aktuelle Bortelskala subjektiver Eindruck | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

aktuelle Bortelskala subjektiver Eindruck

SkyBob

Mitglied
Hallo zusammen.

Ist das nur ein subjektiver Eindruck von mir (Wunschdenken),
oder hat sich der aktuelle Bortelwert durch Schließungen des Nachtlebens in der Stadt verbessert?

Bars, Kinos, Diskotheken dunkel.
Geschäfte haben Werbeleuchten aus,
da sie momentan eh geschlossen haben.
Nachtbetriebe momentan viele geschlossen.
usw.

Wenn das tatsächlich der Fall wäre und
man das dokumentieren könnte,
wäre das dann nicht brauchbar für zukünftige Petitionen?

Ich meine, das ich grad mehr Sterne sehe als üblich vom Balkon aus.

Packt doch mal eure Himmelsqualitäts Messgeräte aus.
Vielleicht hat ja wer Vergleichswerte. :)

Gruß
Markus
 

Robert Zebahl

Mitglied
Lieber Markus,

ich war noch schnell im Hof und habe mit dem SQM-L gemessen. Der Wert liegt bei 19.3 und ist hier nicht wirklich besser geworden. Ich wohne ca. 3km entfernt vom Stadtzentrum Leipzig. Allerdings ist der Himmel in Horizontnähe Richtung Stadtzentrum zumindest heute spürbar dunkler. Ansonsten kann ich keine nennenswerte Verbesserung erkennen. Würde dieser Zustand - und davon gehe ich aus - länger anhalten, würde ich sicher eine leichte Verbesserung erkennen. Wir werden es sicher bald wissen.

Liebe Grüße,
Robert
 

Spunti

Mitglied
Bei mir in der Stadt ist es viel leiser geworden. Es fahren sehr viel weniger Autos.
Dunkler auch, weil das Fitnessstudio in Sichtweite zu hat. Aber nicht viel...

Viele Grüße
Spunti
 

SkyBob

Mitglied
OK.

Danke für die Messung und eure Eindrücke.

Dann ist es wohl doch nur subjektive Sinnestäuschung.
 

Achim_B

Mitglied
Wenn das tatsächlich der Fall wäre und
man das dokumentieren könnte,
wäre das dann nicht brauchbar für zukünftige Petitionen?

Hallo Markus,
der Zweck heiligt nicht die Mittel. Auch wenn die derzeitige Situation aus Sicht der Hobbyastronomen den einen oder anderen positiven Effekt hervorbringt, sollten wir nicht vergessen, daß Schließungen von Unternehmen welcher Art auch immer große Probleme bis hin zu existenziellen Sorgen für viele tausend Menschen bedeuten. Das kann kein Argument für bzw. gegen das seit langem bestehende Problem der Lichtverschmutzung sein. Wie auch? Soll in der nächsten Petition sinngemäß stehen "Während der Pandemie ging es doch auch" ?? Dafür sollten wir uns zu schade sein! Just my two cents.

Gruß
Achim
 

Okke_Dillen

Mitglied
Moinmoin,


hatte ich auch erwartet, aber........:

Sh2-261_20200317_rej_1k.jpg

vom 18.3.2020 bei Sh2-261

Ok, das ist 4 Tage her...
 

woody_ee

Mitglied
@Achim:
Da hast du selbstverständlich recht, anderseits zeigt die aktuelle Krise, was alles in kürzester Zeit umsetzbar ist.
Wie wir alle wissen, gibt es genug weltweite Probleme, die dringlichst anzugehen wären.

Lightpollution ist mMn ein kleineres von denen, eher sogar 'nur' ein Surrogatparameter für große Bereiche mit Reformbedarf.

CS + keep CoVid-free,
Georg
 

SkyBob

Mitglied
Es spricht niemand davon die Pandemie auszubeuten.

Es geht nur darum, die Unterschiede zwischen viel und wenig Licht aufzuzeigen.
Denn manche glauben einen solchen Unterschied kaum.

Viele können sich nur schwer an wenig Stadtlicht erinnern.

Ich will bei Leibe keine Firmen ausknipsen.

Aber den Unterschied für die Zukunft bildlich ins Bewusstsein rücken, das verantwortlicher beleuchtet wird, das wäre ja wohl noch erlaubt.
 

Der_Peter

Mitglied
@ Okke

Ich denke, die Verbreitung hat unmittelbar nichts mit Kapitalismus/Sozialismus oder was auch immer für einer Gesellschaftsordnung oder Ideologie zu tun, sondern mit globalem Verkehr (den weltweit die überwiegende Menschheit, d. h. quasi alle Einzelpersonen, Unternehmen, GO/NGO-Institutionen i.w.S. wollen), dem womöglichen Vertuschen des Ausbruchs und später dem (sogar in D überwiegend noch immer) fehlendem Mut, umgehend medizinisch notwendige und hinreichende Eindämm-Maßnahmen politisch zu beschließen und durchzusetzen.
 

SkyBob

Mitglied
Nun. Light Pollution ist ja nur der Hinweis das es to much ist.

Der positive Rattenschwanz wäre doch aber weniger Stromverbrauch, weniger Emissionen zur Herstellung des Ganzen.

Gruß
Markus
 

Okke_Dillen

Mitglied
@ Okke

Ich denke, die Verbreitung hat unmittelbar nichts mit Kapitalismus/Sozialismus oder was auch immer für einer Gesellschaftsordnung oder Ideologie zu tun, sondern mit globalem Verkehr (den weltweit die überwiegende Menschheit, d. h. quasi alle Einzelpersonen, Unternehmen, GO/NGO-Institutionen i.w.S. wollen), dem womöglichen Vertuschen des Ausbruchs und später dem (sogar in D überwiegend noch immer) fehlendem Mut, umgehend medizinisch notwendige und hinreichende Eindämm-Maßnahmen politisch zu beschließen und durchzusetzen.
Genau. Da denken wir wohl mindestens ähnlich.

Aber: das war garnicht meine Aussage!!! ;)
Es geht NICHT um die Verbreitung! Es geht darum, welche Folgen im gesellschaftlichen Zusammenhalt die Auswirkungen davon haben! Unabhängig von jeglicher Verbreitung. Das wird evident wenn man mal schaut, was ist eigentlich wichtiger in einer Gesellschaft, ein Krankenpfleger/in oder ein Investmentbänker/in und wie spiegelt sich das in deren Bezahlung wieder? Eben...
Auf wen kann eine Gesellschaft wohl am besten verzichten? Und wie sieht das dann erst aus in Gesellschaften in Bedrängnis?
Genau, jetzt haben wir den Salat!

Ich befürchte jedoch, daß die Menschheit genau deselben Lehren aus der Coronakrise zieht wie jüngst die Banken aus der Bankenkrise. Keine.


Ouh... :oops: jetzt bin ich aber sowas von OT.... tschuldigung!

Bleibts xund!
Okke
 

Der_Peter

Mitglied
Vorsicht, auch OT, aber wir haben ja Zeit...

Genau. Da denken wir wohl mindestens ähnlich.

Aber: das war garnicht meine Aussage!!! ;)
...
...
Ich befürchte jedoch, daß die Menschheit genau deselben Lehren aus der Coronakrise zieht wie jüngst die Banken aus der Bankenkrise. Keine.


Ouh... :oops: jetzt bin ich aber sowas von OT.... tschuldigung!

Bleibts xund!
Okke

Ah, dann habe ich Dich falsch verstanden. Du weißt ja, was einer sagen will und was ankommt, ist oft unterschiedlich. ;)

... und ich teile Deine Befürchtung. Ich fürchte zudem, die Menschheit braucht alle "hundert Jahre" einen einschneidenden Reset wie Pest, den 30jährigen Krieg, um wieder für ein paar Generationen "geerdet" zu werden.
Wäre schon spannend zu erfahren, was außerirdische Evolutions- (und in kleinerem zeitlichen Maßstab) auch Zivilisationsforscher über uns sagen würden.
 

Spunti

Mitglied
Ich teile die Meinung zum Kapitalismus nicht und wir haben auch keinen - was ich gut finde. Gerade in dieser Zeit möchte ich auch nicht im Sozialismus leben müssen.
Am wichtigsten ist mir aber, dass wir verschiedene Meinungen haben und vertreten dürfen, auch wenn es zunehmend schwerer fällt.

Viele Grüße
Spunti
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Wäre schon spannend zu erfahren, was außerirdische Evolutions- (und in kleinerem zeitlichen Maßstab) auch Zivilisationsforscher über uns sagen würden.

Ich hoffe, dass sie nichts als Gutes über uns zu sagen haben. Denn der „Reset“, von dem Du oben sprichst, würde im aktuellen Fall vor allem Alte und Kranke treffen. Und so, wie es aussieht, ist unsere Gesellschaft im Jahr 2020 tatsächlich in der Lage, gemeinsam Opfer zu bringen, damit es nicht zum Äußersten kommt. Trotz Kapitalismus und Egoismus, der aktuell (noch) ausschliesslich bei lächerlichen Kleinigkeiten wie Klopapier zum Vorschein kommt. Wenn das noch ein paar Wochen oder Monate dauert, dann werden wir wahrschinlich noch ein bisschen größere menschliche Abgründe als das Hamstern von Hygieneartikeln zu sehen bekommen, aber insgesamt bin ich zuversichtlich, dass die aktuelle Krise kein großer „Reset“ wird. Weil wir das nicht wollen und weil wir stark genug sind, das zu verhindern.

