Astronmomie als Beruf, Diskussionsbedarf da uns ein paar interessante Fragen auf dem Herz brennen | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Astronmomie als Beruf, Diskussionsbedarf da uns ein paar interessante Fragen auf dem Herz brennen

Ferdi/Sabrina

Mitglied
Hallo Zusammen,

ich weiss gar nicht genau wie ich anfangen soll, es klingt im ersten Moment vielleicht etwas komisch, doch Schreibe ich hier in großem Interesse.
Der Beruf Astronom / Astronomin interessiert uns sehr!
Ein sehr renomierter Beruf bei dem Einblicke durch z. B ein Praktikum nicht wirklich das zeigen und beantworten welch Fragen wir uns stellen.
Wir würden uns freuen wenn dies auf interessierte Ohren (Augen) trifft,
ich garantiere für interessanten Gesprächsstoff und erhoffe etwas mehr Durchblick bei gewissen Dinge, welchen Ihr uns vielleicht ermöglichen könnt :)

Gerne können wir hier plaudern doch interessant fängt es schon da an,
wir kommen aus dem Raum Freiburg, findet sich hier schon ein Astronom / Astronomin?

Viele liebe Grüße , wir freuen uns über Nachrichten und Diskussionen aller Art

danke im voraus eure Sabrina
 
Zuletzt bearbeitet:

Kerste

Mitarbeiter
Hi!

Schau dir mal Astrotreff - Astronomie Treffpunkt - Tagesablauf eines Astrophysikers und Astrotreff - Astronomie Treffpunkt - Der Beruf Astronom an – nicht ganz aktuell, aber wohl doch lesenswert.
Oder hier:
Physikstudium halt, und dann hoffen, dass man da eine Stelle findet.

Beste Grüße,
Alex
 

mbba18

Mitglied
Hallo Sabrina/Ferdi,

willkommen hier im Forum.

So weit ich weiß ist der Beruf Astronom*in nicht direkt zu "erlernen", zu studieren.
Der Weg, wie Alex schon schreibt, führt über ein Physikstudium, in dessen Verlauf oder dranhängend, weiß ich nicht so genau, eine "Spezialisierung" auf Astrophysik erfolgt.

Ein sehr renomierter Beruf bei dem Einblicke durch z. B ein Praktikum nicht wirklich das zeigen und beantworten welch Fragen wir uns stellen.
Wäre interessant zu erfahren welche Fragen Ihr Euch stellt?
 

Ollie

Mitglied
Beruf Astronom...hm...ich hab dieses Buch hier: Fasziniert von den Sternen: Abenteuer und Entdeckungen berühmter Hobby-Astronomen: Amazon.de: Ferris, Timothy: Bücher

jetzt schon bestimmt 5 mal gelesen. Da geht es auch um das Thema Profis und Amateure. Aber es ist sicherlich unabhängig von Genre in dem man seine Profession findet: wenn´s ein Beruf wird, ist der Spaß oft vorbei. Deswegen mache ich sowohl Musik als auch Astronomie als Amateur. Ganz bewusst ;-)

Und wenn ich Astronom beruflich starten wollte (hey, Freunde, ich bin jetzt über 50 und bin beruflich fast schon durch ;-)) dann würde ich dieses Buch:

mal anschauen und durcharbeiten (ich habe es...und ich habe es nicht getan ;-))

Muss jeder selber wissen. Wer Mathe und Physik total klasse findet...
 

Ehemaliger Benutzer [73139]

gut das ich die Astronomie nur als Hobby habe.... Hallo zusammen

ja das war auch einer meiner Träume....! naja ich bleibe als Velomech im Beruf und die Astronomie + Fotografie als Hobby
hab mal gehört das Berufs Astronomen nur noch das beobachten können was gerade nicht angesagt ist. ausser ev. das von 2018 sonnst nur alles andere Beobachten mit den grossen Teleskopen, da die Kosten sehr hoch sind.... so zumindest wurde es mir erklärt.
cs
*entfernt*
 

Mischa

Mitglied
hab mal gehört das Berufs Astronomen nur noch das beobachten können was gerade nicht angesagt ist. ausser ev. das von 2018 sonnst nur alles andere Beobachten mit den grossen Teleskopen, da die Kosten sehr hoch sind.... so zumindest wurde es mir erklärt.

Da hat dir jemand grossen Unsinn erzaehlt. Beobachtungszeit an Teleskopen wird in regelmaessigen Abstaenden kompetitiv vergeben. Und zahlen muessen die Astrophysiker dafuer nicht.

LG,

mischa
 

Optikus

Mitglied
Moin,

ich denke, jedem der ein wissenschaftliches Betätigungsfeld in den Naturwissenschaften anstrebt muss sich klar sein, dass der Weg des Studiums mehr oder weniger hart wird, je nach dem wie der Einzelne mit den theoretischen Teilen seines angestrebten Fachs klar kommt, das ist zum Einen Mathematik als solches, zum anderen die fachspezifische Theorie, die immer viel mit Mathematik und Statistik zu tun hat, sowie die Liebe zum Detail aufbringen kann, an schwierigen Themen teils lange erfolglose Zeiten durchzuhalten, ohne die Genauigkeit in den Verfahren zu verlieren, die für wissenschaftliche Ergebnisse verlangt wird.

Es wurde ja schon eine Menge geschrieben, ich stehe heute am Ende meines Berufslebens, das mit einem Studium der Theoretischen Elektrotechnik begonnen hat, allerdings von vorn herein ohne Promotion geplant war mit dem Ziel in die Industrie zu gehen. Ich habe mich letztlich für eine Beamtenlaufbahn bei der damaligen Deutschen Bundesbahn entschieden und mich dann auf "mein" Thema Schritt für Schritt hin bewegt, was sich dann im Bereich EMV/EMI manifestierte. Das hat einige Zeit, viel Engagement und auch Geduld erfordert. Aber es hat sich letztlich gelohnt.

Wenn man sich dann etabliert hat, wir hatten in unserer Organisationseinheit am Forschungs- und Technologiezentrum in München sowohl die Messpraxis als auch die Auswertung, aber auch die Arbeit in Normungsgremien, freut man sich über die wenigen Tage im Jahr, wenn man bei Mess-Sessionen mitarbeiten oder diese leiten und in der Praxis begleiten kann, um dann mit Akribie die Auswertung über den Rest des Jahres zu betreiben. Dazu Entwicklung von Prüfverfahren, Verifikation usw. - aber der überwiegende Teil ist Papier-/PC-Arbeit, nur dass in der Industriepraxis die Publikation fehlt. Die Ergebnisse sind letztlich Eigentum des Auftraggebers, was nicht heißt, dass die Berichterstellung trivial ist. Letztlich habe ich dann aber doch meinen Weg weiter gesucht und meinen Schwerpunkt im Projektmanagement gesetzt, was sich auch aus der vorhergehenden Tätigkeit im FTZ ergeben hat, auch weil in der freien Wirtschaft deutlich mehr zu verdienen war als bei der DB. Nicht immer sind die persönlichen Interessen gemessen an den realen Rahmenbedingungen entscheidend, wie verschiedentlich geschrieben wurde, Grundlagenarbeit in der Forschung und Systemtechnik ist nicht immer bestens bezahlt, zumindestens nicht im öffentlichen Bereich.

Ich hatte die Gelegenheit, mich bei verschiedenen Tagen der OT, Messen und anderen Veranstaltungen vorab zu informieren, was mir später die Entscheidungen erleichtert hat, selbst als ich phasenweise selbständig unterwegs war - Information ist alles. Information ist im Übrigen eine Suchaufgabe - warten bis der Erkenntnisblitz kommt ist möglich, aber i.d.R. sinnlos. Wer sich für ein Berufsfeld wirklich interessiert sollte mit den in Frage kommenden Anbietern entsprechender Arbeitsplätze Kontakt suchen, dazu bieten sich immer wieder Veranstaltungen an, die an die Öffentlichkeit gerichtet sind. Solche Gelegenheiten aufzuspüren macht das Internet heute einfach. Man erfährt viel, trifft Leute, "Networking" wäre das Stichwort. Es gibt viele unterschiedliche "Flight Level" - den den eigenen Fähigkeiten angemessenen zu finden, damit man nicht sein Leben lang unerreichbaren Zielen nachspringt und Zufriedenheit erlangen kann ist eine Kunst, an der man sich durchaus versuchen sollte.

Viele Institute bieten nicht nur "Forscherstellen" an, es gibt einen mehr oder weniger breiten Mittelbau aus Technikern und Ingenieuren, die die Ideen der Forschenden in die Technik umsetzen, das ist in jedem Institut anders, je nach dem wo dessen Schwerpunkt liegt. Es lohnt, sich auch danach umzusehen, denn oftmals kommt man mit Dingen in Kontakt, die an der vordersten Front der Entwicklung stehen. Das gleiche gilt nicht nur an den Universitäten sondern auch an vielen freien Instituten. Man muss sich nur auf den Hosenboden setzen und suchen!

Was man sich aber auch da auf die Fahne schreiben muss ist Exzellenz - wenn man an so herausgehobenen Stellen arbeiten will muss man an sich und seine Leistungen die strengsten Maßstäbe anlegen und wirkliche beste Ergebnisse anstreben, in der Berufsausbildung, im Studium, egal, überall. Wenn man mit der Aufgabe eine Stelle zu besetzen jemandem gegenübersteht merkt man schnell, ob der in seinem Thema angekommen ist, etwas vorweisen kann, oder nur mitläuft. Und danach entscheidet man. Für einfache Sachen reicht der "Mitläufer" - für anspruchsvolle Aufgaben nicht.

In diesem Sinne

CS
Jörg
 
Zuletzt bearbeitet:

TakFan

Mitglied
Exkurs:

Vor 40 Jahren war ich mal beim Radioteleskop in Effelsberg und sagte als jugendlicher zu einem Profiastronomen, dass Astronom mein Berufswunsch ist. Er winkte ab und sagte, dass man da nur vor dem Computer rumhängt und Mathe lieben sollte. Ich solle das lieber als Hobby machen.

Nun bin ich Chemieingenieur und sitze die ganze Zeit …. vor dem Computer. Im Studium war der Mathe Abi-Stoff nach 4 Wochen erledigt und es folgten Höhere Mathematik I-IV. Jedes Hauptfach wie Anlagesteuerungstechnik, Wärme- und Stoffaustausch, Apparateauslegung, Strömungsmechanik, ... war - oh Wunder - letztendlich auch höhere Mathematik gepaart mit Chemie & Physik.

So gesehen hätte ich auch Physik / Astronomie studieren können. So habe ich über das Studium Ingenieurwesen, Physik & Chemie vereint. Das hat bei der Stellensuche eine große Bandbreite ergeben und war zum Zeitpunkt der Entscheidungsfindung für mich auch ein Aspekt. Bei den Berufs-Astronomen / Physiker ist der Arbeitsmarktvermulich kleiner.

Rückblickend gilt eine Regel: Mache das woran Du Freude hast, dann bist Du gut darin und dann kommen auch die passenden, beruflichen Möglichkeiten.

Die Astronomie ist heute im Umbruch und es gibt enorme Erkenntnis-Zuwächse. ich finde, das ist eine spannende Zeit für diesen Beruf.

CS
Dirk
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Nun bin ich Chemieingenieur und sitze die ganze Zeit …. vor dem Computer.

Ich fürchte, nur Friseure und Taxifahrer sitzen heute nicht mehr vor dem Computer... ;)

Bei den Berufs-Astronomen / Physiker ist der Arbeitsmarktvermulich kleiner.

Ich kenne nur einige wenige, die auf der Uni vor 8 Maxln unterrichten und die fertigen Astronomen, die auf Sternwarten Führungen machen und sonst irgendwelche anderen Berufe machen - da sie außer Astronomie halt leider wenig können, und die, die arbeitslos sind und manchmal "Projekte" haben... eher brotlos, umkämpft, ungnädig, aber wenn man es unbedingt machen möchte, sollte man das tun. Es muss nicht glücklicher machen, erwartete Schwierigkeiten durch andere Schwierigkeiten zu ersetzen. :D

Es ist wie Dobson versus Refraktor.
Beim Dobson ist nix verhaut und man kann immer irgendwas damit machen.
Beim Refraktor darf man Feinspitz sein und Individualist.

Wenn man also auf "Refraktor" machen will, sollte man Astronomie studieren und Spaß haben, wurscht was später sein wird. Will man einen Beruf lernen, den man auch ausüben kann, mach auf Dobson und werde irgendwas. ;)

lg
Niki
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

... und die fertigen Astronomen, die auf Sternwarten Führungen machen und sonst irgendwelche anderen Berufe machen ...

Die Astrophysikabsolventen in meinem Bekanntenkreis sind entweder an der Uni geblieben (wenige) oder machen irgendwelche Jobs im IT Bereich. Interessanterweise hat der einzige Bekannte (früherer Doktorandenkollege) mit einem tollen Astronomenjob bei der ESO in Garching dafür ein Studium als Ingenieur für Elektrotechnik absolviert...

Was mich auch sehr verwundert ist das vollkommene Desinteresse der angehenden und ferigen Astronomen/Astophsiker an unserer Volkssternwarte (Tübingen). Da hat sich von denen schon ganz lange niemand mehr blicken lassen, obwohl sie eigentlich der Universität gehört. Zwei oder drei Gastvorträge im Jahr bekommen wir mit viel Betteln, aber sonst leider gar nichts. Früher sollen angeblich beim öffentlichen Führungsbetrieb auch Astronomiestudenten mitgeholfen haben, aber das war vor meiner Zeit - und ich bin schon 20 Jahre dabei. Ist vielleicht auch besser so, denn (angeblich) sollen heutige Astrophysiker den großen nicht vom kleinen Wagen unterscheiden können. Dafür aber Java von C++ :)

Ich würde jedenfalls auch unbedingt ein Praktikum an einem Ort empfehlen, an dem Astrophysiker arbeiten, um mir ein Bild von der Realität zu machen. Für mich persönlich wäre das jedenfalls nichts gewesen. Und die Führungen an der Sternwarte kann ich auch so machen...

Viele Grüße
Maximilian
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Was mich auch sehr verwundert ist das vollkommene Desinteresse der angehenden und ferigen Astronomen/Astophsiker an unserer Volkssternwarte (Tübingen).

Ich vermute, ein Blick auf M42 ist den Herren (ungegendert) nach einem Studium einmal zu banal ist, zum Anderen werden sie sich eher um ihre Existenzsorgen kümmern und als Astronom alles andere machen müssen, als in den Himmel zu sehen.

Kaum einer würde sich mit PixInsight oder Deconvolution auskennen. Ein Astronom, den ich gut kenne, öffnete auf meine Frage, wie groß man Venus beim letzten Transit vor der Sonne sehen würde und ob dies freiäugig mit Folie auch den brillenlosen Gästen möglich sein kann ein Programmierfenster und schrieb 10 Programmzeilen. Dann sagte es: müsste gehen. Auf die Frage, ob das nicht per Taschenrechner schneller wäre, sagte er, er sei das so gewohnt. :unsure:

Amateurteleskope haben wohl die wenigsten. Der Job der mir bekannten Astronomen ist bei Satellitenprojekten mitzuwirken und Großteleskopen oder im Büro wilde theoretische Dinge auszurechnen... oder sich um Lichtverschmutzung zu kümmern oder Fördergelder für Projekte einzutreiben, hunderte Briefe im Jahr zu schreiben und möglichst viel Papier in Fachenglisch zu beschreiben. :rolleyes:

