Bino/Doppelrefraktor „übereinander“

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Ja, bei dem Einen teilt sich der Strahlengang und bei dem Anderen hast Du für jedes Auge eine Tube :) und somit die volle Power für jedes Auge... WOW :) Aber hier gibt es Experten, die können Euch das bestimmt noch genauer erklären.... :)

Interesseant wäre zu wissen, wenn man einen 150 FH Refri hat und einen Binoansatz verwendet, mit welchem "echten Bino" könnte man das ungefähr vergleichen?

Danke für Aufklärung!
 
Hallo,

Ja, bei dem Einen teilt sich der Strahlengang und bei dem Anderen hast Du für jedes Auge eine Tube und somit die volle Power für jedes Auge... WOW

Ja ne, is klar :/ , aaaber, wo ist ein Unterschied?
Mal angenommen ich benutze einen Binoansatz am 8"f6, dann bleibt für jedes Auge "nur" die halbe Lichtmenge des 203 mm Spiegels, ungefähr so als hätte man eine Reflektivität von knapp unter 50%. Das entspricht wenn man die "genutzte" Fläche vergleicht einem Optikdurchmesser von ungefähr 143mm wenn ich mich nicht verrechnet habe. Sieht man nun im 143 mm-"Echtbino" dasselbe wie im 8"f6 mit Binoansatz (bei vergleichbarer Vergrößerung)?
Wie wirkt sich der Unterschied im Durchmesser aus? Und wie sieht es mit der Tatsache aus daß beim Echtbino die beiden Optiken nebeneinander sitzen, bringt der zusätzliche Abstand etwas, sozusagen einen Stereoeffekt?? Denn bei zwei nebeneinander sitzenden Optiken hat man ein größeres Maß "über alles" (2x Optikdurchmesser + Abstand der Tuben)als bei der Optik am Stück....der Winkelunterschied ist natürlich fast als lachhaft zu bezeichnen, andererseits haben größere Durchmesser auch eine bessere Auflösung zur Folge... ?)
Es gab ja in einer politisch sehr bedenklichen Zeit das Scherenfernrohr bei dem der Abstand der einzelnen Optiken zur Entfernungsmessung benutzt wurde, kommt dieser Effekt auch bei wesentlich größeren Entfernungen zum tragen??

Grüße Felix

P.S.: würde es unter Umständen Sinn machen ein Bino mit extrem großen Abstand zwischen den Tuben zu bauen um den "Stereoeffekt" wenn vorhanden zu verstärken??? Fragen über Fragen....
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Felix

Ich muss bei meinem Binoansatz auch den Augenabstand minimal verändern, wenn ich von einer großen AP auf eine kleine wechsle.
Dabei habe ich mich auch schon gefragt, warum das so ist?!

Ich habe da mehrere Varianten im petto.
Die Makula (gelber Fleck) ist ca. 2mm groß und ist der Punkt im Auge für das schärfste sehen. Ich nehme an, dass bei einer großen AP genug Zellen gereizt werden, während bei einer kleineren AP man das Bino anders ausrichten muss um ein Gefühl der optimalen Schärfe zu bekommen?

Oder es hat vielleicht etwas mit der Ausrichtung (Parallaxe) unserer Augen zu tun?
Oder es ist ein Zusammenspiel von beidem (gelber Fleck und Parallaxe).

Vielleicht sind es auch Mechanische Ursachen, dass man die Augenmuscheln von unterschiedlichen Okularen anders empfindet, oder das Einblickverhalten unterschiedlicher Okulare anders einstellt usw.

Jedenfalls spielt die genaue Ausrichtung beider Okulare, bei hohen Vergrößerungen eine wichtige Rolle.

Gruß Uwe
 
Zitat von Felix42:
P.S.: würde es unter Umständen Sinn machen ein Bino mit extrem großen Abstand zwischen den Tuben zu bauen um den "Stereoeffekt" wenn vorhanden zu verstärken??? Fragen über Fragen....

Ein Stereoeffekt ist nur vorhanden, wenn eine wahrnehmbare Parallaxe durch den Augenabstand entsteht. Ich kenne die Grenzen der 3D-Wahrnehmung nicht, könnte mir aber vorstellen, dass schon beim Mond Probleme auftreten könnten.

Viele Grüße
Chris
 
Kurze Hintergrundinfo zum Preisunterschied zwischen gerad- und schrägsichtigen 25x150-Modellen: Es werden halt deutlich mehr dieser Großferngläser für terrestrische Beobachtung benötigt als Schrägblickversionen für Himmelsbeobachter - neben den Zusatzkosten für die aufwändigere Produktion ist eben auch die Stückzahl für den erhöhten Preis verantwortlich.

Stefan Korth


 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben