2 Zoll Okulare für C 9

Foxi

Mitglied
Hallo brauch auch Rat

ich will mein C9 voll auf 2 Zoll ausrichten , ich will nicht bei Okularwechsel, Zenitspiegel wechseln usw...
blos ich will jetzt nicht unbedingt 600-900 euro bezahlen für 1 Nagler.......

darum hab ich mir die Explore angesehn!

Okulare die ich in etwa brauche wären 35mm 24mm 14mm 8mm aber alle gibt es bei 82 Grad nicht mit 2 Zoll !

Okulare | Bresser

wie gut sind diese Okulare? sind die zu empfehlen?

Gruß Franz
 

VisuSCor

Mitglied
Hallo Franz,

Du brauchst nicht den Zenitspiegel jedesmal wechseln: ich lasse den 2" Zenitspiegel immer dran und setze ein SkyWatcher Twistlock in den 2" Zenitspiegel. Da passen dann die 1,25" Okulare rein und lassen sich durch Drehen fixieren. Ist sehr praktisch.

Das größere Problem beim Wechsel von 2" auf 1,25" Okulare ist, dass diese sehr viel leichter sind und damit das Setup etwas aus dem Gleichgewicht kommt. Man muss also ggf das Teleskop etwas in der Prismenschiene verschieben, damit es wieder im Gleichgewicht ist. Zumindest bei mir ist das so.

Den Gedanken an die Explore Scientific 82° Okulare hatte ich auch schon, besonders das 18mm hatte ich überlegt. Aber das lohnt nur wegen der 2" Anschlüsse nicht. Ausserdem vermute ich, dass diese Okulare keine besonders gute Transmission haben. Und das wäre besonders bei langsamen Teleskopen wie den SC eher ein Nachteil. Aber das ist, wie gesagt, nur eine Vermutung.

Trotzdem tendiere ich beim C8 zu Okularen mit hoher Transmission, deshalb vorzugsweise einfachere Okulare mit weniger Linsen wie Plössl, Ortho oder Erfle. Das funktioniert auch mit SC-Systemen sehr gut weil die Optik ja schon gut korrigiert ist.

Allerdings bietet Vixen mit der SSW-Serie Okulare mit angeblich 99,5% Transmission und 83° scheinbarem Gesichtsfeld an... da überlege ich gerade ob ein 14mm oder 10mm Okular diesen Typs mal bei mir in die Kiste kommt. Muss ich aber ein bissl sparen, denn die kosten über 300 Euros.

Gruss Oli
 
Zuletzt bearbeitet:

Foxi

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Werd mich mal bei Vixen umsehn, was die so haben!
und ja ein Twistlock ginge auch, aber ich will auch ohne dem auskommen
und hab keine Gewichtsverlagerung wenn ich immer auf 2 Zoll bin!
 

Antares

Mitglied
Hi Franz
2" Steckmaß ist keine Qualitätseigenschaft sondern letztlich der Optik geschuldet.
Kleine Okularbrennweiten und kleinere wahre Felder - nicht verwechseln mit SCHEINBAR - brauchen schlicht kein 2" Steckmaß. Bzgl der ES sind die Okulare unterschiedlich gebaut. Die 82iger Serie in 2" sind 6-Linser, in 1,25 sind es 7-Linser. Ob das auch für 1,25 LER gilt weiß ich nicht.
Die Okulare sind für den Preis wirklich gut. Ich nutze das 30iger an schnellen Newton wenn ich größte AP will. Und mehrer der normalen 82iger in 1,25 am Großbino.

Auch eine Frage ist, was es kosten darf und was Du schon hast.
Schau mal im Nachbarthread zum C9,25. Vllt hilft Dir der Beitrag auch.
CS
 

Foxi

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Ja den Nachbar Thread hab ich schon gelesen.

oder ich bleib bei 1,25 und schau eben das ein ich möglichst goßes Gesichtsfeld bekomme eben 70-82 Grad
sind auch günstiger.
und Gewicht ist ja auch nicht zu verachten...
und 2 Zoll Zenitspiegel kostet eben alles immer..........
und hab eh grad groß eingekauft, Montierung und C9 -meine Frau ............ würg
 

