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Witold_Münster

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Beobachtungsort
Bei Altenberge
Aufnahmedatum
23. Juli 2021
Belichtungszeit
1/60
Aufnahme Details
TIS 120 MC, Meade RCX 10" f/8, 5000 Bilder gestakt 40%
Hi,

Der Jupiter ist gut geworden. Du kannst den je nach Geschmack ruhig drizzeln mit 1,5x oder 3x. und den rot/blauem farbsaum kannst du entfernen. Im kostenlosen toll Registax gibt es dafür eine Funktion namens RGB align.

Viele Grüsse,
Raul
 
Hallo Raul,
vielen Dank für Dein Kommentar. Mit einer reinen Farbcam sind die Aufnahme-Möglichkeiten recht begrenzt. Du selbst kommbinierst Deine Bilder mit einer Mc- und Mm-Kamers nicht ohne Grund. Ich weiss nicht so genau, ob ich mit Planetenfotografie warm werde. Menschen mit Newtons sind normalerweise im Vorteil. Ich bin immer noch am ausprobieren von verschiedenen Optiken. Ich werde in der kommenden Zeit eine 14" Newtonoptik mit f/4,6 aufbauen und testen. Dann weiss ich definitiv, welche Kombination für mich die beste ist. Ich möchte sowieso am liebsten die dunkleren DSO ins Visier nehmen. Dann ist eventuel die Optik die von mir gesuchte "Universaloptik".

Wünsche Dir weiterhin viel Erfolge und freue mich jederzeit über konstruktive Kritik
cs
Witold
 
Hallo Witold,

ich habe zu testzwecken einige Bilder auch kombiniert, musste aber leider die Erfahrung machen, dass die Monokamera keine besseren Ergebnisse liefert. Du kannst also schon mit Farbkamera eine Menge an Details herausholen.

Ich habe mal dein Bild, auch wenn nur als JPEG herunterladbar, schnell überarbeitet:

Link zur Grafik: https://www.pcpointer.de/astro/Jupiter_5.jpg

Mit etwas Übung geht da aber einiges mehr. Ich habe trotz Monokamera bisher mit der Farbkamera meine besten Bilder gemacht. Ein ADC ist meiner Meinung nach die beste Investition, wenn die Planeten tief stehen. Nächstes Jahr wird es besser :)

Also nach etwas Erfahrung kann ich dir auf alle Fälle sagen, dass du mit einem Teleskop (egal ob Newton oder Cassagrain) und z.B. einer einfachen ZWO ASI 120MC mit Barlowlinse vorne dran klasse Aufnahmen machen kannst. Den Fokus überprüfe ich alle 10 Minuten, Teleskop ist gut justiert und Seeing sollte natürlich gut sein. Dann klappt das.

Hier mal Vergleichsbilder. Links meine 2. Session mit selben Equipment (außer den ADC) und rechts etwa 10 Session später und mit mehr Erfahrung. Und dennoch bin ich nicht zufrieden und werde mit etwas Übung noch mehr herausholen. Kleiner Tipp beim 14" Teleskop. Bei Jupiter am besten 5-10 Einzelvideos mit je 25 Minuten machen. Dann hat die Rotation keinen großen Einfluss. Das derotieren später mit WINJUPOS geht dann einfach.

Link zur Grafik: https://www.pcpointer.de/astro/Vergleich.png

Viele Grüße,
Raul
 
Hallo Raul,
vielen lieben Dank für Deine Zeilen, Bearbeitung des Fotos und Hinweise. Ich kann mich leider nicht so gut mit der ganzen Bildbearbeitung aus. Ich versuchte mich schon am Mars im vergangenen Jahr mit einer 14" RCX Optik von Meade und einem 12" SC. Am Mond konnte ich zu recht guten Ergebnissen führen Oceanus Procellarum bzw. Copernikus durch Lichtenknecker MPT 300 (Testaufnahme) und bin mit den Ergebnissen einigermassen zufrieden aber beim Mars bin ich fast verzweifelt (auch wenn ich von den Bildern nicht ganz unbegeistert war).
Ich kann Dir gerne paar summenbilder senden, damit Du schauen kannst, ob da was mehr rauszuholen ist. Meine Ergebnisse sind deutlich besser geworden, wo ich durch Zufall herausgefunden habe, dass man ein bereits automatisch vorgeschärftes Rohbild bearbeitet sollte. Dann sah ich, dass manche hier im Forum ein Rohbild in mehreren Schritten schärfen bevor es bearbeitet wird. Beruflich bedingt konnte ich bis jetzt nicht so viel Zeit in die Bildbearbeitung investieren. Wenn man die einzelnen Schritte ein,al inne hat, dann geht das recht flott, aber ich bin leider (noch) nicht so weit.
Also mir ist bewusst, dass möglicherweise meine Rohdaten deutlich besser sind als meine laienhafte Bearbeitungsversuche und schlechte Endergebnisse.

Wie kontrollierst Du die Schärfe? Schwänkst Du die Optik zu einem Stern und schärfst Du mit einer Behtinovmaske?
Bei dem Meade 12" SC geht die Schärfe im Laufe der Nacht durch Auskühlung recht schnell verloren. Das liegt an dem Aluminiumtubus. Bei dem RCX aufgrund von Carbontuben ist sie schon stabiler, verändert sich jedoch auch.

