farbsäume bei diesem Gerät schweigt des Sängers Höflichkeit.

Genug gemotzt. Gemessen am investierten Geld bekommt man überraschend viel, einen echten APO in perfekter Verarbeitungsqualität gibt es aber nicht. Dies habe ich aber auch nicht erwartet. Sollte sich die Optik bei den nächsten Testbeobachtungen als guter Halbapo herausstellen ist das für mich im Moment genug APO.


MfG

Rainmaker
 
Hallo,

ich habe eben mal auf verschiedene Sterne draufhalten können und habe nun den Verdacht, dass die Optik leicht dejustiert ist. Die Beugungsringe sind nicht ganz konzentrisch und bei der Farbfehler bei hochstehenden Sternen rotiert mit dem Rohr mit wenn man dieses dreht. Wenn ich mich jetzt an den leicht lädierten Karton erinnere weiss ich glaube ich, dass die Post hier ganze Arbeit geleistet hat. :mauer:
Insgesamt ist aber trotz der sichtbaren Fehler das blaue Halo um Vega recht gering. Bleibt jetzt nur die Frage wie ich die Optik wieder justiert kriege. Kennt sich damit jemand aus?


MfG

Rainmaker
 
Hallo,

Ich hatte ja bereits vor einiger Zeit einer dieser Objektive zerlegt um den Aufbau zu sehen und rauszufinden warum die ausen sichtbaren rundum Zentrierschrauben nichts bewirken.
Normalerweise ist ein Luftspaltobjektiv mit 3 Abstandspl
ättchen optimiert und Zentriert. Im billigen China glaubt man jedoch noch immer diese Optikmeisterarbeit mit einem simplen Plastikdistanzring einfachst und billigst erledigen zu können, so auch bei diesen Optiken. Dieser Ring ist Hauchzart und kann ganz einfach zerdrückt werden bzw. verutschen. Die Linsen sitzen üblicherweise Passgenau in der Fassung, was eigentlich sehr gut ist , nur dadurch können diese seitlichen Zentrierschrauben die Linsen aber auch nicht mehr seitlich verschieben = Zentrieren.
Hat ein solches Teil Achs-Koma ist es erst mal Irreparabel, nur wenn man den Plastikdistanzring durch 3 Abstandsplättchen optimierter Dicke ersetzt, kann man solch ein Objektiv perfektionieren. Hier bei uns kenne ich derzeit nur Alois Ortner der sowas sofort perfekt hinbekommt. Mit etwas Muse und Lust kann dies aber auch unser Wolfgang Gryzbowski, dem seine Testberichte ich nicht mag, aber der wenn er will solche optische Fehler beheben kann.


Bild der leeren Fassung

http://www.apm-telescopes.de/lagerliste.php?action=showpic&id=525&picnr=1

Bilder der Optik wo ich die vorderlinse leicht verrutsch habe um den Plastikring zu zeigen

http://www.apm-telescopes.de/lagerliste.php?action=showpic&id=524&picnr=1

alle 3 Linsen

http://www.apm-telescopes.de/lagerliste.php?action=showpic&id=525&picnr=2

Also bei Koma hilft hier wirklich nur Reklamation
 
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Hallo,

@ Oliver,

keine Angst ich packe das Teil nicht selbst an.


@ Markus,

Danke für die Erklärung, aber nur mal zum Verständnis, dass was ich für Justierschrauben gehalten hätte hat also keinerlei Funktion, ausser ein Schlackern der Linsen in der Fassung zu unterbinden?


MfG

Rainmaker
 
Die Schrauben haben selbst diese Funktion nicht, hier war ein Konstrukteur am Werk der nicht weiss was er tat, es gibt allerdings viele solcher Konstruktionen bei China Apos und irgentwann hats mal jemand gelesen oder sonstwo gesehen, abgeschaut und alle anderen haben es wohl Gedankenlos abgekupfert.
Das unterscheidet hat den Preis auch
 
Hallo Markus,

da stimme ich Dir uneingeschränkt zu. Deshalb zerlegen wir als erstes die Geräte bei uns auf der optischen Bank und checken diese, ob ihrer Justiertauglichkeit und vor allen ob der Haltbarkeit der Justierung.

Wir simulieren da einen etwas ruppigen Transport und dann schauen wir uns das Teil noch einmal an.

Bei den Astro Professional Geräten zum Beispiel, klappt es mit der Justage hervorragend und sie halten die Justage auch sehr gut.

Du hast absolut recht, fast schon kritischer, als das Objektiv selbst ist die Fassung. Eine schlechte Fassung hat schon so manch gutes Objektiv herabgesetzt.

Viele Grüße

Wolfi
 
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Hallo Astros,

schon interessant für welch einen Preis man heute einen APO bekommt...

Ich hab mal geschaut.

Die APOS von Meade sehen irgendwie genauso aus, nur mit blauem statt roten Streifen. Hab kein gutes Bild, aber ein bissl sieht man es hier...

http://www.meade.de/produkte/telesk...eproducts_pi1[artid]=0112081&cHash=67928a1623


Wenn ich das richtig sehe ist Omegon nur ein Eigenmarkenname für letztendlich nichts anderes als den Meade Refraktor. Würde mich interessieren on ich mit der Vermutung richtig liege, und wie der support ist, also wohin die Geräte gehen falls mal was dran sein sollte * grübel*

LG
Akan
 
Re: Omegon 127er ED Triplet Apochromat . Erfahrung

Hallo Akan,

schon interessant für welch einen Preis man heute einen APO bekommt
Ja, stimmt. Der Preis für APOs ist über all die Jahre doch erstaunlich stabil geblieben, obwohl ja die Billighersteller versuchen, ihre günstigen Optiken wie Sonderglas-Achromate mit verringertem Farbfehler als Apos zu vermarkten...