Antares

Mitglied
Hi Franz,
nochmal, 1,25" und 82 Grad geht nur bis ca 15/16 mm Brennweite meine ich - mag jetzt nicht rechnen bzw. suchen. Große Okularbrennweiten werden kleinere scheinbare und gleichgroße wahre Felder haben.
Ein 40mm 1,25 Zoll hat an einem 200/1000 mm Newton z.B. ca 1,6 Grad wahres Feld mit Sehwinkel = scheinbares Feld 40 Grad. Das sind rd. 3 Vollmonde.
Mit 2" könnte es ca 68 Grad scheinbares Feld haben und wahr ca 2,7 Grad Feld zeigen. Im Durchmesser etwas mehr als 5 Monde, in der Fläche aber das 3-fache Areal. Das macht viel aus.
CS
 

Foxi

Mitglied
Ok hmm
für die 2 Zoll brauch ich einen 2 Zoll Zenitspiegel und auch einen 2 Zoll C9 Adapter für den Zenitspiegel!
und dann eine Reduzierung auf 1,25..... für den Zenitspiegel.
und natürlich Okulare.......... €€€€€€€ krächz

ein f6,3 Reducer ein Off Axis Guider oder Leitrohr........ wobei Off Axis nicht grade die beste Lösung ist!
ne Guiding Kamera

meine Frau läuft Amok :)
 

mettling

Mitglied
Hallo Franz,

Die Reduzierung von 2“ auf 1,25“ für den Zenitspiegel durfte von all deinen Anschaffungen das günstigste Einzelteil sein. Vermutlich wirst Du es gar nicht extra anschaffen müssen, den meisten 2“ ZS liegt so eine Reduzierung bei. Ganz kostenlos... :giggle:

Nimm einen ZS der schon das passende Gewinde für das C9,25 hat. Dann ein schönes Übersichtsokular um die 40mm und alle weiteren nach Deinem Gusto. Ich würde 40-20-15-10mm abstufen. Die 82º ES sind nicht schlecht und für die gebotene Leistung wirklich günstig. Und die Okulare die Du nur in 1,25“ bekommst, steckst Du in die Reduzierung. Oder Du schaffst Reduzierungen für alle 1,25“-Okulare an und lässt sie dran. Vorteil von einer Reduzierung für alle: Wenn Du einen 2“-Filter anschaffst schraubst Du ihn unten in die Reduzierung rein und kannst die 1,25“er fröhlich wechseln ohne ihn jedesmal umschrauben zu müssen. Nur für das 2“er Übersichtsokular musst Du ihn dann wechseln.

Bis dann:
Marcus
 

Foxi

Mitglied
Marcus
Ja so hätte ich das vor in der Abstufung , werd mir was zusammen stellen und bei TS anfragen
 

Foxi

Mitglied
Blos ich befürchte mit diesem Zenitspiegel ist man zu nahe am Teleskop dran, da haut man sich das
Hirn an den Tubus! oder ist das Unbegründet?
für 1,25 Zenitspiegel ist ja ein Adapter am Teleskop und man kommt weiter weg!

 

VisuSCor

Mitglied
Hallo Franz,

wenn Du schon so viel Geld für Okulare ausgeben willst, dann wäre es sicher sinnvoll auch den Spiegel zu nehmen, der diesen Okularen gerecht wird:


oder sogar


Im Übrigen sieht das am Teleskop (C8) dann so aus:

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Hier am C8 mit dem 56er 2" Okular. Ist aber mit 1,25" Okularen auch kein Problem. Das sind beides die 99% Spiegel von TS. Sind auch jeweils Reduzierhülsen auf 1,25" dabei. Das ist allerdings kein Adapter sondern einfach ein Ring, der in den normalen Okularanschluss gesteckt wird und diesen einfach kleiner macht. Eine Aufnahme mit 1,25" Okular hab ich leider nicht ist daber einfach ein kleineres Okular an gleicher Stelle - mein Kopf ist noch heil ;)

Eine Überlegung vielleicht vorab: solltest Du später mal einen Okularauszug an Dein C9 bauen wollen, zwecks Vermeidung von Spiegelshifting oder wegen der fehlenden Untersetzung, dann nimm jetzt lieber einen normalen Spiegel mit 2" Steckhülse und einen Adapter SC / 2" Okularanschluss dazu. Dann kannst Du diesen Spiegel dann auch später für den Okularauszug verwenden.

Gruss Oli
 
Zuletzt bearbeitet:

VisuSCor

Mitglied
gut, dann nimm den normalen Zenitspiegel ohne SC-Anschluß:

Der Auszug kommt ja zwischen Teleskop und Spiegel. Dann bist Du mit dem Kopf noch weiter vom Teleskop weg. Also keine Gefahr, dass Du Dir blaue Flecken holst.

