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Rolf_Hempel

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Am Freitag habe ich nach über vier Monaten endlich mal wieder den Mond fotografiert. Mit zwei Teleskopen (C11 und Refraktor 130/1200mm) und zwei Kameras (ASI290MM und Canon 5D MKII) habe ich ein LRGB-Panorama erstellt. Leider war das Seeing sehr wechselhaft.
Beobachtungsort
Buchholz (Westerwald)
Aufnahmedatum
11. September 2020
Aufnahme Details
Luminanz: 31 Kacheln à 5100 Frames mit ASI290MM, aufgenommen mit MoonPanoramaMaker; Farbe: 327 Aufnahmen mit Canon 5D MKII. Jeweils gestackt und geschärft mit PSS, LRGB-Alignment mit PlanetarySystemLRGBAligner. Nachbearbeitung: PS5.
Weitere technische Details
Leider hatte ich bei den ersten (randnahen) Kacheln den Fokus nicht genau getroffen. Daher ist der Rand deutlich unschärfer als der Rest. Normalerweise mache ich immer mehrere Durchläufe mit MPM und suche hinterher zu jeder Kachel die beste aus. Aber ausgerechnet diesmal hatte ich die ersten Kacheln nur einmal aufgenommen.
Die vielen feinen Krater, Strukturen wie die Dorsa im Mare Imbrium, die Täler, die Farben.. ich mich kaum sattsehen! :love:
 
Hallo Rolf,

es ist das erste Mal, dass ich ein Foto sehe, für das Bilddaten von zwei grundverschiedenen Teleskopen verarbeitet wurden. Aber das Ergebnis ist herausragend. Wurden hier die C11-Bilder mit höherer Auflösung auf das Niveau des 130er Refraktors herunter gerechnet?
 
Hallo Christian,

Hallo Rolf,

es ist das erste Mal, dass ich ein Foto sehe, für das Bilddaten von zwei grundverschiedenen Teleskopen verarbeitet wurden. Aber das Ergebnis ist herausragend. Wurden hier die C11-Bilder mit höherer Auflösung auf das Niveau des 130er Refraktors herunter gerechnet?
nein, eher umgekehrt! Die Farbinformationen braucht man nicht mit derselben Auflösung wie die Luminanz. Daher wird das Farbbild auf die Auflösung des L-Kanals interpoliert. Das Problem ist aber das pixelgenaue "Warping" des Farbbildes, damit beide Bilder genau übereinanderliegen. Einfache Translation, Drehung, Stauchung und Streckung reichen dafür nicht aus. Das geht nur mit einer Software wie dem PlanetarySystemLRGBAligner. Damit werden die beiden Kanäle mit der "Optical Flow"-Technik pixelgenau zur Deckung gebracht. Meines Wissens ist das die einzige Software, die das bewerkstelligt.

Schöne Grüße
Rolf
 
Hallo Rolf,

vielen Dank für die interessanten Erläuterungen. Bei Planetenbildern der Mars-Orbiter erkennt man manchmal kleine Farbsäume, wenn die Überlagerung nicht ganz pixelgenau ist. Hier sieht man davon absolut nichts! Eine erstklassige Arbeit.
 
ein Wahnsinnsbild! - Da kann man sich wirklich minutenlang auf die virtuelle Pirsch begeben und immer wieder neue Details entdecken - und oft genug kommt man ins Grübeln und stellt sich die Frage wie diese, oder jene Formation wohl entstanden sein könnte.


Danke fürs Zeigen! - Ronald
 
Hallo Christian und Ronald,

vielen Dank für die netten Rückmeldungen! Ich würde in diesen Tagen eigentlich gerne den Versuch wiederholen, bei optimaler Libration das Mare Orientale aufzunehmen, diesmal mit richtig eingestelltem Fokus. Aber wie es aussieht, macht mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung. :(

Schöne Grüße
Rolf
 

Medieninformationen

Kategorie
Erdmond
Hinzugefügt von
Rolf_Hempel
Datum
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Bild-Metadaten

Dateiname
2020-09-11_04-51MESZ_Mond_LRGB_small.jpg
Dateigröße
2,3 MB
Aufnahmedatum
So, 13 September 2020 9:35 PM
Abmessungen
4245px x 6000px

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