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C6 oder TS-RC6 (nur für Fotografie)

Marty_McFly

Mitglied
Hallo Zusammen,

welches der beiden Teleskope eignet sich besser für die Fotografie?
Lohnt es aus verschiedensten Gründen (welche?) auf den teureren C6 zu setzen?
Woher kommt der deutliche Gewichtsunterschied?

Zu meinen Rahmenbedingungen: 9x50mm Sucherguiding, MFOC, 8-Fach FR mit 1600mmc pro, NEQ5 auf Betonsäule
 

VMC_Andre

Mitglied
Mojen,

ich denke durch den 2" Crayford Auszug (Aussenfokosierung) und vielleicht die Metallspinne hat das TS mehr Gewicht . Ich würde dem mehr Punkte geben weil man dort hinten Kameras und Zubehör vielleicht besser und sicherer dran bekommt . Das ist ja auch speziel für die Fotografie gemacht .

?? Preis ??

 

Marty_McFly

Mitglied
Lassen wir mal den Preis außen vor, die paar Hundert Eure sind dann auch wurscht. Ich bin hauptsächlich wegen der Neq5 limiert.

Daher ist eigentlich der C6 der bessere Kandidat. Aber wenn der RC6 auf das Fotografieren ausgelegt ist?! Verstehe ich es denn richtig dass der RC6 keinen Korrektor braucht? Einfach Kamera dran und fertig. Das spart zumindest paar Gramm.

@Andre: Ok, der eine hat Innen- und der andere Außenfokussierung. Aber bedeutet das für das Fotografieren etwas?

Was ist der Mehrwert des RC6, wenn es ums Fotografieren geht? Oder welcher der beiden macht mehr Spass, weil zum Beispiel Fokussieren leichter geht. Oder weil Justieren kein Thema ist??
 

VMC_Andre

Mitglied
Beim TS-RC steht schon alles beschrieben: Brennweitenreduzierung erhältlich , dash eißt von F9 gehts auf F6 oder so , deine Kamera ist APS-C - passt also auch , genügend Backfocus ....

es sieht aber jeder hier warscheinlich anders . Ich sag dir jetzt nicht nehme das und das nicht .

schaue im Internet welche Astrofotos es von den jeweiligen Teleskop gibt und Berichte der Teleskope , lesen ist hier eher angesagt vor dem überstürzten Kauf . ;)
 

walter_schmitt

Mitglied
ich habe beide Optiken und ziehe das RC dem SC eindeutig vor.
Da ich auch mit einer 1600pro fotografiere kann ich Dir guten Gewissens sagen, das beim RC bis in die Ecken eine perfekte Sternabbildung vorhanden ist. Beim SC ist das bei mir nicht der Fall. Wenn Du ein SC fotografisch nutzen willst, braucht es trotz Innenfokusierung einen untersetzten Okularauszug. Damit ist der Gewichtsvorteil weg. Auch kann Bei SC´s ein Spiegelshifting (mehr oder weniger) vorhanden sein.
Wie André schon geschrieben hat gibt es auch für RC gerechnete Reducer die bei DS (besonders mit Linienfilter) doch sinnvoll sind.
Hoffe ich konnte zur Entscheidungsfindung etwas beitragen.
Gruß Walter
 

Okke_Dillen

Mitglied
Verstehe ich es denn richtig dass der RC6 keinen Korrektor braucht? Einfach Kamera dran und fertig
Ja! :cool: Zumindest bis APSC ohne Einschränkungen.
Kann Walters Antwort voll unterschreiben.
Habe den RC in 6" und 10". Beides feine Geräte. Achte darauf, daß hinreichend M90 Distanzstücke dabei sind (!!!), damit du in den Fokus kommst! Ich mußte einen 50mm Ring nachbestellen, da der Backfokus sehr weit hinten liegt und durch die beiliegenden nocht nicht erreicht werden konnte beim First-Light! Das war sehr ärgerlich! ;)
Leider habe ich ihn seit der 10er da ist, nicht mehr eingesetzt, schade eigentlich...:whistle:
Oh, und den Reducer hatte ich zwar gleich mitbestellt, aber nie eingesetzt, bei PNs willma ja Brennweite, nix Reducer :sneaky:!