Hier noch ein paar Fotos...

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Ich nehm an es ist jetzt klar wie es funktioniert.

CS Oli
 

VisuSCor

Mitglied
ja die hatte ich gemacht bevor ich wusste, dass Du den Okularauszug hast. Sonst hätte ich den anderen Spiegel genommen.

Oli
 

Mikoka

Mitglied
Hallo Foxi,
das kann ja alles so nach und nach angeschafft werden. Bei mir hat es auch Jahre gedauert, bis ich den Okularepark so hatte, dass alles zusammenpasste. :)
dann wird die Ehe nicht gefährdet und für Weihnachten, Ostern und Geburtstag hat die Frau keinen Geschenkestress mehr ;-) .....
 

Foxi

Mitglied
Ja mach ich normal auch so immer wieder mal ein Teil, aber ich hatte ja alles verkauft
C8 mit allem Zubehör, weil ich auf Goto wollte ,die rumsucherei war nervig !

Hab mir grade einen AMP 2 Zoll Zenitspiegel gekauft mit Schnellverschluß und noch ein par Adapter
für Kamera usw...
jetzt reicht es erstmal ,hab jetzt alles was ich die nächste Zeit brauche !
eventuell mal eine CCD Kamera zum Fotografieren und Guiden, blos was ich da mal kaufe?????

ich bin normalerweise zu 90% Photoner
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Bei mir hat es auch Jahre gedauert, bis ich den Okularepark so hatte, dass alles zusammenpasste.
dann wird die Ehe nicht gefährdet und für Weihnachten, Ostern und Geburtstag hat die Frau keinen Geschenkestress mehr ;-)
Genau! Das mit den Okularen ist bei fast allen Hobbyastronomen ohnehin eine Dauerbaustelle. Erstens gibt es immer wieder neue (natürlich „viel bessere“!) auf dem Markt und zweitens bleibt man ja neugierig. Man muß ja auch nicht alles sofort haben. Wenn man ein bisschen geduldig ist, kann man hin und wieder auch tolle Schnäppchen finden. A propos Schnäppchen: Ich finde, dass sich das zwei Zoll Okular APM UW80° 30mm recht gut am Schmidt-Cassegrain macht. Das gibt es neu schon für weniger als 100 Euro.

Selber habe ich auch eine bunte Mischung aus 1,25 und 2 Zoll Okularen und Zubehör. Das hat bisher keinelei Probleme bereitet, auch nicht mit dem Gewicht oder der Balance. Selbst der EQ-5 Montierung hat das Kilogramm mehr oder weniger nichts ausgemacht. Ausserdem kann z.B. ein 1,25 Zoll Binokularansatz mit zwei „fetten“ Okularen schwerer sein als ein einzelnes 2-Zoll-Okular nebst Zenitspiegel.
Falls die Balance doch ein Problem sein sollte: Man findet manchmal noch Angebote für Laufgewichte von Celestron aus der Zeit der Gabelmontierungen (dort konnte man den Tubus ja nicht in Längsrichtung verschieben).

Viele Grüße
Maximilian Hohmann
 

Foxi

Mitglied
Bei den Okularen was schärfe betrifft hab ich nie wirklich einen großen Unterschied gesehn, eigentlich
nur nur im Winkelbereich und Randschärfe ,aber wer guckt schon am Rand......

die einfachen Plössel sind oft weitaus besser bzw. schärfer an Planeten als die zigfach teueren!
 

Foxi

Mitglied
brauch noch ein 10er und 15er Okular wenn möglich im 2 Zollbereich
aber hat erstmal Zeit.
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Bei den Okularen was schärfe betrifft hab ich nie wirklich einen großen Unterschied gesehn, eigentlich
nur nur im Winkelbereich und Randschärfe ,aber wer guckt schon am Rand......
Dann musst Du mal durch sowas wie ein Nagler schauen. Der Rand scheint gar nicht aufzuhören und scharf ist es überall :) Schluckt leider deutlich mehr Licht als einfachere Okulare und davon hat man am SC nicht so reichlich.
Von daher könnte ein 12mm Nagler vielleicht was sein. Das gibt es mit 1,25/2-Zoll Kombianschluss. Oder das hier oder im anderen Thread schon erwähnte Baader Hyperion. Ich habe selber ein 8mm am C8 und bin ganz zufrieden. Für den Preis jedenfalls (1/4 vom Nagler...). Und wenn man das Barlowelement rausschraubt hat man gleich noch in 25mm Okular. Das ganze gleichzeitig für 1,25 und 2 Zoll. Vier Okulare in einem sozusagen.

