Bino mit Doppelbild

silver

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Liebes Forum,

neuer Bino von Arcturus / BST , 2 neue 32mm Okulare im 102/500 Refraktor. Immer seh ich doppelt. Okular 1 hochziehen, rumwackeln, Okular 2 hochziehen, rumwackeln, beide zusammen ... Okulare tauschen und noch mal: immer seh ich Zwillinge.
Oder ich ziehe so weit hoch, dass das Bild im Auge nicht mehr scharf ankommt und vom Hirn ausgeblendet wird.
Mit Fernglas haben die Augen kein Doppelbild-Problem.
Was tun? Ich stehe mit Schraubendrehern bereit für jedes Kommando.

LG Annette
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Demokrat

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Annette, dann sind die optischen Achsen nicht parallel. Tommy versucht dann immer, mit den Klemmen und einem Stück Papier und/oder durch drehen eines Okulars (und dann des anderen) herauszufinden, ob man das durch Rotation oder auch nur durch Lösen der Klemmen korrigieren kann. Mein Binoansatz macht dasselbe, sobald ich die Sterne ansehe, ist alles doppelt, am Mond fällt mir das nicht gleich so auf... :oops:

(Herausziehen behebt das Problem nicht wirklich, das ändert nur die Schärfe.)

Durch das Klemmen kann es bei lockeren Steckkülsen der Okulare leicht zu verkippungen kommen. Also: herumprobieren, ggf. auch mehrere Okulare ausprobieren, bis alles passt.
:rolleyes:


If this doesn´t work, send it back.

lg
Niki
 

Admin Xenforo

Mitarbeiter
Admin
Hallo zusammen,

ich finde es ehrlich gesagt nicht mehr lustig, in allen Themen mit nicht lesbaren Schriftarten zu schreiben. In dem Fall Flieder.

Bei Mißbrauch werden wir sonst zu Lasten anderer gezwungen, diese Funktion Grundsätzlich zu deaktivieren
 

Demokrat

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Naja, ist jetzt gerade einmal vorgekommen, dass es wirklich zu dunkel war... :coffee:

Es wäre natürlich auch eine Möglichkeit, alle Farben, die man nicht lesen kann, die also dunkler oder gleich dunkel sind wie der Texthintergrund aus der kleinen Palette zu entfernen und durch hellere zu ersetzen - dann braucht man wahrscheinlich die ganze Funktion nicht zu deaktivieren... :) und wenn jemand oft händisch eine unleserliche Farbe wählt, dann bekommt er halt kaum Antworten. Das sollte sich also von selbst regeln - but: you´re the boss, und ihr müsst natürlich über eventuellen Missbrauch wachen.

lg
Niki
 

Sselhak

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Hallo Annette!

Ich hatte das auch an mehreren Binos - hab viel probiert und am Ende ...
... hab ich einen hochwertigen (teuren) Binoansatz gekauft und sehe seit dem keine Doppelbilder mehr.

Somit kann ich dir leider keine Lösung anbieten, da ich selbst keine gefunden habe. Aber ich kann dir sagen, dass die von mir getesteten hochwertiges Binos (Mark V, Binotron, BinoVue) diese Probleme nicht hatten. Okulare rein, mit Ringklemmung klemmen, durchschauen, genießen.
Und heute würde ich mein Binotron nicht mehr hergeben!

Viel Erfolg,
Mario
 

AstroBHO

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Hallo Anette,
mit meinem Smartphone habe ich keine Probleme mit dem Lesen...
Bei Doppelbildern liegt fast immer eine Verkippung der Okulare zugrunde. Habe ich bei meinem Mark V auch ab und zu. Dann habe ich aber die Okularklemmung nicht richtig angezogen. Die Okularklemmung am Mark V ist nicht so unbedingt der Bringer... ich verstelle mir oft die Okular- Feinabstimmung.
Du kannst mal folgendes probieren: Ein Okular so gut wie möglich zentrieren und klemmen und das andere Okular (leicht geklemmt) zu dem ersten Okular ausrichten (optische Achsen parallel).
Ich weiss leider nicht, ob das bei Deinem Bino überhaupt möglich ist.