Früher sollen angeblich beim öffentlichen Führungsbetrieb auch Astronomiestudenten mitgeholfen haben,

Die Studenten sind auch hier in Wien diejenigen, die alles am Laufen halten.

lg
Niki
 

TakFan

Mitglied
Hallo Niki,

Ein Berufsastronom muss keinen Spaß am eigenen Fernrohr oder der Astrofotografie haben. Er muss nicht die Sternbilder kennen. Wozu? Er muss Spaß an der Physik, am systematischen Arbeiten haben, komplexe Sachverhalte auf kleinere Problem zerlegen, eine gute Vorstellungskraft haben etc. Der akademische Baukasten halt. Wenn er dennoch den kleinen und großen Wage unterscheiden kann - Fleißkärtchen.

Muss ich als Chemieingenieur zuhause einen Abzug haben? Muss ich eine Pumpe im Feld zerlegen können? Muss ich Ethylenoxid am Geruch erkennen? Nein. Ich muss eine Chemieanlage sicher, Umwelt & Regelkonform im Kosten und Terminrahmen mit all ihren Einzelkomponenten auslegen können.

Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.

CS
Dirk
 

Ehemaliger Benutzer [73139]

hallo Zusammen und Mischa
vielen Dank für die Info, ja da wurde ich sprichwörtlich mit Fake News informiert so einen Mist!
daher bleib ich Hobby Astronom und kann beobachten was ich will! ohne Physik Abschluss.
ich habe nichts gegen Leute die eine Hohe Bildung haben im gegenteil, das hätte ich mir auch gewünscht einen hohen Abschluss..... naja ist halt nicht so.... Umschulung auf Velomech. hab Spass und Freude an der Arbeit,
die Hobbys Astronomie, die Fotografie, in der Natur Grillen und wandern das sind die Dinge die mir Spass machen.

CS
*entfernt*
 

cumulus

Mitglied
Was gibt es Besseres, als mit seinem Beruf UND dem Hobby zufrieden zu sein?!
Wobei ja beides gerade ausgesprochen prosperiert. Du Glücklicher!

CS
Christian
 

Optikus

Mitglied
Moin,

ich glaube das muss man grundsätzlich trennen - persönliches und berufliches Interesse!

Ich war wie ich schrieb ja beruflich im Umfeld der DB tätig, war Eisenbahnbetriebsleiter, habe viele Projekte in meinem berufsleben geleitet oder in relevanter Funktion mitgewirkt. Nebenbei habe ich jahrelang in der Museumsbahn-Welt meine Freizeit der Eisenbahn gewidmet. Irgendwann ist mir aufgegangen, dass ich dadurch mein ganzes Leben auf einen einzigen Fokuspunkt zentriert habe, zudem geht einem dabei die professionelle Distanz verloren.

Im Ergebnis habe ich eine Zäsur vorgenommen, Eisenbahn ist DIENST, raus damit aus dem Privatleben, dort habe ich mich an mein früheres Hobby Fotografie und Astronomie erinnert. Wenn man sich Tag für Tag und dazu manche Nacht in seinem Berufsfeld engagiert, mit entsprechendem Erfolgsdruck und Aufgabenzuschnitt, dann verliert man das Unbefangene, um sein Hobby als solches zu betreiben und nicht als Fortsetzung des Dienstes mit anderem Schwerpunkt anzusehen. Heute sitze ich wenn ich Bahn fahre als einfacher Fahrgast im Zug, mehr nicht. Welche Lok meinen Zug zieht interessiert mich nicht mehr als ob der Zug pünktlich ist oder nicht.

Dafür habe ich den Kopf frei mich mit meinem Hobby unbeschwert und ohne Leistungszwang zu befassen. Nicht dass ich nach Möglichkeiten suchen würde, mich zum Ende des Berufslebens nicht mehr damit zu befassen oder vielleicht auch das Hobby vielleicht als Erwerbsbeschäftigung zur Aufbesserung der Altersbezüge zu nutzen etc. - aber mit dem deutlichen Bewußtsein, dass ich das unter Nutzung meiner Kenntnisse aus der Projekttätigkeit als Ingenieur angreifen werde, sicher nicht als Spezialist in der Physiksparte.

