Überlegungen zu einem 8" Dobson

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MakRainer

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Hallo zusammen,

Ich überlege mir einen 8" Dobson zu zulegen um mein TS Mak 102 zu ergänzen. Habe bis jetzt hauptsächlich Planeten mit meinem Mak beobachtet. Seit ein paar Wochen habe ich aber auch angefangen Depth Sky Objekte zu beobachten und klar hier ist der Mak nicht das richtige und deshalb sollte was größeres her.

Meine ursprüngliche Idee mich mit Astro Photographie zu beschäftigen habe ich in zwischen aufgegeben. Ich glaube das ist ein Fass ohne Boden wenn man nicht in der Lage ist sagen wir mal so >3000 EUR und mehr in die Hand zu nehmen. (Ich meine hier Teleskop + Monti + Kamera + Steuerung und vieleicht noch Laptop)

Nachdem ich jetzt seit ungefähr halbe Jahr mit einer Astro3 mit REC Motor arbeitet und auch die DS Objekte inzwischen auch sehr gut mit Koordinaten Hopping (Leitstern suchen, REC Achse eichen und dann Zielobjekt mit Teilkreisen anfahren) finde bin ich mir nicht so sicher, wie das jetzt dann mit einem Dobson klappt. Gibt es bei euch Leute die beides parallel benutzen Dobson und Monti. Wie ist euere Erfahrung hier mit? Ich habe Angst das mir zwar der Dobson (Teleskop) sehr gut gefallen wird, aber ob mir das Suchen der Objekte mit Star Hopping ohne Teilkreise und eine Monti ohne Nachführung gefällt weiß ich nicht. Ich sehe klar die Vorteile Kofferraum auf, hinstellen und los gehts, aber wenn ich mir eine Dobson kaufe um mir recht bald eine par. Monti zu zulegen dann, kann ich gleich mir einen Newton auf H-EQ5 zulegen, ist im Endeffekt billiger.

Ich weiß zum Aufsuchen gibts es sehr schöne Sachen wie Telrad, Starpointer usw. aber wenn es wie letztes bei Halbmond kaum Sterne sichtbar sind, dann ist man mit oben genannte Hilfsmittel am Ende, dann hilft nur noch Starhopping mit dem Sucher und damit bin ich nicht so gut, besser gesagt damit habe ich bis jetzt nichts gefunden, wo hingegen mit Koordinaten Hopping ich schon nahe bei 80% Trefferquote bin.

Mit der Nachführung ist auch so ne Sache, bevor ich den REC Motor hatte ist mir fast die Lust an Sterne schauen vergangen, da man hauptsächlich mit Nachführen beschäftigt war anstatt das Objekt zu betrachten. Vorallem durch das Nachstellen der Achsen kam immer Unruhe ins Teleskop und das Bild wackelte. Ist bei Dobsons genau so oder ist trotz einfachen Aufbau das Problem nicht so vorhanden.

Wer hat Erfahrung mit den 8" von ICS Galaxy D8 oder GSO680 von TS. Wie sieht es hier mit der Mechanik aus? Vom Teleskop her sehe ich das kleinste Problem. Laufen diese Dobson Montierungen schön rund so wie man sie bekommt oder muß man hier noch überall Hand anlegen um das Ganze schön bedienbar zu machen.

Ich weiß das ich einfach mal zu ATT nach Essen oder ITV fahren sollte, aber an beiden Terminen habe ich leider keine Zeit.

Danke für euere Tips,

Rainer
 
Hi Rainer,
ich bin zwar ausschließlich parallaktisch montiert unterwegs, habe aber über Sternfreunde oft die Gelegenheit zu dobsen. Wie mit vielem im Leben reicht ein wenig Training/Übung aus um damit schon gut zu recht zu kommen.
Das Suchen mit dem Mak ist schwer, weil Du warscheinlich kleine Gesichtsfelder hast. Mit dem Dobs wird sicher irgendwann auch ein 2" Oku mit langer Brennweite in Deinem Koffer landen und dann erreichst Du schnell Gesichtsfelder mit denen das Suchen einfach geht. Dann reichts es meist wirklich, so wie mir einen einfachen Peilsucher zu installieren. Natürlich kann man auch einen Telrad nehmen, der ist im Vorteil, wenn keine Bezugssterne zu sehen sind.
Die angefragten Scope sind i.d.R. schon ordentlich verarbeitet und zu verwenden, aber eben nicht perfekt. Rechne mal damit, das Du hier und da ein wenig nachbessern mußt.
Ist aber kein großer Aufwand und Anleitungen und Hilfen findest du hier im Board zu Hauf.
CS
 
Hallo Rainer,

mein erstes Teleskop war ein 6-Zoll f/8-Newton parallaktisch montiert (TAL2 auf GP-E). Ich habe mein erstes Jahr Astropraxis parallaktisch zugebracht, bevor ich meinen ersten Dobson gebaut hatte.

Das Starhoppen mit einem Dobson ist wesentlich einfacher als der Starhop parallaktisch, da sich das Teleskop ohne Einschränkungen horizontal und im Azimuth bewegen läßt. Parallaktisch ist dies - insbesondere nahe am Himmelspol- viel schwerer.

Nun schreibst Du, daß du mit Teilkreisen arbeitest, da kann ich nicht mitreden und auch keine Vergleich anstellen, ich habe dies nie gemacht (die GP-E hat in der Grundaussattung auch keine Teilkreise).

Für mich gehört Starhopping zum Beobachten, es ist jedes mal eine kleine Herausforderung, die meist mit einem Erfolgserlebnis belohnt wird.

Also: keine Angst davor, mit etwas Übung geht es sehr gut!

Als Alternative zu den genannten Pointern sei noch der Rigel Quickfinder genannt, der zwei Ringe projeziert, sehr leicht ist, nicht zutaut und mit ca. 50 Euro günstiger und viel kleiner als ein Telrad ist.

Wenn Du mit einen normalen Sucherteleskop Probleme hast, könnte einer mit geradem und seitenrichtigem Bild sicher helfen (Winkelsucher mit Amici-Prisma), die sind leider jedoch relativ teuer.

Viele Grüße

Achim
 
Hallo,

ich habe zu Beginn 2001 mit einer Vixen SP-Montierung inkl. Teilkreise und einem 80m angefangen. Am ersten Abend war ich nur damit beschäftigt das Handling der Montierung an sich zu üben, von Beobachten konntest Du nicht reden. Erst am 3. Abend hatte ich auch was gefunden, allerdings ohne Teilkreise. Die Suche war mehr so Kimme und Korn und dann im Sucher nachgestellt. Den Dobson beherrschst Du nach ein paar Minuten.

Meine Refraktoren dürften wie Dein Mak auch vornehmlich zur Planetenbeobachtung dienen bzw. gedient haben. Dort fährst Du sicher hohe Vergrößerungen. Ich beobachte zwar auch mit dem Dobson sehr gerne Planeten bei hoher Vergrößerung aber ich würde behaupten 80% sind Deepksy in einem Vergrößerungsbereich der schwerpunktmäßig bei mir zwichen 40 und 100-fach liegt. D.h. Du beobachtest mit dem Gerät vornehmlich Objekte die nicht allzu hoch vergrößert werden und das Nachführen sehr leicht zu bewerkstelligen ist. Am Planeten ist es zugegebenermaßen etwas müßiger als mit einer parallaktischen Montierung, aber nicht so daß es für mich ein KO-Kriterium ist. Meist muß ich mit meinen Refraktoren lange Arme machen um an die Wellen dranzukommen, das ist beim Dobson nicht der Fall.

Ich besitze das ältere Modell des D8 und war sehr überrascht bezüglich der Stabilität. Das Gerät habe ich gebraucht erworben und vermute mal, daß da schon was nachgebessert wurde. Das heißt aber das so etwas sehr einfach zu ertüchtigen ist.

Wenn Du es noch nicht gemacht hast solltest Du einmal mit jemanden rausgehen der einen Dobson hat. Mich hat das nach ein paar Minuten überzeugt. Es gibt keine kostengünstigere Möglichkeit große Optiken einzusetzen.

Viele Grüße
Adrian
 
Hallo an alle,

Vielen Dank für euer Tips. Habe gestern mit jemanden telefoniert der hat auch eine Dobson, aber halt ein Selbstbau und der meinte das es mir umbedingt eine 10" Dobson zulegen sollte was kleineres wäre nicht so gut. Nun gut aber ein 10" ist halt schon ein Trümmer von Gerät. Auch der Preis ist deutlich höher so etwa 400 EUR als Pyrex Ausführung z.B: beim D8 - D10. Hm was ist da euer Meinung?

Ich werde auf alle Fälle möglichst bald mir bei einem Händler in meiner Nähe so ein Gerät anschauen. Das sollte mir die Entscheidung leichter machen.

Viele Grüße,

Rainer, der immer noch unentschlossen ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
 
Hallo,

der 10er ist von der Größe noch ok. Natürlich wiegt das Teil schon einiges mehr, allerdings dürfte das Gerät nur unwesentlich länger sein als der 8-Zöller. Was deutlich größer ist, ist die Rockerbox. Trotzdem ist er für viele schon etwas grenzfällig, das muß gut überlegt sein.

