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APM SD APO 120 mm Fernglas/Teleskop

Demokrat

Aktives Mitglied
Hallo Michael!

Ich wünsch Dir eine gute Zeit, der Himmel spannt sich ja auch über alle Automodelle dieser Welt, und ein Leben ist zu kurz, um alles mit Perfektion und Ausdauer zu betreiben. Es ist für uns alle ein kurzer Aufriss von kleinen Schauplätzen, und man darf und soll auch immer wieder mal in andere Ecken seiner Interessen blicken... :y:

lg
Niki
 

portaball

Mitglied
Hallo Michael,

bei mir ist es ganz ähnlich wie von Niki angedeutet, ich habe mehrere verschiedene Interessen die untereinander keine Berührungspunkte haben und immer mal mehr im Vordergrund stehen oder auch mal über Jahre brachliegen.
Das führt zu viel Abwechslung wodurch das Interesse an einem Bereich bei mir niemals komplett erlischt.

Bei Deinen letzten Postings habe ich immer mehr die Fokussierung auf Planeten rausgelesen und auch wenn ein 120er SD Bino da schon aussergewöhnliches zu leisten vermag ist es natürlich kein dediziertes Planeteninstrument und deshalb hattest Du Dich ja auch schon nach Alternativen umgesehen.

Die Problematik des Wohnortes und des meistgenutzten Beobachtungsplatzes Zuhause ist natürlich elementar.
Der innere Schweinehund spielt mit zunehmendem Alter eine immer größere Rolle und auch ich beobachte deshalb zu 99% vom Garten aus, auch wenn die Bedingungen da nicht ganz perfekt sind.

Je nach der konkreten Problematik ob Seeing, Lichtverschmutzung oder auch Luftverschmutzung muss man seine Beobachtungsziele entsprechend wählen um Erfolgserlebnisse zu haben und meine Erfahrung ist, dass sich die Bedingungen selbst auf dem Land mit jedem Jahr weiter verschlechtern.

Wenn das dann nicht mit den persönlichen Lieblingsobjekten zusammenpasst kann ich gut verstehen dass man frustriert ist und das Hobby generell in Frage stellt.

Natürlich kann man sich heutzutage überall phantastische Astrobilder ansehen aber für mich macht gerade das Liveerlebnis am Okular immer noch diese ergreifende Faszination aus, die mich vor Jahrzehnten beim ersten mal so gefesselt hat, auch wenn die Bilder in den Okularen deutliche Defizite aufweisen.

Auch von Mir alles Gute für Dich und viel Freude bei der Neuausrichtung Deiner Hobbies, ich habe Deine threads und postings immer sehr genossen.

Grüße Jochen
 

willybott

Mitglied
vielleicht hebt man sich ja ein Instrument auf für spätere Zeiten...
Bei der Gelegenheit mich würde interessieren welche Grenzgröße Du Jochen aus Deinem Garten im Zenit so hast (fst)...
Ich bin nämlich dabei hin und wieder die Bedingungen bei mir zu prüfen, ob es sich z.b. lohnt ein stationäres, größeres Teleskop zu installieren...
Was würdest Du z.b. als noch akzeptabel ansehen?
 

portaball

Mitglied
Hallo wibott,

ich bin leider nicht gut im Bestimmen der Grenzgröße ;-)
Mein Standort ist schon sehr ländlich auf ca. 300m Höhe in einer Sackgasse, in der ab 12 Uhr die Strassenbeleuchtung abgeschaltet wird.
Beleuchtung aus den Fenstern habe ich aber praktisch immer.

Die Sommermilchstrasse sehe ich regelmäßig sehr deutlich mit bloßem Auge, aber die Tage werden weniger :-(

5 Minuten Autofahrt bringen mich auf eine sehr dunkle Bergkuppe auf 500m Höhe - aber wie schon gesagt, der innere Schweinehund :)

Das mit dem Lohnen einer Festinstallation ist so eine Sache.
Ich denke auch immer mal wieder über eine Kuppel nach um das Bino permanent stehen zu lassen, aber Bino und Kuppel passen nicht so toll zusammen.
Vielleicht mal eine feste Säule mit Kopf und man schleppt nur noch das Bino und die Okulare?
Mal sehen...

Grüße Jochen
 

Michael1

Mitglied
Hallo zusammen,

Zitat:
"Hallo wibott,
ich bin leider nicht gut im Bestimmen der Grenzgröße ;-)"


zur Bestimmung der Grenzgröße nehme ich immer den kleinen Wagen her, sh hier: polsequenz_polarstern_860x360vss.gif

Hab mir übrigens gerade eben noch ein gutes, gebrauchtes Canon 18x50 IS zu meinem bereits vorhandenen Canon 10x42 IS gekauft.
Damit kann ich hin und wieder neben Naturbeobachtungen, was ich auch gerne mache, noch den Mond studieren ,Jupimonde und Venus begutachten - auch noch
halbwegs interessant damit, sowie M42, M31, M57, Albiero und dergleichen mehr anschauen - natürlich nicht auf dem Niveau eines SD APO 120
aber immerhin aus der Hand mal eben nachschauen ob die Sachen noch da sind, :p dafür reicht es und auch im Urlaub mal eben ein schneller Blick
ist kein Problem damit.
Beide Gläser liegen jetzt im Koffer einträchtig neben einander.

VG. Michael
 

Michael1

Mitglied
Liebe Forianer.

Wie Ihr wisst, habe ich Anfang April mitgeteilt, dass ich Abschied vom Astrohobby nehmen werde nach ca 50 Jahren des Betreibens dieses Hobbys, mal mehr mal weniger.

Darauf hin habe ich mein 120 er APO Fernglas mit Zubehör verkauft und mir dann u.a. ein kleines Canon 18x50 is Fernglas gebraucht angeschafft.
In der Folge verging fast kein Tag an dem ich nicht mit dem 18x50 Fernglas draußen war tagsüber oder in der Nacht z B. wenn der Mond schien.

Tja und dann geht es wieder los und man überlegt hin und her. Hatte noch ein TS 80 mm Spektiv und hab das auch hervor geholt (zeigt von meinem derzeitigen Equipment das meiste am Mond) und verwende es nun auch. Offensichtlich habe ich die Infektion mit dem Astrovirus doch noch nicht ganz überwunden und mich wohl reinfiziert. :D

Mein Gesamtbudget ist jetzt nur nicht mehr so üppig, deswegen wird sich alles in etwas kleineren finanziellen Gesamt-Rahmen abspielen müssen, ohne unter die Öffnung von 140 mm als Refraktor gehen zu müssen.:mad:

Voraussetzung ist allerdings ein für mich noch GRAB and GO Instrument inkl Monti und Stativ bis max.25 KG Gesamtgewicht zusammengebaut; in einem rausstellen und sofort loslegen kann.

Natürlich war das 120 APM Fernglas auch ein Grab and Go für mich mit ca 22-23 KG inkl Gabel und Stativ komplett, so konnte ich es zusammen gebaut lassen und in einem raustragen. Ferner war das Glas vom Start weg einsatzbereit bis 50x manchmal 100x sofort je nach Temperaturunterschieden.
Die Auskühlzeit war in der Regel ca 30 Minuten und dann ging es bis zu ca 150 Fach und alles ohne etwas einzunorden oder an der Optik einstellen zu müssen.
Einfach rausstellen und kucken, sonst nichts.

Mein Hauptbetätigungsfeld ist aber nun der Mond und Planeten, Doppelsterne sowie auch anderen Objekte dann noch in der zweiten Linie. Daher werde ich kein 120 Fernglas erneut als mein neues Grab an Go Set nehmen. Neben den Beobachtungsobjekten Mond und Planeten und Doppelsterne geht es aber auch um das Gesamtkostenvolumen, dass ich jetzt verstärkt beachten muss, daher suche ich Gebrauchtteile.

Werde nun versuchen einen guten gebrauchten APM SD APO 140 f7 zu bekommen um Mond und Planeten/Doppelsterne, neben anderen Objekten zu beobachten und in einem neuen Thread der dieses Teleskop als Überschrift hat, meine Beobachtungsberichte dazu hier teilen.

Eine entsprechende Suchanzeige werde ich in Kürze hier im Suche Board einstellen.
=================
Meine Erkenntnisse mit einem 150 ED Esprit f7 (Strehl 96,7%), den ich mal für einen Tag bzw Nacht nur kurz mit dem 120 APM Fernglas am Mond und Planeten vergleichen konnte, ermutigen mich diesen Schritt zu gehen.

Die Unterschiede zwischen diesem Esprit und dem 120 Fernglas am Mond waren je nach Sichtweise unter den nicht so guten Sichtbedingungen nicht gar so weit auseinander, aber für einen Mondbeobachter doch weit genug um den 150 Esprit zu bevorzugen selbst monokular gegenüber dem 120er Bino, jedenfalls am Mond.

Achtung:
Allerdings hätte ich die höheren Gesamtkosten des Esprits und vor allem den erhöhten Auf und Abbauaufwand nicht getauscht mit dem 120 Fernglas - auf keinen Fall - dafür war der optische Unterschied am Mond dann doch zu klein. Der Esprit kostet um die 6000 dazu die AZ EQ 6 ca 2000 und das
Berlebach Planet um 600,- .
Aufbau in 3 Schritten erforderlich. 1.= Berlebach Planet mit Monti AZ EQ 6 zusammen rausstellen, 2.= 3 x 5 KG Gegengewicht auf die Monti raustragen und montieren, 3.= Esprit mit OTA 16 KG in den Schwalbenschwanz einfädeln und ausbalancieren etc pp. … und dann sehen wir erst weiter.
Und danach beim Abbau alles in umgekehrter Reihenfolge zurück bauen und rein tragen.
Hatte mir das alles einfacher vorgestellt und mit mehr visuellen Unterschied zum 120er FG.

Im Gegensatz dazu:
Fernglas mit Monti und Dreibein in einem mal eben rausstellen und durchkucken - fertig, merkt ihr die Unterschiede ?
Und preislich auch sozialverträglicher insgesamt.

Aufgrund des leider schlechten Seeings an diesem Test-Tag waren hingegen keine Unterschiede am Jupiter im Vergleich Esprit zum 120 Fernglas wahrnehmbar-nadda. Eigentlich vlt. nicht logisch aber in der Praxis war es so, lag wohl am ausgesprochen schlechten Seeing (Scherrwinde zzgl Jetstream) an diesem Abend
und Jupiter stand besonders tief hier oben im Norden. Wir haben hier nicht nur schlechtes Seeing, wir haben auch wirklich gelegentlich gute Bedingungen, aber die meiste Zeit sind die Bedingungen eher in Richtung mässig.

Ein 150er Esprit ist für mich jetzt (Automodellsammlung) zu teuer und kein Grab and go, daher gehe ich auf einen SD APO 140 f7.
Da bin ich auch nicht so weit weg von einer 150er Öffnung.

An den APM 152 F7,9 ED APO oder entsprechenden/vergleichbaren TS152 APO habe ich auch schon gedacht, der wäre aber wohl mit einer Giro Ercole und einem Berlebach Uni 28 oder auch evtl Bau/Vermessungsstativ aus Holz zu schwach montiert.
Eine gewisse Stabilität-Ausschwingzeit ca 1,5 Sekunden bei z B bei 200 Fach des Gesamtsystems sollte möglich sein, sonst macht es keinen Spaß.
Mit 6" und schwerer Monti/Stativ Kombi komme ich über mein Grab and Go Komfort-Gesamtgewicht von 25 KG und das ist Kontraproduktiv,
daher scheidet der 6“ leider aus.

Werde neben einem Übersichtsokular aber nach Möglichkeit nur noch ein Zoomokular ggf mit wahlweiser, vorgesetzter Barlow (für Hochvergrößerung) in Betracht ziehen, um so wenig und selten wie möglich Okulare wechseln zu müssen. Voraussetzung dass das Zoomokular auch eine gute bis sehr gute Abbildungsqualität hat da muss man erst mal was finden (vlt. Leica Zoom Okular oder das neue APM Zoom mit 75 Grad).
Ich möchte so einfach und schnell wie möglich beobachten und keine Okulare wechseln müssen und trotzdem variabel vergrößern.
Es soll vom Aufbau inkl durchsehen mit verschiedenen Vergrößerungen, so schnell und einfach wie möglich sein, dass führt bei mir zum Ziel
häufig die Gerätschaft zu nutzen. Immer wieder Okulare wechseln möchte ich nicht mehr, ich möchte diesen Part merklich reduzieren, ganz ohne geht es natürlich auch nicht für z B Übersichtsbeobachtungen, oder wenn man mit der Barlow arbeitet , weil man von mittleren bis Höchstvergrößerungen schauen und bleiben möchte an dem jeweiligen Abend. Aber es gibt Abende wo man vlt. nur M42, M31 und Plejaden beobachtet dann bleibt das Übersichtsokular drin.
Habe durch mein noch vorhandenes Spektiv, jetzt die Vorzüge eines Zoomokulares am Mond schätzen gelernt, daher diese Neuausrichtung.

Liege noch nicht fest welche Monti schlussendlich dran kommt, aber geplant ist eine Giro Ercole auf evtl Berlebach Uni 28 oder Bau / Vermessungsstativ das ließe sich kostenmäßig noch einbauen.
Das ganze Setup dürfte dann bei ca 22-23 KG liegen, was ich zusammengebaut in einem raustrage. 25 KG ist hier meine persönliche Obergrenze für Grab and Go.

Die Auskühlzeit wird nur ein wenig über dem des 120er Fernglases liegen vermute ich mal, aber Lichtjahre von einem 12“ Newton oder ähnlich großen Cassegrain entfernt sein.
Überhaupt möchte ich Newton, Cassegrain oder Mewlons außen vor lassen, da diese Teleskope lange Auskühlzeiten haben und oft Kolli-Einstellarbeiten benötigen, wenn sie hin und her getragen werden. Auch sind diese Teleskope gegen Luftturbulenzen empfindlicher als eine kleine aber feine Linse.
Große Newton, Cassegrains sind dann nicht wirklich ein mal eben rausstellen und einfach beobachten Teleskop für mich.
Daher und auch wegen der ästhetischen Sternabbildung lieber einen gebrauchten 140 SD APO, wenn ich einen bekomme.

Wenn ich Lust habe mal eben raus zu gehen (was durch Grab and go viel häufiger ist !!) und mal eben zu kucken, ist das dann genauso möglich für mich, wie mit dem 120 Fernglas und so muss das für mich sein. (nur mit wesentlich weniger Okularwechsel !! )

Bei guten Seeing, was wir hier gelegentlich auch mal haben (vor allem nach Mitternacht wird es immer besser) , denke ich aber, wird auch an den Planeten, also nicht nur am Mond und Doppelsternen gut noch mehr zu sehen sein als mit dem 120 er Fernglas, dass in erster Linie für Übersichtsbeobachtungen offener Sternfelder gedacht ist und dort seine Paradedisziplin hat, obgleich es auch Mond und Planeten recht gut kann, wie man hier in diversen Postings in diesem Thread von mir nachlesen kann.

Also demnächst geht es meinerseits weiter mit konkreten Beobachtungsberichten aber dann in einem neuen Thread ==> APM SD APO 140.

Sollte Jemand der hier mitließt einen guten, gebrauchten APM SD APO 140 f7 abzugeben haben oder eine gute, gebrauchte Giro Ercole bitte per PN melden, danke.

Bis dahin

VG Michael. :)
 
Zuletzt bearbeitet:

portaball

Mitglied
Hallo Michael,

eine spannende Entwicklung, ich dachte mir schon, dass das Thema Astro noch nicht ganz erledigt ist :)

Den 140er APM halte ich für eine sehr gute Wahl, ich hatte mich auch lange mit dem Instrument befasst, weil ich mal ein Bino aus 2 von den Dingern bauen wollte ...
Ich denke die Entscheidung für einen Refraktor ist die Richtige, keine Verluste durch Obstruktion und Spiegelflächen, keine nervigen Spikes, keine Auskühlprobleme.

Dennoch fürchte ich, ganz so einfach wirst Du nicht davon kommen, zumindest mittelfristig.
Mond und Planeten fordern schon fast zwingend den Einsatz eines Binoansatzes und dann brauchst Du auch wieder alle Okulare doppelt.

Weniger Okulare ist ein ehrbarer Ansatz der mich aus Kosten- und Gewichtsgründen auch immer gereizt hat, funktioniert hat es aber nie.
Gerade an Planeten braucht man eine feine Abstufung um sich an die Grenzen des jeweiligen Seeings heranzutasten.
Zoomokulare ja, kann gehen, die Qualitäten sind da über die Jahre immer besser geworden.
Aber wenn ich primär an Planeten interessiert wäre würde ich eher Richtung echter Planetenokulare denken, um auch wirklich alles aus dem System herauszuholen.

Tja, und dann haben wir da noch die atmosphärische Dispersion, irgendwann wirst Du anfangen mit Keilplatten zu experimentieren und wenn Du erstmal Blut geleckt hast willst Du mehr und es wird richtig teuer :)

Viele Grüße und viel Spass bei der Suche nach der Ausrüstung, ich freue mich jedenfalls schon auf Deinen neuen Thread.

Jochen
 

Michael1

Mitglied
Hi Jochen,

danke für Deinen Hinweis. Habe mir den Thread gerade mal angesehen. Dort kamen ja schon Zweifel auf, dass dieses Design für Planetenbeobachter mit Hochvergrößerungsambitionen evtl. nicht zufriedenstellend arbeiten könnte, Stichwort Korrektur der Spärochromatismus und CA sowie Knackscharf bei Hochvergrößerung mit f6 wohl nicht zu schaffen.

Dein 150 SD APO Fernglas ist da vielleicht etwas anders, da hier die Prismen so einbezogen wurden, dass wohl doch die Rest-Farbe reduziert werden konnte.

Meines Erachtens kann man das auch auf die Konstruktion/Gesamt Linsen/Prismen System und Ergebnis der erfolgreichen Reduzierung von Farbe für das 120 SD APO Fernglas annehmen. (unter Berücksichtigung der schnellen Öffnungen von f 5,5)

1-2 KG schwerer bei relativ kurzen Hebel geht auf der Giro Ercole sicher ohne Zweifel noch und bis 25 KG Gesamtgewicht bin ich in meinem persönlichen Komfortbereich.

Das wird aber trotzdem für mich nichts werden, da die Kosten sicher für diesen APO bei 3000 ,- oder höher liegen werden, ich suche ja aus Kostengründen etwas gebrauchtes, für weniger Geld.

Also für mich sprechen mehrere Gründe gegen die neue geplante 6“ APO f6 Optik => Kauf-Preis, Farbreinheit, Knackschärfe bei Hochbvergrößerung ,
dass werden wohl die Mankos sein für einen so kurzen APO. Wobei ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
Könnte mir denken für die DS Fotofreunde wird das ein tolles Gerät werden und die Fotofreunde werden ja immer mehr.

Dachte am Anfang meiner Überlegungen auch an den TS 152 f 5,9 Individual Achromat, soll für einen Achromat sehr gut sein aber als Achromat mit 1,1 K auch schon ganz schön teuer, aber den könnte ich mir noch leisten.
Nur diese Optiken mit den schnellen Brennweiten sind m. E. hauptsächlich für Weitfeld und DS Objekte gedacht. Bei Hochvergrößerung zeigen Sie zu viel Farbe.
Denke, da könnte das SD APO 120 er Fernglas das ich hatte noch farbreiner abgebildet haben als der 152 Achromat. Ist aber nur Spekulation meinerseits..

Bin gespannt ob auf meine Suchanzeige hier im Forum Input kommt, bislang noch nichts.

Bin auch für andere Marken anderer Hersteller offen sofern es in meinem Rahmen passt (minimum APO 140er Öffnung, bei Maßen und Gewicht sowie optischer und mechanischer Qualität analog einem APM SD APO 140 vergleichbar und sozialverträglichen Preisgestaltung).

VG. Michael
 
Zuletzt bearbeitet:

portaball

Mitglied
Hallo Michael,

ja, einfach zu realisieren wird der 6" f/6 ganz sicher nicht, aber auch beim 150er SD Bino haben alle geunkt das könne nichts werden - und es wurde perfekt.
Ich denke auch nicht, dass Markus die Dinger wird bauen lassen, wenn sie nicht an die Qualität der 140er heranreichen werden.

