Wizard-Nebula - der Zauberer in RGB | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie
Wizard-Nebula - der Zauberer in RGB
steffens

Wizard-Nebula - der Zauberer in RGB

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Diskussion: https://forum.astronomie.de/threads/der-zauberer-in-rgb.314030/
Beobachtungsort
Stadtbalkon, Bortle 6 Himmel mit Blick auf BASF
3 Nächte in September / Oktober 2021
Belichtungszeit
245 x 200s (13 1/2 h)
Aufnahme Details
Aufnahme Details
Kamera: ZWO ASI2600MC-Pro
Einzelbelichtungen 200s bei Gain 0, 0°C
Optik: TS-Photon 10" Newton f/4, umgebaut mit Carbon-Tubus, GPU Komakorrektor
Montierung: NEQ6
Guiding: ASI120MM mini an TS 60mm Leitrohr, PHD2
Weitere technische Details
Software:
Siril: Datenreduktion (Darks, Flats, Flat-Darks), Registrierung, Stacking, Background-Extraction, Farbkalibrierung, leichter ASINH-Stretch, leichter Histogramm-Stretch)
Starnet++
Darktable: Entrauschen, Farbkurven-Stretch, Sättigung, ...
Hallo Steffen,

prima gemacht, besonders mit der BASF vor der Nase!

Deinen Workflow nur leichtem Stretch in Siril muss ich auch mal probieren. Ich strecke normalerweise in Siril schon ordentlich vor, da dann Starnet++ besser mit dem Material zurecht kommt. Leider habe ich dann das Problem, dass bei den hellen blauen Sterne die Farbe verloren geht. Bei den anderen interessanterweise nicht. Bei dir ist das gut gelöst. Oder hast du da noch einen Trick?

Das Problem mit den blauen Sternen ist so das einzige was mich an meinem Workflow mit Siril und Gimp noch stört. Mit asinh funktioniert das bei den schwächeren Sternen prima, aber bei den hellen kenne ich keine Funktion, mit der ich die Farbe wieder in die ausgebrannten Bereiche bekomme.

Gruß
Joachim
 
Hallo Joachim,

Vielen Dank!
Nein, einen besonderen Trick habe ich da nicht.
Ich strecke in Siril nur wenig (Histogramm-Buckel bis 6-7%), und das zum Großteil mit asinh-Stretch (weil farberhaltend), hauptsächlich, weil ich in Siril nicht gut kontrolliert entrauschen kann.
Daher nur ein "Home-Stretch", damit ich was sehe, und weiter geht es in Darktable. Da kann ich gut entrauschen und weiter strecken. Darktable verarbeitet auch problemlos 32bit TIFFs von Siril, das lässt Spielraum für Bearbeitung.

Wirklich ausgebrannte Bereiche machen beim asinh-Stretch natürlich immer Probleme. Da hilft nur, möglichst wenig Sterne ausbrennen zu lassen, und bei den ganz hellen - je nach Anspruch - die Sternkerne zu reparieren. Ansonsten kann man natürlich noch versuchen, Farb- und Luminanzinformation zu trennen, und den Farblayer weichzuzeichnen. Das sollte bei Sternen auch die Farbunterschiede zwischen Kern und Scheibchen verringern. Da habe ich aber selbst noch nicht wirklich mit gespielt.

Grüße und CS,
Steffen
 
Hallo Steffen,

danke für das Feedback!

Wie gehst du vor, um Sternkerne zu reparieren?

Die Methode mit dem Weichzeichnen des Farblayers habe ich auch schon probiert. Allerdings muss ich das dann wenigstens so weit vorstrecken, dass die rosa Farbe von der Farbkalibration aus den Kernen der ausgebrannten Sterne verschwindet. Wenn ich aber soweit vorstrecke ist die Farbe schon fast wieder weg. Ansonsten ist halt das Problem, dass ich Gimp keine Autostretch Preview habe. Man kann so schwer beurteilen, was für einen Effekt man bewirkt. Muss ich nochmal ein wenig mit spielen.

Hat Darktable eigentlich eine Autostretch Preview? Mit Darktable habe ich bis jetzt nicht gearbeitet. Aber das wollte ich mir sowieso mal anschauen.

Grüße,
Joachim
 
Wie gehst du vor, um Sternkerne zu reparieren?

Das mache ich eigentlich nur selten und bei den hellsten Sternen. Bei diesem Bild hier z.B. gar nicht.
Wenn ein richtig dicker Brummer einen rosa Sternkern hat, dann biege ich in Darktable einfach in der Farbkurve das obere Ende noch ein bisschen nach oben, so dass die hellsten Bereiche weiter ins Weiß gedrückt werden. Natürlich mit kreisförmigen Masken um die Sternkerne herum. Da ich das sowieso nur mit ausgebrannten, sehr hellen Sternen mache, finde ich, dass Weiß besser aussieht, als künstlich die Farbe der Scheibe in den Kern zu übertragen.

Hat Darktable eigentlich eine Autostretch Preview? Mit Darktable habe ich bis jetzt nicht gearbeitet. Aber das wollte ich mir sowieso mal anschauen.

Darktable arbeitet ja nicht-destruktiv, d.h. ich kann einfach einen Bearbeitungsschritt - z.B. einen starken Stretch mit einer Farbkurve - zum Bild hinzufügen. Dann sehe ich z.B. den Hintergrund besser und kann diesen gezielt bearbeiten. Anschließend kann ich den Stretch wieder entfernen.
Dabei muss man evtl. aufpassen, dass der Stretch in der Bearbeitungs-Pipeline auch der letzte Schritt ist, nicht dass man z.B. das Rauschen am gestreckten Bild bearbeitet, und die Parameter dann am ungestreckten Bild nicht mehr passen.

Grüße,
Steffen
 

Medieninformationen

Kategorie
Gas- und Reflexionsnebel
Hinzugefügt von
steffens
Datum
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Bild-Metadaten

Dateiname
Wizard-Nebula_(245x200s).jpg
Dateigröße
1,8 MB
Aufnahmedatum
Di, 12 Oktober 2021 2:20 PM
Abmessungen
3840px x 2896px

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