CS und Gruß von Koh Toa
Bernd
 

silver

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Moinmoin,

Dass Ihr meint, es liegt nur an der Okularstellung, die ich ja ohne Schraubenzieher beeinflussen kann, finde ich ermutigend. Ich sah mich schon wie beim Fernglasjustieren mit 2 Philipsdrehern links und rechts rummachen...

Beim ersten Arcturus Modell, dass ich f 2 Std getestet hatte und dann aus anderem Grund zurückgehen liess, habe ich das Doppelbild so wie von @AstroBHO beschrieben wegbekommen.
Die Okulare werden von/durch/an einem Ring festgeschraubt. Unterhalb dieses Rings befindet sich jeweils noch ein breiterer Ring, der Dioptrinanpassung ermöglichen soll. Heute morgen fällt mir ein, dass ich diesen gestern ignoriert habe; der stand also noch in Misserfolgsstellung vom letzten Test. Heute bei Tag noch mal dran gehen.

Wieviel Entfernung muss es beim Tag-Testen eines Binos denn mindestens sein?

Wenn es die Stellung der Okulare ist, übe ich das eben reproduzierbar ein. Zweiäugig Sternfelder angucken ist jedenfalls mein Ziel/Wunsch. Ich hätte gern einen Binoviewer, der out of the box genau macht, was er soll. Aber das Sparschwein ist jetzt mit Scope, Mount und Bino erst mal für ne ganze Weile alle. Wenn ich diesen Bino nicht hinbekomme, nehme ich ihn auseinander und lerne was. :)
 

Martin_B

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Du kannst etwas rum testen, wenn du das Teleskop auf einem Stativ mit Bino und Okularen bestückt zB auf eine Taschenlampe fokussierst und das Bild an die Wand oder an die Decke projizierst.
Dann kannst du sehen, ob sich was bewegt, wenn du zB an den Okularklammen was drehst.

Auf diese Weise könnte man (wenn man sich traut) eventuell auch versuchen, das Teil zu justieren.
Der Abstand der projizierten Bilder sollte sich mit zunehmendem Abstand nicht wesentlich ändern.
Heißt, wenn das Bino auf Augenabstand 65mm eingestellt ist, sollten die Bilder an der Wand in einiger Entfernung auch 65mm Abstand haben.
Und, aber das ist schwieriger zu bestimmen, auch in der Ebene nicht verkippt (verdreht) sein.

Man könnte sich einen "Sollzustand" auf ein Blatt Papier zeichnen und an die Wand kleben.
Die Linie durch die beiden Sollpunkte mit der Wasserwaage horizontal ausrichten und auch das Bino exakt horizontal auszichten.

Gruß Martin
 

silver

Mitglied
das klingt sehr interessant, irgendwie. Mit Scope kann ich das wohl nicht tun, da Wände nicht weit genug entfernt und Fokussieren unmöglich.
Aber das Bino alleine mit den Okularen und einer Zeichnung an der Wand geht vll?

Nach draussen habe ich freie Horizontalen satt. Mit Doppelstrassenlaterne, Baum, Hausdach, Stromleitung, Windrad, Baumreihe in jeweils erweiterter Entfernung bis hin zu ~1.5km oder 2.
 

Martin_B

Mitglied
Dann schieß mit einem Laserpointer möglichst genau auf die Mitte vom Teleskop ...
NICHT rein schauen.

Der Laser darf dann auch direkt vor dem Objektiv sitzen.
 

AstroBHO

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Hallo Anette,

Hut ab vor Deinem Mut.
Meinen ersten Bino habe ich mir mit 17 Jahren gebaut (1971). Da lernt man doch eine ganze Menge. Ohne optischen Messpark hätte ich den damals nicht justiert bekommen.
Wenn Du die Möglichkeit hast....benötigst du einen Kollimator und eine optische Bank...

