markusbodensee

Zentrum des Schwans

Hallo Sternenfreunde,

zur Abwechslung ein Test-Foto mit 50 mm Brennweite, [url=https://www.astrobin.com/352720/]HIER[/url] der Link zur besseren Auflösung und zu technischen Details. Der Mond störte erheblich.

CS

Markus
Hallo Markus,

für über 2 1/2 Stunden Gesamtbelichtungszeit finde ich die Bildwiedergaabe recht erstaunlich.
Leider geben auch die technischen Daten nicht die verwendete Blendeneinstellung am Objektiv wieder. Aber so weit abgeblendet kann es ja nicht gewesen sein, sonst hätten die helleren Sterne ganz ausgeprägte Beugungsfiguren.

Oder handelt es sich nur um eine Einzelbelichtung?

Es kann natürlich auch an einer Art der Bildbearbeitung liegen, aber bei 2+ Stunden erzeuge ich an dieser Himmelsgegend krachende Farben.

Die natürlich nicht dem Augeneindruck entsprechen. Dafür braucht man auch nicht soo lange belichten.

Gefällt mir aber trotzdem!

Grüße

Dietrich
 
Hallo Dietrich,

wie Du bereits bemerktest, wurde die Blendeneinstellung nicht erwähnt. Es handelt sich um einen 2+Stunden-Test-Stack bei von Dir vorhergesehenen moderaten f/3.5.

Zitat von halbetzen:
Es kann natürlich auch an einer Art der Bildbearbeitung liegen, aber bei 2+ Stunden erzeuge ich an dieser Himmelsgegend krachende Farben.
Viele Forenbeiträge weisen darauf hin, dass Deepskyfotografie bei Mondlicht nicht zu effektiv erscheint. In der vorgestrigen/gestrigen Mondlichtsuppe war bspw. Albireo noch erahnbar, mehr nicht. Wie man da bei ISO 200 krachende Farben erzeugen kann, noch dazu mit einem Amazon-Canon-Objektiv für etwa 99€ bitte ich Dich näher zu erläutern. Über die EBV?

Dietrich, verstehe das bitte ohne jegliche Polemik, eher mit explizit subtiler Höflichkeit. Da ich erst seit ca. 14 Monaten fotografiere, oft viel zu abenteuerlich, ist schliesslich Lernpotential angebracht. Gerne lasse ich mich auch von weiteren Mitlesenden informieren.

Abschliessend selbstverständlich vielen Dank für Dein Feedback!

CS

Markus
 
Hallo Markus,

wenn du erst seit 14 Monaten fotografierst (astro- oder auch allgemein?), finde ich es schön, daß du hier deine Ergebnisse schon vorstellst. Dann kann man dir vielleicht schon einige Tipps geben, die das Lernpotenzial heben.

Zuerst dachte ich bei den Bildern, die du hier vorstelltest, daß du jemand bist, der mit seinen Bildern nahe am visuellen Eindruck bleiben möchte und deshalb auf eine "Überzeichnung" bei der Bildwiedergabe verzichten möchte.

Nun bin ich aber nicht mehr so sicher.

Also kann ich dir ein paar Tipps geben, für den Anfang.
Auch ich habe mit einer NEQ3 als Nachführung angefangen (nach ersten erfolgreichen Versuchen mit einer Vixen NP), die ich immernoch gern für kleinere Optiken verwende.

Bis ca 300mm Brennweite kann man sie auch noch ganz erfolgreich ohne Guiding verwenden, wenn man bei Belichtungszeiten von bis zu 3 Minuten bleibt.

Daß man die Bilder dann mit dem DSS zusammenrechnen kann und wesentlich tiefere Belichtungen damit hinbekommt, hast du ja schon für dich erarbeitet.

Ich hoffe, du verwendest Bilder im RAW-Format für die Verarbeitung. Das ist ganz wichtig!

Warum du bei recht mäßiger Himmelsqualität so eine aufwendige Fotoanstrengung wie in diesem Bild betreibst, kann ich nicht so recht nachvollziehen, aber vielleicht wolltest du einfach den Verarbeitungsablauf ausprobieren, mit Dark-, Flat- und Biasverarbeitung.

Ich bin überzeugt, daß man aus dem Ergebnis, wenn nicht an irgend einer Stelle ein großer Fehler gemacht wurde, sehr viel mehr herausholen kann. Ja, mit der Bildbe- und -verarbeitung!

