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M15, der große Pegasushaufen, bei Nacht und Nebel...oder besser Dunst
joetaiga

M15, der große Pegasushaufen, bei Nacht und Nebel...oder besser Dunst

Die Amerikaner verhageln uns ja derzeit mit ihren Waldbränden unsere Premiumhochdrucklage während dieser Neumondphase. Die Grenzhelligkeit lag bei etwa 4 mag und es zogen dauernd Schlieren durch. Als Notnagel musste M15, der große Kugelsternhaufen des Spätjahres herhalten.
Beobachtungsort
Oberrheingraben, Pfalz
Aufnahmedatum
13. September 2020
Belichtungszeit
67x 120s = 2h 14m
Aufnahme Details
TS 125mm ED Apo @f/6,35 mit TS 0,79x Reducer auf einer EQ6-R. Kamera war die ASI533MC Pro mit ZWO L Filter bei Gain 100 und Offset 10.
Weitere technische Details
Reines Freeware-Projekt: aufgenommen mit NINA, geguidet mit PHD2, gestackt, kalibriert und vorbearbeitet wurde in Siril, Feinbearbeitung habe ich in Gimp gemacht.

Der Dunst macht schon einen Unterschied. Das Bild sieht in der Histogrammsicht aus wie die rho Ophiuchi Region mit blauen, braunen und gelben Auren und Zonen. Die Flats haben nicht gepasst. Ich musste sie spät in der Dämmerung machen und wegen der bunten Schlieren am Himmel ein T-Shirt als Diffusor verwenden, was die Belichtungszeit extrem nach oben getrieben hat.

Alles halb so wild, nicht ganz so extrem strecken, den Hintergrund etwas dunkler als sonst und schon passt das ;-)
Hallo Joetaiga,

trotz der Umstände gefällt mir die Aufnahme sehr gut. Wie ist an deinem Beobachtungsplatz zum Vergleich normalerweise die visuelle Grenzgröße?

Als visueller Beobachter habe ich bezüglich der Waldbrand-Ärosole mehr mit der daraus resultierenden Weichzeichnung und leichter Unschärfe zu kämpfen, das Bild wird bei 150x einfach nicht richtig scharf.
 
Hallo Christian,

die Grenzgröße lag bei ca. 4,3 mag plus minus. Meistens ist es her zwischen 5 und 6 mag. Schwer zu sagen, wie der Himmel sonst gewesen wäre. Ich denke so ca. 1 mag hat es gekostet.

Seeingmäßig war der Himmel aber nicht unbrauchbar. Abends mittelmäßig, nach Mitternacht sogar eher gut.

Fototechnisch sind die zahlreichen farbigen Auren und Gradienten das Problem. Die sind schwer wegzubekommen. Es bleibt ein Rest übrig, sodass man nicht so stark strecken kann wie normal.

CS Joachim
 
Hallo Joachim,

vielen Dank für das Feedback, hier außerhalb der City von Berlin hatte ich eine vergleichbare Grenzgröße (unter Idealbedingungen wird auf meinem Balkon die 5. Größe knapp verfehlt). Dass mein Himmel mit dem auf dem Land vergleichbar ist, kenne ich sonst nur von fortgeschrittenen Mondphasen.
 

Medieninformationen

Kategorie
Kugelsternhaufen
Hinzugefügt von
joetaiga
Datum
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Bild-Metadaten

Dateiname
M15.jpg
Dateigröße
1,2 MB
Aufnahmedatum
Mo, 14 September 2020 9:21 PM
Abmessungen
2927px x 2196px

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