Blendenring für Newton | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Blendenring für Newton

Cyyrex

Mitglied
Hey! Da ja meine EQ6r immer noch nicht versand ist, und ich meine anscheinend am 6.1 verkauft habe, habe ich Zeit mein Teleskop zu Optimieren mit einem Blendenring undso.
Blendenring werde ich mir nächste Woche drucken lassen, von einem Bekannten für mein 6" SkyWatcher Newton. Jetzt hab ich mal videos gesehen, wo gesagt wurde das man den Hauptspiegel falsch wieder reinsetzten kann?, müssen also die Hauptspiegel halterungen an der gleichen stelle wie vorher sein? würde halt einen punkt, o.ä zeichnen wo die schraube und der Spiegel sitzt machen. Was gibt es noch zu beachten? außer das man den Spiegel nicht zu fest schrauben sollte..
 

halbetzen

Mitglied
...eigentlich kann man nicht viel verkehrt machen dabei. Es schadet aber auch nicht eine Markierung anzubringen, wo die Klammern den Spiegel gehalten haben. Diese Markierung aber dann nicht auf der Spiegelfläche anbringen sondern auf der Seitenoberfläche. Aber eigentlich ist es egal, wenn der Spiegel nicht schief geschliffen ist 0der sonstige Rotationsfehler aufweist. Nochwas ist ganz wichtig beim Wiedereinbau: Vorder- und Rückseite des Spiegels nicht vertauschen!!! Die spiegelnde Seite muß zum Fangspiegel zeigen, sonst funktioniert das Teleskop nicht mehr.
Grüße
Dietrich
 

Achim_B

Mitglied
müssen also die Hauptspiegel halterungen an der gleichen stelle wie vorher sein?
Hi,
stellt sich diese Frage überhaupt? Du mußt ja nur die Schrauben entfernen, den Blendenring auf die Hauptspiegelhalterungen auflegen, die Schrauben wieder einsetzen und wie Du schon sagtest nicht zu fest anziehen. Die Lage des Spiegels zu den Halterungen bleibt also völlig unverändert. Es kann nicht schaden, die Hauptspiegelzelle wieder in der gleichen Position wie vorher am Tubus anzubringen. Aber auch wenn man das nicht macht ist das wohl kein Beinbruch, weil IMHO die Justage in jedem Fall überprüft werden sollte.

Gruß
Achim
 

halbetzen

Mitglied
... Und die Markierungen bitte nur mit einem Bleistift machen, nicht mit Filzstift oder Farbstift. Die lösen sich beim Reinigen des Spiegels mit Alkohol und könnten die Spiegelschicht verschmutzen.
 

SkyBob

Mitglied
Bei der Schlechtwetter Periode, wäre ein einfacher Selbstbau Kunststern eine Überlegung.

Ist schnell aus einer billigen Led Taschenlampe gebastelt.

Damit kann man dann auch bei schlechtem Wetter schnell kontrollieren ob der Spiegel zu fest sitzt.
(Beugungsmuster).
Vorausgesetzt man hat genug Abstand zur Verfügung. (Naheinstellgrenze).

Gruß Markus
 

Cyyrex

Mitglied
Hallo Markus, hatte ich tatsächlich schon probiert allerdings hat es nicht richtig funktioniert, weil der Stern wenn man ihn in den Ecken bewegt hat, also das teleskop gedreht hat, er sich ferformt hat.. Selbst mit komakorrektor
 

eckehardt70

Mitglied
Hallo,

ich stehe einer ausgedruckten Blende kritisch gegenüber. Ich brauche dünnes Material und eine akkurate Kante. Drücken ist an dieser Stelle das
falsche Fertigungsverfahren. Blende aus dünnem Blech, mit Wasserstrahl oder Laser geschnitten, wäre die bessere Wahl.
Bei mir ist Spiegelposition in der Zelle mit Lackstift markiert. Prinzipiell ist das aber nicht notwendig, da du die Optik sowieso wieder justieren musst. Geht mit Markierung ein wenig schneller.

Gruß Thomas
 

Xanatos

Mitglied
Hallo Namensvetter,

ich drucke regelmäßig Blendenringe aus ASA die aus meinen Ultimakern extrem genau herauskommen und eine sehr gerade und glatte Kante haben. Ich fertige auch welche aus Blech, aber von der Genauigkeit her sind sie ebenbürtig.

Grüße und hoffentlich bald CS

Thomas
 

Cyyrex

Mitglied
einige meinten, mit schwarzer Farbe nachstreichen bringt auch was, reicht da ganz normale farbe aus Schulzeiten :oops::ROFLMAO:
 

ws_mak12

Mitglied
Hallo Cyrex,

theoretisch ja, da eine etwaige Verspannung in jedem Fall die Abbildungsgüte herabsetzt. Allerdings wirst du das in der Praxis...wenn überhaupt...nur erkennen, wenn du direkte Vergleiche hast, d.h. du die Abbildungsgüte einer einwandfreien, vergleichbaren Optik am jeweiligen Objekt "im Kopfe" hast. Ist natürlich auch abhängig von der Größe des entstandenen Bildfehlers.

