Baader MPCC Mark III - Richtiger Arbeitsabstand?

#1
Hallo,

ich denke bei meinem Baader MPCC Mark III "fehlt" noch etwas?

Ich Benutze ihn mit dem Stoppring, direkt an nem T2 Adapter.
Allerdings habe ich in den Ecken immernoch verzogene Sterne, Koma.

Ich hab aber hier schon Fotos gesehn mit dem Baader MPCC Mark III und dem 130PDS wo die Sterne bis die in Ecken rund waren.

Da fehlt noch irgend ein Adapter etc. dazwischen oder?
Ich komm nur nicht mit den ganzen Gewindegrößen klar und welcher da nun dazwischen kann / muss.

Oder muss ich den teuren Baader T2 Anschluss kaufen damit der Baader MPCC Mark III perfekt arbeitet?

Gruss
Marco
 
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#2
Hallo Marco,

Hast Du die Abstände mal mit einem Messschieber (gibts für ein paar Euro im Baumarkt) nachgemessen? Das ist sehr zu empfehlen, ich habe mich auch ausgiebig mit Korrektorabständen rumgeplagt bis ich dann eher zufällig gemessen habe und feststellen musste, dass mein T2-EOS-Adapter fast einen halben Millimeter zu kurz war. Das Einfügen eines 0,5mm-Abstandsrings hat nur bewirkt, dass die Gewinde nicht mehr präzise gegriffen haben und ich eine Verkippung im System hatte.
Der Arbeitsabstand vom T2-Gewinde des MPCC zum Sensor sollen 55mm sein, 44mm legt das Licht schon im Kamerabody zurück (beim Canon EF-Bajonett, ich nehme mal an Du benutzt eine Canon APS-C DSLR oder?), fehlen also noch 11. Wenn Du auf diesen 11mm keinen Off-Axis-Guider mehr "unterbringen" musst, empfehle ich Dir einen T2-EOS-Adapter mit genau 11mm Lichtweg zu nehmen, bei mir hat dieser das Problem behoben.
 
#4
Hallo Marco,
hallo Claude,

Claude, Du hast Recht. Das hatte ich nicht bedacht ?) , in meinem Fall ging es um 1000mm Brennweite, deshalb passte es. Dann wäre es wohl am besten mal bei Baader nachzufragen. Ansonsten bleibt wohl nur die Option, einen kurzbauenden EOS-T2-Adapter zu benutzen und sich mittels T2-Verlängerungen und 0,5 und 0,3mm Abstandsringen an den Sollwert heranzutasten. Der müsste doch dann bei 2-3mm weniger Abstand liegen oder?
 
#9
Indem ich es probiert habe bei
1000mm, bei 800mm und bei 650mm und bei 600mm.
Du kanns aber gerne bei den 55mm bleiben , ist mir ehrlich gesagt egal .
Und wenns Bock hast , dann suche hier ein Thread wo wir schon drueber geschrieben haben . Ich such es dir bestimmt nicht raus !

 
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#10
Hallo Peter,

also das ist jetzt nicht der erste Korrektor, auch nicht der erste Komakorrektor, für den das gilt. Allein schon weil beim Newton eine andere Brennweite eine andere Bildfeldwölbung bedeutet, und daher die Ebene des besten Ausgleichs zwischen Fokus und Asti eine andere ist.

Clear Skies
Sven
 
#12
Hallo Marco,

dazu müsste man erstens wissen, wie der genaue Abstand Korrektor-Sensor bei 650mm sein muss und 2. wieviel von diesem Abstand der Bresser T2-Ring für EOS schon ausfüllt. Nur dann kann man sagen, wieviel da noch "fehlt". Ein Händler kann Dir evtl. beides sagen.