Clear Skies
Sven
 
Re: Omegon 127er ED Triplet Apochromat . Erfahrung

Hallo,

@ Akan,

natürlich fallen die Geräte alle vom selben Band, irgend wo habe ich beim Surfen auch mal den genauen chinesischen Hersteller gefunden, mal sehen ob ich es wiederfinde.

@ Sven,

so richtige Apos kriegen die Chinesen im Billigsegment wohl noch nicht zuwege. Wenn der RC-Wert 1,3, den ich für das 127er Triplet gefunden habe, korrekt ist, dann werden sie aber langsam besser. Allzulange wird es wohl nicht mehr dauern bis die ersten echten Apos aus China kommen.


MfG

Rainmaker
 
Hallo Josef,

wenn die Quelle nicht irgendwie gefaked ist sieht das ja gar nicht mal schlecht aus. Leider zeigt der gute Mensch keine 100% Ausschnitte aus den Ecken. Auch wäre mal interessant ob er den Farbfehler irgendwie unterdrückt hat. Eigentlich würde ich den Gary Honis direkt mal anmailen, aber eine Art Impressum scheint es auf seiner Seite nicht zu geben.

Mein neues Triplett ist inzwischen auch da und die Justage scheint besser zu sein, eine endgültige Beurteilung kann ich aber noch nicht abgeben, denn das Seeing und die Durchsicht waren katastrophal.

Dafür habe ich aber einen weiteren kleinen Mangel an dem Gerät, bzw. den Zubehör gefunden. Die Seitenflächen der Zenitspiegelverkleidung sind innen blankes Metall. :augenrubbel: Manchmal kann man sich über die Chinesen einfach nur wundern, wenn sie wenigstens konsequent wären und die Innenflächen des Tubus gleich verchromen würden. :biggrin:


MfG

Rainmaker
 
Hallo,
ich konnte sowohl visuell als auch fotografische Erfahrungen mit dem Gerät machen.
Das Gerät ist baugleich mit dem Omegon bis auf den anderen eingesetzten Farbring.
Bisher hatte ich 6 Geräte dieses Typs und alle lieferten eine saubere Sternabbildung ohne Auffälligkeiten. Die Zentrierung war über all wirklich gut. Ich habe mit einem Gybowski Laserkollimator geprüft.
Am Tag zeigt sich an Betonkanten oder Kaminkanten einen Blausaum, so dass der Name Apo relativ ist.
Anderseits zeigt sich Nachts praktisch nichts von dem Blausaum und die Sternabbildung selbst an Wega ist erstaunlich gut. Das ist recht wundersam und steht im Widerspruch zueineinander. Jedoch haben wir zu Dritt beobachtet und waren alle positiv überrascht.
Auf Aufnahmen ist der Blausaum um helle Sterne natürlich zu sehen.
Bei Aufnahmen mit ST-8 ist die Abbildung ohne Korrektor Randscharf. Ein Kundenbild mit Williams 2 Reducer ist im APS Format ebenfalls randscharf.
Dort wurde ein Filter eingesetzt und der Blausaum trat nicht in Erscheinung oder wurde weggerechnet.

Der Auszug fällt unterschiedlich aus. Die letzte Lieferung hatte weich gehende Auszüge, die recht zufrieden stellen.
Das relativ lange Fokussierrohr mit 2" muss natürlich zu Vignettierung bei langbrennweitigen Okularen führen, ebenso bei Fotografie.
Hier habe ich schon Adapter für 3" Auzüge hergestellt, die das Problem lösen. Der Auszug ist mit metrischem Gewinde auf dem Rohr befestigt, so dass sich eine stabile Schraublösung herstellen lässt.

Wer Interesse an den Bildern hat, sende mir ein PN.
Ich schicke dann die Bilder als jpg. zu.

Viele Grüße
Ralf
 
Hallo,

eben ist es überraschenderweise aufgeklart, ich habe natürlich gleich den Refri aufgebaut und siehe da es war sogar halbwegs brauchbares Seeing. Jetzt konnte ich auch feststellen, dass der neue Refraktor auch wieder etwas dejustiert ist. Ob es ander Post oder an den Chinesen liegt, keine Ahnung, morgen wird die Kiste jedenfalls erstmal richtig justiert.
Trotz der Dejustage habe ich mal ein paar Bilder gemacht. Das Erste ist ein Einzelbild von 30 Sekunden Belichtungszeit mit einer 20d und 1600 ISO. Abgebildet ist Vega. Deutlich lässt sich der Farbsaum erkennen, an schwächeren Sternen sind die Farbsäume allerdings recht erträglich. Das zweite Bild zeigt die Gegend um M57. Belichtet wurde hier 18x20 sek.. Deutlich ist die Dejustage und die zum Rand hin abnehmende Abbildungsgüte zu erkennen. Für eine Aufnahme ohne Flattener finde ich das Ergebnis aber überraschend gut.

Bild 1
Bild 2

Achtung die Bilder sind jeweils rund zwei mb gross. Sollte ich die Optik inden nächsten Tagen justiert kriegen reiche ich noch einmal die dann hoffentlich besseren Bilder nach.


MfG

Rainmaker
 
Hallo Rainmaker,

nur ein Tipp, wir haben den Triplet 127 mit unserem Flattener , den TS FLAT 2" , getestet und da waren dann die Sterne bis zum Rand sehr gut.

Herzliche Grüße

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Hallo Wolfi,

ich weiss natürlich das die Glöckchen nie süsser klingen als zur Weihnachtszeit, aber auf das klingeln der Kasse musst Du noch etwas warten, es gibt schliesslich noch andere nichtastronomische Anschaffungen.


MfG

Rainmaker
 
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