Klaus_Fischer

Cirrus-Gesamtkomplex

Hallo liebe Sternenfreunde,

im Rahmen meiner weiteren Tests für die Canon 450Da habe ich beim vergangenen Neumond den Cirrus-Nebel auf die Linse genommen.

Anbei das Resultat:
Gesamtbelichtung war 3h mit 8 Min. Einzelbildern bei 200mm und f4.

Irgendwie kann ich das immer noch nicht einschätzen - ich hätte bei 3h fast mehr Nebelfetzen erwartet, die in der Mitte rauskommen -
Oder ist es evtl. nur nicht gut Bearbeitet...?
Mein Problem ist, dass ich die Bildverarbeitungsbaustelle ja auch habe (wo ich noch viel dazu lernen muss...)

Was meint ihr? Ist die Kamera brauchbar...?

Schöne Grüße,
Klaus



Hallo Klaus,


ist doch ein schönes Ergebnis mit brauchbarer Kamera. :–)
Die Nebel in der Mitte kommen noch besser, wenn du H–Alpha Aufnahmen mit hinzunimmst.

Mir gefällt es.

Gruß
Christian
 
Hallo Klaus,
also die Kamera ist brauchbar. Und viel mehr bekomme ich mit meiner 650Da auch nicht aufs Bild.
Das dürfte aber auch daran liegen, dass viele Details sehr fein sind und in deinem Sternenmeer untergehen. Die Sterne sind schon etwas groß und überstrahlen bestimmt viele Details, die du nicht aufgelöst bekommst.
Hast du mit Offenblende fotografiert?
Ich habe mir Reducerringe für das Filtergewinde gekauft, um die Lamellenspikes zu reduzieren.

CS
Christian
 
Hallo Christian(s) ;-)

vielen Dank für eure Einschätzungen mit der Kamera!

Das mit dem H-Alpha habe ich schon befürchtet - evtl. besorge ich mir mal sowas, aber das wohl eher in fernerer Zukunft... vorher stehen noch andere Dinge auf meinem Wunschzettel.

Fotografiert habe ich mit Blende 4 (von 2.8 abgeblendet) - deshalb die Spikes.
So ein Reducer-Ring habe ich mir auch schon überlegt anzuschaffen, aber teilweise gefallen mir solche Spikes auch ganz gut, wenn es nicht zu viele im Bild sind - schaut dann irgendwie "sternähnlicher" aus, so wie man sie halt malt als Kind...

Mir waren die Sterne auch zu groß, ich hätte lieber den Nebel mehr betont. Evtl. lag das an der sehr hohen Luftfeuchtigkeit - Beim 2. Bildversuch an den Plejaden in der Nacht ist mir irgendwann mein Leitstern-Objektiv abgesoffen, und das trotz Heizband (hatte ich wohl zu schwach dimensioniert gelötet, da muss ich noch mal ran)

Es gibt ja in PixInsight die Möglichkeit, die Sternradien zu verkleinern, glaube mit Morphological Transformation - aber damit habe ich mich noch nie beschäftigt. Sollte ich wohl auch mal machen...

Vielen Dank, und schöne Grüße,
Klaus
 
Hallo Klaus,
wenn die Durchsicht zu schlecht ist, werden die Sterne noch dicker. Und bei der Auflösung des Teles gehen dann die feinen Strukturen noch mehr unter.
Ich habe ein Bild von meiner SA und der 650Da mit ~8Std, lief immer parallel mit, wo auch nicht mehr zu sehen ist. Auf den Aufnahmen mit >400mm Brennweite kommen dann die feinen Details hervor.
Ich denke also, dass man bei 200mm nicht so viel erwarten darf bei einer DSLR.

Das Sterne verkleinern in PI ist nicht so einfach bei Wide-fields, da du eine Sternenmaske erstellen musst, um dann ganz vorsichtig die Radien mit MT zu reduzieren.
Also sei gewarnt, das bringt schnell graue Haare ;-)

CS
Christian
 

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