Dein 120er SD Bino entsprach ja in Sachen Lichtleistung einem 170er SD Mono (Faktor Wurzel 2)
Dazu kam die zusätzliche virtuelle Vergrößerung von Faktor 1,2 und der teilweise Ausgleich vom Seeing, was gerade bei Planeten viel hilft.
Auch beim 120er SD Bino sind die Prismen so gerechnet, dass sie die Defizite der Objektive wieder ausgleichen, auch das hat der 140SD nicht.
Vom Gefühl her würde es mich sehr wundern, wenn Dir der 140er mehr zeigen könnte als Dein 120SD Bino, ich fürchte eher, das Gegenteil wird der Fall sein.
Und dann ist es immer noch monokular...

Ich würde das wirklich genau überdenken und kalkulieren, idealerweise sogar mal probieren, nicht dass es eine Enttäuschung wird.

Ich bin ja auch großer Fan von leichten und kompakten Setups, die sich an einen Stück tragen lassen.
Mit meinem 125er Borg Bino war das mitsamt Stativ und Säule möglich.

Ja, man kann die 25 Kilo Tragen, aber wirklich gut geht es nicht, auch weil so ein Teleskop/ Bino auf einem Stativ nicht wirklich handlich ist.
Ich glaube Du hast wie auch ich eher kurze Wege in den Garten, da kommt es doch auf einmal mehr laufen nicht wirklich an.
Okulare und Hocker müssen ja auch noch raus.
Inzwischen tendiere ich eher dazu einmal mehr zu laufen, dan aber bequemer tragen zu können.
Dennoch überlege ich im Moment, ob ich mir eine kleine Hütte baue, in der Stativ, Säule, Fluidhead und Hocker stehen bleiben, nur das Bino und die Okulare wären dann noch zu tragen.

Vielleicht hast Du ja auch einen Möglichkeit das Stativ draussen unter einem Balkon oder auch in einer kleinen Hütte abgedeckt stehen zu lassen?

Die 140er gibt es noch nicht so lange und sie sind sehr beliebt, so einen gebraucht zu bekommen dürfte ziemlich schwierig werden...

Viel Glück bei der Suche!

Grüße Jochen
 

Michael1

Mitglied
Hi Jochen,

ja die Lichtsammelfläche des 120er FG (2 Tuben) entspricht einem APO mit ca 170 mm Öffnung.
= Aber 3 Dinge sprechen in meinem Fall doch für den 140 SD APO.

1. APO 140 als Gebrauchtgerät günstiger als das 120 FG.
2. Auflösungsvorteil einer 140er Optik! - im Gegensatz zum FG mit 120 Öffnung.
3. Die Sterne vor allem die helleren stehen ruhiger am Himmel zum betrachten -auch wenn etwas Wind geht- als im 120er FG.
Dadurch sind schwächere Sterne (Doppelsterne) noch leichter zu sehen im 150 Refraktor als im 120 FG. Am Mond das gleiche.

Zum Beispiel hatte ich ja den Vergleich 150 Esprit zum 120 FG gefahren u.a. auch an Polaris . Der Doppelstern bei widrigen Wind Bedingungen wohlgemerkt habe ich auch im 120 FG gesehen, aber im Esprit stand der Doppelstern still und war durchgängig zu sehen und subjektiv auch noch heller. Bei dem 120er blinkte er manchmal nur auf, war aber auch längere Zeit am Stück mal zu sehen, je nach momentanen Windgeschwindigkeiten die vor herrschten. (Bei schwächeren Sternen stehen diese im 120 FG übrigens auch ganz ruhig am Himmel und sind Nadelstiche mit ihren verschieden Sternfarben erkennbar, nur als Info für die
die hier mitlesen und wissen wollen, wie schaut es denn aus durch ein 120 FG zu schauen und selbst noch nicht durchschauen konnten)

Verursachung könnte auf einen Mix aus Anwendung von Prismen und nicht so hohen Strehl des Gesamtsystems - im Gegensatz zum Refraktor mit Zenitspiegel und höheren Gesamt-Strehl zurück zu führen sein.
Diese o. g. Umstände werden mich bei Planeten und Doppelsternen m. E. weiter bringen, daher präferiere ich jetzt einen 140 SD APO Refraktor (oder vergleichbares Muster) mit wirklich guter Optik über dem eines 120 FG.
== Vorab wird für mich wichtig sein, mit der neuen Optik einen Sterntest zu machen, hab auch noch ein Ronchiokular zum testen und als Basis das Suiter Star Testing book um den Sterntest interpretieren zu können, sowie ein 3,2 mm Okular speziell für den Sterntest.