Es wäre toll für solche Fälle wie mich, wenn es im Netzt ein gut verständliches Toutorial (Schritt für Schritt für Dummies) gäbe, wo alle notwendigen Einstellungen je nach Objekt vorgestellt wären und die dabei hervorgerufenen Ergebnisse beispielhaft gezeigt wären. Ich weiss immer noch nicht bei Autostakkert die richtigen Voreinstellungen für die Quality Estimator (Laplace Delta, Local, Global ?) steht bei mir immer Faktor 3, dann dann weiss ich nie welche Anzahl von Ausrichtungspunkten eingestellt werden soll (AP Sitze, Auto AP, Replace bzw. Multi-Scale) und dann dieProzentzahl bei Normalize Stack? Möglicherweise falsche Einstellungen iefern aus dem Rohmaterial bereits schlechte Ergebnisse?
Auch bei Registax tappe ich mehr oder weniger im Dunkeln bei den Welvetseinstellingen. Als grosse Erleichterung wäre hierfür eine Schritt für Schritt Einleitung oder ein Videotoutorial, in dem nicht nur gezeigt wird, wo welches Häckchen gesetzt werden muss, sondern es auch erklär wäret, was das explizit bewirkt. Ein Hinweis, dass man hier verschiedene Einstelkungen ausprobieren sollte (wie das in einem Buch für Astrofotografie steht) bringt nicht grossartig weiter, da man nicht weiss was man macht.

Aber vielleicht gibt es bereits solche Hilfen, die mir unbekannt sind?
Für weitere Hinweise bin ich dankbar. Bin Sicher, dass wennman dasHandwerk beherrscht, dass man dann auch gute Ergebnisse und viel Freude dabei hat und weniger Frustration.

Viele Grüsse und cs
Witold
 
Hi,

also aus deinen Marsbildern ist noch einiges herauszuholen.

Viele Hobbyastrofotografen sind hauptberuflich Fotografen. Das erklärt auch, dass viele von den Kolleginnen und Kollegen gut darin sind ;)

Aber mit einigen einfachen Schritten lässt sich alles sauber schärfen. Du kannst mir gerne mal ein paar Summenbilder zusenden. Eventuell kann ich da noch etwas herausholen. Anfangs neigt man ja gerne zu viel Schärfe, was aber garnicht nötig ist.

Ich arbeite aktuell, soweit mir nebenberuflich möglich, an einem Artikel zum Thema Planetenfotografie. Gerne lasse ich dir per PM den Link zukommen. Der Artikel ist aber noch nicht ganz fertig, beinhaltet aber alle Schritte inkl Derotation und Schärfen. Und glaube mir, meine Anleitungen sind alle so geschrieben, dass auch Problemstellungen behandelt werden. Viele Tutorial beinhalten nur eine Anleitung, gehen aber nicht auf Probleme ein. Eventuell werde ich dazu auch Videos machen, da es im deutschen Raum kaum etwas vergleichbares gibt.

Die Schärfe stelle ich mit einer Bahtinovmaskie ein, und zwar an einem sehr hellen Stern. Dank ADC ist das aber nicht mehr so exakt möglich. SharpCap bietet dazu aber einen Assistenten an und damit geht es gut.

Eigentlich mag ich überhaupt nicht am Objekt einstellen, da ich kein gutes Gefühl dafür habe. ABER: Das lag auch einfach immer am Seeing. Bei schlechtem Seeing spielen viele mit dem Fokus hin und her und irgendwann passt es dann auch. Ich gehe etwas vom Bildschirm weg und schaue aufs Bild, aber nicht unbedingt auf kleine Details. ich konzentriere mich auf einen Punkt und versuche dann alles drumherum auch wahrzunehmen und drehe dann erst einmal hin und her mit dem Fokus, die Drehungen werden dann aber immer weniger, bis ich einen Bereich habe, wo es passt. Dazu gehört auch Übung. Ich schärfe mittlerweile nach 5-10 Minuten. Manchmal wird das Seeing auch besser und ich merke, dass ich garnicht im Fokus war. Daher immer mal wieder mit dem Fokus spielen.

Aber ich weiß, was du meinst. Ich habe fast 1 Woche damit verbracht mich in WINJUPOS und Co. einzuarbeiten. Mittlerweile geht das innerhalb von wenigen Minuten. Alles natürlich in meinen Artikeln dokumentiert. Wichtig ist, deine Fragen ruhig zu stellen, auch wenn diese trivial sind. Ich stelle mich oft, wenn ich es nicht genau weiß, unwissend. Erfahrungsaustausch ist immer wichtig. Was meinst du, warum sich die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Welt so oft in die Haare bekommen und alles ausdiskutieren. JEder hat seine Meinung und seine Erfahrung. Aber in der Astrofotografie gibt es nicht den einen weg. Ralf aus dem anderen Forum macht mit der Kurzzeitbelichtung bessere Bilder als ich es mit der Langzeitbelichtung jemals könnte. Es hängt alles von verschiedenen Faktoren ab. Letztens war ich bei Vollmond draußen und habe nicht ein Bild gescheit auf die Festplatte bekommen. Ich hatte vorher an der Kollimation gespielt. Aber eventuell war auch einfach der Mond zu hell und die Gegebenheiten nicht gut.


Viele Grüße,
Raul
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Witold,

sehr gut. Die neuen Bilder sehen definitiv besser aus. Und ja, die Farbkorrektur mittels Software wirkt sich etwas negativ auf die Schärfe aus. Deshalb ist ein ADC zu empfehlen. bringt definitiv mehr Schärfe rein.


Viele Grüße,
raul
 

Medieninformationen

Kategorie
Planet
Hinzugefügt von
Witold_Münster
Datum
Bilder angesehen
280
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Bild-Metadaten

Dateiname
Jupiter.jpg
Dateigröße
354,2 KB
Aufnahmedatum
Sa, 24 Juli 2021 7:46 PM
Abmessungen
2500px x 1875px

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