Alternativ musst Du im Forum/Netz nach dem Soll-Abstand für Deine Brennweite suchen (habe ich schonmal irgendwo gesehen weiß aber leider nicht mehr wo) und die Dicke des T2-Rings messen.
Auf der Bresser-Seite steht nur "Höhe: 15mm", diese Information hilft nicht weiter weil nicht sicher ist, ob damit die gesamte "Höhe" des liegenden Rings gemeint ist oder nur die "Höhe" des (größeren) Teils des Rings der nach dem Anschließen VOR der Kamera sitzt (der kleinere Bajonett-Teil wird ja im Kamera-Gehäuse versenkt). Letzterer wäre dann der Lichtweg und ohne diese Information kann man das nicht beurteilen. Eigentlich würde es daher aus Sicht des Anwenders nur Sinn machen, eben diesen Lichtweg mit "Höhe" zu meinen - aber falls die Person, die den Ring gemessen hat, da ebenso unbedarft herangegangen ist wie die Person die "Höhe" in die Artikelbeschreibung geschrieben hat, wäre ich mir da nicht so sicher. Diese Artikelbeschreibung liest sich so, als hätte sie jemand geschrieben, der diese Ringe verpackt oder einlagert aber nicht benutzt. Also Händler fragen oder messen.
 
#13
Hallo,

in Sachen Arbeitsabstand möchte ich mich tendenziell der Meinung von P_E_T_E_R anschließen, möchte aber auch Sven recht geben.
Die Brennweite hat tatsächlich einen Einfluss auf die Bildfeldwölbung, aber er scheint nur gering beeinflussbar zu sein.
Eine Berechnung mit einer Optiksoftware hat für einen Komakorrektor unabhängig von Durchmesser, Brennweite oder Öffnungszahl des Parabolspiegels (N>3,6) den gleichen Arbeitsabstand für das fast gleiche Resultat ergeben. Die Bildfeldwölbung war zwar bei kurzen Brennweiten etwas stärker, aber ein anderer Arbeitsabstand hat die Abbildung vor allem achsennah verschlechtert.
Ich bin an einem Komakorrektor für visuelle Nutzung dran, der bisher als Nachteile Bildfeldwölbung und Brennweitenverlängerung hat. Die Schnittweite ist etwas knapp, geht aber je nach Okular.
Die Bildfeldwölbung müsste mit dem Okular übereinstimmen.

Das Beispiel:
R1 = 205,765; c = 0; -8,5 N-KzFS2
R2 = 19,6; c = -1,3; -0,67 N-PK52A
R3 = -44,7645; c = -0,04; -10 Luft
R4 = 40,6493; c = -0,02; -12 N-PSK53A
R5 = 40,5261; c = -0,05; -20 Luft
R6 = -62,569; c = 0; -20 N-PK52A
R7 = 13,6; c = -1,4; -1,5 N-BALF4
R8 = 128,3359; c = -15; -30,4 Luft = Schnittweite
Bildebene = ca. -400, nicht sphärisch

Der Korrektor kann bei einem Parabolspiegel nur 52 mm vor dem ursprünglichen Brennpunkt positioniert werden. Die Schnittweite ist dann immer 30,4 mm.
Für die fotografische Anwendung muss das Bildfeld plan sein; das müsste innerhalb eines bestimmten Brennweitenbereichs in der Schärfentiefe liegen. Ich würde bei Baader anfragen. Ich glaube aber eher, dass das Teleskop eine Fehlerquelle ist. Ich favorisiere andere Marken anstelle eines PDS ...


Viele Grüße,

Andreas
 
#15
Hallo Marco,

es ist auch nicht unmöglich, dass der Spiegel Abweichungen vom Paraboloid hat. Dann wäre auch achsennah ggfs. ein anderer Arbeitsabstand optimal. Auch das müsste Baader sagen können.
Ich würde dort mal per E-Mail anfragen.
Das Preisgefälle zwischen den Marken geht wahrscheinlich auf die Wechselkurse zurück, die es überall gibt. Ich tendiere notfalls zum ATM, da man ja zum Teil noch weitere finanzielle Verpflichtungen hat.

Viele Grüße,

Andreas
 
#16
Hallo,

ich möchte noch anmerken, dass bei einem größer dimensionierten 3-linsigen Korrektor das Variieren des Abstands je nach Brennweite des Spiegels durch Anpassen der Bildfeldwölbung mehr Gewinn in den Ecken ergibt als Verlust in der Mitte (leichter sphärischer Fehler).
Bei dem von mir oben genannten Entwurf werden dann aber ab einem gewissen Betrag die Fehler zu groß.