Grüße
Maximilian
 

Foxi

Mitglied
Nagler haben wir in unserer Vereinsternwarte sämtliche Größen ,sind schon feine Dinger
aber schwer z.b das 31er ,und eben extrem teuer ,da ich fast nur Fotografiere, ist es mir
das nicht wert.
 

Antares

Mitglied
Schluckt leider deutlich mehr Licht als einfachere Okulare und davon hat man am SC nicht so reichlich.
Hi Maximilian,
das ein SC durch die höhere Anzahl an optischen Elementen und die große Obstruktion, lichtmäßig gegen andere Konstruktionen einen gewissen Nachteil hat, paßt schon, aber die Okularthese ist so nicht haltbar.
Selbst die Ethos mit 9 Linsen sind speziell im grünen Top, wie die Transmissionsmessungen meines Sternfreundes Thomas gezeigt haben. Nachzulesen ist das hier: http://www.blackskynet.de/okulartransmission.html
CS
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Selbst die Ethos mit 9 Linsen sind speziell im grünen Top, wie die Transmissionsmessungen meines Sternfreundes Thomas gezeigt haben.
Das glaube ich schon, dass sich das messen lässt. Die Messergebnisse sind allerdings nicht identisch mit dem, was meine Augen durch mein Fernrohr sehen. Ich habe für das extreme Ende der Vergrößerung an meinem C8 einen ganzen Zoo von Okularen im Bereich zwischen 4 und 7 mm zusammengetragen. Ortho, Plössl, Vixen LV (= Plössl mit eingebauter Barlow Linse), Pentax XL und eben auch ein 4,7mm Nagler. Und das liefert das mit Abstand beste und vom Gesichtsfeld spektakulärste, aber auch dunkelste Bild von all denen. In den jeweils ersten 30 Minuten am Teleskop brauche ich das nicht ausprobieren, denn dann sehe ich einfach nicht genug, um überhaupt scharfstellen zu können. Ganz im Gegensatz zu einem einfachen 5mm Plössl.

Viele Grüße
Maximilian
 

Antares

Mitglied
Hi Maximilian

klar läßt sich das messen, Thomas hat es ja mit professionellem Gerät getan.

Das Du mit dem Auge was anderes siehst, glaub ich Dir, mag andere Gründe haben. Dem müßte man nachgehen. Und wenn es am Ende nur daran liegt, dass Du mit 5 oder 4,7 mm Okularbrennweite schlicht in nicht mehr praxisgerechter Übervergrößerung für das C8 mit f/10 bist. In der Konfiguration auf Okulareigenschaften zu schließen, wird m.E. nichts.

Ich kann aus meiner Beobachtungspraxis und zahllosen Tests/Vergleichen von Okularen Deine Wahrnehmungen insbesondere bei neuesten Okularen mit 6 und mehr Linsen so nicht bestätigen.

So oder so bin ich sicher, dass unser Auge nicht in der Lage ist wenige Prozente an Transmissionsunterschieden zu messen, und das getrennt nach verschiedenen Wellenlängen. Das geht nicht.
CS
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Und wenn es am Ende nur daran liegt, dass Du mit 5 oder 4,7 mm Okularbrennweite schlicht in nicht mehr praxisgerechter Übervergrößerung für das C8 mit f/10 bist. In der Konfiguration auf Okulareigenschaften zu schließen, wird m.E. nichts.
Naja, was Du da als „nicht praxisgerechte Übervergrößerung“ bezeichnest, ist sowas wie ein normales Planeten-Setup für ein 8-Zoll Schmidt-Cassegrain. Und die alte Faustregel, dass die maximale Vergrößerung dem Doppelten der Öffnung (in mm) entspricht, gilt meines Wissens auch noch und trifft hier genau zu. Jedenfalls lassen sich Planeten bei guten Bedingungen mit einem C8 wunderbar auf diese Weise beobachten. Das tolle an den Weitfeldokularen im Vergleich zu Plössl und Ortho ist dann, dass man auch noch zwei Monde mit im Gesichtsfeld hat.

Es ist schön zu lesen, dass die aktuellen „Viellinser“ nur noch wenig Licht schlucken. Mein nicht mehr ganz neues 4,7mm Nagler hat meines Wissens 7 Linsen und verhält sich diesbezüglich leider nicht so bescheiden. Vielleicht muss ich es mal mit einem neueren probieren.