Am einfachsten ist das wie hier bereits vorgeschlagen am Kunststern, da die Wetterbedingungen momentan eher mau sind. Für die Erzeugung von geeigneten Kunststernen gibt es viele Methoden und Möglichkeiten. Ein 6" wie deiner ist auch nicht weiter problematisch, wenn es um den korrekten Abstand zum Kunststern geht. Sollte sich bewerkstelligen lassen. ;)

Viele Grüße
Werner
 

Cyyrex

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Hi, habs ja probiert mit den Stern, aber dhag nichts funktioniert. Hier mein Vorgehen


Taschenlampe genommen alufolie draufgemacht und ein kleines Loch mit einer Rouladennadel gemacht. Dann auf bisschen Entfernung getestet und dann einfach probiert allerdings wenn ich das teleskop hin und her bewege zmb den kunststern am Rand verändert er sich wird mehr eirig in die andere Richtung sieht richtig perfekt aus, in der Mitte dann noch schlechter.. Selbst mit komakorrektor
 

ws_mak12

Mitglied
Hallo Cyrex,

hier müssen Durchmesser des Lochs und Entfernung zur Punktlichtquelle passen und das Teleskop sollte hinreichend justiert sowie austemperiert sein.

Bei einem 6" F5 solltest du zur Sicherheit ca. 28 m (oder mehr) entfernt von einer Quelle mit Durchmesser max. ca. 0,1 mm stehen, dann hast du noch einen Kugelgestaltsfehler (Überkorrektur) geringer lambda/8 . Das ist absolut ausreichend. Der Lochdurchmesser fällt dann unterhalb der Auflösungsgrenze des Teleskops. Da kannst du dann nach Belieben auf Asti, Verspannung, sphärische Aberration, etc. testen.

Auch Reflexe sind gut. Hier eignen sich z.B. Sonnenstrahl an einem Wasser-/Nebeltropfen, oder Lampenlicht streicht über ein Weihnachtstier mit sehr rauher, glänzender Schicht überzogen (erzeugt dutzende von geeigneten Reflexen in alle Richtungen). Es gibt viele Möglichkeiten die funktionieren.

Laß den Komakorrektor zum Testen bitte weg und schau mit einem ca. 5-10 mm Okular. Genauere Beschreibungen findest du übrigens u.a. bei H. Suiter; Star Testing Astronomical Telescopes; 1994-2008.

P.S.: Bringe bitte die Lichtquelle immer in die Mitte des Gesichtsfeldes und beobachte mit Brille/Kontaktlinsen, falls du einen Sehfehler wie Asti hast. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:

ws_mak12

Mitglied
Übrigens...deinen Beschreibungen zufolge vermute ich, dass dein Teleskop möglicherweise nicht optimal justiert ist. Dann bekommst du unterschiedliche Ansichten am linken, bzw. rechten Gesichtsfeldrand, und auch in der Mitte passt das nicht so wie es sein sollte. Einen Verspannungsfehler kannst du aber dennoch erkennen, wenn ausreichend Erfahrung vorhanden ist.
 

Cyyrex

Mitglied
das mit den Stern kann ich sowieso erst testen wenn meine Montierung da ist, bzw muss ich sonst irgendeine Position finden die gut ist wo das Teleskop nicht hin und her wackelt..
 

Cyyrex

Mitglied
mir fällt grad auf, das eine Schraube um den Hauptspiegel zu entfernen anscheinend ausgeleiert ist, der kopf davon, krieg die nicht raus..
 

ws_mak12

Mitglied
Hallo Cyrex,

hmmmm, hört sich für mich erst mal nach reichlich Murks an...
Zu fest angezogene Schrauben um den HS herum sind fast immer eine Quelle für Verspannung. ;)

Viele Grüße
Werner
 

Cyyrex

Mitglied
Me, es geht um die am teleskop selbst das man den HS rausbauen kann.. Die sind so fest die kriegt man nicht ab
 

SkyBob

Mitglied
Das funktioniert eigentlich recht gut auf ca. 25m
habe es mit einem 150/900 Newton hinter mir.

Guckst du ^^

Bei dem Bild extrafocal Kunststern, siehst du die Verspannungen der Halteklammen.
Die Klappspikes waren einer nicht ordnungsgeäßen eingestellten Spinne zu schulden.
 

Cyyrex

Mitglied
Ich verzweifle eher an der schraube die nicht rausgeht wie fest ist die bitte.. Wenn es nicht mal ein akkuschrauber tuht..
 

ws_mak12

Mitglied
Hallo Markus,

schön aufgezeigt. :y: V.a. die Auswirkungen zu strammer Halteklammern kommen bei deinen Fotos gut zur Geltung.

Viele Grüße
Werner
 

TigerClaw35

Mitglied
Man kann natürlich vieles bis ins unendliche optimieren. Ein Blendenring verringert natürlich den Durchmesser des Spiegels. Andererseits erhält man bessere Abbildungen. Ich würde als 3D-Druck-Experte :) aber behaupten, dass die Genauigkeit beim 3D-Druck sehr hoch sein kann. Meinen Blendenring habe ich aufgrund der Größe in 2 Teile zerlegt gedruckt und dann mit der Black 3.0 Farbe bemalt.
 

DietSky

Mitglied
Ich werde mir auf jeden Fall demnächst einen Blendenring anfertigen, denn seit der Neubeschichtung meines Hauptspiegels zeigen sich drei hässliche Strahlen an hellen Sternen, die durch drei nicht beschichtete Stellen am Rand (abgedeckt durch Halteklammern in der Beschichtungsanlage) verursacht werden. Diese hatte ich vorher nicht, sondern nur die vier Spikes der Fangspiegelarme.

CS Dietmar
 
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