Viele Grüße,

Andreas
 
#17
Hallo,

ich muss auch P_E_T_E_R recht geben, dass man dazu nirgendwo was findet. Selbst bei Baader steht nichts davon. Dass der Arbeitsabstand in irgendeiner Form von der Brennweite abhängt, finde ich ohne die mathematischen Grundlagen zu kennen zumindest intuitiv irgendwie logisch, aber wenn es relevant wäre, hätte ich jetzt von Baader auch konkrete Angaben erwartet. Bei anderen findet man recht leicht Angaben, wie z.B. beim GPU oder beim Wynne. Kann es nicht doch sein, dass die Brennweite zwar theoretisch einen Einfluss hat, aber in dem Fall zu vernachlässigen ist (z.B. weil der MPCC nur 3 Linsen hat o.ä.)? Immerhin sind bei den Vorgaben der hier verlinkten KKs auch keine sehr großen Unterschiede zwischen den Brennweiten zu sehen.

Gruß

Stefan
 
#18
Hallo Stefan,

ja, ich nehme an, dass ein gewisser Brennweitenbereich innerhalb der Kalkulation liegt.
Wie einige geschrieben haben, wirken sich die verschiedenen Brennweiten der Spiegel über eine jeweils andere Bildfeldwölbung aus, da z. B. langbrennweitige Spiegel schwächer gekrümmt sind (größere Radien) und auch eine schwächere Bildfeldwölbung haben. Man kann den Effekt feststellen, wenn keine Koma mehr vorliegt, aber je nach Korrektor wird eine Variation in der Schärfentiefe liegen oder zumindest wird sie ein Verändern des Abstandes ermöglichen.
Man kann nur auf die Herstellerangaben setzen.
Das betreffende Teleskop hat eine recht kurze Brennweite, aber ich vertraue Baader mehr.

Viele Grüße,

Andreas
 
#19
Hallo,

der Ansatz des brennweitenabhängigen Abstandes ist interesant,aber bisher hat Marco niemand darauf hingewiesem,daß sein T-Ring zu dick ist...44mm Auflagemaß + 15mm T-Ring = 59mm....grundsätzlicher Arbeitsabstand sollte aber 55mm sein.
Diese 4mm können schon viel ausmachen.

Grüße Rainer
 
#20
Hallo Rainer

die optische dicke sind bei Canon EF 11mm und sind genormt. Wenn jemand mit kürzerem Abstand arbeiten muß sollte man den Adapter 1-2 mm abdrehen und dann mit unterlagringe justieren.
Aber ich glaube das bei einem 2 linsigen Korrektor es so genau nicht drauf ankommt, da in der Mitte das Bild ja etwas unschärfer wird und dieses sich auf das ganze Bild auswirkt und deswegen ein pefekter Brennpunkt fehlt.

Gruß Rolf
 
#21
Hallo Andreas,

für den GPU schreibt Teleskop Austria, dass sie vor allem bei f/4 eine Anpassung des Arbeitsabstandes zur Korrektur der Bildfeldwölbung empfehlen, während es bei langsameren Geräten mit 55mm passe.

https://teleskop-austria.at/KomakorrF4_Komakorrektor-fur-f-4-Newtons-4-linsig-Arbeitsabstand#m
Zitat von Teleskop-Austria:
ACHTUNG, der optimale Arbeitsabstand ist brennweitenabhängig und non-linear! Der Korrekor muss auch die Bildfeldkrümmung ebnen. Besonders bei kurzbrennweitigen Newtons zu beachten!
Die Tabelle gilt für f/4 Newtons, langsamere Newtons kommen mit 55mm Abstand gut aus.
F=600mm, Arbeitsabstand = 51,66mm
F=800mm, Arbeitsabstand = 53,66mm
F=1000mm, Arbeitsabstand = 55,0mm
F=1200mm, Arbeitsabstand = 54,66mm
ab 1500mm, Arbeitsabstand 54,60mm

