Brennweite, Vergrößerung berechnen ? | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Brennweite, Vergrößerung berechnen ?

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Alex_Alex

Aktives Mitglied
Hallo

Ich wollte mal fragen wie aus einer Vergrößerung eine Brennweite ableiten kann bzw umgekehrt.

ZBsp:
200fach durch ein 8" am Saturn.
oder
eine 500mm Brennweite durch eine EOS.

Sicher ist den entgültige "Vergrößerung" bei Fotos ect von der "Endgröße" abhängig.

Aber es muss doch ein Vergleich oder sowas geben?
 

Sven_Wienstein

Aktives Mitglied
Hallo Alex,

Wenn Du Vergrößerung und Okular hast, dann ergibt das Produkt die Brennweite, also 200x und 10mm dann 200 x 10mm = 2000mm.
Ohne Okularbrennweite - müsste das Öffnungsverhältnis des Teleskopes bekannt sein, und das enthält ja direkt die Brennweite (Öffnung mal Öffnungszahl).

Wenn man eine Fotografie hat, kann man beim Abbilden der Fotografie auf Papier oder auf dem Bildschirm von einem Abbildungsmaßstab sprechen, also in etwa "eine Bogenminute entspricht 1 cm". Dazu muss man aber wissen, wie groß ein Pixel ist. Hat ein Pixel zum Beispiel 7,2µ Kantenlänge, also 0,0072mm, dann kann man mit Hilfe der Brennweite des Teleskopes (der Optik) ausrechnen, wieviel Grad das am Himmel ergibt. Hier:
2*Arctan(0,0072/(f*2))
Für f=500mm: 0,00082505922497412839721853757971076° (ungefähr... :biggrin: ) Mal 3600 gibt das 2,97 Bogensekunden. Man muss dann schauen, wie groß die Pixel auf dem Monitor oder einem Abzug (Digiprint) erscheinen.
Um vom Bild auf die Brennweite der Optik zu schließen, kann man natürlich das ganze auch rückwärts rechnen, wenn man die Pixelgröße der Kamera kennt.

Clear Skies
Sven
 

UwePilz

Aktives Mitglied
Bei Fotos geht man von einem Betrachtungsabstand von 25 cm aus, wenngleich das für ältere Herrschaften wie mich nicht mehr zu erreichen ist ;-)

Beispiel Erdmond: Ein Bild mit der Größe von etwa 2 Millimetern entspräche einer Vergrößerung von 1, die scheinbare Größe ist genau so groß wie am Himmel.

Nun kommt es darauf an, wie groß dein Bild / Fotopapier ist. Nehmen wir mal an 18x24 cm. Das wäre gegenüber einem Filmnegativ (wieder nur als Beispiel, meist nimmt man digital) wiederum 5-fach vergrößert. D.h. auf dem Negativ hätte der Mond nur einen knappen halben Millimeter (0,43mm). Als Faustregel gilt, dass ein Meter Brennweite einen Zentimeter Mondbildgröße gibt. Die angegeben 0,4 mm erreicht man also mit einem Normalobjektiv von etwa 40 mm Brennweite.

Da die Winkelvergrößerung unabhängig davon ist, was du aufnimmst, gelten dieselben Angaben auch für den Saturn. ich wollte nur so winzigkleine Zahlen im Mikrometerbereich zu vermeiden.

Bei Digital ist die Vergrößerung von Negativ zu wirklichem Papierbild größer, so dass ein gegebenes Objektiv zu einer stärkeren Vergrößerung führt. Dieser Faktor ist für die Kamera üblicherweise engegeben.
 

Alex_Alex

Aktives Mitglied
Hallo und Danke für die Erläuterungen.
Dann kann ich die Vergrößerung bei einer EOS zBps, nur durch die Brennweite beeinflussen.

Wichtig mit der Frage war, wie viel "Himmel" ich mit 500mm Brennweite x Faktor 1,6 also 800mm, ich ablichte.
Ob der Mond oder der Orion noch ganz draufgeben oder nicht.

Ich hatte mal eine Schöne Excel Tabelle, wo alle Daten Vergrößerung, Brennweite ect automatisch berechnent wurden.
Man konnte Öffnung ect alles eingeben. Leider habe ich diese Datei nicht mehr.

Grüsse
Alex
 

Kurt_Schneider †

Aktives Mitglied
Hallo Alex,

Du hast erstens 500 mm Brennweite und zweitens einen EOS-Chip (bei der EOS 400D mißt der Chip 14,8 mm x 22,2 mm). Daraus errechne ich ein Bildfeld von 1,70 Grad x 2,55 Grad. Den Faktor 1,6 kannst Du in diesem Zusammenhang vergessen.

Gruß

Kurt
 
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