Und zum Thema: Bei mir kann ich keine Veringerung der Lichtverschmutzung erkennen. Das liegt aber vielleicht daran, dass unser nächster Nachbar das Tübinger Universitätsklinikum ist. Da sind jetzt Lichter an, die sonst aus sind. Und der Hubschrauber kommt auch öfter als sonst, möglicherweise, weil Kranke aus völlig überlasteten Krankenhäusern im Osten von Frankreich hierher verlegt werden. Wer hätte das vor 100 Jahren für möglich gehalten?

Und der nächste Nachbar unserer Sternwarte ist die Firma CureVac, die zur Zeit auch viel in den Medien präsent ist. Was haben wir uns nicht darüber aufgeregt, wenn die mal bei unseren Sternführungen entgegen der Absprache ein paar Lichter nicht ausgemacht haben. Jetzt gibt es keine Sternführungen mehr und die religiösen unter uns beten wahrscheinlich darum, dass bei CureVac im nächsten halben Jahr gar kein Licht mehr ausgeschaltet, sondern in drei Schichten am Impstoff gearbeitet wird. Wir Unreligiösen können das nur hoffen, zur Hölle mit der Lichtverschmutzung!

Bleibt gesund!
Maximilian
 

FrankZ

Mitglied
Nun, Lichtverschmutzung dürfte auch unser geringstes Problem sein. Wenn sich das hier bewahrheiten sollte, dann wird es noch bitter: Coronavirus could linger in Europe for two years, Chinese expert says
Die, die über uns herrschen haben wahrscheinlich zu lange gepennt (so um den 20. Jänner dürfte jedem, der es sehen wollte, klar gewesen sein, was auf uns zu rollt), jetzt habe wir den Salat. Offenbar hat sich niemand gekümmert, keiner hatte einen Plan, jetzt ist Aktionismus und große Keule. Gepennt hat man offenbar nicht nur in Deutschland, auch die meisten anderen EU-Länder und USA haben's nicht besser hinbekommen.
 

maximilian

Mitglied
Hallo!


Welche Lobby? Ich glaube, Du hast den Schuß nicht gehört. Er geht nicht um einen klaren Sternenhimmel, sondern darum, dass wir das überleben. Du, ich, meine Mutter, die über 80 ist und in Norditalien lebt, meine Frau, die Asthma hat und mein Sohn, von dem ich schon seit zwei Wochen nur noch per Skype höre, weil bei ihm Ausgangsperre herrscht.

Ich habe noch nie in meinem Leben etwas ernsteres erlebt und ich weiß nicht, ob ich in einen Monat noch da sein werde. Und selbst wenn ist es unwahrscheinlich, dass ich dann noch Arbeit haben werde, denn bei uns wurde der Betrieb am letzten Mittwoch eingestellt. Lobby? Sternenhimmel? „BortleskalAe“ (WTF!!!)? Wacht auf, Kollegen! Unsere Sternführungen werden mehrheitlich von Angehörigen der Risikogruppen durchgeführt, ohne sie wird es in Zukunft ehrenamtliche astronomische Öffentlichkeitsarbeit nicht mehr geben. Vielleicht nie mehr. denn Nachwuchs der bereit ist, sich ehrenamtlich zu engagieren, gibt es schon lange nicht mehr.

Ich will hier keinen Pessimismus verbreiten (wer mich kennt weiß, dass das nicht mein Ding ist), aber bleibt realistisch und passt auf Euch und auf die Menschen um Euch auf. Von allen Problemen, die wir im nächsten Jahr bewältigen müssen, ist die „Bortleskala“ (was auch immer das sien mag) das allergeringste.

Grüße
Maximilian
 

SkyBob

Mitglied
Sacht Mal habt ihr das Thema aus den Augen verloren?

Ich merke schon.
Momentan kann man nicht anständig diskutieren.

Es geht ja nix mehr ohne Corona.

Ihr habt aus einer technischen Fragestellung eine sozialpolitische Debatte gemacht.

Gratulation.
Selbst hierbei fehlt schon die Disziplin :)

Dann mache ich mir lieber auch Sorgen.

Schönen Tag noch.
 