visuelle Verwendung: Hier ist der Arbeitsabstand weit toleranter, und muss nicht so genau eingehalten werden.
Auch für den HRCC habe ich vergleichbare Angaben in der Anleitung vorgefunden:
Zitat von ANL0510330DE1017EXPLORE.pdf:
der Fokusabstand zum Korrektor ab Werk ist optimal für ein 200mm f/4
Newton-Teleskop. Je größer die Brennweite des Teleskops wird, desto weiter entfernt sich der optimale Fokus vom Korrektor.
Hier eine Übersicht:
Differenz des optimalen Fokuspunktes zum vorgegebenen Fokus:
800mm Brennweite: 0mm
1000mm Brennweite: +1mm
1200mm Brennweite: +1,5mm
1600mm Brennweite: +2mm
2000mm+x Brennweite: +2,5mm
In der Praxis muß man in diesem Fall jedoch mit Testaufnahmen den perfekten Abstand ermitteln, da Fertigungstoleranzen oder
Filtereinsatz den optimalen Fokus verändern können.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es beim MPCC III auch solche Toleranzen gibt und dass es womöglich schwer fällt, eine gute Vorhersage zu machen je nach Brennweite und Öffnungsverhältnis. Sobald dann noch Filter in den Strahlengang kommen, wird's vogelwild! Oder aber es macht beim MPCC III keinen besonderen Unterschied, weil der Korrekturgrad nicht das Niveau der deutlich teureren Vierlinser erreicht.

Clear Skies
Sven
 
#22
Hallo Rolf,
der T2 Ring von Marco hat aber 15mm...und er Fotografiert wohl durch einen Newton,sonst bräuchte er ja keinene KK ;)
Außerdem ezweifle ich,daß er (wie sicher die meisten) keine Möglichkeit hat seinen Adapter abzudrehen...
Er sucht nach einer Lösung für sein Problem mit dem Koma in den Bildecken und die heisst passenden T2 Ring besorgen.
Da Baader den Abstand mit 55mm angibt (meinetwegen als Grundwert)
braucht er eine t2 Ring mit 11mm Dicke.

Grüße Rainer
 
#23
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#24
Hallo Rainer und Marco

ich habe privat eine Drehbank und bin gerne bereit den T2 Ring abzudrehen. Nur ein genormter T2/Canon EF hatte eine optische Dicke von 11mm und die 4mm wo ins Bajonette hinein ragt darf man nicht mitmessen sondern nur Aussenmaß auflage T2 bis auflage Canonkamera.
Auf der Canon seite kann man nichts abdrehen und falls man wirklich 4mm beim Gewinde abdrehen sollte bleibt nichts mehr übrig.
Falls bedarf meldet euch per private Nachricht.

Gruß Rolf
 
#25
Hallo Marco,

Dieser Adapter müsste es sein, mit 11mm optischem Weg.
Am besten Du fragst bei TS nochmal nach.
Ich verstehe nicht wieso das in der Artikelbeschreibung nicht da steht.

VG Cl.-D.
 
#27
Hallo Marco

schau bei deinem Bild mal oben links und recht. Die Koma zeigt fast schon unterhalb von M81. Bei den unteren linke und rechte seite zeigen die fast waagrecht oder leicht nach oben.
Das heißt die optische Achse des Hauptspiegels ist falsch justiert. Falls du ein Adapter ohne Komakorrektor hast kannst du gleich die Mitte im Bild erkennen.

Gruß Rolf
 
#29
Hallo Marco

ich hatte auch lange dieses Problem und 4 verschieden Wege bestritten aber nach dem justieren mit zB. Concenter, Cheshire, GMK-KOLLIMATOR, Filmdose oder Laser
haben die anderen immer zu anderen Ergebnisse geliefert geführt.
Richtig hinbekommen hatte ich es nur mit Laser der rotationsunabhängig ist mit Papier abgedecktem Fangspiegel und mit offset gerechnet ein ca 1mm kleines Loch von da auf Hauptspiegel und zurück und dann waren auch die anderen Ergebnisse sehr ähnlich bis gleich.
hier ein link:
http://www.seeing1.de/2a_justage.html#offberechner

Falls du Aufnahmen ohne Korrektor sieht man sofort wo die optische Achse ist.

Gruß Rolf
 
#30
Du meinst einfach mal ne helle Wand Fotografieren?
So das man die Spiegel sieht? Oder wie jetzt?

Wenn ich den Laser drehe ändert sich das schon, ist ja allles nicht so präzise und verkippungsfrei. Der Laser hat ja schon
Spiel wenn der nur drin steckt und nicht geklemmt ist.

Gruss
Marco
 
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Neustes Astronomie Foto

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