Fehler könnten schon sein, daß keine RAW-Bilder verarbeitet wurden oder daß auch wirklich zu viele Bilder bei zu schlechten Bedingungen verwendet wurden.

Daher mein Tipp: Das Ganze noch einmal bei guten Bedingungen zu wiederholen. RAW-Bilder verwenden.

Das Objektiv, wenn es das Canon EF 1,8 50mm ist, ist übrigens ein sehr gutes - obwohl nicht sehr teuer!
Leider ist es nicht sehr einfach scharfzustellen.
Natürlich bei der Astroaufnahme manuell und nicht im AF!
Wenn es aber gut eingestellt ist, ist es sehr scharf und an einer APS-Kamera auch randscharf.
Während einer so langen Aufnahmeserie würde ich aber die Scharfeinstellung immer zwischendurch einmal überprüfen, denn sie verstellt sich doch recht leicht.
Die beste Abbildung erreicht dieses Objektiv bei Blende 4-5,6 , bei Blende 3,5 sollte die Abbildung also schon sehr gut sein. Allerdings habe ich bei abgeblendeten Foto-Objektiven immer schon Beugungserscheinungen an den hellen Sternen, die ich an diesem Bild hier nicht so recht erkennen kann.

Deshalb sehe ich auch in der Bildverarbeitung bei dir noch großes Lernpotenzial. Denn auch die anderen Bilder, die du hier vorstelltest, haben in mir den Gedanken geweckt, daß da eigentlich noch mehr drinsteckt.

Mit dem Ergebnis aus dem DSS bist du ja auch in Fitswork gegangen. Hier kann man sicher noch viel mehr aus dem Bild herausholen.
Hier oder im Photoshop.

Deshalb kann ich dir empfehlen, dich weiter in die Bildverarbeitung einzuarbeiten. Aber natürlich bleibt es dir überlassen, welche Bildwirkung du erzielen möchtest. Einen "einzig wahren" Bildeindruck gibt es nicht.

Deshalb: Viel Spaß und viel Glück bei der Fotografie!

Grüße

Dietrich


 
Hallo Markus,

Hier: https://13parsec.de/index.php/widefields/nebel-im-schwan findest du die Region um NGC7000 von vor 4 Jahren. Es waren damals bei mir "nur" 30 x 100 s, also gerade mal 50 Minuten und das bei f/4 - also deutlich weniger gesammeltes Licht.

Natürlich ist Mondlicht immer ein Störfaktor, aber der Mond stand am 24. gegen Mitternacht schon ziemlich tief im Süden, während Deneb über 45° in Ost-NordOst stand, also schon recht weit weg vom Mond. Aber dafür, dass du 300s bei ISO200 belichtet hast, wirken die Sterne irgendwie matschig und auch die "Blendenspikes" die man um Deneb erwarten sollte sind wenig ausgeprägt, da drängt sich mir der Verdacht auf, dass der Fokus nicht 100%ig gepasst hat, oder das Stacking irgendwie in die Hose gegangen ist. Widefields stacke ich schon fast grundsäztlich mit Fitswork, denn mit DSS bekomme ich auch keine soooooo guten Ergebnisse hin.

Ich habe hier: https://13parsec.de/index.php/einsteiger-guide/ebv-stacken-und-stretchen?showall=1&limitstart= mal ein kleines Tutorial zum Stacken geschrieben, in deinem Fall Deneb und einen weiteren hellen Stern in der rechten Bildhälfte suchen und dann müsste da eigentlich (wie Dietrich auch bemerkte) mehr gehen in Sachen Farbe und Sternabbildung.
 
Hallo Dietrich, Hallo Markus,

bitte entschuldigt die verspätete Antwort, ein massiverer Schicksalsschlag liess keine frühere Antwort zu.

In kommenden mondfreien Nächten werde ich mir Eure Ratschläge zu Herzen nehmen, bis dahin wird noch getestet. Beispielsweise das Ausreizen der Belichtungszeiten ohne Guiding, das beste Verhältnis zwischen Langzeitbelichtung und zu vielen störenden Flugzeug- und Satellitenspuren, EBV unter schwierigeren Umständen. Auch der Gewinn an Routine beim Aufbau/Einnorden/Fokussieren/Belichten sei zu erwähnen.

Mein letztes 50mm-Stacking-Resultat mit DSS war übrigens ebenfalls erwähnenswert unterduchschnittlich. Danke Markus für das Fitswork-Tutorial, dass beizeiten angegangen wird.

CS

Markus

 

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