Viel Glück weiterhin und CS
Bernd
 

silver

Mitglied
:D na, das wird ja immer schwieriger hier :D

das hab ich alles 3 nicht: Mut, Kollimator, optische Bank. Es geht auch ohne. *kopfschüttel*



Den Bino "aufzumachen", falls ich ihn nicht reproduzierbar verwendbar in den Griff kriege, geschähe lediglich um zu sehen, was da wie genau zusammengefügt ist (nicht um ihn zu "reparieren"). Das würde mir helfen, in meinem Hirn einen Bezug zu schematischen Optik-Zeichungen herzustellen. Diese Schemata, die einem anderen Menschen wohl ausreichend Verständnis schenken, dass er auf diesem Wissen aufbauend auch Fehler diagnostizieren kann, evtl gar Abhilfe schaffen - das Verständnis entwischt meinem diesbezüglch unbegabtem Hirn immer. Weil ich nicht "sehe", was da aufgezeichnet ist. "sehe" = in 3D live und in Farbe fühle, anfasse, kann ich es mir nicht merken und auch nicht anwenden.
Mein Hirn hat einen anderen Denktypus. Nicht abstraktionsfähig in solchen Bereichen wie Mechanik und Optik.


Interessantes gelesen: für Medizinstudenten werden 2D-Lehrvideos experimentell in 3D reproduziert, die sie dann mit Google Cardboard-ähnlichen VR-Brillen anschauen können sollen.
Das 'more immersive' Erlebnis soll jenen Denktypen helfen, denen der 2D-Videoersatz (eingeführt aufgrund von Stellenabbau bei Dozenten ) bisher das Durchdringen des Lehrstoffs arg erschwerte. Weil sie beim Videogucken oder auch e-book-Lesen gar nicht mehr emotional, haptisch, räumlich, persönlich ins Lehr-Geschehen involviert sind.


Ein interessantes Experiment an einer Australischen Uni. Da haben also Gelehrte Projekt-Geld für eine Annahme bekommen, die sie erfolgreich vortragen konnten. Eine Annahme, der ich auch anhänge. Bloß mehr auf das Werkzeug "Computer", die Hard- und Software-Hersteller und 5-9" Displays bezogen, den Einfluss, den die auf die kognitiven Fähigkeiten und die Psyche von verschiedenen Denktypen haben. Alles von "Excel brain types", wie ich sie nenne, ausgedacht und designed, ohne fachübergreifenden Input - beherrscht und durchdringt es xx% der Wachzeit jedes Menschen in industrialisierten Gesellschaften. Denktypen werden so deformiert, amputiert. Ich nehme an, mit sehr negativem Resultat sowohl auf den Einzelnen bezogen, wie auch auf mittel- und langfristige gesamtgesellschaftliche Leistungsfähigkeit hochgerechnet, da die Denk-Vielfalt abnimmt.

Nun geh ich Kaffee kochen und Binospielen.
 

Demokrat

Mitglied
Alles von "Excel brain types", wie ich sie nenne, ausgedacht und designed, ohne fachübergreifenden Input - beherrscht und durchdringt es xx% der Wachzeit jedes Menschen in industrialisierten Gesellschaften. Denktypen werden so deformiert, amputiert. Ich nehme an, mit sehr negativem Resultat sowohl auf den Einzelnen bezogen, wie auch auf mittel- und langfristige gesamtgesellschaftliche Leistungsfähigkeit hochgerechnet, da die Denk-Vielfalt abnimmt.
Absolut.
Es gibt einen Grund, warum es heute keinen Goethe mehr gibt.
Die Universalgenies wurden durch spezialisierte Fachidioten ersetzt.
;)