Insofern verstehe ich die Berufsastronomen, dass die nach der Arbeit alles mögliche andere machen, als ausgerechnet noch Amateurastronomie. Auch wenn beide Felder heute mehr denn je nur durch eine dünne Spiegelschicht getrennt sind - das ist gut so. Sie machen sich mit ihren Hobbies den Kopf frei, schaffen mit Ihrer Arbeit Wissen - von dem wir auch profitieren - und an den Stellen, an denen es sich anbietet, wirkt man zusammen. Manchmal ist es kein Schaden, Dinge von unterschiedlichen Perspektiven zu sehen.

Insofern ist das Spezialistendasein das die Berufswahl "Astronom" beinhaltet sicher eine mögliche, aber sicher keine alternativlose Entscheidung, wenn man sich mit Astronomie befassen will. Wie gesagt, das Fach ist breit, es beschäftigt Ingenieure, Projektmenschen, alles was es braucht um den Astronomiebetrieb am Leben zu halten. Der, der da mitmachen will, muss sich schlau machen und daran arbeiten, Spaß daran haben, leidensfähig sein, dann wird er seinen individuellen Weg finden. Man muss lebenslang dran bleiben, an SEINEM Thema, das ist denke ich der Kern. Es geht ja nicht nur um Titel und so etwas, es geht darum, in seinem Beruf zufrieden zu sein. Man sollte sich hüten alles zu materialisieren und ständig neuen und größeren Zielen nachzulaufen, sie zu vergöttern und in seiner Persönlichkeit zu verankern. Permanente Verbesserung heißt nicht, sie zum Götzen zu erheben und dann von Ehrgeiz zerfressen zu werden!
Momentan bin ich wegen zweier schwerer Unfälle, die mich ziemlich angeschlagen hatten, als Sachbearbeiter in der öffentlichen Verwaltung tätig, um wieder in den Beruf einzusteigen, das ist sicher nicht die Tätigkeit die ich länger als unabdingbar ausführen werde, aber das ändert nichts daran, dass die Methodik, der ich mein Leben lang gefolgt bin mich dazu treiben wird, etwas für mich passenderes nicht nur zu suchen, sondern auch zu finden, so dass ich meine Tätigkeit gerne und mit Freude ausführe. Kommt Zeit, kommt Rat! Das gibt einem die Gelassenheit, die man neben Fleiss und Expertise für den Erfolg braucht.

CS
Jörg
 

Ehemaliger Benutzer [73139]

Hallo Christian
ich kann mich als Glückspilz bezeichnen ( das können fast alle die eine Krankheit seit Geburt oder mitten im Leben bekommen) bekam am 18.1.2001 die Diagnose Diabetes = Diabetiker Typ 1 mit knapp 20 / Geburi am 2.2.1981
das war sch*** ei****se ... und echt Krass.
der wert war beim Notfall Arzt, der Schularzt hatte gerade Urlaub! 38.9, im Spital war der Wert 51.4 nahe dem Tod und Koma vorbei bekam alles noch mit.... hihihi .... der Sensenmann heult noch immer mist ich hab ein Toter zu wenig. (die Kurzfassung)

der Spruch ist auf mich bezogen!! ich hatte damals Angst vor dem Sterben oder was zu verpassen, diese angst sollte niemand erleben müssen

ein Normaler Blutzucker wert liegt nach englischem Mass mmol/l bei 4-6 ( Das verwende ich )
es gibt noch das Deutsche Mass das nennt sich mg/dl

der Humor ist mir auch mit dem Diabetes nicht verschwunden.....

der Sternen Himmel wir nie verschwinden der ist immer da, wir können ihn wegen Starlink und Strassenbeleuchtung den schönen Himmel nicht mehr so schön betrachten wie vor 10'000 Jahren.
das währe was gewesen mit unseren high end Teleskope..
CS
*entfernt*
 
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