12" Planetendobson

ws_mak12

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Hallo Michael,

da spielt der Betrag des abknickenden Strahlenbündels eine große Rolle. Wenn dies gering gehalten werden kann durch eine sehr flache Brennpunktlage (über "Tubus"), dann könnte das evtl. hinhauen. Aber es wird vermutlich sehr eng, v.a. bei F5. Muss man rechnen, wenn alle erforderlichen Parameter beisammen sind.

VieleGrüße
Werner
 

Michael1

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Hallo zusammen,

danke für den Link, dadurch wird für mich deutlich, dass eine Verkleinerung des Fangspiegels für mich keine Option mehr darstellt.

Möchte keine Verschlimmbesserung einführen und die Möglichkeiten/Fehlerquellen, wenn ich mich daran versuche, sind doch zu mannigfaltig wie ich sehe.

Gut das wir darüber gesprochen haben .

VG

Michael
 

Astrozoom GM

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Hallo Michael,

wenn Deine Entscheidung mal gefallen und die "Probezeit" des Teleskops erfolgreich absolviert ist, kann man mal so was durchspielen und abwägen. Aber um es nochmal ganz klar zu sagen, einen guten 12er bremsen 25% Obstruktion nur höchst selten und sehr geringfügig ein. Da gibt es andere Dinge die vorranging zu betrachten sind.

Gruß
Günther
 

Antares

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Hi Michael,
mach Dich ned irre mit der Obstruktion. Ein paar Prozent sind nicht so wichtig, die Qualität insbes. auch des FS kann viel mehr ruinieren, wenn sie eben nicht gegeben ist.
Umbau: Ist grundsätzlich nicht so schwer. Das zu planen, bevor das Gerät da steht allerdings schon. Wenn es da ist, kann man immer nochmal rechnen, ob noch was geht und wie groß der Aufwand in Zeit und Moneten ist. Viel Erfolg
CS
 

Michael1

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Hallo zusammen,

ja mach ich so. Erst mal das Scope hier haben und mit beobachten und ggf das eine und andere verbessern/verändern und danach das Thema Fangspiegel ggf noch einmal aufgreifen, wenn ich denke das es was bringen könnte - not tut.

Danke und Grüße

Michael
 

Heidescoper

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hallo Forum,

Günther:
>Aber um es nochmal ganz klar zu sagen, einen guten 12er bremsen 25% Obstruktion nur höchst selten und sehr geringfügig ein. <

wenn man Planeten bei gutem Seeing betrachtet, und nur dann macht es ja wirklich Sinn,
habe ich die vergangenen Jahrzehnte andere Erfahrungen gesammelt...

Die Bezeichnung "Planetenteleskop" verdient seine Bezeichnung in meinen Augen nur wenn es über einen sehr guten HS &FS verfügt, eine Obstruktion <20% , eine tief gelegten Auszug besser Schlitten beinhaltet. Eine Bogenspinne ist gut aber auch nicht perfekt. Es ist nur im Eigenbau zu erstellen, da der Markt es nicht hergibt.
Sorry, alles andere ist nur schöngerede bzw. ein Instrument mit Stadartparametern sich schönzureden.


Gruß
Christian
 
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Antares

Mitglied
Hi Christian
so tief muss der OAZ doch gar nicht sein. Ich hatte an meinem 320 mm Dob einen 60 mm FS und einen Moonlite CR2. Der ist jetzt nicht superflach.
Als ich damals überlegt habe welche FS Größe ich einbaue, kam ich bin auf 53 mm oder 54 mm als Ergebnis einer minimal sinnvollen Größe. Damit ist man dann bei nochmal etwas mehr als 1% weniger Obstruktion. Aber wozu? Das ist akademisch.
Nehme ich aber meinen 12" Infinity, der etwas höher obstruiert und f/4,6 statt f/5 ist, kann ich bisher auf dem aktuellen Planetenniveau nicht wirklich sagen, dass die Planeten darunter leiden. Die Optiken sind von der Güte her fast identisch.
Nach meiner Erfahrung sind die 20% für kleinere Geräte ein guter Ansatz. Aber ab 12" fällt das immer weniger ins Gewicht.
CS
 

Astrozoom GM

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Hallo Christian,

da spricht der Perfektionist und er hat Recht.(y)

Wenn du das perfekte Seeing und die perfekten Spiegel im perfekten Teleskop hast, dann wird sich am 12Zöller bei 450fach plus X der Unterschied zwischen 25% Obstruktion und 18% Obstruktion auch bei gleich guten Qualitäten der Fangspiegel zeigen.

Jedem Sternenfreund der kann empfehle ich allerdings, an seinem Teleskop (nehmen wir mal beispielhaft wieder den 12er) mit einem, na sagen wir mal 63er Fangspiegel, unter seinen Bedingungen mit einer 80er Pappblende die Obstruktion um die entsprechenden Prozentpunkte anzuheben. Das sollte man auch nicht nur ein mal, sondern einige Male, auch an verschiedenen Objekten und Details im Objekt versuchen.

