Binoansatz - Faktor des GWK/OCA ändern

DarkSky82

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Hallo zusammen,

zur Zeit verwende ich einen Siebert Optics OCA 38 mm mit Faktor x1,3 an einem ein echten Zeiss Großfeldbino.
Fokus klappt super wie mit allen Siebert Optics OCA´s. Da bin ich zufrieden.

Ich möchte nun einen weiteren Faktor mit geringem Aufwand erreichen (kein neuer Siebert OCA), z.B x3 oder x4.

Würde mich über eure Meinungen und speziell auch Erfahrungen freuen.

1. Kann ich dafür einfach den bestehenden Siebert 1,3 OCA nehmen und mit einer T2 Verlängerung den Abstand zum Bino ändern (auf den OAZ aufgesetzt quasi)? Oder würde diese Abstandsänderung "nach oben" und nach dem negativen und positiven Element des OCA nichts bringen? Hier bräuchte ich nur eine T2 Verlängerung mit Länge X falls das klappt.

2. Laut Harry kann ich auch einfach nur das negativ Element (also die hochwertige "untere Barlow") verwenden und durch weglassen des positiven Elements (durch leere Hülse 2" mit T2 ersetzen) den Faktor erhöhen. Hier bräuchte ich noch 2 Verlängerungsringe 2" mit gesamt 17 mm und müsste hoffen dass ich damit in den Fokus komme...meine 2"/T2 Hülse ist etwas kürzer als die original und mit aktuell 15 mm Gesamtlänge reicht es zum fokussieren nämlich leider nicht.

3. Kann ich auch den bestehenden 1,3 OCA verwenden und direkt an die Kupplung vom Bino einem x 1,7 oder x2,6 Baader GWK packen und so kombiniert einen höheren Faktor erreichen mit vollständiger Korrektur (habe so etwas kombiniertes auf Cloudynights gelesen)?

Mit welcher Variante erreiche ich meine Ziel (am besten)?

Ganz herzlichen Dank für eure Meinungen.

VG und CS
Oliver
 

P_E_T_E_R

Mitglied
Eine telezentrische Barlow (wie der OCA von Siebert ) hat zusätzlich zum negativen Frontelement wie bei einer gewöhnlichen Barlow eine darauf folgende positive Linse, welche den Strahlengang wieder parallel zur optischen Achse ausrichtet. Während der Vergrößerungsfaktor einer gewöhnlichen Barlow vom Abstand zum nachfolgenden Okular abhängt und deshalb mit verschieden langen Abstandshülsen verändert werden kann, ist der Faktor einer telezentrischen Barlow intern fixiert und eine Vergrößerung ihres Abstands zum Okular bzw. dem dazwischen stehenden Binokularansatz bewirkt keine Veränderung des Faktors.

Wenn man beim Siebert OCA das negative Frontelement alleine benutzen kann, dann hat man eine gewöhnliche Barlow. Ob das dann mit geeigneten Abstandshülsen eine brauchbare Konfiguration darstellt, müsstest Du ausprobieren. Ob eine Kombination vom OCA mit einer anderen Barlow Sinn macht, würde ich bezweifeln ("Barlow-Stacking"). Dann würde ich gleich eine passende Barlow oder einen geeigneten GWK nehmen.
 

Arnold3

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Hallo Oliver,

wenn ich es recht verstehe, ist beim Siebert OCA die positive Linse der Korrektor. Zumindest bei meinem Multimag kann ich durch Einstellen des Abstandes der Elemente die Vergrößerung deutlich (1.35 bis ca. 2x) verändern ohne dass ich am 16" 1:4.5 Dobson auffällige Bildfehler gesehen hätte.

Bei den hohen Vergrößerungen (3 bis 4x) verwendt man dagegen nur das Negativelement als Barlow. Hier geht man davon aus dass bei etwa 1:15 die Bildfehler durch die Prismen bereits vernachlässigbar sind.

Damit passt aber auch jede andere gute Barlow, die den richtigen Arbeitsabstand hat. Da bietet sich für schnelle Newtons die komakorrigierende Barlow nach Düring an.

CS
Arnold
 
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