Gruß und CS!
Okke
 

Dunkle Energie

Mitglied
Hallo,

interessehalber: Wie ist das beim RC mit dem Kollimieren?
Ist das so fummelig wie immer gesagt wird (was nachvollzihbar
wäre), oder ist alles nicht so schlimm?


Viele Grüße

Markus

(die Rechtschreib"korrektur" hat aus "fummelig" gerade "pummelig"
und aus "Kollimieren" "Kollidieren" gemacht. :-D)
 

Okke_Dillen

Mitglied
Alles nicht so schlimm! Ich hatte zunächst Berührungsängste, aber mit einem Kolli-Laser Pillepalle. Hatte ich nicht irgendwo sogar mal ne Anleitung verfaßt...? Ich guck...
 

Dunkle Energie

Mitglied
Hallo, Okke,

meinetwegen mußt Du nicht nachschauen, obwohl mich so etwas
grundsätzlich interessiert, auch wenn ich es (derzeit)nicht brauche.
Wenn Du die Anleitung findest, schau ich mir die aber gerne an; wer weiß …

Viele Grüße

Markus
 

walter_schmitt

Mitglied
Habe von TS einen perfekt kollimierten RC bekommen. Da ich ihn stationär aufgestellt habe musste ich noch nichts dahingehend unternehmen :).

Gruß Walter
 

Okke_Dillen

Mitglied
Also der 6er kam von TS sauber kollimiert bei mir an, den 10er erwarb ich gebraucht, in gutem Zustand zwar, aber verstellt. Der wollte erst mal "geradeaus gucken" lernen ;)
 

Marty_McFly

Mitglied
Planetarische Nebel, Galaxien, vor allem wenn der Sommern kommt. Und einfach Interesse an einer anderen Brennweite neben meinem 480mm apo.

Ich frage mir nur warum der RC6 nicht beliebter ist?! Für den Preis scheint es doch ein tolles Ding zu sein!
 

Okke_Dillen

Mitglied
Hehe, mußte grinsen, als ich die Frage las... :)
Dieselbe Frage hatte ich mir auch gestellt, nach der Anschaffung noch mehr :cool:

Aber vllt spielen da auch subjektive Kriterien rein (achtung, nicht ganz ernst gemeint ;)):
- häää? Ritschi was bitte??? Crétin heißt doch "[zensiert]".... Näää, sowatt kauw isch nisch!
- Hubble ist auchn RC, funktioniert bestimmt nur im Vakuum, hab isch nisch auffe Erde! Völlisch bekloppt!!
- Wiieee? Kein Flattener? Jibbet kein' Komakorrektor für?? Dat kann nisch funktionieren!
- Hyperbel? :oops: Bärbel? :oops::oops: ... Bääärbehel!! Komma her, wat hassu mit dem Ding hier zutun?!
- Viel zu billisch! Dat kann garnitt funktioniere!!
- ohne Spiegeshifting??? Willisch nisch, isch will mein' Wackelspiegel!
🤣 🤣 🤣


PNs und Galaxien sind genau das Richtige dafür, wie bei SCs nur schneller (f8 statt f10).
Frohes Fest
Okke;)
 

klawipo

Mitglied
Hallo Marty,

die sind nicht so beliebt weil die hohe Obstruktion von rund 50 Prozent visuell schon ordentlich auffällt. Es gibt fotografisch gute Systeme durch die man besser durchgucken kann. Zumindest die ersten erschwinglichen GSO Exemplare hatten wohl auch mechanische Probleme, Genaueres weiß ich da aber nicht.

VG Klaus
 

Marty_McFly

Mitglied
Hallo Klaus,

klar würde ich mal durchgucken wollen, aber ich würde eher gerne knipsen.

Eine Frage noch: Kann ich von meinem APO den 2,5"-RPA-Zahntrieb-Auszug, an die mein MFOC montiert ist, einfach mit dem 2" Crayford Okularauszug vom RC6 austauschen?
 

skygazermb

Mitglied
interessehalber: Wie ist das beim RC mit dem Kollimieren?
Wenn man die Zusammenhänge einmal erfasst hat ist das alles gut machbar. Beim ersten mal hatte ich die Kollimation verschlimmbessert.
Ich habe dann mit einem Cheshire Okular gearbeitet: Erst den Fangspiegel mit Hilfe der Markierung zentrieren, dann den Hauptspiegel, mit dem Ziel alle im Fangsiegel sichtbaren Reflektionen konzentrisch zu bekommen. Gerade letzteres war aber oft eher grobes Schätzwerk. Ergebnis war OK aber auf den Flats hat man immer gesehen, dass die Feldausleuchtung ein wenig abseits der Mitte war (entweder ungenaues Cheshire Fadenkreuz, Verkippung des Cheshires im OAZ oder ungenaue Fangspiegel Mittenmarkierung)
Ich habe den Fangspiegel daher letztlich mit Hilfe von Flatfield Aufnahmen (Aufnahmen im Dauerloop, in Quasi Echtzeit) justiert und den Hauptspiegel danach am Stern. So klappt das ganze dann eigentlich sehr gut.
 

Dunkle Energie

Mitglied
Hallo, Marius,

danke für die Erläuterungen. Ich hatte schon mal über
ein kleines RC fürs Visuelle nachgedacht. Es soll auf jeden
Fall etwas Kompaktes mit nicht allzu kleiner Öffnung sein;
ein Refraktor scheidet also aus.
Visuell nutze ich derzeit einen Mak, da ist das Bildfeld
schon sehr klein. Ein SC ist in der Hinsicht etwas besser,
und ein RC auf jeden Fall eine interessante Alternative.
Bei rein visueller Nutzung und den mit den Jahren
schlechter werdenden Augen steigt die "Kollimations-
fehlertoleranz" sowieso. ;-)


Viele Grüße

Markus
 

Okke_Dillen

Mitglied
Hallo Markus,

also für rein visuell würde ich jetzt keine f8-Optik empfehlen wollen, außer Planeten und Mond. Ein Auge kann halt nicht so lange hingucken wie eine Kamera. Da würde ich einen Newton vorziehen. Aber als langbrennweitiges Fotoobjektiv isses klasse, weil es durch die Spiegelform keine Gläser im Strahlengang braucht, um das Bildfeld zu ebnen.
Gucken geht aber auch, das war meine erste Aktion mit dem kleinen 6er Ritchi, gucken, ob ich M51 sehen könnte. Ja geht, die beiden Kerne waren auszumachen, immerhin, mehr aber auch nicht (Bortle5 Himmel auf 105m ü.N.N.). Jupp und Saturn visuell waren dagegen schon ein Wow-Erlebnis, vor allem dann, wenn das Gewabere der Luft mal für ganz kurze Momente still hält.

Grüße und CS!!
Okke
 

Dunkle Energie

Mitglied
Hallo, Okke,

ist mir ein Denkfehler unterlaufen? Wenn die Öffnung festgelegt ist
soll ca. 6" betragen) spielt das Öffnungsverhältnis doch eine untergeordnete
Rolle, oder? Entscheidend ist die AP und das (gewünschte) tatsächliche
Gesichtsfeld.
Klar, der Newton hat hinsichtlich des Gesichtsfeldes auf den ersten Blick
einen Vorteil (größer). Die Frage ist, ob man diesen Vorteil bei einem kleinen
Gerät überhaupt nutzen kann, soll heißen: Sind die flächigen Objekte
überhaupt zu erahnen?
Auch wenn man die Frage z.B. aufgrund der hier besseren Umgebungsbedingungen
(Bortle 4, 395 m über N.N., hochgelegene Talmulde mit fast immer trockenerer
Luft als die umliegenden Ortschaften) vielleicht bejahen kann, bleibt der Faktor
"Benutzer". Ich habe gar nicht den Ehrgeiz, unbedingt das letzte schwache
Nebelchen zu "sehen". Ich knipse gerne, aber manchmal kommt der Wunsch
nach dem "direkten Blick" auf. Da reicht es mir, auf die relativ hellen Standard-
objekte zu blicken. Der 127er Mak wurde seinerzeit in den Bestand
aufgenommen, weil er klein und leicht ist, einen recht guten Ruf hat und
günstig gebraucht zu bekommen war. Ein bißchen mehr Feld und Licht
wären fein, so kam mein Gedankengang zustande.

Es war ziemlich bescheuert, das 8"-Meade-ACF zu verkaufen. Das hatte
eine tolle Abbildung, besser als die beiden anderen Geräte, die ich
ausprobiert hatte, nämlich einen 10"-Newton mit ziemlich gutem
Orion-UK-Spiegel und einen 130er Triplett-Apo.

Hmpf.

Viele Grüße

Markus
 

Okke_Dillen

Mitglied
Hi Markus,

ich dachte jetzt weniger an das Gesichtsfeld, mehr an die Obstruktion, wie sie Klaus weiter oben schon angesprochen hatte. Das Auge kann ja nicht länger belichten als 1/25 sec - grob gesagt. Die Knipse aber schon. Bei visuell zählt also Öffnung schon viel und in Sachen Obstruktion ist ein Ritschi deutlich ungünstiger, als ein Newton. Visuell übertrifft so schnell nix einen Newton - meiner unwesentlichen Meinung nach. Dessen Bildfeld ist aber gewölbt und er macht Koma. Deswegen gibts ja für Fotografie Komakorrektoren mit Bildfeldebnung für die Newtons. Visuell fällt die Koma aber gar nicht auf und das Bildfeld kann im Okular augengerecht aufbereitet werden.

Die Klassiker am Himmel sind aber auch mit dem 6er Ritschi schön zu beobachten, Hantelnebel, Ringnebel, M13 und wie sie nicht alle heißen, alles was relativ hell ist und in ca 2° Felddiagonale so reinpaßt. Genauer gesagt, zB der Mond (0,5°) paßt etwa 4mal in die 2" des OAZ, irgendwo hab ich doch mal eine Abschätzung gemacht..... ahja, hier - "in the early days" :giggle:

Inzwischen hab ich nen neuen Platz, 10min zu fahren und 380m höher. Das macht gleichmal richtig was aus! :cool:

Viele Grüße,
Okke
 

Dunkle Energie

Mitglied
Hallo, Okke,

ich gebe Dir durchweg recht. Die Abweichungen von der "Vernunft-
entscheidung" sind meinen persönlichen Befindlichkeiten geschuldet. ;-)
Weil ich einen RC bisher nicht auf dem Plan hatte, kam ich auf
die Idee, daß das eine Alternative sein könnte … mal sehen.

Auf jeden Fall vielen Dank für Deine Anmerkungen.

Markus
 

Marty_McFly

Mitglied
Hallo,

vielen Dank, dass die Diskussion um den RC6 fortgeführt wird! Ich nehme da gerne vieles mit.

Mal wieder zum Abbildungsmaßstab: Mit der 1600mm und einem 0,67 Reducer erreiche ich immernoch 0,86"/pixel (ohne Reducer 0,57"/pixel). Um die Sinnhaftigkeit davon abzuschätzen, kann ich denn von all meinen Aufnahmen in den letzten Jahren den FWHM-Wert in PI mitteln und damit vergleichen? Oder wie kann ich das für meinen Standort und Equipment vernünftig begründen?

Daneben hätte ich noch eine 1000Da und 600D. Eine 6D wäre auch noch ein Gedanke ...
 

KlausTietzel

Mitglied
Hi,
mir würde noch der Aspekt Taukappe einfallen. Eine angelaufene Korrektorplatte hat auch visuell deutlich viel mehr Impact als die verteufelt schlimmen 50 % Obstruktion :giggle:. Benutzung mit beheizter Taukappe ist leider auch net so drollig, gerade wenns Equipment mobil eingesetzt wird. Wenns um Fotos geht: ein SC ohne guten Korrektor is ein Graus. Die üblichen 0.63-SC-Korrektoren gehören dabei zwar zu den günstigen aber nicht zu den Guten.

cs

klaus
 

Dunkle Energie

Mitglied
… und dann ist da noch die Sache mit den Spikes.
Manch einer findet die ganz toll, andere dagegen nicht.
Die können durchaus ästhetisch wirken, ok, aber ich
will die Dinger nicht zwangsweise haben – was beim
Fotografieren wieder für ein SC oder – wenn das Budget
es zuläßt – einen großen APO spricht.

Viele Grüße

Markus
 
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