FrankZ

Mitglied
Nun lieber Markus,
das ist nicht nur einfach eine "sozialpolitische Debatte" - wir stehen wahrscheinlich vor einer Katastrophe, die viele Menschen nicht überleben werden, vielen wird es wirtschaftlich schlecht gehen. Vielleicht geschieht noch ein Wunder, es wird nicht so schlimm, und wir kommen mit einem blauen Auge davon, danach sieht es aber momentan eher nicht aus. In diesem Kontext halte ich Deine Beiträge schon für etwas deplatziert.

Allen viel Glück und Gesundheit!!!
 

SkyBob

Mitglied
Stellt doch das Forum ein.
Warum macht ihr euch Gedanken ob ihr den Fokus trefft?
Oder ob Velours besser abdunkeln wie Schultafellack?
Oder wie nordet man am besten ein?

Alles unbedenklich. Alles wichtig.
Aber ich lass es einfach.

Irgend wann ist jedes Monster besiegt.

Sorgen?
Ja die hab ich auch.
Bin Diabetiker hab Bluthochdruck , chronisch erhöhte Herzfrequenz.
Meinem Arbeitgeber ist's egal.
Ich bin unabdingbar.

Aber soll ich nun aufhören mit allem?

Kommt Mal klar bitte.

Ist ne absolute sch,.... Situation.
Keine Frage.

Aber macht doch das Beste daraus .

Bitte den Thread schließen.

Macht eh keinen Sinn mehr da er zerfleischt wurde.

Danke
 

TriffiD

Mitglied
Hallo!

Eine grundsätzliche Verbesserung sehe ich in der Richtung der Stadtlichtglocke hier in Lüneburg nicht. Was allerdings auffällt ist, dass die starken Lichtquellen durch Sportplatzbeleuchtungen, die sonst bis etwa 22.30 Uhr meinen ansonsten noch ganz brauchbaren Osthimmel erhellt haben, derzeit natürlich nicht eingeschaltet werden. Dadurch habe ich früher den "dunklen" Himmel der späteren Nacht.
Viel Beleuchtung findet auch automatisiert statt. Wenn ich es richtig gesehen habe, werden unsere Kirchen weiterhin fleißig von unten angestrahlt (ich finde ja, es sieht so aus, als würde die Hölle da beleuchten) und Straßenbeleuchtungen sind ja viral ebenso unbeeinträchtigt.
Der Flugverkehr, der hier sonst nach oder von Hamburg durch kommt ist aber sehr stark zurück gegangen. Auch die App Flightradar 24, die ich sonst benutzt habe, um wenigstens mal zu gucken, was da für ein Flieger gerade durch mein Bild gezischt ist, zeigt klar weniger Flüge an.

Eine dauerhafte Verbesserung muss in jedem Fall aus Einsicht kommen und nicht aus einer solch schrecklichen Katastrophe.

Gruß
Sebastian
 

AstroBHO

Mitglied
Markus,
hier laufen die gleichen "Punkt Punkt Punkt" rum wie im Supermarkt.
Und zum Thema: Bei mir ist es eh zu dunkel... da können noch so viele Lampen ausgehen, irgendwann ist die Grenze erreicht.

CS und bleibt alle gesund
Bernd
 

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Raumfisch

Mitglied
Stellt euch mal vor Ikea hätte geschlossen und das kleine Schild leuchtet noch...
Es ist zwar extrem wenig los bei uns in Kamen, aber auch nach 3 Nächten Marathon kann ich keine Verbesserung an der Lichtglocke erkennen :cautious:

Gruß
Dennis
 

Okke_Dillen

Mitglied
Moin,

also ich weiß nicht.... verreisen ist aktuell doch eigtl nicht angesagt.... dennoch, gestern wieder etliche Flugzeuge am Himmel gesehen - ohne darauf zu achten, nach 10 hab ich aufgehört zu zählen (saß die meiste Zeit eh in meinem zur Trotzburg gegen den :poop:Wind umfunktionierten Auto und stöberte durch SkySafari). Einer davon natürlich mir wieder mitten durchs Bild:

Flugverkehr.jpg

Uhrzeit 22:22

Nunja, diesmal nur einer durchs Bild binnen 3h netto-BZ. Mehr Bilder fielen dem Wind zum Opfer, von 45 sind nur 36 übrig, 9x 4min zerwackelt. Aber ich will mich nicht beschweren, immerhin dürfen wir in BaWü noch raus.

Bortle: besser als sonst. Allerdings vermute ich, daß das nicht an reduzierter Lichtverschmutzung liegt, sondern eher an der doch deutlich klareren Luft z.Zt.

Haltet euch warm und bleibt gesund!
Okke
 
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