Nachteilig beim 10er ist erst mal der Preis und die Tatsache, daß das Teil längere Auskühlzeit benötigt als der 8er. Dort ist eine aktive Kühlung schon fast Pflicht. Bei Deinem Budget darfst Du die Okulare nicht vergessen, da kommen sehr schnell auch nochmal ein paar hunderter zusammen. Je nachdem wie verrückt man ist. Auf alle Fälle ist ein 8er mit gutem Okularbesatz besser als ein 10er ohne. Irgendwo wird man die Grenze ziehen müssen. Die Transportabilität ist es dort noch nicht. Der 8er wie der 10er passen noch ganz gut quer auf die Rückbank, wenn's nicht gerade ein Kleinstwagen ist.

Pyrex ist fast mehr Gewissensfrage. Wenn Du einen Spiegel baust mit Sicherheit die erste Wahl, da ist BK7 wie man hört etwas schwieriger in der Verarbeitung. Der weitere Vorteil, daß Pyrex bereits während der Auskühlphase ein brauchbares Bild zeigt, dürfte mit einer einfachen Installation von ein oder zwei weitgehend kompensierbar sein. Wenn Du aufs Geld schauen mußt, laß die Kirche im Dorf. Okulare wirst Du auf jeden Fall brauchen. Wenn das Geld für einen 10er locker vorhanden ist, ist's die Überlegung wert, sonst schielst Du 14 Tage später danach.


Viele Grüße
Adrian
 
Hi Rainer,
kein Grund depremiert zu sein. So einfach ist die Wahl auch nicht.
Der 10" ist etwa gleich lang aber wesentlich dicker und schwerer. Sicher wird der 10" etwas mehr zeigen, aber er ist mit f/4,8 nicht mehr ganz so universell und stellt entschieden höhere Anforderungen an Deine Okulare als ein 8" f/6.
Ein Aspekt der durchaus wichtig ist, da dieses Öffnungsverhältnis Dich früher oder später dazu zwingt hochwertige Okulare anzuschaffen. Dann wirst Du mit normalen Plössl etc nicht wirklich lange zufrieden sein und nach Nagler, Panoptik, Pentax, LVW, UWAs oder SpeersWaler schauen müssen, wenn Du DS Genuß mit guten Bildern und großen Gesichtsfelder haben willst.
Auch das Auskühlen ist ein Thema bzw die Zwangsbelüftung. Egal welches Scope Du nimmst es wird in jedem Fall ein Gewinn gegenüber dem Mak. Wenn Dir DS gefällt wirst Du vielleicht wie viele ohnehin vom Öffnungsfieber gepackt werden und dann ganz andere Röhren haben wollen. Von daher halte ich den 8" als Einstiegsdroge durchaus für sinnvoll. Zumal der Dich schon über jahre beschäftigen kann. Mit dem Restgeld könntest Du ggf über Okulare nachdenken oder die Kohle bunkern falls der Öffnungswahn kommt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
CS
 
Hallo,

Nochmals besten Dank für eure Tips. Ich habe mir jetzt alles nochmal durch den Kopf gehen lassen und bin zu dem Schluß gekommen das ich mir zwar einen 8" F/6 Newton aber auf H-EQ5 leisten werden, wenn möglich. Ich war gestern mal wieder draussen und habe so ein wenig beboachtet. Ok nicht lang aber M13, M92, M44, Jupiter und soweiter. Nachdem gestern der Himmel doch sehr dunstig war konnte ich zB: Cancer garnicht sehen. Mit Koordinatenhopping von Pollux war M44 sofort gefunden, das sagt mir, für mich ist eine Newton mit Monti einfach besser. Klar würde ich das auch mit einem Dobson lernen aber man ist halt bequem <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />.

Auch das Monti Aufbauen ist, wenn mal begriffen, recht schnell gemacht. Im Winter braucht man eh 30-60min Auskühlzeit so das das Aufbauen nicht so stark ins Gewicht fällt.

Trotzdem CS mit Dobson oder Monti,

Rainer
 
Hi Rainer,
so kann man es natürlich auch machen. Von der Stabilität her schätze ich geth das noch gut. Ist dann schon ein stattliches Paket mit immenser Höhe. Aber das hast du ja gestern gesehen, wenn ich Dein Post richtig verstehe.
Dann drücke ich Dir mal die Daumen, das es die richtige Wahl ist.
Btw. für die HEQ empfeilt sich die Anschaffung eines Powerpacks. Mit Batterien ist das nicht so toll.
CS
 
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