Aufruf: Petition zur Verringerung (Begrenzung) der Satellitenzahl. Mitmachen! | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Aufruf: Petition zur Verringerung (Begrenzung) der Satellitenzahl. Mitmachen!

MeisterDee

Mitglied
Hallo Freunde des dunklen Nachthimmels,
Starlink ist in aller Munde, und beinahe jeder hier regt sich über die inflationäre Freisetzung
von Satelliten auf, die langsam aber sicher unseren wunderbaren Sternenhimmel verseuchen.

Elon Musks Starlink-Programm ist nur der Anfang. Amazon beabsichtigt offenbar das Gleiche,
und dass Apple aktuell eine Armee von Raumfahrtspezialisten rekrutiert, lässt grob erahnen,
was auf uns und unsere Kinder zukommt. Wo soll das enden? Was werden unsere Kinder, Enkel
und deren Nachkommen sehen, wenn sie künftig den Blick in den Nachthimmel richten?
Sterne? Sternbilder? Die Milchstraße? Oder das Wirren und Schwirren einer Unzahl von Kleinsatelliten,
die von Geld- und Geltungsgier getriebenen Egoisten dort ausgesetzt wurden.

Viel können wir dagegen offenbar nicht ausrichten. Aber untätig bleiben müssen wir auch nicht!
Wir können zumindest diejenigen unterstützen, die aufstehen, und mit Petitionen an die Türen der Politik klopfen.
Je öfter wir das tun, desto eher wird die Politik gezwungen sein, sich mit den Themen zu beschäftigen.

Umso wichtiger ist es, Petitionen mitzuzeichnen, wie diese: (und das kann auch nur ein Anfang sein)

Petition 106625 :
Deutliche Verringerung der Satellitenanzahl/
Einberufung eines weltweiten Bewilligungsausschusses für künftige Satellitenmissionen vom 31.01.2020


Es mach mich ein Wenig sprachlos, wenn ich sehe, dass bis heute lediglich 394 Leute mitgezeichnet haben.
Kein Wunder dass das in der Politik überhaupt nicht ernst genommen wird.........

Daher rufe ich Euch auf:
Macht mit!
Zeichnet mit!
Sendet den Link weiter!
Verteilt ihn!
Ruft Andere zum Mitzeichnen auf!


CS

Dietmar
 

AstroPZ

Mitglied
Hi Dietmar,

danke für deine Initiative.
Es ist wirklich beschämend wie die Menschen nichts aus den Umwelt Problemen lernen.

Wegen dem Trumpismus habe ich aber nicht viel Hoffnung.
Unsere Welt wird weiter ausgebeutet.
Ausserdem ist der grösste Teil unserer Politiker ohne entsprechendes Wissen und Bewusstsein.

Gruß
 

Optikus

Mitglied
Moin,

genau so gut könnte Ihr eine Petition einbringen, die den Rhein auffordert, bergwärts zu fließen. Da der Deutsche Bundestag keinerlei Zuständigkeit in der Sache und Deutschland/Europa in der Weltraumpolitik ein Winzling ist, ist bei aller ehrenwerten Intention dieser Weg aussichtslos. Das der Versuch Don Quichotes, die Windmühlen zu bekämpfen. Es gibt weit relevantere Themen, die lokal angegangen werden können und die auch aussichtsreich sind, so z.B. der Kampf gegen die Lichtverschmutzung. Ich empfehle dringend, nicht in Symbolismus zu verfallen sondern die Kräfte da zu bündeln, wo es was nutzt.

CS
Jörg
 

SkyBob

Mitglied
Die Aussichtslosigkeit sehe ich da leider genau so.
Denn die Regierungen MÜSSEN zwangsweise da mit drinn stecken.

Denn schenkt man so manchen Dokumentationen glauben,
so gibt es Fugverbotszonen wie z.B. Antarktis-Forschungs-Station,
Area 51 usw. wo es heisst: Fugverbotszonen BIS INS ALL .

Von daher werden die nix wiederrufen, was die schon genehmigt haben
und wahrscheinlich da noch mit spielen.

Mal abgesehen von den Steuereinnahmen (die Unternehmen verdienen ja irgend wann Geld damit)
die dadurch entstehen.

Gruß
Markus
 

AstroPZ

Mitglied
Hi,

die Aussichtslosigkeit, die ich auch so sehe, ist kein Argument das nicht zu machen.
Es geht einfach auch wie immer darum so etwas ins Bewusstsein zu rücken und wenn auch sehr wenige darauf aufmerksam zu machen. Genauso mit der wahrscheinlichen politischen Nichtumsetzbarkeit.

Gruss
 

SkyBob

Mitglied
Mich wundert grad echt, das in dieser Pettition bald doppelt so viele mitzeichner vorhanden sind,
wie in der Pettition gegen Lichtverschmutzung.
Obwohl die Lichtverschmutzung eigentlich mehr Leute betreffen sollte,
da dies ja nicht NUR ein astronomisches Problem ist.

Soll mal wer verstehen.

Gruß
Markus
 

MeisterDee

Mitglied
Die Aussichtslosigkeit sehe ich da leider genau so
Gute Aussichten auf Erfolg hat diese Petition tatsächlich nicht. Leider.
Selbst wenn noch ein Wunder geschieht, und sich in den restlichen 5 Tagen nochmals die 100-fache Menge an Mitzeichnern findet, wird es deshalb keinen Umschwung bei Starlink geben.