Grüße
Maximilian
 

Antares

Mitglied
Schluckt leider deutlich mehr Licht als einfachere Okulare und davon hat man am SC nicht so reichlich.
Naja, was Du da als „nicht praxisgerechte Übervergrößerung“ bezeichnest, ist sowas wie ein normales Planeten-Setup für ein 8-Zoll Schmidt-Cassegrain. Und die alte Faustregel, dass die maximale Vergrößerung dem Doppelten der Öffnung (in mm) entspricht, gilt meines Wissens auch noch und trifft hier genau zu. Jedenfalls lassen sich Planeten bei guten Bedingungen mit einem C8 wunderbar auf diese Weise beobachten.
In den jeweils ersten 30 Minuten am Teleskop brauche ich das nicht ausprobieren, denn dann sehe ich einfach nicht genug, um überhaupt scharfstellen zu können. Ganz im Gegensatz zu einem einfachen 5 mm Plössl.
Nun Maximilian,

wir waren beim Thema Okulartransmission, speziell bei 5mm Plössl und 4,7 mm Nagler, wo Du eine Lanze für Weniglinser brechen magst und Viellinsern deutliches Lichtschlucken zugeschrieben wird.
Fest machst Du das an Beobachtungen an einem 8" SC mit f/10, wonach das Nagler in den ersten 30 Minuten nicht scharf gestellt werden kann, was im Plössl mit vergleichbarer Brennweite funktioniert. ???
Daraus zu folgern, dass die Transmission den Unterschied macht, halte ich fürunzulässig.

Es mag sein, dass Du Planeten mit Deinem C8 mit 5 mm, also 400-fach beobachten kannst, aber gewinnbringend ist die Vergrößerung nicht und zur Beurteilung von Okulareigenschaften wie Transmission ist AP 0,5 am SC ungeeignet. Daran ändert auch keine Faustformel etwas, eine Formel, die viel zu allgemein ist und auch nicht für Testanordnungen paßt.

Physikalisch ist AP 1, für ein f/10 Gerät also ein 10 mm Okular, das Ende des Leistungszugewinns. Darüber hinaus nimmt die Auflösung nicht mehr zu und das Bild wird vor allem bei Flächen dunkler, weswegen Kontraste auch sinken. Das man in der Praxis auch noch ein Stück höher als AP 1 gewinnbringend vergrößern kann, liegt am Auge und unserer Art der Wahrnehmung.
AP 0,5 bringt ob der Physik ein Verweichlichung des Bildes und damit auch mitunter Detailverlust mit sich.
Weiterhin spielt eine Rolle, dass ein SC ob der hohen Obstruktion, wie Du ja selbst auch sagst, gegenüber unobstruierten System durchaus einen Lichtnachteil hat, aber die Obstruktion kostet vor allem Kontrast.
Insofern ist Faustformel für meine Begriffe sogar beobachtungstechnisch, aber insbesondere für eine Testanordnung in nicht praxisgerecht.

Für die Beobachtung scheint mir viel geeigneter zu sein:
Vmax =>Kontrastdurchmesser x 2 = (Öffnung - lineare Obstruktion) x 2

Für Okularbeurteilungen versuche ich dagegen möglichst AP 1 nicht zu unterschreiten, weil ich ja das Okular bewerten will und somit möglichst alle anderen ggf. störenden Effekte vermeiden will. Davon gibt es neben den genannten ja noch 2. Das Seeing - lokal und im Tubus.
SC sind im Lieferzustand für Tubusseeing eher anfällig und die Luft an sich ist nicht sehr häufig ruhig genug, für seeingfreie 400-fache Vergrößerung. Erst Recht für tiefstehende Planeten ist das besonders schwer finden.
All diese (Stör-)Faktoren, muss mal letztlich eliminieren, will man aus dem Gesehenen, was ja eine Summe aus Bild abzgl. aller eingeführten Fehler ist, zweifelsfrei auf das Okular und dessen Eigenschaften schließen. Nur darum gehts.

Das kann eine Messaperatur sicher besser als das Auge. Wir können uns nähern und versuchen mit einem farbfehlerfreien Gerät mit großem f/ die Okulare zu vergleichen und dazu Galaxien, Nebel und Sternketten hinsichtlich noch wahrnehmbarer Details anzuschauen.
CS
 
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