Öffnung und Obstruktion skalierbar, geht auch am Refraktor von Null auf 20%, wobei ich wirklich empfehle auch da nicht zu kleckern, sondern zu klotzen.

Wir beide wissen, von welchen Unterschieden in der Beobachtung wir da reden. Nach so einem Test wissen diese Leute das auch.
Danach kann jeder Newtonbesitzer für SICH abschätzen und sich fragen, ob er Handlungsbedarf hat.
:cool:
Gruß
Günther
 
Zuletzt bearbeitet:

ws_mak12

Mitglied
Hallo Christian,

meine langjährige Erfahrung geht dahin, dass wenige Prozent Obstruktion hin und her so gut wie nicht zu sehen sind. Mein 18er hat 17,5% mein 22er knapp 23%. Im Kontrastverhalten an Planeten steht der Große dem etwas Kleineren in keiner Weise nach, wobei natürlich die größere Öffnung ohnehin etwas mehr Reserven hat. Leider habe ich keine Möglichkeit einen anderen 22er mit weniger als 20% direkt zu vergleichen... ;)

Entscheidend ist eine vorzügliche Optik, gutes Seeing und der Umgebungstemperatur angepasste Spiegel sowie das Ausschalten von Luftschlieren und Streulicht im Strahlengang.

Viele Grüße
Werner
 

Michael1

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Hallo zusammen,

um noch einen für mich wichtigen Punkt anzusprechen. Lagere den Dobson in einer Garage. Der wird zwecks Beobachtung von mir heraus getragen. Ich möchte die Rockerbox und den Tubus jeweils einzeln raustragen und den Dobson einfach in die Lagerböcke reingleiten lassen (2x gehen ohne Montage).

Frage, mit einem Volltubus geht das ohne Probleme, denke da verbiegt und verstellt sich nichts.

Wie sieht es bei einem Gitterrohrdobson aus?
Wenn ich den an den Gitterrohren packe und ca 10-15 Meter trage, könnte sich da etwas verbiegen bzw die Justage verändern? (Gitterrohre und Befestigungspunkte der Gitterrohre sensibel?)

Sicher es gibt die Möglichkeit einer Schubkarrenlösung für den Dob, aber die benötigt auch wieder Platz in der Garage, daher möchte ich die beiden Teile lieber tragen.

VG

Michael
 

Astrozoom GM

Mitglied
Hallo Michael,

so eine Gitterkonstruktion kann siech definitiv verbiegen.
Du kannst sie allerdings so tragen, dass maximale Biege- und Verwindungskräfte auftreten oder eben darauf achten, dies so wenig wie möglich der Fall ist.
Guten, durchdachten Konstruktionen macht die zweite Vorgehensweise gar nichts aus, sie biegen sich dezent zurück und sind damit sehr justierstabil.

Gruß
Günther
 

Michael1

Mitglied
Danke für eure Antworten.

Also wenn Gitterrohr ist wohl das sicherste die Schubkarrenlösung (für Ängstliche) wenn man das will , ansonsten => Volltubus.

Werde überlegen, es ist ja noch etwas Zeit.

VG

Michael
 

Horst66

Mitglied
Die Schubkarre kann ich auch noch nutzen, wenn tragen mir zu schwer wird. Für mich mit Mitte 50 also auch noch zukunftsicher....

Gruß Horst
 

Stathis

Mitglied
Wenn die Gitterohre richtig dimensioniert sind, kann man den Gittertubus überall anfassen zum tragen. Greift man in der Mitte, biegen sich die Stangen natürlich durch, aber elastisch! Das heißt, sie biegen sich nach der Entlastung auch wieder komplett in die Ursprungslage zurück.
Nur bei übertrieben schwachbrüstigen "Spargelkonstruktionen" mit gleichzeitig schwerer Spiegelbox müsste man eine bleibende Verformung befürchten. So was würde ich aber ohnehin als Fehlkonstruktion einstufen, da es im Wind schwingen wird wie Espenlaub.
 

Antares

Mitglied
Hi Michael
eine vernünftig gebaute Gitterrohrkonstruktion ist unbedenklich.

Im meinem alten Auto mit mehr Kofferraum habe ich meinen Gitterrohrdobson immer nur zusammengebaut und liegend transportiert. Daneben die Rockerbox und den Okularkoffer. Pack- und Auspackzeit keine 3 Minuten. Ein früherer Mitstreiter hat das sogar mit Leichtbaugeräten von 21 und 24 Zoll so gemacht. Alles kein Ding wenn die Konstruktion des Gerätes gut ist. Nur darauf kommt es an.

Denn so lange die Grundjustage am Dobson stabil ist - auch das ist eine Frage der guten oder schlechten Konstruktion - ist die Feinjustage per Laser oder am Stern, alles was man tun muss. Das sind mit Übung keine 2 Minuten und wäre auch mit dem Volltubus erforderlich.
In der Zeit kühlt der Spiegel ein wenig aus und gut ist es.
CS
 
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