Es geht bei der Petition auch nicht um die bereits genehmigten Projekte, sondern um Alles was danach noch zusätzlich kommen soll.

Ich bin dazu der Ansicht, dass solches Engagement schon allein deshalb unterstützt gehört, damit nicht Nichts passiert, und es weiter Leute gibt, die solche Petitionen starten.

Wenn Alle sagen „Das bringt sowieso nix“ und still halten, dann kann und wird auch nix passieren. Viel schlimmer noch wird eine fehlende Gegenbewegung fatalerweise gern als ZUSTIMMUNG angesehen.

Eine Petition durch Mitzeichnen zu unterstützen geht schnell, und kostet auch nix. Wir können hier etwas tun. Ob es direkt etwas bringt oder nicht, darf meines Erachtens keine große Rolle spielen.

Wer gar nichts unternimmt, braucht sich auch nicht in hunderten von Beiträgen über Starlink & Co. beschweren.
Nicht heute, und morgen schon gar nicht.

CS

Dietmar
 

Winzi

Mitglied
Ich warte bis heute auf den Aufschrei der professionellen Astronomen. Wo sind die? Es gibt eine Studie, die aber eher von einer mässigen Beeinträchtigung der Prof-Astronomie ausgeht. Wie kann das sein? Millionen und Milliarden von Steuergelder werden von amerikanischen Firmen vor die Wand gefahren und niemand tut was? Schon komisch...
 

AstroPZ

Mitglied
Ich warte bis heute auf den Aufschrei der professionellen Astronomen. Wo sind die? Es gibt eine Studie, die aber eher von einer mässigen Beeinträchtigung der Prof-Astronomie ausgeht. Wie kann das sein? Millionen und Milliarden von Steuergelder werden von amerikanischen Firmen vor die Wand gefahren und niemand tut was? Schon komisch...
Ja, das finde ich auch extrem verwunderlich. Da könnte man doch glatt auf Verschwörungstheorien kommen.
 

ksnguyen

Mitglied
Hey Leute unterschreiben. Jetzt. Nur noch 2 Tage!

Es gibt auch für nicht-Astronomen triftige Gründe, ein umspannendes Star-Link Netz abzulehnen:
  • Ein natürlicher Sternenhimmel ist auch wichtig für unser Selbstverständnis und Weltbild. Man schaut doch ab und an mal nach oben und nimmt Abstand von einer verstressten Arbeitswelt, oder fragt nach dem Sinn des Lebens. Da erwarte ich, dass ich beim Blick in die Natur auch einfach Natur sehe und nicht von künstlichen Lichterscheinungen irritiert werde.
  • In meinem Bekanntenkreis gibt es einen Flacherdler. Ein wabberndes Strichliniennetz aus SL-Zügen am Himmel verstärkt den total verballerten Irrglauben auch nur, der Sternenhimmel sei eine "Projektion". Das Weltbild und der Bezug zur (Himmels-)Umgebung kann gestört werden, besonders in 'labilen' Zeiten, in denen die Menschen verunsichert und anfälliger für Meinungsbeeinflussung sind.
  • keine romantische Zweisamkeit mehr unter Sternenhimmel: "Hey Schatz, das war ja eine komische Sternenschnuppe, kann ich mir trotzdem was wünschen?" - "Nein das war nur ein Starlink Flare - eine Lichtreflexion eines Satelliten."
  • Ich halte es schon bedenklich, dass überall WLAN den Äther zumüllt. Das ist aber nur milli-Watt Strahlung, verteilt in alle Raumrichtigungen. Die Kommunikation von und zu Star Link Satelliten benötigt Killowatt Sendeanlagen (Freiraumdämpfung >171dB). Das ist vergleichbar mit einer Mikrowelle bei offener Tür zu betreiben. Da sagt der gesunde Menschenverstand auch "nein, das will ich nicht". Die Strahlung beim Uplink der Nutzer Endgeräte ist dann ständig präsent, abhängig wie gut die Richtwirkung der Antenne ist. Das erwärmt das Gehirn wie ein Mobiltelefon dicht am Kopf, und das nicht nur für die Dauer eines Telefonats.
  • Eine SL-Hintergrundstrahlung wird sicher auch andere Auswirkung auf elektronische Geräte haben, die im Bereich der SL-Frequenzen oder deren Oberwellen arbeiten. Ich prophezeie Euch, es wird ein neues Zeitalter von EMV-Problemen geben, dass im Alltag zwar kaum bemerkt wird, jedoch so einige Ingenieure in den Wahnsinn treiben wird..
 
Zuletzt bearbeitet:

Walter

Mitglied
Ist die geringe Anzahl an Mitzeichner nicht peinlich für die Astroszenen? Allein der VdS zählt 3500 Mitglieder, die Astroforen, wie dieses sicherlich auch weitere Tausende und die ganzen Sternwarten und Astrovereine.
Na dann sollte sich auch keine beschweren, wenn der Sternenhimmel so langsam verschwindet.

SFS Walter
 

AstroPZ

Mitglied
Ja, ich finde das auch schwach und verstehe es nicht.

Es ist mM auch völlig egal was für eine technische Lösung das jetzt ist und ob die soviel Prozent stört oder nicht.
Es ist einfach nicht richtig, dass ohne Absprachen oder Genehmigung der Länder und Bevölkerung der Welt ein einzelner Unternehmer/Unternehmen so etwas installieren kann.

Gruß
 
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