Barlowlinse

taucher

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Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach einer hochwertigen 3-fach Barlowlinse, welche den Fokus nach außen verschiebt. Im Auge gefasst habe ich den Explore Scientific Fokal Extender 3x 31.7mm/1.25". Hat jemand Erfahrung mit dem Extender? Wie verhält sich der Fokus? Vielleicht geht auch eine gute 2-fach Barlowlinse ( 2 Linser ) mit etwas größeren Abstand? Bin für alle Infos dankbar.

Gruß

Wilfried
 

Sven_Wienstein

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Hallo Wilfried,

ich kenne deren Barlow nicht aus der Praxis. Die 1,25" Gerd-Düring Barlow von APM allerdings legt den Fokus bei nominell 2,7x ziemlich heraus. Sie ist ausgelegt für 105mm Weg hinter der Barlow und funktioniert für eine gute Komakompensation auch nur in diesem Abstand wirklich gut. Da sie ins 1,25" Filtergewinde passt, ist dieser Weg sehr vielseitig nutzbar und anhand der normalen Adaption kann man gut erkennen, dass die Eintauchtiefe gegenüber der normalen Auflagekante recht gering ist.
Ansonsten habe ich mich schonmal mit der alten Meade #140 3-Element-Barlow Serie 4000 (Faktor 2x) aus der Backfokus-Klemme gerettet.
Rein technisch können das zwar auch die Televue 1,25" Barlows, aber irgendwie sind die Uncles dort nicht auf den Gedanken gekommen, das durchaus abschraubbare Barlow-Element mit dem E28,5 Filtergewinde auszustatten, so dass der Weg zum Dreher führt, wenn man damit spezielles vorhat. Tele Vue liefert ein Diagramm, in dem drin steht, wie sich der Verlängerungsfaktor verändert, wenn man mit dem Abstand der Barlow vor dem Fokus auch den Lichtweg hinter der Barlow streckt. Das Diagramm dürfte den für deren Modelle sinnvollen Rahmen abstecken.

Die Baader Q-Turret-Barlow kann sowas auch, hat aber bei Verwendung im Filtergewinde eine große Eintauchtiefe, wodurch sie in fast allen Okularen wegen Kollision mit deren Linsen nicht verwendbar ist. Beispielsweise im 1,25" auf T2-Adapter eingeschraubt legt sie aber den Fokus auch heraus.

Der Grund für meine "Schraubanweisungen" hier ist der rein logische, dass die meisten Barlow-Anbieter letztendlich die Gehäuse so konzipieren, dass der Fokus mit Barlow genau dann die Fokalebene in die Ebene der Barlow-Auflagekante legt, wenn diese auch auf Höhe der Auflagekante des Teleskops liegt. Will man Backfokus gewinnen, muss man also eine Barlow suchen, deren Gehäuse oberhalb der Steckhülse möglichst lang ist, und dieses Gehäuse muss man dann eben loswerden, um den Backfokus zugänglich zu machen. Es ist in diesem Fall sicher ideal, den vom Hersteller vorgesehenen Abstand zwischen Barlow und Okular gut einzuhalten. Beispielsweise passt die oben erwähnte GD-Barlow prima zum 105mm langen optischen Weg der typischen Billig-Kleinbinos.

Clear Skies
Sven
 

taucher

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Hallo Sven,

danke für die Info. Dein Beitrag ist sehr interessant, werde mich wohl für die Gerd-Düring Barlow entscheiden.

Gruß

Wilfried
 
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