VG Michael
 

Michael1

Mitglied
Hallo zusammen,

ich melde mich mal kurz wieder hier um eine Ergänzung zu geben zu meinen Erkenntnissen mit dem 120 SD APO Fernglas,
da ich in den letzten Wochen hin und wieder private Zuschriften von Usern die Infos zum 120 SD APO Fernglas haben wollten
oder aber mir mitteilen , wenn Sie nicht ganz zufrieden sind mit Ihrem Glas.

Aus diesem Anlass heraus möchte ich hier einmal klar stellen, dass ich ein gutes bis sehr gutes Exemplar des 120 SD APO Fernglases hatte
und meine Erkenntnisse damit hier geschildert habe.
Hätte ich ein schlechtes Exemplar bekommen, wären meine Beschreibungen über die Seherlebnisse anders ausgefallen.

Es ist aber nicht immer gesagt, das ein jeder ein solch gutes bis sehr gutes Exemplar erhält. Ich kann nur jedem empfehlen der gesteigerte Ansprüche an die
Qualität im Hochvergrößerungsbereich des Glases stellt und hat, dass Wellenformtuning (ist glaube ich durch das hauseigene APM Tuning abgelöst worden)
beim Kauf des Glases gleich mit zu bestellen.

Bei Vergrößerungen bis ca 50 - 60 Fach (z. B. Sternfeldbeobachtungen), denke ich nicht, dass das ein Unterschied (ohne Wellenformtuning) zu einem Glas mit Wellenformtuning machen wird.

Aber möchte man auch Planeten im Hochvergrößerungsbereich damit anschauen, kann das schon einen Unterschied in der Sehqualität
(z B Farbsäume, ggf Doppelbilder) machen.

Bedenkt bitte , wenn Ihr meine Erfahrungen hier durch liest, es gibt also nicht nur Licht, sondern es kann auch Schatten geben.

VG. Michael
 

willybott

Mitglied
ein 140er APO wäre unabhängig von Gewicht und Montierung für mich im Vergleich zum 120er Bino keine Überlegung wert. Beim 160er käme ich ins Grübeln, aber nur dann wenn die mögliche Gesichtsfeldgröße passen würde. Ich kann ohne nennenswerte Farbe mit dem Bino mehr vergrößern als es das Seeing hergibt, insofern ist die Hochvergrößerung für mich kein Argument.
 

portaball

Mitglied
Wie war das denn bei Deinem 120SD, Michael?
Ich sehe bei guten Bedingungen mit dem 150er keine Farbe am Mond, egal wie hoch ich vergrößere.
Bei schlechten Bedingungen wie Seeing, feinste Wolken / zarter Hochnebel etc. ist das natürlich eine andere Sache...

Generell würde ich aber bei solchen Dingen immer beide Tuben direkt miteinander vergleichen, tritt das Problem / die Farbe bei beiden identisch auf?
Auch mal Sterntests machen und sich Sterne mit bekannten Farben ansehen, ob es da Unterschiede bei den 2 Tuben gibt.

Wie Rolf schon sagt, beim Wellenform Tuning geht es eher um die Kollimation der beiden Tuben zueinander um Doppelbilder zu vermeiden und höhere Vergrößerungen zu ermöglichen.

Grüße Jochen
 

Michael1

Mitglied
Hi Jochen,

mein 120er hatte keine Farbsäume mit einem 4,5 mm Okular an Mond, Jupiter, Mars und Saturn für meine Augen, wohl aber an der Venus im Winter.

Vielleicht kann der Käufer meines Glases seine Erfahrungen hier dazu bei steuern, weil jeder hat andere Augen .
== Jan wenn Du das liest schreib doch Deine Erfahrungen ob Du Farbsäume an Mond/Planeten mit meinem ehemaligen Glas siehst, danke.

VG. Michael
 
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