lg
Niki
 

silver

Mitglied
Es gibt einen Grund, warum es heute keinen Goethe mehr gibt.
Hm. Der Grund ist, die Wissensvermehrung in allen Naturwissenschaften hat derartig zugeschlagen, dass sich 1 Mensch alleine das gar nicht mehr alles merken kann.
Ich versteh schon, was Du meinst, glaubich. Aber Fachidiotie war organisch vorporgrammiert und arg nützlich.
Die Facharroganz ist auch organisch, weil menschlich. Stichwort IT-Darwinismus: "selber Schuld, wenn Du einen Virus hast, was bist Du auch so dumm, Deinen Lappi nicht gescheit zu konfigurieren, Du Idi0t." Darin wird die Arroganz auf die Spitze getrieben. Just solche Excelbrains bestimmen unangefochten, geradezu als Allwissende angebetet und unkritisiert, seit den 90ern unseren Alltag ^^ . Das war auch nützlich.
Aber nu müssen wir gegensteuern. Und für die Zukunft durch solche Experimente wie in Oz eruieren, wie gleich zu Design-Beginn die fachübergreifende Zusammenarbeit zu besseren, holistischeren Ergebnissen führen kann. Was meinst Du?
 

Demokrat

Mitglied
Aber Fachidiotie war organisch vorporgrammiert und arg nützlich.
Aber ja, ohne Fachidioten wären wir jetzt nicht hier, Ich hab weder das Internet, noch den Computer, noch dieses Forum, noch die Optik, noch Fernrohre erfunden. Ich bin nur ein Konsumwürstchen, das durchguckt und gerade mal ein wenig schreiben kann, deshalb schreib ich hier. :)

Aber nu müssen wir gegensteuern. Und für die Zukunft durch solche Experimente wie in Oz eruieren, wie gleich zu Design-Beginn die fachübergreifende Zusammenarbeit zu besseren, holistischeren Ergebnissen führen kann. Was meinst Du?
Wie die "Holistische Detektei" von Adams. Ja. Ich denke, der Fortschritt besteht aus anhaltendem Diskurs und Streit. Vergisst man auch nur einen Tag lang, zu kämpfen, dann geht die Demokratie den Bach runter. Man hat sich nie etwas "erkämpft", das währt... jedes Imperium hat seine Blüte und geht dann unter (weil zu dekadent geworden). Also: jeden Tag weiter daran arbeiten, dass Gutes geschieht. (hey, das war jetzt sicher off topic) ;)

lg
Niki
 

AstroBHO

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... in diser Zeit hätte ich deinen Bino jetzt kollimiert....
klar geht es auch ohne...
Ich bin auch ohne Internet groß geworden. Habe bei meinen astronomischen Anfängen niemanden fragen können. Es gab kein Forum :)... (Gott sei Dank) und mit 95 DM monatlich (abzüglich 2 Monatskarten =55 DM) war auch an ein gekauftes Gerät oder Zubehör nicht zu denken.
Ok.. ich muss die Koffer packen, morgen geht es wieder nach Hause.

Gruß Bernd
 

AstroBHO

Mitglied
Ich wollte damit nur sagen, es wird immer sehr viel diskutiert und wenig geschafft...

Ich war jetzt 4 Wochen in Urlaub und hatte ein bisschen Zeit zum Schreiben und Lesen.
Zuhause hätte mein Tag 48 Stunden haben müssen... das würde dann gerade mal reichen.
Nein wirklich- ich mache alles selber und habe 3 Jobs: Ich fahre jeden Tag 160km zur Arbeit (hin und zurück), ich habe ein Haus und Grundstück und versorge meine 92 jährige Mutter. Zwischen Arbeit, Haushalt, Sport und .... bleibt mir ab und zu mal ein paar Minuten für meine Hobbys.
Vielleicht kann ich ja doch helfen... ich bin bestens ausgestattet (optisch, mechanisch und elektronisch... nur leider die Zeit...
 

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Demokrat

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und habe 3 Jobs: Ich fahre jeden Tag 160km zur Arbeit (hin und zurück), ich habe ein Haus und Grundstück und versorge meine 92 jährige Mutter.
Beneidenswert - bis auf das Leben ohne Muße. Eine phantastische Werkstatt - mit Drehbank und Fräsmaschine... und elektronisch alles da. Auch die optische Bank fehlt nicht. Was für eine Verschwendung, jemanden wie Dich jeden Tag 160 km fahren zu lassen...

lg
Niki
 
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